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	<title>Vivian Keckeisen, Lisa Luthardt, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>Sport für den kleinen Geldbeutel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vivian Keckeisen]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 16 Jul 2014 08:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Sommer ist da – mal mehr, mal weniger – und die Badesaison ist schon längst eröffnet worden. Da die Kurse beim Hochschulsport für dieses Semester schon bald zu Ende sind, haben wir hier ein paar günstige Alternativen in ganz...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/07/guenstig-sport/">Sport für den kleinen Geldbeutel</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_4479" aria-describedby="caption-attachment-4479" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/Sportvereine_1200px.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-4479 size-large" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/Sportvereine_1200px-1024x426.jpg" alt="Sportvereine_1200px" width="600" height="249" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/Sportvereine_1200px-1024x426.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/Sportvereine_1200px-400x166.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/Sportvereine_1200px.jpg 1200w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4479" class="wp-caption-text">Text: Vivian Keckeisen, Illustration: Lisa Luthardt</figcaption></figure>
<p><strong>Der Sommer ist da – mal mehr, mal weniger – und die Badesaison ist schon längst eröffnet worden. Da die Kurse beim Hochschulsport für dieses Semester schon bald zu Ende sind, haben wir hier ein paar günstige Alternativen in ganz Augsburg für kurz- oder langfristige Sportler.</strong></p>
<p>Lena ist neu in Augsburg und im ersten Semester an der Uni Augsburg eingeschrieben. Der Sommer liegt – zumindest zeitlich – in vollen Zügen und sie hat sich entschlossen, ihre Bikinifigur aufzumöbeln. Sie macht den PC an und sucht über Google nach Fitnessstudios in ihrer Nähe. Aber warum eigentlich Fitnessstudios? Gibt es nicht auch Alternativen zu diesen kostspieligen Sportstätten? Sie scheinen heutzutage das ultimative Mittel zur Sportlichkeit zu sein: 2011 waren <a href="http://www.wear2gym.de/news/steigende-mitgliederzahlen-in-fitnessstudios/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">7,6 Millionen der Deutschen Mitglied in einem Studio</a> – Tendenz steigend. Das Erstaunliche ist: Damit ist sogar die Anzahl der Mitglieder der beliebtesten Sportart in Deutschland überholt: Der DFB zählte „nur“ 6,8 Millionen.</p>
<p>Sie hält inne und denkt über Alternativen nach. Zuerst fällt ihr der Hochschulsport ein. Sportvereine hingegen sind bei Studenten als Alternative zu Fitnessstudios und dem universitären Sportangebot nicht so stark im Bewusstsein verankert. Deswegen hier eine Zusammenstellung, was Augsburgs Sportvereine in den einzelnen Stadtteilen so zu bieten haben:</p>
<h3>Hochzoll</h3>
<p>Wer in der Nähe vom Kuhsee oder dem Eiskanal wohnt, der ist Hochzoller und kann sich für diverse Ballsportarten an den <a href="http://fc-hochzoll.de.tl/Home.htm" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="broken_link">FC Hochzoll</a>, den <a href="http://www.tsghochzoll.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TSG Hochzoll</a> oder den <a href="http://www.djk-augsburg-hochzoll.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DJK Hochzoll </a>wenden. WM-Fieber am eigenen Leib spüren kostet beim FC nur 2,50 Euro für Studenten. Da die DJK und der TSG ein vielfältigeres Angebot über Tennis, Badminton, Basketball und verschiedene Fitness- und Tanzkurse haben, liegt der Beitrag bei 7,50 Euro/Monat. Aber Achtung: Der Studententarif hat beim TSG eine Altersbegrenzung von 25 Jahren. Felder und Hallen der Vereine sind über Hochzoll verteilt, die meisten sind aber über die Linien 1 und 6 zu erreichen.</p>
