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	<title>retro Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>Briefe schreiben: ein Retrotrend?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Sabrina Schäfer]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 11 Aug 2019 07:34:17 +0000</pubDate>
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<figure class="wp-block-image"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/Retro-Briefe-Foto-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-11657" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/Retro-Briefe-Foto-1024x576.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/Retro-Briefe-Foto-400x225.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/Retro-Briefe-Foto-768x432.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/08/Retro-Briefe-Foto-300x170.jpg 300w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>© Sabrina Schäfer</figcaption></figure>


<p>Montag, am späten Nachmittag. Man kehrt von einem langen Arbeits- oder Bibliothekstag nach Hause zurück. Bevor man die Wohnung betritt, ein Blick in den Briefkasten: Ein Flyer mit einer Auswahl an 300 bayrisch-asiatisch-italienischen Spezialitäten, ein Angebot für ein Probeabo des neueröffneten Fitnessstudios und schon wieder die GEZ, …</p>
<p>Alles zusammengenommen nichts, worüber man vor Freude Luftsprünge machen würde. Doch dann fällt der Blick auf etwas Ungewohntes. Ein Briefumschlag mit handgeschriebener Adresse. Der Absender: eine gute Freundin aus Kindergartentagen.</p>
<p>Statt den Brief sofort ungeduldig aufzureißen, nimmt man sich Zeit. So etwas liest man nicht einfach kurz zwischen Tür und Angel. Ein Brief ist schließlich etwas Besonderes, beinahe eine Rarität heutzutage.</p>
<p>Doch warum ist das so? Weshalb sind Briefe nicht mehr „im Trend“?</p>
<p>Die Antwort scheint logisch. Durch Whatsapp, Facebook, Instagram und Co. kann man schnell und vor allem kostenfrei miteinander kommunizieren. Unmittelbar erfolgen die Reaktionen des Chatpartners, per Emojis, GIFs und Sticker teilt man seinen momentanen Gefühlszustand mit. Dank der sozialen Netzwerke ist man immer auf dem aktuellsten Stand und kann sich sofort mitteilen. Verspätet man sich bei der seit Tagen geplanten Grillparty reicht eine kurze Nachricht in der Gruppe „Sommer, Sonne, BBQ &lt;3“.</p>
<p>Auch generell schreibt man immer weniger mit der Hand. In den Vorlesungen und Seminaren findet man zunehmend mehr Laptops und Tablets, in den Bibliotheken gehört das Tippgeräusch schon zur allgemeinen Lernatmosphäre.</p>
<p>Und ja, die Zeiten, in denen man Essays und Hausarbeiten von Hand schrieb oder mit der Schreibmaschine abtippte, sind zum Glück lange vorbei. Durch das Schreiben am Laptop spart man sich viel Zeit, was in einer Welt, in welcher alles immer schneller gehen muss, von Vorteil ist.</p>
<p>Briefe wirken in so einer Welt fehl am Platz. Nur bestimmte Dinge erscheinen in Briefform noch als normal. Werbung und Rechnungen gehören dabei zu der unbeliebteren Kategorie. Briefe zu den Wahlen sind allgemein akzeptiert, drücken sie schließlich etwas Offizielles und Seriöses aus. Einladungen zu Hochzeiten oder anderen feierlichen Anlässen werden in der Regel noch per Post versandt (je nach Menge der geladenen Personen aber selten von Hand geschrieben).</p>
<p>Jedes Jahr nimmt die Anzahl der versendeten Briefe ab. Die Deutsche Post DHL lieferte im Jahr 2017 noch rund 18,6 Milliarden Briefe aus, im Jahr 2018 waren es nur rund 17,8 Milliarden (Quelle: <a href="https://www.dpdhl.com/content/dam/dpdhl/de/media-center/investors/documents/geschaeftsberichte/DPDHL-Geschaeftsbericht-2018.pdf" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Geschäftsbericht 2018</a>). Sind Briefe bald also nur noch ein urzeitliches Relikt aus grauer Vorzeit?</p>
<p>Dabei könnten Briefe perfekt Teil des Retrotrends werden, der schon seit geraumer Zeit in verschiedenen Bereichen Einzug gehalten hat. „Retro“ ist Lateinisch und bedeutet soviel wie „rückwärts“, „vorher“ oder auch „zurück“. Beim Retrotrend besinnt man sich auf Vergangenes und lässt es wieder neu aufleben.</p>
