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	<title>Schwerpunkt Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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	<title>Schwerpunkt Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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		<title>„Mit Kunst, Musik und viel Kaffee durch den Politikeralltag“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Yevgeniya Isakov]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 24 Sep 2016 10:00:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[außenpolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Linus Foerster]]></category>
		<category><![CDATA[frieden]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Teil 2: Sechs Fragen an Dr. Linus Förster Im zweiten Teil unseres Gesprächs mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Dr.&#160;Linus Förster, Mitglied im Ausschuss für Europaangelegenheiten sowie jugendpolitischer Sprecher seiner Fraktion, stellte sich der Augsburger Politiker&#160;sechs Fragen zur Weltpolitik, Verschwörungstheorien und Europa. Den...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Teil 2: Sechs Fragen an Dr. Linus Förster</h2>
<figure id="attachment_9122" aria-describedby="caption-attachment-9122" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-full wp-image-9122" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/Foerster_1200.png" alt="Text: Yevgeniya M. Isakov - Foto: privat" width="1200" height="900" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/Foerster_1200.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/Foerster_1200-400x300.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/Foerster_1200-768x576.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/Foerster_1200-1024x768.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-9122" class="wp-caption-text">Text: Yevgeniya M. Isakov &#8211; Foto: privat</figcaption></figure>
<p><strong>Im zweiten Teil unseres Gesprächs mit dem SPD-Landtagsabgeordneten Dr.&nbsp;Linus Förster, Mitglied im Ausschuss für Europaangelegenheiten sowie jugendpolitischer Sprecher seiner Fraktion, stellte sich der Augsburger Politiker&nbsp;sechs Fragen zur Weltpolitik, Verschwörungstheorien und Europa. Den ersten Teil, der sich mit seinem politischen Werdegang befasst, könnt ihr <a href="http://presstige.org/2016/09/linus-foerster-portraet/">hier</a> nachlesen.</strong><br />
<em><strong>presstige:&nbsp;Herr Förster, Saudi Arabien nimmt keine Flüchtlinge auf, will aber Geld für 200 Moscheen zur Verfügung stellen. Was ist die Motivation dahinter?</strong></em></p>
<p>Linus Förster: Ein Kollege von der CSU hat gesagt, das sei eine reine Provokation. Die Glaubensdiskussion sollte nicht zu weit aufgemacht werden, z. T. weil die Medien, die ohnehin vorhandenen Ängste noch weiter schüren. Menschen, die hier auf Hilfe und Offenheit stoßen werden nicht den IS unterstützen, doch diese Ängste werden von den Medien vorangetrieben.</p>
<p><em><strong>Wie macht man das den Medien klar, dass sie eine Verantwortung haben, auch für Stabilität im Land zu sorgen und nicht alles aufzubauschen?</strong></em></p>
<p>Das versuchen Politiker seit Jahren. Die Zeitungen profilieren sich, denn das ist das marktwirtschaftliche Prinzip. Jeder Journalist und jede Zeitung muss entscheiden, für welche Prinzipien sie eintreten und wir Leser entscheiden natürlich auch bei der Auswahl unserer Zeitung.</p>
<p><em><strong>Es gibt Meinungen, dass der Sturz der Regierungen in der arabischen Welt beabsichtigt war um geopolitische Interessen zu verwirklichen und um Europa mit einer großen Flut von Menschen einer anderen Kultur zu destabilisieren. Was halten Sie davon?</strong></em></p>
<p>In der Dekadenz wird jede Kultur irgendwann scheitern, das sagt zumindest „Clash of the civilizations“ von Paul Kennedy. Gesellschaften, denen es zu gut geht, gehen irgendwann unter. Das zeigt sich auch daran, dass Menschen weniger wählen gehen, wenn es ihnen gut geht. In diesen Momenten kann ein System destabilisiert werden und Verteilungskonflikte entstehen. Aber durch die jetzige Krisenhaftigkeit lernen wir wieder, wie wichtig Menschlichkeit und soziale Aspekte sind. Das ist eine Chance für Deutschland. Eine andere Frage ist was in den Ländern passiert, in denen der Krieg ausgebrochen ist. Falls der arabische Raum dauerhaft ein Krisengebiet bleibt und immer mehr fliehen, ist das Boot irgendwann voll und die Stimmung kann kippen. Damit geht auch die Frage einher, inwieweit Kriege immer weiter in den Westen rücken. Beispiele sind der Balkan, die Türkei oder die Ukraine. Aber ich glaube nicht, dass die jetzige Situation Folge einer Intrige ist. Gesellschaften zerbrechen an dem Begehren nach immer mehr Wohlstand, immer mehr Bequemlichkeit, mehr Luxus und dem Leugnen von bestimmten Werten.</p>
<p><em><strong>Der kanadische Forscher Michel Chossudovsky sagt bereits das Ende der Welt voraus. Nach seiner These könnten die USA im Rahmen ihrer Präventivstrategie eine Atombombe auf Russland abwerfen und damit einen dritten Weltkrieg auslösen. Für wie wahrscheinlich halten Sie das Szenario und einen dritten Weltkrieg überhaupt?</strong></em></p>
<p>Ich glaube, das ist eher unwahrscheinlich. Es stimmt schon, dass im Moment wieder Vormachtkämpfe geführt werden, die teilweise auch militärische Auseinandersetzungen einschließen. Früher gab es den eisernen Vorhang, USA versus Sowjetunion und ein wachsendes China. Jetzt haben wir ein starkes China, starke USA und ein Europa, das versucht sich stark zu machen. Russland ist weggefallen, weshalb Putin versucht, das Land wieder zu einem Global Player zu machen. Aber man muss dazu sagen, dass die ganzen Konflikte, die wir jetzt mit Russland haben, zum Teil auch von uns verursacht wurden. Nicht von Amerika, sondern von der EU, weil bestimmte Angebote, die an die Ukraine gemacht wurden, oder die Stationierung von NATO Waffen im Baltikum Verträgen entgegenläuft, die damals geschlossen wurden. Wie weit das von den USA unterstützt wird, kann ich jedoch nicht beurteilen. Ich glaube der moderne Krieg wird mit Wirtschaftsmacht geführt. Es könnte auch zu Glaubenskriegen kommen, aber letztlich entscheidet die Wirtschaftsmacht über Herrschaftsansprüche in der Welt.</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%">
<col width="70%"> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/07/Ausgabe-29_Cover.png" alt=""></td>
<td><strong>Ausgabe 29: Europa</strong><br />
Dieser Artikel ist zusätzlicher Content zur&nbsp;Ausgabe 29 unseres Magazins, die als E-Paper erschienen ist.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2016/08/ausgabe-29-europa">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige29">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/SP-europa">Der Schwerpunkt Europa</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p><em><strong>Wie wird sich Europa Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren entwickeln?</strong></em></p>
<p>Die kommende Entwicklung hängt davon ab, inwieweit Europa es schafft, neben einer funktionierenden Wirtschaftsmacht und der Präsentation nach Außen auch eine soziale Union zu verwirklichen. Falls es das nicht schafft, wird Europa auseinanderbrechen und nur mehr eine Wirtschaftsunion sein. Diese Gefahr besteht vor allem, wenn wir die Jugendarbeitslosigkeit und die Flüchtlingsproblematik nicht lösen. Damit wäre die europäische Idee als solche tot. Dann bliebe nur ein Europa der zwei Geschwindigkeiten: ein reiches Europa und ein angegliedertes Europa.</p>
<p><em><strong>Welche Rolle kann Europa zukünftig in der globalen Mächtepolitik spielen? Was kann passieren, wenn es gut oder schlecht läuft und welche Entwicklung halten Sie für wahrscheinlicher?</strong></em></p>
<p>Wenn es gut läuft werden wir einer der Global Player sein – neben den USA, China und vielleicht Südamerika. Bei Russland ist es noch nicht klar. Ich denke, wenn Europa es schafft den sozialen Aspekt zu berücksichtigen, dann wird es eine ungeheuer starke Macht. Wenn Europa jedoch einfach nur eine Wirtschaftsmacht bleibt, stellt sich die Frage, welchen Weg es dann geht. Das Solidarische wird sich dann immer weiter zurückbilden, die Bankenhilfen werden zurückgehen und die Notwendigkeit, über Europa hinaus zu exportieren, wird dann wachsen. Das Mittel auf diesem Weg ist eine Preispolitik, die sich auf das Einkommen der Bürger auswirken und Europa so destabilisieren kann. Europa bleibt so vielleicht eine große Wirtschaftsmacht, wird darüber hinaus jedoch zerfallen. Entweder wird Europa insgesamt eine Gemeinschaft, wirtschaftlich wie sozial, oder es wird auseinanderbrechen. Ich würde mir sehr wünschen, dass ersteres der Fall sein wird. Europa sollte an den aktuellen Herausforderungen wachsen anstatt zu zerbrechen!</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/09/linus-foerster-interview/">„Mit Kunst, Musik und viel Kaffee durch den Politikeralltag“</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>„Mit Kunst,  Musik und viel Kaffee durch den Politikeralltag“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Yevgeniya Isakov]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 20 Sep 2016 15:29:35 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[Dr. Linus Foerster]]></category>
		<category><![CDATA[europa]]></category>
		<category><![CDATA[flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Teil 1: Ein Besuch beim SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Linus Förster Seit 2003 sitzt der Augsburger Dr. Linus Förster für die SPD im Bayerischen Landtag und ist dort Mitglied im Ausschuss für Europaangelegenheiten sowie jugendpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Unsere Redakteurin hat ihn in...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/09/linus-foerster-portraet/">„Mit Kunst,  Musik und viel Kaffee durch den Politikeralltag“</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Teil 1: Ein Besuch beim SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Linus Förster</h2>
<figure id="attachment_9122" aria-describedby="caption-attachment-9122" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-9122 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/Foerster_1200.png" alt="foerster_1200" width="1200" height="900" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/Foerster_1200.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/Foerster_1200-400x300.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/Foerster_1200-768x576.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/Foerster_1200-1024x768.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-9122" class="wp-caption-text">Text: Yevgeniya M. Isakov – Foto: privat – Layout: Alexandra Kiefer</figcaption></figure>
