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	<title>Max Klein, Isabell Beck, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>„Ich will euch frei machen“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabell Beck]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 30 Apr 2017 08:38:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[Brüder Karamasov]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fjodor Dostojewskis Kritik an der Freiheit Freiheit. Ein Begriff macht weltweit Karriere. Doch was bedeutet es frei zu sein? Manchmal scheint es ratsam, den allgegenwärtigen Freiheitsphrasen nicht allzu schnell Vertrauen zu schenken. Fjodor Dostojewski hat bereits im 19. Jahrhundert in...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Fjodor Dostojewskis Kritik an der Freiheit</h2>
<figure id="attachment_9591" aria-describedby="caption-attachment-9591" style="width: 1163px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-9591 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2017/04/Dosti_white.jpg" alt="" width="1163" height="732" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2017/04/Dosti_white.jpg 1163w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2017/04/Dosti_white-400x252.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2017/04/Dosti_white-768x483.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2017/04/Dosti_white-1024x645.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1163px) 100vw, 1163px" /><figcaption id="caption-attachment-9591" class="wp-caption-text">Text: Max Klein &#8211; Illustration: Isabell Beck</figcaption></figure>
<p><strong>Freiheit. Ein Begriff macht weltweit Karriere. Doch was bedeutet es frei zu sein? Manchmal scheint es ratsam, den allgegenwärtigen Freiheitsphrasen nicht allzu schnell Vertrauen zu schenken. Fjodor Dostojewski hat bereits im 19. Jahrhundert in &nbsp;<em>die&nbsp;</em><em>Brüder Karamasow</em> Antworten auf eine der ältesten und komplexesten Fragen der Menschheit gegeben – die auch heute noch aktueller denn je sind.</strong></p>
<h3>Veröffentlicht 1880 &#8211; wie kann mir das Buch bei meinen Fragen helfen?</h3>
<p>Beim Lesen eines dicken Wälzers mit großem theoretischen Gehalt ist es wohl ganz legitim sich hin und wieder die Frage zu stellen, welche Relevanz die ganzen gedruckten Worte für mein heutiges Leben einnehmen. Wer sich durch die etwa 1200, je nach Ausgabe auch mal mehr, Seiten Dostojewskis letzten Werks schlägt, wird bei aufmerksamen Lesen belohnt. Das 5. Kapitel des Buches, <em>der Großinquisitor</em>, wirft nützliche Antworten und gewichtige Fragen auf und erfreut sich bis in die heutige Zeit einer regen Rezeption. Im Zentrum steht ein Gespräch zwischen Jesus Christus und einem Großinquisitor irgendwann im 16. Jahrhundert. Das heikle Anliegen des Großinquisitors ist es, Jesus Christus von der Notwendigkeit der Inquisition zu überzeugen, tiefergehend steckt die Kritik, dass der Mensch mit der Freiheit überfordert sei, insbesondere wenn es um Fragen nach allgemeinen Wahrheiten geht. Gerade nach den Anschlägen in Nizza, Paris und Berlin sollten einem schlagartig die Themen der Religion, Freiheit und Wahrheit bewusst werden, und die heutige Relevanz des großen Werkes einleuchten.</p>
<h3>Freiheit und gut?</h3>
<p>Religiös motivierte Verbrechen sind kein neues Phänomen, doch erfahren sie gerade heute eine andere Brisanz. Gesellschaften, die sich selbst als frei und hochgebildet einschätzen und präsentieren, sehen sich gefährdet. „Frankreich ist im Krieg“ stieß François Hollande nach den Anschlägen auf die Satire-Zeitschrift „Charlie Hebdo“ in die trauernde Menge. „Um der allgemeinen Anbetung rotteten sie einander mit dem Schwert aus“ so schrieb es Dostojewski. Die vielleicht etwas pathetisch anmutenden Worte beherbergen einen denkenswerten Kern: Eine allgemeingültige oder allumfassende Wahrheit kann nicht in Konkurrenz stehen, da Allgemeinheit nicht abzugrenzen ist. Glaube ich aus tiefer Überzeugung an eine solche Wahrheit, muss ich eine „andere“ oder „abweichende“ allgemeine Wahrheitsvorstellung, die es in solchen Fällen nach logischen Maßstäben nicht geben kann, ablehnen. Daraus folgt zwangsweise ein Konflikt. Die Freiheit gilt nur in Momenten, in denen ich mich entscheiden kann und Entscheidung bedarf Abgrenzung. Diese Art der Konflikte um Definitionsmächte finden sich in heutigen Religions- und Wertekonflikten wieder.</p>
<h3>Freiheit kritisieren ist nicht gleich anti-demokratisch</h3>
<p>„(…) es (gibt) keine quälendere menschliche Sorge, als jemanden zu finden, dem er so schnell wie möglich die Gabe der Freiheit, mit der dieses unglückselige Wesen auf die Welt kommt, übergeben kann.“ Nicht nur Dostojewski sah die Freiheit als zu bändigende Kreatur an. Schon der Bürgerkriegsphilsoph Thomas Hobbes skizziert seinen Leviathan als Ungeheuer, das die Freiheit des einzelnen bändigen sollte, damit Menschen friedvoll und gemeinsam (ko-)existieren können und nicht der zwangsläufige Überlebenskampf aus Angst vor der Freiheit das Leben bestimmt. Frei ist nun mal auch der, der sich der Freiheit annimmt, mich meines Gutes und Lebens zu berauben. „Das Verlangen nach universeller Vereinigung ist die letzte Qual des Menschen. Von jeher hat die Menschheit als Ganzes um jeden Preis nach der erdumfassenden Totalität gerungen.“&nbsp; Gerade dieser Aufgabe fühlt sich der heutige oder auch moderne Staat verpflichtet. Menschen treten einen Teil ihrer Freiheit an den Staat ab, um ein soziales Leben in Gemeinschaft zu führen, die Reglementierung meiner Freiheit wird zur notwendigen Bedingung eines friedlichen und sozialen Lebens.</p>
<h3>Was können wir mitnehmen?</h3>
<p>Eine Kritik der Freiheit stößt schnell auf Ablehnung, da gerade demokratisch verfasste Staaten den Begriff zum Topwert erheben. Es geht weniger um die Kritik des demokratischen Wertekanons, sondern mehr um die Forderung, die Freiheitsdebatte weit differenzierter zu führen, als sie manche zu hörende und zu lesende Äußerungen vermuten lassen. Freiheit an sich ist nicht zwangsläufig positiv zu konnotieren und gerade das ständige reflektieren solcher komplexen Begriffe, die in so manchen WG-Küchen zielsicher und vorschnell ihre Bühne finden, ist ein Qualitätsmerkmal sachlich geführter Diskussionen, um sich nicht in einem dogmatischen Netz der Freiheitsbefürwortung zu verfangen. „Und so wie die Freiheit zu den erhabensten Gefühlen zählt, so auch die entsprechende Täuschung zu den erhabensten“ (Franz Kafka).</p>
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		<title>Winter, Weihnacht, warmer Ofen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabell Beck]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Dec 2016 14:21:36 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[Backen]]></category>
		<category><![CDATA[kochen]]></category>
		<category><![CDATA[Rezepte]]></category>
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		<category><![CDATA[weihnachten]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rezept-Ideen für die Vorweihnachtszeit In den letzten Tagen vor Weihnachten kommt langsam eine heimelige Stimmung auf. Die meisten Vorbereitungen sind getroffen und wir stellen uns aufs Zurücklehnen und Genießen ein. Ganz besonders freuen wir uns auf das festtägliche Schmausen. Warum...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Rezept-Ideen für die Vorweihnachtszeit</h2>
