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	<title>presstig#27 Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>Das Grandhotel Cosmopolis</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Petra Maier]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 17 Jan 2015 08:42:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[weitblick]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine Wohnstätte für Reisende, Flüchtlinge und Künstler Seit 2011 entsteht mit dem Grandhotel Cosmopolis ein Gesamtkunstwerk im Augsburger Domviertel. Es ist ein sehr dynamischer Ort, an dem Reisende, Flüchtlinge, kreative Freigeister und Künstler zusammenkommen. Eine Wohnform der besonderen Art. Von...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Eine Wohnstätte für Reisende, Flüchtlinge und Künstler</h2>
<figure id="attachment_6226" aria-describedby="caption-attachment-6226" style="width: 580px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Grandhotel_580px.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-6226 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Grandhotel_580px.jpg" alt="Grandhotel_580px" width="580" height="270" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Grandhotel_580px.jpg 580w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Grandhotel_580px-400x186.jpg 400w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /></a><figcaption id="caption-attachment-6226" class="wp-caption-text">Text: Petra Maier – Fotos: Petra Maier &amp; Natalia Sander</figcaption></figure>
<p><strong>Seit 2011 entsteht mit dem Grandhotel Cosmopolis ein Gesamtkunstwerk im Augsburger Domviertel. Es ist ein sehr dynamischer Ort, an dem Reisende, Flüchtlinge, kreative Freigeister und Künstler zusammenkommen. Eine Wohnform der besonderen Art.</strong></p>
<p>Von hinten sieht das Grandhotel Cosmopolis relativ unscheinbar aus: Die Fassade des sechsstöckigen Gebäudes ist in einem tristen ockergelb gehalten, während die Balkone entlang der Rückwand mit dunkelbraunem Holz verkleidet sind. Erst, wenn man zur Vorderseite des Hauses gelangt, eröffnet sich eine kleine, bunte Welt, fast wie ein eigener Kosmos. Die Stufen zur Eingangstür sind mit einem roten Teppich bedeckt, das Foyer überfordert zunächst ein bisschen ob der vielen Eindrücke: An den Wänden hängen Fotos und Bilder in verschiedenen Stilen, überall stehen kleine Blumenvasen in unterschiedlichen Formen und Größen und die Möbel sind ein bunter Mix aus den vergangenen Epochen des letzten Jahrhunderts. Der gesamte Eingangsbereich ist in ein warmes, gelbes Licht getaucht, das durch die vielen Lampen erzeugt wird. Dazu erklingt Musik aus einem alten Plattenspieler. Hin und wieder kann man Kinder lachen hören. Es wirkt wie ein stolzes Hotel der 1920er-Jahre, gleichzeitig fühlt man sich aber auch sehr heimelig. Diese Mischung macht den Reiz des Grandhotels Cosmopolis aus.</p>
<h3>Ein Raum für Reisende</h3>
<p>Im Grunde genommen ist hier jeder willkommen. Das Grandhotel ist vor allem aber ein Raum für alle, die auf der Reise sind, meinen Christina Görner und Theresa Pastorek, die sich hier als Praktikantinnen ehrenamtlich engagieren. Dabei sei es egal, ob es sich um eine Flucht oder eine Änderung im Leben handle und man deswegen hierher komme oder ob man einfach nur aus dem Alltag ausbrechen möchte. Das Gebäude, das früher einmal ein Altersheim war, beherbergt im Schnitt fünfzig bis sechzig Gäste mit Asyl – so werden Flüchtlinge hier genannt. Daneben bieten zwölf Doppelzimmer und vier Hostelzimmer mit jeweils vier Betten eine Unterkunft für Reisende. „Das Schöne ist, dass erst einmal nicht unterschieden wird zwischen den Leuten, die hier sind“, meint Christina Görner. In der Regel frage man nicht, ob jemand Hotelgast oder Flüchtling