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	<title>zuwanderung Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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	<title>zuwanderung Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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		<title>Mit eigenen Regeln ins fremde Kloster?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Yevgeniya Isakov]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2016 13:31:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[integration]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#29]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie Sprache die Integration erleichtert und welche Grenzen sie aufzeigt Was erwartet Einwanderer und worauf kann sich die aufnehmende Gesellschaft einstellen? Ein wichtiges Thema ist dabei der Spracherwerb – eine große Herausforderung, der sich sowohl Ein- als auch Auswanderer stellen...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie Sprache die Integration erleichtert und welche Grenzen sie aufzeigt</h2>
<figure id="attachment_9085" aria-describedby="caption-attachment-9085" style="width: 1198px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-9085" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Grafik_Zukunft-in-der-Fremde_online_1200x.png" alt="Text: Yevgeniya Isakov – Illustration: Isabell Beck" width="1198" height="847" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Grafik_Zukunft-in-der-Fremde_online_1200x.png 1198w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Grafik_Zukunft-in-der-Fremde_online_1200x-400x283.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Grafik_Zukunft-in-der-Fremde_online_1200x-768x543.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Grafik_Zukunft-in-der-Fremde_online_1200x-1024x724.png 1024w" sizes="(max-width: 1198px) 100vw, 1198px" /><figcaption id="caption-attachment-9085" class="wp-caption-text">Text: Yevgeniya Isakov – Illustration: Isabell Beck</figcaption></figure>
<p><strong>Was erwartet Einwanderer und worauf kann sich die aufnehmende Gesellschaft einstellen? Ein wichtiges Thema ist dabei der Spracherwerb – eine große Herausforderung, der sich sowohl Ein- als auch Auswanderer stellen müssen. Wie realistisch sind ihre Chancen die neue Sprache in der vorgegebenen Zeit zu erlernen und was wird von ihnen erwartet? Ein Erfahrungsbericht. </strong></p>
<p>Es war eine fremde Sprache, ich kannte sie nicht. Sie verbreitete Furcht und gleichzeitig Neugier. So hat es sich für mich angefühlt auszuwandern: Ich war voller Angst vor dem Unbekannten und gleichzeitig gespannt auf das Leben, das mich in einem noch „fremden“ Land erwartete. Als Kind ist diese Neugier so groß, dass sie die Angst zähmt. Doch wie fühlt sich das Auswandern als Erwachsener an? Wenn ich mir meine Eltern und meinen Freund ansehe, die alle im Erwachsenenalter ausgewandert sind, stelle ich viele Probleme fest, die ich nicht hatte.</p>
<h3>Teilhabe durch Sprache</h3>
<p>Meine Mutter hatte eine leitende Stelle in Usbekistan aufgegeben und musste in Hamburg ganz neu anfangen. Sie hat sich wieder hochgearbeitet. Doch als ich sie kürzlich gefragt habe, ob sie sich in ihrem Beruf verwirklichen kann, hat mich ihre Antwort erstaunt. „Natürlich nicht“, sagte sie. „Ich mag meinen Beruf, ich mag meinen Arbeitsplatz, aber ich werde mich nie verwirklichen können, wenn ich mich nicht ausdrücken kann.“ Damit spricht sie das größte Problem erwachsener Ein-und Auswanderer an: die Sprache. Nicht ohne Grund macht der Spracherwerb den größten Teil von Integrationskursen aus. Der „Orientierungskurs“ in Augsburg, der für „Neuzugewanderte Ausländerinnen und Ausländer“ verpflichtend ist, besteht unter anderem aus 600 Unterrichtsstunden, die allein der deutschen Sprache gewidmet sind. Damit soll erreicht werden, dass Neuzugewanderte sowohl am institutionellen System als auch am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.</p>
<h3>Unrealistische Erwartungen</h3>