<p><strong>Seit 2003 sitzt der Augsburger Dr. Linus Förster für die SPD im Bayerischen Landtag und ist dort Mitglied im Ausschuss für Europaangelegenheiten sowie jugendpolitischer Sprecher seiner Fraktion. Unsere Redakteurin hat ihn in seinem Wahlkreisbüro getroffen und mit ihm über Karriere, Jugend, Europa und das große Thema Flüchtlingspolitik gesprochen.</strong></p>
<p>Ich steige die vielen Stufen zum Büro von Dr. Linus Förster hoch. Die Treppen müssen ihn fit halten, denn der Mann, der mich begrüßt, macht trotz seiner 50 Jahre einen jungen Eindruck. Im Büro vor seinem Arbeitszimmer sitzen drei junge Mitarbeiter. Aus der gesamten Atmosphäre und den Gesprächen wird ersichtlich, dass die Zusammenarbeit recht angenehm verläuft. Ein gutes und engagiertes Team sei wichtig, erklärt Linus Förster, aber trotzdem gebe es immer viel zu tun. Zur Politik ist er über die Bildung gekommen, wobei seine Motivation für Jugendthemen ebenso beeindruckend wie beständig geblieben ist. Bereits als Bezirksschülersprecher in Schwaben hat er zusammen mit anderen Schülersprechern an einer Stellungnahme zu einem Erziehungs- und Unterrichtsgesetz gearbeitet. Als Beamte und CSU-Politiker offensichtlich kein Interesse an der Meinung der Jugend zu diesem Thema zeigten, entschloss er sich 1984 in die SPD einzutreten. Allerdings fühlte er sich als junger Mann in der Parteiarbeit nicht so richtig wohl. Deshalb trat er als Vertreter der Augsburger Rockmusiker ehrenamtlich in den Stadtjugendring Augsburg ein – und hier nahm seine Karriere ihren Anfang.</p>
<p>Über 12 Jahre hinweg war er Vorsitzender im Stadtjugendring. Eine Tätigkeit, die ihn gut auf seine jetzige Arbeit im Ausschuss für Europaangelegenheiten und als jugendpolitischen Sprecher der SPD-Landtagsfraktion vorbereitete. „Beide Themen sind ohnehin untrennbar verbunden“, so Förster, „denn Europa ist die Zukunft der Jugend und die Jugend ist die Zukunft Europas.“ Die gemeinsame Kultur sei wichtiger als nationale Grenzen, erklärt er. Jeder dürfe sich trotzdem als Schwabe, Bayer oder Deutscher fühlen und auch Menschen mit Migrationshintergrund sollten auf keinen Fall ihre Kultur vergessen. Migration berge großen Reichtum, der hierzulande zur kulturellen Vielfalt beitragen kann. Genau darin, aus jeder Kultur das Beste herauszunehmen, liege für ihn die Europaidee.</p>
<h3>„Die Flüchtlinge sind eine Chance für Deutschland und Europa.“</h3>
<p>Daher betrachtet Linus Förster die momentane Flüchtlingssituation als politische Herausforderung und nicht als Bedrohung. Gerade finde dazu eine differenzierte Debatte statt, wobei es etliche Nuancen zu beachten gelte. Aus Sicht der SPD gebe es ganz klar eine Asylpflicht und die Frage sei eher, wie am vernünftigsten geholfen werden kann, zum Beispiel auch durch Öffentlichkeitsarbeit und Aufklärung. Oftmals fehle es aber an Geld, wobei auch der sinnvolle Einsatz von Bundesfinanzen eine Rolle spiele. Zum Beispiel habe Augsburg momentan weniger Mittel zur Verfügung als Gersthofen.</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/07/Ausgabe-29_Cover.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 29: Europa</strong><br />
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 29 unseres Magazins als E-Paper.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2016/08/ausgabe-29-europa">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige29">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/SP-europa">Der Schwerpunkt Europa</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Der Umgang mit Flüchtlingen ist ein schwieriges Politikfeld, da viele Interessen aufeinander treffen. Ganz deutlich wird das beim Thema der Wirtschaftsflüchtlinge. In Deutschland liegt die Anerkennungsquote bei null Prozent, in Frankreich sind es neun Prozent. Hier gilt es, die Gründe für solche Unterschiede zu finden. Beispielsweise habe eine Frau, die vor Gewalt in der Ehe flieht, die in Balkanstaaten kulturell akzeptiert wird, in Deutschland keinen anerkannten Asylgrund, da diese Staaten als sicheres Herkunftsland eingestuft sind. Dennoch sei die Unversehrtheit der Frau gefährdet, betont Förster. Das negative Frauenbild in manchen Kulturräumen sorge dafür, dass einige Gemeinden nur Christen und keine Muslime aufnehmen wollen, obwohl es in Deutschland bisher keinerlei Anzeichen für vermehrte Übergriffe durch Flüchtlinge gibt. Dennoch geht Förster davon aus, dass eine kulturelle Debatte folgen werde: „Es wird wohl eine Diskussion geben über Freizügigkeit, Akzeptanz und Toleranz. Aber ich bin der Meinung, dass deutsche Frauen sich hier nicht nach der Kultur derer richten sollten, die zu uns fliehen. Nichts rechtfertigt einen Übergriff auf Frauen, auch nicht ein kurzer Rock. Die Regel ist klar: Wer zu uns flieht, muss unsere Kultur und deren Werte akzeptieren und respektieren, was nicht bedeutet, dass seine Religionsfreiheit dadurch eingeschränkt wird.“</p>
<h3>Gegenseitige Annäherung als gesellschaftliche Herausforderung</h3>
<p>Es bleibe eine große Herausforderung, den Menschen zu erklären, dass sie hier Toleranz und Religionsfreiheit finden, sich aber dennoch an die zentralen Regeln in unserer Kultur halten müssen. Auch in Bezug auf Probleme in der Integration hat Förster in seiner Zeit beim Stadtjugendring wichtige Erfahrungen gemacht: „Die aufklärerischen Ideen, die Europa ausmachen, sollten schon in der Schulbildung vorangetrieben werden. Dazu gehört es nicht nur mit Mädchen, sondern auch mit den Jungs an der Gleichstellung der Geschlechter zu arbeiten.“ Eine große Rolle spiele zudem eine offene Willkommenskultur: „Wenn die Menschen in der Gemeinde begrüßt werden, entstehen gleich die ersten Kontakte. Vielleicht setzen sich Muslime mit dem Christentum auseinander, wenn wir ihnen erklä- ren, dass auch christliche Gebote einer der Gründe für unsere Hilfsbereitschaft sind. Gerade in Augsburg ist Andersgläubigkeit ganz normal, doch der Islam kennt dieses Konzept nicht. Wer etwas anderes glaubt, gilt schlicht als ungläubig. Es ist wichtig, diesen Menschen zu zeigen, dass viele der Helfer in Deutschland sich aufgrund von Werten engagieren, die auch mit ihrem Glauben zu tun haben.“ Dazu gehöre aber ebenso eine gegenseitige Auseinandersetzung mit dem Glauben der anderen. Zu bemerken, wie viele Überschneidungen es zwischen dem Judentum, dem Christentum und dem Islam gebe, sei bereits ein erster Schritt zum gegenseitigen Verständnis.</p>
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		<title>Das perfekte Europa-Dinner</title>
		<link>https://presstige.org/2016/09/das-perfekte-europa-dinner/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Konrad]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Sep 2016 08:39:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[europa]]></category>
		<category><![CDATA[kochen]]></category>
		<category><![CDATA[menü]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#29]]></category>
		<category><![CDATA[rezept]]></category>
		<category><![CDATA[SP-europa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Europa kocht: Eine Reise durch die vielfältige Küche unseres Kontinents Ist von europäischem Essen die Rede, denkt man automatisch an Klassiker wie Spaghetti, Pizza, Gyros und den guten deutschen Schweinebraten. Doch dass unsere Küche eindeutig mehr zu bieten hat, wollen...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/09/das-perfekte-europa-dinner/">Das perfekte Europa-Dinner</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Europa kocht: Eine Reise durch die vielfältige Küche unseres Kontinents</h2>
<figure id="attachment_9108" aria-describedby="caption-attachment-9108" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img decoding="async" class="wp-image-9108 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/feta-roh-1200.jpg" alt="feta-roh-1200" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/feta-roh-1200.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/feta-roh-1200-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/feta-roh-1200-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/feta-roh-1200-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-9108" class="wp-caption-text">Text &amp; Fotos: Franziska Konrad &amp; Camilla Schulz</figcaption></figure>
<p><strong>Ist von europäischem Essen die Rede, denkt man automatisch an Klassiker wie Spaghetti, Pizza, Gyros und den guten deutschen Schweinebraten. Doch dass unsere Küche eindeutig mehr zu bieten hat, wollen wir euch mit folgendem Menü zeigen.</strong></p>
<h3>Vorspeise à la France: Gebackener Schafskäse mit Tomaten</h3>
<p>Die französische Küche galt bereits in der frühen Neuzeit als einflussreichste Landesküche Europas. Mit diesem leichten, vegetarischen Gericht eröffnen wir euch einen kleinen Einblick in den Süden der Grande Nation.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;"> Zutaten für vier Portionen:</span></p>
<ul>
<li>2 Fleischtomaten</li>
<li>Salz</li>
<li>frisch gemahlener Pfeffer</li>
<li>500g Schafskäse</li>
<li>2 TL Thymian (getrocknet)</li>
<li>1 Zwiebel</li>
<li>4 TL Olivenöl</li>
</ul>
<p>Zuerst wascht ihr die Tomaten, trocknet und schneidet sie in Scheiben. Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen. Verteilt nun die Tomatenscheiben auf vier ausreichend großen Bögen Backpapier oder Alufolie, und würzt diese nach Belieben mit Salz und Pfeffer.</p>
<p>Anschließend halbiert ihr den Käse, legt diesen auf die Tomaten und bestreut ihn mit Thymian. Nun die Zwiebeln schälen, in Ringe schneiden und auf dem Käse verteilen. Faltet die Folie zu einem Päckchen zusammen und backt diese für zehn Minuten im vorgeheizten Ofen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-9109 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/feta-1200.jpg" alt="feta-1200" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/feta-1200.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/feta-1200-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/feta-1200-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/feta-1200-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Hauptspeise aus dem hohen Norden : Köttbullar mit Kartoffelpüree und Preiselbeeren</h3>
<p>Die traditionellen schwedischen Fleischbällchen sind bei uns vor allem durch den gelb-blauen Möbelgiganten bekannt geworden. Entgegen der Schreibweise werden sie übrigens „Schöttbüllar“ ausgesprochen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Zutaten für 50 Köttbullar:<br />
</span></p>
<ul>
<li>200 g Kartoffeln</li>
<li>Salz</li>
<li>120 g Zwiebeln</li>
<li>5 Stiele Petersilie</li>
<li>20 g Butter</li>
<li>500 g Rinderhack</li>
<li>1 Ei</li>
<li>6 EL Schlagsahne</li>
<li>3 EL Semmelbrösel</li>
<li>Pfeffer</li>
<li>4 EL Öl</li>
<li>Preiselbeergelee</li>
</ul>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/07/Ausgabe-29_Cover.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 29: Europa</strong><br />
