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	<title>Liliom Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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	<title>Liliom Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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		<title>Veranstaltungstipps September</title>
		<link>https://presstige.org/2020/08/veranstaltungstipps-september-2020/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Isabelle Mader]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 28 Aug 2020 08:00:36 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die Einen sitzen noch fleißig an ihren Hausarbeiten und blicken den Abgabeterminen nervös entgegen, während die Anderen bereits in vollen Zügen ihre Semesterferien genießen. Auch unser Hochschulmagazin presstige verabschiedet sich für einen Monat in die Sommerpause - aber natürlich nicht ohne seinen Lesern und Leserinnen eine Reihe cooler und spannender Events für den September zu empfehlen. Für alle, die ihre vorlesungsfreie Zeit hier verbringen, hat Augsburg in nächster Zeit wieder einiges zu bieten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/08/veranstaltungstipps-september-2020/">Veranstaltungstipps September</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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<p>Die Einen sitzen noch fleißig an ihren Hausarbeiten und blicken den Abgabeterminen nervös entgegen, während die Anderen bereits in vollen Zügen ihre Semesterferien genießen. Auch unser Hochschulmagazin presstige verabschiedet sich für einen Monat in die Sommerpause &#8211; aber natürlich nicht ohne seinen Lesern und Leserinnen eine Reihe cooler und spannender Events für den September zu empfehlen. Für alle, die ihre vorlesungsfreie Zeit hier verbringen, hat Augsburg in nächster Zeit wieder einiges zu bieten.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/11/IMG_1556.jpg" alt="Johanna Gruber - Redaktion" class="wp-image-12142" width="188" height="188" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/11/IMG_1556.jpg 750w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/11/IMG_1556-150x150.jpg 150w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/11/IMG_1556-400x400.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/11/IMG_1556-80x80.jpg 80w" sizes="(max-width: 188px) 100vw, 188px" /><figcaption>Johanna Gruber &#8211; Redaktion</figcaption></figure></div>



<p><strong>Swing im Kö-Park</strong></p>



<p>Bis zum 5. September könnt Ihr noch im Kö–Park mittanzen! Auch in diesem Sommer wird dort wieder Swing, Boogie Woogie oder West Coast Swing getanzt. Wenn Ihr gerne tanzt und Lust habt in diese Tänze reinzuschnuppern, dann ist das die perfekte Gelegenheit! Die Swing Tanzschule „Hep Cat Club“ bietet Anfänger- und All-Level-Kurse an, in denen Ihr die verschiedenen Tanzstile kennenlernen könnt. Von jeweils 18 bis 19 Uhr finden die Schnupperkurse statt. Wenn Ihr noch nie Swing getanzt habt, ist dieser Kurs ideal. Für alle, die schon ein bisschen Erfahrung haben, finden jeweils um 19:15 Uhr einstündige All-Level-Kurse statt.</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p><strong>Wann?</strong> 25. Juli bis zum 05. September<br><strong>Wo?</strong> Im Kö–Park<br><strong>Tickets?</strong> Mitmachen ist kostenlos, allerdings müsst ihr euch <a href="https://hepcatclub.com/augsburg/events/swing-tanzen-am-koe/?fbclid=IwAR3DrS14NUrZHG-KOyl4a4AYzgSYwvJBxjQ95OqFIsTKzCL0zY-bHOHpYAo" class="broken_link">hier</a> online anmelden.</p>
</div></div>
</div></div>
</div></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/12/Profilbild-bw-1024x682.jpg" alt="Lara Reile - Chefredaktion" class="wp-image-10382" width="256" height="171" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/12/Profilbild-bw-1024x682.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/12/Profilbild-bw-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/12/Profilbild-bw-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/12/Profilbild-bw.jpg 1280w" sizes="(max-width: 256px) 100vw, 256px" /><figcaption>Lara Reile &#8211; Chefredaktion</figcaption></figure></div>



<p><strong>Rosa Rahmen</strong></p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p>Seit Anfang August könnt ihr an den Lechkanälen rund um den Holbeinplatz die Ausstellung „Rosa Rahmen“ betrachten. 20 Künstlerinnen, Illustratorinnen, Musikerinnen und Fotografinnen aus Augsburg und der Region stellen hier ihre Werke aus. Organisiert wird das Ganze vom Augsburger Künstlerkollektiv „Mehrfrau“, das Frauen in Kunst und Kultur sichtbar machen will und ihnen einen Möglichkeit geben möchte, sich zu vernetzen. Die Kunstwerke befinden sich im Freien und dementsprechend könnt ihr sie jederzeit betrachten. Zu erkennen sind sie an ihren auffälligen rosafarbenen Rahmen, mit denen Geschlechterstereotype hinterfragt werden sollen. Indem ihr die passenden QR-Codes einscannt, könnt ihr übrigens noch mehr über die jeweiligen Werke erfahren. Tickets braucht ihr keine – der Eintritt zur Ausstellung ist frei.</p>
</div></div>



<p><strong>Wann?</strong> 01. August bis 13. September<br><strong>Wo?</strong> Holbeinplatz, 86150 Augsburg</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/11/DSC01269-4-1-691x1024.jpg" alt="Laura Mack - Redaktion" class="wp-image-12350" width="173" height="256" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/11/DSC01269-4-1-691x1024.jpg 691w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/11/DSC01269-4-1-270x400.jpg 270w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/11/DSC01269-4-1-768x1138.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/11/DSC01269-4-1-1037x1536.jpg 1037w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/11/DSC01269-4-1-1383x2048.jpg 1383w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/11/DSC01269-4-1.jpg 1677w" sizes="(max-width: 173px) 100vw, 173px" /><figcaption>Laura Mack &#8211; Redaktion</figcaption></figure></div>



