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	<title>Freude Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>Ostern &#8211; das Fest der Hoffnung</title>
		<link>https://presstige.org/2020/04/ostern-das-fest-der-hoffnung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Susanna Kapferer]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 13 Apr 2020 08:44:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[Corona]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Normalerweise ist Ostern die Zeit, in der man mit seinen Verwandten zusammen die Zeit genießt, gemeinsam in die Kirche geht und verschiedenen Bräuchen nachgeht. Doch wegen des Coronavirus ist dieses Jahr alles anders. Was es mit Ostern eigentlich auf sich...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/04/ostern-das-fest-der-hoffnung/">Ostern &#8211; das Fest der Hoffnung</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/04/Ostern-1-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-14264" width="416" height="554" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/04/Ostern-1-768x1024.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/04/Ostern-1-225x300.jpg 225w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/04/Ostern-1-1152x1536.jpg 1152w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/04/Ostern-1-1536x2048.jpg 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/04/Ostern-1-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 416px) 100vw, 416px" /><figcaption><strong>© </strong>Susanna Kapferer</figcaption></figure>



<p>Normalerweise ist Ostern die Zeit, in der man mit seinen Verwandten zusammen die Zeit genießt, gemeinsam in die Kirche geht und verschiedenen Bräuchen nachgeht. Doch wegen des Coronavirus ist dieses Jahr alles anders.</p>



<p>Was es mit Ostern eigentlich auf sich hat und was sich jetzt wegen der Corona-Pandemie ändert, das erfahrt ihr in diesem Artikel.</p>



<p><em>Auch wenn die Ostertage schon vorbei sind, hoffen wir, euch hiermit die Zeit etwas zu verschönern.</em> <img src="https://s.w.org/images/core/emoji/16.0.1/72x72/1f60a.png" alt="😊" class="wp-smiley" style="height: 1em; max-height: 1em;" /></p>



<p style="font-size:-2px"><strong>Warum feiern wir Ostern ?</strong></p>



<p>Ostern ist der höchste Feiertag im Kirchenjahr. Gemeinsam feiern wir die Auferstehung Jesu. Den eigentlichen Ostertagen geht die sogenannte <strong>Karwoche</strong> voraus, die durch den Palmsonntag eingeleitet wird.                              An <strong>Palmsonntag</strong> wird der Einzug Jesu in Jerusalem gefeiert.                                                          <strong>Gründonnerstag </strong> &#8211; ein Tag vor Karfreitag, an dem Jesus am Kreuz starb &#8211;  feierte er gemeinsam mit seinen Jüngern das letzte Abendmahl.                        An <strong>Ostersonntag</strong>, dem dritten Tag nach seinem Tod, feiern wir dann die Auferstehung Jesu. An diesem Tag, so die Bibel, fanden einige Frauen ein leeres Grab vor.                                                                                                                An <strong>Ostermontag</strong> soll Jesus zwei seiner Jünger erschienen sein, die an seiner Auferstehung zweifelten.</p>



<p><strong>Wann feiern wir Ostern ?</strong></p>



<p>Ostern wird jedes Jahr zu einem anderen Zeitpunkt gefeiert. Immer in der Zeit um März/April. Entscheidend für die Berechnung des Datums ist der <strong>erste Vollmond</strong> im Frühling. Der Sonntag NACH dem sogenannten Frühlingsvollmond feiern wir dann Ostern.</p>



<p><strong>Bräuche und Symbole</strong></p>



<p>Wir suchen Osternester im Garten, die der `Osterhase´ versteckt hat, essen gemeinsam Osterlämmer und schenken uns Schokohasen. Das alles sind Bräuche und Symbole, die wir mit Ostern verbinden.</p>



<p>Woher genau der Brauch des <strong>Osterhasen</strong> kommt ist nicht genau geklärt. Möglicherweise ist er ein Zeichen der Fruchtbarkeit und wird wegen der Auferstehung hiermit in Verbindung gebracht.</p>



<p>Auch das <strong>(Oster-) Ei </strong>steht für Fruchtbarkeit. Natürlich gehört für uns (Kinder) dazu, dass die bunt bemalten Ostereier von dem Osterhasen im Garten versteckt werden, um anschließend von uns gefunden zu werden. Dieser Brauch ist der Fastenzeit vor Ostern geschuldet. Im Mittelalter hatte die Kirche das Essen von Hühnereiern verboten. Um sie dennoch essen zu können, wurden die Eier hartgekocht, um länger haltbar zu machen. So konnte man sie problemlos auch noch nach der Fastenzeit verzehren.</p>



<p>Das traditionelle <strong>Osterlamm </strong>ist ein beliebtes Gebäck in Form eines Lammes. Das Lamm ist ein Symbol für Jesus Christus und weist ebenfalls auf die Auferstehung Jesu hin.</p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/04/Osterlamm-768x1024.jpg" alt="" class="wp-image-14265" width="341" height="455" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/04/Osterlamm-768x1024.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/04/Osterlamm-225x300.jpg 225w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/04/Osterlamm-1152x1536.jpg 1152w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/04/Osterlamm-1536x2048.jpg 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/04/Osterlamm-scaled.jpg 1920w" sizes="(max-width: 341px) 100vw, 341px" /><figcaption>© Susanna Kapferer</figcaption></figure>



