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	<title>Cornelia Salz, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>das Lächeln der Zeit ist kalt und schön</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cornelia Salz]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2020 06:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[gedicht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>reize mich nicht, o sanfter Junge, sonst beiß' ich dir die Lippen rot! so rot auch meine Zähne, Zunge, und du stöhnst in größter Not. und der Hund an meiner Seite, so groß und schwarz und voll Gefahr! du willst...</p>
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<pre class="wp-block-verse">reize mich nicht, o sanfter Junge,
sonst beiß' ich dir die Lippen rot!
so rot auch meine Zähne, Zunge,
und du stöhnst in größter Not.

und der Hund an meiner Seite,
so groß und schwarz und voll Gefahr!
du willst nicht, dass ich dich begleite,
du fragst mich nie, wie es geschah...

doch wenn ich spreche, wie du zitterst!
wenn ich dich küsse, wirst du stumm.
ich seh' dich an: du erinnerst mich 
an Sommer. ach, was bist du süß! und dumm!

und mein Haar? Es riecht nach Moder,
Nüssen, Moos und altem Laub,
meine Haut schmeckt nach Oktober,
schmeckt nach Regen, Wind und Staub.

süßer Jüngling, bleib ein Weilchen,
bleib nur eine Stunde hier!
horch! der Wind rauscht durch die Eichen!
sag, gefällt dir mein Revier? 

komm mit mir, komm durch die Steine,
und lass dein Mädchen dort zurück.
küss mich schnell, sei ganz der Meine:
so süß und bitter schmeckt nur Glück.

öffne ruhig weit das kleine Fenster,
denn mein Flüstern hält dich warm.
doch anderntags höhnt leis' und finster
der Hund: kalt liegst du in meinem Arm.

unter welken Blättern wirst du schlafen,
du dummer Junge, wie es dir gebührt.
wie schön es war, als wir uns trafen,
wie jung du warst, wie leicht verführt!

nun weißt du, ich sammle Sommerleichen,
und auch du suchtest nur dein Glück,
bitter und süß, als könnt' es je reichen!
scheint ewig. verweilt kurz. kehrt niemals zurück.

</pre>
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		<title>t.f.f. &#8211; tempus fucking fugit</title>
		<link>https://presstige.org/2020/01/t-f-f-tempus-fucking-fugit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cornelia Salz]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Jan 2020 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ausdruck]]></category>
		<category><![CDATA[gefühle]]></category>
		<category><![CDATA[tempus fugit]]></category>
		<category><![CDATA[wortwärts]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zu den Dingen, vor denen wir nicht gewarnt wurden (oder zumindest ich nicht), gehört vor allem die Abstumpfung. Geburtstage. Jahrestage. Todestage. Weihnachten, Silvester. Who gives a shit. Es ist der letzte Tag des Jahres und ich bin auf dem Weg...</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="682" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/woman-1759758_1920-1024x682.jpg" alt="" class="wp-image-12498" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/woman-1759758_1920-1024x682.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/woman-1759758_1920-400x266.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/woman-1759758_1920-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/woman-1759758_1920-1536x1023.jpg 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/woman-1759758_1920.jpg 1920w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>© Pixabay</figcaption></figure>



<p>Zu den Dingen, vor denen wir nicht gewarnt wurden (oder zumindest ich nicht), gehört vor allem die Abstumpfung. Geburtstage. Jahrestage. Todestage. Weihnachten, Silvester. <em>Who gives a shit.</em></p>



<p>Es ist der letzte Tag des Jahres und ich bin auf dem Weg in die Hauptstadt, weil sich Silvester in Berlin nach ein bisschen mehr anfühlt als Silvester in der Provinzstadt im Süden. Vielleicht auch deshalb ausgerechnet Berlin, weil dort alle so gelangweilt von allem sind, und es dann nicht so weh tut, wenn man selbst nichts empfindet.</p>



<p>Vielleicht kommt daher auch das Ding mit den Drogen. Künstliche Gefühle für alle oder zumindest Erlebnisse, sorgsam nachcoloriert im Gedächtnis, in der Erzählung. Wilde Jugend.</p>



<p><em>Andere ernähren in deinem Alter schon eine Familie.</em></p>



<p>Und im Sommer vielleicht wieder ein Festival, vielleicht wieder eine neue Liebe, und jetzt schon Angst vor der mangelnden Immersion, dem Gefühl, dass die besten Jahre leise weggeschlichen sind, ohne sich zu verabschieden. Die ersten Falten im Spiegel, der Verlust von Naivität, und das dumpfe Gefühl, dass der nächste Mensch, dem man sagt, dass man ihn liebt, auch wieder nur ein paar Jahre bleiben wird, und nicht für immer.</p>



<p>Wenn es dann irgendwann unweigerlich den Gang aller Dinge gegangen ist, das Beziehungskistchen: Das eiternde Herz, auf dem man herumdrücken kann und sich fragen, ob das jetzt echter Schmerz ist oder eher verletzter Stolz, und ob es einen Unterschied macht.</p>



<p>Der nächste Sommer, die nächste Liebe oder Freundschaft oder Affäre.</p>



<p>Das nächste Scheitern, und die nächste Abstumpfung, bis man irgendwann durch eine Katastrophe aus dem alten Trott gerissen wird. Ein Todesfall vielleicht, und da, endlich: Das ist also echter Schmerz. Wie ungewohnt.</p>



<p>Und selbst dann! Diese verfluchte Abgeklärtheit, das Beobachten des eigenen Leids, die pseudoreflektierte Art, in der man darüber spricht, vor Freunden oder vor dem Therapeuten, den man sich irgendwann dann doch gesucht hat.</p>



<p>Wieder sitze ich im Zug, diesmal nach Budapest, um das Grab meiner Großmutter zu besuchen. Jahrestage und Todestage, Schuldgefühle und Einsamkeit.</p>



<p>Um mich herum heiraten in letzter Zeit die Bekannten, oder bekommen Kinder, und ich frage mich, was ich falsch mache. Haben die eine Fähigkeit zur großen Liebe, die mir fehlt, oder haben sie sich wenigstens die Naivität bewahrt, die ich so schmerzlich vermisse?</p>



<p>Wer wird mich lieben, wenn ich alt bin? Wer wird mich lieben, desillusioniert und allein und kinderlos, wenn niemand es muss? Wer wird Narzissen auf mein Grab legen, weil ich Narzissen geliebt habe? Ich weiß es nicht.</p>