<p>Ein wichtiger Faktor beim Briefeschreiben ist die Entschleunigung. Man nimmt sich bewusst Zeit, wählt zuerst ein schönes Briefpapier, vielleicht kramt man auch wieder den Füller aus Schulzeiten hervor und dann: der erste Federstrich. Am Anfang ist alles noch ungewohnt, man merkt, dass die eigene Handschrift durch das viele Schreiben am Computer etwas gelitten hat. Die Buchstaben und Wörter scheinen sich unbeholfen zu formen. Aber nach einer Weile wird das Schreiben flüssiger. Man ist drin.</p>
<p>Hat man das Werk beendet, wird der Briefbogen vorsichtig gefaltet und in den Umschlag gelegt. Zugeklebt, Briefmarke drauf und dann in den Briefkasten der Post.</p>
<p>Jetzt beginnt die Wartezeit. Man weiß nicht genau, wann der Brief sein Ziel erreichen wird. Und man weiß nicht, wann die Antwort erfolgt.</p>
<p>Umso schöner ist es dann, eines Tages beim Blick in den Briefkasten, zwischen Werbung und Rechnungen, einen Brief von einer guten Freundin zu finden.</p>
<p>Ein Brief ist etwas Greifbares, etwas, das bleibt. Man kann sich einen Brief auch noch nach Jahren erneut durchlesen. Und – wenn wir ehrlich sind – wer würde das bei einem Chatverlauf tun?</p>
<p>Ein Brief ist etwas Besonderes, vor allem heutzutage. Natürlich ist es einfacher, mit der Familie und Freunden über die sozialen Netzwerke in Kontakt zu bleiben. Doch gerade weil so viel über diese kommuniziert wird, könnte ein Brief eine schöne Überraschung sein. Etwas ungewohnt vielleicht, aber schön. Retro eben.</p><p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/08/briefe-schreiben-ein-retrotrend/">Briefe schreiben: ein Retrotrend?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Bandporträt: Pinewood Soul</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Krauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2015 17:06:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[stadtnah]]></category>
		<category><![CDATA[bandporträt]]></category>
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		<category><![CDATA[presstige #28]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer in Augsburg jungen Sound mit durchdachten Texten sucht, ist bei Pinewood Soul genau richtig. Ihre aktuelle EP Woodpecker’s Cry vermischt gekonnt Einflüsse aus Rock, Blues Soul und Folk. Mit diesem Sound bringt das Quartett seit etwas mehr als einem Jahr Abwechslung in die Augsburger...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/07/bandportraet-pinewood-soul/">Bandporträt: Pinewood Soul</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_7485" aria-describedby="caption-attachment-7485" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Bandporträt_1200px.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-7485 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Bandporträt_1200px.jpg" alt="Bandporträt_1200px" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Bandporträt_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Bandporträt_1200px-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Bandporträt_1200px-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7485" class="wp-caption-text">Text: Julia Krauss – Fotos: Pinwood Soul – Layout: Alexandra Kiefer</figcaption></figure></p>
<p><strong>Wer in Augsburg jungen Sound mit durchdachten Texten sucht, ist bei Pinewood Soul genau richtig. Ihre aktuelle EP Woodpecker’s Cry vermischt gekonnt Einflüsse aus Rock, Blues Soul und Folk. Mit diesem Sound bringt das Quartett seit etwas mehr als einem Jahr Abwechslung in die Augsburger Musikszene.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Duo Jonehans (23) und Julo (27) gründete im April 2014 Pinewood Soul, schrieb gemeinsam an ersten Songs und hatte einige Auftritte. Dazu kam der angehende Elektriker Simon, der Jonehans bereits seit Jahren kannte und schon zuvor mit ihm in einer Band gespielt hatte. Bei einem Besuch auf dem Woodstook Festival in Dornstadt machten die drei Talente gemeinsam zum ersten Mal Musik und fanden im Herbst im Bassisten und ausgebildeten Musiklehrer Carlo (28) die perfekte Ergänzung zu ihrer Band. Mit der Veröffentlichung ihrer ersten EP „Woodpecker´s Cry“ im Februar dieses Jahres starteten die Musiker dann richtig durch.</p>
<h3>Die Kreativität als Wurzel des musikalischen Schaffens</h3>
<p style="text-align: justify;">Dass die Jungs allemal kreativ sind, zeigt schon der Bandname: Pinewood Soul (dt. „Kiefernwaldseele“). Der Kunst- und Kulturgeschichtsstudent Julo meint dazu, dass die Kiefer im Gegensatz zu der Palme auch in unseren Breitengraden wächst und die heimische Naturverbundenheit der Band deutlich hervorbringt. Der Name entstand dann als Kombination mit den leichten Soul Einflüssen in ihrem Sound.</p>
