Teebellion in Augsburg

Ein heißer Sommertag. Die Zunge klebt dir am Gaumen und du verzehrst dich nach einem kühlen erfrischenden Getränk. Jetzt ein Wasser zu trinken wäre durststillend, aber nicht wirklich befriedigend. Die Alternativen im Supermarkt klingen zwar sehr verlockend, schaut man sich die Nährwerte und vor allem den enthaltenen Zucker genauer an, verdirbt es einem den Genuss. Mit diesem ungesunden Problem will Christopher Gogolin Schluss machen: er hat ein rein biologisches, fruchtiges Getränk entwickelt, ohne Aromastoffe und Säurungsmittel. Die Zutaten sind dementsprechend nur Wasser und Früchte. Somit ist OchaOcha ein komplett zuckerfreier und kalorienfreier Eistee. Also quasi wie Wasser, nur leckerer.

Bild: (c): OchaOcha

Die Idee zu dem Produkt ist Chris in seinem Auslandssemester in Japan gekommen. Dort ist es selbstverständlich, dass man in den Supermärkten eine riesen Auswahl an kalten Tees hat. Noch während dem Master hat er sein Produkt entwickelt und im September 2018 seinen ersten Tee in den Händen gehalten. Dabei hat er sich in der Entwicklungsphase durch das ganze Probieren und Recherchieren selbst zu einem „Teeexperten“ entwickelt. So hat er zum Beispiel rausgefunden, was frisch gebrühter Tee mit Kartoffelsalat gemeinsam hat: Beide werden besser, umso länger man sie ziehen lässt.  Mittlerweile besteht das Team aus vier Leuten. Chris ist hauptsächlich damit beschäftigt, Läden in Augsburg zu finden, die sein Produkt verkaufen wollen. Aktuell ist OchaOcha in neun verschiedenen Verkaufsstellen zu finden, dazu zählt auch Heyzel Coffee oder der Edeka Weiß direkt an der Uni. Aber auch über den neu eingerichteten Online-Shop kann man den Früchtetee „Harakiri“ bestellen.
Auch wenn das alles sehr vielversprechend klingt, muss Chris realistisch bleiben: Dieses Jahr ist für OchaOcha entscheidend. Denn am Ende des Jahres muss beschlossen werden, ob es Sinn macht, weiterzumachen oder ob das Projekt „Teebellion“ leider wieder begraben werden muss. Bis dahin will die kleine Firma aber nochmal alles geben. Dazu zählt auch auf jeden Fall noch eine neue Teesorte auf den Markt zu bringen. Ein Jasmintee soll es diesmal sein, doch es muss für die Veröffentlichung noch auf die neueste Jasminernte aus Asien gewartet werden, um mit den frischen Zutaten arbeiten zu können.

Bild: (c) OchaOcha

Auch wenn OchaOcha (was natürlich nicht zu erwarten ist) scheitern sollte, bereut Chris die Gründung in keiner Weise: „Allein die Gründung eines Start-ups bringt dich in so vielen Bereichen weiter. Du lernst zum Beispiel, wie man einen Businessplan schreibt oder was in einem Vertrag für deine Mitarbeiter stehen muss. Das sind Sachen, die du in so einer angewandten Form in Vorlesungen nicht beigebracht bekommen kannst“. Allen, die eine Idee für ein Start-up haben, will er Mut machen, es einfach mal auszuprobieren und empfiehlt, sich das Gründerzentrum ACE an der Uni mal anzuschauen. Gerade die Anfangsphase kann man auch noch gut nebenbei zum Studium meistern. Bei Chris ist jetzt jedoch ein Arbeitstag so zwischen acht und zehn Stunden lang.

Für alle, die nach diesem Artikel jetzt durstig geworden sind und Interesse an dem Tee haben, verlosen wir 3×3 Früchtetees. Hinterlasst entweder unter diesem Artikel, auf Instagram unter unseren neuesten Post oder auf Facebook unter dem Beitrag zu diesem Artikel einen Kommentar und ihr nehmt am Gewinnspiel teil. Genaue Teilnahmebedingungen findet ihr hier.

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