<p><strong>Play Me, I’m Yours</strong></p>



<p>Kennt ihr das, wenn eine sanfte Melodie durch die Stadt weht, euch magisch anzuziehen scheint und die Zeit für einen kurzen Augenblick stehenbleibt? Das ist „Play Me, I’m Yours“: Von Augsburger Künstler*innen kreativ gestaltete Klaviere laden vom 04. bis 27. September an acht verschiedenen Plätzen im Stadtgebiet zu spontanen Mini-Konzerten ein. Das Kunst- und Kulturprojekt geht seit der Idee des englischen Künstlers Luke Jerram um die Welt und steht dieses Jahr unter dem Motto „This Song Is for You“, eine Anlehnung an „Your Song“ von Elton John. Ein entspannter Bummel durch die Innenstadt führt euch an den bunten Unikaten am Königsplatz, am Stadtmarkt oder am Metzgplatz vorbei. In der Altstadt könnt ihr euch am Holbeinplatz und in der Bäckergasse in den Bann ziehen oder eure Finger selbst über die Tasten fliegen lassen. Auch der Friedensplatz in Oberhausen, die Herz-Jesu-Kirche in Pfersee und die Handwerkskammer beim Siebentischwald laden zum Verweilen ein und dazu, mit anderen gemeinsame Momente zu teilen. Denn egal wer wir sind oder woher wir kommen, Musik kennt keine Grenzen.</p>



<p class="has-text-align-left"><strong>Wann?</strong> 04. bis 27. September<br><strong>Wo?</strong> <a title="https://www.augsburg-city.de/veranstaltungen/play-me-im-yours" href="https://www.augsburg-city.de/veranstaltungen/play-me-im-yours" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Hier</a> geht es zur Karte mit den Klavieren.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignleft size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/WhatsApp-Image-2019-12-05-at-15.10.55-927x1024.jpeg" alt="Ilaria Wollek - Chefredaktion" class="wp-image-12431" width="232" height="256" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/WhatsApp-Image-2019-12-05-at-15.10.55-927x1024.jpeg 927w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/WhatsApp-Image-2019-12-05-at-15.10.55-362x400.jpeg 362w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/WhatsApp-Image-2019-12-05-at-15.10.55-768x848.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/WhatsApp-Image-2019-12-05-at-15.10.55.jpeg 985w" sizes="(max-width: 232px) 100vw, 232px" /><figcaption>Ilaria Wollek &#8211; Chefredaktion</figcaption></figure></div>



<p><strong>Fashion Flohmarkt im Kongress am Park</strong></p>



<p>Langsam aber sicher neigt sich auch der Sommer 2020 dem Ende zu. Zeit, um im Kleiderschrank die kurzen Hosen und luftigen Oberteile auf die Seite zu räumen und Platz für dicke Pullis und Schals zu schaffen. Wer seine alten Schrank-Überbleibsel loswerden will oder einfach nur auf Schnäppchenjagd nach neuer, ausgefallener Kleidung ist, wird beim Fashion Flohmarkt im Kongress am Park sicher fündig. Die perfekte Beschäftigung für einen entspannten Samstagvormittag.</p>



<p><strong>Wann?</strong> 19. September 2020 von 10:00 bis 15:30 Uhr<br><strong>Wo?</strong> Kongress am Park<br><strong>Tickets?</strong> Besucher können sich über die <a title="https://www.fashion-flohmarkt.com/" href="https://www.fashion-flohmarkt.com/" target="_blank" rel="noreferrer noopener">Homepage</a> für eine bestimmte Uhrzeit registrieren. Die Standbuchung findet auch auf der Homepage statt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/06/IMG_20180615_083446-768x1024.jpg" alt="Marina Sandmann - Redaktion" class="wp-image-9730" width="192" height="256" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/06/IMG_20180615_083446-768x1024.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/06/IMG_20180615_083446-300x400.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/06/IMG_20180615_083446.jpg 1944w" sizes="(max-width: 192px) 100vw, 192px" /><figcaption>Marina Sandmann &#8211; Redaktion</figcaption></figure></div>



<p><strong>Die Augsburger Kurzfilmtage</strong></p>



<p>An 3 Tagen im September könnt ihr bei den Augsburger Kurzfilmtagen sowohl internationale als auch lokale Filme anschauen. Am 24.09. und 25.09.20 zeigt das Liliom Kino zwei Programmblöcke aus aller Welt, am Samstag könnt ihr Kurzfilme aus Augsburg und der Region bestaunen. Hierbei wird auch ein Gewinner-Film ermittelt. Welcher das ist, entscheidet ihr als Zuschauer_innen zusammen mit einer lokalen Jury. Viel Spaß beim Entdecken abwechslungsreicher Genres und neuer Filmproduzenten.</p>