<h3>Lechhausen</h3>
<p>Diejenigen, die im Studentenwohnheim an der Lechbrücke oder in näherer Umgebung wohnen, gehören zum Stadtteil Lechhausen. Der <a href="http://www.djk-lechhausen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DJK Augbsurg-Lechhausen 1920 e.V.</a> bietet für 7 Euro im Monat Trainingszeiten für Badminton, Tischtennis, „normales“ Tennis, Fußball und Fitnesskurse wie Gymnastik, Aerobic und Ausdauertraining. Halle und Felder sind mit der Buslinie 48 zu erreichen.</p>
<h3>Haunstetten</h3>
<p>Die letzte Kurs ist geschafft und du läufst zur Straßenbahnhaltestelle. Du steigst aber nicht in die Straßenbahn Richtung Stadtmitte sondern fährst in die andere Richtung? Dann wohnst du in Haunstetten. Der <a href="http://www.tsvhaunstetten.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">TSV Haunstetten</a> bietet neben den Sportarten, die auch die anderen Vereine Augsburgs anbieten, verschiedene Kampfsportarten, Volleyball und Work-Out Kurse (Yoga, Pilates, Zumba-Fitness) und ein Schwimmbad zum sportlichen Austoben an. Der Basisbeitrag liegt für Studenten bei 7,50 Euro, weil für Sportarten wie Tennis, Volleyball, Fußball, Schwimmen und den Kampfsport ein Spartenbeitrag von zwei bis sechsEuro pro Monat anfällt. Die Sportstätten können mit den Bussen 731 und 741 erreicht werden.</p>
<h3>Göggingen</h3>
<p>Wer im Westen Augsburgs in der Nähe der Hessingklinik oder des Mediamarktes wohnt, der gehört zu Göggingen. Hier ist der <a href="http://www.tsv-goeggingen.de/joomla/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="broken_link">TSV Göggingen</a> der Veranstalter verschiedenster Sport-Angebote. Wer ein Ballsportarten-Typ, eher der Fitness-Mensch oder sogar ein Allrounder ist, der kann sowohl Handball, Volleyball oder Fußball spielen, als auch Tischtennis und Leichtathletik trainieren. Daneben gibt es noch einen vielfältigen Fitnessangebot: von Yoga über Geräteturnen zu Body-Workouts. Der Beitrag beträgt sechs Euro im Monat plus einen zusätzlichen Betrag von maximal fünf Euro/Monat für die jeweilige Sportart. Die Trainingseinheiten finden in der Anton-Bezler-Straße (mit der Linie 1 zu erreichen) und in der Friedrich-Ebert-Halle (hierhin mit dem Bus 41) statt. Ein ähnliches Angebot bietet auch der <a href="http://www.djk-goeggingen.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="broken_link">DJK Göggingen</a>: Volleyball, Fußball, (Tisch-)Tennis, Basketball, Zumba und Kampfsport können helfen die Figur aufzupolieren und einen Ausgleich zwischen Geist und Körper zu finden. Hierfür muss man 5,50 Euro im Monat zahlen und einen kleinen Zusatzbeitrag, der bei den jeweiligen Übungsleitern zu erfragen ist. Trainiert wird in der Nähe vom Rathaus in Göggingen – hierhin kann man mit der Linie 1 fahren.</p>
<p>Die Weichen sind gestellt, jetzt bleibt nur noch die Frage offen: Für welche Sportart entscheidet Lena sich? Nach einem kurzen Telefonat mit einem Übungsleiter klappt sie den Laptop zu und macht sich euphorisch auf zur Straßenbahn, um noch rechtzeitig zur Schnupperstunde zu kommen. Wird sie zuverlässig hingehen, oder doch manchmal die Couch vorziehen? Das stet auf einem anderen Blatt…</p>
