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	<title>provinoclub Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>&#8220;Meins?&#8221; Die Eigentumskonferenz im Provino</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Miriam Scheibe]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 10 Jul 2019 08:01:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Buntes Treiben herrschte am vergangenen Wochenende im Augsburger Provino Club. Von Freitag bis Samstag fand dort „Die Eigentumskonferenz“, das „2. Festival der Solidarität“ statt. Während im inneren des Clubs Konferenzen, Workshops und Ausstellungen stattfinden, kann man im Außenbereich über die...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/07/meins-die-eigentumskonferenz-im-provino/">&#8220;Meins?&#8221; Die Eigentumskonferenz im Provino</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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<p><em>Buntes Treiben herrschte am vergangenen Wochenende im Augsburger Provino Club. Von Freitag bis Samstag fand dort <a href="https://augsburg.solidarity-city.eu/startseite/meins-die-eigentumskonferenz/">„Die Eigentumskonferenz“</a>, das „2. Festival der Solidarität“ statt. Während im inneren des Clubs Konferenzen, Workshops und Ausstellungen stattfinden, kann man im Außenbereich über die Initiativenstraße“ flanieren, wo verschiedene Organisationen und Projekte ihre Ideen an Ständen vorstellen, oder im gut besuchten „Wirgarten“ bei Kaffee und Linseneintopf beisammensitzen und diskutieren. Hier treffe ich mich am Samstagnachmittag mit Steini und Anne, Mitglieder des <a href="https://augsburg.solidarity-city.eu/">Netzwerkes Solidarische Stadt Augsburg</a>, welches die Eigentumskonferenz organisiert hat, um über Idee und Vision dieses Events irgendwo zwischen Konferenz und Festival zu sprechen.</em></p>



<p><strong>Hi! Zu Beginn ist vielleicht erst mal interessant, wieso das hier das „2. Festival der Solidarität“ ist. Gab es so eine Konferenz denn schon mal?</strong></p>



<p>Anne: Es heißt deswegen so, weil es im letzten Jahr die „Erste Augsburger Sicherheitskonferenz“ gab – <em>ein </em>&nbsp;Festival der Solidarität. </p>



<p><strong>Und wie kam es dann zu der Idee, das dieses Jahr ausgerechnet zu einer Eigentumskonferenz zu machen?                                                              </strong></p>



<p>Steini: Letztes Jahr war für uns der Sicherheitsbegriff etwas Zentrales und nach dem Nachbereitungstreffen der Sicherheitskonferenz haben wir überlegt, was noch ein wichtiges Thema ist, und kamen dann relativ schnell auf den Eigentumsbegriff. Ich glaube es war so im Januar, wo die Diskussion war, welches Oberthema wir nehmen und danach hat die öffentliche Debatte um Eigentum nochmal viel Fahrt gewonnen. Viele Diskussionen laufen auf das Thema Eigentum hinaus – also „wem gehört’s?“ Ob es im Wohnungsmarkt war, wo sich zum Beispiel Kevin Kühnert nochmal zum Eigentum geäußert hat und eine Riesenwelle angeschoben hat. Oder die Frage, ob es ein „Recht auf Stadt“ gibt. Für wen ist die Stadt da? Schließt man bestimmte Gruppen aus von der Nutzung von bestimmten Orten? Da gab es etwa im letzten Jahr viele Streitereien um den Elias-Holl-Platz, wo Jugendliche vorgeblich zu laut waren und man sie vertreiben wollte. Aber dann sind sie eben woanders… Man muss den Jugendlichen doch irgendwie einen Raum geben. Oder wir hatten auch dieses Jahr wieder Diskussionen um Abtreibungen und Schwangerschaftsabbrüche, das ist auch eine Frage des Eigentums: Ist mein Körper mein Eigentum, darf ich darüber bestimmen als Frau? … Und noch viele andere Sachen. An <em>so</em> vielen Ecken hatten wir allein dieses Jahr Diskussionen, die auf den Eigentumsbegriff zugerollt sind, also eigentlich können wir uns ja fragen, ob wir mit dem Thema voll den Nerv der Zeit getroffen haben. Und das war ja wirklich auch zufällig, also dass es dieses Jahr so viel dazu gibt, hätten wir auch nicht ahnen können.</p>



