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	<title>frieden Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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	<title>frieden Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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		<title>„Mit Kunst, Musik und viel Kaffee durch den Politikeralltag“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Yevgeniya Isakov]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2016 10:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Linus Foerster]]></category>
		<category><![CDATA[frieden]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Teil 2: Sechs Fragen an Dr. Linus Förster Im zweiten Teil unseres Gesprächs mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Dr.&#160;Linus Förster, Mitglied im Ausschuss für Europaangelegenheiten sowie jugendpolitischer Sprecher seiner Fraktion, stellte sich der Augsburger Politiker&#160;sechs Fragen zur Weltpolitik, Verschwörungstheorien und Europa. Den...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Teil 2: Sechs Fragen an Dr. Linus Förster</h2>
<figure id="attachment_9122" aria-describedby="caption-attachment-9122" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-9122" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/Foerster_1200.png" alt="Text: Yevgeniya M. Isakov - Foto: privat" width="1200" height="900" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/Foerster_1200.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/Foerster_1200-400x300.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/Foerster_1200-768x576.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/Foerster_1200-1024x768.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-9122" class="wp-caption-text">Text: Yevgeniya M. Isakov &#8211; Foto: privat</figcaption></figure>
<p><strong>Im zweiten Teil unseres Gesprächs mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Dr.&nbsp;Linus Förster, Mitglied im Ausschuss für Europaangelegenheiten sowie jugendpolitischer Sprecher seiner Fraktion, stellte sich der Augsburger Politiker&nbsp;sechs Fragen zur Weltpolitik, Verschwörungstheorien und Europa. Den ersten Teil, der sich mit seinem politischen Werdegang befasst, könnt ihr <a href="http://presstige.org/2016/09/linus-foerster-portraet/">hier</a> nachlesen.</strong><br />
<em><strong>presstige:&nbsp;Herr Förster, Saudi Arabien nimmt keine Flüchtlinge auf, will aber Geld für 200 Moscheen zur Verfügung stellen. Was ist die Motivation dahinter?</strong></em></p>
<p>Linus Förster: Ein Kollege von der CSU hat gesagt, das sei eine reine Provokation. Die Glaubensdiskussion sollte nicht zu weit aufgemacht werden, z. T. weil die Medien, die ohnehin vorhandenen Ängste noch weiter schüren. Menschen, die hier auf Hilfe und Offenheit stoßen werden nicht den IS unterstützen, doch diese Ängste werden von den Medien vorangetrieben.</p>
<p><em><strong>Wie macht man das den Medien klar, dass sie eine Verantwortung haben, auch für Stabilität im Land zu sorgen und nicht alles aufzubauschen?</strong></em></p>
<p>Das versuchen Politiker seit Jahren. Die Zeitungen profilieren sich, denn das ist das marktwirtschaftliche Prinzip. Jeder Journalist und jede Zeitung muss entscheiden, für welche Prinzipien sie eintreten und wir Leser entscheiden natürlich auch bei der Auswahl unserer Zeitung.</p>
<p><em><strong>Es gibt Meinungen, dass der Sturz der Regierungen in der arabischen Welt beabsichtigt war um geopolitische Interessen zu verwirklichen und um Europa mit einer großen Flut von Menschen einer anderen Kultur zu destabilisieren. Was halten Sie davon?</strong></em></p>
