Studentenleben vs. Influencer Lifestyle

©celina_cr8

Celina ist 20 Jahre alt und studiert seit dem Wintersemester 2018 Betriebswirtschaftslehre im Bachelorstudiengang an der Uni Augsburg. Nebenbei betreibt sie unter dem Namen @celina_cr8 ihren Instagramaccount mit 15,6 Tausend Abonnenten. In einem Interview spricht sie über die Wahl ihres Studiengangs, ihren Influencer Lifestyle und ihre Heimatstadt Augsburg.

Warum hast Du dich für ein Studium an der Uni Augsburg entschieden?

Augsburg ist meine Heimat und ich bin hier geboren. Für mich kam nach dem Abi erst mal nur Augsburg als 1. Priorität und danach München als 2. Priorität in Frage.

Wurde die Wahl deines Studiengangs durch dein Influencerleben beeinflusst?

In erster Linie nicht, jedoch hab ich meine Vorliebe für das (Online-) Marketing über Instagram entdeckt und habe aufgrund dessen mein Studium in diese Richtung orientiert.

Wie vereinbarst Du den Unialltag mit deiner Arbeit?

Im Moment sehr gut, weil beides zeitlich sehr flexibel einteilbar ist, jedoch zu Zeiten der Präsenzuniveranstaltungen leidet mein Content natürlich manchmal ein bisschen unter meinem Studentenleben, aber man muss Prioritäten setzen. Das Onlinesemester kommt mir deshalb gerade sehr zugute.

Kann man ein Studentenleben auch als Influencer führen?

Ja, das kann man denke ich sehr gut. Ich nehme die Menschen, die mir folgen, ja mit in meine Welt und meinen Alltag… da gehört das Studentenleben für mich auf jeden Fall auch dazu. Ich denke außerdem auch, dass ich ein typisches Studentenleben führe… aber was ist schon normal heutzutage (lacht).

Hast Du ein Lieblingsessen in der Mensa und einen Lieblingsort auf dem Campus?

Ich habe bisher erst einmal in der Mensa gegessen und das war eine Pizza… daher kann ich das insgesamt leider schlecht beurteilen. Ich würde aber behaupten, dass es die Pizza nicht werden würde, wenn ich mehr getestet hätte (lacht)… Auf dem Campus halte ich mich am liebsten zwischen der WiWi- und der Jurafakultät im Freien auf.

©celina_cr8

Was ist deine Motivation, dein Antrieb deinen Account zu führen?

Ich liebe es einfach, mit vielen Leuten zu agieren, vernetzt zu sein und eventuell meine Follower auch mit meinem Content zu motivieren. Vor allem eben das Leben aus einer anderen Perspektive zu sehen. Im Endeffekt ist ja jeder, der öffentlich auf den Sozialen Medien interagiert auch jemand, der sein Leben und auch seine Meinung kundtut. Diese Meinung oder Einstellung zum Leben sollte aber nicht aufgezwungen werden, sondern zum Nachdenken anregen und natürlich inspirieren… im besten Fall. Ja, ich würde sagen, das ist mein Ziel… also der ständige Austausch und andere Leute zu inspirieren.

Siehst Du dich selbst als Influencerin?

Ich sehe mich eigentlich eher als Hobby-Influencerin, weil ich nebenbei noch einen „normalen“ Job habe und eben studiere. Neben meiner Arbeit auf Instgram und meinem Leben als Studentin bin ich nämlich noch Schwimmtrainerin. Allerdings sind aufgrund der aktuellen Situation die Schwimmbäder natürlich geschlossen. Deswegen fällt dieser Job gerade weg… Die Arbeit auf Instagram ist natürlich sehr zeitintensiv und wird gerne mal unterschätzt. Aber mir macht es einfach absolut Spaß. Andere nebenbei auch zu „influencen“ ist eher mehr ein netter Nebeneffekt (lacht). Außerdem mache ich, was ich liebe und hoffe, dass die Unterstützung der Leute weiter bestehen bleibt (lacht).

Wie viel Zeit investierst Du in deine Arbeit auf Instagram?

Das kann man fast gar nicht sagen, dadurch, dass es nicht einfach eine lästige Arbeit, sondern Spaß ist, bin ich fast immer damit beschäftigt. Wenn mir Ideen zu Outfits oder Locations kommen, hänge ich sofort am Handy und versuche, alles Nötige zu organisieren. Bei meiner Story versuche
ich soweit möglich meinen Alltag zu teilen, dadurch ist man dann schon einen Großteil seiner Zeit beschäftigt. Manche Fotos entstehen zudem spontan und sind einfach mit dem Handy aufgenommen. Andere Bilder entstehen aus lang geplanten Fotoshootings.

https://www.instagram.com/p/B8GjxscJXBR/

Denkst Du, dass deine Reichweite mit Verantwortung verbunden ist?

Das denke ich sogar sehr. Die Verantwortung besteht, denke ich, darin, die richtigen Werte zu vermitteln. Ich bin der Meinung, dass es wichtig ist, gerade wenn man andere inspirieren möchte, dass man auch wirklich dabei bleibt. Inspiration und nicht extreme Beeinflussung. Meine Meinung
muss nicht die von jedem sein und das ist auch gut so. Man darf das Vertrauen, welches viele Menschen einem entgegen bringen, nicht zerstören, denn viele Menschen bedeuten viele verschiedene Sichtweisen und es darf nicht die Aufgabe eines Influencers sein, dies zu ändern, sondern es liegt in seiner Verantwortung, dies durch Austausch zu fördern.

Wie sieht ein typischer Tag bei dir aus, hast Du bestimmte Routinen?

Meist steh ich auf, mache mir Frühstück und gehe entweder zur Uni oder mache direkt Sport. Da gehe ich in den Reitstall oder mache Homeworkouts. Im Stall bei den Pferden kann ich auch am besten Abschalten, abseits vom Stadttrubel. Wenn Unizeit ist kommt der Sport meist direkt danach. Wenn die Uni erledigt und das Pferd versorgt ist, dann mach ich an Tagen, an denen ich nicht arbeiten muss, gerne was mit Freunden oder mit meiner Familie.

Hast Du einen Lieblingsplatz in Augsburg?

Da habe ich keinen bestimmten Ort, ich bin eigentlich einfach gerne in der Innenstadt. Den besten Kaffee gibt es aber auf jeden Fall im Henrys am Rathausplatz.

Vielen Dank für das Interview und die Einblicke in dein Leben.

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