<figure id="attachment_9415" aria-describedby="caption-attachment-9415" style="width: 1198px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-9415 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/12/Weihnachtsrezepte_1200x.png" width="1198" height="736" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/12/Weihnachtsrezepte_1200x.png 1198w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/12/Weihnachtsrezepte_1200x-400x246.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/12/Weihnachtsrezepte_1200x-768x472.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/12/Weihnachtsrezepte_1200x-1024x629.png 1024w" sizes="(max-width: 1198px) 100vw, 1198px" /><figcaption id="caption-attachment-9415" class="wp-caption-text">Text &amp; Bilder: Tamina Andrasch und&nbsp;Isabell Beck</figcaption></figure>
<p><strong>In den letzten Tagen vor Weihnachten kommt langsam eine heimelige Stimmung auf. Die meisten Vorbereitungen sind getroffen und wir stellen uns aufs Zurücklehnen und Genießen ein. Ganz besonders freuen wir uns auf das festtägliche Schmausen. Warum also nicht jetzt schon damit beginnen und kleine, feine Leckereien zaubern, die sogar als Last-Minute-Geschenk dienen können &#8211; ob als Plätzchenpäckchen oder als Heilig-Abend-Überraschungs-Bratäpfel.</strong></p>
<h3><strong>Gefüllte Schokoherzen</strong></h3>
<blockquote><p><strong>Zutaten</strong></p>
<ul>
<li>250 Gramm Butter</li>
<li>2 Eier</li>
<li>1 Prise Salz</li>
<li>1 TL Zimt</li>
<li>Abgeriebene Schale eine Zitrone</li>
<li>125 Gramm Puderzucker</li>
<li>1 Päckchen Vanillezucker</li>
<li>375 Gramm Mehl</li>
<li>50 Gramm Kakao</li>
<li>Aprikosenmarmelade</li>
<li>Schokolade nach Geschmack</li>
</ul>
</blockquote>
<p><em><strong>Und so funktioniert’s </strong></em></p>
<p>Für den Teig zuerst die Butter zusammen mit den Eiern, dem Salz, der Zitronenschale, Zimt, Puderzucker und Vanillezucker mit dem Mixer cremig rühren. Anschließend das Mehl und den Kakao sieben und nach und nach unterkneten – mit einem Knethaken oder den Händen. Danach den Teig in Frischhaltefolie einpacken und am besten über Nacht oder für mindestens vier Stunden kalt stellen. Dann geht es ans Ausstechen. Dafür den Teig in kleinen Portionen – den Rest immer wieder kalt stellen, weil er sehr schnell zu warm klebrig wird – circa 0,5 Zentimeter dick ausrollen und kleine Herzchen ausstechen. Der Untergrund und die Förmchen mit ein bisschen Mehl bestäuben, dann bleibt auch nichts kleben. Diese Herzchen dann auf einem mit Backpapier ausgelegtem Blech bei 160 Grad für rund 10 bis 12 Minuten backen.</p>
<p>Anschließend sollte man die Plätzchen für ein paar Minuten abkühlen lassen. Dann mit der Marmelade bestreichen und zwei Herzen an den Unterseiten zusammenkleben. Wenn die Marmelade ein bisschen zu dickflüssig ist, einfach in der Mikrowelle oder auf dem Herd kurz erwärmen. Dann lässt sie sich besser verstreichen. Jetzt muss man sich ein bisschen gedulden und die Marmelade gut trocknen lassen, damit die Plätzchen nicht wieder auseinander fallen. Inzwischen die Schokolade über einem Wasserbad schmelzen. Anschließend die Plätzchen damit besteichen. Das funktioniert am besten mit einem kleinen Pinsel. Und nicht wundern, dabei kommt mindestens genauso viel Schokolade auf die Hände, wie auf die Plätzchen.</p>
<p>Abschließend kann man auf jedes Herzchen noch eine halbe Mandel, Walnusskern oder Pistazien kleben. Vor dem Probieren sollte man die Schokolade dann gut trocknen lassen. Und dann heißt es schnell sein, denn die Schokoherzchen sind erfahrungsgemäß heißbegehrt und ganz schnell wieder weg.</p>
<h3><strong>Lebkuchen</strong></h3>
<blockquote><p><strong>Zutaten</strong></p>
<ul>
<li>6 Eier</li>
<li>300 Gramm Zucker</li>
<li>250 Gramm gemahlene Mandeln</li>
<li>250 Gramm gemahlene Haselnüsse</li>
<li>200 Gramm Orangeat</li>
<li>200 Gramm Zitronat</li>
<li>Lebkuchengewürz oder 2 TL Zimt und 1 Messerspitze Kardamom, gemahlene Nelken, Muskat</li>
<li>Oblaten (circa 40 Stück)</li>
</ul>
</blockquote>
<p><em><strong>So funktioniert’s </strong></em></p>
<p>Zunächst die Eier mit dem Zucker schaumig rühren. Danach die Gewürze sowie Zitronat und Orangeat untermischen. Zuletzt die gemahlenen Nüsse unterheben und alles zusammen gut vermengen. Die Oblaten auf einem Backblech verteilen und die Masse – circa je ein Esslöffel pro Oblate, kommt darauf an, wie groß sie sind – verteilen. Mit einem Messer bis zum Rand verstreichen. Lieber weniger Lebkuchenmasse drauf packen, damit es im Ofen nicht zerläuft. Die Lebkuchen dann in einem nicht vorgeheizten Ofen bei 140 Grad Umluft circa 10 Minuten backen. Dann auf 120 Grad runterkühlen und die Lebkuchen weitere 40 Minuten backen lassen.Wenn sie ausgekühlt sind, können die Lebkuchen noch nach Belieben mit Zuckerguss oder Schokolade überzogen werden.</p>
<p>P.S. In einem schönen Tütchen, eignen sich die Lebkuchen hervorragend als Last-Minute-Weihnachtsgeschenk</p>
<h3><strong>Bratäpfel</strong></h3>
<blockquote><p><strong>Zutaten:</strong></p>
<ul>
<li>3 säuerliche Äpfel</li>
<li>Zitronensaft</li>
<li>3 TL Butter</li>
<li>3 TL Zucker</li>
<li>1 Hand voll Rosinen</li>
<li>1 Hand voll Mandeln, gehackt</li>
<li>Zimtzucker</li>
<li>Butter für die Form</li>
</ul>
</blockquote>
<p><em><strong>So funktioniert’s</strong></em></p>
<p>Ofen auf 200°C (Ober-/Unterhitze) vorheizen. Mandeln hacken und mit den Rosinen und Zucker mischen. Äpfel waschen und mit einem Apfelentkerner oder einem spitzen Messer Kerngehäuse entfernen. In eine gefettete Form setzen und mit Zitronensaft beträufeln. Äpfel mit Mandel-Rosinen-Mischung füllen. 1 TL Butter auf auf jeden Apfel legen. In den Ofen schieben, 20 – 25 Minuten braten. Zum Schluss mit Zimtzucker bestreuen und servieren.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-9416" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/12/Bratapfel_1200x.png" alt="" width="1200" height="693" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/12/Bratapfel_1200x.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/12/Bratapfel_1200x-400x231.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/12/Bratapfel_1200x-768x444.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/12/Bratapfel_1200x-1024x591.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>Regen, Traufe, Trump</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabell Beck]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 09 Nov 2016 12:56:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
		<category><![CDATA[populismus]]></category>
		<category><![CDATA[trump]]></category>
		<category><![CDATA[us-wahlen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kommentar zum Umgang mit dem Ergebnis der US-Wahlen Keiner hätte damit gerechnet und doch wollen es viele gewusst haben: Der umstrittene Unternehmer und Republikaner Donald J. Trump ist der designierte 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Bis zuletzt wurde...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Kommentar zum Umgang mit dem Ergebnis der US-Wahlen</h2>
<figure id="attachment_9280" aria-describedby="caption-attachment-9280" style="width: 799px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9280" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/11/Karte-mit-Stimmzettel_groß.png" alt="Text: Michael Müller - Illustration: Isabell Beck" width="799" height="480" /><figcaption id="caption-attachment-9280" class="wp-caption-text">Text: Michael Müller &#8211; Illustration: Isabell Beck</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Keiner hätte damit gerechnet und doch wollen es viele gewusst haben: Der umstrittene Unternehmer und Republikaner Donald J. Trump ist der designierte 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Bis zuletzt wurde der Wahlkampf mit seiner demokratischen Konkurrentin Hillary Clinton mit überharten Bandagen geführt. Auch diesseits des Atlantiks hat Trumps Kampagne unter dem Slogan „Make America Great Again“ für große Aufmerksamkeit gesorgt. Viele deutsche Beobachter in der Politik und den Medien haben ihn als den Prototypen eines neuen Populismus mit nationalem Zungenschlag betrachtet, den sie auch in Europa auf dem Vormarsch sehen. Hat die Wahl in der neuen Welt also einen empfindlichen Nerv auf dem alten Kontinent getroffen</p>