<p>In der Dekadenz wird jede Kultur irgendwann scheitern, das sagt zumindest „Clash of the civilizations“ von Paul Kennedy. Gesellschaften, denen es zu gut geht, gehen irgendwann unter. Das zeigt sich auch daran, dass Menschen weniger wählen gehen, wenn es ihnen gut geht. In diesen Momenten kann ein System destabilisiert werden und Verteilungskonflikte entstehen. Aber durch die jetzige Krisenhaftigkeit lernen wir wieder, wie wichtig Menschlichkeit und soziale Aspekte sind. Das ist eine Chance für Deutschland. Eine andere Frage ist was in den Ländern passiert, in denen der Krieg ausgebrochen ist. Falls der arabische Raum dauerhaft ein Krisengebiet bleibt und immer mehr fliehen, ist das Boot irgendwann voll und die Stimmung kann kippen. Damit geht auch die Frage einher, inwieweit Kriege immer weiter in den Westen rücken. Beispiele sind der Balkan, die Türkei oder die Ukraine. Aber ich glaube nicht, dass die jetzige Situation Folge einer Intrige ist. Gesellschaften zerbrechen an dem Begehren nach immer mehr Wohlstand, immer mehr Bequemlichkeit, mehr Luxus und dem Leugnen von bestimmten Werten.</p>
<p><em><strong>Der kanadische Forscher Michel Chossudovsky sagt bereits das Ende der Welt voraus. Nach seiner These könnten die USA im Rahmen ihrer Präventivstrategie eine Atombombe auf Russland abwerfen und damit einen dritten Weltkrieg auslösen. Für wie wahrscheinlich halten Sie das Szenario und einen dritten Weltkrieg überhaupt?</strong></em></p>
<p>Ich glaube, das ist eher unwahrscheinlich. Es stimmt schon, dass im Moment wieder Vormachtkämpfe geführt werden, die teilweise auch militärische Auseinandersetzungen einschließen. Früher gab es den eisernen Vorhang, USA versus Sowjetunion und ein wachsendes China. Jetzt haben wir ein starkes China, starke USA und ein Europa, das versucht sich stark zu machen. Russland ist weggefallen, weshalb Putin versucht, das Land wieder zu einem Global Player zu machen. Aber man muss dazu sagen, dass die ganzen Konflikte, die wir jetzt mit Russland haben, zum Teil auch von uns verursacht wurden. Nicht von Amerika, sondern von der EU, weil bestimmte Angebote, die an die Ukraine gemacht wurden, oder die Stationierung von NATO Waffen im Baltikum Verträgen entgegenläuft, die damals geschlossen wurden. Wie weit das von den USA unterstützt wird, kann ich jedoch nicht beurteilen. Ich glaube der moderne Krieg wird mit Wirtschaftsmacht geführt. Es könnte auch zu Glaubenskriegen kommen, aber letztlich entscheidet die Wirtschaftsmacht über Herrschaftsansprüche in der Welt.</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%">
<col width="70%"> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/07/Ausgabe-29_Cover.png" alt=""></td>
<td><strong>Ausgabe 29: Europa</strong><br />
Dieser Artikel ist zusätzlicher Content zur&nbsp;Ausgabe 29 unseres Magazins, die als E-Paper erschienen ist.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2016/08/ausgabe-29-europa">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige29">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/SP-europa">Der Schwerpunkt Europa</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p><em><strong>Wie wird sich Europa Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren entwickeln?</strong></em></p>
<p>Die kommende Entwicklung hängt davon ab, inwieweit Europa es schafft, neben einer funktionierenden Wirtschaftsmacht und der Präsentation nach Außen auch eine soziale Union zu verwirklichen. Falls es das nicht schafft, wird Europa auseinanderbrechen und nur mehr eine Wirtschaftsunion sein. Diese Gefahr besteht vor allem, wenn wir die Jugendarbeitslosigkeit und die Flüchtlingsproblematik nicht lösen. Damit wäre die europäische Idee als solche tot. Dann bliebe nur ein Europa der zwei Geschwindigkeiten: ein reiches Europa und ein angegliedertes Europa.</p>
<p><em><strong>Welche Rolle kann Europa zukünftig in der globalen Mächtepolitik spielen? Was kann passieren, wenn es gut oder schlecht läuft und welche Entwicklung halten Sie für wahrscheinlicher?</strong></em></p>