<div class="wp-block-group"><div class="wp-block-group__inner-container is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow">
<p><strong>Wann?</strong> 24. bis 26. September 2020&nbsp;um 20 Uhr<br><strong>Wo?</strong> Liliom,&nbsp;Unterer Graben 1,&nbsp;86152 Augsburg<br><strong>Tickets?</strong> Gibt es bald im Online-VVK oder vor Ort im Liliom.</p>
</div></div>
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		<title>The Show Must Go On – Ein Hauch Nostalgie im Autokino Augsburg</title>
		<link>https://presstige.org/2020/06/autokinoaugsburg/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Simon Horndasch]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jun 2020 06:43:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Freitagabend im Auto. Zugegeben, es gibt aufregendere Orte, an denen ich mich aufhalten könnte, aber heute ist das der Ausgangs- und Endpunkt meiner Geschichte. Gemeinsam mit meiner Freundin stehe ich im VW Polo auf einem Parkplatz hinter dem Festplatz Gersthofen. Hier wird später Queen zu Gast und der Platz voll sein. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/06/autokinoaugsburg/">The Show Must Go On – Ein Hauch Nostalgie im Autokino Augsburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-1-1024x485.jpg" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" srcset="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-1-1024x485.jpg 1024w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-1-300x142.jpg 300w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-1-768x363.jpg 768w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-1.jpg 1386w" alt="© Simon Horndasch" width="624" height="296"><figcaption>© Simon Horndasch</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin: 12.0pt 0cm 12.0pt 0cm;">Ein Freitagabend im Auto. Zugegeben, es gibt aufregendere Orte, an denen ich mich aufhalten könnte, aber heute ist das der Ausgangs- und Endpunkt meiner Geschichte. Gemeinsam mit meiner Freundin stehe ich im VW Polo auf einem Parkplatz hinter dem Festplatz Gersthofen. Hier wird später Queen zu Gast und der Platz voll sein. Was, ohne Oscarpreisträger Rami Malek und dem von ihm gespielten Freddie Mercury zu nahe zu treten, vermutlich nicht an Bohemian Rhapsody liegt. Das ist der Film, der heute hier läuft. Eigentlich strömten für Mercury und seine Band Queen bereits 2018 über 3,8 Millionen Besucher*innen in die deutschen Kinos. Da aber aufgrund der Pandemie momentan keine neuen Filme starten, erhält die Queen-Biografie heute noch einmal eine große Bühne. Ich bin aber nicht nur wegen dem Film hier. Vor allem will ich wissen, ob sich ein Abend im Autokino lohnt und ob etwas dran ist an der Autokino-Nostalgie. Schuld an ihr sind Filmklassiker wie Grease. Da knutschen Teenager in prächtigen Oldtimern vor flackernden Leinwänden. Autokinos standen sinnbildlich für den American Way of Live. In Zeiten von Corona erscheint dieser kaum noch erstrebenswert. Ist das Autokino also nur ein leeres Versprechen oder eine Zeitkapsel in die 80er und die Jugend unserer Eltern?</p>
<figure><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-2-1024x485.jpg" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" srcset="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-2-1024x485.jpg 1024w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-2-300x142.jpg 300w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-2-768x363.jpg 768w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-2.jpg 1386w" alt="© Simon Horndasch" width="640" height="303">&nbsp;<figcaption>© Simon Horndasch</figcaption></figure>
<h4><strong>Der Fleck auf der Scheibe</strong></h4>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin: 12.0pt 0cm 12.0pt 0cm;">Aus diesem Grund bin ich hier. Viel zu früh. Der Festplatz ist noch leer. In allem Eifer stehen wir bereits um halb acht auf dem Parkplatz. Vor uns die Rückseite der Leinwand und ein paar Ordner*innen, die sich in der Mitte des Platzes in aller Ruhe unterhalten (mit Mundschutz versteht sich). Zeit, um die Situation zu rekapitulieren. Das Auto ist voll. Auf der Rückbank stapeln sich Decken und Kissen. Zwischen meinen Füßen zwei große Sushiboxen. Die Getränkehalter sind bestückt und irgendwo zwischen Schaltknüppel und Armaturenbrett versteckt sich eine Chipspackung. Wir sind vorbereitet. Damit dem Wohnzimmerflair nichts im Weg steht, muss ein Abend im Autokino geplant sein. Und Leute eins steht über allem, putzt eure Scheiben! Ihr glaubt nicht, wie uninteressant Freddie Mercury wird, sobald ihr diese eine langgezogene Schliere auf der Frontscheibe entdeckt. Die Brillenträger*innen unter euch werden mich verstehen.</p>
<h4><strong>Deutschland deine Autokinos</strong></h4>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin: 0cm 0cm 12.0pt 0cm;">Auf dem Gelände wirkt alles etwas improvisiert und dann doch ziemlich professionell. An Einweiser*innen fehlt es nicht. Jedes Auto wird in seine Parkposition begleitet. Der Festplatz wird so ideal ausgenutzt. Dank unserer frühen Ankunft gehören wir beim Einlassen den Ersten an und haben Glück. Große Autos müssen nach hinten. Mit dem Polo erhalten wir einen Platz in der ersten Reihe, leicht links der Leinwand. In der ehemals beliebten letzten Reihe, der sogenannten Love Line, will heute kaum jemand stehen. Früher hatten die Wagen noch durchgehende Vordersitze und so wurde die Love Line zur einzigen Reihe ohne neugierige Blicke (zumindest reden sich das unsere Eltern ein). Als die Autoindustrie in den 70er-Jahren dann auf getrennte Sitze umstellte, verloren auch Autokinos an ihrem Charme. Seitdem waren sie verstaubte Kultstätten heimlicher Outdoor-Romanzen, bis sie in diesen Tagen ihre Renaissance erleben.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin: 12.0pt 0cm 12.0pt 0cm;">Deutschland deine Autokinos: Gravenbruch, Kornwestheim, Aschheim, Porz… und jetzt Gersthofen. Die Nachfrage ist so groß wie lange nicht mehr, denn dem Autokino sei Dank, kommen Filmbegeisterte trotz Pandemie auf ihre Kosten. Wo es vor Corona noch keine Autokinos gab, schießen sie aus dem Boden und verwandeln die Provinz zum Epizentrum der deutschen Filmlandschaft. So auch in Augsburg. Hier verlagern gleich zwei Augsburger Programmkinos ihre Leinwände ins Freie. Während das Liliom bereits seit dem 27. Mai auf dem Festplatz Gersthofen Autofahrer*innen zum Freiluftkino empfängt, zieht das Kinodreieck ab Dienstag, den 9. Juni, nach und öffnet zum Messeflimmern die Schranken des Messegeländes.</p>
<figure><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-3-1024x485.jpg" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" srcset="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-3-1024x485.jpg 1024w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-3-300x142.jpg 300w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-3-768x363.jpg 768w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-3.jpg 1386w" alt="© Simon Horndasch" width="640" height="303">&nbsp;<figcaption>© Simon Horndasch</figcaption></figure>
<h4><strong>Das lange Warten</strong></h4>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin: 12.0pt 0cm 12.0pt 0cm;">Langsam füllt sich der Festplatz. Die Stimmung scheint feierlich, endlich ein Hauch von „Normalität“. Familien mit Kindern, verliebte Paare, beste Freund*innen. Endlich wieder unter Menschen. Endlich wieder Großveranstaltung &#8211; zumindest fast. Die Abstandsregeln werden eingehalten. Jeder ist in seinem Auto. Rechts von uns steht ein Familienvater, der während seine Kinder auf der Rückbank umhertollen, konzentriert die Tageszeitung aufschlägt. Auf der anderen Seite zaubert ein turtelndes Paar Champagner-Gläser und Kuchen hervor (auch sie scheinen vorbereitet). Mittlerweile tummeln sich Smarts, Cabrios und Touaregs auf dem Platz. Alle starren über ihr Lenkrad hinweg auf die riesige Leinwand. Da passiert aber erstmal nichts. Angekündigt war der Filmbeginn auf 20:45 Uhr. Stattdessen bleibt die Leinwand dunkel. Na ja, dunkel ist sie nicht. Genau das ist das Problem. Es ist einfach noch zu hell. Die Sonne lässt sich Zeit mit dem Untergehen und so warten wir bis 21:30 Uhr geduldig vor einer weißen Leinwand, bis dann… die Werbung beginnt. Immerhin ist sie recht unterhaltsam. Man sieht Michael Wörle, den Bürgermeister von Gersthofen, wie er seinen Kopf aus einem Autofenster reckt und das neu entstandene Kino auf dem Festplatz anpreist. Im selben Imagefilm wird das Autokino Gersthofen dann noch als „das Kulturevent in Schwaben“ betitelt. Ich frage mich, ob das Messeflimmern ähnliches von sich behauptet.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin: 12.0pt 0cm 12.0pt 0cm;">Der Imagefilm endet und wir sehen erneut nichts. Die Leinwand bleibt weiß und wir schlagen die Zeit tot, indem wir endlich unser Sushi in Angriff nehmen. Eigentlich wollten wir bis Filmbeginn warten, aber das halten wir nicht mehr aus. Sushi eignet sich super fürs Autokino, wenn da nicht diese Sojasoße wäre. Einmal nicht aufgepasst und schon ist es passiert. Der Geruch der Soße in den Sitzen ist penetrant und beschäftigt uns erstmal eine Weile. Bis um 21:45 Uhr, eine Stunde nach eigentlichem Start, das lange Warten endet und der Film doch noch beginnt.<b></b></p>
<figure><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-4-1024x485.jpg" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" srcset="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-4-1024x485.jpg 1024w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-4-300x142.jpg 300w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-4-768x363.jpg 768w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-4.jpg 1386w" alt="© Simon Horndasch" width="640" height="303">&nbsp;<figcaption>© Simon Horndasch</figcaption></figure>
