Es weilen zwei Türme am rauschenden Bach

Verborgene Schätze in Augsburg – Die Wassertürme am Roten Tor

Im 15. Jahrhundert war Augsburg die drittgrößte Stadt Deutschlands. Um die fast 30.000 Einwohner mit Wasser versorgen zu können, entwickelten die Augsburger eine der fortschrittlichsten Wasserversorgungsanlagen der Welt. Noch heute kann man Teile davon besichtigen.

Von Corinna Scherer & Petra Maier – Fotos: Corinna Scherer

{gallery}Ausgabe_23/wassertuerme:660:600:1:2{/gallery}

 

Im Jahr 1879 wurde schließlich das Wasserwerk am Hochablass in Betrieb genommen und löste die Wassertürme bei der Trinkwasserversorgung ab. Doch noch heute zeugen die Türme von der damalig überaus fortschrittlichen und einzigartigen Technik. Sie bilden einen Grundstein für die Unesco-Weltkulturerbe-Bewerbung von Augsburg unter dem Titel „Wasserbau und Wasserkraft, Trinkwasser und Brunnenkunst in Augsburg“. Eine Entscheidung ist hierbei jedoch erst für 2017 vorgesehen. Für alle, die schon vorher selbst die Geschichte des Wassers in Augsburg erleben wollen, bietet die Regio Augsburg einmal monatlich etwa einstündige Führungen durch die Wassertürme am Roten Tor an (telefonische Anmeldung erforderlich).