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	<title>Maria-Luisa Huber, Marina Schröppel, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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	<title>Maria-Luisa Huber, Marina Schröppel, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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		<title>Lust auf exotische  Arbeitserfahrungen?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maria-Luisa Huber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 17 Oct 2016 13:06:46 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[Auslandspraktikum]]></category>
		<category><![CDATA[erfahrung]]></category>
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		<category><![CDATA[tipps]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Do´s and Don’ts für euer erstes Praktikum in der Ferne Ein Auslandspraktikum ist derzeit sehr begehrt, denn es verbindet Berufspraxis mit Kulturerfahrungen. Im Gegensatz zum Auslandssemester verlangt es aber viel Selbstorganisation und ist in jedem Fall eine Herausforderung. Mit der...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Do´s and Don’ts für euer erstes Praktikum in der Ferne</h2>
<figure id="attachment_9183" aria-describedby="caption-attachment-9183" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-9183 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/1200.jpg" alt="Druck" width="1200" height="936" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/1200.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/1200-400x312.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/1200-768x599.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/10/1200-1024x799.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-9183" class="wp-caption-text">Text: Maria-Luisa Huber; Illustration: Marina Schröppel</figcaption></figure>
<p><strong>Ein Auslandspraktikum ist derzeit sehr begehrt, denn es verbindet Berufspraxis mit Kulturerfahrungen. Im Gegensatz zum Auslandssemester verlangt es aber viel Selbstorganisation und ist in jedem Fall eine Herausforderung. Mit der richtigen Herangehensweise kann ein internationales Praktikum jedoch zu einer tollen Erfahrung werden. Unsere Autorin war bereits als Praktikantin in Buenos Aires und Marrakesch unterwegs und würde vieles anders machen, wenn sie noch einmal die Gelegenheit dazu hätte.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Do´s -Was man unbedingt beachten sollte</h3>
<ul>
<li><em>Rechtzeitig planen</em><br />
Wer für eine Stiftung im Ausland oder sogar beim Auswärtigen Amt arbeiten möchte, sollte sich recht zeitig bewerben. Die meisten internationalen Praktikumsplätze sind heiß begehrt. Darum bewerbt euch am besten schon anderthalb Jahre vor dem geplanten Aufenthalt. Nach der Zusage solltet ihr gleich einen günstigen Flug buchen und euch um ein Visum bemühen. Selbstverständlich gilt auch hier: first come, first served.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><em>Das richtige Land wählen</em><br />
Die erste Frage, die Ihr euch stellen solltet, lautet: Wo möchte ich eigentlich hin? Bin ich ein großer Asien-Fan oder eher ein Freund des Nahen Ostens? Möchte ich ein Entwicklungsland oder lieber ein Industrieland bereisen? Großstadt oder  Pampa? Möchte ich meine Sprachkenntnisse verbessern oder gar eine neue Sprache erlernen? Es ist wichtig zu wissen, wohin man eigentlich möchte. Idealerweise sollte die Sprache bereits beherrscht werden. Viel wichtiger ist aber das Interesse an der Kultur und den Landsleuten. Je mehr Affinität ihr für die Kultur und Sprache eines Landes aufbringt, desto erfolg-reicher wird euer Auslandspraktikum dort. Deshalb geht  keine Kompromisse ein, wenn ihr eine Stelle in eurem Traumland nicht erhalten solltet. Bleibt lieber an einer anderen Stelle in eurem Wunschziel dran.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><em>Plant euer Geld gut ein</em><br />
