Zweiter Stern für Kalkutta

1:0 lautete der Endstand mit dem sich Kalkutta in einem nervenaufreibenden Finale gegen Woodstock den Fußball-Weltmeistertitel sicherte. Kalkutta? Woodstock? Fußballfieber schön und gut, aber diese Meldung hört sich eher nach Fieberwahn an.

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Erst der Zusatz „Uni“-Fußball-Weltmeister verleiht dem Satz den nötigen Wahrheitsgehalt. Das Fieber hatte die letzten beiden Wochen das Sportzentrum fest im Griff und an mehreren Spieltagen wurde zwischen 32 Mannschaften die begehrte Trophäe ausgespielt. Hierbei ging es nicht nur um die sportlichen Leistungen, auch Kreativität bei Teamoutfit, Name und National-Hymne war gefragt. In rosa Trikots und Holzfäller-Hemden wurden Tore geschossen und um die Bälle gekämpft. Die „Beckenbauer-Gang“ traf auf „Barfuß Jerusalem“, während die Gruppensieger unter anderem Lokomotive Migrationshintergrund oder „The Legend-w.f.i.-darys“ lauteten. Bei den Hymnen wurde mit Liedblättern gearbeitet, getanzt und gesungen und während den Spielen sogar die Vuvuzela-Kulisse der echten Weltmeisterschaft in Südafrika nachgeahmt.
Das Finale fand am 17. Juni im Rahmen des „Tag des Hochschulsports“ statt. Daneben konnte in Sportarten wie Speedminton, Golf oder Bogenschießen geschnuppert und für den guten Zweck Runden um den Platz gedreht werden. Gleichzeitig wurden auch die Sieger der Hochschulsport-Trophys im Beachvolleyball, Streetball, Tennis und Kicker ausgespielt. Dank schützendem Zelt tat der Regen der guten Stimmung bei der Siegerehrung mit Live-Musik keinen Abbruch und auch die Weltmeisterschaft war wie in den vergangenen Jahren trotz schlechtem Wetter ein voller Erfolg. Aber nach der WM ist vor der WM. Nach dem zweiten Stern für sein Team heißt das abgesteckte Ziel für Kalkutta-Kapitän Simon Bosch Titelverteidigung: „Der Pott bleibt auch nächstes Jahr in unseren Reihen.“

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