Coworking Space: Ein Office – viele Mieter

Kreatives Großraumbüro statt Homeoffice

Im Großraumbüro einen Arbeitsplatz mieten und nicht mehr zu Hause alleine vor sich hinarbeiten: Das ist die Idee vom Coworking Space.

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Gerade am Anfang müssen Selbstständige viele Hürden überwinden. Sie müssen selbst und ständig arbeiten und dabei noch so wenig wie möglich Kosten produzieren. Meistens managen sie alles von zu Hause aus. Dabei kann einem die Decke auf den Kopf fallen, was demotivierend und Kreativität raubend sein kann. Im Coworking Space dagegen arbeiten Selbstständige und Freiberufler aus unterschiedlichen Branchen in einem Raum zusammen. In Augsburg bietet sich diese Möglichkeit im „max 30.1“ in der Maximilianstraße 35 an. „Es sind Ingenieure, Grafikdesigner, Softwareentwickler und Dienstleister, die bei uns Arbeitsplätze mieten. Wir hatten auch einen Studenten, der seine Bachelorarbeit hier geschrieben hat,“ erzählt Wolfgang Kunz, der Verwalter des Büros.

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Das Großraumbüro ist sehr einfach gestaltet, die Arbeitsplätze sind ausgestattet mit Schreibtischen, schnellem Internet sowie modernen EDV-Anlagen. Für Gesprächstermine gibt es einen Besprechungsraum. Im Aufenthaltsraum stehen für etwas Kleingeld Getränke bereit, sodass die Coworker für kurze Kaffeepausen das Büro nicht verlassen müssen.Ein paar grüne Pflanzen sorgen dabei für Gemütlichkeit.

Die Preise für die Arbeitsplätze sind überschaubar: Bereits für 179 Euro im Monat kann man einen Schreibtisch mit Schlüssel, Briefkasten, Schließfach und fünf Stunden Meeting-Raum buchen. Für zwölf Euro am Tag kann auch ein Pendler kurz reinkommen und beispielsweise seine Präsentation durchgehen.

Netzwerken fördert die Kreativität

„Vor allem ist man nicht abgelenkt und hat einen geregelteren Arbeitstag als zu Hause“, meint ein Coworker. Weitere Vorteile des Coworking seien nicht nur die niedrigen Kosten, sondern der Austausch mit den anderen, die Arbeitsatmosphäre, die gute Verkehrsanbindung und das Netzwerken. So entstehen gemeinsame neue Projekte unter den Coworkern. Um das Netzwerken weiter zu fördern, organisiert „max 30.1“ viermal im Jahr Pecha Kucha Nights in Augsburg. Pecha Kucha ist eine Präsentationstechnik, die in Japan entstand. Hier können Teilnehmer über ein beliebiges Thema einen Vortrag halten, haben aber eine Beschränkung von 20 Folien à 20 Sekunden Vortragszeit. Nach der Präsentation können sich die Teilnehmer austauschen, Feedback geben und auch welches bekommen.

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Links: Wolfgang Kunz, der Verwalter des Büros,  rechts: Einer der Coworker

Ein Stück Toleranz muss sein

Je nach Buchungszeit halten sich ganz unterschiedliche Kollegen im Coworking Space auf, sodass man immer wieder auf neue Gesichter und Charaktere stößt. Coworker sollten daher ein hohes Maß an Flexibilität und sozialer Kompetenz mitbringen. Teilweise kann es auch laut werden, wenn mehrere Coworker parallel telefonieren oder wenn sich ein Projektteam austauscht. Für diese Fälle stehen Einzelbüros zur Verfügung. Wem das nicht entspannt und ruhig genug ist, der kann sich immer noch in sein Homeoffice zurückziehen.

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Mehr Infos zu„max 30.1“ findet ihr unter max30-1.de oder auf der Facebook-Seite. Eine Karte mit allen deutschen Coworking Spaces findet ihr hier.

Text: Ghotai Sardehi-Nurzai – Fotos: Natalia Sander

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