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	<title>nachtleben Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>Selbstversuch: Tausch durch die Nacht (Teil 2)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Naunheimer]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 29 Jan 2015 09:00:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einem Bier gewappnet, starte ich in die Augsburger Clubszene. Meine Mission: Tausche dich durch die Nacht. Von billig zu teuer. Von klein zu groß. Dieser Selbstversuch erzählt von harten Geschäften, lockeren Angeboten, einem halben Strip Club-Dollar und davon, dass...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/selbstversuch-geld-tausch-teil-2/">Selbstversuch: Tausch durch die Nacht (Teil 2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit einem Bier gewappnet, starte ich in die Augsburger Clubszene. Meine Mission: Tausche dich durch die Nacht. Von billig zu teuer. Von klein zu groß. Dieser Selbstversuch erzählt von harten Geschäften, lockeren Angeboten, einem halben Strip Club-Dollar und davon, dass Alkohol auch keine Lösung ist. Und so geht es weiter in Teil zwei.<br />
</strong></p>
<h3>Drei Zigaretten und ein cheesy Angebot für Lau oder: Warum Alkohol auch keine Lösung ist</h3>
<p>Wir erinnern uns: Nach dem missglückten Versuch einen ertauschten Lippenstift loszuwerden, habe ich beschlossen, meine Geschäfte mit etwas Spiritus wieder anzuheizen – und bin zum Bier zurückgekehrt. Das Bier präsentierend, frage ich nun ein dynamisches Männer-Gespann auf der Tanzfläche: „Hättet ihr Lust dieses Bier gegen etwas einzutauschen?“ (komische Präsentationsbewegung in meiner Handgegend). Nicht sonderlich angetan von meinem Angebot, lehnen sie ab: „Nein, wir mögen kein Bier.“ Einige Minuten Stille. Ein verstörter Blick auf den Vollbart des einen. Dann überschlagen sich die Ereignisse und ich verliere den Überblick. Zweierlei Dinge könnten in den nächsten Minuten passiert sein: Entweder habe ich noch verstörter gewirkt, als angenommen, sodass man mich nun beruhigen muss, oder – was mache ich mir hier eigentlich vor? Denn mit offensichtlich (!) sexy Absichten ergänzt einer der beiden Jungs nun ein cheesy Angebot: „Behalte dein Bier und wir schenken dir drei Zigaretten. Dafür bleibst du bei uns.“ Da steht sie also plötzlich im Raum, eine komische Flirt-Kiste – unangenehm, unübersehbar und bislang unkommentiert.</p>
<p>Nach den richtigen &#8211; weil respektvollen und zugleich eindeutig verneinenden &#8211; Worten suchend, beschließe ich erst einmal aufgesetzt locker zu lachen und eine peinliche Wink-Bewegung zu machen. &#8220;Ach lass mal!&#8221;, sage ich. &#8220;Ein anderes Mal vielleicht&#8221;, heuchle ich noch ein bisschen. Und nehme frech die Zigaretten an mich.</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-3_Grafik.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6421" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-3_Grafik.jpg" alt="Tausch durch die Nacht 3_Grafik" /></a></p>
<p>Die verstörenden Ereignisse auf der Tanzfläche einigermaßen verdrängt, wird mir nach meinen zwei missglückten Tauschversuchen bewusst: Alkohol ist eben auch keine Lösung. Jemand muss euch endlich die Wahrheit sagen! Am Ende werde ich mein Bier aber doch noch los. An David. Jedenfalls glaube ich, dass er so heißt, denn er bietet mir einen Schlüsselanhänger mit der Aufschrift „David“ an. Ein wirklich schickes Teil: adrette Form, beruhigende Farben und praktische Handhabung. Kann man ja easy weitertauschen, denke ich. Also an einen David eben. Mist. Als ich diesen erneuten Schnitzer in meiner Methodik bemerke, hat David das Bier schon in der Hand.</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-4_Grafik.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6422" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-4_Grafik.jpg" alt="Tausch durch die Nacht 4_Grafik" /></a></p>