<h4><strong>Ein Film für die Ohren</strong></h4>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin: 12.0pt 0cm 12.0pt 0cm;">Bohemian Rhapsody ist eine bildgewaltige Filmbiografie über den Paradiesvogel Freddie Mercury und seine Band Queen. Ich muss gestehen, dass ich den Film schon einmal gesehen habe. Im Bett liegend, auf dem Laptop. Nicht gerade ehrerweisend für ein oscarprämiertes Biopic. Daher gebe ich dem Film noch eine Chance. Beim ersten Mal war ich doch etwas enttäuscht (was wahrscheinlich auch am mäßigen Ton des Laptops lag). Heute tausche ich daher den Laptopbildschirm gegen die riesige Leinwand und die Laptopboxen gegen das Autoradio, das den wummernden Bässen hoffentlich standhält. Ich spreche den Radioboxen des Polos noch einmal Mut zu. Über die UKW-Frequenz 102,8 MHz gibt es dann die Hits von Queen. Ein Film für die Ohren. Der Ton ist gut. Ob das jetzt an Queen oder am soliden Autoradio liegt, sei mal dahingestellt. Immerhin hat der Film 2019 den Oscar für den besten Ton erhalten. Mit vier Academy Awards war er der Gewinner des Abends. Darunter auch ein Oscar für den besten Schnitt. Vor Kritik hat ihn das nicht geschützt. Es gibt ein <a href="https://www.youtube.com/watch?v=4dn8Fd0TYek&amp;t=19s">Video auf YouTube</a>, das den Schnitt des Films in 13 Minuten in der Luft zerpflückt. 2,6 Millionen Menschen haben sich das bislang angesehen. Auch ich hadere mit dem Schnitt. Aber zum Glück ist da noch mehr, was den Film ausmacht und so lasse ich mich, den Schnitt ignorierend, auf den Film ein.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin: 12.0pt 0cm 12.0pt 0cm;">Während ich den Beat von <i>Another One Bites The Dust</i> mit meinen Fingerkuppen in das Armaturenbrett klopfe, muss ich mir eingestehen, dass ich Spaß habe. Der Film unterhält mich. In einem Höllentempo hakt er Meilensteine der Bandgeschichte ab. Bandgründung, kometenhafter Aufstieg, legendäre Aufnahmesessions von Welthits, Paradiesvogel Mercury, dessen verruchte Eskapaden und das große Finale müssen erst einmal alle in dem zweieinhalbstündigen Band-Epos zusammengerafft werden. Das funktioniert deutlich besser als ich es noch vom ersten Mal auf dem Laptop in Erinnerung habe.</p>
<figure><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-5-1024x485.jpg" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" srcset="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-5-1024x485.jpg 1024w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-5-300x142.jpg 300w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-5-768x363.jpg 768w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-5.jpg 1386w" alt="© Simon Horndasch" width="640" height="303">&nbsp;<figcaption>© Simon Horndasch</figcaption></figure>
<h4><strong>Dicke Luft</strong></h4>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin: 12.0pt 0cm .0001pt 0cm;">Wenn mich doch mal das Schnittgewitter stört, ich nicht fassen kann, wie gut Rami Malek schauspielert oder lauthals in<i> We Will Rock You </i>einstimme. Raus damit. Niemand hört mich. Wir sind in unserem Auto – unserem Mikrokosmos. Gezwungenes Flüstern oder extra leises Popcornknabbern fordert hier niemand. Wenn ihr auf Kissen gepolstert und in Decken eingemummelt, im nach hinten gestellten Sitz, dem Spektakel auf der Leinwand folgt, wird jedes Auto zur Wohlfühloase. Gestört werdet ihr zwischendurch nur von den aufblitzenden Scheinwerfern einiger Fahrer*innen, wenn diese die Zündung einschalten, um die Fenster zu öffnen. Denn auch wenn ihr denkt das Kinoerlebnis könnte nicht besser werden, die Luft im Auto könnte es. Deshalb macht die Fenster von Beginn an einen Spalt breit auf. Eurer Kissen- und Deckenlager wärmt euch auch in kalten Nächten.</p>
<h4><strong>Last Man Standing</strong></h4>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin: 12.0pt 0cm 12.0pt 0cm;">Unter dem Deckenmeer liegend, fühle ich mich zurückversetzt in die Zeit, in der man im Kinderzimmer Höhlen baute und in ihnen in eine andere Welt verschwand. Obwohl der Film recht aktuell ist und auch sonst kein Retro-Charme aufzukommen droht, fühlt sich das Auto an wie eine Zeitkapsel. Wer erlebt heutzutage Filme noch auf diese Art und Weise. Normalerweise blicken wir im Bett lungernd auf unsere Laptops und vertrauen dem Netflix-Algorithmus, dass er uns einen passenden Titel vorschlägt. Das Kino kennen wir nur noch flüchtig. Warum 10 Euro für ein Ticket zahlen, wenn wir während dem Film nicht mal die neusten Insta-Stories checken können. Es braucht eine Pandemie damit wir Wochen lang vor unseren Bildschirmen liegend auf die Idee kommen als Zeitvertreib deutschlandweit Leinwände aufzustellen, um erneut auf Bildschirme zu schauen – jetzt halt im Freien.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin: 12.0pt 0cm 12.0pt 0cm;">Es ist ein Paradox. Früher florierte die Kinobranche und das Autokino galt als aussterbende Art, der man peinlich berührt eine Gnadenfrist auf dem Friedhof der Unterhaltungsbranche gewährte. Heute kämpft das Autokino als Last Man Standing gegen die allesfressenden Streaming-Monster Netflix und Amazon. Und bald könnte sich das Blatt schon wieder wenden. Dann nämlich, wenn die Kinos weltweit wieder öffnen dürfen. The Show Must Go On. In Bayern ist es ab dem 15. Juni so weit. Zwar vorerst mit maximal 50 Personen pro Vorführung und unter strengen Auflagen, aber die Frage bleibt, ob dann überhaupt noch wer ins Autokino geht. Ich frage mich, ob so ein Abend auch ohne Pandemie ein Erlebnis ist. Wäre der Festplatz auch dann voll, weil sich das Autokino schließlich als Sommerhit erweist oder verschwindet der Hype um die Freilichtstätten genauso schnell, wie er gekommen ist? Wir haben es in der Hand.</p>
<figure><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-6-1024x516.jpg" sizes="(max-width: 640px) 100vw, 640px" srcset="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-6-1024x516.jpg 1024w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-6-300x151.jpg 300w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-6-768x387.jpg 768w, http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Bild-6.jpg 1387w" alt="© Simon Horndasch" width="640" height="323">&nbsp;<figcaption>© Simon Horndasch</figcaption></figure>
<h4><strong>Der Abschied</strong></h4>
<p style="margin: 0cm; margin-bottom: .0001pt; text-align: justify; line-height: 150%;">Der Abspann läuft und die Lichter gehen an. Nicht wie üblich im Kinosaal, sondern in den Autos. Die Scheinwerfer leuchten auf und die Motoren erwachen zum Leben. Wir werfen Decken und Kissen auf die Rückbank und fahren los. Wie wir losrollen, beschleicht uns das Gefühl etwas vergessen zu haben. Zu schnell, zu einfach und unkompliziert ist der Aufbruch. Wo ich im Kino nach dem Aufstehen noch einmal meinen Sitz checke, ob ich nicht doch etwas vergessen habe und nach Geldbeutel und Handy in meinen Hosentaschen taste, drehen wir hier einfach den Zündschlüssel um. Es gibt nichts zum Vergessen. Alles ist im Auto und so verabschieden wir uns als der Zeiger auf 0:00 Uhr umschlägt in die Nacht und treten die Heimfahrt an.</p>
<p style="text-align: justify; line-height: 150%; margin: 12.0pt 0cm .0001pt 0cm;">Ein Freitagabend im Auto? Er lohnt sich. Egal ob mit oder ohne Pandemie. Wenn ihr die Möglichkeit habt, schaut bei einem der Augsburger Autokinos vorbei. Macht euch einen eigenen Eindruck wie es ist. Ich habe sie genossen, die Reise mit der Zeitkapsel. Auch wenn das Autokino wieder in Vergessenheit geraten sollte, erinnere ich mich gerne an meine Reise zurück in der Zeit. In die Zeit einer Pandemie, als wir unser Wohnzimmer ins Auto verlagerten und in lauen Sommernächten vor flackernden Leinwänden parkten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/06/autokinoaugsburg/">The Show Must Go On – Ein Hauch Nostalgie im Autokino Augsburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Was passiert hinter der Leinwand? &#8211; Ein Workshop im Programmkino Liliom</title>
		<link>https://presstige.org/2019/07/was-passiert-hinter-der-leinwand-ein-workshop-im-programmkino-liliom/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Isabelle Mader]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 18 Jul 2019 05:54:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[stadtnah]]></category>
		<category><![CDATA[Liliom]]></category>
		<category><![CDATA[Programmkino]]></category>
		<category><![CDATA[workshop]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie immer, wenn ich das Liliom betrete, liegt ein süßer Popcornduft in der Luft und ich bekomme Lust auf zwei entspannte Stunden mit einem guten Film… doch heute bin ich nicht wie sonst hier, um mich im Kinosessel von einem...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/07/was-passiert-hinter-der-leinwand-ein-workshop-im-programmkino-liliom/">Was passiert hinter der Leinwand? &#8211; Ein Workshop im Programmkino Liliom</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Bild-Artikel-707x1024.png" alt="" class="wp-image-11535" width="530" height="768" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Bild-Artikel-707x1024.png 707w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Bild-Artikel-276x400.png 276w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Bild-Artikel-768x1113.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Bild-Artikel.png 1104w" sizes="(max-width: 530px) 100vw, 530px" /><figcaption><br>© Isabelle Mader</figcaption></figure></div>