<p>Ich weiß es wirklich nicht.<br></p>
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		<title>Auge in Auge mit Mutter Natur &#8211; ein Besuch in der Ausstellung “Körperwelten der Tiere”</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cornelia Salz]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 06 Jul 2019 08:46:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freiraum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Biologie hat mich schon immer interessiert. So sehr, dass ich in der Kollegstufe den beinahe fatalen Fehler gemacht habe, einen Bio-Leistungskurs zu belegen&#8230; 4 Punkte im schriftlichen Abi. Reden wir nicht darüber.&#160; Trotz dieser unerfreulichen Erfahrung blieb mein Interesse an...</p>
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<p>Biologie hat mich schon immer interessiert. So sehr, dass ich in der Kollegstufe den beinahe fatalen Fehler gemacht habe, einen Bio-Leistungskurs zu belegen&#8230; 4 Punkte im schriftlichen Abi. Reden wir nicht darüber.&nbsp;<br></p>



<p>Trotz dieser unerfreulichen Erfahrung blieb mein Interesse an Dingen erhalten, die biologisch sind, aber nur indirekt mit Zitronensäurezyklus und Photosynthese zu tun haben. Ich gucke gern Naturdokus und mag es, von biologischen Fakten in Erstaunen versetzt zu werden. (Die Fingerabdrücke von Koalas sind denen des Menschen so ähnlich, dass eine echte Verwechslungsgefahr an Tatorten besteht! Elefantenkinder benutzen ihre Rüssel als Schnuller!) Grund genug also, der freundlichen Einladung zu folgen, mir für Presstige die Ausstellung “Körperwelten der Tiere” in Ulm anzusehen.</p>



<p>Die “Körperwelten”-Ausstellungen erlangten in den Nullerjahren fragwürdige Berühmtheit. Ihr Erfinder, der deutsche Mediziner Gunther von Hagens, begann, vollständige menschliche Leichen auszustellen, die durch ein sogenanntes Plastinierungsverfahren haltbar gemacht worden waren. In den Medien wurde ausführlich verhandelt, ob so etwas erlaubt sei, ob nicht die Totenruhe damit verletzt würde, obwohl alle “Exponate” ihre Körper nach dem Tod ausdrücklich diesem Zweck zugedacht hatten. Wie der Name schon verrät, liegt der Fokus der Ausstellung in Ulm allerdings auf präparierten Tierkadavern (wobei zu meiner Überraschung auch verschiedene menschliche Präparate gezeigt wurden, aber dazu später mehr).<br></p>



<p>Ich war neugierig geworden, also schnappte ich mir meinen besten Freund, der sich seinerseits das Auto seines Vaters auslieh, und wir brausten bei strahlendem Wetter nach Ulm.&nbsp;</p>



<p>Standort der Körperwelten ist das Blautal-Center, ein großes Einkaufszentrum, und zu unserem Amüsement liegt der Eingang &#8211; etwas prosaisch &#8211; neben einem Netto.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="497" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.56.23-1024x497.jpeg" alt="" class="wp-image-11519" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.56.23-1024x497.jpeg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.56.23-400x194.jpeg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.56.23-768x373.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.56.23.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>© Cornelia Salz</figcaption></figure>



<p>Die Ausstellung selbst ist sehr schlicht gehalten: gut ausgeleuchtete Exponate, von allen Seiten einsehbar, vor schwarzem Grund. Der Effekt ist sowohl sachlich als auch theatralisch &#8211; ein modernes Gruselkabinett.</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="497" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.56.23-1-1024x497.jpeg" alt="" class="wp-image-11520" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.56.23-1-1024x497.jpeg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.56.23-1-400x194.jpeg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.56.23-1-768x373.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.56.23-1.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>© Cornelia Salz</figcaption></figure>



<p>Eines der ersten Ausstellungsstücke ist ein Hund mit Frisbee im Maul, für immer im Sprung gebannt. Während mein Begleiter direkt Auge in Auge geht, halte ich mich ein wenig zurück, Faszination und ein leichtes Unbehagen angesichts so viel toten Fleisches ringen miteinander.</p>



<p>Aus der Nähe sieht das plastinierte Gewebe dann tatsächlich einfach aus wie bemaltes Plastik, was ich gleichermaßen beruhigend wie enttäuschend finde. <br></p>



<p>Im nächsten Ausstellungsraum wartet ein menschliches Skelett auf uns, klein, zierlich und zahnlos, mit deutlichen Anzeichen von Gelenkabnutzung und Knochenschwund, und ich bin gerührt. Das ist ein Mensch, ein echter Mensch, eine zahnlose alte Dame, die bereit war, ihr Skelett ausstellen und begutachten zu lassen! Ich würde sie gern fragen, was sie von der Ausstellung hält, und was sie dazu bewogen hat, ihren Körper hierfür zu spenden.<br></p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="634" height="602" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot-2019-07-04-at-15.14.12.png" alt="" class="wp-image-11522" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot-2019-07-04-at-15.14.12.png 634w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot-2019-07-04-at-15.14.12-400x380.png 400w" sizes="(max-width: 634px) 100vw, 634px" /><figcaption>© Cornelia Salz</figcaption></figure>



<p>Der Gang durch die Ausstellung wartet immer wieder mit neuen, für mich oft verblüffenden Exponaten auf. Sei es die &#8220;Gefäßgestalt&#8221; eines Pferdekopfes, also all die unzähligen Adern, die nötig sind um Gewebe zu durchbluten, oder die schwer fassbare Monstrosität der Muskulatur eines ausgewachsenen Gorillas.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="774" height="884" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot-2019-07-04-at-15.19.51.png" alt="" class="wp-image-11524" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot-2019-07-04-at-15.19.51.png 774w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot-2019-07-04-at-15.19.51-350x400.png 350w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot-2019-07-04-at-15.19.51-768x877.png 768w" sizes="(max-width: 774px) 100vw, 774px" /><figcaption>© Cornelia Salz</figcaption></figure>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="497" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.57.01-3-1024x497.jpeg" alt="" class="wp-image-11525" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.57.01-3-1024x497.jpeg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.57.01-3-400x194.jpeg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.57.01-3-768x373.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.57.01-3.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>© Cornelia Salz</figcaption></figure>