<h3>Zigaretten gegen Freikarten</h3>
<p>Mein Bier bereits an den Mann gebracht, fallen mir plötzlich die Zigaretten wieder ein. Ungelenk klemme ich sie mir zwischen die Finger und trage sie ins Freie. Dort treffe ich zwei nette Studenten. Sie geben mir zu verstehen, dass sie die Zigaretten gerne hätten, aber auch, dass sie nichts zum Tauschen anbieten können. Einer der beiden kramt etwas aus seiner Gesäßtasche – der vielleicht letzte Ort von dem ein Tausch-Gegenstand kommen sollte, denke ich vor mich hin. Das bestätigen dann auch die beiden Freikarten für den Touch Club, die er dort herausholt. „Dein Ernst?“, frage ich und werde etwas indiskreter, weil panisch: „Bekomme ich dein T-Shirt?“</p>
<p>Natürlich bekomme ich das T-Shirt nicht. Stattdessen frage ich mich weiter durch die Gruppe der Raucher. Keiner will tauschen. Mittlerweile hat es angefangen zu regnen und meine Zigaretten sehen bereits etwas unschön aus. Voller Demut krieche ich zurück, zurück zu zwei Freikarten für den verdammten Touch Club.<a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-5_Grafik.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6417" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-5_Grafik.jpg" alt="Tausch durch die Nacht 5_Grafik" /></a></p>
<h3>Schlüsselanhänger gegen Tampon, Glocke und das mit dem halben Strip Club-Dollar</h3>
<p>Als ich den Club gegen vier Uhr verlasse, habe ich einen Schlüsselanhänger von und für David, zwei Freikarten für den Touch Club und kläglich versagt. Doch am Königsplatz nimmt mein Selbstversuch eine erneute Wendung. Dort treffe ich auf eine Gruppe, die sich fälschlicherweise als Franzosen ausgibt und richtigerweise Bock hat, zu tauschen. „Heißt von euch zufällig jemand David?“, frage ich eher rhetorisch als ernst. „Ja, wieso?“, entgegnet mir David. Ob man mich gerade verarscht, vermag ich durch meine müden Augen nicht mehr zu erkennen. Ebenso wie die Tatsache, dass ich es geschafft habe, mich noch weiter nach unten zu tauschen: zu einem Tampon und einer kleinen Glocke. „Sie läutet sogar“, rede ich mir ein und freue mich.</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-6_Grafik.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6424" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-6_Grafik.jpg" alt="Tausch durch die Nacht 6_Grafik" /></a></p>
<p>Getrieben vom scheinbaren Erfolg dieses Tauschgeschäftes versuche ich auch noch die Freikarten loszuwerden. Plötzlich vernehme ich die Worte „Dollar“ und „Strip Club“. Ich wittere einen guten Handel, doch der Besitzer hängt an seinem Dollar. Er bedeute ihm sehr viel, sagt er, sie seien eben dort gewesen, hätten Spaß gehabt. Von seinen Freunden und diversen Präsentationsbewegungen meinerseits zugrunde gerichtet, knickt er aber letztlich ein. Triumphierend schließe ich meinen Versuch ab: mit einem halben, rosafarbenen und sexy bedruckten (!) Dollar aus der „Golden Girls“ Tabledance-Bar. Und mit lustigen, netten wie fragwürdigen Bekanntschaften.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-7_Grafik.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6425" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-7_Grafik.jpg" alt="Tausch durch die Nacht 7_Grafik" /></a></p>
<blockquote>
<p dir="ltr"><strong>Schwerpunkt: Geld</strong></p>
<table style="background-color: transparent;">
<colgroup>
<col width="20%" />
<col width="80%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Themenwoche_Geld.png" alt="" /></td>