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 29 unseres Magazins als E-Paper.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2016/08/ausgabe-29-europa">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige29">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/SP-europa">Der Schwerpunkt Europa</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Als Erstes wascht ihr die Kartoffeln und kocht sie  30 Min. in Salzwasser.  Anschließend die Zwiebeln in feine Würfel schneiden. Petersilienblätter abzupfen und fein hacken. 10 g Butter erhitzen, die Zwiebeln darin dünsten und abkühlen lassen. Kartoffeln abgießen, pellen und abkühlen lassen.</p>
<p>Im nächsten Schritt Kartoffeln durch die Kartoffelpresse zum Rinderhack drücken (alternativ mit der Gabel). Zwiebeln, Petersilie, Ei, Sahne und Brösel zugeben und gut durchkneten. Kräftig mit Salz und Pfeffer würzen.</p>
<p>Jetzt formt ihr etwa 50 kleine Fleischklößchen, legt sie auf ein Backblech und stellt sie eine Stunde im Kühlschrank kalt. (Währenddessen kann mit dem Kartoffelpüree angefangen werden. )</p>
<p>Restliche Butter mit dem Öl in einer Pfanne erhitzen. Die Fleischklößchen darin von allen Seiten anbraten (Kleiner Tipp: die Pfanne ständig rütteln, damit die Klößchen im heißen Fett herumrollen und ihre Form behalten.) Nach dem Braten lasst ihr sie auf einem Küchenpapier abtropfen. Typisch schwedisch mit Preiselbeergelee und Kartoffelpüree servieren.</p>
<p>Für das Kartoffelpüree müsst ihr 800 g Kartoffeln schälen, grob würfeln, waschen und 25 Min. in Salzwasser zugedeckt kochen. Kartoffeln abgießen und gut ausdampfen lassen. Kocht nun 120 ml Vollmilch in einem Topf auf und lasst 2 El Butter darin schmelzen.</p>
<p>Anschließend drückt ihr die Kartoffeln zweimal durch die Kartoffelpresse (alternativ mit der Gabel).  Die Milchmischung zugeben, mit Salz, Pfeffer und frisch geriebener Muskatnuss würzen und schließlich mit einem Schneebesen cremig rühren.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-9110 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/köttbullar1200.jpg" alt="koettbullar1200" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/köttbullar1200.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/köttbullar1200-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/köttbullar1200-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/köttbullar1200-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<h3>Dessert aus der britischen Landküche: Fruchtiger Crumble</h3>
<p>Der Streuselkuchen ohne Boden entstand während des zweiten Weltkrieges in England. Als Mehl, Zucker und Butter knapp waren, wurde der Teigboden einfach weggelassen.</p>
<p><span style="text-decoration: underline;">Zutaten für vier Portionen:</span></p>
<ul>
<li>600 g Äpfel ( variierbar mit Früchten eurer Wahl)</li>
<li>70 g Zucker</li>
<li>1 EL Zitronensaft</li>
<li>120 g Mehl</li>
<li>1 TL Zimt</li>
<li>80 g Butter</li>
</ul>
<p>Zuerst fettet ihr eine Auflaufform gut ein. Nun die Äpfel schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Diese mit einem EL Zucker und dem Zitronensaft vermischen und in die Form geben.</p>
<p>Für die Streusel den restlichen Zucker mit Mehl, Zimt und Butter zu Streuseln kneten. Diese auf den Äpfeln verteilen und bei 200 Grad Ober-Unterhitze für 30 Min. im Ofen backen.</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone wp-image-9111 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/crumble-1200.jpg" alt="crumble-1200" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/crumble-1200.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/crumble-1200-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/crumble-1200-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/09/crumble-1200-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<p>Bon appétit ! Njut av din måltid ! Enjoy your meal !</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/09/das-perfekte-europa-dinner/">Das perfekte Europa-Dinner</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Mit eigenen Regeln ins fremde Kloster?</title>
		<link>https://presstige.org/2016/08/eigene-regeln-im-fremden-kloster/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Yevgeniya Isakov]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 26 Aug 2016 13:31:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[flüchtlinge]]></category>
		<category><![CDATA[integration]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#29]]></category>
		<category><![CDATA[SP-europa]]></category>
		<category><![CDATA[sprache]]></category>
		<category><![CDATA[zuwanderung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie Sprache die Integration erleichtert und welche Grenzen sie aufzeigt Was erwartet Einwanderer und worauf kann sich die aufnehmende Gesellschaft einstellen? Ein wichtiges Thema ist dabei der Spracherwerb – eine große Herausforderung, der sich sowohl Ein- als auch Auswanderer stellen...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie Sprache die Integration erleichtert und welche Grenzen sie aufzeigt</h2>
<figure id="attachment_9085" aria-describedby="caption-attachment-9085" style="width: 1198px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9085" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Grafik_Zukunft-in-der-Fremde_online_1200x.png" alt="Text: Yevgeniya Isakov – Illustration: Isabell Beck" width="1198" height="847" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Grafik_Zukunft-in-der-Fremde_online_1200x.png 1198w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Grafik_Zukunft-in-der-Fremde_online_1200x-400x283.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Grafik_Zukunft-in-der-Fremde_online_1200x-768x543.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Grafik_Zukunft-in-der-Fremde_online_1200x-1024x724.png 1024w" sizes="(max-width: 1198px) 100vw, 1198px" /><figcaption id="caption-attachment-9085" class="wp-caption-text">Text: Yevgeniya Isakov – Illustration: Isabell Beck</figcaption></figure>
<p><strong>Was erwartet Einwanderer und worauf kann sich die aufnehmende Gesellschaft einstellen? Ein wichtiges Thema ist dabei der Spracherwerb – eine große Herausforderung, der sich sowohl Ein- als auch Auswanderer stellen müssen. Wie realistisch sind ihre Chancen die neue Sprache in der vorgegebenen Zeit zu erlernen und was wird von ihnen erwartet? Ein Erfahrungsbericht. </strong></p>
<p>Es war eine fremde Sprache, ich kannte sie nicht. Sie verbreitete Furcht und gleichzeitig Neugier. So hat es sich für mich angefühlt auszuwandern: Ich war voller Angst vor dem Unbekannten und gleichzeitig gespannt auf das Leben, das mich in einem noch „fremden“ Land erwartete. Als Kind ist diese Neugier so groß, dass sie die Angst zähmt. Doch wie fühlt sich das Auswandern als Erwachsener an? Wenn ich mir meine Eltern und meinen Freund ansehe, die alle im Erwachsenenalter ausgewandert sind, stelle ich viele Probleme fest, die ich nicht hatte.</p>
<h3>Teilhabe durch Sprache</h3>
<p>Meine Mutter hatte eine leitende Stelle in Usbekistan aufgegeben und musste in Hamburg ganz neu anfangen. Sie hat sich wieder hochgearbeitet. Doch als ich sie kürzlich gefragt habe, ob sie sich in ihrem Beruf verwirklichen kann, hat mich ihre Antwort erstaunt. „Natürlich nicht“, sagte sie. „Ich mag meinen Beruf, ich mag meinen Arbeitsplatz, aber ich werde mich nie verwirklichen können, wenn ich mich nicht ausdrücken kann.“ Damit spricht sie das größte Problem erwachsener Ein-und Auswanderer an: die Sprache. Nicht ohne Grund macht der Spracherwerb den größten Teil von Integrationskursen aus. Der „Orientierungskurs“ in Augsburg, der für „Neuzugewanderte Ausländerinnen und Ausländer“ verpflichtend ist, besteht unter anderem aus 600 Unterrichtsstunden, die allein der deutschen Sprache gewidmet sind. Damit soll erreicht werden, dass Neuzugewanderte sowohl am institutionellen System als auch am gesellschaftlichen Leben teilhaben können.</p>
<h3>Unrealistische Erwartungen</h3>
<p>Schon das Ansetzen des Levels B1 für den erfolgreichen Kursabschluss zeigt jedoch, wie hoch die Erwartungen an die Teilnehmer sind. Einem Gutachten zufolge, das die Bundeszentrale für politische Bildung 2007 veröffentlicht hat, erreicht nur die Hälfte der Teilnehmer diese Stufe innerhalb von 600 Stunden. Dabei seien die größte Herausforderung bildungsferne Zuwanderer. Sind diese Erwartungen also überhaupt realistisch? Die grob geschätzte Rechnung von Sprachheld, einem Online-Portal zum Erlernen von Fremdsprachen für deutsche Muttersprachler, lautet „100 Stunden sprechen, 500 Stunden hören und 200 Stunden Vokabeln lernen“. Die Zahlen variieren zudem danach, wie viele Unterschiede die Muttersprache zur Fremdsprache aufweist. Das heißt, für z.B. russische, chinesische und arabische Einwanderer werden die Zahlen mit großer Wahrscheinlichkeit höher liegen, weil sogar das lateinische Alphabet Neuland für sie ist. Daraus geht die Frage hervor, ob man den Spracherfolg als Maßstab für den Integrationswillen nehmen darf. Eine andere Frage lautet, inwieweit die Aufnahmegesellschaft den Neuzugewanderten entgegen kommen muss. Zum einen kann Integration nur gelingen, wenn die Einwanderer sich integrieren wollen und bereit sind viel Zeit in das Erlernen einer neuen Kultur und Sprache zu investieren. Auf der anderen Seite muss eine Gesellschaft, die Zuwachs bekommt, offen und geduldig gegenüber den Menschen sein, die diese Anstrengungen auf sich nehmen wollen.</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/07/Ausgabe-29_Cover.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 29: Europa</strong><br />
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 29 unseres Magazins als E-Paper.</p>
<ul>
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<li><a href="http://presstige.org/tag/SP-europa">Der Schwerpunkt Europa</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<h3>Kommunikation ist der Schlüssel</h3>
<p>Natürlich ist es wichtig, den „Rahmen“ abzustecken. Im Russischen gibt es ein Sprichwort, das ich aus meiner Erfahrung nur bestätigen kann: „Man kommt nicht mit seinen Regeln ins fremde Kloster.“ Manche Einwanderer möchten diese Regel nicht beherzigen. Diejenigen, die es tun, stoßen trotzdem manchmal auf Schwierigkeiten und Unverständnis seitens der aufnehmenden Gesellschaft. Doch was ist die Lösung? Wie gelingt Integration? Der Anfang jedes Miteinanders ist die Kommunikation. Die Kommunikation durch Gestik, die Kommunikation durch Mimik, in verschärfter Weise auch die Kommunikation durch Strafen, wenn gegen nichtverhandelbare Gesetze im „eigenen Kloster“ verstoßen wird. Doch das Kommunikationsmittel, das am besten einen Dialog schaffen kann, bleibt die Sprache. Um sie zu erlernen, muss man sie sprechen. Und um sie zu sprechen, braucht es Menschen. In Deutschland haben wir viele Menschen – Menschen die Deutsch sprechen und Menschen die es versuchen. Also lasst sie doch einfach reden!</p>
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		<title>„Kein Interesse an einer Beziehung zu einem Iren“</title>