<blockquote><p>Die Semesterferien stehen an und wir verabschieden uns in den Urlaub: Höchste Zeit also, einmal über sportliche Ertüchtigung nachzudenken. Die presstige-Redaktion macht sich fit für den Sommer mit Beiträgen rund um den Schwerpunkt Sport. Macht mit und schaut euch alle gesammelten Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/sportwoche/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> an.</p></blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/07/guenstig-sport/">Sport für den kleinen Geldbeutel</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>„Kaffee ist für uns ein Spitzensport“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vivian Keckeisen]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 22 Jun 2014 07:23:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[stadtnah]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Interview mit den Geschäftsführern der Schwarzen Kiste Sebastian Hrabak, Johanns Klingelstein und Daniel Muliyanto haben im Herbst 2012 die Schwarze Kiste eröffnet. Neben verschiedenen Kaffeesorten aus hochwertigen Bohnen bieten sie Snacks und verschiedene Gerichte aus Produkten der Region an. Ein...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/06/interview-schwarze-kiste/">„Kaffee ist für uns ein Spitzensport“</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Interview mit den Geschäftsführern der Schwarzen Kiste</h2>
<p><strong>Sebastian Hrabak, Johanns Klingelstein und Daniel Muliyanto haben im Herbst 2012 die <em>Schwarze Kiste</em> eröffnet. Neben verschiedenen Kaffeesorten aus hochwertigen Bohnen bieten sie Snacks und verschiedene Gerichte aus Produkten der Region an. Ein Gespräch über den Aufbau eines Unternehmens, die Kaffee-Varietät und die wichtigsten Dinge für guten Kaffee.</strong></p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9247.png"><img decoding="async" class="wp-image-4161" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9247.png" alt="IMG_9247" width="1200" height="669" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9247.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9247-400x223.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9247-1024x570.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<h5 style="text-align: center;">Sebastian Hrabak und Daniel Muliyanto (von links) beim Gespräch mit <em>presstige </em></h5>
<p><strong><em>Presstige: </em></strong><strong>Wie kam es zu der Idee, die <em>Schwarze Kiste</em> zu gründen?</strong></p>
<p><strong>Sebastian Hrabak:</strong> Ich habe privat immer schon gerne Kaffee getrunken und mich so mit dem Thema beschäftigt. Aus diesem Interesse heraus habe ich mit einem Kumpel im Herbst 2011 in einer Bierlaune überlegt: „Hier unten gibt´s einen coolen Standort. Gegenüber die FH, nebenan die Bahn. Wenn wir diesen Standort bekommen, könnten wir da ein kleines Kistchen aufbauen.“ Für mich war von Anfang an klar, dass ich hochwertiges Zeug machen und den Imbisswagen neu interpretieren will. Über einen anderen Kumpel bin ich zu einem Röster gekommen, der im Spezialitätenbereich unterwegs ist. Daraus hat sich dann eine Eigendynamik entwickelt.</p>
<p><strong>Und wie kam der Name zustande?</strong></p>
<p><strong>Sebastian:</strong> Für den Namen ist ein guter Freund von mir verantwortlich. Wir haben über diesen Standort gesprochen und hatten dabei eine Kiste vor Augen: Eine ominöse Bretterbude aus der Kaffee rauskommt. Und schwarz: Der Kaffee ist schwarz. Kombiniert war das dann die <a href="https://www.facebook.com/sk324" target="_blank" rel="noopener noreferrer"><em>Schwarze Kiste</em></a>. Der Name hat sich gehalten, da konnte man sich was darunter vorstellen – für mich war klar: Dieser Name passt zu mir.</p>
<p><strong>Was habt ihr beruflich gemacht, bevor die <em>Schwarze Kiste</em> entstanden ist?</strong></p>
<p><strong>Sebastian:</strong> Ich hatte vorher mit Gastronomie nichts zu tun. Ich bin Sportwissenschaftler. 2010 habe ich ein Zeitungsvolontariat bei der AZ gemacht. Nachdem klar war, dass ich dort nicht bleibe, habe ich im Oktober 2011 angefangen, das Konzept für die <em>Schwarze Kiste</em> zu schreiben. Im April 2012 haben wir hier an der Haunstetterstraße angefangen zu bauen und im Herbst eröffnet.</p>