<td>Das Studentenleben dreht sich häufiger darum, als uns manchmal lieb ist: Geld. Ganz egal, ob wir es brauchen, um es in Bier zu investieren, den Kühlschrank zu füllen oder es für unsere kleinen Träume zurückzulegen. Darum widmet die presstige-Redaktion dem Geld einen Schwerpunkt. Alle bisher erschienenen Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/geld/">sind hier gesammelt</a>.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/selbstversuch-geld-tausch-teil-2/">Selbstversuch: Tausch durch die Nacht (Teil 2)</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Selbstversuch: Tausch durch die Nacht (Teil 1)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Naunheimer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 28 Jan 2015 17:00:43 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit einem Bier gewappnet, starte ich in die Augsburger Clubszene. Meine Mission: Tausche dich durch die Nacht. Von billig zu teuer. Von klein zu groß. Dieser Selbstversuch erzählt von harten Geschäften, lockeren Angeboten, einem halben Strip Club-Dollar und davon, dass...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/selbstversuch-geld-tausch-teil-1/">Selbstversuch: Tausch durch die Nacht (Teil 1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mit einem Bier gewappnet, starte ich in die Augsburger Clubszene. Meine Mission: Tausche dich durch die Nacht. Von billig zu teuer. Von klein zu groß. Dieser Selbstversuch erzählt von harten Geschäften, lockeren Angeboten, einem halben Strip Club-Dollar und davon, dass Alkohol auch keine Lösung ist.</strong></p>
<h3>Bier gegen Lippenstift</h3>
<p>Mein Versuch beginnt am Samstag, den 10. Januar 2015, in der Augsburger Maximilianstraße. Der gut durchdachte Startgegenstand: eine wohltemperierte Flasche Augustiner. Neben dem Hotel „Steigenberger Drei Mohren“ treffe ich auf meine ersten Tauschpartner, eine Gruppe Mädels. Sie sehen durstig aus. Und reich. Also frage ich, ob sie gerne etwas gegen mein Bier tauschen wollen. Zu meiner Überraschung erhalte ich den ersten Gegenstand des Abends, einen Lippenstift. Angeblicher Wert: 35 Euro.</p>
<figure id="attachment_6419" aria-describedby="caption-attachment-6419" style="width: 5760px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-1_Grafik.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-6419 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-1_Grafik.jpg" alt="Tausch durch die Nacht 1_Grafik" width="5760" height="4320" /></a><figcaption id="caption-attachment-6419" class="wp-caption-text">Text: Rebecca Naunheimer, Fotos &amp; Illustrationen: Paul von Platen</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>„Was denkst du, was ich am Ende des Abends mit nach Hause nehmen könnte?“, erbitte ich von der netten Besitzerin noch eine Prognose. Sie sagt: „Ein Männershirt.“ „Darauf habe ich auch spekuliert“, gestehe ich ihr. Dass wir damit beide falsch liegen, soll sich im Laufe der Nacht noch zeigen. Zuvor eine kurze Lagebesprechung: Auf Basis einer komplizierten Berechnung zur Maximierung der Eintrittswahrscheinlichkeit eines Tauschkontaktes entscheide ich, den Versuch in der Augsburger Maha Bar weiterzuführen.</p>
<h3>Lippenstift gegen Bier</h3>
<p>Dort erstickt die anfängliche Euphorie über den Lippenstift schnell in den muffigen Katakomben und der bitteren Erkenntnis, einen methodischen Fehler begangen zu haben. Mit dem geschlechtsspezifischen Gegenstand habe ich die Gruppe meiner potenziellen Tauschpartner mal eben um die Hälfte dezimiert. Verdammt.</p>
<p>Wie ein gruseliger alter Mann auf Aufreißer-Tour geiere ich also um die Frauen auf der Tanzfläche herum. Als ich die Ersten anspreche, ihnen vom Schneid und Wert des Lippenstifts berichte, blitze ich ab. Sie hätten überhaupt nichts zum Tauschen dabei, sagen sie. Damit macht sich der zweite methodische Fehler bemerkbar: Wenn sich schon in den Handtaschen der Mädels nichts für mich finden lässt, wie enttäuschend mag es dann in den Hosen der Jungs aussehen?</p>
