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	<title>Krimi Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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	<title>Krimi Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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		<title>Kein Kind von Traurigkeit</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Angela Kiser]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Apr 2021 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Wochenend-Ausflug auf eine kleine Berghütte unter alten Studienkollegen verläuft anders als geplant, als eine aus der Gruppe über Nacht spurlos verschwindet. Während die Polizei auf sich warten lässt, versucht der Rest herauszufinden was geschehen ist. </p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure><img fetchpriority="high" decoding="async" src="https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/04/snow-5912189_1920-768x512.jpg" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/04/snow-5912189_1920-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/04/snow-5912189_1920-300x200.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/04/snow-5912189_1920-1024x683.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/04/snow-5912189_1920-1536x1025.jpg 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/04/snow-5912189_1920.jpg 1920w" alt="" width="640" height="427">
<figcaption>© Suju-foto, Pixabay</figcaption>
</figure>
<h2>Teil 1</h2>
<p style="text-align: left;"><em>Es hätte für niemanden überraschend sein sollen. Die Anzeichen waren schon lange da gewesen. Jahrelang. Und das auch eigentlich recht deutlich. Ob sie die vielen Verdachtsmomente nicht sehen konnten oder ob sie sie letztendlich nicht sehen wollten, das wusste am Schluss aber niemand mehr so genau.</em></p>
<p style="text-align: left;"><em>Die Sonne versank langsam hinter dem Panorama der Zugspitze als sich auch der Rest der kleinen Gruppe langsam von der Dachterrasse verabschiedete. Der Anreisetag war lang und anstrengend gewesen und weil man morgen sehr früh zum Wandern aufbrechen wollte, war es wohl besser zeitig ins Bett zu gehen. Anitas Weinglas war das letzte, was noch halbvoll auf dem Tisch stand und so riet sie den Anderen vorzugehen, wie würde dann nachkommen. Sie ließ sich er-schöpft auf einen der Holzstühle fallen und steckte sich seufzend eine Zigarette an.&nbsp;</em></p>
<p style="text-align: left;">Als ich am nächsten Morgen die Bettdecke zurückschlug war ich allein und das kleine Zimmer der Berghütte war merkwürdig still. Die Anderen waren wohl schon aufgestanden. Zum Glück. Ein Moment allein tat wirklich gut. Ein bisschen komisch war es schon, mit fast Fremden in einem Zimmer zu schlafen. Naja, so fremd waren sie ja nun auch wieder nicht, oder? Zugegeben sah ich Lars und Henning nur einmal im Jahr. Aber eigentlich kannte man einander ja. Wenigstens konnte ich mir mit den Beiden ein Zimmer teilen, und musste nicht bei Erik und Anita oder bei Elli und Andrea schlafen. Alle vier durch und durch eigentlich unsympathische Personen. Das nächste Mal sag ich einfach ab dachte ich mir, während ich mich noch schlaftrunken einen Pullover über-warf.&nbsp;Ich wusste genau, dass ich das nicht machen würde. Denn genau das hatte ich bis jetzt&nbsp;je-des Mal gesagt. Und jedes Mal war ich letztendlich doch mitgefahren, ohne so&nbsp;recht zu wissen wieso. Es graute mir immer vor den gemeinsamen Wochenenden. Nur&nbsp;auf Lars und Henning freu-te ich mich jedes Mal. Die zwei hatte ich schon&nbsp;während dem Studium am Liebsten gehabt. Im Gegensatz zu den Anderen.&nbsp;Erik und Anita waren älter als der Rest und verstanden sich deswegen auch schon&nbsp;immer als ‚Anführer‘ der kleinen Truppe und Elli und Andrea hatten schon immer&nbsp;alles getan um deren Gunst nicht zu verlieren. Furchtbar. &nbsp;&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;">In dem Moment, in dem ich die Küche im Erdgeschoss betrat, wusste ich, das etwas nicht stimmte. Von der gespielten Gute-Laune-Gesellschaft, von der die bisherigen Treffen nur so trieften, war nichts mehr übrig. &#8220;Anita ist weg.&#8221; &#8220;Wie weg?&#8221; fragend sah ich in die Runde. &#8220;Sie ist heute Nacht nicht mehr nachgekommen. Ich bin aufgewacht, und ihre Bettseite war leer.&#8221;&nbsp;Eriks dunkle Augen starrten in meine Richtung. Aber er schaute mich nicht an. Er sah durch mich hindurch. „Vielleicht ist sie einfach nur auf der Dachterrasse eingeschlaf-“ „Meinst du wirklich da hätten wir nicht schon nachgesehen?“ entnervt stand Erik auf, drängelte sich an mir vorbei und hastete aus der Küche. „Wir haben die Polizei schon informiert, aber wegen des unerwarteten Schneesturms gestern<br>Nacht haben die gerade genug zu tun, sie wissen nicht bis wann&nbsp; sie kommen können und ob die Wege hier rauf überhaupt befahrbar sind, ist auch noch nicht klar.“ meinte Lars. Ich blickte aus dem Fenster und tatsächlich, von dem sonnigen spätherbstlichen Wetter von gestern war nichts mehr zu sehen. Stattdessen fielen dicke Flocken vom Himmel. „Wir sollten erst einmal das ganze Haus absuchen.“ schlug Lars vor. Elli und Andrea nickten zustimmend. „Ich bin dafür, dass wir draußen suchen. Vielleicht hat sie gestern wieder einmal noch einen über den Durst getrunken und sich dann draußen verlaufen.“ Wieder einmal. Henning hatte nicht Unrecht. Es war nicht ganz untypisch für Anita, ihr Limit (was Alkohol belangt) zu überschätzen. Was, wie man so mitbekam, auch schon des Öfteren zu Streitigkeiten zwischen Erik und ihr geführt hatte. Wenn Anita zu viel erwischte, wurde sie ihm und auch anderen meistens zu viel. Zu laut, zu selbstgefällig und zu ehrlich (was in ihrem Fall meistens beleidigend bedeutete). „Aber da könnte sie ja überall stecken, wo willst du da zum Suchen anfangen?“ warf Elli ein. Ich fand, dass sie ausnahmsweise mal Recht hatte.&nbsp;</p>
<p style="text-align: left;">Wir einigten uns darauf zuerst die ganze Hütte zu durchsuchen. Als ich gerade noch überlegte wo ich mit der Suche beginnen sollte, spürte ich wie sich Erleichterung in mir breit machte und eine Anspannung von mir wich, von der ich vorher nicht wusste, dass sie mich geplagt hatte. Keine Anita – keine abwertenden Blicke, kein bemitleidendes Lachen und keine bissigen Kommentare. Ich war erschrocken über meine Gedanken. Hoffentlich war ihr nichts passiert, dachte ich beschämt. Aber vielleicht war das auch nur schon wieder so eine Aufmerksamkeitsaktion von ihr. Wäre ja nicht das erste Mal. Mich schüttelte es. Halt. So etwas wollte ich nicht denken.</p>
<p style="text-align: left;">Als ich auf die Dachterrasse trat, knirschte der frisch gefallene Schnee unter meinen Füßen. Erik stand mit dem Rücken zu mir und blickte in Richtung der schneebedeckten Zugspitze. Mein Blick fiel auf die Sitzgruppe auf der wir am Tag zuvor noch alle zusammen lachend Wein getrunken hatten. Komisch. Rückblickend war es tatsächlich ein schöner Abend gewesen. Vielleicht lag es am Alkohol aber ausnahmsweise hatten Erik und Anita ihr abgehobenes Verhalten abgelegt und waren richtig lustig drauf gewesen. Es hatte sich so angefühlt als wären wir Sieben richtige Freunde. Eine kleine eingeschworene Gruppe an alten Studienkollegen. Seltsam. Seltsam schön..</p>
<p style="text-align: left;">„Wir haben die Sauerei von gestern schon aufgeräumt, da findest du nichts mehr.“ Er drehte sich um. Ich erschrak. Er wirkte auf einmal so viel älter. Seine Augen waren dunkel umrandet und seine Haare standen wirr in alle Richtungen. „Anita&#8230; Hat sie…“ er stockte. „Ich meine, hat sie etwas zu dir ge-sagt?“. Verwirrt sah ich ihn an. Als hätte Anita jemals wirklich mit mir geredet. „Wie, ich meine…nein, was meinst du?“ Sein Blick durchbohrte mich. „Ich… ich weiß wirklich nicht was du meinst?“ ich trat einen Schritt zurück. Seufzend wandte er seinen Blick ab und stützte sich erschöpft an das Geländer der Terrasse. „Vorhin, als wir die Weingläser weggeräumt haben… da habe ich etwas gefunden.“ Er blickte auf und wieder schien er an mir vorbei zu starren. Als würde ich nicht existieren. „Was?“ Schweigend zog er etwas kleines Weißes aus seiner Hosentasche und hielt es mir unter die Nase. Ein Tablettenröhrchen? Es war nicht beschriftet. Ich nahm es ihm aus der Hand und öffnete den kleinen Verschluss. Leer. Verwirrt blickte ich Erik an. „Die war gestern noch fast voll.“ „Was sind denn das für-“ „Genau weiß ich es auch nicht.“ Erschöpft rieb er seine Schläfen. „Sie nimmt die manchmal um zu Entspannen. Aber vielleicht eine am Abend zum Einschlafen. Nicht die ganze Packung.“ „Du meinst doch nicht etwa, dass -?“ Sein leerer Blick brachte mich zum Schweigen.&nbsp;</p>
<p style="margin-bottom: .0001pt; text-align: justify;">Gespannt wie es weitergeht? Das erfahrt ihr bald im zweiten Teil!&nbsp;</p>