<p>Umso mehr freut es uns auch, dass hier so viele verschiedene
Gruppen dabei sind. Wir haben die Leute vom Frauenstreik dabei, die eine
Ausstellung und einen Vortragsworkshop machen. Wir haben den Flüchtlingsrat
dabei. Wir haben viele Initiativen dabei aus dem Bereich Wohnen: „Unser Haus
e.V.“, „Paradieschen“, „Tiny House“.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66390156_2300991970168973_6637466682853949440_n-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-11570" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66390156_2300991970168973_6637466682853949440_n-1-1024x768.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66390156_2300991970168973_6637466682853949440_n-1-400x300.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66390156_2300991970168973_6637466682853949440_n-1-768x576.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66390156_2300991970168973_6637466682853949440_n-1.jpg 1488w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Die Aktiven der Initiative &#8220;Tiny House&#8221; bauen an den Konferenztagen ein winziges Haus für eine wohnungslose Person, um die Problematik der Wohnungslosigkeit sichtbar(er) zu machen. Und Jung und Alt hilft mit. </figcaption></figure>



<p><strong>Wie kam es denn dazu,
dass so viele Gruppen beteiligt sind? Oder allgemeiner: wie wurde die Idee zur
Konferenz in die Praxis umgesetzt?</strong></p>



<p>Anne: Wir haben uns als Solidarische Stadt, also als Aktive
dort in dem Bündnis, in einem Brainstorming-Prozess für den Eigentumsbegriff
entschieden, weil wir dachten, dass das Thema viele was angeht und für viele
ein wichtiges Phänomen ist, und haben dann einen Beteiligungsaufruf gemacht.</p>



<p>Steini: In dem Beteiligungsaufruf waren nach einem ersten
Brainstorming schon etwa 20 Themenideen zum Eigentumsbegriff dabei. Den
Aufrufstext haben wir dann an Akteur*innen der Sicherheitskonferenz vom letzten
Jahr geschickt, auf unsere Webseite gestellt, per Facebook geteilt und um
Rückmeldung gebeten im Sinne von „Wo tritt für dich Eigentum zutage, ist das
ein positiver Eigentumsbegriff oder stellt Eigentum für dich vielleicht auch
ein Problem dar? Habt ihr irgendwie Praxen, wo ihr sagt, da könnte man mit
Eigentum anders umgehen?“</p>



<p>Anne: Und das eigentliche Programm der Konferenz ist quasi
der Rücklauf auf diesem Aufruf. Also die, die sich hier aktiv beteiligen, die
haben sich gesagt „ja, das was wir machen in unserem Verein, Netzwerk oder auch
als Privatpersonen hat mit Eigentumsfragen zu tun“. Und die stellen dann hier
ihre Definition des Begriffes vor. Deswegen geht es hier dann zum Beispiel um
„Eigentum und Flucht“, „Eigentum und Frauenrechte“, „Eigentum und Wohnen“. Die
Themenideen im Aufruf waren eben nur als Anstoß gedacht, wir haben nicht einen
Eigentumsbegriff vorgegeben, sondern wollten genau diese Definitionsfreiheit
lassen. Also dass sich aus verschiedensten Bereichen der Gesellschaft
Initiativen bewerben können und aus ihrer eigenen Expertise heraus sprechen
können. </p>



<p>Steini: Da gibt es eben auch Expertise in den jeweiligen
Gruppen, die bestimmte Problematiken in ihrer alltäglichen Erfahrung erleben
und das den Besuchern und Besucherinnen hier dann auch nahebringen können. </p>



<p><strong>Habt ihr es denn
wirklich geschafft, alles, was so an Rücklauf kam, ins Programm einzubinden?</strong></p>