<p><strong>Daniel Muliyanto:</strong> Ich beende gerade mein Studium an der Universität Augsburg: Lehramt Mathe und Sport. Also total im Fach!</p>
<p><strong>Sebastian: </strong>Der dritte im Bunde ist mein Schwager Johannes Klingelstein, der gerade in Belgien ist. Er hat davor bei Hermannsdorfer auf dem Biohof gearbeitet und ist jetzt für unsere Küche verantwortlich. Er hat sich von Anfang an darum gekümmert, dass wir nicht nur im Kaffeebereich ein hohes Niveau haben, sondern auch im Speisenbereich.</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9241.png"><img decoding="async" class="wp-image-4160" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9241.png" alt="IMG_9241" width="1200" height="673" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9241.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9241-400x224.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9241-1024x574.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<h5 style="text-align: center;">Text: Vivian Keckeisen, Fotos: Natalia Sander</h5>
<p><strong>Was gab es in der Anfangsphase für Schwierigkeiten?</strong></p>
<p><strong>Sebastian:</strong> Als Start-Up ist vieles stressig. Wir wollen uns nicht fremdbestimmen lassen. Deshalb ist alles, was wir tun, entweder aus unserem eigenen Budget oder aus einem Darlehen von der Bank. Für ein junges Unternehmen, das es noch nicht mal zwei Jahre gibt, ist es natürlich eine Kraftanstrengung, so schnell im Verhältnis zu wachsen, ohne da irgendwo Doping zu haben. Außerdem macht es einem die deutsche Bürokratie bei Selbstständigkeit auch nicht einfach, sodass man hier einen langen Atem braucht.</p>
<p><strong>Als Unternehmensgründer hat man oft ein straffes Arbeitspensum. Wie stark leiden Privatleben und Freizeit darunter?</strong></p>
<p><strong>Sebastian: </strong>Bei mir gehen Arbeit und Freizeit ineinander über und sind kaum trennbar: Meine Freunde kommen hierher, gleichzeitig kann ich auch im Urlaub nicht von der Kiste abschalten. Termine außerhalb oder mit Menschen, die mir wichtig sind, muss ich fest einplanen, genieße sie aber dann bewusster, so wie das Tatort-Schauen mit meiner Frau.</p>
<p><strong>Daniel: </strong>Das Arbeiten in der Kiste ist kein 0815-Job mit Anweisungen von oben. Hier kann ich selbst entscheiden und mache Dinge nur für mich. Das macht mir Spaß und ist deshalb keine Arbeit im klassischen Sinne.</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9267.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4164" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9267.png" alt="IMG_9267" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9267.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9267-400x266.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9267-1024x682.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<p><strong>Ihr meint, die Zeit ist reif für guten Kaffee. Inwiefern ist euer Kaffee anders als der klassische Kaffee?</strong></p>
<p><strong>Daniel: </strong>Wir stehen hier kaffeetechnisch stark unter italienischem Einfluss. Die italienische Röstung der Robusta-Kaffeebohne mit ihrem sehr dunklen und röstigen Geschmack dominiert und wirkt vereinheitlichend. Wir verwenden dagegen die Arabica-Kaffeebohne, die zwar aufwendiger und teurer im Anbau ist, aber auch viel mehr Geschmacksvarianten zeigt. So kann der Eigengeschmack des Kaffees von Erdbeere über Nuss und Schokolade alles sein. Ich habe zu Hause etwa 15 verschiedene Sorten Kaffee, die alle anders schmecken.</p>
<blockquote><p><strong>Für einen optimalen Kaffee gibt es drei goldene Regeln:</strong></p>
<ol>