<p></p>
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		<title>Ode an die Freude</title>
		<link>https://presstige.org/2019/12/ode-an-die-freude/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Justin Lautenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Dec 2019 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[buch]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Duck]]></category>
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		<category><![CDATA[sprache]]></category>
		<category><![CDATA[Taschenbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die alten Griechen kannten es, ebenso die alten Römer und Ägypter. Im Mittelalter erlernten vor allem Adelige, Reiche und Geistliche diese Fähigkeit. Sie ermöglicht Austausch, Kommunikation und kann zu großartigen Dingen wie Frieden, aber auch zu schrecklichen Ereignissen wie Krieg führen. Wer sie nicht beherrscht ist abhängig von anderen. Trotzdem gibt es erschreckend viele Menschen, die sich ohne sie durchs Leben schlagen.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Die alten Griechen
kannten es, ebenso die alten Römer und Ägypter. Im Mittelalter
erlernten vor allem Adelige, Reiche und Geistliche diese Fähigkeit.
Sie ermöglicht Austausch, Kommunikation und kann zu großartigen
Dingen wie Frieden, aber auch zu schrecklichen Ereignissen wie Krieg
führen. Wer sie nicht beherrscht ist abhängig von anderen. Trotzdem
gibt es erschreckend viele Menschen, die sich ohne sie durchs Leben
schlagen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/IMG_20191208_184546-922x1024.png" alt="" class="wp-image-12446" width="344" height="382" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/IMG_20191208_184546-922x1024.png 922w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/IMG_20191208_184546-360x400.png 360w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/IMG_20191208_184546-768x853.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/IMG_20191208_184546.png 1080w" sizes="(max-width: 344px) 100vw, 344px" /><figcaption>© Fabienne Dorsch</figcaption></figure></div>



