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	<title>app Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>Nachhaltige Fashion-App Bewear</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lara Reile]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Jun 2020 07:44:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine App, die den Überblick über euren Klamottenbestand behält und analysiert, was ihr für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank tun könnt - diese Idee haben Mario Kreuzer und Nathalie Pollok entwickelt. Sie studieren Kommunikationsdesign an der Hochschule Augsburg und haben das Konzept für die App Bewear im Rahmen ihres Studiums erarbeitet. Das besondere an der App: sie berechnet das persönliche Schrankgewicht, welches angibt, wie nachhaltig der eigene Kleiderschrank ist. Es setzt sich aus Hersteller, Herkunft, Material und Nutzungshäufigkeit der Kleidungsstücke zusammen. Mit ihrer Arbeit haben Nathalie und Mario auch die Jury des ADC Junior Wettbewerbs überzeugt. Für Bewear haben sie den silbernen Nagel im Bereich Design erhalten. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/06/nachhaltige-fashion-app-bewear/">Nachhaltige Fashion-App Bewear</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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<h4>Wie schwer ist dein Kleiderschrank?</h4>



<p><em>Eine App, die den Überblick über euren Klamottenbestand behält und analysiert, was ihr für mehr Nachhaltigkeit im Kleiderschrank tun könnt &#8211; diese Idee haben Mario Kreuzer und Nathalie Pollok entwickelt. Sie studieren Kommunikationsdesign an der Hochschule Augsburg und haben das Konzept für die App Bewear im Rahmen ihres Studiums erarbeitet. Das besondere daran: die App berechnet ein persönliches Schrankgewicht, welches angibt, wie nachhaltig der eigene Kleiderschrank ist. In die Bewertung fließen Herkunft, Material und Nutzungshäufigkeit der Kleidungsstücke ein. Mit ihrer Arbeit konnten Nathalie und Mario auch die Jury des ADC Junior Wettbewerbs überzeugen. Für Bewear haben sie den silbernen Nagel im Bereich Design erhalte</em>n. <em>In einem Skype-Interview haben sie presstige erzählt, wie Bewear entstanden ist und funktionieren soll.</em></p>



<div class="wp-block-image is-style-default"><figure class="aligncenter"><img decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bewear_Motivbild_A2-1024x724.png" alt=""/><figcaption>©&nbsp;Nathalie Pollok, Mario Kreuzer<br>Der Startbildschirm von Bewear.</figcaption></figure></div>



<p class="has-background has-light-green-cyan-background-color"><span class="tadv-background-color" style="background-color:#7bdcb5"><strong>presstige</strong>: <em>Welche Funktionen wird die App haben?</em></span></p>



<p><strong>Nathalie</strong>: Zunächst beginnt man mit dem eigenen Kleiderschrank und trägt seine einzelnen Kleidungsstücke ein. Es gibt den Homescreen, auf dem die ganzen Daten präsent sind und sich regelmäßig aktualisieren. Das ist eigentlich das wichtigste, denn dort erfährt man, wie das eigene Schrankgewicht gerade aussieht. <br>Außerdem gibt es noch kleine und große Aktionen, zu denen die App auffordert. Die sollen die App spaßig und interessant machen. Bei den kleinen Aktionen haben wir zum Beispiel Aufforderungen, mal Secondhand zu kaufen oder auf Kleidertauschpartys zu gehen. Dann gibt es noch das Kleiderfasten: hier bekommt man Pushnachrichten wie “Hey, du hast schon 6 Tage nicht mehr geshoppt!”. Außerdem erhält man Anregungen, alternative Marken auszuprobieren. In der App findet man Links und Verknüpfungen zu coolen Labels, für die wir uns entschieden haben. <br>Unter dem&nbsp;Hashtag #wirschranken soll sich auf instagram eine Community bilden, die ähnlich denkt. Teilt man Inhalte unter dem Hashtag, macht man gleichzeitig ein bisschen Werbung für die App. Außerdem gibt es noch die großen Aktionen. Da kann man für Projekte spenden, beispielsweise zum Thema klimaneutrales Einkaufen.<br>Uns war es wichtig, dass die App attraktiv  für unterschiedliche Altersgruppen ist und, dass jeder daran Spaß findet. Wir haben zuvor eine Personenrecherche durchgeführt und verschiedene Szenarien aufgestellt, für wen die App interessant sein könnte und daraus haben sich die Aktionen ergeben.</p>



<p class="has-background has-light-green-cyan-background-color"><span class="tadv-background-color" style="background-color:#7bdcb5"><strong>presstige</strong>: <em>Was besonders spannend klingt, ist die Maßeinheit „Schrankgewicht“, die ihr ausgewählt habt. Gab es das Konzept Schrankgewicht schon vorher oder habt ihr euch das ausgedacht?&nbsp;</em></span></p>



