„Sein oder nicht sein?!“ – Architektonische Denkanstöße zum Theaterquartier

Vorhang auf für angehende Architekten

Text: Yevgeniya M. Isakov - Beitragsbild: Katrin Meyer
Text: Yevgeniya M. Isakov – Beitragsbild: Katrin Meyer

Das Thema „Theatersanierung spaltet die Augsburger. Allerdings hat das Thema nicht nur eine politische, sondern auch eine künstlerisch-stadtplanerische Seite: Architekturstudenten der Hochschule Augsburg haben es auf architektonische Weise bearbeitet und am im Juli 2016 in der Umgebung des jetzigen Theaters ihre Entwürfe für ein „Theaterquartier“ vorgestellt. Im Rahmen einer Projektarbeit haben sie Konzepte erarbeitet, die neben dem Stadttheater auch das gesamte Theaterquartier einschließen. Von verglasten Werkstätten bis zum Umbau eines Parkhauses als Quartier für die Schauspieler ist alles dabei. Die jetzigen Orte und Plätze rund ums Theater sollen neu inszeniert werden um ein lebendiges Quartier zu erschaffen.  Eine kulturelle Nutzung für alle und ein leichterer Zugang zum Theater vor allem für junge soll auch architektonisch erreicht werden.

Zum Beispiel hat eine der Studentinnen ihre Erlebnisse bei einem Praktikum in der Theatertechnik in das Projekt einfließen lassen. Die Theaterwerkstätten sollen transparent werden, um den Augsburgern auch zu zeigen, welche Arbeiten hinter dem roten, samtenen Vorhang vor sich gehen und wie interessant diese sind. Damit die verglaste Werkstatt keine gläsernen Mitarbeiter erzeugt, können die Jalousien bei Bedarf aber auch geschlossen werden.

In den meisten Projekten spielen die Räume rund ums Theater eine große Rolle. Dabei konnten die angehenden Architekten ihrer Kreativität freien Lauf lassen.  Auch das weiße Lamm und die dahinterstehenden Gebäude dürfen in das Theaterquartier. So entsteht in einem weiteren Entwurf Wohnraum für Schauspieler aus einem Parkhaus in der Ludwigstraße. Ziel ist ein ganzes Viertel, das sich rund um kulturelle Stätten dreht. Da macht es sich besonders gut, wenn die Einwohner Künstler sind.

Die Aufgabenstellung ließ viel Spielraum zu. So konnten die Studenten entweder maximale oder minimale Eingriffe in der bestehenden Architektur vornehmen. Die Präsentationen der Projekte, die vor Ort gemacht wurden, waren zugleich die Prüfungen der Studenten. Die vorgestellten Entwürfe sind erst einmal als Visionen und Denkanstöße zu verstehen.  Geleitet wurde das Projekt von der Professorin Katinka Temme. Es besteht aber auch Kontakt zu den zuständigen Stellen, die jetzt jede Menge Ideen haben dürften. Wir sind auf jeden Fall gespannt auf das neue Augsburger Theater.

Einzelne Entwürfe im Bild

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