<p>Zugegeben, das
Ganze hört sich geheimnisvoll an, fast wie aus einem Märchen und
aus vergangener Zeit. Die Rede ist
aber von etwas so Ordinären, etwas, was heute schon kleine Kinder in
der Grundschule mühsam erlernen. Wer es hier nicht regelmäßig
trainiert, wird gefördert, zur Verbesserung ermutigt, angehalten
nicht aufzugeben. Schlägt das Erlernen der Fähigkeit in diesen
ersten Jahren fehl, wird es schwierig diese Defizite später wieder
auszugleichen. Hier bewährt sich das alte Sprichwort: „Des einen
Freud ist des anderen Leid“. Auf keine andere menschliche Fähigkeit
passt dieses Sprichwort so gut wie auf diese. Sie ist uns
allen wohl bekannt und du wendest sie auch gerade an: Die Rede ist
vom Lesen.</p>



<p>Die Meinungen zum
Lesen könnten unterschiedlicher nicht sein. Dem einen schießt
sofort „langweilig“ in den Kopf, dem anderen ist es zu
altmodisch, zu langwierig. Wofür gibt es sonst Fernsehen, YouTube
und Co? Diese Positionen sind nur zu verständlich. Wer Jahr um Jahr
von Eltern und Lehrern zum Lesen genötigt wird, verliert irgendwann
die Lust daran . Vor allem alte Texte von Schiller, Goethe oder noch
schlimmer Sophokles kommen den leidgeplagten Schülern da in den
Sinn. 
</p>



<p>Und dann gibt es
noch andere Leute, Leute wie mich. Diese Leute schätzen einen guten
Krimi sehr. Oder einen guten historischen Roman. Oder alles andere
mit Buchstaben was auf Papier gedruckt worden ist (wobei ich hier für
mich die Werke von Sophokles ausklammere).</p>



<p>Für
diese Leute spreche ich, wenn ich sage: Lesen kann eine Sucht sein.
Ähnlich wie Schokolade, Rauchen oder Netflix. Diese Beispiele wirken
freilich wie wild aus der Luft gegriffen, aber wenn wir uns das Lesen
näher anschauen, können wir eindeutig Parallelen zu anderen
Tätigkeiten finden. 
</p>



