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	<title>Joscha Steybe, Paul von Platen, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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	<title>Joscha Steybe, Paul von Platen, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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		<title>X, Y, Z – Was wollen diese Buchstaben?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joscha Steybe]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 01 Sep 2016 05:15:59 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Von Zukunft im Generationenwandel Die drei letzten Buchstaben des Alphabets: X, Y, Z. Stellvertretend für die Generationen der letzten Jahrzehnte. Verändert hat sich in diesen so einiges. Was wollte das X, was will das Y und was das Z? Geschrieben...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Von Zukunft im Generationenwandel</h2>
<figure id="attachment_9095" aria-describedby="caption-attachment-9095" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-9095 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Generation-y-Bild-1200.png" alt="Generation y Bild 1200" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Generation-y-Bild-1200.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Generation-y-Bild-1200-400x267.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Generation-y-Bild-1200-768x512.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Generation-y-Bild-1200-1024x683.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-9095" class="wp-caption-text">Text: Joscha Steybe &#8211; Grafik: Paul von Platen</figcaption></figure>
<p><strong>Die drei letzten Buchstaben des Alphabets: X, Y, Z. Stellvertretend für die Generationen der letzten Jahrzehnte. Verändert hat sich in diesen so einiges. Was wollte das X, was will das Y und was das Z? Geschrieben wurde viel über uns, unsere Geschwister und Eltern.  Was wir tun, wer wir sind und wohin wir wollen. Generationen im Wandel der Zeit.</strong></p>
<p>Mit Menschen ist das so eine Sache: Die einen sind laut, die anderen eher leise. Die einen sehr fleißig, die anderen eher gemütlich veranlagt. Und dann gibt es wiederum diejenigen, die sehr hohe Erwartungen und Ansprüche erheben, während andere schon mit weniger zufrieden sind. Die Soziologie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die Eigenarten der Generationen in Buchstaben zu meißeln – und versucht so zu beschreiben, was die Menschen der letzten Jahrzehnte auszeichnet.</p>
<h3></h3>
<h3>Am Anfang war das X</h3>
<p>Begonnen hat alles mit dem Autor Douglas Coupland. Im Jahr 1991 packte er jeden, der in den 60ern und 70ern geboren waren, in die Generation X. Damit hatte die Generation der Wenigen einen persönlichen Buchstaben, der sie umfangreich beschreiben sollte. Auf die geburtenstarken „Baby Boomers“ folgte mit dem X die schwache „Twentysomethings“-Generation. Die Nachkriegszeit schon länger hinter sich gelassen, wuchsen diese Menschen in eine Überflussgesellschaft hinein. Deshalb attestierte man ihnen eine gewisse Entscheidungsschwäche, die durch eine unbegrenzte Auswahl an Konsumgütern hervorgerufen worden sei. Die berufliche Zukunft? Zumindest nicht an Statussymbolen festgemacht. So handelte es sich häufig um Jobs, die wenig Prestige versprachen und den X-ern keine Erfüllung brachten. Entscheidend war hingegen bereits hier die heutzutage so oft geforderte „Work-Life-Balance“: Das Berufsleben sollte genügend Freiraum für Privates lassen.</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/07/Ausgabe-29_Cover.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 29: Europa</strong><br />
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 29 unseres Magazins als E-Paper.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2016/08/ausgabe-29-europa">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige29">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/SP-europa">Der Schwerpunkt Europa</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Whyso, weshalb, warum?</h3>
<p>Das Ypsilon als bezeichnender Buchstabe für eine ganze Generation ist nur englisch ausgesprochen zu verstehen: Why? Der fragende Charakter, die geforderte Sinnhaftigkeit, schwebt über den nach 1980 Geborenen wie ein Mantra. Auf jeden Fall alles anders als zuvor. Die Zukunft? Ungewiss und wenig strukturiert, in jeder Hinsicht. Pippi Langstrumpf könnte man zur Generation Y zählen, als Musterbeispiel quasi: „Ich mach mir die Welt, widdewidde wie sie mir gefällt“. Die Zeiten, in der ein und derselbe Arbeitsplatz das Leben dominiert haben sind vorbei, denn planbar ist es ohnehin nicht mehr. Der Berliner Jugendforscher Klaus Hurrelmann bezeichnet diese Generation als jene, die „biografisches Selbstmanagement“ betreibt. Es wird sich viel um die eigene Person gekümmert, während gleichzeitig hinterfragt wird in einer Welt der scheinbar unbegrenzten Möglichkeiten. Sowohl in der realen Umgebung als auch Online, denn die Ypsiloner sind die erste Generation der sogenannten Digital Natives. Sie sind wortwörtlich Muttersprachler im Bereich der neuen Medien.</p>
