Weihnachtsleckereien aus aller Welt

Die Weihnachtszeit ist hierzulande voll im Gange, auf den geschäftigen Weihnachtsmärkten duftet es nach Glühwein, Lebkuchen und gebrannten Mandeln. Aus den Häusern strömt der Duft von frisch gebackenen Vanillekipferln und Zimtsternen entgegen. Weihnachten wird jedoch nicht nur in Deutschland, sondern auch in vielen anderen Ländern geliebt und gelebt, was sich in den unzähligen verschiedenen Köstlichkeiten widerspiegelt.

 Zum zweiten Advent hat Presstige für euch einen Blick über den Tellerrand geworfen und sich eine Auswahl an Ländern unter die Lupe genommen. 

Was für Leckereien werden in anderen Ländern zur Weihnachtszeit verspeist?

Schweden

Für viele Schweden ist die Weihnachtszeit der einzige Lichtblick inmitten des langen, dunklen, skandinavischen Winters. Die Weihnachtszeit wird daher ausgiebig gefeiert.

Auf schwedischen Weihnachtsmärkten findet man Glögg, das schwedische Gegenstück zu unserem Glühwein. Glögg enthält normalerweise etwas mehr Alkohol und wird oft mit Rosinen und Mandeln serviert.

Zum Essen werden die weltberühmten Köttbullar, schwedische Fleischbällchen, mit Kartoffeln und Preiselbeermarmelade angeboten.

An Süßkram fehlt es auch nicht, hierbei seien Polkagris, (schwedische Zuckerstangen) und Pepperkakor (schwedische Lebkuchen Plätzchen) zu erwähnen. Diese mit Ingwer gewürzten Plätzchen werden auch gerne zuhause gebacken, wobei sie in unterschiedlichen Formen ausgestochen werden.

Knäck, ein hartes Karamell mit Mandeln ist eine weitere beliebte Leckerei, die von schwedischen Familien zur Weihnachtszeit gebacken wird.

Das am meisten verbreitete Gebäck zur Weihnachtszeit ist entgegen manchen Erwartungen nicht etwa die Zimtschnecke, sondern ein Safran Gebäck namens Lussekatt (Luciakatze). Lussekatter haben typischerweise eine S-Form und sind an beiden Enden mit jeweils einer Rosine verziert, die die Katzenaugen darstellen sollen.

Kolumbien

Bei kolumbianischen Weihnachtsmärkten steht nicht etwa Bratwurst oder Käsespätzle, sondern Empanadas und Hojaldras auf den Speisekarten.

Empanadas sind im gesamten spanischsprachigen Raum beliebt, jede Kultur hat jedoch ihre ganz eigene Version. Ähnlich ist es mit Hojaldras. In Kolumbien versteht man unter Hojaldra ein dünnes, frittiertes Süßgebäck.

Buñuelos und Natilla sind zwei weitere kolumbianische Speisen, die sowohl zuhause als auch auf Weihnachtsmärkten großer Beliebtheit erfahren. Bei Buñuelos handelt es sich um kleine, frittierte Käsebällchen. Während der Weihnachtszeit sind sie ein warmer Snack für zwischendurch. Natilla ist ein cremiger Milchpudding mit Zimt. Die beiden Speisen werden gerne zusammen gegessen.

An Süßspeisen werden zur Weihnachtszeit ansonsten noch brevas con arequipo y queso und arroz con leche verzerrt. Bei brevas con arequipo y queso werden gekochte Datteln mit einer dickflüssigen Karamellsoße gefüllt und zusammen mit Käse serviert. Arroz con leche ist ein süßer Milchreis, der mit unterschiedlichen Weihnachtsgewürzen verfeinert wird.

Österreich

Der Wiener Weihnachtsmarkt genießt den Ruf als einer der schönsten Weihnachtsmärkte weltweit. Was hat er kulinarisch zu bieten?

Auf den österreichischen Weihnachtsmärkten findet man ähnlich wie bei uns Glühwein, Baumkuchen und Langos. Kaiserschmarrn gibt es natürlich auch.

