Als ich mit dem Studium anfing, setzte ich mir das Ziel, endlich eine Sportart zu finden, die mir Spaß macht. In der Schule war Sport für mich immer eher ein notwendiges Übel, aber da ich nicht auf ewig ein Sportmuffel sein wollte, meldete ich mich direkt im ersten Semester für den Hochschulsport an. Nach wenigen Stunden war leider ein für alle Mal klar, dass ich nicht für Hiphop geschaffen war, und ich verschob meine Suche auf das nächste Semester.
Und so fand ich mich vor ein paar Wochen wieder in den Umkleiden des Sportzentrums und wartete auf meine erste Fechtstunde. Es wäre gelogen, zu behaupten, dass ich nicht nervös gewesen wäre. Ich überlegte, doch wieder heim zu gehen. Aber mit dem Gedanken im Hinterkopf, dass ich ja auch nach der Stunde stornieren könnte, stand ich dann doch in der Halle.
Nach wenigen Minuten war eine mögliche Stornierung schon vergessen: Ein paar Runden Kettenfangen zum Aufwärmen, einige Dehnübungen und erste Gespräche mit den anderen Anfängern, und schon merkte ich, dass ich mich hier wohl fühlte.
Was macht man eigentlich beim Fechten?
In der ersten Stunde fingen wir natürlich nicht direkt an, uns gegenseitig mit Degen aufzuspießen – tatsächlich wird beim Hochschulsport mit dem Florett gefochten – sondern begannen mit den Basics.
Grundstellung, Fechtstellung, vorwärts und rückwärts Gehen. Ausfall. Was einfach klingt, sorgt in der Realität dafür, dass man die nächsten paar Tage sehr ungern die Treppe nimmt. Und doch habe ich dabei nicht an Muskelkater gedacht, oder wie es aussehen muss, wenn ich mit einer imaginären Waffe und Mini-Schritten auf meinen Gegenüber zugehe. Ich hatte einfach Spaß.
In den nächsten Stunden übten wir weiter die einzelnen Komponenten und arbeiteten so auf das tatsächliche Fechten hin. Mit jedem Mal wurde ich sicherer, fand mehr nette Leute und fühlte mich einfach gut, wenn ich verschwitzt nach Hause kam.
Mein Fazit
Ich kann euch nur raten, es auch zu versuchen. Es muss ja nicht unbedingt Fechten sein, aber es gibt so viele, das bestimmt eine gute für euch dabei ist.
Vielleicht habt ihr ja eine Sportart auf der Website des Hochschulsports entdeckt, die ihr eigentlich schon immer cool fandet. Oder eine, die einfach ein bisschen merkwürdig klingt. Probiert sie doch einfach mal aus!
Ich habe auf jeden Fall mein Ziel fürs Erste erreicht und freue mich auf das restliche Semester beim Fechten. Und vielleicht finde ich ja auch noch mehr Sportarten. Auswahl gibt es jedenfalls genug.