<p><strong>Mario</strong>: Das Schrankgewicht gab es vorher noch nicht. Die Idee dahinter steckt schon im Wort. Es geht um den Ballast, der mit dem Modekonsum einhergeht. Man weiß schließlich, dass dieser Kleiderkonsum schlecht ist und irgendwo “wiegt” dieses Bewusstsein ja auch. Wie auch der ökologische Fußabdruck oder Abnehm-Apps wie Weight Watchers, arbeiten und motivieren wir mit dem einfachen Zahlenprinzip. Wir haben ein System entwickelt, das ganz simpel mit einer Zahl funktioniert, die ich immer wieder vor mir habe und die mir auf einen Blick sagt: &#8220;Ok, ich bin im guten Bereich&#8221; oder &#8220;Ich kann mich noch verbessern&#8221;. Diese Einheit motiviert automatisch dazu, etwas besser zu machen. Zusätzlich wird sie beim Scrollen in der App erklärt, indem die Daten visualisiert werden.<br>Am Anfang trägt man alles ein, was man im Kleiderschrank hat. Die App fragt bei jedem Kleidungsstück nach der Art des Kleidungsstücks und zusätzlich nach 4 Kategorien: Hersteller, Herkunft, Material und wie oft man das Kleidungsstück nutzt. In jeder Kategorie werden dann Punkte von 1 bis 5 vergeben und daraus berechnet sich das Schrankgewicht. Je höher die Zahl ist, desto schlechter oder desto schwerer ist dieser Schrank. Wir haben versucht mit der Infografik, den kleinen Figuren, den Aktionen und dem Design zu motivieren, sodass man das als Ansporn nimmt. Wenn man sich anmeldet in der App, heißt es: Herzlich Willkommen, du bist der so und so vielte Nutzer bei uns. Die Community soll zusätzlich motivieren und zeigen, dass noch andere da draußen sind, die auch schon Bewear benutzen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bewear_Boards-1-1024x724.png" alt=""/><figcaption>©&nbsp;Nathalie Pollok, Mario Kreuzer</figcaption></figure>



<p class="has-background has-light-green-cyan-background-color"><strong>presstige</strong>: <em>Zum Verständnis: Inwieweit ist eure App tatsächlich schon entwickelt? Oder ist das bislang nur ein Konzept?</em></p>



<p><strong>Mario</strong>: Es ist noch ein Konzept. Es war von Anfang an der Plan, erstmal einen Prototypen zu entwickeln. Ziel war es, das Design zu erstellen und die Idee erfahrbar zu machen. Aber wie es genau mit der Umsetzung weiterläuft, liegt jetzt mehr oder weniger in unserer Hand. Es wäre cool, das Konzept noch umzusetzen. Es ist ein spannendes Projekt und ich denke, es würde sich lohnen. Dafür bräuchten wir aber unbedingt Hilfe, also jemanden, der das programmieren könnte und die nötigen Daten. Die App basiert ja auf bestimmten Zahlen und Daten zu Klamottenherstellern, um diese ökologisch einschätzen zu können. Das müsste alles noch erarbeitet werden.<br><strong>Nathalie</strong>: An sich ist bei der App schon alles verknüpft und es funktioniert (<em><a href="https://xd.adobe.com/view/3125e171-5b18-445e-755f-1769af06a47b-4714/?fullscreen" target="_blank" rel="noreferrer noopener">hier</a> könnt ihr den Prototypen selbst ausprobieren</em>). Es muss nur noch wirklich programmiert werden. Aber grundsätzlich haben wir die App schon bis zum Schluss durchdacht. An alle Programmierer das draußen: Wenn ihr Lust habt auf das Projekt, dann meldet euch!</p>



<p class="has-background has-light-green-cyan-background-color"><strong>presstige</strong>: <em>Wie realistisch ist es, dass ihr das Konzept der App tatsächlich umsetzen werdet?</em></p>



<p><strong>Nathalie</strong>: Das ist eine gute Frage. Dazu muss sagen, dass wir niemals gedacht hätten, dass wir so weit kommen. Die App hat jetzt auch beim ADC Junior Wettbewerb den Silberpreis bekommen und wir haben super viel positives Feedback bekommen. Davor haben wir eigentlich nie darüber nachgedacht, sie auch umzusetzen. Wer weiß, wann man mal auf Leute trifft, die zufällig eine ähnliche Idee haben, dann ergibt sich vielleicht noch was. Es ist nach wie vor ein Herzensprojekt.<br><strong>Mario</strong>: Man bräuchte dann auch ein Budget, um es wirklich umzusetzen. Es wäre der Hammer, wenn wir das wirklich irgendwann angehen können, denn eine ähnliche App gibt es am Markt noch nicht.</p>



<figure class="wp-block-video"><video controls src="https://www.hs-augsburg.de/Binaries/Binary40614/Bewear-Casefilm.mp4"></video><figcaption>©&nbsp;Nathalie Pollok, Mario Kreuzer<br>Ein Erklärvideo verschafft einen Überblick über die App.</figcaption></figure>



<p class="has-background has-light-green-cyan-background-color"><strong>presstige</strong>: <em>Was hat euch beide dazu bewegt, das Konzept für die App Bewear zu entwickeln?</em></p>