<p style="text-align:left">Wie immer, wenn ich das Liliom betrete, liegt ein süßer
Popcornduft in der Luft und ich bekomme Lust auf zwei entspannte Stunden mit
einem guten Film… doch heute bin ich nicht wie sonst hier, um mich im
Kinosessel von einem Film fesseln zu lassen, ich bin hier um etwas zu „lernen“.
Die Geschäftsführung des Liliom bietet den Besuchern des Kinos nämlich einen
Workshop an, bei dem man hinter die Kulissen eines Programmkinos blicken kann.
Da man als Besucher im Normalfall nur den Karten- bzw. Süßwarenverkauf sowie
den Film zu sehen bekommt, finde ich die Idee super und wollte diese Möglichkeit,
mehr über das Tun und Handeln eines kleinen Arthouse-Kinos zu erfahren, auf
jeden Fall nutzen. Was alles thematisiert wurde und was in einem Programmkino
so alles abgeht, möchte ich nun in diesem Artikel mit euch teilen.</p>



<p>Der Workshop fand in einem der Kinosäle des Liliom statt,
eine ungewohnte Situation im Kinosessel zu sitzen und zu wissen: heute kommt
kein Film. Zu Beginn der Veranstaltung haben sich die Referenten erst einmal
vorgestellt, darunter die Geschäftsführer des Liliom, Daniela Bergauer und Michael
Hehl sowie ein Vertreter des „Weltkino“-Filmverleihs, David Feucht.</p>