<p>Ich will nicht alles vorweg nehmen &#8211; einige Präparate sind wirklich zutiefst beeindruckend und leben zum Teil auch vom Überraschungseffekt &#8211; nur so viel: Die Ausstellung ist den Besuch wert, auch wenn ich für meinen Teil bei den wenigen menschlichen Exponaten am längsten verweile: das sind unter anderem ein Gehirn, ein Uterus und das Präparat eines kompletten Menschen ohne Haut, der mit einem unsichtbaren Handy zu telefonieren scheint.</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.57.00-1-497x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-11526" width="581" height="1197" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.57.00-1-497x1024.jpeg 497w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.57.00-1-194x400.jpeg 194w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.57.00-1-768x1581.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/WhatsApp-Image-2019-06-13-at-16.57.00-1.jpeg 777w" sizes="(max-width: 581px) 100vw, 581px" /><figcaption>© Cornelia Salz</figcaption></figure>



<p>Am Ende bleibt bei mir ein vielschichtiges, melancholisches Gefühl zurück, mit dem Gedanken, dass wir alle am Ende doch nichts anderes sind als wandelnde, animierte Konstrukte aus Fleisch, Blut und Knochen. Und doch: was haben wir mit dem bisschen Hirnmasse nicht alles zuwege gebracht! Drei Pfund Gehirn, und damit haben wir Kunst erfunden, Wissenschaft und Humor. Gar nicht mal so schlecht, eigentlich. Gar nicht so schlecht.</p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="766" height="778" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot-2019-07-04-at-15.38.18.png" alt="" class="wp-image-11529" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot-2019-07-04-at-15.38.18.png 766w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot-2019-07-04-at-15.38.18-394x400.png 394w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Screenshot-2019-07-04-at-15.38.18-80x80.png 80w" sizes="(max-width: 766px) 100vw, 766px" /><figcaption>© Cornelia Salz</figcaption></figure>



<p>Die Ausstellung macht noch bis zum 22. September Station in Ulm. Mit <a href="http:// https://www.reservix.de/tickets-koerperwelten-der-tiere-in-ulm-in-ulm-blautal-center-ulm-am-18-6-2019/e1414051">Ticketkosten</a> von 12 Euro für Studenten, für einen Rundgang von etwa einer Stunde, gehört die Ausstellung zu den eher teuren Vergnügen. Glücklicherweise gibt es <strong>bis zum 31. Juli ein Studentenspecial: 2für1, also 2 Tickets zum Preis von einem!</strong></p>



<p>Die Fahrt ist mit dem Bayern-Ticket durchaus erschwinglich (1 Tag lang im Nahverkehr fahren/bis zu 5 Personen/ab 25 Euro plus 7 Euro je Mitfahrer) und dauert nur bisschen mehr als eine Stunde pro Richtung.</p>



<p>Für die Körperwelten allein würde ich nicht zum Trip nach Ulm raten, wer aber ohnehin mal einen Tagesausflug dorthin machen wollte, etwa, um sich das bei diesem Wetter wundervoll kühle Münster anzusehen, oder mit Blick auf die Donau bei Pizza und Spritz zu sitzen, dem empfehle ich den Besuch der “Körperwelten der Tiere” gern. <br></p>



<p><br></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/07/auge-in-auge-mit-mutter-natur-ein-besuch-in-der-ausstellung-koerperwelten-der-tiere/">Auge in Auge mit Mutter Natur &#8211; ein Besuch in der Ausstellung “Körperwelten der Tiere”</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Fisch filetieren</title>
		<link>https://presstige.org/2019/02/fisch-filetieren/</link>
					<comments>https://presstige.org/2019/02/fisch-filetieren/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cornelia Salz]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Feb 2019 09:30:13 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Als ich den Film My Fair Lady zum ersten Mal sah, war ich noch so klein, dass ich nicht verstehen konnte, warum Eliza zu dem blöden gemeinen Professor zurück geht, sie hatte doch kurz zuvor noch triumphal davon gesungen, dass...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/02/fisch-filetieren/">Fisch filetieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="685" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/01/woman-1148923-1024x685.jpg" alt="" class="wp-image-10577" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/01/woman-1148923-1024x685.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/01/woman-1148923-400x268.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/01/woman-1148923-768x514.jpg 768w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>(c) Pixabay</figcaption></figure>


