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	<title>hinter_den_kulissen Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>Läuft bei mir &#8211; zu Gast bei KULT</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lara Reile]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Aug 2019 08:00:17 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>„So, in 15 Minuten geht’s los. Alle, die noch müssen, gehen bitte JETZT nochmal aufs Klo!“. Ein Satz, von dem ich dachte, ihn das letzte Mal kurz vor der Abfahrt in den Sommerurlaub 2008 gehört zu haben. Aber nein, wir...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>„So, in 15
Minuten geht’s los. Alle, die noch müssen, gehen bitte JETZT nochmal aufs Klo!“.
Ein Satz, von dem ich dachte, ihn das letzte Mal kurz vor der Abfahrt in den
Sommerurlaub 2008 gehört zu haben. Aber nein, wir haben 2019 und er ist gerade
in der Uni Augsburg gefallen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/LFqhl9lStFxmLCLmeSig_thumb_3cbb-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-11632" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/LFqhl9lStFxmLCLmeSig_thumb_3cbb-1024x576.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/LFqhl9lStFxmLCLmeSig_thumb_3cbb-400x225.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/LFqhl9lStFxmLCLmeSig_thumb_3cbb-768x432.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/LFqhl9lStFxmLCLmeSig_thumb_3cbb-300x170.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/LFqhl9lStFxmLCLmeSig_thumb_3cbb.jpg 1182w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption> ©  Bao Han Pham<br></figcaption></figure>



<p>Ein warmer
Juliabend auf dem Campus: Die Uni ist um diese Uhrzeit (abgesehen von der Bibliothek)
fast studentenleer. Mit einer Ausnahme: im D-Gebäude herrscht heute noch
erstaunlicher Betrieb. Hier verbirgt sich hinter einer der vielen unscheinbaren
Türen das Medienlabor– Heimat des Unifernsehens Kult. Und das bereitet sich
gerade auf die heutige Live-Sendung des Sommersemesters 2019 vor. Um uns herum
schwirren Studenten, manche mehr, manche weniger aufgeregt und auch die ersten
Gäste warten schon hinter den Kulissen. Martin, Chef vom Dienst, bringt es auf
den Punkt: „Alle sind ein bisschen angespannt, aber sonst ist die Stimmung gut.
Wir haben Bock auf die Show und hoffen, dass es eine gute Sendung wird.“</p>



<p>Wir selbst kennen zwar den größten Raum des Medienlabors von unseren Redaktionssitzungen, sind aber ziemlich überrascht, was sich in den Gängen dahinter noch so alles verbirgt: ein Studio mit Green Screen, ein Regieraum und mehrere andere Zimmer, voll mit technischer Ausstattung. Im krassen Gegensatz zum 80er-Jahre-Charme der Innenarchitektur steht das moderne Equipment, mit dem die Studenten hantieren. Kameras, Kopfhörer, zahlreiche Bildschirme und Mischpulte mit unendlich vielen Reglern – zumindest auf den Fernsehlaien wirkt hier alles höchst professionell. Dass man mit der vorhandenen Ausstattung auch eine „richtige“ Fernsehsendung drehen könnte, bestätigt Ullrich Fahrner, der als Chef des Medienlabors den Überblick über das Geschehen behält. Das liegt aber auch daran, dass die Kameras und Co. zusätzlich für Forschungszwecke verwendet werden.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/julaebpISFyhClhga4n7Q_thumb_3cbc-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-11633" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/julaebpISFyhClhga4n7Q_thumb_3cbc-1024x576.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/julaebpISFyhClhga4n7Q_thumb_3cbc-400x225.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/julaebpISFyhClhga4n7Q_thumb_3cbc-768x432.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/julaebpISFyhClhga4n7Q_thumb_3cbc-300x170.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/julaebpISFyhClhga4n7Q_thumb_3cbc.jpg 1182w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption> © Bao Han Pham</figcaption></figure>