<p>Wenn es gut läuft werden wir einer der Global Player sein – neben den USA, China und vielleicht Südamerika. Bei Russland ist es noch nicht klar. Ich denke, wenn Europa es schafft den sozialen Aspekt zu berücksichtigen, dann wird es eine ungeheuer starke Macht. Wenn Europa jedoch einfach nur eine Wirtschaftsmacht bleibt, stellt sich die Frage, welchen Weg es dann geht. Das Solidarische wird sich dann immer weiter zurückbilden, die Bankenhilfen werden zurückgehen und die Notwendigkeit, über Europa hinaus zu exportieren, wird dann wachsen. Das Mittel auf diesem Weg ist eine Preispolitik, die sich auf das Einkommen der Bürger auswirken und Europa so destabilisieren kann. Europa bleibt so vielleicht eine große Wirtschaftsmacht, wird darüber hinaus jedoch zerfallen. Entweder wird Europa insgesamt eine Gemeinschaft, wirtschaftlich wie sozial, oder es wird auseinanderbrechen. Ich würde mir sehr wünschen, dass ersteres der Fall sein wird. Europa sollte an den aktuellen Herausforderungen wachsen anstatt zu zerbrechen!</p>
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		<title>Die Helden, die ich meine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Endt]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 05 Feb 2014 18:35:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[frieden]]></category>
		<category><![CDATA[generation_der_helden]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[krieg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer ständig von Helden spricht, sollte sich irgendwann gründlich mit diesem Begriff auseinandersetzen. Der hat nämlich eine zwielichte Geschichte. Zeit, ihn neu zu besetzen. Text: Christian Endt, Illustration: Marina Schröppel Seit Wochen ist hier von Helden die Rede. Vielleicht ist...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p dir="ltr" id="docs-internal-guid-5b57804b-034d-62f4-b78f-77b00e8e4af0"><strong>Wer ständig von Helden spricht, sollte sich irgendwann gründlich mit diesem Begriff auseinandersetzen. Der hat nämlich eine zwielichte Geschichte. Zeit, ihn neu zu besetzen.</strong></p>
<h5 dir="ltr" style="text-align: center;"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/02/Helden-der-Generation_Ursprung_5.2._1200px.png"><img decoding="async" class="alignnone  wp-image-2200" alt="Helden der Generation_Ursprung_5.2._1200px" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/02/Helden-der-Generation_Ursprung_5.2._1200px.png" width="1201" height="665" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/02/Helden-der-Generation_Ursprung_5.2._1200px.png 1201w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/02/Helden-der-Generation_Ursprung_5.2._1200px-400x221.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/02/Helden-der-Generation_Ursprung_5.2._1200px-1024x566.png 1024w" sizes="(max-width: 1201px) 100vw, 1201px" /></a><br />
Text: Christian Endt, Illustration: Marina Schröppel</h5>
<p dir="ltr">Seit Wochen ist hier von Helden die Rede. Vielleicht ist es an der Zeit darüber zu sprechen, was mit diesem Wort eigentlich gemeint ist.</p>
<p dir="ltr">Der Gedanke kam mir letztens in Wien, als ich über den Heldenplatz lief. Der Heldenplatz ist ein großer Platz vor der Wiener Hofburg. An Silvester treffen sich hier tausende Menschen, sie feiern gemeinsam und tanzen mit einem Walzer ins neue Jahr. Im Sommer sitzen hier viele Leute und genießen die Sonne. Dafür gibt es im dicht bebauten Zentrum von Wien sonst nicht viele Orte. Aus diesen Gründen ist der Heldenplatz einer meiner Lieblingsplätze in der Stadt.</p>
<p dir="ltr">Das liegt aber nicht an seiner Geschichte. Der Heldenplatz hat seinen Namen, wie man sich denken kann, nicht zur Erinnerung an erfolgreiche Botaniker erhalten. Es geht vielmehr um Kriegshelden. In der Mitte des Platzes steht ein Reiterstandbild. Ein beeindruckendes Kunstwerk, denn die <a href="http://www.viennatouristguide.at/Ring/Denkmal_Bild/z_carl.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer">zehn Tonnen Metall</a> stehen nur auf den Hinterfüßen des Pferds. Aber es bleibt halt ein Kriegsdenkmal. <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Heldenplatz#Geschichte" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Die Wikipedia sagt</a>, es “diente zur militärischen Glorifizierung der Dynastie”. Woher sie das weiß, sagt die Wikipedia zwar nicht, aber es klingt ziemlich plausibel. Der abgebildete Erzherzog Karl hat das Habsburgerreich in viele Schlachten geführt, vor allem gegen Napoleon.</p>
<blockquote>
<p dir="ltr"><strong>Kolumne: <a href="http://presstige.org/tag/generation_der_helden/">Generation der Helden</a></strong></p>