<p>Als ich den Film My Fair Lady zum ersten Mal sah, war ich noch so klein, dass ich nicht verstehen konnte, warum Eliza zu dem blöden gemeinen Professor zurück geht, sie hatte doch kurz zuvor noch triumphal davon gesungen, dass sie ihn nicht braucht und die Welt sich auch ohne ihn problemlos weiterdrehen wird.</p>
<p>Inzwischen bin ich klüger. Ich weiß jetzt, dass die meisten kalten Absagen, die meisten Sätze wie ‘‘ich bin drüber weg’’ gelogen sind.</p>
<p>Ich bin nicht über dich hinweg.</p>
<p>Ich bin nicht über dich hinweg, und vielleicht werde ich es nie sein. Da haste.</p>
<p>Du hast Spuren in mir hinterlassen. Tiefe Spuren.</p>
<p>Eine Auswahl:</p>
<p>Du hast meinen Musikgeschmack verändert. Hast mir gezeigt, wie man Fisch filetiert. Ich binde meine Schuhe jetzt so, wie du es tust, und nicht so, wie mein Vater es mir beigebracht hat. Ich weiß inzwischen, dass ich auf Curry allergisch reagiere, weil du mich darauf hingewiesen hast, und lese Hemingway mit Leidenschaft, obwohl ich ihn früher nicht mochte, vor dir.</p>
<p>Nach manchen Orgasmen muss ich an dich denken, weil sie fast so gut waren, wie die, die du mir verschafft hast, und jedesmal, wenn ich Zwiebeln schneide, weil du mich in drei Jahren nicht davon überzeugen konntest, dass deine Methode besser ist als meine.</p>
<p>Denkst du denn auch noch manchmal an mich? Wenn es schneit? Wenn Funny van Dannen im Radio läuft, oder wenn du dir wieder einmal einen Sonnenbrand auf der Nase geholt hast und sie sich schält, weil ich nicht da war, um dir zu sagen, dass du vergessen hast, sie einzucremen?</p>
<p>Habe ich für dich eine Bedeutung, und erinnern dich Dinge an mich und an uns? Oder bin ich nur ein episodenhafter Teil deiner Biographie, ein Gesicht aus der Vergangenheit, das in deinen Gedanken mehr und mehr verwischt, bis du eines Tages nicht mehr sicher wärest, was meine Augenfarbe nochmal war, wenn du denn an mich denken würdest… was du nicht tust.</p>
<p>Bist du überhaupt noch am Leben? Wo? Und werde ich es erfahren, wenn du stirbst?</p>
<p>Ich vertraue meinem Gefühl nicht mehr wirklich, vor allem, wenn ich auf Menschen treffe, die mir gefallen, die mich begeistern. Umso besser sich etwas anfühlt, desto misstrauischer werde ich, desto weniger erlaube ich mir, den Moment zu genießen. Ist ja schon mal schief gegangen.</p>
<p>Wo du mal warst, da wächst kein Gras mehr, und du warst fast überall.</p>
<p>Wie soll ich nochmal jemandem Kosenamen geben, meine Liebe erklären? Die Worte sind benutzt, sind besetzt, sind abgegriffen. Ich habe meine Gefühle und Gedanken auf dich verwendet, und jetzt klingt jede Zärtlichkeit hohl, mit einem Echo, das nur ich hören kann.</p>
<p>Überhaupt, Worte. Ich habe mir Vokabeln und Wendungen von dir angeeignet, nichts spektakuläres, nichts, das in meinem Sprachduktus auffallen würde, aber ich fühle mich jedesmal ein wenig schmutzig, als würde ich mich selbst ertappen, wenn ich sie verwende.</p>
<p>Verstohlen benutze ich deine Worte, und es schmerzt so gut.</p>
<p>Ich bin nicht über dich hinweg.</p>
<p>Nein, ich bin nicht über dich hinweg, aber weißt du was? Ich bin verdammt nochmal auf dem Weg der Besserung.</p>
<p>Ich ertrage es wieder, Fisch zu essen, und ja, ich muss jedesmal an dich denken, jedesmal, egal, auch wenn es fertig filetierte Stücke aus der Tiefkühltruhe sind. Jedes verfluchte Mal, und ich fühle deine Hand auf meiner, wie sie das Messer führt. Ich kann Fisch filetieren, und du bist schuld daran.</p>
<p>Aber: Ich esse. Wieder. Fisch.</p>
<p>Vor ein paar Wochen saß ich rauchend unten am Fluss, gar nicht weit von unserer Brücke, und telefonierte, und erst als ich später Johanna in einer Kneipe traf, ist mir aufgefallen, dass ich gar nicht an dich gedacht hatte.</p>
<p>Wenn ich jetzt spätnachts oder frühmorgens einen Song poste, tue ich das, weil er mir gefällt, und nicht, um dir kryptisch etwas zu signalisieren. Ich habe eingesehen, dass du nicht mehr da bist. Und übrigens trinke ich auch nicht mehr so viel.</p>
<p>Ich weiß es kaum noch, wer ich vor dir war, vor uns. Aber, und das ist wichtiger: Ich weiß jetzt, dass es ein nach dir gibt, denn ich lebe darin.</p>
<p>Und ich dachte immer, ich würde irgendwann sagen “es tut nicht mehr weh”.</p>
<p>Jetzt weiß ich, es muss anders heissen: “Ich habe gelernt, es zu ertragen”, und Mut ist nicht, keine Angst zu haben, sondern die Angst zu überwinden, nicht wahr? In diesem Sinne ist dann darüber-hinweg-sein wohl nicht die Abwesenheit von Schmerz, das “ist mir egal!” (wie könntest du mir je egal sein), sondern vielmehr:</p>
<p>“Ich habe gelernt, mit dem Phantomschmerz und deiner Abwesenheit und mit all den Narben zu leben. Ich habe gelernt, mit der Beinprothese zu tanzen. Noch ziemlich wackelig, ja, aber ich tanze wieder.”</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Ich tanze wieder.</p>


<p><br></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/02/fisch-filetieren/">Fisch filetieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Ein Zuhause zum Mitnehmen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Cornelia Salz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 21 Jan 2019 08:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[stadtnah]]></category>
		<category><![CDATA[Home in a Bowl]]></category>
		<category><![CDATA[Internationale Küche]]></category>
		<category><![CDATA[Kochbuch Augsburg]]></category>
		<category><![CDATA[kochen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist ein grauer Tag mitten im Winter, aber an einem Tisch im Café Viktor im Bismarckviertel hat sich eine bunte Gemeinschaft zusammengefunden, um mit mir übers Kochen zu reden. Es geht um das Projekt Home in a Bowl II....</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/01/ein-zuhause-zum-mitnehmen/">Ein Zuhause zum Mitnehmen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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<p>Es ist ein grauer Tag mitten im Winter, aber an einem Tisch im Café Viktor im Bismarckviertel hat sich eine bunte Gemeinschaft zusammengefunden, um mit mir übers Kochen zu reden. Es geht um das Projekt Home in a Bowl II. Die Idee ist so einfach wie genial – ein internationales, interkulturelles Kochbuch, das davon erzählt, wie zuhause gekocht wird. Weil es in Augsburg so viele verschiedene Nationalitäten gibt, sind es sehr unterschiedliche Gerichte von sehr unterschiedlichen Köch*innen, die vorgestellt werden. Aber der Reihe nach.</p>



<p>46% der Augsburger*innen haben inzwischen einen Migrationshintergrund, und ich zähle auch dazu: zwar bin ich in München geboren und in Deutschland aufgewachsen, aber meine Mutter kommt aus Budapest. Mein Deutsch ist akzentfrei, mein Nachname eindeutig deutsch – ich bin die unsichtbare Migrantin. Wie so viele andere kenne auch ich das Gefühl, in zwei Sprachen zu denken und zu fühlen, und damit einen Spagat zwischen zwei Identitäten zu machen. Zum Schönsten dabei zählt es, Freunde zu bewirten und ihnen Gerichte von zuhause zu zeigen, dazu davon zu erzählen, zu welchem Anlass es welches Gericht gab, und wie meine Großmutter das zubereitet hat. Ich weiß gar nicht, warum meine Großmutter und nicht meine Mutter hierbei der Maßstab der Dinge ist, aber nach einer kurzen Umfrage in meinem Freundeskreis stellt sich heraus, dass Omas Küche einfach die Beste ist: es häufen sich Geschichten von Suppen, Eintöpfen, Gebäck und Marmelade.&nbsp;</p>