<p>Anne: Um das zu erleichtern, haben wir dieses Jahr zum ersten
Mal angeboten, mit einem Rahmenprogramm zu arbeiten, das heißt, wenn es
Initiativen gibt, die einfach just an diesem Wochenende nicht können aber ´ne
mega Idee haben und fest davon überzeugt sind, dass sie das umsetzen wollen,
dann war unser Angebot, das davor oder danach machen zu können. Drei, vier
Wochen Vor- und drei, vier Wochen Nachlauf war so der erste Rahmen, den wir
gesetzt haben. Es gab dann auch wirklich zwei, drei Sachen, die im Vorfeld
stattgefunden haben und wir machen noch eine Nachbereitungsveranstaltung. Aber
die Umsetzung der einzelnen Programmpunkte war nicht Aufgabe der Solidarischen
Stadt, also abgesehen von der infrastrukturellen Umsetzung. Die inhaltliche,
finanzielle und organisatorische Umsetzung, das ist Aufgabe der einzelnen
Beitragenden. Wir als Solidarisches Netzwerk haben sozusagen eine Bühne oder
ein Forum geschaffen, aber es war uns wichtig, den Beitragenden auch Freiheiten
zu lassen. </p>



<p>Steini: Die allermeisten Vorschläge, die kamen, konnten wir
irgendwie unter einen Hut bringen. Aber es gab eine minimale Anzahl an
Vorschlägen, die wir ablehnen mussten, weil die unserem Solidaritätsgedanken
zuwider sprachen. Denn unsere Grundsäule ist, dass wir ein solidarisches
Miteinander wollen, der Teilnehmer*innen hier, der Aktivist*innen die das Ganze
möglich machen, der Gruppen, die sich beteiligen. </p>



<p>Weil das Thema Solidarität uns so wichtig ist, haben wir auch ein Awareness-Konzept erarbeitet. Wir haben sowohl eine Awareness-Kampagne, die sich hier dann in Postern ausdrückt und es gibt auch ein Awareness-Team, was hier rumläuft und darauf achtet, dass ein respektvolles Miteinander möglich ist.</p>



<p><strong>Wie kamt ihr denn
eigentlich darauf, die Eigentumskonferenz im Provino zu veranstalten?</strong></p>



<p>Steini: Wir waren letztes Jahr auch schon hier, also der
Kontakt hat schon bestanden. Und das Provino ist eben auch ein Mitglied des
Netzwerkes Solidarische Stadt. Es gibt 70 Solidarische Orte in Augsburg, die
erkennt man an so gelben Aufklebern und das Provino ist einer davon. Und das
Provino ist eben tatsächlich selbst auch ein bedrohter Ort. Anne, erzähl Du
vielleicht davon.</p>



<p>Anne: Die Eigentumsfrage stellt sich hier nochmal auf ganz
explizite Weise. Das Provino ist ein Raumnutzungs-, ein
Zwischennutzungs-Projekt, was de facto eine Endlichkeit hat. Und wenn das hier dann
vorbei ist, ist das prekär. Wenn dieser Ort hier fehlt, dann fehlt für all
diese Sachen, wie etwa diese Konferenz, eben auch der Ort. Die Räumlichkeiten
des Provino geben total viel her, wir konnten hier an einem Wochenende drei,
vier Bühnen etablieren parallel zueinander, um den ganzen Rücklauf, den wir
bekommen haben, auch zu bewältigen.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="768" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66016563_344916306191051_8349778965908422656_n-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-11575" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66016563_344916306191051_8349778965908422656_n-1024x768.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66016563_344916306191051_8349778965908422656_n-400x300.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66016563_344916306191051_8349778965908422656_n-768x576.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66016563_344916306191051_8349778965908422656_n.jpg 1488w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Als Raum für Vorträge diente beispielweise die Kegelbahn.</figcaption></figure>



<p><strong>Die Konferenz ist ja hier
seit gestern schon in vollem Gange. Was versprecht ihr euch denn eigentlich von
der Eigentumskonferenz, was ist der Anspruch der Konferenz, was ist euer Ziel?</strong></p>