<p style="text-align: justify;">Wenn deutsche Politiker von Populismus sprechen, meinen sie damit meist eine Form der Rattenfängerei: Polternde Selfmade-Politiker reduzieren die Debatte auf scheinbar einfache Lösungen komplizierter Probleme. Tatsächlich bedienen Populisten oftmals einfache Klischees, ziehen Emotionen jederzeit den Inhalten vor und stellen viele Freiheiten in Frage, die zum Kern liberaler Demokratien gehören. Klassische Feindbilder, die auch Trump bedient hat, sind angeblich korrupte Polit-Eliten und Zuwanderer. Hierzulande macht die <em>Alternative für Deutschland </em>(<em>AfD</em>) mit Schlagwörtern wie „Altparteien“, „Lügenpresse“ oder „Islamisierung“ in dieser Richtung Schlagzeilen. Doch es gibt eine viel entscheidendere Gemeinsamkeit der neuen Populisten. Sie sind bei Wahlen oder Referenden, wie zum Beispiel dem Brexit, erschreckend erfolgreich. Entsprechend lagen auch die deutschen Reaktionen auf die US-Wahl zwischen Fassungslosigkeit und Wut. Aber können wir uns derartig einseitige Reaktionen überhaupt leisten?</p>
<h3 style="text-align: justify;">Keine Krise der Demokratie, sondern der Kommunikation</h3>
<p style="text-align: justify;">Wer sich darauf beschränkt, Trumps Positionen als autoritär zu brandmarken oder seinen Erfolg mit dem üblichen Kopfschütteln über die „verrückten Amis“ abtut, begeht einen folgenschweren Fehler. Er vergisst, dass die teilweise irrationalen Thesen der Populisten ganz reale Ursachen haben. Ein Faktor für Trumps Erfolg war es, emotionales Kapital aus der wirtschaftlichen Schieflage in den USA zu schlagen. Wichtige Punkte waren dabei eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich sowie Jobs, die trotz harter Arbeit gerade so das Existenzminimum sichern. Das sind Probleme, die es nicht nur in Amerika gibt und die auch anderswo viel Frust heraufbeschwören. Trump hat das Gefühl erzeugt, sich dieser Sorgen mehr anzunehmen als Hillary Clinton, die er immer wieder als Teil einer „korrupten Machtelite“ beschimpft hat. Auch in Europa fühlen sich Bürger immer wieder allein gelassen von einer Politik, deren Prozesse und Entscheidungen sie nicht mehr verstehen. Der Grund dafür ist keineswegs, dass moderne Politiker an den Interessen der Bevölkerung vorbei agieren. Vielmehr haben Veränderungsprozesse wie die Globalisierung oder die Digitalisierung dafür gesorgt, dass der Alltag und die Aufgaben der Politik immer komplexer wurden. Populismus spricht nicht zufällig vor allem die Menschen an, die sich ohnehin als Verlierer dieser Veränderungsprozesse betrachten.</p>
<p style="text-align: justify;">Damit sind Wahlerfolge der Populisten allerdings noch lange kein Problem der Demokratie, sondern vor allem der Kommunikation. Es gilt, auch komplizierte Themen und Entscheidungen so aufzuschlüsseln, dass sie nicht nur für Experten verständlich sind. Dabei handelt es sich um den zentralen Anspruch moderner Demokratien, den sich bereits heute viele Politiker zu Herzen genommen haben. Doch leider verirrt sich die Schwarz-Weiß-Rhetorik der Populisten immer noch viel zu häufig auch in andere Lager. Wer Parteien wie die AfD dämonisiert und ihre Wähler per se in das radikale oder kriminelle Lager verpflanzt, vergibt eine Chance. Allein schon im Sinne der demokratischen Freiheiten müssen sich die Politik und auch die Medien mit mehr Mut auf einen schwierigen Spagat einlassen. Es gilt, die berechtigten Sorgen der Bürger ernst zu nehmen, ohne dem Zynismus der sogenannten „besorgten Bürger“, der eigentlichen Basis des Populismus, nach dem Mund zu reden. Ein Wähler, aus dessen Sicht nur die Entscheidung zwischen dem Regen und der Traufe bleibt, kann immer wieder Trump wählen – sei es auch nur aus Protest. Ein erster ganz wichtiger Schritt ist dabei ein größerer Abstand von der gegenwärtigen Hysterie. Wer klare Kante gegen den Populismus zeigen will, kann dies nur auf inhaltlichem Wege erreichen. Auch wenn die Provokationen groß sind, wird es die Klischees der Populisten immer stärken, sich auf ihre Kampfrhetorik einzulassen. Das betrifft nicht nur die Politik, sondern die ganze Gesellschaft. So kann sich am Ende auch der Sieg Trumps positiv auswirken. Er zeigt uns Fehler, aus denen wir lernen können.</p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>DIY: Studentengarten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabell Beck]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Nov 2016 14:06:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[DIY]]></category>
		<category><![CDATA[garten]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#29]]></category>
		<category><![CDATA[selbstgemacht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lust auf selbst angebautes Gemüse oder einen eigenen Kräutergarten, aber keinen Garten zum Rumbuddeln zur Verfügung? Unser DIY zeigt euch, wie ihr ganz leicht auf dem Fensterbrett in eurer Küche oder auf eurem Balkon ein kleines Beet anlegen könnt &#8211;...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/11/diy-studentengarten/">DIY: Studentengarten</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_9272" aria-describedby="caption-attachment-9272" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9272 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/11/Studentengarten_Fertiger_Kasten.jpg" alt="studentengarten_fertiger_kasten" width="1200" height="839" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/11/Studentengarten_Fertiger_Kasten.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/11/Studentengarten_Fertiger_Kasten-400x280.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/11/Studentengarten_Fertiger_Kasten-768x537.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/11/Studentengarten_Fertiger_Kasten-1024x716.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-9272" class="wp-caption-text">Text: Angelina Märkl; Illustration: Isabell Beck</figcaption></figure>
<p><strong>Lust auf selbst angebautes Gemüse oder einen eigenen Kräutergarten, aber keinen Garten zum Rumbuddeln zur Verfügung? Unser DIY zeigt euch, wie ihr ganz leicht auf dem Fensterbrett in eurer Küche oder auf eurem Balkon ein kleines Beet anlegen könnt &#8211; mit wenig Geld und Aufwand.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Das braucht ihr:</h3>
<ul>
<li>eine Bananenkiste oder Ähnliches (gibt es kostenlos im Supermarkt zum Mitnehmen)</li>
<li>mehrere Pflanzen (Tomate, Gurke, Paprika, Salat – auf was ihr eben Lust habt) am Besten von einem Gärtner oder vom Stadtmarkt</li>
<li>verschiedene Kräuter (Basilikum, Petersilie, Minze,&#8230;) auch aus der Gärtnerei</li>
<li>frische Erde</li>
<li>eine kleine Schaufel (oder ihr nehmt eure Hände)</li>
<li>eine Gießkanne oder einen anderen Behälter, in dem man Wasser transportieren kann</li>
<li>für alle hohen Pflanzen (Tomate, Gurke) braucht ihr noch Schaschlikspieße. Nehmt am besten gleich drei Stück und bindet sie oben zusammen. Das dient der Pflanze dann als Kletterhilfe.</li>
</ul>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/07/Ausgabe-29_Cover.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 29: Europa</strong><br />
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 29 unseres Magazins als E-Paper.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2016/08/ausgabe-29-europa">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige29">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/SP-europa">Der Schwerpunkt Europa</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<h3>So geht’s:</h3>