<p>Die Livesendung findet zwar heute statt, die Vorbereitungen haben aber natürlich schon viel früher angefangen. Die Beiträge, die zwischen den Moderationen eingespielt werden, müssen schließlich schon vorher gedreht und produziert werden. Leonie, mitverantwortlich für den Social Media Auftritt von Kult, erklärt uns den Ablauf: „Am Anfang des Semesters werden Ideen gesammelt und wir überlegen, was uns und die Studenten am meisten interessiert.“ Anschließend stimmen alle ab, welche Themen sie umsetzten wollen und die einzelnen Beiträge werden an Teams von vier bis fünf Personen vergeben. In den Kleingruppen selbst gilt es anschließend, alle wichtigen Rollen zu verteilen: Es wird entschieden, wer vor und hinter der Kamera steht, wer für den Ton verantwortlich ist und wer für den Schnitt. In den wöchentlichen Redaktionssitzungen berichten die einzelnen Gruppen immer wieder, wie weit sie schon gekommen sind und was der aktuelle Stand ist. &nbsp;Früher oder später werden schließlich alle Beiträge fertiggestellt und die Livesendung rückt immer näher. Apropos Sendung, zurück ins Studio!</p>



<p>Kurz bevor die Übertragung startet, schaltet Fahrner den zusätzlichen Live-Stream aus dem Regieraum ein, der ebenfalls übertragen wird: „So jetzt sind wir live – keinen Schmarrn mehr machen!“, worauf ein mehrstimmiges „Nein, niemals!“, zu hören ist.<br>Der Chef vom Dienst richtet finale Anweisungen an die Regie: „Das erste Mal Umschalten ist stressig. Danach wird’s besser“. Und dann wird jeder nochmal dazu angehalten, VOR der Sendung aufs Klo zu gehen. 20:15 Uhr rückt immer näher und als die Übertragung schließlich gestartet wird, brandet kurzer Jubel auf. Ein bisschen fühlt man sich an die Mondlandung erinnert.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="576" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_3cbe-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-11635" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_3cbe-1024x576.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_3cbe-400x225.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_3cbe-768x432.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_3cbe-300x170.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/UNADJUSTEDNONRAW_thumb_3cbe.jpg 1182w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption> ©  Bao Han Pham </figcaption></figure>



<p>Gleich nach
der Begrüßung durch die Moderatoren folgt ein Einspieler mit den besten
Momenten aus 20 Jahren Unifernsehen. Während die Zuschauer zu Hause vermutlich
gerade über den Highlight-Clip lachen müssen, herrscht kurz Anspannung in der
Regie. Die Kameraeinstellung für die nächste Studioszene wird überprüft:
„Leute, da ist noch Boden zu sehen. Immer noch!“ Um die Dramatik
vorwegzunehmen: alle Bodenprobleme werden rechtzeitig geklärt und nach dem
Videoclip geht es ohne Pannen zurück ins Studio, wo schon der nächste Gast
wartet. Tim Reischmann, der früher selbst beim Unifernsehen war und inzwischen
seine eigene Produktionsfirma führt, erzählt aus den Anfangsjahren. Er wird
nicht der einzige Besucher an diesem Abend bleiben. Unter anderem kommt noch
Christopher Gogolin, der das Augsburger Eistee Startup „Ocha Ocha“ gegründet
hat, im Studio vorbei und berichtet vom Gründungsprozess. Für musikalische
Untermalung sorgen die Jungs und Mädels von 20 Something. </p>



