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	<title>Joscha Steybe, Julia Krauss, Florian Giancaterino, Paul von Platen, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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	<title>Joscha Steybe, Julia Krauss, Florian Giancaterino, Paul von Platen, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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		<title>Woran merkst du, dass du langsam alt wirst?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Giancaterino]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2015 17:08:04 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[presstige #28]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftlich betrachtet erreicht der menschliche Körper seine größte Leistungsfähigkeit ungefähr mit 20 –&#160;danach geht es bergab: Wir fangen an zu schrumpfen, unsere Augen werden schlechter, die Haut faltiger, die Organe&#160;schwächer. Auch, wenn sich unsere Redaktion größtenteils noch fit und vital...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7495" aria-describedby="caption-attachment-7495" style="width: 2000px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Taschenuhr2_2000px.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-7495 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Taschenuhr2_2000px.jpg" alt="Taschenuhr2_2000px" width="2000" height="931" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Taschenuhr2_2000px.jpg 2000w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Taschenuhr2_2000px-400x186.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Taschenuhr2_2000px-1024x477.jpg 1024w" sizes="(max-width: 2000px) 100vw, 2000px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7495" class="wp-caption-text">Foto &amp; Layout: Paul von Platen</figcaption></figure>
<p><strong>Wissenschaftlich betrachtet erreicht der menschliche Körper seine größte Leistungsfähigkeit ungefähr mit 20 –&nbsp;danach geht es bergab: Wir fangen an zu schrumpfen, unsere Augen werden schlechter, die Haut faltiger, die Organe&nbsp;schwächer. Auch, wenn sich unsere Redaktion größtenteils noch fit und vital fühlt, gehören wir doch nicht mehr zu&nbsp;den ganz jungen Hüpfern. Wie sich das anfühlt, zeigen wir euch hier.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Gut, körperliche Gebrechen sind es noch nicht, die mich plagen. Auch die grauen Haare&nbsp;halten sich zurück – zum Glück, mit gerade einmal Anfang 20. Vielmehr sind es viele&nbsp;Gedanken, die einem so im Kopf umhergehen und zeigen, dass es zahlenmäßig bergauf&nbsp;geht. Tiefgründige Diskussionen mit Gläsern voller tiefrotem Wein, das kannte ich&nbsp;früher nicht! Da gab es vor allem ein großes Ziel: Endlich Schule fertig, frei sein! (<em>Joscha Steybe</em>)</p>
<p style="text-align: justify;">Ich fühle mich alt, wenn ich morgens nach einer langen Nachtschicht für eine Hausarbeit, Lernen für&nbsp;eine Klausur oder einer Partynacht vor dem Spiegel stehe und feststelle, dass ich müder als zur Teenagerzeit&nbsp;aussehe und bin. Wie von einem fremden Planeten komme ich mir vor, wenn ich mich mit&nbsp;jüngeren Generationen in der Verwandschaft und Bekanntschaft unterhalte und diese beispielsweise&nbsp;Begriffe wie „Die Gummibärenbande“, „Räuber und Gendarm“ und „Center Shock“ nicht kennen. (<em>Julia Krauss</em>)</p>
<p style="text-align: justify;">So richtig alt fühle ich mich, wenn wirklich alte Leute anfangen mich zu siezen, anstatt mich&nbsp;wie früher immer blöd von der Seite anzuquatschen. Ganz alt fühl ich mich auch, wenn ich anstatt&nbsp;um vier Uhr morgens heimzukommen, schon um sechs Uhr morgens aufstehe und es dabei&nbsp;auch noch kaum geschafft habe vor- oder nachzuglühen. Ach ja, genauso furchtbar ist es,&nbsp;wenn die „Disney-Stars“ im TV oder Kino mittlerweile in echt jünger sind als ich selbst. (<em>Florian Giancaterino</em>)</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
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<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/ab28.jpg" alt=""></td>
<td><strong>Ausgabe 28: Körper </strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 28 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
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<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige28/">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/koerper/">Der Schwerpunkt Körper</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
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</blockquote>