<p><strong>Mario</strong>: Es waren unterschiedliche Gründe. Wir haben beide immer schon auf einen nachhaltigen Alltag geachtet. Wir schätzen Mode wert und kleiden uns dementsprechend. Mode ist ja nicht unbedingt etwas Negatives, sondern auch eine Form, sich auszudrücken und darzustellen. Außerdem ist das Thema allgegenwärtig und spielt eine große Rolle in unser Gesellschaft. Oft wird dabei ausgeblendet, welche Industrie dahinter steckt. Dabei kann jeder einzelne Konsument dazu beitragen, dass sich etwas ändert. <br>Es gibt schon so viele Dokumentationen und Aufklärungsvideos zu dem Thema und die sind ganz oft sehr negativ und kommen mit dem moralischen Zeigefinger. Man fühlt sich schlecht, wenn man sowas anschaut. In der Beschreibung für das Designprojekt <em>[Aufgabenstellung, die die Dozentin vorgegeben hat; Anm.d.Red.]</em> stand explizit, dass man kein Konzept entwickeln soll, das mit dem moralischen Zeigefinger funktioniert, sondern eines, das Mode und den Konsum attraktiv macht, aber auch aufklärt, auf Nachhaltigkeit hinweist und ein nachhaltiges Leben für jeden Einzelnen umsetzbar macht.<br><strong>Nathalie</strong>: Wir haben während unser Recherche gemerkt, dass die Transparenz einfach fehlt. Manchmal hat man das Gefühl, man hat gerade fair eingekauft, ein paar Euros mehr ausgegeben und zum Beispiel eine recycelte Yogamatte gekauft. Trotzdem bleibt die Frage: “Wo geht das Geld jetzt hin und läuft das alles richtig?”. Und dann gibt es auch noch Greenwashing.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><span class="tadv-background-color" style="background-color:#eeeeee"><em>Greenwashing, zu Deutsch “Grünwaschen” oder “Grünfärben”, bezeichnet eine Strategie, mit der Akteure versuchen sich durch die gezielte Verbreitung von Desinformationen oder durch Ablenkung ein Image als ökologisch verantwortungsbewusst zu verschaffen.</em> (<em><a href="https://www.quarks.de/umwelt/klimawandel/darum-ist-greenwashing-ein-problem/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Quarks, 2019</a></em>)</span></p></blockquote>



<p>Uns ist es wichtig, dass man den eigenen Einfluss versteht und begreift, wie wichtig es ist, zu wissen, was im eigenen Kleiderschrank hängt. Wir wollen die Leute motivieren, Schritt für Schritt weniger Kleider zu konsumieren und auch gezielter einzukaufen. Wir wollten etwas entwickeln, mit dem jeder Einzelne bei sich daheim anfangen kann, ohne dass man auf ein Gesetz der Regierung warten muss. Es war auch spannend, erst mal bei uns selbst zu schauen und dabei sind wir zugegebenermaßen auch an unsere Grenzen gekommen.</p>



<p class="has-background has-light-green-cyan-background-color"><strong>presstige</strong>: <em>Inwiefern an die Grenzen gekommen?</em></p>



<p><strong>Nathalie</strong>: Ich zum Beispiel kaufe super gerne bei Zara ein, was natürlich im Ranking ganz unten ist. Wir haben das Konzept mal mit meinem Kleiderschrank durchgespielt und das bringt einen echt zum Nachdenken.&nbsp;<br><strong>Mario</strong>: Es ist einfach etwas anderes, wenn ich meinen eigenen Schrank betrachte, als wenn ich nur ein Informationsvideo anschaue, aber nächste Woche trotzdem wieder zu Zara oder H&amp;M gehe.&nbsp;</p>



<p class="has-background has-light-green-cyan-background-color"><strong>presstige</strong>: <em>Glaubt ihr, dass es in unserer heutigen Konsumgesellschaft, in der Mode immer schnell und einfach verfügbar ist, überhaupt noch möglich ist, Menschen zum Verzicht und zu bewusstem Konsum zu bewegen? Oder ist der Mensch einfach so bequem, dass er letztendlich doch lieber schnell online bestellt?</em></p>



<p><strong>Nathalie</strong>: Also ich würde schon sagen, dass in unserer Gesellschaft, gerade in der jüngeren Generation, auf jeden Fall ein Umdenken stattfindet. Man merkt, dass die Nachfrage da ist und dass die Leute darauf achten, wie sie sich ernähren, wie sie sich kleiden.<br>Natürlich ist die Modeindustrie ein riesiges Machtsystem. Es ist schwierig zu sagen, ob sich da komplett etwas ändert. Aberwenn jeder klein anfängt, beispielsweise große Anschaffung wie eine Winterjacke in einem fairen Shop kauft, dann macht das schon einen Unterschied. Mittlerweile zeigt auch die Modeindustrie selbst Interesse. Es gibt zum Beispiel faire Fashionweeks, an denen Modelabels, Modeblogger und Models teilnehmen könne, die beim Thema Nachhaltigkeit Vorbilder sind und Alternativen aufzeigen. Ich sehe das eher positiv momentan.<br><strong>Mario</strong>: Ich glaube, genau an der Stelle kommt auch das Design ins Spiel. Wir als Designer haben die Verantwortung, Plattformen und Konzepte zu entwickeln, die es jedem einzelnen Verbraucher einfacher machen, aktiv etwas zu ändern und eine Teil beizutragen. Viele wollen das auch und das Umdenken ist da, aber oft scheitert es trotzdem. Denn wenn es so weit ist, lässt man sich wieder verführen von der Werbung und unser Konsumgesellschaft. Ich glaube, da kann Kommunikationsdesign, egal ob in der Werbung oder in der Form einer App, wirklich etwas ändern.</p>



<p class="has-background has-light-green-cyan-background-color"><strong>presstige</strong>: <em>Welche Rolle spielt das Design denn bei eurer App?</em></p>