sei, das ergebe sich meist im Gespräch. Jeder sei erst einmal gleich und solle hier ein zweites Zuhause finden können. Neben den Reisenden sind auch lokale Künstler wie Wolfgang Reiserer oder Martin Beckers im Haus, die in den oberen Stockwerken ihre Ateliers haben. Wer nicht im Grandhotel wohnt oder arbeitet, kann einfach einmal auf einen Kaffee oder Tee in der Lobby vorbeischauen. Denn dort, im Herzstück des Hauses, ist immer etwas los und man trifft leicht auf nette Leute. Die Gäste checken hier ein und aus und abends sitzen alle zusammen. Wer sich selbst einmal einbringen möchte, kann zum Beispiel einen Abend lang an der Bar aushelfen; alternativ kann man auch beim Backzirkel mitmachen. Wer eine Sprache beherrscht, die bei den Flüchtlingen relevant ist, kann außerdem dolmetschen. Letztendlich ist jeder wichtig, egal, was er kann, denkt Christina Görner. Ihr gefällt am Projekt, dass man nicht unter Druck gesetzt wird: Wenn man sich beispielsweise nicht so gut mit Flüchtlingspolitik auskennt, hilft man eben bei etwas anderem wie dem Wäschewaschen.</p>
<p> [<a href="https://presstige.org/2015/01/grandhotel-cosmopolis/">See image gallery at presstige.org</a>] <br />
</p>
<h3>Leben im Grandhotel</h3>
<p>Nach zwei Jahren Planung konnten im Juli 2013 die ersten Flüchtlinge einziehen. Da das Grandhotel als herkömmliche Flüchtlingsunterkunft angesehen wird, werden die Gäste mit Asyl von der Regierung zugeteilt. Das Haus gehört der Diakonie; sie kümmert sich auch um die Flüchtlingsberatung. Christina Görner beschreibt das Leben im Grandhotel als sehr aufregend und intensiv; gleichzeitig sei es aber auch anstrengend, da es schwerfalle, den Kopf frei zu kriegen. Schön sei allerdings, eingebunden zu sein und so viele verschiedene Menschen mit unterschiedlichen Geschichten zu treffen. Auch ihrer Kollegin Theresa Pastorek gefällt diese Vielfalt an Kulturen und Nationen sehr gut. Wie es sich anfühlt, im Grandhotel zu leben, wird aber erst klar, wenn man längere Zeit hier ist. Erst dann lernt man die Menschen, die hier ihr Zuhause haben, richtig kennen.</p>
<h3>Ein Ort der Kunst und Kreativität</h3>
<p>Das Grandhotel ist aber nicht nur ein Zuhause und ein Arbeitsplatz, sondern auch ein Ort der Kreativität. Das merkt man bereits, wenn man das große Gebäude betritt: Überall hängen Fotos und Gemälde. Jedes Stockwerk folgt einem anderen Farbschema. Die Hotelzimmer wurden komplett von Künstlern gestaltet, kein Raum gleicht dem anderen. So gibt es zum Beispiel ein Spiegelzimmer, dessen Wände mit glitzernden silbernen Folien überzogen sind. Immer wieder werden die Zimmer nach Absprache mit dem jeweiligen Künstler umgestaltet. In der Lobby wird alle zwei Monate eine andere Ausstellung gezeigt. Auch musikalisch ist im Grandhotel einiges los: Circa vier bis sechs Konzerte werden hier im Monat gespielt.</p>
<h3>Zukunftsvisionen</h3>
<p>Geplant ist außerdem eine Bürgergaststätte mit einem Mittagstisch aus zwei wechselnden vegetarischen bzw. veganen Gerichten zu einem kleinstmöglichen Preis. Die Augsburger sollen so noch mehr integriert werden, sie sollen auf das Grandhotel aufmerksam werden und der Austausch zwischen Gästen mit Asyl und den hiesigen Bewohnern soll weiter gefördert werden. Zwar wird permanent versucht, die Integration zu erleichtern; allerdings gestaltet sich das Ganze etwas schleppend, da immer noch Sprachbarrieren bestehen und die Räumlichkeiten teilweise erst aufgebaut werden. Bis dahin ist es noch ein langer Prozess. Wer sich von dem Konzept angesprochen fühlt, kann jederzeit mithelfen.</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/12/Cover.jpg" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 27: Wohnen<br />
</strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 27 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2014/12/ausgabe-27-wohnen/">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige27/">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/wohnen/">Der Schwerpunkt Wohnen</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
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		<title>Schätze im Müll</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lara Neidhart]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 Jan 2015 18:36:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[stadtnah]]></category>
		<category><![CDATA[augsburg]]></category>
		<category><![CDATA[fotostrecke]]></category>
		<category><![CDATA[muell]]></category>
		<category><![CDATA[presstig#27]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Auf der Suche nach den Juwelen des Augsburger Sperrmülls Sperrmüll: Das sind Unmengen von durchgesessenen Sofas und Pressspanplatten? Nein, nicht nur! Wir begeben uns auf eine Schatzssuche durch den Augsburger Sperrmüll. In Oberhausen stoßen wir auf Stühle, die sich perfekt...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/schaetze-im-muell/">Schätze im Müll</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Auf der Suche nach den Juwelen des Augsburger Sperrmülls</h2>
<p><strong>Sperrmüll: Das sind Unmengen von durchgesessenen Sofas und Pressspanplatten? Nein, nicht nur! Wir begeben uns auf eine Schatzssuche durch den Augsburger Sperrmüll.</strong></p>
<p>In Oberhausen stoßen wir auf Stühle, die sich perfekt in unseren Küchen gemacht hätten. Doch wir werden bereits misstrauisch von Polizeibeamten beobachtet. Etwas irritiert sehen wir uns weiter um und entdecken einen voll funktionsfähigen Kicker. Die Entscheidung, ob wir ihn mitnehmen, wird uns aber von der Oberhausener Polizei abgenommen, die plötzlich die gesamte Straße absperrt. Um nicht in eine Schießerei zu geraten, nehmen wir lieber unsere Beine statt den Kicker in die Hand. Natürlich bleibt auch die Stadtmitte um den Kö nicht von Müllattacken verschont. Doch dort, inmitten des Schrotts, entdeckten wir unseren wohl schönsten Sperrmüll-Schatz: einen alten Koffer. Sofort denken wir an die Kinderserie „Briefe von Felix“, in welcher ein kleiner Stoffhase mit solch einem Koffer verreist. Wir fragen uns, was dieser Koffer schon von der Welt gesehen und erlebt hat.</p>
<p> [<a href="https://presstige.org/2015/01/schaetze-im-muell/">See image gallery at presstige.org</a>] </p>
<p>Auch auf dem Weg zur Uni ist unser mittlerweile höchst ausgeprägtes „Sperrmüll-Radar“ auf Suchmodus. So finden wir gegenüber der Berufsschule, direkt am Straßenrand, einen weiteren Haufen Sperrmüll. Neben alten Matratzen und einem wackligen Regal sticht uns ein kaum benutzter Stepper in die Augen. Passend zur Universität entdecken wir in der Von-Parseval-Straße außerdem einen Gedichtband von Friedrich Hölderlin. Inmitten von leeren Essensverpackungen eine echte Überraschung! Im Hinterhof der Augusta-Brauerei finden wir eine einsame Kaffeemaschine. Es gelingt uns, ein paar Schnappschüsse zu machen, doch kurz<br />
darauf werden wir wegen unerlaubten Betretens vom Gelände geworfen.</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/12/Cover.jpg" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 27: Wohnen<br />
</strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 27 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2014/12/ausgabe-27-wohnen/">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige27/">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/wohnen/">Der Schwerpunkt Wohnen</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/schaetze-im-muell/">Schätze im Müll</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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