<p>Kult feiert heute seine 10. Livesendung und bereits seit 1999 gibt es Studentenfernsehen an der Uni Augsburg – damals noch unter dem Namen Blickpunkt Campus. Ist denn eigentlich in den vielen Jahren auch schonmal so richtig was schief gegangen? Ulrich Fahrner erzählt, dass bei der allerersten Sendung ein Mikro nicht angeschaltet und deswegen am Anfang kein Ton zu hören war. Der verantwortliche Student soll laut „Scheiße, der Ton ist aus!“, gerufen haben – diesmal aber in das Mikro, das funktionierte und mit der Übertragung verbunden war…<br>Für die heutige Sendung ist er aber guter Dinge: „Wir senden jetzt schon seit ein paar Jahren live und es sah schon einige Male richtig knapp aus. Dagegen ist es heute ziemlich entspannt. Aber bis jetzt hat immer alles irgendwie funktioniert.“ <br>Und, was sind die großen Pläne für die Zukunft von Kult? Nächstes Semester dann einmal die Woche live aus dem Augsburger Studio? Fahrner lacht: „An einer höheren Frequenz könnte man auf jeden Fall arbeiten. Aber ich würde mir vor allem wünschen, dass wieder mehr Studenten aus verschiedenen Studiengängen kommen. Das war früher ein bisschen durchmischter“. </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/P7170101-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-11636" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/P7170101-1024x576.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/P7170101-400x225.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/P7170101-768x432.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/P7170101-300x170.jpg 300w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption> © Bao Han Pham</figcaption></figure>



<p>Wie
prophezeit läuft auch die 10. Kultausgabe ohne Zwischenfälle. Zum Abschluss wird
nochmal das ganze Team vor die Kamera geholt, denn für eine gelungene Sendung
braucht man schließlich weit mehr als nur zwei Moderatoren. Unabhängig davon,
welche Aufgabe sie beim Erstellen der Kurzbeiträge eingenommen haben, können
die Studenten sich für die Livesendung nochmal eine ganz andere Rolle aussuchen.
Zu vergeben waren Plätze vor und hinter den Kameras, in der Regie, bei den
Bauchbinden, als Bildmischer, beim Ton, in der Gästebetreuung und im
Social-Media Team, das sich schon das ganze Semester um den Auftritt von Kult
auf den Sozialen Medien gekümmert hat. Redaktionssitzungen, Beitragsdrehs oder
das Aufhängen der Plakate – hier wurde alles in Boomerangs und auf IGTV festgehalten.
</p>



<p>Was motiviert denn eigentlich die Studenten, sich bei Kult zu engagieren? Lea zu Beispiel studiert im zweiten Semester Medien und Kommunikation und ist heute Teil des Regieteams. Sie findet es gleichzeitig spannend und herausfordernd, dass man zu Beginn ins kalte Wasser geworfen wird und sich erstmal aneignen muss, wie Kamera und Co. funktionieren. Außerdem hat sie die Möglichkeit gereizt, einmal hinter die Kulissen einer Fernsehproduktion zu schauen und alle Dinge zu sehen, die man als Zuschauer normalerweise nicht mitbekommt.<br>Priscilla, die heute Springer ist und überall aushilft, wo sie gebraucht wird, hat für ihren Beitrag auch beim Gebärdensprachenunterricht an der Uni mitgemacht. Eine bereichernde Erfahrung, zu der sie ohne Kult vermutlich gar nicht gekommen wäre.</p>



<p>Viele der Mitwirkenden studieren Medien und Kommunikation und sind auch über die Möglichkeit, sich ihr Engagement für das Studium anrechnen zu lassen, auf Kult gestoßen. Wichtig ist ihnen aber genauso, neben dem theoretischen Studium Praxiserfahrung in einem möglichen späteren Berufsfeld zu sammeln. Und natürlich gefällt ihnen Kult, weil sie hier eine Möglichkeit haben, der eigenen Kreativität freien Lauf zu lassen, wie es Leonie zusammenfasst. <br>Einige Teammitglieder haben zwar vorher schon Praxiserfahrung beim Fernsehen, an der Kamera oder in der Regie gesammelt, aber auch ohne Vorwissen kann man bei Kult einsteigen. Monique, die sich um die Hintergründe für die heutige Livesendung gekümmert hat, ist in diesem Semester auch ohne Fernseherfahrung zu Kult gekommen. „Am Anfang hab‘ ich mir schon Gedanken gemacht, ob das alles so hinhaut, weil es natürlich schwer ist, wenn man noch keine Ahnung hat, wie so ein Beitrag geplant werden muss. Ich bin dann aber in eine Gruppe gekommen, die alle mindestens schon ein Semester da sind und dann war das alles gut machbar.“ </p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="576" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/Bild1-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-11640" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/Bild1-1024x576.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/Bild1-400x225.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/Bild1-768x432.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/Bild1-300x170.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/Bild1.jpg 1182w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>  ©  Bao Han Pham </figcaption></figure>