<p style="text-align: justify;">Hermann Hesses Kurzgeschichte „Die Stadt“ spielt ebenfalls eine große Rolle bei der Namensgebung der Band sowie der ersten veröffentlichten EP („Ruf des Spechts“). So heißt es am Ende der Geschichte: „Über einem der gestürzten Paläste […] stand eine junge Kiefer, die war vor einem Jahr noch der vorderste Bote des heranwachsenden Waldes gewesen. […] &#8211; Es geht vorwärts!“- rief der Specht, der am Stamme hämmerte, und sah den wachsenden Wald und den herrlichen, grünenden Fortschritt auf Erden zufrieden an.“</p>
<p style="text-align: justify;">Inspiriert von der Literatur, aber vor allem von ihren musikalischen Vorbildern, den Beatles, Bob Dylan und Bands aus dem Rock, Soul und Folk der 60/70er Jahre, entstehen die ersten Riffs und Melodien für ihre eigenen Songs. Die Themen der Liedtexte ergeben sich nicht nur aus alltäglichen Dingen, die im Einzelnen oder gemeinsam erlebt werden, sondern auch aus bewegenden Momenten, Träumereien und der Fantasie. Melodie und Songtext, meistens von Jonehans und Julo komponiert, finden schließlich in den Proben zueinander und anschließend wird gemeinsam als Band an ihnen gefeilt.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich haben die Jungs neben „Woodpecker´s Cry“ auch andere Songs im Repertoire, die demnächst professionell für das erste Album aufgenommen und veröffentlicht werden.</p>
<blockquote><p><strong>Bandname:</strong> Pinewood Soul</p>
<p><strong>Wer genau:</strong> Jonehans (Vocals, Guitar, Harmonica, …), Julo (Vocals, Guitar), Simon (Vocals, Percussion, …), Carlo (E-Bass)</p>
<p><strong>Größter Erfolg:</strong> Veröffentlichung der EP &#8220;Woodpecker´s Cry&#8221;</p>
<p><strong>Musikrichtung:</strong> Folksound in Verbindung mit klassischem Bluesrock, Psychedelic-Vibes und mehrstimmigen Gesang</p>
<p><strong>Famous Songs:</strong> Woodpecker´s Cry</p>
<p><strong>Wunsch für Augsburg:</strong> Wachsen der Musikszene mit Bands und deren Live-Musik</p></blockquote>
<h3>Von der Probe auf die Bühne</h3>
<p style="text-align: justify;">Mit dem Eintritt in die Schule haben alle Bandmitglieder angefangen, mindestens ein Musikinstrument zu lernen. So ist das Spektrum an musikalischen Möglichkeiten live auf der Bühne abwechslungsreich und vielseitig. Ein typischer Männerabend im Proberaum fängt mit einem Bierchen an und die darauffolgende Musiksession ist immer spontan, witzig, locker und harmonisch.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich wird disziplinierter geprobt, wenn wieder ein Auftritt vor der Türe steht – und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Zum Beispiel bleibt eine Feier bei Bad Tölz im Gedächtnis, bei der die Band für eine Hochzeitsfeier gebucht war und vor einem traumhaften Bergepanorama performen konnte. „Bombastisch und unvergesslich war vor allem die Release Party der ersten Band EP ‚Woodpecker´s Cry‘ in der Soho Stage, bei der über 100 Personen teilnahmen ordentlich feierten“, erzählt Kunstlehramtstudent Jonehans.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben dem Studium, der Arbeit und der Ausbildung sind die Musiker zurzeit oft auf der Bühne zu sehen und bekommen stetig neue Auftrittstermine. Brandaktuell sind natürlich ihre Gigs auf dem Kompass und Modular Festival! Weitere Termine stehen auf der offiziellen Pinewood Soul Facebook Page. Es kommt also so einiges ins Rollen im Moment – stay tuned und hört euch Pinewood Soul unbedingt mal live an!</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
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<td><strong>Ausgabe 28: Körper </strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 28 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2015/07/ausgabe-28-koerper/">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige28/">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/koerper/">Der Schwerpunkt Körper</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/07/bandportraet-pinewood-soul/">Bandporträt: Pinewood Soul</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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