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		<title>„Ich würde gerne beim FCA alt werden“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Giancaterino]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2015 17:05:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[stadtnah]]></category>
		<category><![CDATA[fca]]></category>
		<category><![CDATA[fußball]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
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		<category><![CDATA[tobias werner]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Interview mit Mittelfeldspieler Tobias Werner Seit dem Jahr 2011 spielt der Augsburger Fußball in der ersten Liga. In dieser Saison erreichte der FCA in der Tabelle eine neue Clubbestmarke und darf daher nächstes Jahr in der Europa League ran. Deshalb ist es höchste Zeit,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Interview mit Mittelfeldspieler Tobias Werner</h2>
<figure id="attachment_7531" aria-describedby="caption-attachment-7531" style="width: 922px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Pressefoto-FCA_1200px.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-7531 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Pressefoto-FCA_1200px.jpg" alt="Pressefoto-FCA_1200px" width="922" height="1200" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Pressefoto-FCA_1200px.jpg 922w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Pressefoto-FCA_1200px-307x400.jpg 307w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Pressefoto-FCA_1200px-787x1024.jpg 787w" sizes="(max-width: 922px) 100vw, 922px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7531" class="wp-caption-text">Autor: Florian Giancaterino – Foto: FCA – Layout: Lisa Luthardt</figcaption></figure>
<p><strong>Seit dem Jahr 2011 spielt der Augsburger Fußball in der ersten Liga. In dieser Saison erreichte der FCA in der Tabelle eine neue Clubbestmarke und darf daher nächstes Jahr in der Europa League ran. Deshalb ist es höchste Zeit, dass die schönste Nebensache der Welt auch bei Presstige zu Wort kommt. Unser Redakteur sprach dazu mit Flügelspieler Tobias Werner, der einen wesentlichen Anteil am Erfolg unserer/der Augsburger hat.</strong></p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Presstige: Tobias, wie erklärst du dir, dass der FCA im Gegensatz zu vielen anderen, strukturell ähnlichen Klubs, gerade in den ersten Jahren den Klassenerhalt geschafft hat?</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Tobias Werner: Nach einem schwierigen Saisonstart haben wir im ersten Jahr eine sehr große Entwicklung genommen und hatten auch Glück. Im zweiten Jahr hatten wir einige Probleme, weil die Mannschaft nicht ganz so intakt war und einige verletzte Spieler hinzukamen. Wir schafften es nicht mehr, die Vorstellungen unseres damaligen Trainers umzusetzen. Im Winter kam dann mit Markus Weinzierl ein neuer Trainer. Wir haben gezielt an unseren Schwächen gearbeitet und sind als Team wieder zusammengerückt. So haben wir gelernt, wie die Bundesliga funktioniert.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Wie ist dein persönliches Verhältnis zu Markus Weinzierl, und welchen Einfluss hat er auf dein Spiel?</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Wir haben ein sehr gutes professionelles Verhältnis und ich bin sehr froh, dass er mein Trainer ist. Er spielt ein System, das mit hohem Pressing und laufintensivem Spiel gut zu mir passt. Er erwartet von uns Außenspielern auch Torgefährlichkeit. Da ich in der Jugend immer Stürmer gespielt habe, denke ich, dass ich auch hier seine Anforderungen gut erfülle. Persönlich haben wir zwar kein Kumpelverhältnis, aber das muss auch kein Spieler mit seinem Trainer haben.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Wenn du deine Jugend ansprichst, wie bist du zum Fußball und nach Augsburg gekommen?</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Fußball hat mir von klein auf Spaß gemacht und mein Vater hat mich immer unterstützt. Irgendwann bin ich dann in den Verein eingetreten und war nicht gerade der Schlechteste (grinst). Mit zwölf bin ich in Jena auf das Sportgymnasium gekommen und habe mit dem Abi die Jugendabteilung von Jena durchlaufen. In die erste Mannschaft kam ich mit 18 Jahren und habe dann in der 2. Bundesliga gespielt. Dazu hat es ein hartes Stück Arbeit aber natürlich auch ein bisschen Glück gebraucht. 2008 bin ich dann mit Jena abgestiegen und dann nach Augsburg gekommen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Vergangenes Jahr lief es ja schon gut, dieses Jahr lief es fast noch besser. Wo siehst du den FCA in Zukunft, in der nächsten Saison?