		<link>https://presstige.org/2016/08/interview-erasmus-liebe/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Maria-Luisa Huber]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 19 Aug 2016 08:01:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[beziehung]]></category>
		<category><![CDATA[erasmus]]></category>
		<category><![CDATA[europa]]></category>
		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#29]]></category>
		<category><![CDATA[SP-europa]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Interview mit einem Augsburger Erasmuspärchen Erasmus, als Programm zum kulturellen Austausch in Europa, führt in vielen Fällen zu mehr als nur Wissenserwerb und Auslandserfahrung. So wie bei Anne(25)* und Peter (23)*: Die beiden lernten sich kennen, als Anne ein Auslandssemester...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/08/interview-erasmus-liebe/">„Kein Interesse an einer Beziehung zu einem Iren“</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Interview mit einem Augsburger Erasmuspärchen</h2>
<figure id="attachment_9064" aria-describedby="caption-attachment-9064" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-9064" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Interviwe_Erasmus_1200.png" alt="Foto &amp; Text: Maria-Luisa Huber" width="1200" height="900" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Interviwe_Erasmus_1200.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Interviwe_Erasmus_1200-400x300.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Interviwe_Erasmus_1200-768x576.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/08/Interviwe_Erasmus_1200-1024x768.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-9064" class="wp-caption-text">Foto &amp; Text: Maria-Luisa Huber</figcaption></figure>
<p><strong>Erasmus, als Programm zum kulturellen Austausch in Europa, führt in vielen Fällen zu mehr als nur Wissenserwerb und Auslandserfahrung. So wie bei Anne(25)* und Peter (23)*: Die beiden lernten sich kennen, als Anne ein Auslandssemester in Irland absolvierte. Nun sind sie seit zwei Jahren in einer Beziehung und wirken noch wie frisch verliebt. Im Interview mit presstige sitzen sie eng zusammen und sehen sich oft in die Augen, während sie uns lachend von den Besonderheiten eines Erasmuspärchens erzählen. </strong></p>
<p><em><strong>presstige: Anne, wie bist du dazu gekommen ein Erasmussemester in Irland zu machen?</strong></em></p>
<p>Anne: Ich wollte schon immer am Erasmusprogramm der Uni teilnehmen. Dabei war mir wichtig, an einem Ort zu studieren, an dem ich mein Englisch aufbessern kann. Drei Jahre zuvor war ich bereits zum Urlaub in Dublin gewesen. Weil mir die Stadt so gut gefiel und mein Lehrstuhl in Irland einen Studienplatz frei hatte, fiel meine Wahl auf Dublin.</p>
<p><em><strong>Wann und wie habt ihr euch dort kennengelernt? </strong></em></p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Wir haben uns das erste Mal im Herbst 2012 in meiner Heimat in Maynooth kennengelernt. Anne: Ich studiere Lehramt mit Hauptfach Religion. Als ich mein Auslandssemester in Irland gemacht habe, sind wir uns auf religiösen Besinnungstagen zum ersten Mal begegnet. Zufälligerweise fanden die Besinnungstage in jenem Wohnheim statt, in dem damals Peter wohnte.</p>
<p><em><strong>War es Liebe auf den ersten Blick? </strong></em></p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Anne hat mir sofort gefallen und ich habe mir auch gleich viel Mühe gegeben, um ihr zu imponieren.</p>
<p><em><strong>Anne</strong></em>: Also bei mir war es eher Liebe auf den zweiten Blick (lacht). Bei unserem ersten Treffen fand ich ihn recht uninteressant.</p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Obwohl mich Anne anfangs nicht mochte, wollte ich mich unbedingt mal mit ihr treffen. Deswegen habe ich ihr eine Facebook-Freundschaftsanfrage geschickt, was zunächst zu nichts geführt hat (lacht).</p>
<p><em><strong>Anne</strong></em>: Erst als wir uns ein zweites Mal auf weiteren Besinnungstagen getroffen haben, habe ich ihm doch noch meine Nummer gegeben. Es hat aber lange gedauert, bis wir ein richtiges Paar geworden sind.</p>
<p><em><strong>Wieso hat es denn so lange gedauert? </strong></em></p>
<p><em><strong>Anne</strong></em>: Ach, ich hatte einfach keinerlei Interesse an einer Beziehung zu einem Iren.</p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Danke (lacht)!</p>
<p><em><strong>Anne</strong></em>: Nein, ich meine damit, dass ich keine Lust auf eine Fernbeziehung hatte. Für mich stand schon immer fest, dass ich nach sechs Monaten nach Deutschland zurückfliegen werde, um dort mein Studium zu beenden. Zwar war das Auslandssemester in Belfast eine tolle Erfahrung, aber es war einfach nie mein Plan gewesen, dort zu bleiben. Deshalb und weil ich eine Fernbeziehung zu Peter einfach nicht wollte, war Peter damals einfach keine Option für mich.</p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Wir hatten eine schöne gemeinsame Zeit in Irland, aber wir wollten beide keine komplizierte Fernbeziehung danach führen. Uns wäre es zu stressig gewesen, ständig miteinander zu skypen und uns nur im Abstand von einigen Wochen zu sehen.</p>
<p><em><strong>Habt ihr den Kontakt zueinander nach dem Auslandssemester dann abgebrochen? </strong></em></p>
<p><strong><em>Peter</em></strong>: Ja, wir haben es probiert (lacht).</p>
<p><em><strong>Anne</strong></em>: Es ist uns sehr schwer gefallen, aber wir hatten anfangs wirklich keinen Kontakt zueinander. Etwa einen Monat nachdem ich wieder in Augsburg war, begannen wir immer mal wieder zu telefonieren. Nach einem halben Jahr hab ich ihn dann spontan gefragt, ob er nicht Lust hätte, mich für zwei Wochen in Deutschland zu besuchen. Er kam und wir wurden schließlich doch noch ein Paar (lacht).</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/07/Ausgabe-29_Cover.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 29: Europa</strong><br />
Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 29 unseres Magazins als E-Paper.</p>
<ul>
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<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige29">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/SP-europa">Der Schwerpunkt Europa</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p><em><strong>Peter, du bist dann bald darauf aus Liebe zur Anne nach Augsburg gezogen. War es einfach für dich hier Fuß zu fassen? </strong></em></p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Nach meinem College hatte ich Lust, in Augsburg bei Anne zu wohnen. Etwas unvorbereitet und spontan bin ich dann hierher geflogen (lacht). Bei meiner Ankunft in Augsburg konnte ich weder einen deutschen Satz sprechen, noch hatte ich irgendwelches Geld dabei. Aber dafür hatte ich verdammt viel Glück! Schon am ersten Tag habe ich einen Job im Irish Pub gefunden und bald darauf bin ich sogar Lehrer an einer Sprachschule geworden, an der ich auch Deutsch gelernt habe.</p>
<p><em><strong>Vermisst du Irland? </strong></em></p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Ja, am meisten fehlt mir meine Familie. Es gibt aber auch andere Dinge, die ich an Irland vermisse.</p>
<p><em><strong>Welche? </strong></em></p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Na, den irischen Humor natürlich (lacht).</p>
<p><em><strong>Sind in eurer Beziehung irgendwelche kulturellen Unterschiede spürbar? </strong></em></p>
<p><em><strong>Anne</strong></em>: Oh ja! Peter kommt, wie viele Iren, oft zu spät und kann einfach nicht Nein sagen. Er ist immer freundlich und höflich, auch wenn er jemanden nicht mag.</p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Ja, ihr Deutschen seid mir manchmal einfach zu direkt und ehrlich. Hier gibt es auch ständig Regeln, an die man sich streng halten muss. Zum Beispiel Pünktlichkeit (verdreht die Augen).</p>
<p><em><strong>Zum Schluss: welche Ratschläge habt ihr für andere frischverliebte Erasmuspärchen? </strong></em></p>
<p><em><strong>Peter</strong></em>: Es ist immer spannend, eine Beziehung mit jemandem zu führen, der aus einem anderen Kulturkreis stammt und andere Traditionen pflegt. Manchmal sind es aber auch genau die unterschiedlichen Sichtweisen, die zu Konflikten führen. Mein Tipp ist es, in solchen Situationen Verständnis für den Partner zu zeigen.</p>
<p><em><strong>Anne</strong></em>: Ich finde, dass sich Zukunftspläne mit einem ausländischen Partner immer schwieriger gestalten, als bei Paaren mit derselben Herkunft. Bei uns stellt sich nämlich oft die Frage: Wo geht es als nächstes hin und kommst du mit? Peter möchte beispielsweise noch einmal studieren, er weiß aber noch nicht genau wo, ob in Deutschland oder in Irland, und ich werde nächstes Jahr für ein Semester nach Namibia fliegen. Man muss einfach bereit sein, für die Liebe Opfer zu bringen. Auch wenn das bedeutet, in ein anderes Land zu ziehen.</p>
<p><em>* Namen von der Redaktion geändert.</em></p>
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		<title>Einsame Spitzenreiter der Tierwelt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Hollmann]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 15 Mar 2016 14:45:28 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[älteste]]></category>
		<category><![CDATA[giftig]]></category>
		<category><![CDATA[größte]]></category>
		<category><![CDATA[höchste]]></category>
		<category><![CDATA[klein]]></category>
		<category><![CDATA[längste]]></category>
		<category><![CDATA[laut]]></category>
		<category><![CDATA[natur]]></category>
		<category><![CDATA[schnell]]></category>
		<category><![CDATA[tiere]]></category>
		<category><![CDATA[typologie der tiere]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine kleine Typologie zum Mitraten Frage: Was ist das süßeste Tier? Antwort aller Augsburger Unistudenten: die CampusCat!  Die Erde bietet Lebensraum für tausende Lebewesen. Ob groß oder mikroskopisch klein – jedes hat sein Plätzchen zum Leben gefunden und sich optimal...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/03/typologie-tiere-quiz/">Einsame Spitzenreiter der Tierwelt</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;"><strong>Eine kleine Typologie zum Mitraten</strong></h2>
<p><strong><em>Frage: Was ist das süßeste Tier?</em></strong></p>
<figure id="attachment_8531" aria-describedby="caption-attachment-8531" style="width: 580px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8531 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/02/Tierquiz_CampusCat.png" alt="Tierquiz_CampusCat" width="580" height="270" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/02/Tierquiz_CampusCat.png 580w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/02/Tierquiz_CampusCat-400x186.png 400w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /><figcaption id="caption-attachment-8531" class="wp-caption-text">Text: Julia Hollmann &#8211; Illustration: Alexandra Kiefer</figcaption></figure>
