Ich bin mir sicher, einige von euch kennen es: Man scrollt einmal kurz durch Instagram und plötzlich landen zwanzig neue Reels im „gespeichert“ Ordner. „Das mache ich irgendwann mal, wenn ich Zeit habe“ – und dann macht man es natürlich doch nie. Jetzt wurde es endlich Zeit das zu ändern: Ich habe ein paar Freundinnen eingeladen, die schönsten Social-Media-DIYs gesammelt und endlich ausprobiert. Mit erstaunlich guten (und manchmal etwas chaotischen) Ergebnissen. Und das Beste: Ganz studentenfreundlich haben alle Aktionen auch nur maximal 5 – 10 Euro pro Person gekostet.
1) Kerzen bemalen – Der Herbst-Trend vom letzten Jahr
Was passt besser zur gemütlichen Herbststimmung als Kerzen? Kein Wunder also, dass
selbstbemalte Kerzen im letzten Jahr zum DIY schlechthin wurden. Wir haben uns dabei für
eine sichere Variante entschieden: Kerzenfarbe in Stiftform zum Herausdrücken – ein
bisschen so wie die Tuben bei Window Color früher. Alte Kerzen hatten wir sowieso noch im
Keller, aber auch neue gibt es relativ günstig im Set. Die wahre Herausforderung war dann
nicht das Malen selbst, sondern die Motivwahl. Social Media lieferte zwar Inspiration ohne
Ende, aber genau das machte die Auswahl nicht unbedingt leichter. Das Zeichnen von so
feinen Linien und Elementen war am Anfang gar nicht so einfach, aber sobald man einmal
reingekommen ist, ging es erstaunlich gut. Kleine Fehler konnte man auch ganz problemlos
entfernen, indem man die oberste Wachsschicht vorsichtig abkratzt. Der Aufwand war
minimal, der Spaßfaktor hoch – ein absoluter Herbst-Klassiker, der völlig zurecht ein Trend
geworden ist. Am Ende waren unsere Kerzen fast zu schön zum Anzünden.
2) Die 3-Minuten-Leinwand-Challenge – Kreativität unter Zeitdruck
Auch dieses DIY trendet seit letztem Jahr: Jede Person bekommt eine Leinwand, malt eine
bestimmte Zeit lang (bei uns 3 Minuten) und gibt sie dann an den nächsten weiter. So
entstehen in kürzester Zeit bunte und absurde Gemeinschaftsprojekte. Wir haben mit
Acrylfarbe gemalt. Um sich innerhalb der 3 Minuten dann nicht auch noch das Objekt der
Darstellung überlegen zu müssen hat uns ein Zufallsgenerator auf die Sprünge geholfen:
Alien. Fernseher. Kaffee. Rennauto. Je kontextloser, desto besser. Was dann kam, war ein
wilder Mix aus Farbklecksen, hektischen Strichen und leisem Fluchen, wenn der Timer zu
früh klingelte. Unsere Ergebnisse gewinnen vielleicht keinen Kunstpreis – aber lachen
mussten wir auf jeden Fall.
3) Stoffbeutel bemalen – Vom Basic zum Unikat
Individuelle Stoffbeutel sind nicht nur optisch schön, sondern direkt auch funktional. Dafür
haben wir weiße Beutel und Stofffarben besorgt – sowohl Stifte für feine Striche, als auch
Textilfarbe im Glas für größere Flächen. Was wir unterschätzt hatten: Auf Stoff zu malen ist
gar nicht so leicht, wenn sich das Material bei jedem Strich mitbewegt. Nach ein paar
Minuten hatte wir aber ein Gefühl dafür entwickelt, wie man den Beutel am besten festhält
und wie viel Druck der Stift verträgt. Was schnell klar wurde: Eine Unterlage zwischen die
beiden Beutelseiten zu legen ist absolut Pflicht. Ohne sie landet das Design nicht nur auf der
Rückseite, sondern gerne auch direkt auf dem Tisch. Am besten geeignet waren alte
Plastiktüten – beim ersten Versuch mit Zeitung hat das Papier an der feuchten Farbe
geklebt. Am Ende hatten wir eine bunte Mischung aus Schriftzügen, großflächigen
Farbkombinationen und kleinen Mustern. Und weil die Beutel im Alltag wirklich praktisch sind, fürs Einkaufen, für die Uni oder einfach unterwegs, hat sich dieses DIY gleich doppelt
gelohnt.
4) Kürbisse bemalen – die schimmelfreie Alternative
Nachdem Halloween schon vorbei ist müsst ihr euch das folgende DIY für das nächste Jahr
vornehmen. Im Herbst führt eigentlich kein Weg am Kürbis vorbei. Weil geschnitzte Kürbisse
bei mir aber jedes Jahr nach einer Woche schon anfangen vor sich hin zu schimmeln musste
jetzt mal eine Alternative her. Nur ein paar Acrylfarben, ein Kürbis und ein ruhiger Abend –
mehr braucht es nicht. Das Ergebnis hält erstaunlich lange, macht weniger Sauerei als das
Aushöhlen und ist sowohl drinnen als auch draußen dekorativ.
Fazit
Gerade in der dunklen Jahreszeit sind DIY-Abende – ob alleine oder mit Freunden – die
perfekte Alternative zu Netflix-Binge-Watching oder endlosem Doomscrolling. Nach 17 Uhr
verlässt man das Haus ja meistens nur noch, wenn es wirklich sein muss. Die Projekte
haben uns aus dem Alltag geholt und kleine Erinnerungsstücke geschaffen. Aber das war
erst der Anfang, die kreative To-do-Liste ist natürlich noch lang: Fußmatten bemalen,
Weingläser gestalten, Armbänder knüpfen… Instagram hält da definitiv noch einiges für uns
bereit.