<p>Die Kräuter und Pflanzen erst einmal ohne Erde in die Kiste stellen, damit ihr nachher genau wisst, wohin welche Pflanzen gesetzt werden sollen. Dann nehmt ihr die frische Erde und pflanzt das Ganze ein. Genug Erde verwenden, damit auch die Wurzeln gut bedeckt sind. Danach alles noch angießen, sonst vertrocknen die Pflanzen sofort. Und schon habt ihr euren eigenen kleinen Garten! Wichtig ist nun, dass die Pflanzen zwar genügend Licht bekommen, aber auch nicht in der prallen Sonne stehen. Und nicht das regelmäßige Gießen vergessen!</p>
<p>Ihr könnt euren Garten auch noch verschönern, zum Beispiel mit Steinen und Scherben. Wem die Kiste zu langweilig aussieht, kann sie auch noch mit Farbe anmalen. Falls ihr euch Salatnamen wie „Lollo Rosso“ nicht merken könnt, holt euch in der Gärtnerei oder auch im Bastelladen Schilder, die ihr zum Beschriften der Pflanzen benutzen könnt.<br />
Falls ihr nicht genügend Platz für eine Kiste habt, haben wir noch eine zweite Idee für euch: Ihr könnt auch einfach eine leere Konservendose nehmen und sie als Blumentopf zweckentfremden. Das sieht besonders gut bei frischen Kräutern oder bei hohen Pflanzen wie Tomaten, Gurken oder Paprika aus.<br />
Auch hier gilt: Ihr könnt den Dosen einen Anstrich verpassen oder sie mit Maskingtape verschönern. Jetzt müsst ihr nur noch abwarten, bis die ersten Pflanzen bereit zum Ernten sind. Die Kräuter sind sofort verwendbar.  Ihr braucht nicht einmal einen grünen Daumen dafür – es ist wirklich super einfach.<br />
Wenn ihr zu den ganz Geduldigen gehört, könnt ihr euch auch Samen kaufen und den Pflanzen von Anfang an beim Wachsen zusehen. Passt aber auf, dass die Samen genügend Platz haben.<br />
Samen gibt es fast überall, ob aus dem Supermarkt, dem Baumarkt oder einigen Möbelhäusern. Der große Vorteil am Garten in der Wohnung ist, dass keine lästigen Schnecken oder andere Tiere eure Pflanzen aufessen.<br />
Viel Spaß beim Kochen und Essen verfeinern oder Salat machen! Euer Gemüse und eure Kräuter haben jetzt wirklich den Stempel Bio verdient! Ihr werdet den Unterschied schmecken…</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/11/diy-studentengarten/">DIY: Studentengarten</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>„Ich will etwas bewegen.“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabell Beck]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Nov 2016 18:33:05 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[stadtnah]]></category>
		<category><![CDATA[augsburg]]></category>
		<category><![CDATA[steve heng]]></category>
		<category><![CDATA[youtube]]></category>
		<category><![CDATA[youtube-cafe-augsburg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eindrücke vom ersten YouTube-Café in Augsburg Wie passen eine motivierte Augsburgerin, ein kreativer YouTube-Star mit sozialer Ader und viel zu brave Teenager zusammen? Das fanden wir beim Start des Augsburger YouTube-Cafés heraus. Hier soll ein Treffpunkt für Youtube-Fans und Creators...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/11/youtube-cafe-augsburg/">„Ich will etwas bewegen.“</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_9262" aria-describedby="caption-attachment-9262" style="width: 1189px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9262 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/11/YouTube_Saal_rahmenlos.png" alt="youtube_saal_rahmenlos" width="1189" height="657" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/11/YouTube_Saal_rahmenlos.png 1189w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/11/YouTube_Saal_rahmenlos-400x221.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/11/YouTube_Saal_rahmenlos-768x424.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/11/YouTube_Saal_rahmenlos-1024x566.png 1024w" sizes="(max-width: 1189px) 100vw, 1189px" /><figcaption id="caption-attachment-9262" class="wp-caption-text">Text, Fotos &amp; Layout: Isabell Beck</figcaption></figure>
<h2 style="text-align: justify;">Eindrücke vom ersten YouTube-Café in Augsburg</h2>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie passen eine motivierte Augsburgerin, ein kreativer YouTube-Star mit sozialer Ader und viel zu brave Teenager zusammen? Das fanden wir beim Start des Augsburger YouTube-Cafés heraus. Hier soll ein Treffpunkt für Youtube-Fans und Creators in Augsburg entstehen. </strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wie bekomme ich mehr Likes? Was macht ein gutes Video aus? Und kann ich mit YouTube auch Geld verdienen? Fragen, die am Donnerstagabend beim ersten Treffen des neuen Augsburger Youtube-Cafés durch den Raum schwirren. Der YouTuber <a href="https://www.youtube.com/user/steveqdesign85">Steve Heng</a>, der sich eher als Creator und Influencer sieht, ist zu Gast und antwortet geduldig. Der gelernte Filmcutter ist Mitbegründer des Münchener Äquivalents <a href="http://www.cafe-netzwerk.de/index.php?id=77"><i>TubeMunich</i></a> und ein bekanntes Gesicht dieser neuen Medien-Szene. Dabei wollte er, als er vor vier Jahren seinen YouTube-Kanal startete, lediglich seine Schnittkenntnisse aufbessern. Damals holte er sein Abitur nach um Soziale Arbeit studieren zu können und blieb dann doch in der Filmbranche bei <i>Bavaria Film</i> hängen. Das Geheimnis seines Erfolgs: „Einfach machen. Und dabei authentisch bleiben!“</p>
<p style="text-align: justify;"><a name="_GoBack"></a>Seine Botschaft betont er im Laufe des Abends immer häufiger. Sein Ziel ist es, junge Menschen in ihrer Kreativität zu fördern, aber auch gesellschaftlich relevante Bildung zu vermitteln. Dazu zeigt er auch Videos anderer YouTube-Kanäle, die politische und gesellschaftskritische Themen aufgreifen. Darunter finden sich der YouTube-Kanal <a href="https://www.youtube.com/channel/UCAg2STE06k5ibYTPvD2UaiQ"><i>Jäger und Sammler</i></a> , wie auch <a href="https://www.youtube.com/channel/UCOgPGtSnFR6GM-AkzCnxqMQ"><i>funk</i></a>, ein Kanal der öffentlich-rechtlichen Sender mit einem stattlichen Budget von fünfundvierzig Millionen Euro.</p>
<h3 style="text-align: justify;">„Schließt euch zusammen, um groß zu werden.“</h3>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignright wp-image-9260 size-medium" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/11/YouTube_Steve_small-213x400.png" alt="youtube_steve_small" width="213" height="400" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/11/YouTube_Steve_small-213x400.png 213w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/11/YouTube_Steve_small-544x1024.png 544w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/11/YouTube_Steve_small.png 600w" sizes="(max-width: 213px) 100vw, 213px" />Dass inzwischen sogar das Fernsehen mitzieht, verwundert nicht. Denn rund um YouTube bildet sich eine neue Medien-Szene, die nicht mehr vom allabendlichen Programm abgespeist werden will. Die fünfzehnjährige Nadine gab den Anstoß zum Start des Augsburger YouTube-Cafés und ist selbst begeisterter Fan: „YouTube ist interaktiver und man ist näher an den Stars. Außerdem bestimme ich, wann ich was sehe. Fernsehen schaue ich gar nicht mehr.“ Auch, wenn sie selbst nicht zur Kamera greift, will sie etwas bewegen. Sie entdeckte das Konzept in München und eröffnete ihre Gründungs-Idee dem Stadtjugendring (sjr), der seine Unterstützung bereitstellte.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch sjr-Mitarbeiter und Veranstalter Robert Mailer ist vor Ort und sieht viele Möglichkeiten in YouTube. Für ihn ist die Jugend von heute fast zu brav. „Woran sollen sich die Jugendlichen heutzutage auch aufreiben? YouTube bietet eine neue Plattform, mit der die Erwachsenen nichts anfangen können. Hier findet endlich wieder Abgrenzung statt.“ Trotzdem möchte er als Mentor im Hintergrund stehen, um rechtzeitig auf Gefahren im Umgang mit dem Internet hinzuweisen.</p>