<p>Anne: Es geht uns nicht darum, konkrete gesellschaftliche
Probleme zu lösen – der Lösungsanspruch ist immer ein enorm hoher Anspruch.
Worum es hauptsächlich geht, ist vielleicht auch mal viele Problematiken unter
diesem Eigentumsbegriff oder unter der Perspektive von Eigentum und
Eigentumsverhältnissen zusammenzubringen. Wem gehört was? Wo ist Eigentum
vielleicht auch gut, wenn wir jetzt zum Beispiel über geistiges Eigentum
sprechen, und wo führt es vielleicht auch zu Machtmissbrauch?</p>



<p>Steini: Ich mein das Mietshaussyndikat zum Beispiel, zu denen
ja auch „Unser Haus e.V.“ gehört, die haben sich Eigentum als positiv
angeeignet. Für die ist Eigentum ein Schutz vor den Kräften des Marktes.
Eigentum ist eben auch nicht per se schlecht, der Begriff ist ambivalent. </p>



<p>Anne: Und oft weiß man eben gar nicht, dass da indirekt oder
unbewusst Eigentumsfragen verhandelt werden. Und das ist, finde ich, besonders
gut sichtbar bei der Selbstbestimmungsdebatte, also der eigenen Verfügung über
den eigenen Körper. Da wird es finde ich sehr, sehr schnell sehr, sehr klar
sichtbar, dass da auch manchmal verfügt wird über andere in einer Art und
Weise, die grenzüberschreitend ist. Und wenn man das mal so formuliert, dann
generiert das zum einen eine Wahrnehmung, aber eben auch eine Reflexion mit
sich selbst, die dann auch wieder etwas anderes anstoßen kann.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66730246_679390159155111_1305367318624206848_n-1-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-11573" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66730246_679390159155111_1305367318624206848_n-1-768x1024.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66730246_679390159155111_1305367318624206848_n-1-300x400.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66730246_679390159155111_1305367318624206848_n-1.jpg 1116w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Die Stände der Hausprojekte &#8220;Paradieschen&#8221; und &#8220;Unser Haus e.V.&#8221; auf der Initiativenstraße.</figcaption></figure>



<p><strong>Was ist jetzt, wo etwa
die Hälfte der Konferenz vorbei ist, euer Zwischenfazit?</strong></p>



<p>Anne: Also zu der Initiativenstraße haben wir letztes Jahr
nur positives Feedback bekommen. Das kann man für dieses Jahr zwar noch nicht
sagen, aber es gibt auf jeden Fall super Synergien, das Ganze hier hat einen
großen Netzwerkeffekt – die Ideenspinnereien haben schon angefangen. </p>



<p>Steini: Ja, genau. Es entstehen hier persönliche Bande
zwischen Leuten und Gruppen, die sonst nur medial vernetzt sind. Und nur so
kann man dann auch etwas auf die Beine stellen. Wir hatten auf jeden Fall einen
guten Zulauf bis jetzt, es gab viel Interesse und viele tiefgehende Gespräche.
Aber ob wir’s wieder machen… Mal gucken! Es wird wahrscheinlich ein bisschen
brauchen, bis wir wieder Bock auf was Neues haben. </p>



<p>Anne: Das hier ist eben auch alles ein Prozess – was am Ende rauskommt, wissen wir auch nicht. Aber es ist mir noch wichtig, zu sagen, dass das Solidarische Netzwerk nicht nur diese Konferenz ist, es gibt viel, was über’s Jahr verteilt stattfindet. Und eine Lektion, die wir aus dem letzten Jahr gelernt haben, ist, dass wir nach der Konferenz eine Nachbereitungssitzung machen, um zu besprechen, wie zufrieden die Beteiligten mit der Orga etc. waren. Die findet nächste Woche statt. Und dann sehen wir weiter.</p>



