Urlaub mal woanders

Hoch vom Sofa, Flug buchen und los geht’s – drei außergewöhnliche Reiseziele

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Text: Tamina Andrasch – Fotos: Annika Pohlmann & Paulina Blessing

Mal wieder Stress mit den Mitbewohnern, keine Lust auf Vorlesungen oder einfach nur Fernweh und Sehnsucht nach Sonnenschein? Dann haben wir hier genau das richtige für dich – drei besondere Reiseziele, die so ganz und gar nichts mit typischen Touristenplätzen gemein haben. Sie liegen zwar nicht gerade um die Ecke, sind aber auf jeden Fall eine Reise wert.

Pai im Norden Thailands

Pai, ein kleines Dorf in den Bergen Nordthailands, ist der perfekte Ort für entspanntes Hängemattenliegen im Sonnenschein mit frisch gepresstem Orangensaft oder einem kühlen Bier in der Hand. Kleine Busse bringen Touristen und Einheimische innerhalb von knapp vier Stunden über viele Ringelstraßen von Chiang Mai nach Pai.  Wer lieber selber fahren möchte, kann sich bereits in Chiang Mai einen Roller ausleihen. Eine empfehlenswerte Übernachtungsmöglichkeit ist das Giant House. Dort erwartet euch zwar kein Luxushotel, dafür aber kleine Hüttchen mit Matratzen, Moskitonetz und einer Veranda mit Hängematte. Gratis WLAN und ein Fahrrad- und Moped-Verleih sind in den ca. fünf Euro pro Nacht sogar inklusive.

Besondere Highlights sind eine Moped-Fahrt durch den thailändischen Dschungel zum Pai Viewpoint und dem White Buddha, ein Brunch im Witching-Well-Imbiss und ein abendlicher Besuch des  Nachtmarktes. Die Stimmung ist wirklich unglaublich schön.
Probieren solltet ihr unbedingt Mango-Sticky-Reis und Roti. Wer diese Spezialitäten noch nicht kennt: Mango-Sticky-Reis ist mit Kokosmilch gesüßter Reis, der mit viel frischer Mango gegessen wird. Roti sind ähnlich wie unsere Pfannkuchen und werden in Thailand an jeder Straßenecke frisch und nach Wunsch, entweder süß oder salzig gefüllt, und gebacken.

Ausgabe 29: Europa
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 29 unseres Magazins als E-Paper.

 

Campen auf Kreta

Mit dem Flugzeug liegt Herkalion nur circa zweieinhalb Stunden von Deutschland entfernt. Von dort aus fährt ein Bus nach Loutro auf der Südseite der Insel. Dort startet dann ein Wanderweg, der fast die gesamte südliche Küste Kretas entlangführt. Innerhalb einer Woche kommt man mit ein paar Abstechern in das Landesinnere bis nach Sougia. Die Strecken sind immer gut innerhalb eines Tages zu meistern, können aber auch beliebig eingeteilt werden. Das Nachtlager wird am besten  direkt am Strand oder auf einer Klippe mit Meeresblick aufschlagen. Auch für die, die lieber mal einen Strandtag einplanen, gibt es eine Möglichkeit: Mehrmals am Tag fahren kleine Boote in die umliegenden Dörfer. Die Bootsfahrer nehmen auf Anfrage auch das Campinggepäck von Reisenden mit, denn im Sommer bei über 30 Grad ist jedes Gramm Gepäck mehr auf dem Rücken zu viel.
Da dieser Teil der Insel nur zu Fuß oder mit dem Boot erreicht werden kann, ist dieses Urlaubsziel nicht von Touristen überlaufen. Die griechischen Bewohner freuen sich deshalb über jeden Wanderer, der bei ihnen für einen griechischen Salat, Souvlaki oder einen Schluck Raki einkehrt. Besonders empfehlenswert ist ein Abstecher in die sehr sehenswerte Samaria Schlucht und auch ein Stopp in Agia Roumeli sollte auf jeden Fall eingeplant werden. Dort kann man es sich zwischen Pinien und Wasserläufen gemütlich machen.

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Tongariro Alpine Crossing in Neuseeland

Für alle wanderfreudigen Neuseeland-Besucher ist das Tongariro Alpine Crossing ein absolutes Muss und für manche sogar eine der Top 10 Tageswanderungen weltweit. In der Mitte der Nordinsel Neuseelands führt die fast 20  Kilometer lange Wanderung ca. sieben bis neun Stunden quer durch den Tongariro Nationalpark. Die einzigartige, vulkanische und innerlich noch immer brodelnde Landschaft raubt nahezu den Atem.
Start der Wanderung ist das Mangatepopo Valley. Anschließend führt sie die Besucher vorbei an Vulkankratern, heißen Quellen, smaragdgrünen Seen sowie durch den neuseeländischen Dschungel. Für diejenigen, die sich richtig herausfordern möchten, gibt es noch die Möglichkeit die Gipfel des Mount Ngauruhoe und des Mount Tongariro zu erklimmen. Wer allerdings nicht wirklich fit ist oder die richtige Ausrüstung dabei hat, sollte sich lieber nicht alleine auf den Weg machen. Aber keine Sorge, es werden viele verschiedene Touren und Routen angeboten, die zusammen mit erfahrenen Wanderern gelaufen werden können. Bei den meisten Anbietern sind sogar Wanderschuhe und ein kühles Bier am Ziel im Preis mit inbegriffen.
Übrigens – für alle Hobbit- und Herr-der-Ringe-Fans unter euch: Das Reich Mordor wurde in dieser Region gedreht und Mount Ngauruhoe stand für den Schicksalsberg Modell – und mit ein bisschen Fantasie fühlt man sich wirklich wie in Mittelerde.

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