<p style="text-align: justify;">Das YouTube-Café Augsburg soll einen Rahmen und einen Treffpunkt für YouTube-Fans und Creators bieten. Alle drei Monate findet es im <a href="https://www.facebook.com/Juze-Kosmos-178408145537115/"><i>Juze Kosmos</i></a> im Univiertel statt. Die Veranstalter möchten weiterhin bekannte YouTube-Creator einladen und das Netzwerk und die Zusammenarbeit der Augsburger YouTuber ausbauen. „Denn alleine ist es langweilig“, wie Steve Heng findet. „Also schließt euch zusammen, um groß zu werden, und macht einfach. Hauptsache, die Idee ist da.“</p>
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		<title>Albentipp: Clueso – Neuanfang</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabell Beck]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 23 Oct 2016 14:53:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[albentipp]]></category>
		<category><![CDATA[clueso]]></category>
		<category><![CDATA[neuanfang]]></category>
		<category><![CDATA[seitwärts]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Neues Album, altes Glück Zurück zu sich selbst und einfach machen – mit dieser Motivation griff Clueso nach seiner letzten Tour zur Gitarre und textete los. Herausgekommen ist ein authentisches Album mit mitreißenden Klängen und eingängigen Melodien, die weder den...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/10/albentipp-clueso-neuanfang/">Albentipp: Clueso – Neuanfang</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Neues Album, altes Glück</h2>
<figure id="attachment_9207" aria-describedby="caption-attachment-9207" style="width: 580px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9207 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/Clueso-Pressebild-580x300.png" alt="clueso-pressebild-580x300" width="580" height="369" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/Clueso-Pressebild-580x300.png 580w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/Clueso-Pressebild-580x300-400x254.png 400w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /><figcaption id="caption-attachment-9207" class="wp-caption-text">Text: Isabell Beck &#8211; Foto: Christoph Köstlin / Vertigo Berlin</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;">Zurück zu sich selbst und einfach machen – mit dieser Motivation griff <strong><a href="http://www.clueso.de/neuanfang/">Clueso</a></strong> nach seiner letzten Tour zur Gitarre und textete los. Herausgekommen ist ein authentisches Album mit mitreißenden Klängen und eingängigen Melodien, die weder den Anspruch erheben innovativ zu sein noch Experimente benötigen, sondern lediglich die Freude des Künstlers an der Musik transportieren. Mit <em>Neuanfang</em> kehrt Clueso zu seinen Wurzeln zurück. Dem Drang, einfach kreativ zu sein, folgte er schon in seiner Jugend. Nach dem Abbruch einer Lehre widmete er sich ganz der Musik und wurde später zum Mitbegründer des Erfurter Künstlerzentrums <a href="http://www.zughafen.de/">Zughafen</a>.</p>
<p style="text-align: justify;">Diese Spontaneität und Lebendigkeit kommt auch im neuen Album des Mittdreißigers immer wieder zur Geltung, textlich vielleicht am deutlichsten in seinem Song <em>Achterbahn</em>. Aber auch die Musik selbst eröffnet zwischen gewaltigen, raumgreifenden Klängen und ruhigen oder humorvollen Arrangements eine große Bandbreite. So wirken die bewusst schief gesetzten Töne in <em>Lass sie reden</em> fast schon frech. Bei aller Abwechslung bleiben die Songs jedoch immer kraftvoll, denn Clueso kehrt wieder zu früheren Hip-Hop Einflüssen zurück, die in einen Sound zwischen Rock, Reggae und Soul einfließen. Reifer und ehrlicher klingt nicht nur die Musik, sondern wirken auch die Texte. Sie setzen sich kritisch mit der Welt auseinander und erinnern auf ihre selbstreflektierte Art immer wieder an Fragmente aus einem Tagebuch. Teilweise rund und aussagekräftig, manchmal voller bruchstückhafter Bilder oder rätselhafter Erzählungen. Wie der Song <a href="https://www.youtube.com/watch?v=sips-HzZVwA"><em>Gordo</em></a>, den Clueso als zweite Auskopplung nach der Single <em>Neuanfang</em> präsentiert und der von einem 1958 ins All geschossenen Affen erzählt. Die Moral der Geschicht‘? Unklar. Die Wirkung: bewegend.</p>
<p style="text-align: justify;">Insgesamt zeigt Clueso ein neues Selbstbewusstsein und lässt den Hörer näher an sich heran. Mit seinen frischen, kräftigen Klängen und abwechslungsreichen Texten ist <em>Neuanfang</em> ein Wohlfühlalbum mit Tiefgang, das sich zu hören lohnt.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe title="Clueso - Neuanfang (Official Video)" width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/dp5p8gMpBTg?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/10/albentipp-clueso-neuanfang/">Albentipp: Clueso – Neuanfang</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Sehnsucht wecken</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabell Beck]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 20 Oct 2016 13:46:32 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[buch]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#29]]></category>
		<category><![CDATA[rezension]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Kurzrezension von Jean-Paul Didierlaurents Romandebüt „Die Sehnsucht des Vorlesers“ Ein grauer Sonntag im Mai, am Tag darauf heller Sonnenschein, dazwischen liegt ein Buch. Regelrecht verschlungen habe ich die Geschichte des Guylain Vignolles, dessen Vorname und Nachname die unangenehme Eigenschaft hat,...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/10/sehnsucht-wecken/">Sehnsucht wecken</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Kurzrezension von Jean-Paul Didierlaurents Romandebüt „Die Sehnsucht des Vorlesers“</h2>
<figure id="attachment_9194" aria-describedby="caption-attachment-9194" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9194 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/Buchrezension-1200.jpg" alt="buchrezension-1200" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/Buchrezension-1200.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/Buchrezension-1200-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/Buchrezension-1200-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/Buchrezension-1200-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-9194" class="wp-caption-text">Text Isabell Beck – Foto &amp; Layout: Paul von Platen</figcaption></figure>
<p>Ein grauer Sonntag im Mai, am Tag darauf heller Sonnenschein, dazwischen liegt ein Buch. Regelrecht verschlungen habe ich die Geschichte des Guylain Vignolles, dessen Vorname und Nachname die unangenehme Eigenschaft hat, ihn beim Tausch der ersten Silben, zum „vilain guignol“, dem „dummen Kasper“ zu machen. Prägend für einen Jungen, der nun ein Mann mit dem Wunsch, unauffällig zu sein, geworden ist. Doch Guylain macht etwas Außergewöhnliches, ohne es zu merken und findet auf diesem Weg die Magie in etwas so Gewöhnlichem, wie einen handelsüblichen, roten USB-Stick.</p>
<p>Jean-Paul Didierlaurent hebt die Schönheit und Grausamkeit des Alltags hervor, indem er von gewöhnlichen Dingen erzählt, die sich unserer Achtsamkeit entziehen, sobald wir geschäftig durch den Tag hetzen. Wie mit der Zoom-Funktion einer Kamera holt er Gegenstände so nah heran bis wir ihre Rätselhaftigkeit wiederentdecken oder erklärt ganz ohne Erklärungen &#8211;  bis zu einer überraschenden Wendung. Dadurch bleibt die Geschichte spannend und ist gleichzeitig leicht wie das Flattern vorüberziehender Buchseiten.<br />
Ein Buch, das sein Versprechen einlöst und nicht nur von der Sehnsucht erzählt, sondern selbige beim Leser sogar weckt – die Sehnsucht nach dem einfachen Leben.<br />
