MODULAR – Dein Festival in Augsburg

Am ersten Juniwochenende heißt es wieder Zeit für Kultur. MODULAR ist ein städtisches Festival, welches – ähnlich wie das Dockville in Hamburg oder das C/O-Pop in Köln – nicht nur Musik bietet, sondern auch Kultur für und von jungen Leuten. Vom 31.05 bis zum 2.06. könnt ihr das vielfältige Programm genießen – und das mitten in Augsburg.Modular_IMG_6055Warum braucht Augsburg das MODULAR?

In den Neunzigern gab es in der Maxstraße und später auf dem Plärrer ein Festival namens X-large und 2004 bis 2006 das Popcity Augsburg. Als beide Projekte langsam ihr Dasein beendeten, suchte die Stadt nach neuen Ideen – so entstand das MODULAR. Hier sollen Jugendliche einen Zugang zur Kultur erhalten. Zielgruppe sind aber auch Studenten der Universität und FH Augsburg. Sie haben durch das Festival die Möglichkeit, am kulturellen Leben ihrer (neuen) Heimatstadt teilzuhaben und für kurze Zeit das Uni-Viertel und ihr Studium hinter sich zu lassen.

Überblick

Was ist geboten? An zwei Tagen und drei Nächten kannst du Musik von lokalen, nationalen und internationalen Bands, sowie von ortsansässigen DJs hören. Der Besucher kann sich außerdem über Workshops, Ausstellungen, Lesungen und Poetry Slams freuen.

Location: Letztes Jahr konnte man zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Da MODULAR während der Frauen-Fußball-WM stattfand. So konnte man Location und Technik am Rathausplatz für beide Events nutzen. Dieses Jahr ist die komplette Innenstadt wegen des Kö-Umbaus nicht festivaltauglich. Deshalb wurde auf den Wittelsbacher Park ausgewichen, der viel Platz für alle Aktivitäten des Festivals bietet. Bei schlechtem Wetter besteht die Möglichkeit, das Festival in das frisch renovierte Kongresszentrum vor Ort zu verlagern. Zu Fuß erreicht man den Park in 10 Minuten vom Kö aus, oder mit dem Ersatzbus B1, der an der Haltestelle Kongresszentrum hält.

Das Programm

Am Donnerstag finden die ROY-Preisverleihung des Augsburger Pop-Preises und Puppet on a String 2.0 statt. Letzteres ist eine ausdrückliche Empfehlung an alle Musikfanatiker unter euch: Sechs Arrangeure nehmen mit Hilfe eines Orchesters und eines Chors zehn Songs der Musikgeschichte auseinander.

Mit dem ROY-Preis sollen herausragende Größen der Augsburger Popkultur in den Kategorien Club des Jahres, Programm-Macher des Jahres, Nachwuchskünstler des Jahres und Lebenswerk geehrt werden.

Der Freitag glänzt mit Auftritten von Kraftclub, Prinz Pi, Vierkantentretlager, Abby und vielen mehr. Vormittags kann man sich ab 14:00 Uhr mit der Augsburger Kunstszene vertraut machen oder Skater beim mobilen Skate- und BMX-Park bestaunen. Eine weitere Möglichkeit wäre der „Flowmarkt“, auf dem man die Sammlung seiner Hip-Hop-Accessoires erweitern kann.

Der Samstag bietet Dendemann, WhoMadeWho, Fiva & das Phantom Orchester, Me and my Drummer und viele weitere Interpreten. Auf dem Kreativmarkt kann man sich davor noch passend einkleiden. Durch Klamottentausch wird man hier nicht mehr getragene Klamotten los und kann sich dafür neue aussuchen (Abgabe eurer Teile vorher bei der Metzgerei). Falls ihr den Termin der  Abgabe verpasst habt, lohnt sich auch der Besuch des Modular.Marktes. Außerdem wird noch eine Tagung zum Thema „Jugendszenen“ gehalten, an der die Uni Augsburg beteiligt ist.

Kunstausstellungen und viele Workshops können über den ganzen Zeitraum besucht werden. Manche davon haben bereits am 22.05 begonnen. Zwei der Ausstellungen  – Blaue Flecke #02 und Undendlich – erfolgen dabei in Kooperation mit der FH Augsburg.

Interessantes

MODULAR ist ein Jugend- und Kulturfestival. Jedes Jahr muss es vom Stadtrat und vom Kulturausschuss aufs Neue bewilligt werden. Der Stadtjugendring Augsburg übernimmt dann anschließend den Auftrag, das Festival zu organisieren. Die Planung für das diesjährige Festival hat bereits im Oktober begonnen, so MODULAR-Gesamtleiter Stefan Sieber im presstige-Interview. Ein Festival auf die Beine zu stellen ist eben ein Full-Time-Job für das ganze Jahr.

Die Finanzierung eines solchen Projekts ist höchst komplex, wie Sieber betont. Da es sich um eine städtische Veranstaltung handelt, gibt es 100.000 Euro Zuschuss von der Stadt Augsburg. Wobei der Betrag gerade einmal für Technik und Security ausreicht. Natürlich wird es auch von Sponsoren unterstützt. Damit es in Augsburg aber weiterhin ein Festival gibt, sind die Initiatoren auf Spenden seitens der Besucher angewiesen. Deshalb steht das MODULAR dieses Jahr unter dem Motto „Modularfestival. Dein Festival. Was ist es dir wert?“ Jederkann so selbst entscheiden, ob und wie viel er geben möchte, um das Modular zu unterstützen. (Ausnahme: die Preisverleihung am Donnerstag, siehe Infobox)

Wie ihr helfen könnt: Eine Möglichkeit neben dem Spenden ist die Teilnahme am Festival als Volunteer. So genießt man nicht nur kostenlosen Eintritt für die ganzen drei Tage, sondern kann gleichzeitig einen Blick hinter die Kulissen werfen.

Fazit: Drei Tage lang kann sich Augsburg wieder von seiner besten Seite zeigen. Mit dem vielseitigen Programm und einer Location mit Flair steht für Stefan Sieber fest: „Es gibt keinen Grund, nicht hinzugehen.“ Es gilt: Vorbeischauen, Spaß haben und mit Spenden für das nächste Festivaljahr vorsorgen.


Details zu den Workshops, Bands, genaue Termine/Uhrzeiten etc. findet ihr unter www.modular-festival.de oder auf Facebook. Programmhefte liegen in der Innenstadt aus. Ihr könnt nicht kommen? Gleich im Terminkalender für das nächste Jahr vormerken.

Die Tickets für die Einführungsverantstaltung kosten 7€ und können im Vorverkauf in den Innenstadtfilialen der Bäckerei Wolf erworben werden.

Autor des Artikels

Natalia Sander

Fortgeschrittene Medienstudentin. Ehemalige Art-Direktorin. Sprachfanatikerin. Katzen-Guru, optischer Fetischist, im Wiener Exil lebend. Drückt sich am liebsten mit Fotografie aus und teilt es auf Instagram und ihrem Blog.

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