<p><strong>Ostern in Zeiten von Corona&nbsp;</strong></p>



<p>Die momentane Situation bedeutet für uns Ausgangssperren, Kontakte vermeiden und möglichst oft zuhause bleiben. Das bedeutet allerdings nicht, dass Ostern dieses Jahr komplett ausfällt. Zwar wird es zum diesjährigen Osterfest keine Gartenpartys mit der Familie geben, doch bei Kaffee und Kuchen und schönem Wetter ist es dennoch möglich gemeinsam die Feiertage zu genießen. In unserer heutigen Zeit, in der das Smartphone und Co. unsere dauerhaften Begleiter sind, ist es ein Leichtes, zusammen in Kontakt zu treten und dennoch an unterschiedlichen Orten und somit auf Distanz zu bleiben.</p>



<p>Der Kaffeetisch kann gedeckt werden. Sogar Großeltern nehmen mittels Laptop daran teil. Auch mit euren Freunden könnt ihr euch verabreden, um gemeinsam ein Käffchen zu trinken, das Wetter zu genießen und einfach mal wieder zu plaudern. Natürlich alles nur virtuell !</p>



<p>Auch die Kirche muss in diesen Zeiten improvisieren. Messen werden untersagt und finden somit nicht statt. Allerdings bekommen diejenigen, denen die Kirche zu diesen Festtagen unabkömmlich ist die Möglichkeit, über das Fernsehen an Gottesdiensten, Osterkonzerten (z.B. Passionen zu Karfreitag) und Ähnlichem teilzunehmen.</p>



<p>Nichts desto trotz könnt ihr euren Nachbarn, Verwandten und Freunden eine Freude machen und sie einfach mal überraschen. Packt ihnen doch ein `Osterkörbchen´ zusammen. Statt das wie gewohnt im Garten zu verstecken, könnt ihr es einfach mit einem netten Brief und aufmunterten Worten vor die Türe stellen. Die oben genannten Bräuche und Symbole sind hierfür eine gute Inspiration. Außerdem könnt ihr so auch diverse Schokohasen-Hersteller unterstützen, die aufgrund der Corona-Pandemie in diesem Jahr wohl weitaus weniger Schokohasen und Schokoeier verkaufen werden.&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp; &nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;&nbsp;     </p>



<p>Kleiner Funfact am Rande: In diesem Jahr gibt es so viel Osterpost wie noch nie. Das verzeichnet das Osterpostamt in Ostereistedt.</p>



<p><strong>Wiederauferstehung – ein Zeichen der Hoffnung !</strong></p>



<p>Wie lange genau die Corona-Krise andauern wird und wie sie sich entwickeln wird lässt sich nicht mit 100%iger Sicherheit sagen. Gerade für unsere Großeltern und deren Freunde ist diese Zeit besonders schwierig. Genau in dieser Zeit ist es wichtig, füreinander da zu sein. Zwar daheim allein und weitestgehend isoliert, aber dennoch nicht einsam.</p>



<p>Nutzen wir die Ostertage dafür Hoffnung zu schöpfen und uns auf die Zeit nach der Corona-Pandemie zu freuen, wenn wir wieder voller Lebensfreude gemeinsam zusammensitzen und das Leben in vollen Zügen genießen können. Dann alles wieder in gewohnter Nähe und nicht auf Distanz !</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/04/ostern-das-fest-der-hoffnung/">Ostern &#8211; das Fest der Hoffnung</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Weihnachtsgeschenke, die wirklich glücklich machen</title>
		<link>https://presstige.org/2019/12/weihnachtsgeschenke-die-wirklich-gluecklich-machen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Carla Gospodarek]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Dec 2019 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer kennt es nicht. Es ist wenige Tage vor Heiligabend, man hetzt verzweifelt von Geschäft zu Geschäft und findet einfach kein passendes Weihnachtsgeschenk. Vielleicht ein Buch? Nee, das gab es schon letztes Jahr. Oder wir wär‘s mal wieder mit einem...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wer kennt es nicht. Es ist wenige Tage vor Heiligabend, man hetzt
verzweifelt von Geschäft zu Geschäft und findet einfach kein passendes
Weihnachtsgeschenk. Vielleicht ein Buch? Nee, das gab es schon letztes Jahr.
Oder wir wär‘s mal wieder mit einem paar Socken? Klar, kann man immer
gebrauchen, aber seien wir mal ehrlich – wer von uns hat schon mal Luftsprünge
gemacht oder ein paar Freudentränchen verdrückt, weil er sein dreißigstes Paar
schwarzer Strümpfe bekommen hat? Ich glaube keiner. Deshalb wollen wir euch hier
drei Geschenkideen präsentieren, mit denen ihr euren Liebsten an Weihnachten ganz
bestimmt ein honigkuchenpferdmäßiges Grinsen aufs Gesicht zaubern könnt. &nbsp;</p>