</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Ich bin gar nicht so der Meinung, dass es dieses Jahr viel besser läuft. Letztes Jahr standen wir zwar in der Tabelle weiter unten, hatten aber mehr Punkte und spielten konstanter. Es wäre fahrlässig, zu sagen, wir sollten so schnell wie möglich die Leistung aus diesem Jahr bestätigen oder gleich in den Europapokal. Ich denke, wir sollten die Ziele so halten, dass wir wieder gut in die Saison kommen und frühzeitig den Klassenerhalt sichern. Aber letztlich legen Trainer und Manager die Ziele fest.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Trotz deines Erfolges bist du immer bodenständig geblieben, fährst bis heute einen VW-Golf. Was hättest du gemacht, wenn du kein Profi geworden wärst?</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Es war nie so richtig in meinem Blickfeld, was wäre, wenn. Es war einfach so vorgegeben, mit gut 18 Jahren in der 2. Bundesliga. Ich hätte bestimmt auch ein Studium gemacht, einen Sportabschluss. Oder Lehramt, weil ich sehr gut mit Kindern umgehen kann. Ich habe noch ein paar Jahre Fußball vor mir, aber das Studium ist so ja vielleicht nur aufgeschoben.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Du sagst immer wieder, dass es dir in Augsburg sehr gut gefällt und du hast einen Vertrag bis 2017. Kannst du dir vorstellen, auch darüber hinaus in Augsburg zu bleiben?</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Bei meinem Wechsel konnte ich mir nicht vorstellen, dass mir der Verein so ans Herz wächst und ich so lange hier bleibe. Aber ich bin dafür sehr dankbar. Ich bin froh bis 2017 noch zwei volle Saisons sicher unter Vertrag zu sein. Danach bin ich 32 und so wie ich mich jetzt fühle, kann ich mir nicht vorstellen, dass dann schon Schluss ist. Ich würde auch gerne beim FCA alt werden. Im Verein herrscht ein tolles Klima. Wir sind unheimlich solidarisch zueinander und alles ist absolut bodenständig. Es gibt zum Beispiel einige Familien bei uns und wenn die Sommersaison losgeht treffen wir uns auch schon einmal und schmeißen den Grill an. Meine Frau fühlt sich in Augsburg auch unheimlich wohl und versteht sich gut mit den anderen und deren Familien. Darüber hinaus haben wir natürlich fantastische Fans, die immer noch verrückter werden und auch mit uns leiden, wenn es sein muss. Als wir mit nur neun Punkten in die Winterpause gegangen sind, haben die uns gefeiert wie bei einem Championsleague-Spiel. Das werde ich nie vergessen.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Kommt es häufig vor, dass du in der Öffentlichkeit erkannt wirst? Gefällt dir das oder ist es dir eher unangenehm?</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Das kommt immer auf die Stimmung an. Die Popularität in Augsburg ist gestiegen, aber das muss man schon zu schätzen wissen. Da ist ja auch immer ein bisschen Anerkennung dabei. Aber ab und zu meide ich Orte, an denen viel los ist, weil ich nicht so gern im Rampenlicht stehe. Ich verbringe einen freien Tag auch gerne mit der Familie an Plätzen, die nicht so öffentlich sind.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Warst du im Frühling zum Beispiel auf dem Plärrer?</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Als Vater von zwei kleinen Mädchen, kannst du dir vorstellen wie oft ich gefragt wurde, wann wir denn endlich auf den Plärrer gehen und Karussell fahren? Da konnte ich ja wohl schlecht antworten: „Nein wir gehen nicht.“ (lacht) Ich war mit der Familie aber an einem Tag da, an dem relativ wenig los war.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Was sind deine persönlichen Ziele für die Zukunft?</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Ich persönlich wünsch mir, dass ich vernünftig bleibe, dass ich ein guter Vater bin und dass ich gesund bleibe.</p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Beschreibe doch abschließend den FC Augsburg in fünf Worten.</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Starker Bundesligist mit fantastischen Fans.</p>
<blockquote>
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<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/ab28.jpg" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 28: Körper </strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 28 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
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<li><a href="http://presstige.org/tag/koerper/">Der Schwerpunkt Körper</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
