Im Zeichen der Schlange(n)

Nach dem chinesischen Tierkreiszeichen beginnt das Jahr der Schlange erst 2013, doch an unseren Hochschulen scheint die Zeit der Schlange(n) schon diesen Oktober eingeläutet zu werden.

Lassen wir unsere Gedanken um das kommende Semester kreisen, kriecht uns ein bedrohlicher Gedanke in den Kopf: Der Doppelte-Abiturjahrgang! Doppelt so viele neue Studenten in der morgendlichen Tram, doppelt so viele im Hörsaal, doppelt so viele in der Mittagspause, doppelt so viel Sauerstoffverbrauch, doppelt doppelt doppelt…

Wie soll das nur enden?

Der bedrohliche Gedanke kriecht aus unserem Kopf direkt auf die Flure der Uni und entwickelt sich zu ungeheuerlichen Kreaturen. Schlangen! Vielleicht nicht giftig, vielleicht auch nicht lebensbedrohlich, aber doch und vor allem eines: nervtötend! Immerhin tragen die meisten Schlangen ja bekanntlicherweise Nervengift in sich. Also, liebe Mitstudenten, seid auf der Hut! Als kleines Survival-Training, werden euch nun alle Schlangenarten vorgestellt, die im neuen Semester euren Weg kreuzen können.

Snake Preview

Zwei sehr zuverlässige und immer wiederkehrende Schlangenarten leben bei den Automaten: Eine beim Geld- und eine beim Auflade-Automaten der Mensakarte. Geld braucht jeder und Essen auch, so auch die Automatenschlangen. Beides wird allerdings zur Rarität, denn Kash, die Geldautomatenschlange, hat das liebe Geld zu ihrem Leibgericht erklärt. Wer es aber doch noch schafft, die Automaten rechtzeitig zu erreichen, der trifft in der Cafete auch schon auf die nächste Schlange – und die ist um einiges größer: die Futterschlange. Sie ist lang, massiv und sehr langsam und begleitet uns auf dem Weg zum täglichen Mittagessen.

Ka, die Schlange der Schrecknose

Doch auch die Schlange Ka (vielen vielleicht bekannt aus dem Dschungelbuch) findet sich bei uns an der Uni, und ist die wohl schrecklichste Schlange für viele Studenten, denn sie steht auf Kaffee – viel Kaffee. Es kann also bei einigen vorkommen, dass sie sich deprimiert und ohne Kaffee den Weg zum Hörsaal bahnen müssen. Doch auch hier wird keiner verschont – glücklich sind diejenigen, die noch hinein kommen. Ein Gutes hat die Situation allerdings:  Weniger Kaffeekonsum bedeutet seltenere Gänge zum stillen Örtchen und an die Schlange, die dort wartet, sollte erst gar nicht gedacht werden.

Unentdeckt und unbeliebt

Um eine bisher noch seltene Schlange handelt es sich bei der Bücherschlange. Sie hält sich in den Gängen der Bibliotheken auf und positioniert sich am liebsten vor den Bücherregalen mit den meist benötigten Exemplaren. Völlig ungeniert wartet an der Ausleihe die nächste Schlange, um denjenigen, die endlich ein Buch ergattern konnten, den letzten Nerv zu rauben. Und eine letzte, aber besonders fiese Cyberschlange macht es sich im System von Digicampus gemütlich und breitet sich so aus, dass die Plattform komplett lahmlegt wird – natürlich direkt an den Tagen, an denen die Einschreibungen für die wichtigen Kurse stattfinden.
Doch bei all den Schlangen gibt es auch ein altbewährtes Gegengift: Ganz viel Gelassenheit. Zzzzz!

 

Von Verena Simon

Autor des Artikels

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