<p>Dass sich ein Programmkino von den großen Filmpalästen wie
Cinemaxx, Cinestar und wie sie doch alle heißen, unterscheidet, ist wohl jedem klar.
Aber was macht denn nun ein Programmkino genau aus? </p>



<p>Zuerst einmal richten sich die Filme, die in einem Programmkino
laufen, nach dem Standort des jeweiligen Kinos. Grund dafür ist, dass nicht
jeder Film überall gleich gut angenommen wird, wie ich im Workshop erfahren
habe. Als Beispiel nennt Geschäftsführerin Daniela Bergauer den Film „Der Junge
muss an die frische Luft“, der das Leben von Hape Kerkeling erzählt. Dieser
wurde im Norden von Deutschland mehr angeschaut, als bei uns hier in Bayern.
Daneben steigt auch für lokale Amateur-Filmemacher die Chance, dass sie in
einem Programmkino wie dem Liliom mal einen ihrer Filme zeigen können. </p>



<p>Aber nicht nur der Standort ist entscheidend, ein Kino wie
das Liliom arbeitet auch sehr zielgruppenorientiert. Das heißt, dass sich das
Programm eher an den Programmwünschen der 50-59-jährigen Besucher orientiert,
da diese Altersgruppe am meisten ins Kino geht. Die Zahl der Kinobesuche der
Gruppe der 20-29-jährigen hingegen nimmt ab, was zum Teil wohl auf
Streaming-Dienste wie Netflix zurückzuführen ist. Ich persönlich kann das nicht
verstehen, kein Netflix-Abend kann einen Kinobesuch mit einer guten Tüte
Popcorn und einer kleinen Cola ersetzen. </p>



<p>Letztlich versucht das Liliom auch, Filme auszusuchen, die
sich gut mit Events verbinden lassen. So kommt zum Beispiel gelegentlich der
Regisseur des gezeigten Films für eine Diskussion mit den Zuschauern vorbei
oder es werden zum Kinostart eines neuen Films vorab alte Film des Regisseurs
gezeigt. Dies ist übrigens bald wieder der Fall, um auf den neuen Film von Quentin
Tarantino „Once upon a time in Hollywood“ einzustimmen, zeigt das Liliom
Klassiker wie „Inglorious Basterds“ oder „Django Unchained“. Wie sich am Ende
in der Diskussionsrunde des Workshops gezeigt hat, kommt ein Event besonders
gut bei den Kinobesuchern an: „Cinema in Concert“ und die anschließenden Partys
mit DJ in der Liliom-Bar. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass dieses
Kino-Special in jedem Fall mal einen Besuch wert ist! Und auch wer einen Film
gerne mal in der Originalsprache sehen möchte, kommt im Liliom auf seine
Kosten, denn Montag ist OMU-Tag (=Original mit Untertitel). Diese Möglichkeit
bieten die großen Kinos meistens nicht an, weil der Großteil der deutschen
Kinobesucher Wert auf Synchronisation legt.</p>