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		<title>Anatomie eines Studenten</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Giancaterino]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2015 17:05:30 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
		<category><![CDATA[anatomie]]></category>
		<category><![CDATA[presstige #28]]></category>
		<category><![CDATA[student]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Autor: Florian Giancaterino – Illustration &#38; Layout: Lisa Luthardt Ausgabe 28: Körper Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 28 unseres gedruckten Magazins. Die digitale Version durchblättern Alle Artikel der Ausgabe Der Schwerpunkt Körper</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/07/anatomie-eines-studenten/">Anatomie eines Studenten</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Autor: Florian Giancaterino – Illustration &amp; Layout: Lisa Luthardt</p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Karikatur6.jpg"><img decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7573" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Karikatur6.jpg" alt="Karikatur6" width="800" height="1025" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Karikatur6.jpg 800w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Karikatur6-312x400.jpg 312w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Karikatur6-799x1024.jpg 799w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a></p>
<blockquote>
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<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/ab28.jpg" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 28: Körper </strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 28 unseres gedruckten Magazins.</p>
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<li><a href="http://presstige.org/tag/koerper/">Der Schwerpunkt Körper</a></li>
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</tr>
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		<title>Eine Woche ohne Kontovollmacht</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Florian Giancaterino]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Jan 2015 17:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[abhängigkeit]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>
		<category><![CDATA[kontovollmacht]]></category>
		<category><![CDATA[selbstversuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Shit! „Wie kann es bloß sein, dass am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist?“ Das ist wohl eine Frage, die sich jeder echte Student früher oder später einmal stellt. Nach der Erkenntnis folgt oft das Hadern. Hätte...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/eine-woche-ohne-kontovollmacht/">Eine Woche ohne Kontovollmacht</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_6399" aria-describedby="caption-attachment-6399" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Kontovollmacht_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6399" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Kontovollmacht_1200px.jpg" alt="Text: Florian Giancaterino - Illustration: Lisa Luthardt" width="1200" height="729" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Kontovollmacht_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Kontovollmacht_1200px-400x243.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Kontovollmacht_1200px-1024x622.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-6399" class="wp-caption-text">Text: Florian Giancaterino &#8211; Illustration: Lisa Luthardt</figcaption></figure>
<p><strong>Shit! „Wie kann es bloß sein, dass am Ende des Geldes noch so viel Monat übrig ist?“ Das ist wohl eine Frage, die sich jeder echte Student früher oder später einmal stellt. Nach der Erkenntnis folgt oft das Hadern. Hätte ich doch bloß nicht gleich am Anfang vom Monat die neue Jacke gekauft, hätte mich doch nur jemand davon abgehalten, letzten Mittwoch so viel beim Feiern auszugeben, hätten meine Freunde doch letztes Mal einfach nein zum Essen gehen gesagt&#8230; Jaja, hinterher ist man meistens schlauer und wüsste natürlich, wie sein Geld am besten einzuteilen gewesen wäre. Nichtsdestotrotz erreicht man den nächsten Monatsanfang irgendwie mit trockenem Brot, den letzten Vorräten und widerwilligen Spenden der Mitbewohner. Und diesmal will man alles besser machen. Man macht sich Gedanken, wie ein weiteres Dilemma vermieden und welche Präventivmaßnahmen ergriffen werden könnten.</strong></p>