<p><strong>Nathalie</strong>: Das Design spielt eine enorm wichtige Rolle. Gerade wir als Gestalter und Kreative haben immer einen gesellschaftlichen Anspruch. Uns ist es total wichtig, hinter welchen Projekten wir stecken und wie wir arbeiten. Wenn es dann gelingt, Konzepte schön zu visualisieren und zu verpacken, geht uns das Herz auf.<br>Uns war es super wichtig, dass die Datenvisualisierung und das Schrankgewicht auf den Punkt gebracht werden. Dabei haben wir uns für eine Farbpalette entschieden, die sehr naturbelassen ist, aber auch zeitlos, modern und zeitgemäß. Wir haben viel Schwarz- und Grüntöne reingebracht. Außerdem haben wir ganz markante, moderne Schriftarten ausgewählt. Mit der Illustration, die sehr clean und grafisch ist, mit diesen kleinen Figuren, die sich bewegen und Emotionen zeigen können, wollten wir mit so wenig Schnickschnack wie möglich beim Verbraucher etwas bewirken. Es war von vornherein klar, dass das Design auffallen soll, sich aber auch zurücknimmt, sodass die Inhalte im Vordergrund stehen. Eine App muss bestimmte Funktionen erfüllen: sie muss praktisch sein, kurze Wege haben und man muss Spaß an der Nutzung haben. Wenn man eine App öffnet und schon das Gefühl hat, man weiß nicht, wo man draufklicken muss, um weiterzukommen, ist das natürlich nicht passend.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://lh6.googleusercontent.com/nJDlHLPvLRx47UdFpk0ZLgvtwCCJBTwhdh6FjzVV2rEgm4e5aBw6QUpKJbMApVC_GoOVi46UB881xhPft0yTNKbUPwjJq64cSfSajhTV3UQBibIgD8hbWKtjJP5PjTlzlhqK7U9C" alt=""/><figcaption>©&nbsp;Nathalie Pollok, Mario Kreuzer<br>Das Konzept hinter dem Design.</figcaption></figure>



<p class="has-background has-light-green-cyan-background-color"><strong>presstige</strong>: <em>Ihr habt vorhin selbst angesprochen, dass ihr mit der App gerade nicht den moralischen Zeigefinger heben wollt. Wie wichtig ist es euch bei der Gestaltung gewesen, eher mit positiver Bestärkung zu arbeiten und weniger negative Konsequenzen aufzuzeigen?</em></p>



<p><strong>Mario</strong>: Das war auf jeden Fall wichtig. Das spiegelt sich auch in jedem Detail wider, von der Formulierung der Sätze und bis zur Farbwahl. Es ist ein wahnsinnig ernstes Thema: Menschen leiden unter der Modeidustire und die Natur wird zerstört. Es ist wirklich schlimm, wenn man die ganzen Fakten, Zahlen und Bilder dazu sieht. Aber es löst das Problem nicht, jemandem nur das Schlechte zu zeigen, weil die Person dann resigniert. Unser Ziel war es, das Problem positiv anzugehen und die Nutzer in der App zu behalten, ohne dass sie sagen: „Ohje, ich will mich da gar nicht damit auseinandersetzen. Ich lösch die App wieder“.&nbsp;<br><strong>Nathalie</strong>: Da haben wir sehr lange diskutiert. Es gibt ganz unterschiedliche Mechanismen, wie man Leute bei einem Thema behält. Bei der Gestaltung einer App gibt es zum Beispiel das Prinzip der Gamification, also dass man so eine Art Spiel daraus macht. Das wollten wir aber nicht. Uns war es wichtig, dass man sich bewusst dafür entscheidet und man weiß, dass da nicht nur positive Sachen kommen, sondern es eine App ist, die informieren, Transparenz bringen und&nbsp; zum Umdenken anregen soll. Wir wollen da kein Spiel daraus machen oder die Leute unterhalten, sondern einfach Wissen vermitteln.<br><strong>Mario</strong>: Wir hatten im gleichen Semester auch Soziologieunterricht und da haben wir auch besonders behandelt, wie unsere Gesellschaft funktioniert und  was die Aufgabe des Designers dabei ist.</p>



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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="702" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Marion-Kreuzer-702x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-14898" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Marion-Kreuzer-702x1024.jpeg 702w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Marion-Kreuzer-206x300.jpeg 206w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Marion-Kreuzer-768x1121.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Marion-Kreuzer.jpeg 976w" sizes="(max-width: 702px) 100vw, 702px" /><figcaption>© Mario Kreuzer</figcaption></figure>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="684" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Nathalie-Pollok-684x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-14899" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Nathalie-Pollok-684x1024.jpeg 684w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Nathalie-Pollok-200x300.jpeg 200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Nathalie-Pollok-768x1151.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Nathalie-Pollok-1025x1536.jpeg 1025w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Nathalie-Pollok.jpeg 1068w" sizes="(max-width: 684px) 100vw, 684px" /></figure>
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<p class="has-background has-light-green-cyan-background-color"><strong>presstige</strong>: <em>Teil des Schrankgewichts ist, dass die App die Klamotten nach Hersteller, Herkunft und Material bewertet. Habt ihr diese Einschätzungen, welche Marke und welches Material wie viele Punkte bekommt, selbst entwickelt?</em></p>