Der Autor selbst stammt als Mitarbeiter in einem Kundencenter eines Telekommunikationsunternehmens aus dem normalen Leben und das ist aus seinem Romandebüt herauszulesen, das 2015 innerhalb von vier Wochen in 26 Ländern seinen Weg in die Bücherregale fand. Selbst die Filmrechte sicherten sich französische Kinoproduzenten schon. Da können wir es kaum erwarten uns auch von der Leinwand verzaubern zu lassen.</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/07/Ausgabe-29_Cover.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 29: Europa</strong><br />
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 29 unseres Magazins als E-Paper.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2016/08/ausgabe-29-europa">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige29">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/SP-europa">Der Schwerpunkt Europa</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Buch:<br />
Die Sehnsucht des Vorlesers<br />
von Jean-Paul Didierlaurent<br />
Erschienen 2015 im dtv Verlag<br />
223 Seiten<br />
14,90 EUR€<br />
ISBN 978-3-423-26078-7 <a><img decoding="async" class="citavipicker978-3-423-26078-7" style="border: 0px none; width: 16px!important; height: 16px!important; margin-left: 1px !important; margin-right: 1px !important;" title="Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen" src="data:image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAQCAYAAAAf8/9hAAAAAXNSR0IArs4c6QAAAARnQU1BAACxjwv8YQUAAAAJcEhZcwAACxEAAAsRAX9kX5EAAAAZdEVYdFNvZnR3YXJlAHBhaW50Lm5ldCA0LjAuMTCtCgrAAAAALElEQVQ4T2O4rsH//7qmAHkYqJcBxPh/gIEsDNI7asCoAaMGUM0AirIz/38AIL+VEwirynkAAAAASUVORK5CYII=" /></a> <a><img decoding="async" class="citavipicker978-3-423-26078-7" style="border: 0px none; width: 16px!important; height: 16px!important; margin-left: 1px !important; margin-right: 1px !important;" title="Titel anhand dieser ISBN in Citavi-Projekt übernehmen" src="data:image/png;base64,iVBORw0KGgoAAAANSUhEUgAAABAAAAAQCAYAAAAf8/9hAAAAAXNSR0IArs4c6QAAAARnQU1BAACxjwv8YQUAAAAJcEhZcwAACxEAAAsRAX9kX5EAAAAZdEVYdFNvZnR3YXJlAHBhaW50Lm5ldCA0LjAuMTCtCgrAAAAALElEQVQ4T2O4rsH//7qmAHkYqJcBxPh/gIEsDNI7asCoAaMGUM0AirIz/38AIL+VEwirynkAAAAASUVORK5CYII=" /></a></p>
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		<title>k wie kunterbunt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabell Beck]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Oct 2016 10:20:18 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[stadtnah]]></category>
		<category><![CDATA[begegnung]]></category>
		<category><![CDATA[flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[jugend]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#29]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Jugendzentrum k15 Gelb, türkis, rot, weiß – Augsburg ist bunt. So heißt es in der städtischen Friedensbewegung gegen Rechtsextremismus. Das Jugendzentrum k15 lebt dieses Motto intuitiv und ohne sich auf Migration zu konzentrieren. Die Menschen kommen einfach und finden...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/10/k-wie-kunterbunt/">k wie kunterbunt</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Das Jugendzentrum k15</h2>
<figure id="attachment_9169" aria-describedby="caption-attachment-9169" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9169 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/villa-k-1200.jpg" alt="villa-k-1200" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/villa-k-1200.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/villa-k-1200-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/villa-k-1200-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/villa-k-1200-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-9169" class="wp-caption-text">Text: Isabell Beck – Fotos: Paul von Platen</figcaption></figure>
<p><strong>Gelb, türkis, rot, weiß – Augsburg ist bunt. So heißt es in der städtischen Friedensbewegung gegen Rechtsextremismus. Das Jugendzentrum k15 lebt dieses Motto intuitiv und ohne sich auf Migration zu konzentrieren. Die Menschen kommen einfach und finden ein offenes Wohnzimmer für alle.</strong></p>
<p>Türkisfarben leuchtet das Treppengeländer, das hinauf in die Villa K führt, das Café und Wohnzimmer des k15. Das Jugendzentrum liegt als grauer Betonbau in der Kanalstraße 15, der Namensgeberin des Begegnungsortes. Doch der erste Eindruck täuscht. Weder trist noch grau, stattdessen farbenfroh, bunt präsentiert sich der Alltag hier, wie Dennis Galanti, der Leiter des Jugendzentrums berichtet: „Die Straße runter befindet sich eine Flüchtlingsunterkunft. Die Menschen verbringen dort hauptsächlich Zeit auf engstem Raum mit anderen Arabisch Sprechenden und kommen immer mehr hierher, um auch andere Kulturen und Sprachen kennen zu lernen.“<br />
Es ist ein Donnerstagnachmittag im März. Vasen mit gelben Narzissen stehen auf den Tischen im Café. Ein Tisch ist für das gemeinsam gekochte Mittagessen gedeckt. Die ersten Kinder trudeln von der Schule und dem Kindergarten ein. Es gibt Kartoffelgratin, Gemüse und Salat, dazu türkischen Tee. Auf ausgewogene Ernährung achten Galanti und seine Mitarbeiterinnen Nadine Geier und Sandra Berndt, genauso wie darauf, dass alle gemeinsam Wasser und Energie sparen. Eine junge Frau mit rotem Kopftuch serviert den Tee. Sie ist Praktikantin beim Stadtjugendring, dem Träger des k15, und wäre gerne Grundschullehrerin geworden. Das Kopftuch würde ihr die Arbeitsplatzsuche nach dem Studium in Bayern erschweren. Als gebürtige Augsburgerin möchte sie jedoch nicht weg. Deshalb entscheidet sie sich nun für das Fach Erziehungswissenschaften.</p>
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<h3>Ein Ort zum Austauschen und Ankommen</h3>
<p>Am Tisch sitzt auch ein syrischer Mann. Salim* hat gerade seine Aufenthaltserlaubnis bekommen. Vor fünf Jahren ist er aus Syrien aufgebrochen. Dort besaß er ein Haus mit Pool und sammelte alte, amerikanische Autos. Wenn er Fotos davon zeigt, ist mehr Stolz als Traurigkeit in seiner Stimme. Mit einem lachenden Auge erzählt er von den drei Tagen, die er trauernd vor seinem zerstörten Haus verbracht hat, ehe er sich dazu entschloss, gemeinsam mit seiner Familie zu gehen. Seine Frau ist mit den Kindern noch in der Türkei, doch im Sommer kommt sie nach. Folglich bleiben drei Monate, um eine Wohnung zu finden. Doch zuerst braucht er eine Bleibe für sich, denn nach der Genehmigung seines Aufenthalts in Deutschland muss er die Flüchtlingsunterkunft verlassen.<br />
„Ein Thema, das uns immer häufiger betrifft“, erklärt Galanti. „Die Wohnungslage in Augsburg ist kritisch für die sozial Schwächeren. Das war es auch bevor so viele Flüchtlinge hierher kamen. Nun wird es nicht leichter.“ Doch Aufgeben gibt es nicht. Schon fliegen die ersten Ideen über den Tisch. Eine Lehramtsstudentin richtet für Salim ein Profil auf WG-Gesucht ein. Einmal die Woche hilft sie ehrenamtlich im k15 aus. Es gibt Schwierigkeiten in der Verständigung. Salim spricht Deutsch noch brüchig und besteht deshalb darauf, vorerst in eine kulturell gemischte WG zu ziehen: „Wenn du in diesem Heim bist, reden alle um dich herum Arabisch und du hörst nur Arabisch. Das geht ins Ohr und Deutsch bleibt nicht hängen. Deswegen eine deutsche WG, oder wenigstens eine andere Sprache.“<br />
Auch einige Wochen zuvor ging es um Verständigung und Sprache. Am zweiten Samstag im Monat findet seit einiger Zeit die JamSession statt. Musiker jeden Genres können sich am Abend im großen Veranstaltungsraum treffen und sich nach Herzenslust musikalisch austoben. Eine Grundausrüstung aus Schlagzeug, Bass, Gitarre, Keyboard und Mikrofon stellt das k15 zur Verfügung. Eine junge Band, gerade einmal einen Monat bestehend, spielt an diesem Abend. Galanti zeigt den Proberaum, der hinter dem großen Veranstaltungsraum liegt. Er wird renoviert. Noch leuchten die Wände grün, doch schon bald werden sie von Dämmmaterial verdeckt sein.</p>