Sparen, sparen, sparen. Ein Auslandspraktikum kann richtig teuer werden. Glücklicherweise gibt es einige Stipendien, die euch finanziell unter die Arme greifen können. Zum Beispiel bieten der DAAD und die Universität Augsburg Teilstipendien für Auslandsaufenthalte an. Allerdings müsst ihr euch auch hier rechtzeitig darum bemühen. Es kann manchmal Monate dauern, bis nach einer Bewerbung tatsächlich ein Stipendium erhalten wird. Wenn ihr schließlich euer Auslandspraktikum absolviert, ist es sehr hilfreich, einen „Geldpuffer“ zu haben. Bestimmt wollt ihr mehr von einem Land sehen, als euren Arbeitsplatz. Oft gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, während des Aufenthaltes größere Ausflüge zu machen. In diesem Fall braucht ihr natürlich genügend Geld.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><em>Kontakte knüpfen mit einer WG</em><br />
Im Vergleich zu einem Auslandssemester, knüpft man bei einem Auslandspraktikum weniger Kontakte mit Gleichaltrigen. Oftmals ist man am Arbeitsplatz der einzige Praktikant. Hier empfiehlt es sich vorab eine WG zu suchen. Dort lernt ihr viele neue Leute kennen und könnt in der freien Zeit  gemeinsam etwas unternehmen. Günstige WGs finden sich übrigens im Internetportal „Air BnB“. Facebook bietet ebenfalls die Möglichkeit neue Kontakte zu knüpfen und an tollen  Veranstaltungen teilzunehmen. In der Regel gibt es für jede Stadt eine Facebook-Gruppe für alle Neuankömmlinge aus dem Ausland. Zum Beispiel: „Buenos Aires Expat“ oder „London Expat Community“.</li>
</ul>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/07/Ausgabe-29_Cover.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 29: Europa</strong><br />
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 29 unseres Magazins als E-Paper.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2016/08/ausgabe-29-europa">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige29">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/SP-europa">Der Schwerpunkt Europa</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<h3>Don’ts – Was man lieber lassen sollte</h3>
<ul>
<li><em>Lebenslauf verschönern</em><br />
Zieht kein Auslandspraktikum in Erwägung, weil es sich gut in in eurem Lebenslauf macht oder eure Karrierechancen erhöht. Wenn das eure einzige Motivation ist, wird das Praktikum zur Qual.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><em>Meidet bestimmte Organisationen</em><br />
Finger weg von Auslandspraktika,  die ihr selbst bezahlen müsst. Es gibt Praktika im Bereich Entwicklungsarbeit, die unbezahlt bleiben. In vielen Fällen werdet ihr aufgefordert, für eine Praktikumsstelle mehrere hundert Euro zu  zahlen. Doch hier wird man in der Regel nicht gebraucht. Im schlimmsten Fall nehmt ihr den Arbeitsplatz eines Einheimischen ein. Man  bezahlt quasi für eine Praktikumsbescheinigung, ohne dafür jemals richtig gearbeitet zu haben. Die besten Auslandspraktika sind natürlich solche, die entlohnt werden – wie etwa beim Auswärtigen Amt, bei Stiftungen, NGOs, internationalen Verbänden, Firmen und Kanzleien.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><em>Zu wenig Geld</em><br />
Ja, ein Auslandspraktikum braucht viel Geld und ohne macht es nur halb so viel Spaß. Wer aus finanziellen Gründen auf tolle Ausflüge verzichten muss, wird sich ärgern. Deshalb spart so viel Geld im Voraus, wie nur möglich.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
<ul>
<li><em>Ohne Krankenversicherung und ohne Impfschutz</em><br />
Geht niemals ohne Krankenversicherung ins Ausland. Falls euch dort etwas zustößt, ist es sehr wichtig, versichert zu sein. Jede gesetzliche Krankenkasse bietet für einen Aufpreis  Auslandsversicherung an. Im Internet gibt es viele gute und günstige Versicherungen. Aber auch hier ist Vorsicht geboten: Viele Versicherungen sind überflüssig und teuer, gerade bei langen Aufenthalten. Informiert euch, so gut es geht, über Auslandsversicherungen und lasst euch beraten. Erkundigt euch auch rechtzeitig über notwendige Impfungen und schützt euch vor möglichen Krankheiten in bestimmten Ländern. Malaria, Gelbfieber und Typhus sind tödlich.</li>
</ul>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>„Kein Interesse an einer Beziehung zu einem Iren“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Maria-Luisa Huber]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Aug 2016 08:01:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[erasmus]]></category>