<p><strong>Mario</strong>: Was den Hersteller betrifft, haben wir uns an der Plattform „good on you“ orientiert. Die ist wirklich sehr zu empfehlen, für jeden der sich beim Kauf fragt: “Wie gut ist diese Marke?”. Die Bewertung funktioniert mit mehreren Kategorien, zum Beispiel ob die Firma Umweltauflagen hat, ob sie die Mitarbeiter fair bezahlt oder wie die Herstellung aussieht. Das war die Basis für unsere Bewertung der Hersteller und auch teilweise die der Herstellung und der Herkunft. Andererseits haben wir aber auch eigene Einschätzungen vorgenommen. Bio-Baumwolle ist natürlich besser als herkömmliche Baumwolle. Synthetik-Stoffe sind nochmal schlechter, wegen des Mikroplastiks, das bei jedem Waschgang ins Abwasser geht. Dann gibt es noch recyceltes Synthetik, das ist wieder ein bisschen besser. Damit haben wir für uns eine Liste erstellt. Aber diese konkreten Daten müssten wir noch aus verlässlichen Quellen beziehen, damit die App auch wirklich funktionieren könnte.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Screenshot-Good-On-You-576x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-14869" width="483" height="859" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Screenshot-Good-On-You-576x1024.jpeg 576w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Screenshot-Good-On-You-169x300.jpeg 169w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Screenshot-Good-On-You.jpeg 750w" sizes="(max-width: 483px) 100vw, 483px" /><figcaption>© Isabelle Mader<br>Die App &#8220;good on you&#8221; gibt einen Überblick über nachhaltige Mode.</figcaption></figure>



<p class="has-background has-light-green-cyan-background-color"><strong>presstige</strong>: <em>Habt ihr gemerkt, dass sich euer privater Konsum auch geändert hat, seitdem ihr euch so intensiv mit dem Thema auseinandersetzt?</em></p>



<p><strong>Nathalie</strong>: Ja, auf jeden Fall. Klar kam das jetzt nicht nur durch die App. Wir waren beide schon vorher immer an Mode interessiert und natürlich auch an nachhaltigen Alternativen. Aber als Student kann man sich nicht alles leisten, was es in nachhaltigen Läden zu kaufen gibt.<br>Ich habe mir vor kurzem vegane Sportschuhe gekauft und hab mich dann super über den Einkauf gefreut, was ich vor einem Jahr vielleicht nicht gemacht hätte.&nbsp;<br><strong>Mario</strong>: Man merkt, dass das was mit einem macht und automatisch hat man die Ohren und die Augen noch viel stärker offen für das Thema. Auf Social Media wird man auch immer wieder daran erinnert. Ich habe in den Semesterferien meinen Schrank komplett ausgemistet und es hilft einfach, wenn man dann vor sehr viel weniger steht und sich wirklich ehrlich fragt: “Brauch ich das jetzt oder gebe ich das weg?”. Man fängt auch an, bewusst Etiketten in den Kleidungsstücken zu lesen.&nbsp;</p>



<p class="has-background has-light-green-cyan-background-color"><span class="tadv-background-color" style="background-color:#7bdcb5"><strong>presstige</strong>: <em>Seid ihr, während ihr das Konzept entwickelt habt, auch auf größere Schwierigkeiten oder Hürden gestoßen?</em></span></p>



<p><strong>Nathalie</strong>: Ja, die Transparenz. Alle Unternehmen, die wissen, dass sie keine fairen Arbeitsbedingungen haben, wollen das natürlich nicht preisgeben. Von daher war die Datenerhebung zu den jeweiligen Marken nicht wirklich einfach, weshalb wir uns auch auf Seiten wie „good on you“ gestützt haben, die schon Recherche betrieben haben.</p>



<p class="has-background has-light-green-cyan-background-color"><span class="tadv-background-color" style="background-color:#7bdcb5"><strong>presstige</strong>: <em>Habt ihr eigentlich damit gerechnet, dass ihr für eure Arbeit einen Preis bekommt?</em></span></p>



<p><strong>Nathalie</strong>: Nein. Dazu muss man auch sagen, dass unsere Betreuerin uns ein bisschen gepusht hat. Sie war begeistert und hat uns da richtig unterstützt. Es war nochmal Aufwand, weil wir das Erklärvideo entwickeln mussten und noch ein paar zusätzliche Sachen, damit die Jury das Konzept bewerten kann. Wir waren schon überwältigt, weil es renommierte Grafikdesigner sind, die wirklich Ahnung haben. Das hat uns echt gefreut und natürlich auch überrascht.<br><strong>Mario</strong>: Die Hauptmotivation war einfach auszuprobieren, an so einem Wettbewerb teilzunehmen, die Erfahrung zu machen und sich da reinzuhängen mit einem animierten Video, Boards und einer Präsentation. Aber es hat sich gelohnt. Wir sind wirklich froh, dass es so weit gekommen ist.</p>



<p class="has-background has-light-green-cyan-background-color"><strong><span class="tadv-background-color" style="background-color:#7bdcb5">presstige</span></strong><em><span class="tadv-background-color" style="background-color:#7bdcb5">: Danke für das Interview!</span></em></p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><em><span class="tadv-background-color" style="background-color:#eeeeee">Und falls jemand Lust hat Nathalie und Mario beim Programmieren zu unterstützen, kann er sich gerne unter </span></em><a href="mailto:chefredaktion@presstige.org"><span class="tadv-background-color" style="background-color:#eeeeee"><em>chefredaktion@presstige.org</em></span></a><em><span class="tadv-background-color" style="background-color:#eeeeee"> melden.&nbsp;</span></em></p></blockquote>



