MEHR WISSEN: Warum knurrt der Magen und hat der Muskel einen Kater?

Der Mensch besteht aus 656 Muskeln. Sie lassen uns nicht nur aufrecht stehen und gehen, sondern ab und zu dehnen und ziehen sie sich hörbar und spürbar zusammen. Doch was hat es damit genau auf sich? presstige hat für euch die Antworten parat.

Von Sarah Scherer

 

Warum knurrt uns der Magen?

Der Magen ist Teil des Verdauungssystems und besteht zum größten Teil aus Muskeln. Das heißt, der mit dem Magensaft vermischte Nahrungsbrei wird durch gleichmäßige, wellenförmige Muskelbewegungen in den Zwölffingerdarm transportiert. Diese Beförderung verläuft automatisch, ohne unser aktives Zutun. Ist unser Magen nun aber leer, das heißt, der gesamte Nahrungsbrei wurde bereits in den Darm befördert, beendet dieser seine Tätigkeit dennoch nicht. Die sogenannten Muskelkontraktionen des Magens finden weiterhin statt, indem sich die Muskeln zusammenziehen und wieder dehnen. Durch die ständige Kontraktion entsteht nun Luft, die ringförmig in den Darm gepresst wird. Diese Luft sorgt in einem Abschnitt nach dem Zwölffingerdarm, dem sogenannten „Knurrdarm“, für die bekannten Geräusche. Streng genommen handelt es sich also beim Magenknurren um ein vom Magen verursachtes „Darmknurren“. Durch mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt wird dafür gesorgt, dass der Magen nie ganz leer wird. Somit kann das peinliche Geräusch vermieden werden.

 

Wie entsteht Muskelkater?

Durch zu starke, ungewohnte Belastung der Muskeln tritt meist nach 12 bis 24 Stunden der Muskelschmerz ein und hält bekanntlich mehrere Tage lang an. Dieser entsteht durch kleine Risse in den Muskelfasern. Durch die Mikrorisse kann Wasser in den Muskel gelangen und es entstehen kleine Ödeme (Wasseransammlungen). Das Wasser drückt folglich die Muskelfasern auseinander und dadurch entsteht ein Dehnungsschmerz, der im Volksmund unter Muskelkater bekannt ist. Gegen Muskelkater kann man nichts machen, er verschwindet von allein.

 

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