<p>Kein Wunder also, dass im Jahr 2014 ein Grüppchen Augsburger*innen beschloss, sich auf eine spannende Reise zu begeben: sie sollte durch die Küchen von Menschen aus den unterschiedlichsten Ländern führen, die in Augsburg ihre Heimat gefunden haben. Was sind ihre Lieblingsgerichte? Und was erzählen die Köch*innen, über sich, ihre Herkunft, ihre Geschichte, während sie diese Gerichte zubereiten? Kann die große Gemeinsamkeit aller Menschen, das Kochen und Essen, genutzt werden, um interkulturelle Brücken zu bauen, gerade angesichts der vielen Schutzsuchenden, die in den letzten Jahren zu uns gekommen sind? </p>



<p>Das Kochbuch Home in a Bowl erschien Ende 2015, mit einer ersten Auflage von 1100 Exemplaren, der wegen großer Nachfrage in und um Augsburg bald eine zweite folgte. Ein großer Teil des Gewinns ging an verschiedenen Hilfsprojekte für Flüchtlinge in Augsburg.<br></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://d2mxuefqeaa7sj.cloudfront.net/s_6B5AE43BCF7C2BBD3914FCDA6AF80A55968A744B1CFDA3E11E959CD3A3C681DD_1547130519027_Screenshot+2019-01-10+at+15.28.22.png" alt=""/><figcaption>Die Mitglieder des Vereins Home in a Bowl </figcaption></figure>



<p>Seitdem sind ziemlich genau drei Jahre vergangen, und anders als erhofft, hat sich die gesellschaftliche Lage nicht entspannt, sondern wurde im Gegenteil von Medien und Politik &nbsp;immer weiter hochgeschaukelt. Man fordert die Schließung von Grenzen, schnellere und härtere Abschiebungen von Geflüchteten, und Menschen mit Migrationshintergrund werden oftmals ausgegrenzt und angefeindet. Dazu sagt Tanja Blum, Mitbegründerin des Projekts: “Mit unserem Verein und unseren Projekten möchten wir ein Zeichen setzen und deutlich machen, wie bereichernd gesellschaftliche Vielfalt ist. Vielleicht können wir nicht die ganze Welt verändern, aber wir können erste Schritte tun. Und die Kochkunst ist nur einer von vielen Bereichen, der unserer Meinung nach von Vielfalt profitiert! Mit unserem Kochbuch möchten wir mehr Menschen neugierig auf neue, unbekannte Geschmäcker und auf die persönlichen Geschichten ihrer Mitmenschen machen.” </p>



<p>Höchste Zeit also, Kochbuch Nummer zwei herauszubringen! Home in a Bowl II enthält 40 Rezepte von 21 Köch*innen unter Anderem aus Peru, Israel, Bulgarien, England und Syrien.&nbsp;Und fünf dieser kochlustigen Menschen konnte ich für ein Gespräch gewinnen: eine Deutsche, ein Palästinenser, eine Peruanerin, eine Thailänderin und eine Bulgarin sind meiner Einladung ins Café Viktor gefolgt, um ein bisschen von sich zu erzählen.</p>



<p>Reihum stellen sich meine Gesprächspartner vor, und schnell verlagert sich das Gespräch von Herkunft und Beruf zur Kreativität. Dessy und Nonti singen in Bands, und Omar malt und wollte immer schon Gesangsunterricht nehmen. Man ist sich einig, dass Kunst ein wichtiges Ventil ist, um allerlei innerem Druck Luft zu verschaffen. Dessy ist diejenige, die den Zusammenhang zwischen Kunst und Kochen herstellt: Musik und Essen sind die zwei großen Dinge, die alle Menschen ohne Worte verbinden können.<br></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://d2mxuefqeaa7sj.cloudfront.net/s_6B5AE43BCF7C2BBD3914FCDA6AF80A55968A744B1CFDA3E11E959CD3A3C681DD_1542300562651_WhatsApp+Image+2018-11-15+at+17.48.32.jpeg" alt=""/><figcaption>v.l.n.r. Julia, Omar, Yahaida, Nontira, Desislava <br>Bild (c) Cornelia Salz</figcaption></figure>



<p>Und darum geht es den Fünfen an diesem Tisch: sie wollen Verbindung schaffen, Erfahrungen und Geschichten teilen, einen Beitrag leisten zu der Stadt, in der sie ein Zuhause gefunden haben.&nbsp;Julia, im Vorstand des Vereins Home in a Bowl, ist gebürtige Deutsche, hat aber durchaus ihre eigenen Erfahrungen mit Migrationsgeschichte, als in Deutschland geborene Enkelin serbischer Großeltern und Ehefrau eines türkischen Mannes. Sie arbeitet als Bildungsreferentin für die Werkstatt solidarische Welt, die zum Weltladen gehört und hat für mich die Köch*innen im Viktor zusammengetrommelt.</p>



<p>Als ich frage, wie die einzelnen Köch*innen zu dem Projekt gekommen sind, ist die Antwort einhellig: Man kennt sich in Augsburg. Das Grandhotel Cosmopolis findet Erwähnung, wie auch die Metzgerei; die Teilnehmer für Home in a Bowl fanden sich über Mundpropaganda. Omar zum Beispiel kam zu einem der offenen Kochtreffen, die jeden ersten Mittwoch im Monat in dem Jugend- und Kulturzentrum “Villa”, stattfinden. Er zauberte für die ganze Mannschaft gefüllte Paprikaschoten mit Bulgur, eine Art Ratatouille, Mnasalleh, einen Kichererbseneintopf auf palästinensische Art, panierten Blumenkohl und zum Nachtisch Knafeh, eins der beliebtesten Desserts im ganzen Nahen Osten. (Diese Gerichte sind auch im Buch zu finden.)</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://d2mxuefqeaa7sj.cloudfront.net/s_6B5AE43BCF7C2BBD3914FCDA6AF80A55968A744B1CFDA3E11E959CD3A3C681DD_1545503249829_Screenshot+2018-12-22+at+19.27.13.png" alt=""/><figcaption>Omar </figcaption></figure>