<h3></h3>
<h3>Das Z: Noch in den Kinderschuhen</h3>
<p>Das Alphabet ist am Ende, die Generation Z derweil erst am Anfang: Die Nachfolger der Ypsiloner stecken noch in den Kinderschuhen, sind sie heute höchstens 20 Jahre alt. Und sie haben andere Zukunftsvorstellungen als die Generation davor. Der Wissenschaftler Christian Scholz bezeichnet die Zetter als Realisten, die nicht mehr an die große Veränderung glauben. Probleme werden nicht zu nah an sich herangelassen und die Welt rettet der zweitletzte Buchstabe im Alphabet. Zudem macht er deutlich, dass der Beruf nicht des Lebenszentrum ist und auch nicht als Selbsterfüllung gesehen wird. Mit dem Z endet neben der Generationenbezeichnung dieser Text. Spannend was wohl danach kommt? Ein so häufig prophezeiter Weltuntergang würde die Möglichkeit für einen Neustart bieten: A wie Anfang. Wir werden sehen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/09/generation-y/">X, Y, Z – Was wollen diese Buchstaben?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Das Modular 2016 in Bildern</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joscha Steybe]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 May 2016 09:22:55 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[2016]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Impressionen von drei wunderbaren Festivaltagen im Wittelsbacher Park So schnell kann es gehen: Das Modular 2016 ist schon wieder Geschichte. Drei Tage wurde am vergangenen Wochenende entspannt, getanzt und das ein oder andere Bierchen genossen. Das Festival war ein voller...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Impressionen von drei wunderbaren Festivaltagen im Wittelsbacher Park</h2>
<figure id="attachment_8883" aria-describedby="caption-attachment-8883" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-8883" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/05/Modular_2016_Beitragsbild_1200px.jpg" alt="Text und Fotos: Joscha Steybe" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/05/Modular_2016_Beitragsbild_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/05/Modular_2016_Beitragsbild_1200px-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/05/Modular_2016_Beitragsbild_1200px-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/05/Modular_2016_Beitragsbild_1200px-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-8883" class="wp-caption-text">Text und Fotos: Joscha Steybe</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;"><strong>So schnell kann es gehen: Das <em>Modular</em> 2016 ist schon wieder Geschichte. Drei Tage wurde am vergangenen Wochenende entspannt, getanzt und das ein oder andere Bierchen genossen. Das Festival war ein voller Erfolg: 30.000 Besucher strömten über das kreativ gestaltete, erweiterte Festivalgelände am Kongress. So viele wie nie zuvor. Denn die Tickets waren an allen drei <em>Modular</em>-Tagen bereits nach wenigen Stunden ausverkauft. Und die Stimmung? Durchweg ausgelassen – auch durch die wärmenden Sonnenstrahlen, die sich in regelmäßigen Abständen blicken ließen. Wir waren für euch vor Ort und haben die schönsten Momente eingefangen.</strong></p>
<p> [<a href="https://presstige.org/2016/05/das-modular-2016-in-bildern/">See image gallery at presstige.org</a>] </p>
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		<title>Woran merkst du, dass du langsam alt wirst?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joscha Steybe]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2015 17:08:04 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftlich betrachtet erreicht der menschliche Körper seine größte Leistungsfähigkeit ungefähr mit 20 –&#160;danach geht es bergab: Wir fangen an zu schrumpfen, unsere Augen werden schlechter, die Haut faltiger, die Organe&#160;schwächer. Auch, wenn sich unsere Redaktion größtenteils noch fit und vital...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/07/redaktionsumfrage-alter/">Woran merkst du, dass du langsam alt wirst?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7495" aria-describedby="caption-attachment-7495" style="width: 2000px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Taschenuhr2_2000px.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-7495 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Taschenuhr2_2000px.jpg" alt="Taschenuhr2_2000px" width="2000" height="931" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Taschenuhr2_2000px.jpg 2000w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Taschenuhr2_2000px-400x186.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Taschenuhr2_2000px-1024x477.jpg 1024w" sizes="(max-width: 2000px) 100vw, 2000px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7495" class="wp-caption-text">Foto &amp; Layout: Paul von Platen</figcaption></figure>