<li>Die geröstete Kaffeebohne sollte nicht mehr als vier bis sechs Wochen gelagert werden, sonst sind zu viele Aromen verloren – ähnlich wie bei Mineralwasser, das man offen stehen lässt. Nach etwa 10 bis 14 Tagen, sind bestimmte Gase entwichen, sodass man das Optimum aus dem Kaffee rausholen kann.</li>
<li>Ähnliches gilt auch für den Zeitraum zwischen Mahlen und Brühen: Nach ein paar Stunden (Filterkaffee) oder 10 Minuten (Espresso) sind zu viele Aromen über die Luft verflogen.</li>
<li>Wichtig ist auch die Brühzeit: bei Filterkaffe dreieinhalb Minuten, bei Espresso 25 bis 30 Sekunden.</li>
</ol>
</blockquote>
<p><strong>Wie wichtig ist euch neben der Produktqualität die Lebensqualität eurer Zulieferer?</strong></p>
<p><strong>Sebastian:</strong> Wir schmunzeln immer, wenn jemand fragt: „Habt ihr auch Fair-Trade-Kaffee?“ Nein haben wir nicht, weil wir Direct-Trade machen. Das läuft abseits vom Weltmarkt und ist keiner Spekulation unterworfen. Quijote, von denen wir unseren Espresso haben, zahlt höhere Preise, damit die Bauern bei geringerer Ernte wegen schlechtem Wetter keine Schulden machen müssen und weiterhin motiviert sind, qualitativ hochwertigen Bio-Kaffee anzubauen. Soziale Verantwortung und Qualität gehen da Hand in Hand.</p>
<p><strong>Ist das für euch auch ein Zukunftswunsch: weg vom Kommerziellen hin zur Qualität?</strong></p>
<p><strong>Sebastian:</strong> Das Wichtigste ist eigentlich das Handwerk. Wir haben hier viele Leute, die irgendwas aus ihrer Eigenmotivation heraus können. Das Gemälde hier im kleinen Kaffee an der Haunstetterstraße hat ein Bekannter gemalt. Kevin, der bei uns arbeitet, macht die ganzen Grafiken: Er ist gelernter Schreiner, studiert jetzt interaktive Medien an der FH und hat auch die Bänke für uns gebaut. Wenn ich in irgendeiner großen Kette sitze und das Schild und die Farbe weggenommen werden, weiß ich nicht mehr, bei wem ich bin. Die Individualität fehlt und das ist, worauf wir Lust haben.</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9264.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-4162" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9264.png" alt="IMG_9264" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9264.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9264-400x266.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/IMG_9264-1024x682.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<p><strong>Wie weit geht eure Begeisterung für Kaffee?</strong></p>
<p><strong>Daniel: </strong>Wir beschäftigen uns seit ca. 2 Jahren mit dem Thema, sodass wir einen gewissen Perfektionismus entwickelt haben. Für einen perfekten Kaffee würde ich sogar den PH-Wert des Wassers manipulieren. Am besten lernt man über praktische Erfahrung. In Zukunft wollen wir Kaffeeschulung anbieten, sodass man die wichtigsten Dinge lernt und seinen eigenen Siebträger zu Hause erfolgreich bedienen kann.</p>
<p><strong>Sebastian:</strong> Kaffee ist für uns ein Spitzensport. Daniel nimmt am Herbst an der deutschen Meisterschaft teil. Dafür muss man viel trainieren und ausprobieren, was einem niemand bezahlt. Aber wenn man zur Spitzenklasse gehören will, muss man das einfach machen. Natürlich ist es eine gewisse Art der Verrücktheit, aber es macht Spaß.</p>
<p><strong>Trauen sich eure Freunde noch, euch Kaffee anzubieten?</strong></p>
<p><strong>Daniel:</strong> Den Spruch – „Ich biete euch jetzt keinen Kaffee an.“ – haben wir schon öfter gehört.</p>
<p><strong>Sebastian:</strong> Nein, meine Leute wissen, dass sie mir keinen Kaffee anbieten müssen. Ich trinke dann meistens Spezi.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/06/interview-schwarze-kiste/">„Kaffee ist für uns ein Spitzensport“</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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