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	<title>rugby Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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	<title>rugby Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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		<title>Helden drehen das Blatt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Christian Endt]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 11 Mar 2014 17:58:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[generation_der_helden]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[lyrik]]></category>
		<category><![CDATA[rugby]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ob wir die Generation der Helden oder der Versager sind, ist eine Frage der Sichtweise. Genau darum ist die Antwort so wichtig. Letztens machte auf Twitter ein Gedicht die Runde, dass sich ebenso wie diese Kolumne mit dem Generationen-Thema befasst:...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ob wir die Generation der Helden oder der Versager sind, ist eine Frage der Sichtweise. Genau darum ist die Antwort so wichtig.</strong></p>
<figure id="attachment_2464" aria-describedby="caption-attachment-2464" style="width: 1201px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/03/Helden-der-Generation_Gedicht-our-Generation_11.3_1200px.png"><img fetchpriority="high" decoding="async" class=" wp-image-2464" alt="Helden der Generation_Gedicht our Generation_11.3_1200px" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/03/Helden-der-Generation_Gedicht-our-Generation_11.3_1200px.png" width="1201" height="519" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/03/Helden-der-Generation_Gedicht-our-Generation_11.3_1200px.png 1201w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/03/Helden-der-Generation_Gedicht-our-Generation_11.3_1200px-400x172.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/03/Helden-der-Generation_Gedicht-our-Generation_11.3_1200px-1024x442.png 1024w" sizes="(max-width: 1201px) 100vw, 1201px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2464" class="wp-caption-text">Text: Christian Endt, Illustration: Marina Schröppel</figcaption></figure>
<p><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Letztens machte auf Twitter </span><a style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;" href="https://twitter.com/DerekNichols0/status/438737917628796928" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="broken_link">ein Gedicht die Runde</a><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">, dass sich ebenso wie diese Kolumne mit dem Generationen-Thema befasst:</span></p>
<p><strong><em>Our Generation</em></strong><br />
<em> Our generation will be known for nothing.</em><br />
<em> Never will anybody say,</em><br />
<em> We were the peak of mankind.</em><br />
<em> That is wrong, the truth is</em><br />
<em> Our generation was a failure.</em><br />
<em> Thinking that</em><br />
<em> We actually succeeded</em><br />
<em> Is a waste. And we know</em><br />
<em> Living only for money and power</em><br />
<em> Is the way to go.</em><br />
<em> Being loving, respectful, and kind</em><br />
<em> Is a dumb thing to do.</em><br />
<em> Forgetting about that time,</em><br />
<em> Will not be easy, but we will try.</em><br />
<em> Changing our world for the better</em><br />
<em> Is something we never did.</em><br />
<em> Giving up</em><br />
<em> Was how we handled our problems.</em><br />
<em> Working hard</em><br />
<em> Was a joke.</em><br />
<em> We knew that</em><br />
<em> People thought we couldn’t come back</em><br />
<em> That might be true,</em><br />
<em> Unless we turn things around</em></p>
<p>Geschrieben hat das Gedicht der 14-jährige Jordan Nichols aus North Carolina. Mit 14 ist der Kerl zwar gut zehn Jahre jünger als der Autor dieser Kolumne, aber bei großzügiger Auslegung gehört er damit durchaus noch zur Generation der Helden. Nur Jordan selbst scheint da überhaupt nicht dran zu glauben. “Die Welt zum Besseren zu ändern ist etwas, dass wir noch nie gemacht haben”, schreibt er. Und “Aufgeben ist, wie wir Probleme gelöst haben.” Der Kerl scheint sich hart am Rand einer Depression zu bewegen.</p>
<p>Ha! Da hat er uns aber sauber verarscht, der Fuchs, der! Den entscheidenden Hinweis liefert Jordan mit der letzten Zeite: “Unless we turn things around”. Liest man die Zeilen von “Our Generation” nämlich von unten nach oben, klingt das so:</p>
<p><strong><em>Our Generation</em></strong><br />
<em> Unless we turn things around</em><br />
<em> That might be true,</em><br />
<em> People thought we couldn’t come back</em><br />
<em> We knew that</em><br />
<em> Was a joke.</em><br />
<em> Working hard</em><br />
<em> Was how we handled our problems.</em><br />
<em> Giving up</em><br />
<em> Is something we never did.</em><br />
<em> Changing our world for the better</em><br />
<em> Will not be easy, but we will try.</em><br />
<em> Forgetting about that time,</em><br />
<em> Is a dumb thing to do.</em><br />
<em> Being loving, respectful, and kind</em><br />
<em> Is the way to go.</em><br />
<em> Living only for money and power</em><br />
<em> Is a waste. And we know</em><br />
<em> We actually succeeded</em><br />
<em> Thinking that</em><br />
<em> Our generation was a failure.</em><br />
<em> That is wrong, the truth is</em><br />
<em> We were the peak of mankind.</em><br />
<em> Never will anybody say,</em><br />
<em> Our generation will be known for nothing.</em></p>
<p>Und schon sind wir voll im <em>Generation der Helden</em>-Stil, oder? Cooler Typ, der Jordan!</p>
<p>Jordans raffinierter Umdreh-Trick bringt aufs Schönste zum Ausdruck, worum es geht: um die Sichtweise. Wer davon überzeugt ist, dass unsere Generation ein Haufen doofer, fauler, egoistischer Taugenichtse ist, wird dafür Argumente finden (und eine Zeitung, die den Unsinn druckt). Wer hingegen der Meinung ist, unsere Generation sei die Krone der Schöpfung, der drehe einfach das Blatt um und er wird ebenso Gründe finden (und ein Online-Studentenmagazin, das den Unsinn veröffentlicht). Das eine ist am Ende genauso wahr und genauso falsch sein wie das andere. Aber darum geht es gar nicht. Die Frage für uns als Generation lautet: Wollen wir uns von Anderen erklären lassen, wer wir sind? Oder nehmen wir uns das Recht, darüber selbst zu bestimmen?</p>
<p>Jordan Nichols und diese Kolumne haben sich für Letzteres entschieden. Solange ergrauten Feuilletonisten und frustrierte Lehrer der Welt erzählen, wie furchtbar unbrauchbar unsere Generation ist, solange werden wir kühn hinausposauen, die einzig legitimen Weltretter zu sein.</p>
<p>Ist das hier also alles nur Geschwätz, beliebig austauschbar, eine Sichtweise unter vielen? Ganz im Gegenteil. Die <em>All Blacks</em>, die Rugby-Nationalmannschaft von Neuseeland, führen vor jedem ihrer Spiele einen Haka auf. Dieser Tanz aus der Tradition der Maori, dient nur dem Zweck, zu sagen: Wir sind die Allgergrößten, und ihr habt keine Chance. Nach der Performance des Haka beginnt das Spiel, und meistens gewinnen die <em>All Blacks</em>.</p>
<p>https://www.youtube.com/watch?v=SUFsL6o8y5s</p>
<p>Man muss etwas nur oft und laut genug sagen, dann glaubt man irgendwann daran. Und man muss etwas nur fest genug glauben, dann wird es irgendwann wahr.</p>
<p>Wir werden die Welt retten.</p>
<p><em>And we know</em><br />
<em> We actually succeeded.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/03/helden-gedicht/">Helden drehen das Blatt</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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