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Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 29 unseres Magazins als E-Paper.</p>
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<h3>„Just talk!</h3>
<p>Der Abend ist noch früh und sehr ruhig. Ein junges Paar schaut vorbei. Es sind Portugiesen aus Regensburg, die einen spontanen Wochenendtrip nach Augsburg unternehmen und nach Lokalen und Übernachtungsmöglichkeiten fragen. Sie sprechen Englisch. Schnell entwickelt sich ein Gespräch darüber, wer wo herkommt und was in seinem Leben macht. Sich selbst bei Sprachfehlern zu ertappen sorgt dabei für Lachen. „Just talk! No shame, we practise English in this way“, sagt die Portugiesin mit einem Grinsen.</p>
<p>Doch Sprache ist auch im Alltag immer wieder Thema im k15. Galanti schließt die hauseigene Fahrradwerkstatt auf. Hier arbeitet ein Syrer kostenlos für andere syrisch Sprechende, die nach Deutschland kommen und deren Mobilität von einem Fahrrad abhängt. Auch der Fahrradreparateur findet sich an dem einen Nachmittag im März am Mittagstisch ein. Seine Kinder springen fröhlich um ihn herum, bis sie zu einem Impftermin beim Arzt aufbrechen. Das Mittagessen ist vorbei und einige beschließen, die Tischtennisplatte im Innenhof aufzubauen.<br />
Die bunten Graffitis leuchten in der Sonne, während eine Lehramtsstudentin, eine Türkin und ein Jugendzentrumsleiter einem Syrer mit Händen und Füßen den Rundlauf erklären, bei dem die Spieler nach einem Schlag um die Tischtennisplatte auf die andere Seite laufen. Das Spiel trägt übrigens auch den Namen „Chinesisch“ – wenn das nicht multikulturell ist.</p>
<p>* Name von der Redaktion geändert.</p>
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		<title>Mit eigenen Regeln ins fremde Kloster?</title>
		<link>https://presstige.org/2016/08/eigene-regeln-im-fremden-kloster/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabell Beck]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2016 13:31:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[integration]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#29]]></category>
		<category><![CDATA[SP-europa]]></category>
		<category><![CDATA[sprache]]></category>
		<category><![CDATA[zuwanderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie Sprache die Integration erleichtert und welche Grenzen sie aufzeigt Was erwartet Einwanderer und worauf kann sich die aufnehmende Gesellschaft einstellen? Ein wichtiges Thema ist dabei der Spracherwerb – eine große Herausforderung, der sich sowohl Ein- als auch Auswanderer stellen...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie Sprache die Integration erleichtert und welche Grenzen sie aufzeigt</h2>
<figure id="attachment_9085" aria-describedby="caption-attachment-9085" style="width: 1198px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9085" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Grafik_Zukunft-in-der-Fremde_online_1200x.png" alt="Text: Yevgeniya Isakov – Illustration: Isabell Beck" width="1198" height="847" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Grafik_Zukunft-in-der-Fremde_online_1200x.png 1198w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Grafik_Zukunft-in-der-Fremde_online_1200x-400x283.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Grafik_Zukunft-in-der-Fremde_online_1200x-768x543.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Grafik_Zukunft-in-der-Fremde_online_1200x-1024x724.png 1024w" sizes="(max-width: 1198px) 100vw, 1198px" /><figcaption id="caption-attachment-9085" class="wp-caption-text">Text: Yevgeniya Isakov – Illustration: Isabell Beck</figcaption></figure>
<p><strong>Was erwartet Einwanderer und worauf kann sich die aufnehmende Gesellschaft einstellen? Ein wichtiges Thema ist dabei der Spracherwerb – eine große Herausforderung, der sich sowohl Ein- als auch Auswanderer stellen müssen. Wie realistisch sind ihre Chancen die neue Sprache in der vorgegebenen Zeit zu erlernen und was wird von ihnen erwartet? Ein Erfahrungsbericht. </strong></p>
<p>Es war eine fremde Sprache, ich kannte sie nicht. Sie verbreitete Furcht und gleichzeitig Neugier. So hat es sich für mich angefühlt auszuwandern: Ich war voller Angst vor dem Unbekannten und gleichzeitig gespannt auf das Leben, das mich in einem noch „fremden“ Land erwartete. Als Kind ist diese Neugier so groß, dass sie die Angst zähmt. Doch wie fühlt sich das Auswandern als Erwachsener an? Wenn ich mir meine Eltern und meinen Freund ansehe, die alle im Erwachsenenalter ausgewandert sind, stelle ich viele Probleme fest, die ich nicht hatte.</p>
<h3>Teilhabe durch Sprache</h3>
<p>Meine Mutter hatte eine leitende Stelle in Usbekistan aufgegeben und musste in Hamburg ganz neu anfangen. Sie hat sich wieder hochgearbeitet. Doch als ich sie kürzlich gefragt habe, ob sie sich in ihrem Beruf verwirklichen kann, hat mich ihre Antwort erstaunt. „Natürlich nicht“, sagte sie. „Ich mag meinen Beruf, ich mag meinen Arbeitsplatz, aber ich werde mich nie verwirklichen können, wenn ich mich nicht ausdrücken kann.“ Damit spricht sie das größte Problem erwachsener Ein-und Auswanderer an: die Sprache. Nicht ohne Grund macht der Spracherwerb den größten Teil von Integrationskursen aus. Der „Orientierungskurs“ in Augsburg, der für „Neuzugewanderte Ausländerinnen und Ausländer“ verpflichtend ist, besteht unter anderem aus 600 Unterrichtsstunden, die allein der deutschen Sprache gewidmet sind. Damit soll erreicht werden, dass Neuzugewanderte sowohl am institutionellen System als auch am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.</p>
<h3>Unrealistische Erwartungen</h3>
<p>Schon das Ansetzen des Levels B1 für den erfolgreichen Kursabschluss zeigt jedoch, wie hoch die Erwartungen an die Teilnehmer sind. Einem Gutachten zufolge, das die Bundeszentrale für politische Bildung 2007 veröffentlicht hat, erreicht nur die Hälfte der Teilnehmer diese Stufe innerhalb von 600 Stunden. Dabei seien die größte Herausforderung bildungsferne Zuwanderer. Sind diese Erwartungen also überhaupt realistisch? Die grob geschätzte Rechnung von Sprachheld, einem Online-Portal zum Erlernen von Fremdsprachen für deutsche Muttersprachler, lautet „100 Stunden sprechen, 500 Stunden hören und 200 Stunden Vokabeln lernen“. Die Zahlen variieren zudem danach, wie viele Unterschiede die Muttersprache zur Fremdsprache aufweist. Das heißt, für z.B. russische, chinesische und arabische Einwanderer werden die Zahlen mit großer Wahrscheinlichkeit höher liegen, weil sogar das lateinische Alphabet Neuland für sie ist. Daraus geht die Frage hervor, ob man den Spracherfolg als Maßstab für den Integrationswillen nehmen darf. Eine andere Frage lautet, inwieweit die Aufnahmegesellschaft den Neuzugewanderten entgegen kommen muss. Zum einen kann Integration nur gelingen, wenn die Einwanderer sich integrieren wollen und bereit sind viel Zeit in das Erlernen einer neuen Kultur und Sprache zu investieren. Auf der anderen Seite muss eine Gesellschaft, die Zuwachs bekommt, offen und geduldig gegenüber den Menschen sein, die diese Anstrengungen auf sich nehmen wollen.</p>
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<h3>Kommunikation ist der Schlüssel</h3>