<pre class="wp-block-verse"></pre>
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		<title>Wischen – oder nicht wischen …?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Palina Dautfest]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 08 Jun 2016 07:00:11 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Auf Tuchfühlung mit Tinder und Lovoo Oberflächlich, unverbindlich und locker: Dating-Apps wie Tinder und Lovoo haben einen ganz besonderen Ruf. Trotzdem wird ein regelrechter Hype um sie gemacht. Sollte man als Single einen Versuch wagen? Kann man einfach „wischen“ und...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Auf Tuchfühlung mit Tinder und Lovoo</h2>
<p><figure id="attachment_8915" aria-describedby="caption-attachment-8915" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8915 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/06/DatingApps_Beitragsbild_1200px.jpg" alt="Text: Palina Dautfest – Illustration:" width="1200" height="559" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/06/DatingApps_Beitragsbild_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/06/DatingApps_Beitragsbild_1200px-400x186.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/06/DatingApps_Beitragsbild_1200px-768x358.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/06/DatingApps_Beitragsbild_1200px-1024x477.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-8915" class="wp-caption-text">Text: Palina Dautfest – Foto: Paul von Platen</figcaption></figure></p>
<p><strong>Oberflächlich, unverbindlich und locker: Dating-Apps wie Tinder und Lovoo haben einen ganz besonderen Ruf. Trotzdem wird ein regelrechter Hype um sie gemacht. Sollte man als Single einen Versuch wagen? Kann man einfach „wischen“ und sich verlieben? Für alle Unentschlossenen unter euch, haben wir mit vier Studenten gesprochen, die uns von ihren Erfahrungen berichtet haben.</strong></p>
<p>Gleichmal vorweg – wer nichts von solchen Apps hält, kann sich mal auf Instagram durch ein paar süße Babyfotos klicken, die unter dem Hashtag #tinderbaby gepostet wurden. Ja, richtig gehört. Mütter und Väter, die sich auf Tinder kennen gelernt hatten, teilen unter dem Hashtag die Schnappschüsse ihrer Babys. Diese Kinder  werden später einmal behaupten können: „Meine Eltern haben nach rechts gewischt!“ Ziemlich abgedreht oder bald Normalität? „Ich finde es heutzutage fast normal, Leute online kennen zu lernen“, so Matthias (24). „Sonst wäre ich meiner Freundin wahrscheinlich nie begegnet.“  Vor ein paar Monaten sind die beiden zusammengezogen.</p>
<h3>„Ich hätte mir nie träumen lassen, dort einen Partner zu finden“</h3>
<p>Auch Anne (23) hatte ihren Freund über Lovoo kennen gelernt. Die Beziehung der beiden hielt fast drei Jahre. „Ich hätte mir nie träumen lassen, dort einen Partner zu finden“, sagt sie. Eine feste Beziehung hatte sie nicht im Sinn, als sie sich dort angemeldet hatte &#8211; ähnlich wie Alina (20) und Selina (22). Eher aus Spaß und Langeweile probierten sie die Apps aus und lernten so ebenfalls ihren jeweils letzten Freund kennen. „Mein erstes Tinder-Date war sehr entspannt. Wir hatten uns in der Augsburger Innenstadt getroffen und auf Anhieb gut verstanden“, erzählt Selina. „Nach ein paar Monaten hat sich eine Beziehung daraus entwickelt.“</p>
<p>Und wo bleiben nun all die aufdringlichen Tinder-Typen, die nur auf unverbindlichen Sex aus sind? Dass Frauen häufig angeschrieben werden – und nicht immer auf die charmanteste Weise, geben alle drei Studentinnen zu. „Manchmal sind es wirklich nette Texte“, erzählt Selina. „Allerdings gibt es auch sehr direkte, sexuelle Aufforderungen.“ Auch Matthias als männlicher Lovoo-Nutzer räumt ein, dass Mädchen oft aufgrund ihrer bisherigen Tinder-Erfahrungen negativ auf ihn reagiert hätten.</p>
<p>Seinen Ruf hat sich Tinder nicht umsonst verdient. Das Konzept dahinter bleibt oberflächlich. Nur anhand eines Fotos wird entschieden, ob nach links oder rechts gewischt wird. Das Profil selbst enthält kaum Informationen über die Nutzer. „Das Aussehen spielt aber doch im ‚echten‘ Leben genauso eine große Rolle“, meint Alina.  „Wird man im Club von jemandem angesprochen, den man unattraktiv findet, geht man ja auch nicht darauf ein.“ Genauso wie jeder von uns auch im Club vor blöden Anmachen nicht verschont bleibt. Also was nun – wischen oder nicht wischen? „Wenn du offen für Neues bist, dich ausprobieren oder einfach nur Leute kennenlernen willst, dann bist du bei einer solchen Plattform richtig“, meint Anne. Wer zu hohe Erwartungen hat, könnte jedoch schnell eine Enttäuschung erleben.</p>
<p>Letztendlich entscheidet wohl jeder selbst, ob und mit welchen Hoffnungen und Erwartungen er an die Sache herangeht. Fest steht: Eine Garantie, den oder die Richtige zu finden, gibt es auf Lovoo oder Tinder nicht. Vielleicht hat man aber auch Glück und kann eines Tages ein niedliches #tinderbaby posten …</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/06/dating-apps/">Wischen – oder nicht wischen …?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>&#8220;Wir haben uns parallel mit der App entwickelt&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Maier]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 May 2014 19:58:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