<p><em>Ich bedanke mich bei Anne und Steini&nbsp; für das nette Gespräch und verabschiede mich, um noch einen Vortrag zu besuchen. Nach einem heftigen Regenguss vorhin blitzt nun die Sonne auf den Wirgarten, wo noch immer an einer Menge Tische diskutiert wird. Die Stimmung ist gelassen und freundlich, man hat das Gefühl, sich überall dazusetzen und am Gespräch beteiligen zu können. Schön, so ein harmonisches Miteinander! </em></p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66156527_2343010655779531_1608163054158086144_n-1-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-11574" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66156527_2343010655779531_1608163054158086144_n-1-768x1024.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66156527_2343010655779531_1608163054158086144_n-1-300x400.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/66156527_2343010655779531_1608163054158086144_n-1.jpg 1116w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/07/meins-die-eigentumskonferenz-im-provino/">&#8220;Meins?&#8221; Die Eigentumskonferenz im Provino</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>„Es muss Kunst sein“: Ein Interview mit Jessica Friedline</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Angelina Märkl]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 15 Jul 2015 14:58:57 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[stadtnah]]></category>
		<category><![CDATA[ausstellung]]></category>
		<category><![CDATA[es muss kunst sein]]></category>
		<category><![CDATA[kunst]]></category>
		<category><![CDATA[provinoclub]]></category>
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<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/07/es-muss-kunst-sein-interview-jessica-friedline/">„Es muss Kunst sein“: Ein Interview mit Jessica Friedline</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_7831" aria-describedby="caption-attachment-7831" style="width: 851px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/11655492_10207246831078425_1577849668_n.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-7831" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/11655492_10207246831078425_1577849668_n.jpg" alt="Text: Angelina Märkl, Fotos: Jessica Friedline" width="851" height="315" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/11655492_10207246831078425_1577849668_n.jpg 851w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/11655492_10207246831078425_1577849668_n-400x148.jpg 400w" sizes="(max-width: 851px) 100vw, 851px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7831" class="wp-caption-text">Text: Angelina Märkl, Fotos: Jessica Friedline</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir haben für euch die Organisatorin der Ausstellung „Es muss Kunst sein“ Jessica Friedline auf dem Rathausplatz getroffen. Sie ist einer der jungen Künstler aus Augsburg, die zeigen möchten, was sie bewegt und organisiert das Ganze auch. Am 17. und 18. Juli kann man im Provinoclub in Augsburg nicht nur Kunstwerke betrachten, sondern auch Livemusik lauschen und Kurzgeschichten hören. Sie hat uns bei einem Kaffee von ihrem Herzensprojekt erzählt.</strong></p>
<hr />
<p style="text-align: justify;"><strong><em>Presstige</em>: Wie seid ihr denn auf die Idee gekommen, eine eigene Kunstaustellung zu organisieren?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Jessica: Also, drei Freunde von mir machen gerne Kunst. Der eine fotografiert und die anderen beiden malen, zum Beispiel mit Öl auf Leinwand. Die drei dachten sich letztes Jahr dann, dass es mehr Möglichkeiten geben sollte, seine Kunst auszustellen. Und damit war die Idee für eine eigene Kunstaustellung geboren.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Und wie bist du dazu gekommen? Stellst du auch aus?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ich habe schon viele Sachen organisiert, unter anderem ein Filmprojekt an der Uni Augsburg. Und damit die Künstler sich voll und ganz ihren Arbeiten widmen können, haben sie mich als Organisatorin dazu geholt. Aber ich habe mich von der Kreativität anstecken lassen und stelle nun selbst auch ein bisschen was aus.</p>