<p>Spulen wir noch einmal zurück. Wie war das noch gleich? Hätten meine Freunde mich nur aufgehalten, hätte meine Mutter mir nur verboten, so viel Geld so unnütz rauszuwerfen. Naja, die Mutter wird mittlerweile bei vielen eher weniger Mitbestimmungsrecht über die Barschaft haben. Aber was wäre, wenn man wirklich seinen Freunden Rechte am eigenen Konto einräumen würde, wenn sie für einen bestimmen und verfügen könnten, ob Ausgaben wirklich nötig sind?</p>
<p>Ich wage nach den Weihnachtsfeiertagen den Selbstversuch um herauszufinden, ob ich die Kontrolle über mein Bares abgeben und daraus am Ende sogar einen Nutzen ziehen kann! Und um das Ganze aber wirklich in vollem Ausmaß spüren zu können, hört die Fremdbestimmung für mich keinesfalls beim nächsten Einkaufsbummel auf. Vielmehr wird nicht nur der Benzinverbrauch mit einem Veto belegt, sondern ebenso jede Mahlzeit, jeder Snack und wirklich nahezu jede erdenkliche Ausgabe. Einfach alles was kostet. Aber wird das helfen?</p>
<h3>Tag 1: „Grenzen setzen“</h3>
<p>Zunächst gilt es, ein paar Leute zu mobilisieren und ihnen klar zu machen, worum es geht. Als meine Freunde hören, dass sie die nächsten Tage die Kontrolle über meine Ausgaben haben, lassen sie sich nicht lange bitten. Allerdings jagt mir ihr breites Grinsen schon jetzt eine solche Angst ein, dass ich mich doch gezwungen sehe, die eine oder andere Bedingung festzulegen. So muss ich vor jeder Ausgabe grundsätzlich die Zustimmung von einem von ihnen einholen, zumindest per Handy. Strom, Straßenbahn fahren, und kaltes Wasser stehen mir aber frei. Das bedeutet: Heizung, Warmwasser, jegliche Mahlzeit und sogar Zähneputzen bedürfen einer Erlaubnis.</p>
<p>Nachdem das geklärt ist, verläuft der Tag weitestgehend ereignislos. Zunächst will man mir zwar das Abendessen verwehren, aber nachdem ich beinahe die gesamte Gruppe anschreibe, findet sich letztlich doch noch einer, der bereit ist, mir Abendessen und gleich auch noch das Zähneputzen für den Abend und den Morgen danach zu gewähren.</p>
<h3>Tag 2: A.I.</h3>
<p>Nachdem ich mir am Abend zuvor noch beruhigt dachte, dass das alles ganz locker laufen würde, weil ich einfach immer alle anschreiben müsste, um eine Genehmigung zu bekommen, muss ich am nächsten Tag feststellen: Meine Freunde sind lernfähig. Ihre künstliche Intelligenz hat sich weiterentwickelt. So hatten sie sich wohl abgesprochen und mein erster Kontakt an Tag 2 meint sogleich, ich müsse es bei den Anderen gar nicht erst probieren. Sie hätten einstimmig beschlossen, dass ich heute weder ein Frühstück noch eine warme Dusche bräuchte. Mir wird nahegelegt, den Nachtmittag mit Lernen zu verbringen. Und auch bei unserer lange geplanten Einkaufstour solle ich Geld sparen und dürfe, wenn überhaupt, in beratender Funktion tätig sein. Einigermaßen enttäuscht aufgrund des Verrats und zugegebenermaßen auch etwas wütend beschließe ich daraufhin, eine Runde Joggen zu gehen &#8211; ohne mir über die fatalen Konsequenzen im Klaren zu sein. Wie war das noch mit dem warmen Wasser? Laut fluchend und im Angesicht des beinah sicheren Todes begebe ich mich unter die eisige Dusche &#8211; mit der traurigen Gewissheit, dass es wohl nicht die letzte gewesen sein wird. Der restliche Tag verläuft recht ruhig, und dieses Mal ist mit ein wenig Höflichkeit und Betteln sogar ein Abendessen drin.</p>
<h3>Tag 3: Wär ich mal besser zuhause geblieben</h3>
<p dir="ltr">Auch der heutige Tag beginnt wie der letzte, ohne Frühstück und Dusche &#8211; und ich frage mich, ob größere Mengen Zahnpasta wohl sättigen. Mein Tag verläuft eher gemäßigt. Zwei Überwacher statten mir einen Kontrollbesuch ab, was mir sogar sehr entgegen kommt. Nun muss ich, zumindest vorübergehend, nicht mehr extra drei Leute anschreiben bei so ziemlich allem, was ich tun will. Das nervt mittlerweile echt. Am Abend gehen wir, wie geplant, zunächst Essen, dann ins Kino. Meine Mahlzeit fällt, wie nicht anders zu erwarten, gewohnt karg aus. Und es gelingt mir nur unter größter Mühe und etlichen Versprechungen und Verpflichtungen, meine Freunde dazu zu überreden, meinen Anteil der Rechnung zu übernehmen. Das war natürlich von ihnen alles vorbereitet und sie nutzen es wirklich eiskalt aus, dass ich denke, das wäre dieses Mal selbstverständlich. Im Kino jedoch weigere ich mich, auf untragbare Bedingungen einzugehen. Ich habe auch sonst nichts im Tausch anzubieten. Die Karte bekomme ich dann zwar nach langem hin und her spendiert, allerdings kommt mir Kino so ganz ohne Popcorn irgendwie fad vor.</p>