Zuhause werden massenhaft Weihnachtskekse gebacken. Vanillekipferl, das womöglich beliebteste deutsche Weihnachtsgebäck, hat seinen Ursprung angeblich in Wien. Gemeinsam mit den Linzer Augen, die bei uns Engelsaugen oder Hildabrötchen heißen, sind Vanillekipferl daher in Österreich zwei äußerst beliebte Weihnachtskekse.

Eine zur Weihnachtszeit beliebte Süßspeise sind die Salzburger Nockerln. Hierbei handelt es sich um ein luftiges Soufflé, das ziemlich viele Eier enthält.

Ein weiterer festlicher Kuchen ist der auch uns bekannte Weihnachtsgugelhupf, der in unzähligen Varianten existiert. Manche beinhalten Marzipan, bei anderen wird Rotwein oder Orange in den Teig gegeben.

Niederlande

In den Niederlanden werden zur Weihnachtszeit haufenweise Oliebollen verspeist. Das sind kleine Doughnuts mit Rosinen, die oft mit Puderzucker bestreut werden.

Am Pakjesavond, dem Tag des Nikolaus, werden traditionell Kruidnoten für Sinter Klaas bereitgestellt. Kruidnoten sind kleine, harte Kekse mit Lebkuchengewürzen.

Genauso gerne werden Kerstkransjes gebacken. Das sind kranzförmige Plätzchen, die beispielsweise mit Zuckersprenkeln oder Mandelblättern verziert werden. Wichtig ist, dass die Kerstkransjes wie bei einem echten Kranz ein Loch in der Mitte haben, damit sie mit an den Christbaum gehängt werden können. An diesem kann sich die gesamte Familie über die Weihnachtszeit hinweg bedienen.

Ein typisches alkoholisches Weihnachtsgetränk ist Advocaat, das holländische Gegenstück zu unserem Eierlikör. Wer lieber bei nicht-alkoholischen Getränken bleibt, kann sich stattdessen mit einer Tasse Anijsmelk aufwärmen. Hierfür wird Milch aufgewärmt, gesüßt und mit Anis gewürzt.

Philippinen

Als einziges vorwiegend christlich geprägtes Land in seiner Umgebung, wird die Weihnachtszeit in den Philippinen äußerst ernst genommen. Tatsächlich beginnen die Feierlichkeiten bereits im September und dauern teils bis in den Februar, was die Philippinen zu dem Land mit der längsten Weihnachtszeit macht. Gegessen wird während dieser Weihnachtszeit kräftig.

Dabei seien Lechon (knuspriger, gebratener Schweinebauch), Chicken Relleno (gefülltes Hähnchen) und Caldereta (Ziegeneintopf) zu erwähnen. Weniger aufwendig ist Embutido, ein Hackbraten, in den gekochte Eier, Würstchen und manchmal Ananas platziert werden.

Zu diesen Hauptgerichten werden als Beilagen meist ein philippinischer Obstsalat oder Lumpiang Shanghai (philippinische Frühlingsrollen) serviert. Der Obstsalat existiert in unterschiedlichen Variationen. Dosenfruchtcocktails, Sahne und Kondensmilch sind meist fester Bestandteil. Optional sind Kokosgel, Cocktailkirschen oder Bananen.

Auf den Straßen findet man herzhafte Gerichte wie Pancit Malabon, in einer Meeresfrüchtenbrühe gekochte Reisnudeln. Bibingka und Puto Bumbong sind zwei nicht wegzudenkende süße Reiskuchen. Bibingka wird häufig mit Butter, Zucker, geschredderter Kokosnuss, geriebenen Käse und gesalzenen Eiern garniert. Wo Bibingka verkauft wird, ist Puto Bumbong nie weit entfernt. Dieser Reiskuchen ist durch seine auffällige lila Farbe leicht zu erkennen. Diese kommt von dem violetten Klebreis, der in Puto Bumbong enthalten ist.

Falls ihr es satt haben solltet von all den Vanillekipferln, den Glühweinen und den gebrannten Mandeln, bringt doch etwas Abwechslung in eure Weihnachtszeit und versucht euch an einer der hier vorgestellten Leckereien! Rezepte findet man ganz einfach im Internet.

 Einen schönen zweiten Advent wünscht euch das Presstige Team.

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