<p>Natürlich ist es wichtig, den „Rahmen“ abzustecken. Im Russischen gibt es ein Sprichwort, das ich aus meiner Erfahrung nur bestätigen kann: „Man kommt nicht mit seinen Regeln ins fremde Kloster.“ Manche Einwanderer möchten diese Regel nicht beherzigen. Diejenigen, die es tun, stoßen trotzdem manchmal auf Schwierigkeiten und Unverständnis seitens der aufnehmenden Gesellschaft. Doch was ist die Lösung? Wie gelingt Integration? Der Anfang jedes Miteinanders ist die Kommunikation. Die Kommunikation durch Gestik, die Kommunikation durch Mimik, in verschärfter Weise auch die Kommunikation durch Strafen, wenn gegen nichtverhandelbare Gesetze im „eigenen Kloster“ verstoßen wird. Doch das Kommunikationsmittel, das am besten einen Dialog schaffen kann, bleibt die Sprache. Um sie zu erlernen, muss man sie sprechen. Und um sie zu sprechen, braucht es Menschen. In Deutschland haben wir viele Menschen – Menschen die Deutsch sprechen und Menschen die es versuchen. Also lasst sie doch einfach reden!</p>
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		<title>Krieg zwischen den Futterfronten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Isabell Beck]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 Aug 2016 11:20:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[debatte]]></category>
		<category><![CDATA[ernaehrung]]></category>
		<category><![CDATA[lebensstil]]></category>
		<category><![CDATA[moral]]></category>
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		<category><![CDATA[vegan]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Von Körnerfressern und kaltblütigen Omnivoren – Wenn Ernährung zum Label wird Neben der Frage nach der politischen Einstellung und der Haltung zur globalen Erwärmung, wird nun auch die Gabel, die zum Mund geführt wird, ganz genau unter die Lupe genommen....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Von Körnerfressern und kaltblütigen Omnivoren – Wenn Ernährung zum Label wird</h2>
<figure id="attachment_9077" aria-describedby="caption-attachment-9077" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9077" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Futterkrieg_online_1200.png" alt="Text: Madeleine Londene - Illustration: Isabell Beck" width="1200" height="791" /><figcaption id="caption-attachment-9077" class="wp-caption-text">Text: Madeleine Londene &#8211; Illustration: Isabell Beck</figcaption></figure>
<p><strong>Neben der Frage nach der politischen Einstellung und der Haltung zur globalen Erwärmung, wird nun auch die Gabel, die zum Mund geführt wird, ganz genau unter die Lupe genommen. Der neue „Trend“ des vegan-vegetarischen Lebensstils, dessen Fokus auf Nachhaltigkeit und Essgewohnheit liegt, ruft bei so manchen Gruppen hitzige Diskussionen hervor und läutet das Duell ein: Keule gegen Möhre. </strong></p>
<p>Umweltbewusst zu leben ist wichtig für uns, unsere Kinder und den Erhalt unserer Erde. In der Praxis ist das allerdings leichter gesagt als getan und erfordert etliches an Selbstdisziplin und Verantwortung. Nicht selten treffen Menschen, die den Schritt „Pro-Planet“ wagen und damit oftmals ihren Alltag komplett umkrempeln müssen, in ihrer Umgebung auf Verständnislosigkeit. Die Folge ist im Extremfall gesellschaftliche Ausgrenzung. Wer weiterhin seinen Hummer fährt und es wagt, die Wanne mehr als Vogel-Bad-Größe volllaufen zu lassen, kritisiert die Hippies, die in Eco-Pferdekutschen zu ihrem Yoga-Retreat fahren. Aus Protest lassen diese sich jetzt Bein- und Achselhaare wachsen, um klar ein Zeichen zu setzen. Natürlich sind diese Stereotype stark überzeichnet: Nicht jeder der ein Herz für Tier und Umwelt hat, bekennt sich für jetzt und immer zu einem sektengleichen Essenskult und nicht jeder der sich nach jahrelanger harter Büroarbeit einen First-Class Flug gönnt, ist ein Zerstörer der Erde in Person.</p>
<h3>Der Soja-Boom und seine Folgen</h3>
<p>Insbesondere in Online-Communities wie Facebook oder YouTube zeichnen sich aber bereits Anfänge aufkommender Milieus ab: Veganer vs. Fleischesser – es herrscht Krieg zwischen den Futterfronten. Erstere teilen die Meinung, Fleischesser, die sich nicht an die anscheinend heiligen Gebote des Veganismus halten, tragen Schuld am Aussterben unseres Planeten. Vegan sein ist laut den Usern, kein Trend, sondern eine andauernde Lebenseinstellung. Die Vorteile und positiven Auswirkungen auf Körper und Geist scheinen unermesslich. Und in der Tat, ganz Unrecht haben sie damit nicht. Veganer nehmen weniger freie Radikale zu sich und verzichten komplett auf tierische Produkte, was speziell Allergikern und Lebensmittelintoleranten zu Gute kommen kann. Zusätzlich senken sie durch ihre fleischlose Ernährung den Blutdruck, mindern Herz-Kreislauf-Schwächen und das Risiko später an Diabetes zu erkranken. Abgesehen von diesen bewiesenen Vorzügen müssen Veganer jedoch ihre Vitamine im Auge behalten, die häufig aufgrund der einseitigen Kost vernachlässigt werden.</p>
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<p>Tatsächlich verursacht die industrielle Produktion von Fleisch andauernde Schäden für die Umwelt, ist ethisch inakzeptabel und verschwendet Ressourcen. Allein um ein Kilo Rindfleisch zu erzeugen, werden weltweit fast 16.000 Liter Wasser benötigt. Allerdings ist auch beim reinen Pflanzenanbau und nachhaltiger Ernährung höchste Vorsicht geboten. Millionen Hektar Regenwald werden in Brasilien aufgrund der steigenden Soja-Nachfrage gerodet. Die Kleinbauern in Südamerika leiden unter dem extremen Preisdruck, der durch die aufblühende Massenproduktion von Soja entstanden ist. Die Initiative Faszination Regenwald spricht gar von „Soja – der Fleisch gewordene Wahnsinn“. Mehr als die Hälfte davon geht allerdings wieder auf die Massentierhaltung zurück. Rund 12,6 Millionen Rinder, 27,5 Millionen Schweine, 1,6 Millionen Schafe und 39,6 Millionen Legehennen werden hauptsächlich mit diesem hoch eiweißhaltigen Produkt gemästet. Auch wenn der Anteil, der für Soja-Produkte verwendet wird, geringer ausfällt, zieht der Soja-Boom dramatische Folgen nach sich und spielt dem Ökosystem negativ in die Hände. Hinzu kommt das Problem, dass Etiketten wie „Öko“, „Bio“ oder „fair-trade“ keine Garantie mit sich bringen. Oft versprechen die Siegel nur die Mindestbedingungen und enttäuschen bei genauerer Betrachtung. Nicht selten wird im angepriesenen Tofu, Gentechnik vorgefunden und die vegetarische Lyoner explodiert vor künstlichen Zusatzstoffen. Zudem kommen bei der Gemüseproduktion noch etliche synthetische Dünger zum Einsatz, wie auch Pestizide, Herbizide und Insektizide, die nicht nur Arbeiter, sondern eben auch Konsumenten gesundheitlich beeinträchtigen. Es ist also allerhöchste Aufmerksamkeit beim Warenkauf geboten.</p>
<h3>Für einen gesunden Mittelweg</h3>
<p>Aber wann ist es genug mit der „Du kannst ein (immer) besserer Mensch werden“-Mentalität? Wo ist die feine Linie zum angrenzenden Fanatismus und Wahnsinn? Gegen bewusst leben spricht im Großen und Ganzen nichts. Letztendlich bleibt es jedem selbst überlassen, wie er sein Leben gestalten möchte. Ein Fleischesser soll sich bedacht ein halbes Hendl gönnen können, solange es nicht aus Massentierhaltung stammt und den Fütterungsvorschriften entspricht und ein Veganer soll sich mit seiner doch sehr einschränkenden Entscheidung nicht ins soziale Nirgendwo katapultiert fühlen. Allen Recht machen, wird man es ohnehin nie können. Wichtig ist, sich darüber klar zu werden, dass unsere Ressourcen endlich sind. Ein Kompromiss muss her, der gesunde Mittelweg muss angestrebt werden. Bewusst leben fängt im Kleinen an. Von Plastiktüten auf Brown-Bags umsteigen oder vielleicht hin und wieder auf das tägliche Schaumbad verzichten. Wer täglich seine Entscheidungen reflektiert und sich selbst ab und zu hinterfragt, ist schon auf gutem Wege nicht ein besseres, sondern ein besonneneres, vorausschauenderes Individuum zu werden. Damit sind die Grundpfeiler gegenseitiger Toleranz und Selbstlosigkeit gelegt – egal ob auf Mensch oder Tier bezogen.</p>
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