<p>Der Sohn palästinensischer Eltern ist ein Weltbürger: er ist in Syrien geboren, hat in Polen studiert und lebt seit 2008 mit seiner Frau und einer kleinen Tochter in Augsburg.</p>



<p>Auch Yahaida aus Cuzco in Peru hat zwei Kinder. Sie lebt seit 8 Jahren in Augsburg und erzählt, dass sie bei dem Kochbuchprojekt mitgemacht hat, weil sie ihre Kultur teilen möchte.&nbsp;Bekanntermaßen halten viele Deutsche die Kartoffel für einen wichtigen Bestandteil der deutschen Küche und Kultur. Das ist allerdings kein Vergleich zu Peru, wo es mehrere Tausend verschiedene Sorten gibt. Neben einer Kartoffelspeise hat Yahaida einen (extrem leckeren) Cocktail und ein Plätzchenrezept zum Buch beigesteuert. Sie war in Peru im Hotelgewerbe tätig und hat sich dort zu ihrer eigenen Überraschung in einen Gringo aus Deutschland verliebt. Details zu dieser spannenden Geschichte finden sich im Buch!<br></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://d2mxuefqeaa7sj.cloudfront.net/s_6B5AE43BCF7C2BBD3914FCDA6AF80A55968A744B1CFDA3E11E959CD3A3C681DD_1547130368724_Screenshot+2019-01-10+at+15.18.27.png" alt=""/><figcaption>Yahaida</figcaption></figure>



<p>Die Frage nach den Erfahrungen der Expats in Deutschland führt zu regen Erzählungen. Spannenderweise sind die meisten ausgerechnet im Winter das allererste Mal nach Deutschland gekommen (und fanden es demzufolge erschreckend, grau und kalt und unfreundlich).&nbsp;Da ist es dann natürlich noch viel wichtiger, die Geschmäcker von zuhause dabei zu haben, schließlich ist für ein Gefühl von Geborgenheit manchmal gar nicht mehr nötig als ein wohlig voller Magen. Ganz einfach ist es aber nicht immer, die nötigen Zutaten zu finden. Dessy zum Beispiel war schockiert über die kleinen Packungen, in denen in Deutschland Feta zu haben ist. Der Käse ist fester Bestandteil der bulgarischen Küche und wird dort in 1kg-Würfeln verkauft.<br></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://d2mxuefqeaa7sj.cloudfront.net/s_6B5AE43BCF7C2BBD3914FCDA6AF80A55968A744B1CFDA3E11E959CD3A3C681DD_1547130384105_Screenshot+2019-01-10+at+15.17.19.png" alt=""/><figcaption>Dessy</figcaption></figure>



<p>Dessy stammt aus Sofia, der Hauptstadt Bulgariens, und lebt seit sechs Jahren hier. Sie hat in Augsburg sozialwissenschaftliche Konfliktforschung studiert und in der Unibibliothek eine der Begründerinnen des Vereins, Tanja Blum, kennengelernt.&nbsp;Die von ihr beigesteuerten Rezepte sind pochierte Eier auf panagjurische Art und Tikwenik, ein süßer Kürbisstrudel. Quirlig und umtriebig ist Dessy, und findet neben ihrer ehrenamtlichen Tätigkeit bei der bulgarischen Sonntagsschule noch Zeit, in gleich mehreren Bands zu singen, beispielsweise in der Boogie-Band Mr Hill.</p>



<p>Nontira spielt ebenfalls in einer Band, auch wenn Mississippi Isabel stilistisch eher in die ruhigere, folkige Richtung gehen. Die Grafikdesignerin und Illustratorin kommt aus Thailand, ist allerdings in Deutschland geboren. </p>



<p>Nonti merkt im Gespräch lachend an, dass Essen in Thailand das Wichtigste sei, man denke Tag und Nacht an Essen. Entweder geht es darum, was man gegessen hat, oder darum, wann und wo man das nächste Mal etwas essen kann!</p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://d2mxuefqeaa7sj.cloudfront.net/s_6B5AE43BCF7C2BBD3914FCDA6AF80A55968A744B1CFDA3E11E959CD3A3C681DD_1547133311352_Screenshot+2019-01-10+at+16.14.52.png" alt=""/></figure>



<p>Ihr Frühlingsrollenrezept findet sich im Buch und sieht zum Anbeißen aus, neben einer Buddha Bowl, Austernpilzen mit Thai-Basilikum und einem Tofu Chicken-Style. (Die allermeisten Gerichte im Kochbuch sind vegetarisch oder vegan.)<br></p>



<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" src="https://d2mxuefqeaa7sj.cloudfront.net/s_6B5AE43BCF7C2BBD3914FCDA6AF80A55968A744B1CFDA3E11E959CD3A3C681DD_1545497019281_DSC05882+Kopie.jpg" alt=""/></figure>



<p>Die verschiedenen Kulturen, die in Augsburg aufeinandertreffen, führen dazu, dass sich die Köch*innen hier sehr wohl fühlen und überwiegend positive Erfahrungen gemacht haben.&nbsp;Trotzdem haben fast alle auch von Ausgrenzung und Diskriminierung zu berichten. Da ist die Geschichte von Nonti, die sich im Kindergarten rassistische Reime anhören musste, oder die von Dessy, die bei einem Bummel mit einer bulgarischen Freundin von einer aggressiven Deutschen angegangen wurde, wie sie es wagen könne, in Deutschland nicht deutsch zu sprechen.&nbsp;Diese Geschichten machen mir noch deutlicher, wie wichtig und unterstützenswert so positive, lebensfrohe Projekte wie Home in a Bowl sind. Essen ist Emotion, ist Zuhause und Familie und Rettung, und es macht uns empfänglich für neue Erfahrungen, für Erzählungen von anderswo.&nbsp;</p>



<p>Nach vielen Kaffee-Nachbestellungen, Geschichten und Gelächter an dem kleinen Cafétisch im Bismarckviertel verabschieden wir uns voneinander, und ich habe das Gefühl, fünf neue Freunde gewonnen zu haben. Auf dem Heimweg begleiten mich Gedanken zu unser aller Grundbedürfnissen. Gemeinschaft, Wärme, Geborgenheit, und was Gutes zu Essen. Vielleicht ist das mit dem Zusammenleben gar nicht so schwierig, wie man manchmal glauben möchte. Und vielleicht sollten wir alle uns öfter gegenseitig zeigen, wie bei uns zuhause gekocht wurde.&nbsp;</p>