<p><figure id="attachment_7834" aria-describedby="caption-attachment-7834" style="width: 569px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Es-muss-Kunst-sein-2.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-7834" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Es-muss-Kunst-sein-2.jpg" alt="Es muss Kunst sein (2)" width="569" height="382" /></a><figcaption id="caption-attachment-7834" class="wp-caption-text">Jessica Friedline hinter der Kamera</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Konntet ihr euch völlig ausleben oder gab es bestimmte Vorgaben, wie zum Beispiel ein übergreifendes Thema?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Weil wir so viele unterschiedliche Leute sind, wollten wir uns nicht einschränken. Jeder kann das machen, was er möchte. So haben wir eine bunte Mischung bekommen.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie kann man sich diese Mischung vorstellen?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben Ölbilder, Zeichnungen, Fotografien und kleinere Installationen. Wir haben eine Vielfalt an Themen, nämlich das, was jeden zum Kunstmachen bewegt.</p>
<p><figure id="attachment_7832" aria-describedby="caption-attachment-7832" style="width: 475px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Es-muss-Kunst-sein.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-7832" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Es-muss-Kunst-sein.jpg" alt="Es muss Kunst sein" width="475" height="631" /></a><figcaption id="caption-attachment-7832" class="wp-caption-text">Die Ausstellung präsentiert bunte Mischung, genau wie dieses Bild vom Running Sushi</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Damit sind wir bei eurem Namen „Es muss Kunst sein“. Wieso habt ihr dem Projekt diesen plakativen Titel gegeben?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Er sollte den Drang wiedergeben, Kunst machen zu wollen. Dass du etwas hast, das dich bewegt und du ausdrücken musst. Und es ist dir wichtig genug, so viel Zeit darin zu investieren. Sonst könnte ich bei dem schönen Wetter auch am See liegen (lacht).</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie viele Künstler konntet ihr für euer Projekt begeistern?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Mit mir sind es zehn. Wir sind alle Studenten der Uni und FH Augsburg, bis auf einen Dozenten, der auch dabei ist. Für Freitag haben wir noch zusätzlich sechs Leute, die ab 19:30 Uhr ihre Kurzgeschichten vorlesen. Begleitet wird das Ganze noch von der Newcomerband „Juneberry“.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wie sieht euer Programm für Samstag aus?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Um 20:30 Uhr sorgt die Band „Das Ding ausm Sumpf“ für Partystimmung. Sie ist ein Projekt des in Augsburg bekannten Musikers Franz Brenninger zusammen mit Amadeus Böhm und Cop Dickie.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das klingt auf jeden Fall nach einer Menge Spaß. Wie habt ihr denn das alles finanziert?</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Wir dürfen in der alten Kegelbahn vom Provinoclub kostenlos ausstellen. Jeder Künstler kümmert sich um sein eigenes Material. Für Flyer, Beleuchtung und sonstige Dinge, wie Aufhängungen, sind wir auf Spenden angewiesen. Also hoffen wir, dass viele Leute unsere Ausstellung besuchen und etwas in einen Hut werfen, der rumgeht. Aber alles freiwillig, der Eintritt ist frei.</p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Das hört sich nach einer Menge Arbeit an. Und das in der Prüfungsphase&#8230;</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ja, das ist schon eine Menge Stress, gerade diese Woche werde ich quasi 24/7 in der Kegelbahn verbringen. Wir müssen aufbauen und die Künstler hüten (lacht). Aber für mich war es schön und bereichernd, so nah mit den Künstlern zu arbeiten. Gerade die Interviews, die wir für unsere Facebook-Seite gemacht haben, waren wunderschön und inspirierend.</p>
<p><figure id="attachment_7833" aria-describedby="caption-attachment-7833" style="width: 685px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Es-muss-Kunst-sein-3.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-7833" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Es-muss-Kunst-sein-3.jpg" alt="Es muss Kunst sein (3)" width="685" height="388" /></a><figcaption id="caption-attachment-7833" class="wp-caption-text">Das Vorher-Bild beim Aufbau</figcaption></figure></p>
<p style="text-align: justify;"><strong>Wir durften bereits einen Blick erhaschen und sind uns daher sicher, dass sich die Arbeit lohnen wird. Wir von Presstige wünschen euch auf jeden Fall viel Erfolg!</strong></p>
<blockquote><p><strong>Wer jetzt Lust bekommen hat, die Ausstellung im Provinoclub zu besuchen, kann dies ab Freitag, den 17.7 für eine Woche tun. Alle weiteren Infos findet ihr auf der <a href="facebook.com/esmusskunstsein" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="broken_link">Facebook-Seite</a>.</strong></p></blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/07/es-muss-kunst-sein-interview-jessica-friedline/">„Es muss Kunst sein“: Ein Interview mit Jessica Friedline</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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