		<category><![CDATA[app]]></category>
		<category><![CDATA[campus app]]></category>
		<category><![CDATA[uni]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die CampusApp Seit Beginn des Sommersemesters kann man sie endlich im Playstore von Google herunterladen: die CampusApp. Presstige hat mit Michael Bonfert und Fabian Brunold, beide vom Team der CampusApp, über die Idee dahinter und über die Herausforderungen bei der...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Die CampusApp</h2>
<p><strong>Seit Beginn des Sommersemesters kann man sie endlich im Playstore von Google herunterladen: die CampusApp. <em>Presstige</em> hat mit Michael Bonfert und Fabian Brunold, beide vom Team der CampusApp, über die Idee dahinter und über die Herausforderungen bei der Entwicklung gesprochen. </strong></p>
<p><strong><em>presstige: Die C<a href="http://www.uni-augsburg.de/projekte/campus-app/download.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="broken_link">ampus App</a> ist jetzt endlich draußen. Wie zufrieden seid ihr denn mit dem Start? </em></strong></p>
<p><strong>Michael: </strong>Wir sind ziemlich euphorisch. Schon am ersten Tag haben wir die tausend Downloads geknackt.<br />
<strong>Fabian: </strong>Auch die Bewertungen sind mehr als positiv. Also 4,3 von 5. Und das Feedback, was wir so am Infostand bekommen haben, war immer positiv. Teilweise waren die Leute richtig, richtig froh, dass das jemand in die Hand genommen hat.</p>
<p><strong><em>Michael, wie bist du auf die Idee gekommen, die App zu entwickeln? Das ist ja ziemlich aufwendig.</em></strong></p>
<p><strong>Michael:</strong> Im Prinzip hatte ich die Idee sogar an meinem ersten Tag an der Uni im Herbst 2011, weil ich den Hörsaal nicht gefunden habe. Ich habe dann gleich im Appstore gesucht und gesehen, dass es nichts von der Uni gibt. Nicht einmal einen Mensa-Speiseplan, gar nichts. Dabei gab es damals eigentlich schon für alles Mögliche eine App. Kennst du diesen Apple Slogan: „There’s an app for that“? Den hatte ich eben im Kopf. Du kannst aus einer App ein Bier trinken und solche Sachen. Jedenfalls habe ich dann, als ich mich fürs Begleitstudium nach einem Projekt umgeschaut habe, das mal in einer Vorbesprechung eingebracht: Das wäre ein Projekt, bei ich mich gerne anschließen würde – gab’s aber noch nicht. Und dann meinte Thomas Sporer vom Begleitstudium damals, ich soll&#8217;s machen, weil es ja irgendjemand starten müsse. Das Mädchen neben mir fand die Idee so cool, dass sie gleich mitmachen wollte. Also haben wir dann halt mal losgelegt.</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/CampusApp-Mensa.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3109" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/CampusApp-Mensa.png" alt="CampusApp Mensa" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/CampusApp-Mensa.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/CampusApp-Mensa-400x266.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/CampusApp-Mensa-1024x682.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<h5 style="text-align: center;">Mit der CampusApp hat man immer den aktuellen Speiseplan der Mensa dabei</h5>
<p><strong><em>Wie seid ihr dann vorgegangen?</em></strong></p>
<p><strong>Michael: </strong>Der Anfang war sehr schleppend, weil wir kein Team hatten. Irgendwann haben wir eine Facebook-Seite erstellt und viele haben uns dann angeschrieben, ob sie mitmachen können. Darunter waren auch viele Informatiker &#8211; was wir davor überhaupt nicht auf dem Radar hatten.</p>
<p><strong><em>Und wie ging&#8217;s weiter?</em></strong></p>
<p><strong>Fabian: </strong>Es hieß dann, wir machen jetzt ein Treffen. Wer Lust hat, alle mal zusammen Kaffee zu trinken und dann mal schauen, ob man zusammen in einem größeren Team etwas machen kann. Da kam ich dazu und der Großteil der Leute, die jetzt dabei sind.<br />
<strong>Michael:</strong> Im Wintersemester 2012 war das. Das war so mehr oder weniger der Anfang, wo wir dann probiert haben, im Team auf einen gemeinsamen Konsens zu kommen. Und das man sagt, wir schreiben in <em>der</em> Programmiersprache, wir wollen <em>das</em> in der App haben, wir haben <em>diese</em> Kompetenzen und deswegen verteilen wir das <em>so</em> unter den Teammitgliedern.</p>
<p><strong><em>Also habt ihr euch mehr an den Fähigkeiten der Teammitglieder orientiert?</em></strong></p>
<p><strong>Michael: </strong>Ja, das war ein zweiteiliger Prozess: Was wollen wir und was können wir?<br />
<strong>Fabian: </strong> Dann sind wir an die Uni-Leitung herangetreten und haben eine Kooperation vorgeschlagen. Es hieß, wir sollen in drei Monaten einen Prototypen erstellen. Unser Konzept haben wir dann der Präsidentin, dem Vizepräsidenten und anderen hohen Tieren von der Uni präsentiert. Das war dann wirklich der Durchbruch. Weil auch die Präsidentin gemeint hat, dass die Idee super wäre. Das war sozusagen das offizielle Go, als auch von der Uni kam: „Ja, macht’s das“. Dann bekamen wir auch Unterstützung von anderen Uni-Stellen.</p>
<p><strong><em>Was war für euch die größte Herausforderung am Projekt?</em></strong></p>