		<category><![CDATA[europa]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#29]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Interview mit einem Augsburger Erasmuspärchen Erasmus, als Programm zum kulturellen Austausch in Europa, führt in vielen Fällen zu mehr als nur Wissenserwerb und Auslandserfahrung. So wie bei Anne(25)* und Peter (23)*: Die beiden lernten sich kennen, als Anne ein Auslandssemester...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Interview mit einem Augsburger Erasmuspärchen</h2>
<figure id="attachment_9064" aria-describedby="caption-attachment-9064" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="size-full wp-image-9064" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Interviwe_Erasmus_1200.png" alt="Foto &amp; Text: Maria-Luisa Huber" width="1200" height="900" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Interviwe_Erasmus_1200.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Interviwe_Erasmus_1200-400x300.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Interviwe_Erasmus_1200-768x576.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Interviwe_Erasmus_1200-1024x768.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-9064" class="wp-caption-text">Foto &amp; Text: Maria-Luisa Huber</figcaption></figure>
<p><strong>Erasmus, als Programm zum kulturellen Austausch in Europa, führt in vielen Fällen zu mehr als nur Wissenserwerb und Auslandserfahrung. So wie bei Anne(25)* und Peter (23)*: Die beiden lernten sich kennen, als Anne ein Auslandssemester in Irland absolvierte. Nun sind sie seit zwei Jahren in einer Beziehung und wirken noch wie frisch verliebt. Im Interview mit presstige sitzen sie eng zusammen und sehen sich oft in die Augen, während sie uns lachend von den Besonderheiten eines Erasmuspärchens erzählen. </strong></p>
<p><em><strong>presstige: Anne, wie bist du dazu gekommen ein Erasmussemester in Irland zu machen?</strong></em></p>
<p>Anne: Ich wollte schon immer am Erasmusprogramm der Uni teilnehmen. Dabei war mir wichtig, an einem Ort zu studieren, an dem ich mein Englisch aufbessern kann. Drei Jahre zuvor war ich bereits zum Urlaub in Dublin gewesen. Weil mir die Stadt so gut gefiel und mein Lehrstuhl in Irland einen Studienplatz frei hatte, fiel meine Wahl auf Dublin.</p>
<p><em><strong>Wann und wie habt ihr euch dort kennengelernt? </strong></em></p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Wir haben uns das erste Mal im Herbst 2012 in meiner Heimat in Maynooth kennengelernt. Anne: Ich studiere Lehramt mit Hauptfach Religion. Als ich mein Auslandssemester in Irland gemacht habe, sind wir uns auf religiösen Besinnungstagen zum ersten Mal begegnet. Zufälligerweise fanden die Besinnungstage in jenem Wohnheim statt, in dem damals Peter wohnte.</p>
<p><em><strong>War es Liebe auf den ersten Blick? </strong></em></p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Anne hat mir sofort gefallen und ich habe mir auch gleich viel Mühe gegeben, um ihr zu imponieren.</p>
<p><em><strong>Anne</strong></em>: Also bei mir war es eher Liebe auf den zweiten Blick (lacht). Bei unserem ersten Treffen fand ich ihn recht uninteressant.</p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Obwohl mich Anne anfangs nicht mochte, wollte ich mich unbedingt mal mit ihr treffen. Deswegen habe ich ihr eine Facebook-Freundschaftsanfrage geschickt, was zunächst zu nichts geführt hat (lacht).</p>
<p><em><strong>Anne</strong></em>: Erst als wir uns ein zweites Mal auf weiteren Besinnungstagen getroffen haben, habe ich ihm doch noch meine Nummer gegeben. Es hat aber lange gedauert, bis wir ein richtiges Paar geworden sind.</p>
<p><em><strong>Wieso hat es denn so lange gedauert? </strong></em></p>
<p><em><strong>Anne</strong></em>: Ach, ich hatte einfach keinerlei Interesse an einer Beziehung zu einem Iren.</p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Danke (lacht)!</p>