<blockquote>
<p dir="ltr"><strong>Schwerpunkt: Geld</strong></p>
<table style="background-color: transparent;">
<colgroup>
<col width="20%" />
<col width="80%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Themenwoche_Geld.png" alt="" /></td>
<td>Das Studentenleben dreht sich häufiger darum, als uns manchmal lieb ist: Geld. Ganz egal, ob wir es brauchen, um es in Bier zu investieren, den Kühlschrank zu füllen oder es für unsere kleinen Träume zurückzulegen. Darum widmet die presstige-Redaktion dem Geld einen Schwerpunkt. Alle bisher erschienenen Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/geld/">sind hier gesammelt</a>.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Aber ich lasse nicht locker, frage weiter. Versuche möglichst sympathisch zu wirken, nicht gruselig. Also lache ich. Ich lache über jeden Witz, jeden Spruch, der mir begegnet. Hier und da klingt mein Lachen schrill und hysterisch. Vielleicht bringen meine Bemühungen auch deshalb keine Ergebnisse. Immer noch halte ich den verdammten Lippenstift in der Hand.</p>
<p>Aus Verzweiflung treffe ich eine folgenschwere Entscheidung: Ich gehe zur Bar. Nicht, was ihr jetzt denkt – wobei Saufen durchaus eine nette Idee gewesen wäre. Nein, ich habe entschieden, die Logik des Versuchs zu brechen und zum Ausgangspunkt zurückzukehren. Dazu pirsche ich mich an eine sympathisch aussehende Blondine heran und frage: „Würdest du mir ein Bier kaufen, wenn ich dir diesen Lippenstift schenke?“ Mit dem Schneid einer Verkäuferin im Teleshopping mache ich mit meiner Hand eine fragwürdige Präsentationsbewegung und halte ihr den Lippenstift erwartungsvoll entgegen. Sie begutachtet ihn, wirkt nicht abgeneigt. Beinahe interessiert. Beiläufig erwähne ich, dass er einmal 35 Euro gekostet hat. Sie willigt ein. Im nächsten Moment halte ich wieder ein Bier in der Hand.</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-2_Grafik.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-6420" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Tausch-durch-die-Nacht-2_Grafik.jpg" alt="Tausch durch die Nacht 2_Grafik" /></a></p>
<p>Mit meinem Bier streife ich erneut durch den Club, erwartungsvoll und optimistisch. Berechnend spreche ich zwei Jungs an – ich halte sie für sehr männlich und bier-affin, da tätowiert und gepierct. Sie lehnen ab. „Wir haben nichts zum Tauschen“, sagen sie. Aber ich versuche es erneut, und setze einen Blick auf, von dem ich denke, dass er ziemlich süß aussieht. So irgendwie. Jetzt bietet mir einer der Jungs seinen Kollegen an: „Du kannst ihn haben!“ Ich fühle mich geschmeichelt, lasse jedoch durchblicken, dass ich verzichte. Ich halte ihn für schlecht eintauschbar. In meinem Augenwinkel sehe ich, dass er, das Tauschobjekt, darüber erleichtert ist. Er wirkte zuletzt ängstlich und ablehnend. Als ich weggehe, frage ich mich, ob er dachte, ich hätte K.-o.-Tropfen in das Bier gemischt. Außerdem überdenke ich meinen süßen Blick.</p>
<p>Mit frischer Miene versuche ich es erneut bei einem dynamischen Männer-Gespann. Diesmal läuft es ein bisschen besser. Und auch komischer. Es folgt die vielleicht verstörendste Konversation des Abends und die Erkenntnis, dass Alkohol eben auch keine Lösung ist. All das lest ihr morgen in Teil 2 des Selbstversuchs.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/selbstversuch-geld-tausch-teil-1/">Selbstversuch: Tausch durch die Nacht (Teil 1)</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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