<p></p>



<p><em>Wer jetzt neugierig auf die vielen Rezepte und Geschichten geworden ist, kann das Buch an folgenden Orten erwerben: Kolonial, Pustet, Weltladen, K41, Grandhotel, Lokalhelden, Buchhandlung am Obstmarkt, Bücherinsel, Kätchens, Schlossersche oder in der Buchhandlung Schmid in Schwabmünchen. Online gibt’s das Buch auf der </em><a rel="noreferrer noopener" target="_blank" href="http://www.homeinabowl.de"><em>Homepage</em></a><em>, wo neben einer Bestellmöglichkeit auch ein Einkaufsguide für die in Deutschland weniger gebräuchlichen Zutaten zu finden ist.</em></p>



<p><em>Der Verein Home in a Bowl trifft sich das nächste Mal am 20. Februar ab 18:30 in der Metzgerei, Haunstetter Str. 23. Neugierige sind herzlich willkommen!</em></p>



<p><em>Wir verlosen ein Exemplar des Kochbuchs Home in a Bowl II! Alles, was ihr tun müsst, um teilzunehmen, ist bis zum 26.01.19, 23:59 Uhr diesen Artikel auf Facebook mit “gefällt mir” zu markieren und dazuzuschreiben, warum ihr das Buch gerne haben wollt. Die Teilnahmebedingungen finden sich <a href="http://presstige.org/2019/01/teilnahmebedingungen-gewinnspiel-home-in-a-bowl/" target="_blank" rel="noreferrer noopener" label=" (öffnet in neuem Tab)" class="broken_link">hier.</a></em></p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/01/ein-zuhause-zum-mitnehmen/">Ein Zuhause zum Mitnehmen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Pekingentenparties und Crowdfunding – Der Liedermacher Lukas Meister</title>
		<link>https://presstige.org/2018/11/pekingentenparties-und-crowdfunding-der-liedermacher-lukas-meister/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Cornelia Salz]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2018 08:30:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[bandporträt]]></category>
		<category><![CDATA[crowdfunding]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Interview: Cornelia Salz, Foto: (c) S. Pekartschik, Timmy Hargesheimer Photography &#160; Mit sympathischer Grandezza tritt er auf die Bühne und singt von Gefühlen, die wir alle kennen, mit Worten, die uns so nicht eingefallen wären. Humor und Melancholie vereinigen sich...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2018/11/pekingentenparties-und-crowdfunding-der-liedermacher-lukas-meister/">Pekingentenparties und Crowdfunding – Der Liedermacher Lukas Meister</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-10056" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/11/Screenshot-2018-11-13-at-22.49.48-400x268.png" alt="" width="587" height="397"></div>
<div><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh">Interview: Cornelia Salz, Foto: (c) S. Pekartschik, Timmy Hargesheimer Photography</span></div>
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<p class="textbox" dir="ltr"><em>Mit sympathischer Grandezza tritt er auf die Bühne und singt von Gefühlen, die wir alle kennen, mit Worten, die uns so nicht eingefallen wären. Humor und Melancholie vereinigen sich und vermitteln eine erfrischend unorthodoxe Sicht auf die Dinge. Manchmal weiß man nicht, ob die Sprache mit dem Texter jongliert, oder umgekehrt:&nbsp;</em><em style="font-size: 1em;"><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh">Der Wahlberliner Lukas Meister bereitet gerade die Veröffentlichung seines dritten Albums</span> <span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh h-ldquo">“Leuchten”</span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"> per Crowdfunding vor. Wir haben uns mit ihm zu einem WhatsApp-Interview verabredet.</span></em></p>
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<div><span class="ace-all-bold-hthree"><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"><b>Hallo Lukas, schön, dass du dir auf Tour die Zeit nimmst, ein paar Fragen zu beantworten! Wo und mit wem bist du gerade unterwegs?</b></span></span></div>
<div><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh">Hallo, danke dass du mich Sachen fragst! Ich sitze gerade im Tourbus von Sarah Lesch, auf dem Weg nach Münster.</span></div>
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<div><span class="ace-all-bold-hthree"><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"><b>Du bist jetzt schon geraume Zeit mit Sarah als ihr Begleitmusiker unterwegs, tourst aber auch viel solo. Musikerleben. Warum machst du diesen Job, was hat dich bewegt, Musiker zu werden?</b></span></span></div>
<div><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh">Das stimmt, ich glaube, ich habe schon als Teenager immer gewusst, dass ich auf Bühnen stehen will. Auf Tour gehen, in Studios Songs aufnehmen, das war einfach etwas, was ich mal erleben wollte. Und als ich mit dem Studium fertig war, dachte ich: jetzt muss ich das ausprobieren, sonst ärgere ich mich eines Tages!</span></div>
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<div><span class="ace-all-bold-hthree"><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"><b>Und, wie ist das? Wie du erwartet hast?</b></span></span></div>
<div><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh">Ach, schon ein bisschen &#8211; ich dachte nur immer, ich werde Gitarrist in einer Rockband, jetzt bin ich Liedermacher, das ist der Unterschied. Aber das ist zu verkraften&#8230;</span></div>
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<div><span class="ace-all-bold-hthree"><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"><b>AnnenMayKantereit</b></span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh h-lparen"><b>(Das</b></span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"><b> Krokodil) und Nils Koppruch</b></span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh h-lparen"><b>(Caruso)</b></span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"><b> haben Songs über die Mistigkeit des Tourlebens geschrieben, wieviel Glamour ist da für dich dabei? Was war ein Highlight, was ein Fail des Touralltags?</b></span></span></div>
<div><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh">Ich finde es sehr schön, wenn die Autofahrten nicht zu lang sind – man ist unterwegs, hat ein Ziel, das liegt mir. Glamourös ist es überhaupt nicht, aber das Reisen mag ich gern. Wenn ich alleine auf Tour gehe, kann ich Zug fahren und entspannen, oder etwas arbeiten. Wenn wir mit Band oder im Duo fahren, kann man Quatsch erzählen, oder das Konzert vom Vorabend besprechen, das ist dann manchmal echt inspirierend. Große Highlights oder Fails hatte ich glaub ich nicht</span> <span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh h-lparen">(abgesehen</span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"> von Verspätungen) – eigentlich ist es gerade die Eintönigkeit, die ich genieße.</span></div>