<p>Beim Thema Filmauswahl stellt sich jetzt nun für viele
bestimmt noch eine Frage: Da die Besitzer eines Programmkinos in der
Filmauswahl immer etwas freier sind als die Multiplexkinos, laufen dann im
Programmkino nur Filme, die den Betreibern auch gefallen? Dies haben Daniela
Bergauer und Michael Hehl jedoch verneint, man muss ja auch wirtschaftlich
denken und seinen Unterhaltungsauftrag als Kino erfüllen. Außerdem gibt es ab
und zu einfach Must-Have-Filme, die man ins Programm aufnehmen muss, wie zum
Beispiel „Bohemian Rapsody“. Zudem haben die Besitzer des Kinos auch nicht die
Zeit, jeden Film, der läuft, im Voraus selbst zu sichten. Aber immerhin ca. 75%
der Filme haben die Beiden gesehen, bevor sie auf den Liliom-Leinwänden
flimmern.</p>



<p>Ein weiteres Thema, das im Workshop angesprochen wurde, war die Kalkulation des Eintrittspreises. Hier denkt sich jetzt erst mal jeder: „*stöhn* Kino ist so teuer!“. Und tatsächlich sind die Eintrittspreise im Durchschnitt die letzten Jahre gestiegen. Aber betrachtet man die andere Seite, die der Kinobetreiber, wird schnell ersichtlich, warum ein Ticketpreis von 9€ wohl doch gerechtfertigt sein kann. Zuallererst fließen die Ticketeinnahmen ja nicht direkt und zu 100% in die Geldbeutel der Kinobesitzer. Circa die Hälfte des Ticketpreises und manchmal sogar mehr als die Hälfte gehen an den Filmverleih, also die Firma, die das Kino sozusagen mit den Filmen versorgt. Daneben hat ein Kino natürlich auch noch andere Ausgaben: Strom, Miete, Personal, Technik bzw. anfallende Reparaturen, Nebenkosten und Modernisierungsmaßnahmen wollen ja auch finanziert werden. Deshalb spielen neben dem Filmgeschäft an sich ebenfalls Snacks und Getränke eine wichtige Rolle für die Einnahmen. Im Falle des Liliom kommt an dieser Stelle aber natürlich noch der Biergarten und die Bar als großer Pluspunkt hinzu. Alles in allem spricht sich das Betreiberteam gegen ein Preisdumping im Bereich Kino aus, da dies den Tod der Programmkinos bedeuten würde und ein Film als Kulturgut oder auch als Kunstobjekt immer noch einen gewissen Wert haben sollte. </p>



<p>Wenn ich nun im Nachhinein den Workshop Revue passieren lasse, war das ganze Event ein voller Erfolg. Ich habe viel Interessantes erfahren und einen super Einblick bekommen. Das alles in einer entspannten Atmosphäre, in der man zwischendurch auch immer Fragen stellen konnte. Nur einen Bruchteil von dem, was erzählt oder gezeigt wurde, kann ich hier in meinem Artikel wiedergeben, deshalb rate ich allen, die sich für das Thema interessieren, selbst mal im Liliom vorbeizuschauen, denn der nächste Workshop ist bereits für Herbst in Planung!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/07/was-passiert-hinter-der-leinwand-ein-workshop-im-programmkino-liliom/">Was passiert hinter der Leinwand? &#8211; Ein Workshop im Programmkino Liliom</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Programmkinos – Augsburgs alternative Leinwände</title>
		<link>https://presstige.org/2019/04/programmkinos-augsburgs-alternative-leinwaende/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Lukas Zwicker]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 16 Apr 2019 10:01:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[filme]]></category>
		<category><![CDATA[kino]]></category>
		<category><![CDATA[Kinodreieck]]></category>
		<category><![CDATA[Liliom]]></category>
		<category><![CDATA[Programmkino]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ob es die sündhaft teure Verpflegung, das Gedränge oder einfach nur der Wunsch nach einer Abwechslung im Filmangebot ist, so mancher Kinofan fühlt sich in den überdimensionierten Filmpalästen der Großstadt nicht immer gut aufgehoben. Doch auch hier lässt Augsburg niemanden im Stich: ein Blick auf die alternative Kinoszene unserer Stadt mit ihren so zahlreichen und unterschiedlichen Angeboten.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/04/programmkinos-augsburgs-alternative-leinwaende/">Programmkinos – Augsburgs alternative Leinwände</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p style="text-align:left"><strong>Ob es die sündhaft teure Verpflegung, das Gedränge oder einfach nur der
Wunsch nach einer Abwechslung im Filmangebot ist, so mancher Kinofan fühlt sich
in den überdimensionierten Filmpalästen der Großstadt nicht immer gut
aufgehoben. Doch auch hier lässt Augsburg niemanden im Stich: ein Blick auf die
alternative Kinoszene unserer Stadt mit ihren so zahlreichen und
unterschiedlichen Angeboten.</strong></p>