<p>Ihr habt die Sendung verpasst? Kein Problem, <a href="http:// https://de-de.facebook.com/kultaugsburg">hier</a> oder <a href="https://livestream.com/uni-augsburg/events/8738579" class="broken_link">hier</a> könnt ihr den Livestream jeder Zeit nochmal anschauen. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/08/laeuft-bei-mir-zu-gast-bei-kult/">Läuft bei mir &#8211; zu Gast bei KULT</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Hinter den Kulissen</title>
		<link>https://presstige.org/2014/03/hinter-den-kulissen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Remenyi]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 02 Mar 2014 08:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
		<category><![CDATA[hinter_den_kulissen]]></category>
		<category><![CDATA[universität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ohne diese Personen läuft nichts an der Uni Augsburg Wir stellen euch die Personen vor, auf die die Uni Augsburg nicht verzichten kann — die Personen, die unsere Uni hinter den Kulissen am Laufen halten, die aber kaum jemand zu...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/03/hinter-den-kulissen/">Hinter den Kulissen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Ohne diese Personen läuft nichts an der Uni Augsburg</h2>
<p><strong>Wir stellen euch die Personen vor, auf die die Uni Augsburg nicht verzichten kann — die Personen, die unsere Uni hinter den Kulissen am Laufen halten, die aber kaum jemand zu Gesicht bekommt. Unser erstes Interview führt euch in den IT-Bereich zu Markus Henze, dem leitenden EDV-Betreuer.</strong></p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Markus-Henze.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-1885 aligncenter" alt="Markus Henze" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Markus-Henze.png" width="600" height="902" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Markus-Henze.png 600w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Markus-Henze-266x400.png 266w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><strong><em>Haben Sie zuvor einen anderen Beruf ausgeübt?<br />
</em></strong>An der Uni bin ich jetzt seit sieben Jahren. Vor meiner Arbeit als EDV-Betreuer war ich wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rechenzentrum bei einem DFG-Projekt. In dem ging es darum, automatisierte Verfahren zu entwerfen, wie man Arbeitsplatzcomputer, Laptops usw. installiert.</p>
<p><strong><em>Was macht Ihnen an Ihrer Arbeit besonders Spaß?<br />
</em></strong>Der direkte Kundenkontakt. Dass man sich mit den Leuten austauschen kann oder auch an den Problemen arbeitet, die sie haben. Nicht einfach nur, um mit Technik zu arbeiten, weil es schick ist, sondern weil man mit Technik Probleme lösen kann.</p>
<p><strong><em>Was ist Ihr Aufgabenbereich?<br />
</em></strong>Die EDV-Betreuung ist so etwas, wie der verlängerte Arm des Rechenzentrums. Gemeinsam kümmern wir uns um alles, was irgendwie mit IT zu tun hat. Das sind die Arbeitsplatzcomputer, die Drucker aber auch die zentralen Serversysteme wie zum Beispiel der Digicampus oder Webanwendungen für Umfragen. Wir betreuen die CIP-Pools für die Studierenden und eben auch das Campuscard-System. Das ist sozusagen der gesamte Bereich: Bei allem was an IT anfällt, hängt die EDV-Betreuung mit drin.  Das Rechenzentrum übernimmt die zentrale Steuerung und wir sind für die jeweilige IT in den Fakultäten verantwortlich. In der Regel hat jede Fakultät einen EDV-Betreuer. Bei uns ist es aber ein Spezialfall, weil wir „externe Einrichtungen“ über die Fakultäten hinaus mit betreuen – das Sprachenzentrum, das Universitätsarchiv und andere. Hier sind es in etwa 600 Leute, die wir betreuen, plus 100 bis 150 in den externen Einrichtungen.</p>