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<div><span class="ace-all-bold-hthree"><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"><b>Ich durfte ja schon mal ein bisschen in dein neues Album</b></span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh h-ldquo"><b>“Leuchten”</b></span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"><b> reinhören. Ein Lied, in das ich mich sehr verliebt habe, ist</b></span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh h-ldquo"><b>“Das</b></span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"><b> Lied vom Aufhören”. Wenn du mit dem Songschreiben aufhören müsstest, was würdest du machen? Wenn du nicht Musiker wärst, was wärst du dann?</b></span></span></div>
<div><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh">Das Lied ist wahrscheinlich eines meiner persönlichsten. Es stammt aus einer Krise, in der ich das Gefühl hatte, es geht auf einmal nicht mehr voran mit der Musik. In dieser Zeit habe ich erkannt, dass Musik für mich kein Hobby ist, das ich auch nach Feierabend ausüben kann – entweder ich bin Musiker, oder kein Musiker. Wenn ich irgendwann aufhöre, dann mache ich vielleicht einfach einen kompletten Cut, und werde Werbetexter oder so. Irgendwas mit Sprache auf jeden Fall, das ist mein Steckenpferd.</span></div>
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<div><span class="ace-all-bold-hthree"><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"><b>Dass du gern mit Sprache spielst, merkt man deinen Texten auf jeden Fall an! Ein weiteres Lieblingsstück auf</b></span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh h-quot"><b>&#8220;Leuchten&#8221;</b></span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"><b> ist</b></span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh h-quot"><b>&#8220;Bye</b></span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"><b> bye Bad Oldesloe&#8221;, in dem du von einer PartnerPaybackPunktePekingentenParty singst. Wo nimmst du deine Inspirationen her?</b></span></span></div>
<div><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh">Ach, das fühlt sich oft so an, als würden Ideen durch den Raum flattern und mit etwas Glück packt man eine und macht Musik daraus. In dem Fall hat mich aber ein Freund inspiriert, der mir von einer früheren Beziehung erzählt hat. Den Aufhänger mit den Enten habe ich dann fiktiv weiterentwickelt, und den Song daraus gebaut.</span></div>
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<div><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh">Im Endeffekt geht es natürlich um die Finanzierung der Produktion, die ich als freischaffender Künstler nicht ohne weiteres stemmen kann. Aber darüber hinaus zeigt mir das Crowdfunding, ob überhaupt Interesse besteht, ob jemand mein neues Album hören will. Wenn niemand mitmachen würde, könnte ich mir ja die Mühe sparen, das Album zu veröffentlichen. Und ich glaube, dass es auch ein schöner Aspekt des Internets ist. Auf diese Art ermöglichen Leute, die sich gar nicht kennen, gemeinsam die Realisierung eines Projektes. Das ist eine schöne Sache, finde ich!</span></div>
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<div><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh">Ja, es läuft ganz ordentlich, würde ich sagen &#8211; wir haben die Hälfte des ersten Funding-Ziels überschritten. Es ist also wahrscheinlich, dass es wirklich klappt, denn es läuft ja noch ein paar Tage. Aber ein bisschen was fehlt auch noch, deshalb werde ich nochmal die Werbetrommel rühren.</span></div>
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<div><span class="ace-all-bold-hthree"><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"><b>Crowdfunding ist ja generell in der Musikerszene recht verbreitet. Warum ist es aus deiner Sicht wichtig, solche Projekte zu unterstützen?</b></span></span></div>
<div><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh">In unserer Zeit ist Musik ständig verfügbar, Streaming-Dienste haben physische Tonträger abgelöst, weil sie praktischer und viel billiger sind. Aber dadurch fehlt Künstlern natürlich eine ganz wichtige Einkommensquelle. Die Leute zahlen 10 Euro für ein Musik-Abo und denken nicht weiter darüber nach, was das für den einzelnen Musiker für Konsequenzen hat.&nbsp;</span></div>
<div><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh">Ein Crowdfunding schlüsselt die Kosten für eine professionelle Produktion auf, baut die Anonymität ab, und bietet den Hörern die Möglichkeit, ihren Lieblingskünstlern ganz direkt zu helfen. Dadurch können die auch nächstes Jahr noch ein paar Songs schreiben und aufnehmen. Damit tut man nicht nur was für sich, sondern sorgt auch dafür, dass die Musik vielfältig bleibt, weil sich dadurch auch kleinere Acts abseits des Mainstreams über Wasser halten können.</span></div>
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<div><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh">Das ist schwer zu sagen – natürlich haben mich konkrete Erlebnisse inspiriert</span> <span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh h-lparen">(siehe</span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"> Pekingenten). Im Gegensatz zu früher singe ich allerdings weniger über konkret autobiografisches, sondern mehr über meine allgemeineren Gedanken und Beobachtungen zum Leben und zu unserer Zeit. Aber vielleicht ist so ein Perspektivwechsel ja Teil des Erwachsenwerdens, dann wäre es vielleicht doch irgendwie ein Abbild meines Lebens.</span></div>
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<div><em><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh">Besten Dank für das Gespräch, und viel Erfolg mit dem dritten Album, Lukas! Das Crowdfunding findet ihr unter </span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh url"><a class="dynamiclink" href="https://www.startnext.com/lukasleuchtet" target="_blank" rel="noreferrer nofollow noopener">https://www.startnext.com/lukasleuchtet</a></span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"> und wir verlosen eine CD von</span> <span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh h-ldquo">“Leuchten”</span><span class=" author-d-1gg9uz65z1iz85zgdz68zmqkz84zo2qovuvz90zz77zdz122ziodep2z78zz70zz71zz82zsnfwz68zz77z1z83zrxz82zhkvh"> unter allen, die dieses Interview auf Facebook liken und kommentieren, warum die CD sie interessiert.</span>&nbsp;Alle Teilnahmebedingungen findet ihr unter <a href="http://presstige.org/2018/11/teilnahmebedingungen-gewinnspiel-pekingentenparties-und-crowdfunding-der-liedermacher-lukas-meister/" class="broken_link">folgendem Link</a>.</em></div>
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<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2018/11/pekingentenparties-und-crowdfunding-der-liedermacher-lukas-meister/">Pekingentenparties und Crowdfunding – Der Liedermacher Lukas Meister</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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