<p>Nehmen
wir Netflix. Wer kennt es nicht? Samstagmittag, Samstagabend,
Samstagnacht – ach es kann auch unter der Woche sein:
Binge-Watching ist angesagt. Wir alle waren sicherlich schon einmal
so von einer Serie gepackt, dass wir immer weiter schauen wollten.
Nur noch eine Folge – nur noch bis zum Staffelende – die größten
Lügen, die sich Netflixnutzer selbst erzählen. Aber die Story der
Protagonisten in unseren Serien packt uns einfach, wir wollen wissen,
wie es weitergeht. Wird Jasons Mörder geschnappt? Darf Sabrina ihre
Freunde nie wiedersehen? Und was soll diese On-Off-Beziehung zwischen
Penny und Lennard?</p>



<p>Was
viele nicht wissen: Lesen kann genau den selben Effekt auf euch
haben. Wenn ein Roman wirklich gut geschrieben ist, kann er dich
schon nach den ersten Seiten packen. Manche Bücher müssen erst
Spannung aufbauen, andere verlieren an Spannung, finden sie wieder
und überraschen dich mit einem Ende, das du niemals erwartet
hättest. Ganz genau wie eine Serie.</p>



<p>Natürlich
ist es nicht ganz dasselbe. Zum Lesen musst du deine Fantasie
gebrauchen. Kein stumpfes Binge-Watching, bei dem du die bewegten
Bilder einfach willig auf deinen Kopf einprasseln lässt. Du musst
dir vorstellen, wie der Protagonist deines Romans aussieht. Deiner
Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Groß, klein, dick, dünn, mit
oder ohne Buckel. All das bleibt ganz dir überlassen. Natürlich
vorausgesetzt der Autor überlässt dir genug Interpretations- und
Vorstellungsraum, allerdings beschreiben die wenigsten Verfasser ihre
Charaktere innerlich und äußerlich bis ins kleinste Detail.</p>



<p>Ein
weiterer Vorteil: Du hast viel mehr von deinem Buch. Dieser Punkt ist
so offensichtlich, dass er angesprochen werden muss. Deine
Serienepisode ist begrenzt, meist auf 20, 30 oder 45 Minuten. Dein
Buch allerdings passt sich ganz dir an. Du kannst schnell lesen, du
kannst langsam lesen, du kannst nochmal zurückblättern und
nachschauen, was dir gerade entfallen ist. Und wenn du nicht aufpasst
sind eine, zwei oder sogar noch mehr Stunden schneller vorbei, als du
schauen kannst. Auch hier taucht wieder die große Lüge auf: Ich
lese nur noch die paar Seiten, nur noch bis zum Kapitelende! Wie geht
es weiter mit Matthew Shardlake? Wer war der Mörder vom kleinen
Ralph? Ist Elisabeth wirklich geistesgestört oder spielt sie allen
nur etwas vor? Fragen über Fragen.</p>



<p class="has-text-align-left">Nebenbei
kannst du auch noch deine Grammatik verbessern, deinen Wortschatz
ausbauen und hast damit auch im Studium nur Vorteile. Eine meiner
eindrücklichsten Erfahrungen: ich sitze in der 13. Klasse FOS im
Deutschunterricht. Wir lesen einen uralten Text. Darin das Wort
Kleinod. Der Lehrer fragt, was das bedeutet. Ich schaue mich um,
keiner meldet sich. Ich hebe die Hand und beantworte die Frage. Du
wirst dich jetzt fragen, warum ich dir diese Geschichte erzähle,
will ich nur angeben wie schlau ich bin? Aber jetzt kommt der
Plottwist. Ich kenne diesen Begriff nicht, weil ich hobbymäßig
Gedichte aus dem Mittelalter lese und alle Texte von Goethe und
Schiller auswendig kann. Ich kenne das Wort aus einem Comic, welches
ich früher regelmäßig gelesen habe. Was ich damit sagen möchte
ist folgendes: 
</p>



<p>Es
ist egal was du liest. Es ist egal wo du liest und es ist egal wie
oft du liest. Die Hauptsache ist, dass du liest. Und wer weiß,
vielleicht profitierst du einmal von Donald Duck und einer Ausgabe
des Lustigen Taschenbuchs, weil du in deiner Klausur das Wort
„Kleinod“ kennst.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/12/ode-an-die-freude/">Ode an die Freude</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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