<p>Schon das Ansetzen des Levels B1 für den erfolgreichen Kursabschluss zeigt jedoch, wie hoch die Erwartungen an die Teilnehmer sind. Einem Gutachten zufolge, das die Bundeszentrale für politische Bildung 2007 veröffentlicht hat, erreicht nur die Hälfte der Teilnehmer diese Stufe innerhalb von 600 Stunden. Dabei seien die größte Herausforderung bildungsferne Zuwanderer. Sind diese Erwartungen also überhaupt realistisch? Die grob geschätzte Rechnung von Sprachheld, einem Online-Portal zum Erlernen von Fremdsprachen für deutsche Muttersprachler, lautet „100 Stunden sprechen, 500 Stunden hören und 200 Stunden Vokabeln lernen“. Die Zahlen variieren zudem danach, wie viele Unterschiede die Muttersprache zur Fremdsprache aufweist. Das heißt, für z.B. russische, chinesische und arabische Einwanderer werden die Zahlen mit großer Wahrscheinlichkeit höher liegen, weil sogar das lateinische Alphabet Neuland für sie ist. Daraus geht die Frage hervor, ob man den Spracherfolg als Maßstab für den Integrationswillen nehmen darf. Eine andere Frage lautet, inwieweit die Aufnahmegesellschaft den Neuzugewanderten entgegen kommen muss. Zum einen kann Integration nur gelingen, wenn die Einwanderer sich integrieren wollen und bereit sind viel Zeit in das Erlernen einer neuen Kultur und Sprache zu investieren. Auf der anderen Seite muss eine Gesellschaft, die Zuwachs bekommt, offen und geduldig gegenüber den Menschen sein, die diese Anstrengungen auf sich nehmen wollen.</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/07/Ausgabe-29_Cover.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 29: Europa</strong><br />
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 29 unseres Magazins als E-Paper.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2016/08/ausgabe-29-europa">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige29">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/SP-europa">Der Schwerpunkt Europa</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<h3>Kommunikation ist der Schlüssel</h3>
<p>Natürlich ist es wichtig, den „Rahmen“ abzustecken. Im Russischen gibt es ein Sprichwort, das ich aus meiner Erfahrung nur bestätigen kann: „Man kommt nicht mit seinen Regeln ins fremde Kloster.“ Manche Einwanderer möchten diese Regel nicht beherzigen. Diejenigen, die es tun, stoßen trotzdem manchmal auf Schwierigkeiten und Unverständnis seitens der aufnehmenden Gesellschaft. Doch was ist die Lösung? Wie gelingt Integration? Der Anfang jedes Miteinanders ist die Kommunikation. Die Kommunikation durch Gestik, die Kommunikation durch Mimik, in verschärfter Weise auch die Kommunikation durch Strafen, wenn gegen nichtverhandelbare Gesetze im „eigenen Kloster“ verstoßen wird. Doch das Kommunikationsmittel, das am besten einen Dialog schaffen kann, bleibt die Sprache. Um sie zu erlernen, muss man sie sprechen. Und um sie zu sprechen, braucht es Menschen. In Deutschland haben wir viele Menschen – Menschen die Deutsch sprechen und Menschen die es versuchen. Also lasst sie doch einfach reden!</p>
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		<title>Müller will über „Heimat“ reden</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Michael Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 17 Sep 2015 17:27:56 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[heimat]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
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		<category><![CDATA[perspektiven]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es gibt keinen Plural von Heimat? Der Duden sieht es zwar anders, doch kann die Frage, was eine Heimat eigentlich ist darüber hinaus auch nicht beantworten. In jedem Falle verbirgt sich in Zeiten der Globalisierung und internationaler Krisen ein ebenso...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/09/mueller-will-reden-heimat/">Müller will über „Heimat“ reden</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_8093" aria-describedby="caption-attachment-8093" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Müller_1200_Heimat.jpg"><img decoding="async" class="size-full wp-image-8093" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Müller_1200_Heimat.jpg" alt="Text: Michael Müller - Illustration: Isabell Beck" width="1200" height="673" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Müller_1200_Heimat.