<p><strong>Wissenschaftlich betrachtet erreicht der menschliche Körper seine größte Leistungsfähigkeit ungefähr mit 20 –&nbsp;danach geht es bergab: Wir fangen an zu schrumpfen, unsere Augen werden schlechter, die Haut faltiger, die Organe&nbsp;schwächer. Auch, wenn sich unsere Redaktion größtenteils noch fit und vital fühlt, gehören wir doch nicht mehr zu&nbsp;den ganz jungen Hüpfern. Wie sich das anfühlt, zeigen wir euch hier.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Gut, körperliche Gebrechen sind es noch nicht, die mich plagen. Auch die grauen Haare&nbsp;halten sich zurück – zum Glück, mit gerade einmal Anfang 20. Vielmehr sind es viele&nbsp;Gedanken, die einem so im Kopf umhergehen und zeigen, dass es zahlenmäßig bergauf&nbsp;geht. Tiefgründige Diskussionen mit Gläsern voller tiefrotem Wein, das kannte ich&nbsp;früher nicht! Da gab es vor allem ein großes Ziel: Endlich Schule fertig, frei sein! (<em>Joscha Steybe</em>)</p>
<p style="text-align: justify;">Ich fühle mich alt, wenn ich morgens nach einer langen Nachtschicht für eine Hausarbeit, Lernen für&nbsp;eine Klausur oder einer Partynacht vor dem Spiegel stehe und feststelle, dass ich müder als zur Teenagerzeit&nbsp;aussehe und bin. Wie von einem fremden Planeten komme ich mir vor, wenn ich mich mit&nbsp;jüngeren Generationen in der Verwandschaft und Bekanntschaft unterhalte und diese beispielsweise&nbsp;Begriffe wie „Die Gummibärenbande“, „Räuber und Gendarm“ und „Center Shock“ nicht kennen. (<em>Julia Krauss</em>)</p>
<p style="text-align: justify;">So richtig alt fühle ich mich, wenn wirklich alte Leute anfangen mich zu siezen, anstatt mich&nbsp;wie früher immer blöd von der Seite anzuquatschen. Ganz alt fühl ich mich auch, wenn ich anstatt&nbsp;um vier Uhr morgens heimzukommen, schon um sechs Uhr morgens aufstehe und es dabei&nbsp;auch noch kaum geschafft habe vor- oder nachzuglühen. Ach ja, genauso furchtbar ist es,&nbsp;wenn die „Disney-Stars“ im TV oder Kino mittlerweile in echt jünger sind als ich selbst. (<em>Florian Giancaterino</em>)</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%">
<col width="70%"> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/ab28.jpg" alt=""></td>
<td><strong>Ausgabe 28: Körper </strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 28 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2015/07/ausgabe-28-koerper/">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige28/">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/koerper/">Der Schwerpunkt Körper</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/07/redaktionsumfrage-alter/">Woran merkst du, dass du langsam alt wirst?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Gratis Überleben</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Joscha Steybe]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2015 10:30:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
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		<category><![CDATA[gratis]]></category>
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		<category><![CDATA[selbstversuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Logbuch des ultimativen (Fast-)Selbstversuchs Gratis, kostenlos, umsonst… Worte, die im gepflegten Studentenohr ein wohliges Gefühl von Zufriedenheit auslösen dürften. Im Internet sammeln sich die virtuellen Schnäppchenjäger und holen zum großen Schlag aus: Gratis-Produkte ohne Ende! Oder doch nicht? Unser Redakteur...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/gratis-ueberleben/">Gratis Überleben</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Logbuch des ultimativen (Fast-)Selbstversuchs</h2>
<p><strong>Gratis, kostenlos, umsonst… Worte, die im gepflegten Studentenohr ein wohliges Gefühl von Zufriedenheit auslösen dürften. Im Internet sammeln sich die virtuellen Schnäppchenjäger und holen zum großen Schlag aus: Gratis-Produkte ohne Ende! Oder doch nicht? Unser Redakteur hat den Selbstversuch angetreten und ist dabei nur knapp dem Verkauf seiner ach so reinen Seele entgangen – dank Ben!</strong></p>