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<p dir="ltr"><strong>Schwerpunkt: Geld</strong></p>
<table style="background-color: transparent;">
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<col width="20%" />
<col width="80%" /> </colgroup>
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<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Themenwoche_Geld.png" alt="" /></td>
<td>Das Studentenleben dreht sich häufiger darum, als uns manchmal lieb ist: Geld. Ganz egal, ob wir es brauchen, um es in Bier zu investieren, den Kühlschrank zu füllen oder es für unsere kleinen Träume zurückzulegen. Darum widmet die presstige-Redaktion dem Geld einen Schwerpunkt. Alle bisher erschienenen Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/geld/">sind hier gesammelt</a>.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<h3>Tag 4: Beggin, beggin you</h3>
<p>Ein altbekanntes Bild: Ohne Frühstück und dankend auf ein Eisbad verzichtend, beginnt dieser Tag wieder einmal mit schlechten Nachrichten. So wird mir zunächst doch tatsächlich die Nutzung meines Autos verweigert und empfohlen, das Fahrrad oder meine Füße zu nutzen. Da ich aber keinesfalls riskieren will, dass das womöglich in Anstrengung und folglich in eine Eisdusche ausartet, frage ich meinen Onkel, ob er mir sein Auto leihen könne, weil meins nicht anspringt. (Eine kleine Notlüge in Ehren). Sein Angebot, erst einmal nachzusehen, was nicht stimmt, wimmle ich mit der Ausrede, dass es dringend sei, ab. Als ich dann mit knapp zwei Stunden Verspätung endlich meinen Einkauf zu einem Ende bringen will, trifft mich auf dem Weg zur Kasse plötzlich die Erkenntnis, dass keiner meinen Einkauf abgesegnet hat. Und wenn ich mir so die Grimasse ansehe, die die Frau an der Kasse zieht, scheint es nicht so, als wäre sie zu Späßen oder eventuellen Tauschgeschäften aufgelegt. Ich stelle mich also an die Seite, zücke mein Handy und schreibe an meine Kontrolleure. Diese zeigen sich wenig kooperativ, aber ich habe noch ein Ass im Ärmel: Ich drücke auf die Tränendrüse, bitte und bettle (wieder) was das Zeug hält. Tatsächlich bekomme ich bis auf den Alkohol und die Süßigkeit alles abgesegnet. Jetzt schnell zurück zum Wagen, bevor es noch einen Strafzettel wegen Parken ohne Parkschein gibt. (Ausgaben einschränken und so). Und nachdem das mit dem Betteln so gut geklappt hat, entschließe ich mich, meinen Leuten einfach so lange in den Ohren zu liegen, bis sie mir auch eine zumindest lauwarme Dusche bewilligen. Und siehe da, schon bald hat einer ein Einsehen. Von meinen jüngsten Erfolgen befriedigt, finde ich einen ruhigen Schlaf.</p>
<h3>Tag 5: Sonntag halt</h3>
<p>Heute ist Sonntag, viel passiert nicht. Sonntag ist kein Tag, um groß Geld auszugeben. Was ich brauche, erbettle ich mir mühsam und aufwendig, komme aber gut durch den Tag.</p>
<h3>Tag 6: Erlöst/Abgenervt</h3>
<p>Der letzte Tag meiner Woche ohne Kontovollmacht steht wieder ganz im Zeichen des „Betteln und Nerven“-Prinzips. Meinen Freunden ist anzumerken, dass sie mittlerweile auch genug davon haben, mir wegen jedem kleinen Unsinn ihre Einwilligung zu geben. Vermutlich, weil es ihnen langsam langweilig wird, mich zu quälen. Diese Tatsache mache ich mir natürlich voll zu Nutzen und mache eine ganz kleine Shoppingtour. Je öfter ich frage, desto schneller wird letztlich nachgegeben -als ob es praktisch keine Begrenzung mehr gäbe. Als Fazit fallen mir nach diesen sechs Tagen vor allem zwei Worte ein: aufwendig und nervig. Denn letztlich war es genau das. Nach der Endabrechnung habe ich praktisch nur minimal, nämlich gut sechs Euro gespart. Im Nachhinein betrachtet, erwies es sich als wenig sinnvoll, jede noch so kleine Ausgabe unter ein Veto zu stellen. Das hat den Aufwand über den Tag hinweg wirklich enorm in die Höhe getrieben. Und je länger es dauerte, desto nerviger wurde es für mich und die Aufpasser. Am Ende bin ich zu zwei Erkenntnissen gekommen: Erstens, meine Freunde sind nicht ganz so asozial, wie zunächst befürchtet. Zweitens, habe ich gemerkt, dass ich meine Finanzen doch am besten selbst verwalte, da sich das wesentlich weniger aufwendig gestaltet und im Endeffekt keinen Unterschied macht. Außer vielleicht, dass ich die Schuld dann auf niemand anderen schieben kann, falls es am Anfang der letzten Monatswoche mal wieder heißt: „Leihst du mir bitte…“</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/eine-woche-ohne-kontovollmacht/">Eine Woche ohne Kontovollmacht</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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