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Müller_1200_Heimat-400x224.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Müller_1200_Heimat-1024x574.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8093" class="wp-caption-text">Text: Michael Müller &#8211; Illustration: Isabell Beck</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;"><strong>Es gibt keinen Plural von Heimat? Der Duden sieht es zwar anders, doch kann die Frage, was eine Heimat eigentlich ist darüber hinaus auch nicht beantworten. In jedem Falle verbirgt sich in Zeiten der Globalisierung und internationaler Krisen ein ebenso brisanter wie emotionaler Begriff dahinter. Höchste Zeit also, auf die Suche nach der Heimat zu gehen &#8211; und das am besten ganz persönlich.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Inzwischen hat es auch die Bundeskanzlerin <a href="http://www.faz.net/aktuell/politik/ausland/europa/angela-merkel-sieht-deutschland-als-einwanderungsland-13623846.html">ausgesprochen</a><a href="#sdfootnote1sym" name="sdfootnote1anc"></a>: Deutschland ist ein Einwanderungsland. Schon im vergangenen Jahr hat die F.A.Z.<a href="#sdfootnote2sym" name="sdfootnote2anc"></a> darauf <a href="http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/oecd-studie-deutschland-ist-zweitbeliebtestes-einwanderungsland-12948274.html">verwiesen</a>, dass die Bundesrepublik laut einer OECD-Studie im Jahr 2012 hinter den USA das zweitbeliebteste Ziel von Zuwanderern aus aller Welt ist. Auf dieses Ergebnis könnten die Deutschen stolz sein, zeugt es doch immerhin davon, dass sie in einem sicheren und wirtschaftlich starken Land leben. Viele von ihnen sind es sicherlich auch und doch führt Zuwanderung hierzulande immer wieder zu Debatten – und das nicht erst seit viele Tausend Flüchtlinge bei uns Schutz vor Gewalt und Armut suchen. Unabhängig davon, ob es offen ausgesprochen wird, drehen sich viele dieser Diskussionen um die Heimat, einen Begriff, der zunächst ebenso persönlich wie traditionell klingt.</p>
<h3>My home is my castle</h3>
<p style="text-align: justify;">Wer nach der Bedeutung dahinter sucht, muss jedoch gar nicht auf die Krisen in der Welt blicken. Jeder Mensch braucht eine Heimat und überall auf der Welt ist er auf der Suche danach. Das gilt ganz besonders für junge Menschen auf dem Weg in das eigene Leben. Wie wäre es also damit, sich der Heimat quasi im Selbstversuch zu nähern, aus Studentensicht. Die meisten von uns werden bei Heimat an die Gegend denken, in der sie aufgewachsen sind. In meinem Fall ist das eine Stadt mit ca. 65.000 Einwohnern, vielen Kirchen, viel Grün und einer barocken Innenstadt samt Stadtschloss. Doch so schön die Orte für sich genommen sein mögen, zur Heimat werden sie erst durch etliche Erinnerungen und vor allem die Familie und Freunde vor Ort. Jeder hat dabei ganz eigene Erinnerungen und doch haben all unsere Nostalgie und Heimatgefühle, wenn es um die Kindheit geht einen wichtigen gemeinsamen Nenner: Sicherheit.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer vom eigenen Geburtsort als Heimat spricht, erzählt sehr oft von seinem ganz persönlichen Rückzugsort. Auf die Unterstützung der Eltern ist auch nach dem Auszug Verlass, sei es finanziell oder emotional. Häufig bleiben zumindest im Kern auch die Strukturen des Freundeskreises aus Schulzeiten bestehen. Mit all diesen Menschen teilen wir eine Vielzahl gemeinsamer Erfahrungen und teilweise noch immer eine ähnliche Lebenssituation. Wenn sich im eigenen Leben vieles ändert, werden sie zu wichtigen Beratern und geben uns das Gefühl, dass es einen Ort gibt, an den wir zurückkehren können, ganz egal, was passiert. Genau deshalb fahren viele Studenten so oft wie möglich zurück oder wohnen laut einer <a href="http://www.studentenwerke.de/sites/default/files/40_HISBUS-Wohnraumsuche-Studienbeginn-2013.pdf" class="broken_link">Studie</a> des DZHW aus dem Jahr 2013 während des Studiums gleich bei den Eltern.<a href="#sdfootnote3sym" name="sdfootnote3anc"></a> Sind Studenten damit zu Nesthockern geworden? Nicht so ganz, denn es gibt da auch noch einen anderen <a href="http://www.welt.de/wirtschaft/article129117096/Junge-Menschen-ziehen-massenhaft-in-die-Metropolen.html">Trend</a>. Immer mehr junge Menschen zieht es vor allem aus ländlichen Gegenden in die Großsstädte und viele von ihnen kehren auch später nicht zurück.<a href="#sdfootnote4sym" name="sdfootnote4anc"></a> Sie verlassen also ihre gewohnten Sicherheiten, doch kehren sie damit auch ihrer Heimat den Rücken?</p>
