Campusumfrage: Augsburg aus Bequemlichkeit

Studierende erzählen, warum sie sich für die Fuggerstadt entschieden haben.

Milena Ivanova (20) studiert Soziologie in Augsburg mit den Nebenfächern Psychologie und Deutsch als Fremdsprache. Einem Studium in Bulgarien zog sie die Schwabenmetropole vor, „weil ich mich mit der deutschen Sprache beschäftigen wollte, mit der Kultur und der Lebensart. Augsburg ist nicht zu groß und nicht zu klein – das gefällt mir gut. Es ist ungefähr so groß, wie meine Heimatstadt Varna. Heidelberg wäre zwar mein Favorit gewesen, aber hier ist es auch schön.“



Von Stefanie Probst, Fotos: Natalie Stanczak

Lehramtstudent Janosch Peltzer (25) hätte beinahe zu einem innerdeutschen Tigersprung angesetzt, entschied sich aber als hart gesottener Augsburger für die bequeme Variante: „Ich wollte eigentlich in Berlin studieren, bin aber dann in Augsburg geblieben, weil ich von hier komme und es einfach bequemer war. Außerdem kann ich hier meine Chancen mit dem bayerischen Staatsexamen verbessern.“

Die zukünftige Gymnasiallehrerin Jutta Kresse (21) ist zwar „a gschtandneMünchnerin“, hier aber seit zwei Semestern „Zuagroaste“: „Ich wollte am liebsten in München studieren, dann kamen die Zusagen für Würzburg und Augsburg. Für Augsburg habe ich mich entschieden, weil es näher an München liegt.“

Ein wenig weiter gereist ist dagegen Liang Linchao (28): Der Wirtschafts- und Mathematikstudent kam zum Studieren aus China in die schwäbische Provinz: „Hier kann man gut studieren. Ich habe zu Hause mit Freunden geredet, die auch in Augsburg die Uni besucht hatten. Sie haben mir nahe gelegt, auch hier zu studieren.“

Ismail Keles (22) argumentiert ebenfalls lokalpatriotisch: Er studiert seit vier Semestern Informatik in Augsburg, weil er in keine andere Stadt wollte: „Ich lebe hier schon meine ganzes Leben, habe meine Freunde und meine Familie hier. Ich wollte nicht weg, und weil es das, was ich studieren wollte ohnehin hier gibt, musste ich mich nicht lange entscheiden.“

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