Statistikspielchen

Das Max-Planck-Institut für demografische Forschung berichtet, dass die Kinderlosigkeit bei Frauen, die einen sozial- oder geisteswissenschaftlichen Bildungsweg eingeschlagen haben oder aus der Religion, Kunst oder dem Bibliothekswesen kommen, am höchsten ist. Etwa 25 bis 33 Prozent dieser Frauen bleiben ohne Nachwuchs (nach einer nordischen Studie).

Von Tanja Thomsen

Als ob es den Geisteswissenschaftlern nicht schon schlecht genug ginge: Gerüchten zufolge bleibt für mehr als 50 % von ihnen ohnehin nur der Job als Taxifahrer. – Wobei vermutlich eine Taxifahrerin kaum genug Geld verdient, um damit ein Kind durchzufüttern. Vielleicht ist das gerade der Grund für die Kinderlosigkeit? Es könnte natürlich auch sein, dass Theologinnen und Philosophinnen die einzigen sind, die über Sinn, Leben und Dasein richtig nachdenken und sich eines Tages die Frage stellen: Will ich überhaupt ein Kind in dieses Deutschland setzen? Sie sind scheinbar die einzigen, die verstanden haben, worum es in der allseits bekannten Werbekampagne wirklich geht. Harald Schmidt hat es prophezeit: Der Slogan „Du bist Deutschland“ ist demnächst wörtlich zu nehmen!

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