<p><strong>Michael: </strong>Durchhaltevermögen.<br />
<strong>Fabian:</strong> Das war schon sehr viel Arbeit und hat sehr lange gedauert. Und immer wieder gab es Rückschläge und Änderungen…<br />
<strong>Michael:</strong> Bevor das Team so war, wie es jetzt ist, hatte ich eigentlich schon drei Mal das Gefühl, okay, jetzt lass‘ es halt<br />
<strong>Fabian: </strong>Zum Glück hast du das nicht gemacht.</p>
<p><strong><em>Was hat dich dazu gebracht, weiterzumachen, Michael?</em></strong></p>
<p><strong>Michael: </strong>Was bisher schon getan war und der Ehrgeiz, dass die App jetzt endlich rauskommen sollte. Außerdem die Notwendigkeit und dieses „da lässt du dich nicht unterdrücken“.</p>
<p><strong><em>Habt ihr denn das Gefühl, dass ihr die Bedürfnisse der Studenten erfüllen könnt? Oder fehlt da noch irgendwas?</em></strong></p>
<p><strong>Fabian: </strong>Was jetzt am Infostand aufkam, war der Wunsch nach einer iOS-Version. Aber da sind wir dran. Und sonst eben, dass ein paar Räume nicht gefunden werden bei der Raumsuche. Es gibt halt noch so ein paar Kleinigkeiten, die wir in Zukunft verbessern wollen. Es kam zum Beispiel noch eine Anfrage, ob wir den Digicampus reinbringen oder die App mit RZ-Kennung verbinden können, was aber technisch nicht so leicht umzusetzen ist. Da müssen wir leider immer etwas bremsen.</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/2013-04-Teamsitzung-GUI.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-3111" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/2013-04-Teamsitzung-GUI.png" alt="2013-04 Teamsitzung GUI" width="1200" height="730" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/2013-04-Teamsitzung-GUI.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/2013-04-Teamsitzung-GUI-400x243.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/2013-04-Teamsitzung-GUI-1024x622.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<h5 style="text-align: center;">Michael (Bildmitte) bei einer Teamsitzung der CampusApp</h5>
<p><strong><em>Was habt ihr für die Zukunft so geplant?</em></strong></p>
<p><strong>Michael: </strong>Im Prinzip drei Sachen: ergänzen, erweitern und vervollständigen, was es schon gibt.<br />
<strong>Fabian: </strong>Wir wollen quasi noch so ein Uni A-Z einbauen, eine Wissensdatenbank mit Informationen rund um die Uni. Also zu Fristen, zu Öffnungszeiten, wo das Auslandsamt ist, wie das mit dem Hochschulsport funktioniert, und so weiter.</p>
<p><strong><em>Was ist so das, was euch am meisten Spaß daran macht?</em></strong></p>
<p><strong>Fabian: </strong>Also bei mir ist es einfach so, dass ich noch ein bisschen was Praktisches machen will während meines Studiums. Mir macht das Programmieren auch Spaß, von daher beschäftige ich mich gerne damit und ich kann meine Ideen auch verwirklichen. Das war ein Ausgleich zu meinem recht theoretischen Studiengang.<br />
<strong>Michael: </strong>Für mich war’s bestimmt auch eine Art Selbstverwirklichung, weil ich’s halt von Anfang an begleitet habe. Und ich einfach diesen Drang hatte, das herauszubringen.<br />
<strong>Fabian: </strong>Man hat halt einfach noch etwas, wo man sagen kann: Hey, ich hab was gemacht. Man sieht halt auch wirklich etwas. Wir sitzen da anderthalb Jahre dran und es ist etwas daraus geworden.</p>
<p><strong>Die wichtigsten Funktionen im Überblick:</strong></p>
<ul>
<li>
<blockquote><p><strong>Newsfunktion:</strong> Alle Neuigkeiten der Fakultäten, der Lehrstühle, der Presse, vom Prüfungsamt und AStA werden in einem Stream zusammengefasst. Die News kann man filtern und auf eigene Interessen abstimmen.</p></blockquote>
</li>
<li>
<blockquote><p><strong>Mensa: </strong>Hier wird der aktuelle Speiseplan der Mensa abgebildet. Jedes Gericht kann auf einer Skala mit fünf Sternen bewertet werden.</p></blockquote>
</li>
<li>
<blockquote><p><strong>Raumsuche: </strong>Man kann nach einem Gebäude oder einer Raumnummer suchen. Zu jedem gesuchten Raum erhält man Informationen wie beispielsweise, ob es sich um einen Hörsaal, einen Seminarraum oder einen CIP-Pool handelt. Diese Funktion dient in erster Linie der Navigation mithilfe von Lageplänen.</p></blockquote>
</li>
<li>
<blockquote><p><strong>Personensuche:  </strong>Mithilfe dieser Funktion können alle Angestellten der Universität Augsburg gefunden werden &#8211; also Professoren, Dozenten, wissenschaftliche Mitarbeiter und Sekretäre. Extra: die Suche ist phonetisch. Das heißt, ein K wird mit einem C gleichgesetzt.</p></blockquote>
</li>
</ul>
<p>Wer bei der CampusApp mitmachen möchte, ist jederzeit herzlich willkommen. Schreibt einfach eine E-Mail an <span class="null">campusapp@its.uni-augsburg.de</span> oder eine Nachricht an die Gruppe über die <a href="https://www.facebook.com/CampusAppAugsburg?fref=ts">Facebook-Seite</a>. Mitmachen könnt ihr in den Bereichen iOS-Programmierung, Programmierung für Android, Organisation, Kommunikation und Social Media.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/05/campusapp/">&#8220;Wir haben uns parallel mit der App entwickelt&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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