Campusumfrage: Die schlimmsten Nebenjobs der Welt

Text: Anh Hoang, Zamira Tahiri; Fotos: Anh Hoang

Miese Bezahlung, geringe Wertschätzung und schlechte Arbeitszeiten: Mit diesen Problemen werden viele Studenten konfrontiert, wenn sie ein bisschen Geld dazu verdienen wollen. Um die Miete zu bezahlen, hat schon so mancher einen richtig schlimmen Nebenjob angenommen. Wir haben uns auf dem Augsburger Campus umgehört und die Leute gefragt, welchen Job sie nie wieder machen würden.

Yvonne, 21, Lehramt Mathe/Sport

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“Mein schlimmster Nebenjob war in einem Familienbetrieb in der Gastronomie. Meine Aufgaben waren Kaffee kochen und Getränke und Eisbecher vorbereiten. Die kleinsten Fehler wurden riesengroß gemacht, man durfte sich überhaupt keine Fehler erlauben. Auch das Verhältnis zum Chef war sehr streng.”

Johannes, 22, Geographie

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“Ich würde nie wieder Zeitung austragen. Man kriegt so wenig Geld für viel Arbeit und muss bei Wind und Wetter raus und Zeitung austragen. Am Ende kriegt man noch Ärger von den Leuten, weil sie doch keine Zeitung haben wollen und muss sich mit Reklamationen rumärgern.”

Gabi, 23, FIM

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“Mein schlimmster Nebenjob war das Kellnern in einem Restaurant, wo ich größtenteils alles alleine schmeißen musste, weil die Chefin mich gerne alleine ließ. Das war nicht so gut, wenn viel los war. Ich hatte nicht einmal eine Einweisung, war aber trotzdem für die Theke verantwortlich und musste Getränke selber machen. Das Beste war sowieso, dass ich die schweren Wasserkästen ohne Hilfe aus dem Keller hochschleppen musste.”

Schwerpunkt: Geld

Das Studentenleben dreht sich häufiger darum, als uns manchmal lieb ist: Geld. Ganz egal, ob wir es brauchen, um es in Bier zu investieren, den Kühlschrank zu füllen oder es für unsere kleinen Träume zurückzulegen. Darum widmet die presstige-Redaktion dem Geld einen Schwerpunkt. Alle bisher erschienenen Beiträge sind hier gesammelt.

Christoph, 20, Jura

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“Ich würde niemals wieder irgendwo arbeiten, wo ich immer Nachtschichten schieben muss. Mein Biorhythmus war total durcheinander, vor allem wenn man es während der Unizeit macht. Ich stand von 22 Uhr bis 6 Uhr morgens beim Regale einräumen, was teilweise schon wirklich eintönig war. Die Bezahlung war auch nicht die beste.”

Leonie, 23, Lehramt Gymnasium

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“Ich habe für einen Tag in einem Drachenkostüm Süßigkeiten verteilt. Darauf bin ich gekommen, weil ich öfter als Hostess in einem Einkaufszentrum arbeite. Das Kostüm war schwer und nervig. Die Kinder waren ziemlich gemein und zogen immer an meinem Schwanz, so dass ich oft umgefallen bin und man mir immer wieder hochhelfen musste, weil ich es von alleine nicht geschafft hab. Das war die Bezahlung nicht wert.”

Jonathan, 27, Lehramt Mittelschule

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“Als ich in einer Firma am Fließband gearbeitet habe, musste ich immer kleine Einzelteile zusammenbauen. Es war sehr monoton und wahnsinnig langweilig. Ich musste in einer dunklen Halle arbeiten und war die meiste Zeit alleine.”

Yvonne, 22, Erziehungswissenschaften

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“Mein schlimmster Nebenjob war in einem Café. Es wurde erwartet, dass man alles konnte, dabei gab es nicht mal eine Einweisung. Außerdem gab es keine festen Arbeitszeiten, manchmal bin ich hin und mir wurde gesagt, dass ich doch nicht arbeiten muss. In der Mittagspause musste man sich auch noch das Essen von dort kaufen. Darüber hinaus war der Besitzer unfreundlich – Ich habe relativ schnell gekündigt.”

Felix, 26, Geographie

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“Ich habe mal in einer Autobahnraststätte gearbeitet. Dort musste ich ServiceTätigkeiten erledigen, also abräumen, spülen und verkaufen. Es war ziemlich eintönig und die Arbeitsbedingungen waren schlecht. Außerdem waren die Chefs nicht sehr freundlich.”

 Alex, 24, Lehramt & Franzi, 20, ANIS

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Alex: “Ich hab eine Zeit lang als Hausmeister Gullideckel gesäubert. Dabei musste ich mit einem Stapler die Gullideckel anheben und das was so rauskam, war nicht so schön. Die Bezahlung war eigentlich ganz in Ordnung, nur war es eben echt eklig.“
Franzi: “Als ich einmal hinten in der Küche gearbeitet habe, dachte ich erst, ich dürfte auch Salate usw. zubereiten. Ich wurde aber nur zum Abspülen verdonnert.”