<figure id="attachment_6505" aria-describedby="caption-attachment-6505" style="width: 939px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Klingelschild11.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6505 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Klingelschild11.jpg" alt="Text: Joscha Steybe – Illustration: Lisa Luthardt" width="939" height="626" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Klingelschild11.jpg 939w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Klingelschild11-400x267.jpg 400w" sizes="(max-width: 939px) 100vw, 939px" /></a><figcaption id="caption-attachment-6505" class="wp-caption-text">Text: Joscha Steybe – Illustration: Lisa Luthardt</figcaption></figure>
<p>Ich habe Angst. Nur ein klein wenig, aber das ungute Gefühl ist da, etwas zu verlieren. Und das auch noch völlig freiwillig. Um was es sich dabei handeln mag? Nein, es ist nicht nur meine Seele. Zusätzlich geht es um jenes früher so hoch gehandelte Gut, dass heute oft mit Füßen getreten wird. Es lässt sich vielleicht sogar sagen, dass mancher ihm in diesen Zeiten exzessiver Nutzung sozialer Netzwerke mit voller Wucht ins Gesicht schlägt. Die Rede ist von meiner Privatsphäre.</p>
<p>Ich jedenfalls wollte sie noch behalten, auch wenn das Angebot aus der Unterwelt sehr verführerisch war. Aber so verhält sich das wohl. Mein ausgeklügelter Plan: Ich lege mir ein Pseudonym zu, unter welchem ich fleißig alle noch so abstrusen Webseiten abgrase, die mir Gratis-Produkte anbieten. Die Entscheidung war schnell getroffen. Darf ich vorstellen: Ben Schmidt, so steht es nun am Briefkasten &#8211; definitiv ein Mann von Welt. Und einer möglichen Werbeflut ist dadurch Einhalt geboten, sobald das Schild wieder wegkommt!</p>
<h3>Der Hoffnungsvolle: Auf die Plätze, fertig, Ben</h3>
<p>Ben hat Lust. Ben ist davon getrieben, seine magere Studentenbörse zu entlasten. Aus diesem Grund begibt er sich in dieses ominöse Internet, von dem sein Umfeld immer voller Überschwang spricht. Gehört hat er viel, von Gutscheinen, kostenlosen Proben und Fresspaketen, die wie von Zauberhand an die Haustür geliefert werden. Ob das nur wilde Studentenfantasien sind? Gute Frage, denn die Webseiten wecken große Hoffnungen: „Gratisland“, „Gratisalarm“ und „Kostenloses“, um nur einige der verheißungsvollen Adressenbezeichnungen zu nennen. Je höher die Erwartungen, desto tiefer der Fall, der sich anschließend auch umgehend einstellt.</p>
<blockquote>
<p dir="ltr"><strong>Schwerpunkt: Geld</strong></p>
<table style="background-color: transparent;">
<colgroup>
<col width="20%" />
<col width="80%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Themenwoche_Geld.png" alt="" /></td>
<td>Das Studentenleben dreht sich häufiger darum, als uns manchmal lieb ist: Geld. Ganz egal, ob wir es brauchen, um es in Bier zu investieren, den Kühlschrank zu füllen oder es für unsere kleinen Träume zurückzulegen. Darum widmet die presstige-Redaktion dem Geld einen Schwerpunkt. Alle bisher erschienenen Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/geld/">sind hier gesammelt</a>.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Ben soll einen Orangensaft kaufen, danach den Kassenzettel mit Bankverbindung an den Hersteller schicken, um einige Wochen später den Kaufpreis von 1,50 € zu erhalten &#8211; euer Ernst? Von solchen Angeboten wimmelt es und ich merke, wie sich langsam Unruhe und ein Anflug von Wut in Bens Gemüht drängt.</p>
<h3>Der Enttäuschte: Bei Ben purzeln unfreiwillig Kilos</h3>
<p>Mit solcher Rattenfängerei überlebt Ben nicht einmal das erste Frühstück. Ich sehe schon, wie die Kilos purzeln und ich die gesamte Verantwortung für Schmidts magere Figur schultern muss! Bestellt wird schlussendlich trotzdem, wenn auch nicht ganz den ursprünglichen Erwartungen nach. Im virtuellen Geschenkkorb landen große Mengen Nahrungsergänzungsmittel, die unter anderem die Darmflora entlasten sollen: Ben ist außer sich vor Glück, Jubelschreie und wilde Freudensprünge sind die Folgen. Neben diesen sinnvollen Anschaffungen findet sich tatsächlich auch noch Sättigendes: Am Samstagmorgen gibt es Brötchen, direkt an die Tür geliefert und anscheinend soll Ben auch noch besondere Genussmomente mit künstlichen Tütensuppen erleben dürfen!</p>
<p>Und tatsächlich. Zwei Tage später hängt eine Tüte mit vier frischen Backwaren für Ben Schmidt an der Tür, ein Lichtblick! Was darauf folgt – eher ernüchternd. Nach zwei Wochen Wartezeit hat Ben lediglich die Möglichkeit, seinen Basenhaushalt auszugleichen und tatsächlich endlich die Darmflora zu entlasten – wenn das nichts ist, weiß ich auch nicht mehr! Das einzig Positive an der ganzen Sache: Ben! Wirklich ein feiner Kerl! Die Moral von der Geschicht? Glaub Lügen aus diesem Internet nicht!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/gratis-ueberleben/">Gratis Überleben</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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