<p><strong><em>Was ist für Sie ein richtig guter Arbeitstag?<br />
</em></strong>Wenn wir etwas Neues rausgefunden haben, eine neue Technologie, ein neues Verfahren, und das dann erfolgreich bei unseren Kunden implementieren konnten. So was wie zum Beispiel: Es wäre doch cool, wenn man auf das Campus-Dateisystem, wie bei Dropbox, übers Web zugreifen kann, sodass die Leute nicht mit einer speziellen Software rumhantieren müssen, sondern dass es einfach zu bedienen ist. Also auf eine Webseite gehen, Klick, und alles was man braucht ist da – und es funktioniert gleich.</p>
<p><strong><em>Wenn Sie an der Uni etwas verändern könnten, was wäre das?<br />
</em></strong>Zum einen merke ich, dass noch immer ein sehr starkes Inseldenken vorhanden ist. Die Lehrstühle arbeiten für sich, die zentralen Einheiten arbeiten für sich, aber eigentlich müsste man viel mehr über den Tellerrand hinaussehen. Die Leute müssten mehr zusammenarbeiten. Zum anderen müsste man auch mehr darauf achten, wie mit den Ressourcen hier an der Uni umgegangen wird. Nicht unbedingt nur Geld, Stellen und solche Dinge, sondern gerade wenn man hier in der IT arbeitet, denkt man über Verschiedenes nach: Wie viel Strom brauchen eigentlich die ganzen Computer? Wir betreuen an der Fakultät über 550 Computer, die fast täglich acht bis zehn Stunden laufen – da kommen ein paar Kilowattstunden zusammen. Wie viel Energie braucht man, um die Geräte herzustellen? Wie entsorgt man sie?  Kann man sie nicht anderweitig vergeben oder sucht man nach bereits gebrauchten Geräten, um der Kosten willen und der Umwelt zuliebe.</p>
<p><strong><em>Was war Ihr lustigstes Arbeitserlebnis?<br />
</em></strong>Ob ich aus dem Nähkästchen Plaudern darf?<i> (lacht)</i> Man kann’s nur anreißen, da ist die Fantasie der Leute gefragt. Was öfters passiert ist, dass die Telefone schon eine Verbindung hergestellt haben, bevor man das Gespräch mit den Kunden eigentlich beginnen möchte – also wenn dann in der Abteilung noch geredet wird und es dementsprechend lustig ist. Im einfachsten Fall ist der Kunde dann sehr irritiert darüber, was für Geräusche plötzlich am anderen Ende der Leitung zu hören sind. Solche Dinge, ohne jetzt zu sehr ins Detail gehen zu wollen.</p>
<p><strong><em>Was machen Sie am liebsten nach Feierabend?<br />
</em></strong>Meine Verlobte und ich kochen sehr gerne. Ansonsten liebe ich es zu saunieren. Kulturell gesehen interessiert mich sehr der asiatische Raum und seine Sprachen – besonders Japanisch.</p>
<p><strong><em>Wenn Sie noch einmal 16 Jahre alt wären und von vorn beginnen könnten, was würden Sie anders machen?<br />
</em></strong>Die Sachen, die ich gelernt und die, die ich seit meinem 16. Lebensjahr weiterverfolgt habe, haben mir genau das ermöglicht, was ich jetzt mache. Und das ist auch genau das, was mir Spaß macht. Von daher hätte ich nichts verändert in der Zwischenzeit.</p>
<p><strong><em>Was war Ihr schönstes Erlebnis in den letzten fünf Jahren?<br />
</em></strong>Meine Freundin und mittlerweile Verlobte hier an der Uni kennenzulernen <i>(lächelt)</i>.</p>
<p><strong><em>Was wünschen Sie sich für die Zukunft?<br />
</em></strong>Dass die Leute rücksichtsvoller miteinander und mit Ihrer Umwelt umgehen.</p>
<p><em>Presstige bedankt sich ganz herzlich <em>bei Markus Henze </em> für dieses Interview!<br />
</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/03/hinter-den-kulissen/">Hinter den Kulissen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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