<p style="text-align: right;"><em><strong>Antwort aller Augsburger Unistudenten: die CampusCat! </strong></em></p>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Die Erde bietet Lebensraum für tausende Lebewesen. Ob groß oder mikroskopisch klein – jedes hat sein Plätzchen zum Leben gefunden und sich optimal an seine Umgebung angepasst. Die einen schon seit Zeiten, in denen es noch allerorts Vulkane auf der Erde gab. Die anderen entwickelten sich erst durch die Lebensraumerschließung des Menschen. Auf der Suche nach den giftigsten, schnellsten und lautesten Tieren, haben wir festgestellt, dass auch die kleinsten manchmal ganz groß sind. Viel Spaß beim Rätseln!</strong></em></p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Das längste Tier:  </strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Unser erstes Lebewesen ist im Nordostatlantik beheimatet. Dort lebt es zwischen Steinen und Algen in flachen Wasserzonen auf dem Meeresgrund. Am liebsten siedelt sich das längste Tier der Welt zwischen den Britischen Inseln und der Ostsee an. Es befindet sich also in greifbarer Nähe. Seine Färbung ist zumeist dunkelbraun mit hellbraunen Längsstreifen. Neben einer starken Längs- und Ringmuskulatur besitzt es einen Rüssel, den es hauptsächlich zur Jagd einsetzt. Besonders an dem Tier ist aber seine außerordentliche Länge von bis zu 55 Metern, der Durchmesser nur winzige fünf bis zehn Millimeter beträgt.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src="http://www.juanjunoy.info/wp-content/uploads/2012/02/Lineus-longissimus-001-San-Vicente-Marzo-2011-00-1024x562.jpg" alt="" width="693" height="383" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Das längste Tier der Welt ist der Schnurwurm Lineus Longissimus.</em></p>
<hr />
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Das höchste Tier:  </strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Obwohl das höchste Tier der Erde entfernt mit den Hirschen verwandt ist, lebt es eigentlich nicht in Europa – wird dort jedoch häufig zur Schau gestellt. Sein natürliches Vorkommen beschränkt sich heute nur noch auf Afrika. Dort lebt es südlich der Sahara und ernährt sich ausschließlich vegetarisch. Auf dem Schädel des größten Lebewesens sitzt ein kleines Geweih aus bis zu fünf Knochenzapfen, welche mit Haut überzogen sind. Die Fellfarbe ist zumeist gelb, jedoch von großen runden Flecken überzogen. Die ausgewachsenen Bullen erreichen eine Höhe von bis zu sechs Metern und dies, obwohl sie nur dieselbe Anzahl an Halswirbeln wie der Mensch besitzen.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src="http://www.kitas-für-tiere.de/images/giraffe-steppe.jpg" alt="" width="768" height="514" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Das höchste Tier der Welt ist die afrikanische Langhalsgiraffe.</em></p>
<hr />
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Das kleinste Tier<br />
</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Das kleinste Wirbeltier der Welt ist in Papua-Neuguinea heimisch und fühlt sich im feuchten Blattwerk am wohlsten, denn die Trockenheit ist sein größter Feind. Es bewegt sich auf schwach ausgeprägten Zehen und ist besonders im Morgenanbruch und in der Abenddämmerung aktiv. Das braune Tier hat sehr große Augen und gibt ab und an schrille Töne von sich. Die ausgewachsenen Tiere werden nicht größer als acht bis zehn Millimeter.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src=" http://images.nationalgeographic.com/wpf/media-live/photos/000/468/custom/tinest-frog-new-species-paedophryne-amauensis_46802_744x417.jpg" alt="" width="744" height="417" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Das kleinste Wirbeltier der Welt ist der Frosch Paedophryne Amauensis.</em></p>
<hr />
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Das größte Tier:<br />
</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Das größte Tier der Erde lebt in den Tiefen des Nordatlantiks, Pazifiks, der Antarktis und des Indischen Ozeans. Nur zum Luftholen taucht es aus rund 150 Metern an die Oberfläche, um dort eine meterlange Wasserfontäne in die Luft zu stoßen. Es ist nicht nur beinahe 34 Meter lang. Es wiegt auch unglaubliche 200 Tonnen und das, obwohl es sich ausschließlich von Plankton, kleinen Krebsen und Fischen ernährt. Statt richtigen Zähnen filtert es das Wasser nach Nahrung durch seine Barten. Dabei benötigt ein ausgewachsenes Tier bis zu einer Tonne Nahrung pro Tag. Das größte Tier der Welt ist heute stark vom Aussterben bedroht, denn es gibt nur 3000 bis 4000 Exemplare.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src="http://bilder1.n-tv.de/img/incoming/origs14228116/8302733908-w1000-h960/Blauwal.jpg" alt="" width="1000" height="599" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Das größte Tier der Welt ist der Blauwal.</em></p>
<hr />
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Das älteste Tier:<br />
</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Das älteste Tier der Welt lebt im antarktischen Ozeangebiet, ist kegelförmig und fest mit dem Ozeanuntergrund verwachsen. Es gehört zur Gattung der Anoxycalyx Joubini und ist blassgelb bis weiß. Das zwei Meter hohe, zehn Zentimeter dicke und ein Meter lange Tier wurde im Jahr 1908 bei einer Expedition entdeckt und lebt in Symbiose mit Bakterien. Von allen Lebewesen hat das älteste Tier der Welt den geringsten Stoffwechsel und Sauerstoffverbrauch. Geschätzt wird sein Lebensalter auf rund 10.000 Jahre.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src="http://scini1.mlml.calstate.edu/wp-content/uploads/2008/10/p1010003.jpg" alt="" width="2560" height="1920" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Das älteste Tier der Welt ist der Riesenschwamm.</em></p>
<hr />
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Das schnellste Tier:<br />
</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Das schnellste Tier der Welt ist auf der ganzen Erde verbreitet. Es bewohnt meist felsige Gebirgslandschafen, in denen es brütet und ist ein geborener Jäger und Fleischfresser. Leider bewirkte das Insektizid DDT in seiner Population einen deutlichen Bestandseinbruch. Zu seiner Nahrung gehören unter anderem kleine bis mittelgroße Vögel, welche das dunkelblau-graue und cremefarbene Tier im Sturzflug aus der Luft fängt. Dabei erreicht es eine Geschwindigkeit von bis zu 322 km/h und ist damit schneller als eine Taube (100-120 km/h) oder ein Gepard auf dem Land (90-120 km/h).</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src="http://www.mikes-kleine-schwarzwaldseite.de/images/wanderfalke.jpg" alt="" width="423" height="423" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Das schnellste Tier der Welt ist der Wanderfalke.</em></p>
<hr />
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Das lauteste Tier:<br />
</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Das lauteste Tier der Welt ist in den Gewässern der Tropen und Subtropen heimisch. Es versteckt sich sehr gerne in Korallenriffen. Sein Körper ist von einem Panzer umhüllt, wobei der muskulöse Hinterleib nach unten gekrümmt ist und in einem Schwanzfächer endet. Das lauteste Tier der Welt besitzt zudem zwei Scheren am Kopf, die bei männlichen Tieren oft unterschiedlich groß ausgeprägt sind. Sie dienen als Kampf- und Verteidigungswerkzeug. Außerdem kann es dank eines ausgeklügelten Mechanismus mit einer der Scheren ein lautes Knallgeräusch von bis zu 250 Dezibel erzeugen. Zum Vergleich: Ein Düsenjet auf der Rollbahn ist in etwa 130 Dezibel laut.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src="https://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/6f/Pistol_Shrimp01.jpg" alt="" width="592" height="382" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Das lauteste Tier der Welt ist der Pistolenkrebs. </em></p>
<hr />
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Das giftigste Tier:<br />
</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Das giftigste Tier der Welt lebt im australischen Ozean und besitzt insgesamt 24 Sehorgane, wovon 16 mit Linsen ausgestattet sind. Zudem verfügt es über 60 Tentakel, die bis zu drei Meter lang werden können und mit rund 5000 Nesselzellen ausgestattet sind. Es schwimmt sehr häufig nah an der Küstenoberfläche, was es nur noch gefährlicher macht. Denn berührt ein Mensch ungeschützt einen Tentakel des giftigen Meeresbewohners, dringen die Fäden tief in die menschliche Haut ein. Dort platzen einzelne der Zellen auf und entladen ihr Gift. Dieses ist so toxisch, dass es rund 250 Menschen auf einmal töten könnte, würde sich die gesamte Menge auf einmal verteilen. Das Gift lähmt die Muskulatur, weshalb es innerhalb von wenigen Minuten zur Atemlähmung und zum Herzstillstand führt.</p>
<p style="text-align: justify;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" src="http://www.tk.de/centaurus/servlet/contentblob/524976/Bild/104601" alt="" width="515" height="386" /></p>
<p style="text-align: right;"><em>Das giftigste Tier der Welt ist die Seewespe (Qualle).</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/03/typologie-tiere-quiz/">Einsame Spitzenreiter der Tierwelt</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Von trägen Seeungeheuern und kuscheligen Raubtieren</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Vanessa Plentinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 26 Sep 2015 06:30:09 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[campus]]></category>
		<category><![CDATA[natur]]></category>
		<category><![CDATA[safari]]></category>
		<category><![CDATA[tiere]]></category>
		<category><![CDATA[uni]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mit presstige auf Campussafari Passend zum Thema Umwelt und als Beitrag für die Blogparade &#8220;Augsburg bloggt&#8221; begaben wir uns auf eine spannende Safari auf unserem Campus. Todesmutig schlugen wir uns zu Fuß durch den äußerst gefährlichen Unidschungel. Zu unserer Verteidigung...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/09/campus_safari/">Von trägen Seeungeheuern und kuscheligen Raubtieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Mit presstige auf Campussafari</h2>
<p><strong>Passend zum Thema Umwelt und als Beitrag für die Blogparade &#8220;<a href="https://ichbinaugsburg.wordpress.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="broken_link">Augsburg bloggt</a>&#8221; begaben wir uns auf eine spannende Safari auf unserem Campus. Todesmutig schlugen wir uns zu Fuß durch den äußerst gefährlichen Unidschungel. Zu unserer Verteidigung hatten wir natürlich auch etwas dabei, um im Notfall angreifende Wildtiere abzuschießen – unsere Kamera.</strong></p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Ente2_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-8158" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Ente2_1200px.jpg" alt="Ente2_1200px" width="1200" height="798" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Ente2_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Ente2_1200px-400x266.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Ente2_1200px-1024x681.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<p>Gleich zu Beginn unseres aufregenden Abenteuers stoßen wir auf die bunte Welt der Vögel. Langsam pirschen wir uns durch das hohe Gras an eine friedlich futternde Haubentaucherfamilie, um sie nicht zu erschrecken und einem Luftangriff zu entgehen.<br />