<h3>Die ganze halbe Wahrheit</h3>
<p style="text-align: justify;">Wohl kaum, denn Heimatgefühle haben auch noch eine andere Seite. Auf die Dauer fühlen wir uns nur dort zuhause, wo wir Möglichkeiten sehen, uns weiterzuentwickeln. Das beginnt mit der Suche nach dem passenden Ausbildungs- oder Studienplatz und setzt sich nicht selten bei der Berufswahl fort. Auch wenn wir uns in unserer momentanen Heimatstadt sehr wohl fühlen, kann uns die Suche nach neuen persönlichen Möglichkeiten an andere Orte führen. Mit ihrer Fülle an genau diesen Chancen kann eine Metropole einer Kreisstadt schon einmal den Rang ablaufen. Entgegen einer immer wieder einmal im studentischen Umfeld irrlichternden Ansicht, müssen wir uns dabei aber keineswegs zwischen neuen Perspektiven und alten Sicherheiten entscheiden. Der Begriff einer neuen Heimat ist nämlich insoweit irreführend, als die alte beim Umzug gar nicht verlorengeht. Auch wenn es in der Kindheit so scheint, ist Heimat nicht an einen bestimmten Ort gebunden, sondern findet in unseren Köpfen statt. Ihre beiden Seiten sind auch nicht als Widerspruch zu verstehen, sondern ergänzen sich vielmehr. Den Mut, sich auf neue Möglichkeiten einzulassen, finden wir oft nur mit der nötigen Sicherheit im Rücken. Andererseits wird aus einem Rückzugsort schnell ein Käfig, wenn alle Veränderungen ausgesperrt sind. Genau deshalb fühlen wir uns manchmal erst dann richtig zuhause, wenn wir zwei „Heimaten“ kennen.</p>
<blockquote>
<p dir="ltr"><strong>Kolumne: Müller will reden</strong></p>
<table style="background-color: transparent;">
<colgroup>
<col width="20%" />
<col width="80%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/kolumne.png" alt="" /></td>
<td>Meinung ist tot? Nicht mit uns, denn unser Chefredakteur <a href="http://presstige.org/author/michael-mueller/">Michael Müller</a> ist überzeugt, dass es Dinge gibt, die man nicht wissen kann, aber über die es sich zu reden lohnt. In Zeiten harter Fakten glaubt er an das lose Mundwerk, denn wohin sonst mit all den gesammelten Informationen? Mal geht es um Wichtiges, mal um den Rest, aber immer gilt: Keine Angst, Müller will nur reden. Die Kolumne erscheint immer donnerstags und wird von <a href="http://presstige.org/author/isabell-beck/">Isabell Beck</a> illustriert. <a href="http://presstige.org/tag/mueller-will-reden/">Alle Folgen von &#8220;Müller will reden&#8221; zum Nachlesen.</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p style="text-align: justify;">Damit wären wir nun doch wieder bei der Einwanderungsdebatte, die sich mit diesem Plural (der übrigens durchaus im Duden zu finden ist) gelegentlich etwas schwer tut. Wer die Heimat als einen gefühlsbetonten Ort versteht, wird ihn allerdings gar nicht brauchen. Den vielen Flüchtlingen fehlt es jedenfalls schon in der Einzahl an einer Heimat, denn sonst hätten sie diesen Weg nicht auf sich genommen. Dass es sich bei dieser Suche um ein menschliches Grundbedürfnis handelt, weiß jeder, der sich schon einmal verloren gefühlt hat. Im Gegensatz zu uns haben Flüchtlinge jedoch jeden Rückzugsort verloren, wobei es ganz egal ist, ob es durch Gewalt oder Armut dazu kam. Sie suchen beide Seiten der Heimat bei uns, Sicherheit und Perspektiven. Diese Hoffnung macht Deutschland zum Einwanderungsland und wird es so auf lange Sicht prägen. Als eine Heimat für alle, die hier Leben, mit Vergangenheit ebenso wie Zukunft.</p>
<div id="sdfootnote1">
<p><a href="#sdfootnote1anc" name="sdfootnote1sym"></a></p>
</div>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/09/mueller-will-reden-heimat/">Müller will über „Heimat“ reden</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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