<table style="background-color: transparent;">
<colgroup>
<col width="20%" />
<col width="80%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" alt="" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/kolumne.png" /></td>
<td>Wir sind schlau, wir sind trinkfest und wir sehen gut aus. Mit dem Elan der Jugend, den Möglichkeiten des Internets und einem Bier vom Kiosk werden wir die Welt retten. Diese Kolumne ist nur der Trailer. <a href="http://presstige.org/author/christian-endt/">Christian Endt</a> schreibt sie meistens dienstags und immer im Wechsel mit &#8220;<a href="http://presstige.org/tag/student_sein/">Student sein</a>&#8221; von <a href="http://presstige.org/author/rebecca-naunheimer/">Rebecca Naunheimer</a>. Beide Kolumnen werden von <a href="http://presstige.org/author/marina-schroeppel/">Marina Schröppel</a> illustriert. <a href="http://presstige.org/tag/generation_der_helden/">Alle Folgen von &#8220;Generation der Helden&#8221; zum Nachlesen</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p dir="ltr">Auch nach dem Ende der Monarchie diente der Heldenplatz <a href="http://orf.at/stories/2204464/2204487" target="_blank" rel="noopener noreferrer">nicht immer dem Frieden auf Erden</a>. Hitler verkündete hier die Eingliederung Österreichs ins Deutsche Reich. Immerhin, 1993 demonstrierten Hunderttausende hier gegen die Ausländerhetze der FPÖ (Sollte man so etwas nicht auch dringend auf dem Münchner Marienplatz abhalten, als Zeichen gegen die “<a href="http://www.sueddeutsche.de/politik/csu-offensive-gegen-arbeitsmigranten-ein-widerwaertiger-spruch-1.1852206" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Wer betrügt, der fliegt</a>”-Kampagne der CSU?). Doch noch immer findet hier jedes Jahr eine Werbeveranstaltung der österreichischen Armee statt.</p>
<p dir="ltr">Okay, das war jetzt ein etwas länglicher Exkurs über ein gepflastertes Stück Österreich. Aber ich wollte deutlich machen, welche Tradition der Begriff “Held” hat: eine durch und durch militärische. Und wenn man das Wort so exzessiv verwendet, wie es in dieser Kolumne passiert, sollte man sich damit auseinandersetzen.</p>
<p dir="ltr">Der Duden hat für die vier Buchstaben gleich <a href="http://www.duden.de/rechtschreibung/Held" target="_blank" rel="noopener noreferrer">fünf Definitionen am Start</a>. Eine geht um den Held in der Mythologie, der von “edler Abkunft” sein muss. Das ist natürlich Murks. Eine andere handelt von der schon besprochenen “Tapferkeit im Krieg”, eine weitere von der DDR (“Held der Arbeit”) und die fünfte meint den literarischen Held. Für unsere Zwecke kommt eigentlich nur eine Definition in Frage: “Jemand, der sich mit Unerschrockenheit und Mut einer schweren Aufgabe stellt, eine ungewöhnliche Tat vollbringt, die ihm Bewunderung einträgt”.</p>
<p dir="ltr">Der Kriegsheld bekommt diesen Titel in der Regel von den Machthabern verliehen, deren Befehle er im Gefecht besonders pflichtbewusst und wirkungsvoll umgesetzt hat. Wer Soldaten zu Helden glorifiziert, erklärt damit Gehorsam und Grausamkeit zu erstrebenswerten Idealen.</p>
<p dir="ltr">Wenn ich von Helden spreche, meine ich Menschen, die durch Mut, Kreativität, Intelligenz und Tatendrang dazu beitragen, dass die Welt besser wird. Das kann im Einzelfall alles Mögliche heißen: glücklicher, gerechter, freier, demokratischer, gesünder, grüner, bunter, schöner, lauter, leiser, schokoladiger. Auf jeden Fall aber heißt es: friedlicher.</p>
<p dir="ltr">Wir brauchen einen anders besetzten Heldenbegriff. Zum Glück ist Sprache wandelbar und immer ein Spiegel der Zeit. Wenn die Generation der Helden erstmal die Welt gerettet hat, wird eine neue Definition von Held ganz von selbst in die Wörterbücher einziehen. Die Kriegshelden von damals werden nach und nach verschwinden, und das ist kein Verlust.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/02/helden-begriff-krieg/">Die Helden, die ich meine</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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