Angelangt an einem reisenden Urwaldbach entdecken wir fröhlich plantschende Enten. Unsere neuen gefiederten Freunde lassen sich sogar ganz nah und beim Mittagsschlaf fotografieren. Danach folgen wir einem versteckten Trampelpfad und stören aus Versehen ein turtelndes Taubenpärchen. Bevor Herr Taube uns jedoch als Konkurrenz betrachtet, ziehen wir uns schleunigst in Dickicht zurück.</p>
<figure id="attachment_8155" aria-describedby="caption-attachment-8155" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8155 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Haubentaucher_1200px.jpg" alt="Haubentaucher_1200px" width="1200" height="798" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Haubentaucher_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Haubentaucher_1200px-400x266.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Haubentaucher_1200px-1024x681.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-8155" class="wp-caption-text">Haubentaucher beim Abkühlen im Unisee &#8211; kein Wunder bei diesen rabenschwarzen Federn!</figcaption></figure>
<figure id="attachment_8156" aria-describedby="caption-attachment-8156" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Enten1_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8156 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Enten1_1200px.jpg" alt="Enten1_1200px" width="1200" height="720" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Enten1_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Enten1_1200px-400x240.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Enten1_1200px-1024x614.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8156" class="wp-caption-text">Egal, ob Erpel&#8230;</figcaption></figure>
<figure id="attachment_8157" aria-describedby="caption-attachment-8157" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8157 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Ente3_1200px.jpg" alt="Ente3_1200px" width="1200" height="798" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Ente3_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Ente3_1200px-400x266.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Ente3_1200px-1024x681.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /><figcaption id="caption-attachment-8157" class="wp-caption-text">&#8230;oder Entenweibchen, beide fühlen sich auf unserem schönen Campus pudelwohl.</figcaption></figure>
<figure id="attachment_8154" aria-describedby="caption-attachment-8154" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Taube_1200px1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8154 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Taube_1200px1.jpg" alt="Taube_1200px" width="1200" height="798" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Taube_1200px1.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Taube_1200px1-400x266.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Taube_1200px1-1024x681.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8154" class="wp-caption-text">Die beiden Turteltäubchen haben nur Augen füreinander.</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p>Plötzlich kommen wir an einer Lichtung an. Hier in den Untiefen des Uniteichs bestaunen wir wahrhaft schreckliche Seeungeheuer: die Riesenfische, auch als Kois bekannt. Langsam und unheimlich treiben sie durch das trübe Wasserloch. Ob die dunklere Version oder die etwas freundlichere in Gold &#8211; keine Frage, diese wilden Tiere sind wirklich beeindruckend. Wenn du dich jedoch zu nah an die Tiefseemonster heranwagst, schießen sie sofort an die Wasseroberfläche und wollen dir das letzte Stückchen Bagel abluchsen. Und das wirst du mit Sicherheit vor Schreck  fallen lassen &#8211; wir sprechen da aus Erfahrung. Höchste Vorsicht ist also geboten!</p>
<figure id="attachment_8159" aria-describedby="caption-attachment-8159" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Fisch-1200px1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8159 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Fisch-1200px1.jpg" alt="Fisch 1200px" width="1200" height="798" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Fisch-1200px1.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Fisch-1200px1-400x266.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Fisch-1200px1-1024x681.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8159" class="wp-caption-text">Nur eines von vielen lauernden Seeungeheuern.</figcaption></figure>
<p>Auf unserer Safari über das Unigelände machen wir plötzlich mit einer Raubtierart Bekanntschaft, die von der Verbannung bedroht ist: dem Hund. Da sie von ihren Wärtern an der Leine geführt werden, trauen wir uns langsam an die flauschigen Fleischfresser heran. Diese Tiere kann man sogar auf Nachfrage streicheln. Wer aber Erinnerungsfotos schießen will, sollte sich auf lebensgefährliche Kuschelattacken der neugierigen Vierbeiner gefasst machen: Sie finden Kameras nämlich höchst interessant oder wahlweise verstörend. Gott sei Dank, kann man diesen bedrohlichen Fellknäulen heutzutage nicht mehr ohne Tierpfleger in der freien Wildbahn begegnen.</p>
<figure id="attachment_8162" aria-describedby="caption-attachment-8162" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hundweiß2_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8162 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hundweiß2_1200px.jpg" alt="Hundweiß2_1200px" width="1200" height="798" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hundweiß2_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hundweiß2_1200px-400x266.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hundweiß2_1200px-1024x681.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8162" class="wp-caption-text">Allzu gefährlich sieht dieses Raubtier allerdings nicht aus.</figcaption></figure>
<figure id="attachment_8163" aria-describedby="caption-attachment-8163" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hundschwarz_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8163 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hundschwarz_1200px.jpg" alt="Hundschwarz_1200px" width="1200" height="798" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hundschwarz_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hundschwarz_1200px-400x266.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hundschwarz_1200px-1024x681.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8163" class="wp-caption-text">Mit wilder Entschlossenheit&#8230;</figcaption></figure>
<figure id="attachment_8165" aria-describedby="caption-attachment-8165" style="width: 798px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hundbraun_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8165 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hundbraun_1200px.jpg" alt="Hundbraun_1200px" width="798" height="1200" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hundbraun_1200px.jpg 798w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hundbraun_1200px-266x400.jpg 266w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hundbraun_1200px-681x1024.jpg 681w" sizes="(max-width: 798px) 100vw, 798px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8165" class="wp-caption-text">&#8230; oder dem perfekten Hundeblick bekommen sie bestimmt immer was sie wollen.</figcaption></figure>
<figure id="attachment_8166" aria-describedby="caption-attachment-8166" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hund_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8166 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hund_1200px.jpg" alt="Hund_1200px" width="1200" height="798" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hund_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hund_1200px-400x266.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Hund_1200px-1024x681.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8166" class="wp-caption-text">Schicke Dauerwelle! &#8211; Auch als Hund muss man heutzutage auf seinen Look achten.</figcaption></figure>
<p>Als wir uns schon fast auf den Rückweg unserer Tour begeben, sehen wir ihn: Den berüchtigten und einsam durch den Dschungel streifenden Tiger, <a href="https://www.facebook.com/CampusCatAux?fref=ts" target="_blank" rel="noopener noreferrer">DIE CAMPUSCAT</a>. Unsere Herzen pochen, wir trauen uns kaum zu atmen. Doch kühn wagen wir uns näher heran an diese majestätische Samtpfote. Ohne gefressen zu werden, gelingt es uns ihn abzulichten. Ein besseres Ende für unsere Campussafari können wir uns kaum vorstellen!</p>
<figure id="attachment_8168" aria-describedby="caption-attachment-8168" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Cat_1200px1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8168 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Cat_1200px1.jpg" alt="Cat_1200px" width="1200" height="900" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Cat_1200px1.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Cat_1200px1-400x300.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Cat_1200px1-1024x768.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8168" class="wp-caption-text">Der Schmusetiger und König des Campus.</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/09/campus_safari/">Von trägen Seeungeheuern und kuscheligen Raubtieren</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>„Es ist fahrlässig, Prostitution zum Tabu-Thema zu erklären“</title>
		<link>https://presstige.org/2015/09/interview-prostitution-diana-schubert/</link>
					<comments>https://presstige.org/2015/09/interview-prostitution-diana-schubert/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Michael Müller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Sep 2015 12:00:13 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[augsburg]]></category>
		<category><![CDATA[körper]]></category>
		<category><![CDATA[Prostitution]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Interview mit Diana Schubert vom Kriminalpräventiven Rat Augsburg &#160; &#160; Prostitution ist in Augsburg ein brennendes Thema. Im Moment arbeitet die Stadt an der Entwicklung eines Bordellstrukturkonzepts für die zukünftige Genehmigung von Bordellen. Wir sprachen mit Diana Schubert vom Kriminalpräventiven Rat Augsburg,...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/09/interview-prostitution-diana-schubert/">„Es ist fahrlässig, Prostitution zum Tabu-Thema zu erklären“</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Interview mit Diana Schubert vom Kriminalpräventiven Rat Augsburg</h2>