<p><em><strong>Anne</strong></em>: Nein, ich meine damit, dass ich keine Lust auf eine Fernbeziehung hatte. Für mich stand schon immer fest, dass ich nach sechs Monaten nach Deutschland zurückfliegen werde, um dort mein Studium zu beenden. Zwar war das Auslandssemester in Belfast eine tolle Erfahrung, aber es war einfach nie mein Plan gewesen, dort zu bleiben. Deshalb und weil ich eine Fernbeziehung zu Peter einfach nicht wollte, war Peter damals einfach keine Option für mich.</p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Wir hatten eine schöne gemeinsame Zeit in Irland, aber wir wollten beide keine komplizierte Fernbeziehung danach führen. Uns wäre es zu stressig gewesen, ständig miteinander zu skypen und uns nur im Abstand von einigen Wochen zu sehen.</p>
<p><em><strong>Habt ihr den Kontakt zueinander nach dem Auslandssemester dann abgebrochen? </strong></em></p>
<p><strong><em>Peter</em></strong>: Ja, wir haben es probiert (lacht).</p>
<p><em><strong>Anne</strong></em>: Es ist uns sehr schwer gefallen, aber wir hatten anfangs wirklich keinen Kontakt zueinander. Etwa einen Monat nachdem ich wieder in Augsburg war, begannen wir immer mal wieder zu telefonieren. Nach einem halben Jahr hab ich ihn dann spontan gefragt, ob er nicht Lust hätte, mich für zwei Wochen in Deutschland zu besuchen. Er kam und wir wurden schließlich doch noch ein Paar (lacht).</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/07/Ausgabe-29_Cover.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 29: Europa</strong><br />
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 29 unseres Magazins als E-Paper.</p>
<ul>
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</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p><em><strong>Peter, du bist dann bald darauf aus Liebe zur Anne nach Augsburg gezogen. War es einfach für dich hier Fuß zu fassen? </strong></em></p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Nach meinem College hatte ich Lust, in Augsburg bei Anne zu wohnen. Etwas unvorbereitet und spontan bin ich dann hierher geflogen (lacht). Bei meiner Ankunft in Augsburg konnte ich weder einen deutschen Satz sprechen, noch hatte ich irgendwelches Geld dabei. Aber dafür hatte ich verdammt viel Glück! Schon am ersten Tag habe ich einen Job im Irish Pub gefunden und bald darauf bin ich sogar Lehrer an einer Sprachschule geworden, an der ich auch Deutsch gelernt habe.</p>
<p><em><strong>Vermisst du Irland? </strong></em></p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Ja, am meisten fehlt mir meine Familie. Es gibt aber auch andere Dinge, die ich an Irland vermisse.</p>
<p><em><strong>Welche? </strong></em></p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Na, den irischen Humor natürlich (lacht).</p>
<p><em><strong>Sind in eurer Beziehung irgendwelche kulturellen Unterschiede spürbar? </strong></em></p>
<p><em><strong>Anne</strong></em>: Oh ja! Peter kommt, wie viele Iren, oft zu spät und kann einfach nicht Nein sagen. Er ist immer freundlich und höflich, auch wenn er jemanden nicht mag.</p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Ja, ihr Deutschen seid mir manchmal einfach zu direkt und ehrlich. Hier gibt es auch ständig Regeln, an die man sich streng halten muss. Zum Beispiel Pünktlichkeit (verdreht die Augen).</p>
<p><em><strong>Zum Schluss: welche Ratschläge habt ihr für andere frischverliebte Erasmuspärchen? </strong></em></p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Es ist immer spannend, eine Beziehung mit jemandem zu führen, der aus einem anderen Kulturkreis stammt und andere Traditionen pflegt. Manchmal sind es aber auch genau die unterschiedlichen Sichtweisen, die zu Konflikten führen. Mein Tipp ist es, in solchen Situationen Verständnis für den Partner zu zeigen.</p>
<p><em><strong>Anne</strong></em>: Ich finde, dass sich Zukunftspläne mit einem ausländischen Partner immer schwieriger gestalten, als bei Paaren mit derselben Herkunft. Bei uns stellt sich nämlich oft die Frage: Wo geht es als nächstes hin und kommst du mit? Peter möchte beispielsweise noch einmal studieren, er weiß aber noch nicht genau wo, ob in Deutschland oder in Irland, und ich werde nächstes Jahr für ein Semester nach Namibia fliegen. Man muss einfach bereit sein, für die Liebe Opfer zu bringen. Auch wenn das bedeutet, in ein anderes Land zu ziehen.</p>
<p><em>* Namen von der Redaktion geändert.</em></p>
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