<p>Eines ist sicher, es gab schon
spannendere Kinojahre als 2019. Den großen Blockbustern fehlt es leider immer
häufiger an der kreativen Originalität, die einen Besuch im guten alten
Lichtspielhaus zu einem Erlebnis macht. Hollywood wirft mit Reboots und Remakes
um sich, die Werbung scheinbar länger als der eigentliche Film, dazu gibt es
Franchise-Atmosphäre und so teure Snacks, dass die Nachos ihr Gewicht in Gold
wert sind. Aber es gibt sie noch, die Kino-Perlen für Cineasten, in denen man in
entspannter Atmosphäre genießen kann, was 2019 abseits der großen
Kassenschlager zu bieten hat. Und tatsächlich hat Augsburg einiges an
sogenannten Programmkinos zu bieten:</p>



<p><strong>Das Augsburger Kinodreieck</strong></p>



<p>Der Kinoverbund „Kinodreieck
Augsburg“ bietet in der Innenstadt zwischen Rathaus und Dom gleich drei dieser
spezialisierten Kinos: Thalia, Savoy und Mephisto. Ihr Angebot reicht von
Blockbustern in der originalsprachigen Version bis hin zu anspruchsvolleren
Filmen, in ganz individueller Atmosphäre.</p>



<p>Los geht’s mit dem einstigen
„City Kino“ – dem heutigen Mephisto. Ein prachtvoller roter Teppich führt in
das Programmkino an der Karolinenstraße, begrüßt werden die Besucher von einer
gemütlichen altmodischen Atmosphäre in dem einen und einzigen Saal mit etwa 200
Sitzen. Ein einziger Saal bedeutet hier auch: ein einziger Film über mehrere
Wochen, garantiert kein Hollywood-Blockbuster, und (für moderne Kinogänger
vielleicht fast schockierend) garantiert keine Werbung davor.</p>



<p>Das Savoy hat von allen hier
erwähnten Kinos wohl die bewegteste Geschichte: vom Jazzkeller mit Kabarett
über Künstlerkneipe und Pornokino bis zum graffitigeschmückten Arthouse-Kino
von heute. In drei Sälen hat man die Qual der Wahl zwischen Kinopremieren,
Filmen in Originalsprache und ausgefalleneren Indie-Filmen. Wer es sich gerne
mal auf einem der fast 180 Plüschsessel in Wohnzimmer-Look bequem machen würde,
sollte dem kleinen Kino am Schmiedberg auf jeden Fall einen Besuch abstatten.</p>



<p>Und den letzten Teil des
Augsburger Kinodreiecks bildet das Thalia-Kino in einer kleinen Passage am
Obstmarkt. In dem Kino, in dem sogar 2009 die Anwärter auf den LOLA-Filmpreis
gezeigt wurden, sind die etwas bekannteren Programmkino-Filme zuhause, die auf
klassischen Polstersitzen in zwei Sälen mit 200 und 120 Plätzen gesehen werden
können. 2004 erweiterten die Kinodreieck-Betreiber ihr Angebot hier sogar noch:
Aus einem Thalia-Kinosaal im Obergeschoss wurde kurzerhand das Kaffeehaus
„Thalia-Café“.
Mit Wochen- und Weinkarten, die sich sehen lassen können und der größten
internationalen Presseauswahl Augsburgs steht auch einer Entspannung vor oder
nach dem Kinobesuch in beeindruckendem Ambiente nichts im Wege.</p>



<p>Das Kinodreieck bietet dabei auch
über das normale Angebot hinaus zahlreiche Highlights für Filmfans jeden Alters
und Geschmacks, regelmäßig ausgerichtete Filmfestivals wie „Tage des
unabhängigen Films“, „Augsburger Filmtage“ und das Open-Air-Kinoevent
„Lechflimmern“ im Sommer sind immer einen Besuch wert.</p>



<p><strong>Liliom</strong></p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/04/Cinema_in_Augsburg_1-939x1024.jpg" alt="" class="wp-image-10997" width="422" height="460" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/04/Cinema_in_Augsburg_1-939x1024.jpg 939w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/04/Cinema_in_Augsburg_1-367x400.jpg 367w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/04/Cinema_in_Augsburg_1-768x838.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/04/Cinema_in_Augsburg_1.jpg 1887w" sizes="(max-width: 422px) 100vw, 422px" /><figcaption>Filmkunsttheater Liliom am Unteren Graben</figcaption></figure>



<p>Das Filmkunsttheater Liliom
versteckt sich seit 1989 am Unteren Graben etwas abseits der Innenstadt. Aus
dem ehemaligen Brunnenpumpwerk ist nach jahrelangem Umbau in den Achtzigern ein
angesehenes Programmkino geworden, in dem Kino, Restaurant und Bar in einer
stilvollen Verbindung von Film und Architektur vereint wurden. Seitdem fand das
Liliom immer wieder Beachtung in regionalen und überregionalen Medien und
erhielt für seine Filmauswahl zahlreiche Preise. Dieses einzigartige Gebäude
voller Geschichte wartet mit 260 Plätzen in einem größeren und einem kleineren
Saal auf, im Foyer rauscht immer noch der Bach unter einer Glasscheibe
hindurch.</p>



<p>Wer also Wert auf einen
besonderen Kinobesuch in Augsburg legt, sucht nicht umsonst fernab der großen
Kinoketten: Das Angebot an einzigartigen Programmkinos mit einem
unverwechselbaren Filmangebot ist größer, als man auf Anhieb vermuten könnte. Ein
Blick in die kleineren Seitengassen der Innenstadt lohnt sich, um die kleinen
Kinos voller Charakter zu entdecken, die sich mitten im oder etwas abseits des
Großstadtrummels verstecken.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/04/programmkinos-augsburgs-alternative-leinwaende/">Programmkinos – Augsburgs alternative Leinwände</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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