<p>&nbsp;</p>
<figure id="attachment_8074" aria-describedby="caption-attachment-8074" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Interview_Prostitution_II_1200.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-8074" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Interview_Prostitution_II_1200.jpg" alt="Text: Michael Müller - Fotos: Isabell Beck" width="1200" height="675" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Interview_Prostitution_II_1200.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Interview_Prostitution_II_1200-400x225.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Interview_Prostitution_II_1200-1024x576.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/Interview_Prostitution_II_1200-300x170.jpg 300w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8074" class="wp-caption-text">Text: Michael Müller &#8211; Fotos: Isabell Beck</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Prostitution ist in Augsburg ein brennendes Thema. Im Moment arbeitet die Stadt an der Entwicklung eines Bordellstrukturkonzepts für die zukünftige Genehmigung von Bordellen. Wir sprachen mit Diana Schubert vom Kriminalpräventiven Rat Augsburg, die für die Koordination der Arbeit an diesem Konzept zuständig ist. Thema war die rechtliche Regelung der Prostitution vor Ort und in Berlin.</strong></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>presstige: <em>Frau Schubert, was kann man sich unter einem Bordellstrukturkonzept vorstellen?</em></strong></p>
<p>Schubert: Beim Bordellstrukturkonzept (BSK) geht es in erster Linie um bau- und ordnungsrechtliche Fragen. Zu Beginn unserer Arbeit haben wir in anderen deutschen Kommunen angefragt, wie viele Prostituierte sich dort täglich aufhalten. Wir rechnen in diesen kurzen Zeiträumen, da die Frauen sehr häufig, teilweise wöchentlich, die Stadt wechseln. Mit 222 Prostituierten auf 100.000 Einwohner ist Augsburg im Verhältnis Spitzenreiter, auch vor größeren Städten. Der Durchschnitt liegt gerade einmal bei 114. In Augsburg gibt es dabei gewisse Schwerpunktgebiete wie Lechhausen und Haunstetten, in denen die Prostitution besonders präsent ist. Um in Zukunft über Bauanträge für neue Bordelle entscheiden zu können, brauchen wir also ein gesamtstädtisches Konzept dafür, in welchen Teilen Augsburgs neue Bordelle noch vertretbar sind. Daneben prüfen wir das Instrument der Sperrgebietsverordnung. Aus Gründen des Jugendschutzes und der öffentlichen Sicherheit ist grob gesagt die Augsburger Innenstadt Sperrgebiet für Prostitution. Wir erheben weitläufig Daten über die Lage von Spielplätzen, Kinderheimen, Jugendzentren und anderen Orten, an denen sich  junge Menschen besonders aufhalten, um herauszufinden, ob diese Einschränkung erweitert werden sollte. Darüber entscheidet zwar der Bezirk Schwaben, aber die Stadt Augsburg kann Vorschläge machen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Was ging dem BSK in Augsburg voraus und wer arbeitet gegenwärtig daran? </strong></em></p>
<p>Prostitution ist vor Ort natürlich bereits länger ein Thema. Im Jahr 2010 veröffentlichte Kriminalkommissar Helmut Sporer in der Zeitschrift „Kriminalistik“ seinen Aufsatz zum „Augsburger Weg“. Als absoluter Experte leitet er unseren Arbeitskreis. Dem BSK ging zudem bereits die Entwicklung des Gesamtkonzepts zur Verbesserung der Lage der Prostituierten voraus. Es bezog die konkrete Lebenssituation der Prostituierten in Augsburg ein und ist in dieser Form einmalig im Bundesgebiet. Am 27. Februar 2014 erging dann im Stadtrat der Beschluss, unter Federführung des Arbeitskreises Prostitution mit Blick auf das Bau- und Ordnungsrecht das BSK zu erarbeiten. Weitere Mitglieder des Arbeitskreises sind örtliche Vertreterinnen der Menschenrechtsorganisation Solwodi, Vertreter der Bauverwaltung und das Gesundheitsamt der Stadt Augsburg sowie die Staatsanwaltschaft und Landgericht Augsburg. Zudem ist der Arbeitskreis um die Wirtschaftsverwaltung erweitert worden. Wenn in einem Stadtteil besonders viel Prostitution angesiedelt ist, kann dies dazu beitragen, dass das gesamte Gebiet wirtschaftlich abrutscht.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Prostitution wird oft mit dem organisierten Verbrechen in Verbindung gebracht. Wie stellt sich diesbezüglich die Lage in Augsburg dar?</strong></em></p>
<p>Es besteht eindeutig eine Verbindung zwischen dem Menschenhandel und der Prostitution. Für die genaue Situation in Augsburg ist jedoch die Polizei der bessere Ansprechpartner. Nach meinen Informationen ist das Verbrechen hier jedenfalls nur in Einzelfällen auf der Straße sichtbar. Vielleicht fehlt auch deshalb oft das öffentliche Bewusstsein für das Problem. Neben dem Menschenhandel gibt es aber auch wirtschaftliche Zwangsprostitution. Wenn eine Frau nicht weiß, wie sie am nächsten Tag ihr Kind ernähren soll und sich deshalb selbst entscheidet, in die Prostitution zu gehen, ist das meines Erachtens ganz und gar nicht freiwillig. Daher ist es fahrlässig Prostitution zum Tabu-Thema zu erklären. Allein in Augsburg arbeiten um die 700 Frauen. Das sind nicht wenige und das Leid ist groß. Nimmt man den Menschenhandel und die Armutsprostitution aus, bleibt nur ein verschwindend geringer Anteil an Frauen, die sich vollkommen selbstbestimmt für die Prostitution entschieden haben.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><em><strong>Die Bundespolitik will darauf mit einem Prostituiertenschutzgesetz reagieren. Wie stehen Sie zum aktuell diskutierten Entwurf der Regelung?</strong></em></p>
<p>Der Entwurf stellt uns absolut nicht zufrieden. Im Vorfeld haben wir zum Beispiel die Heraufsetzung des Mindestalters gefordert. Wir sind überzeugt, dass man mit 21 Jahren andere Entscheidungen trifft als mit 18 Jahren. Nicht ohne Grund gilt das Jugendstrafrecht bis zu diesem Alter. Auf Bundesebene ist das vollkommen unter den Tisch gefallen. Auch die Meldepflicht kommt nur in abgespeckter Form vor. Prostituierte müssen sich lediglich einmal im Jahr melden. Wo, entscheiden die Länder. Aus unserer Sicht kommt dafür nur das örtlich zuständige Kriminalkommissariat infrage. Die Beamten können die Umstände, unter denen die Frauen ankommen am besten einschätzen. Gleichzeitig hätten wir dann einen Überblick, wie viele Prostituierte sich wo aufhalten. Bisher sind die Frauen da vollkommen schutzlos. Sie begründen hier keinen Wohnsitz und müssen sich auch nicht bei Finanzbehörden oder dem Gesundheitsamt melden. Es ist tragisch, aber im Moment merkt niemand, wenn eine Frau verloren geht. Unter anderem deshalb fordern wir auch die verpflichtende Gesundheitsuntersuchung, die ebenfalls zu abgespeckt kommt. Neben wichtigen Informationen zu ihrem eigenen Schutz wollten wir Prostituierten so eine Art Schutzraum schaffen, in dem sie sich einmal ohne ihren „Freund“ zur Sache äußern können. So bauen die Frauen ein Vertrauen zu unserem System auf. Ein Großteil von ihnen kommt aus Ländern, in denen sie den Staat und die Polizei ganz anders kennen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong><em>Geht es also vor allem darum, die Prostitution an bestehende Systeme heranzuführen?</em> </strong></p>
<p>Nicht nur, wir brauchen zudem endlich ein eigenes Regelungsinstrument. In Deutschland muss sich jeder Gastronom auf seine Zuverlässigkeit überprüfen lassen. Ein Bordell kann dagegen jeder eröffnen, auch wenn er sich in mehrere Verfahren wegen Menschenhandel verantworten muss. Es fehlt ein Rechtsrahmen, auf den sich die Prostituierten gegenüber den Bordellbetreibern oder ihren Freiern berufen können. Es gibt zum Beispiel ein eingeschränktes Weisungsrecht gegenüber den Frauen im alten Prostitutionsgesetz. Wenn sich hier nichts ändert, sind wir nicht weiter als zuvor. Es reicht aber nicht, die Prostitution im Gewerberecht zu regeln. Sie ist eben kein Beruf wie jeder andere und braucht Regelungen, die ihren Besonderheiten gerecht werden. Vor allem müssen wir Verstöße auch mit Bußgeldern ahnden – und zwar gegen die Freier und Bordellbetreiber. Die Prostituierten wollen wir nicht treffen. Regeln wie eine Kondompflicht können und müssen der Staat dann nicht selbst überprüfen. Wer ein Bordell betreibt will seine Konkurrenz loswerden und wird die im Zweifel auch anzeigen. Durch Gesetze können wir also eine Kontrolle innerhalb der Szene erreichen.</p>
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<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/09/interview-prostitution-diana-schubert/">„Es ist fahrlässig, Prostitution zum Tabu-Thema zu erklären“</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Sollen wir unsere Organe spenden?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Paul von Platen]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 13 Aug 2015 14:25:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[contra]]></category>
		<category><![CDATA[das schicksal ist ein mieser verräter]]></category>
		<category><![CDATA[hirntod]]></category>
		<category><![CDATA[körper]]></category>
		<category><![CDATA[organhandel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Demnächst wird wohl fast jeder von uns wieder einen Organspendeausweis in seinem Briefkasten finden. Schließlich verschicken die deutschen Krankenkassen 70 Millionen davon. Doch dann bleibt die Frage &#8211; was kreuze ich an? Unsere Redakteure diskutieren dieses Thema in einem Pro...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/08/sollen-wir-unsere-organe-spenden/">Sollen wir unsere Organe spenden?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Demnächst wird wohl fast jeder von uns wieder einen Organspendeausweis in seinem Briefkasten finden. Schließlich verschicken die deutschen Krankenkassen 70 Millionen davon. Doch dann bleibt die Frage &#8211; was kreuze ich an? Unsere Redakteure diskutieren dieses Thema in einem Pro und Contra.</strong></p>
<figure id="attachment_8025" aria-describedby="caption-attachment-8025" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/08/Organspende_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-8025 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/08/Organspende_1200px.jpg" alt="Text: Linda Gering - Illustration: Paul von Platen" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/08/Organspende_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/08/Organspende_1200px-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/08/Organspende_1200px-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8025" class="wp-caption-text">Text: Linda Gering &amp; Michael Müller &#8211; Illustration: Paul von Platen</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Ja, findet Linda Gering</strong></p>
<p>Wir alle sind heute bestens über Fälle von Organhandel informiert. Kein Wunder, dass angesichts dessen die Zahl der Organspender in den letzten Jahren kontinuierlich gesunken ist. Im Jahr 2010 lag der Bundesdurchschnitt noch bei 15,9 Spendern pro 1 Million Einwohner, 2013 waren es nur noch 10,9. Laut der Warteliste von Eurotransplant warteten im Jahr 2013 mehr als 11. 200 Menschen in Deutschland auf eine Organtransplantation. Ich finde, man sollte dem Abwärtstrend entgegensteuern und die Zahl der Wartenden verringern!</p>
<p>Der große Erfolg des letztjährigen Kinohits „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ zeigt das Interesse der Bevölkerung an Menschen, die ein schweres Schicksal zu tragen haben. Ein Film über zwei Jugendliche mit Krebs schreit ja geradezu nach Aufmerksamkeit. Beim tragischen (und irgendwie vorhersehbaren) Ende des Films haben tausende Menschen eine ganze Packung Taschentücher verschnäutzt und sich sicher gefragt: „Warum ist mein Schicksal KEIN mieser Verräter?“ Niemand will nur tatenlos zusehen müssen, noch nicht einmal im Kino.</p>
<p>Vielleicht kennt auch manch einer selbst das Kopfkino und den Augenblick, in dem man sich denkt: „Warum habe ich nur so ein glückliches, gesundes Leben?“ Von einer Sekunde auf die andere könnte alles vorbei sein. Ein Wimpernschlag und nichts ist wie zuvor. Niemand außer denen, die mich kannten wird dann wissen, dass ich ein glücklicher Mensch war und mich gerne beim Schicksal bedankt hätte.</p>
<p>Das könnte ich doch gut durch die Spende meiner Organe zeigen und so einem anderen Menschen ein problemloseres und angenehmeres Leben ermöglichen, vielleicht sogar ein Leben retten.</p>
<p>Sicher, Schicksal ist Schicksal, werden einige Zyniker denken. Die einen trifft es hart, die anderen weniger. Aber kann ich mit gutem Gewissen meine Organe verschwenden, indem ich sie behalten will, wenn ich sie gar nicht mehr benötige? Zugespitzt grenzt das an passive Sterbehilfe. Die einfache Möglichkeit, die eigenen Organe nach dem Tod jemand anderem zur Verfügung zu stellensollte sich niemand entgehen lassen! Wenn es das Schicksal gut mit mir meint, wird von meinem Organspendeausweis nie Gebrauch gemacht. Falls nicht, kann ich durch meinen Ausweis vielleicht einer Geschichte wie der der beiden unglücklichen Jugendlichen im Kinofilm ein gutes Ende verpassen &#8211; und auch einen anderen Titel.</p>
<hr />
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Nein, findet Michael Müller</strong></p>
<p>Eine Organspende kann ein Leben retten. Dazu müssen wir nichts weiter tun, als ein kleines Kärtchen mit uns herumzutragen. Von der eigentlichen Spende bekommen wir nichts mehr mit und gebrauchen könnten wir die Organe dann ja sowieso nicht mehr. Kann man da überhaupt dagegen sein? Ja, das geht – und zwar ganz ohne skandalträchtige Fälle von Organhandel zu bemühen.</p>
<p>Ungeachtet trendiger Werbekampagnen geht es beim Thema Organspende letztlich um den eigenen Tod. Voraussetzung für Organentnahme ist der Hirntod des Spenders. Selbst wenn wir aus diesem Zustand erwiesenermaßen nicht mehr aufwachen, sind wir noch nicht tot im landläufigen Sinne. Nur deshalb sind wir ja als Spender geeignet. Der Herztod tritt erst mit der Entnahme ein. Wer darüber nachdenkt, Organspender zu werden, stellt sich damit eine der ganz großen Fragen: Wann endet ein menschliches Leben? Aus philosophischen oder religiösen Gründen lässt sich durchaus argumentieren, dass der Hirntod dazu noch nicht ausreicht. Aus dieser Sicht ist ein Organspendeausweis die Einwilligung, sich unter bestimmten Umständen töten zu lassen. Eine so persönliche Entscheidung ist absolut ergebnisoffen. Mit einem Arzt, der sich fragt, ob er gerade entgegen seinem Eid ein Leben beendet hat, möchte man im Übrigen wohl auch nicht tauschen. Ebenso werden die Angehörigen des Spenders in der Organspendedebatte oft vergessen. Mit dem Verlust eines nahen Menschen setzt ein schmerzhafter Trauerprozess ein. Die Logik der Organspende kann dabei unerträglich pragmatisch wirken. Damit kann die Rücksicht auf Angehörige also ein guter Grund sein, sich dagegen zu entscheiden.</p>
<p>Vor allen Dingen betrifft die Frage nach der Organspende die ganz persönliche Freiheit. Egal, wie ich mich entscheide, ich nehme damit das Recht in Anspruch, bis zur letzten Minute über meinen Körper zu entscheiden. Das darf mir auch nicht mit der moralischen Keule genommen werden. So richtig es ist, dass eine Organspende Leben retten kann, so kurzsichtig ist es, jeden als rücksichtslosen Egoisten zu verteufeln, der sich dagegen entscheidet.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/08/sollen-wir-unsere-organe-spenden/">Sollen wir unsere Organe spenden?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Die Welt teilt sich in blau und rosa</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Kiefer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 12 Aug 2015 15:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[biologisches geschlecht]]></category>
		<category><![CDATA[frau]]></category>
		<category><![CDATA[gender]]></category>
		<category><![CDATA[gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[körper]]></category>
		<category><![CDATA[mann]]></category>
		<category><![CDATA[presstige #28]]></category>
		<category><![CDATA[soziales geschlecht]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Kampf der Geschlechter einmal anders Unsere Gesellschaft ist besessen von der Zweiteilung  in männlich und  weiblich:  Das fängt bei den Farben Blau und Rosa für Babystrampler an und endet noch lange nicht bei Chipssorten, die passend für Männer (mit...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/08/die-welt-teilt-sich-in-blau-und-rosa/">Die Welt teilt sich in blau und rosa</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Der Kampf der Geschlechter einmal anders</p>
<figure id="attachment_7546" aria-describedby="caption-attachment-7546" style="width: 580px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/blau_rosa_vorschaukasten.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-7546" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/blau_rosa_vorschaukasten.jpg" alt="Text: Alexandra Kiefer, Katharina Knopf – Illustration: Julia Muhm" width="580" height="270" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/blau_rosa_vorschaukasten.jpg 580w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/blau_rosa_vorschaukasten-400x186.jpg 400w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7546" class="wp-caption-text">Text: Alexandra Kiefer, Katharina Knopf – Illustration: Julia Muhm</figcaption></figure>
<p><strong>Unsere Gesellschaft ist besessen von der Zweiteilung  in männlich und  weiblich:  Das fängt bei den Farben Blau und Rosa für Babystrampler an und endet noch lange nicht bei Chipssorten, die passend für Männer (mit Grillaroma) und Frauen (mit wenig Fett) verkauft werden. Doch ist diese Ordnung am Ende weniger natürlich als menschengemacht?</strong></p>
<hr />
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/blau_rosa_junge.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-7548 alignright" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/blau_rosa_junge.jpg" alt="blau_rosa_junge" width="125" height="618" /></a><br />
Klingt  doch  logisch:  Männer  sind vom Mars und haben ein X- und ein Y-Chromosom, Frauen von der Venus und zwei X-Chromosomen. Es scheint auch selbstverständlich zu sein, dass die Babys mit den doppelten X-Chromosomen später einmal Röcke und Make-up tragen, niemals allein eine öffentliche Toilette besuchen, bei  Titanic  weinen und sowieso immer übertreiben, während ihre männlichen Mitmenschen sich wenig aus Mode machen, lieber Actionthriller sehen und ihre Gefühle nie öffentlich zeigen.</p>
<p>Jeder von uns hat eine bestimmte Vorstellung davon, was typisch weiblich oder typisch männlich ist. Eine Vorstellung, die weit über unsere körperlichen  Merkmale hinausgeht. Im englischen Sprachraum gibt es daher auch für das Geschlecht zwei Begriffe: „sex“ für das biologische, „gender“ für das soziale. Letzteres bezieht sich auf all die Verhaltensweisen, die wir im Alltag für „natürlich“ halten, die aber tatsächlich nur erlernt sind. Warum einige Menschen nicht gut einparken und andere nicht gut zuhören können, dafür gibt es vielfältige Gründe. Genetisch bedingt und damit „natürlich“ ist keiner davon. Auch Kleinkinder haben keine erbliche Vorliebe für die ein oder andere Farbe. Der Junge, der mit rosa Spielsachen nichts zu tun haben möchte, ist nicht etwa mit dem genetischen Material auf die Welt gekommen, das eine Abneigung gegenüber Rosatönen rechtfertigt. Kaum zu glauben: Vor rund hundert Jahren waren die Jungs pretty in pink und die Mädchen trugen blau.</p>
<p><strong>Unsere Videoplaylist für euch exklusiv online zum Heft: Präsentationen, Clips, Werbespots und Kommentare zum Thema, die auf jeden Fall interessant und oft zudem sehr komisch sind. Viel Spaß beim Kucken! </strong></p>
<p><iframe src="https://www.youtube.com/embed/videoseries?list=PL1BG4_e0t5woc_H_I4KXgbaUmtQ6CXZoI" width="560" height="315" frameborder="0" allowfullscreen="allowfullscreen"></iframe></p>
<p style="text-align: left;"><strong>Werbung – für Sie und Ihn</strong></p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/blau_rosa_mädchen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-7547 alignleft" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/blau_rosa_mädchen.jpg" alt="blau_rosa_mädchen" width="138" height="476" /></a>Erlernte Verhaltensweisen sind erst einmal nicht schlimm. Problematisch wird es, wenn uns gesellschaftliche Vorstellungen in etwas hineinpressen, das wir nicht sind. Weibliche Schülerinnen trauen sich beispielsweise in den Naturwissenschaften bei gleichen Noten weniger zu – das zeigt sich später ebenso in der Berufswahl. Ihre männlichen Mitschüler dürfen dafür keine Tränen zeigen, sonst sinkt der soziale Status ins Bodenlose.<br />
Erlernt werden diese Vorstellungen, wie das eine oder das andere Geschlecht sich  zu  verhalten  hat, schon in der Kindheit. Wir dürfen es beim Spielen einüben: Actionhelden für Jungs und Puppen für Mädchen. Wie man richtig damit spielt, zeigt die Werbung. Und auch für die Erwachsenen bietet Werbung zahlreiche Erwartungen an ihr Verhalten. Die heutige Frau macht inzwischen Karriere, während sie sich Vollzeit um die Kinder und ihren Körper kümmert. Der Mann verdient mehr Geld, trinkt Bier, guckt Fußball, baut Häuser und pflegt sich sogar ab und an. Wenn beide dann gemeinsam auf dem Sofa lümmeln, hat jetzt auch jeder seinen eigenen Snack, Chips gibt es ja jetzt auch verpackt in schickem Rosa.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/08/die-welt-teilt-sich-in-blau-und-rosa/">Die Welt teilt sich in blau und rosa</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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