<p><strong>Nächstenliebe Hallo &#8211; Das Gute Geschenk</strong></p>



<p>Ein Geschenk muss nicht immer etwas sein, wodurch der
Beschenkte reicher an Besitz oder Eigentum wird. Weihnachten ist das Fest der
Liebe – warum also nicht auch mal was fürs Karmakonto tun? Die
Hilfsorganisation „World Vision“ hat sich etwas ganz besonderes überlegt, um
Menschen in Not zu helfen. Online oder im Katalog ist das sogenannte „Gute
Geschenk“ bestellbar, das an Bedürftige in der ganzen Welt weitergegeben wird –
wählen lässt sich dabei zwischen vielen verschiedenen Dingen. So kann man z.B.
einer armen Familie in Bolivien eine Hühnerfamilie schenken, von dessen Eiern
sie sich ernähren kann. Oder aber man erwirbt Schulmaterialien für arme Kinder,
Moskitonetze oder sogar ganze Hütten, um denen zu helfen, die sich selbst nicht
helfen können. Nach dem Kauf wird eine Urkunde ausgestellt, die man dann
personalisieren und an jemanden verschenken kann. Derjenige wird dann also
praktisch mit einer Spende beschenkt, die in seinem Namen durchgeführt wurde.
World Vision garantiert dabei, dass die Geschenke auch tatsächlich bei den hilfsbedürftigen
Kindern und Familien ankommen.</p>



<p><strong>Zeit, Zeit und nochmal Zeit</strong></p>



<p>Man lebt nur einmal – ist nicht schön, aber es ist so. Tag
für Tag verstreicht, Jahr für Jahr zieht ins Land und jeder ist so ziemlich nur
mit sich selbst beschäftigt. Wir starren in unsere Smartphones, hetzen durch den
Alltag und auch die Besuche zu Hause werden immer seltener und von Mal zu Mal
kürzer. Deshalb wird es höchste Zeit, endlich was daran zu ändern! Macht eure Herzensmenschen
glücklich und schenkt ihnen gemeinsame Zeit mit euch! Ob ein selbstgekochtes
Essen, ein Ausflug in die Berge, ein Wellnesswochenende oder der Besuch eines
Konzertes oder eines Fußballspiels. Egal was es ist – jeder Mensch freut sich
riesig darüber, Zeit mit den Menschen verbringen zu können, die ihnen im Leben wichtig
sind. Schließlich ist es das, was am Ende bleibt und am meisten zusammenschweißt
– Erinnerungen, die gemeinsam geschaffen wurden.</p>



<p><strong>DIY – Do it yourself</strong></p>



<p>Kaufen kann jeder. Wieso also nicht mal die Bastelschere oder den schönen Füller auspacken und etwas ganz Eigenes erschaffen? Selbstgemachte Kerzen, ein individuelles Kochbuch oder ein handgeschriebener Brief drücken so viel mehr aus als ein zufällig getätigter Buchkauf. Klar, zum kreativ werden muss man immer ein paar Gehirnzellen aktivieren, aber wenn man jemanden wirklich glücklich machen will, ist auch das zu schaffen. Macht euch schöne Musik oder ein Hörspiel an und lasst eurer Kreativität freien Lauf! Und auch wenn das Endergebnis nicht perfekt ist (darum geht es bei der ganzen Sache nicht) – Mama, Opa oder euer bester Freund werden sicherlich zu schätzen wissen, welche Mühe ihr euch gemacht habt, um ihnen passend zum Fest der Liebe auch ein kleines Stückchen von eurer Liebe zu schenken. </p>
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		<title>Ode an die Freude</title>
		<link>https://presstige.org/2019/12/ode-an-die-freude/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Justin Lautenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 09 Dec 2019 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[buch]]></category>
		<category><![CDATA[Bücher]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Duck]]></category>
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		<category><![CDATA[Taschenbuch]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die alten Griechen kannten es, ebenso die alten Römer und Ägypter. Im Mittelalter erlernten vor allem Adelige, Reiche und Geistliche diese Fähigkeit. Sie ermöglicht Austausch, Kommunikation und kann zu großartigen Dingen wie Frieden, aber auch zu schrecklichen Ereignissen wie Krieg führen. Wer sie nicht beherrscht ist abhängig von anderen. Trotzdem gibt es erschreckend viele Menschen, die sich ohne sie durchs Leben schlagen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/12/ode-an-die-freude/">Ode an die Freude</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Die alten Griechen
kannten es, ebenso die alten Römer und Ägypter. Im Mittelalter
erlernten vor allem Adelige, Reiche und Geistliche diese Fähigkeit.
Sie ermöglicht Austausch, Kommunikation und kann zu großartigen
Dingen wie Frieden, aber auch zu schrecklichen Ereignissen wie Krieg
führen. Wer sie nicht beherrscht ist abhängig von anderen. Trotzdem
gibt es erschreckend viele Menschen, die sich ohne sie durchs Leben
schlagen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="alignright size-large is-resized"><img decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/IMG_20191208_184546-922x1024.png" alt="" class="wp-image-12446" width="344" height="382" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/IMG_20191208_184546-922x1024.png 922w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/IMG_20191208_184546-360x400.png 360w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/IMG_20191208_184546-768x853.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/12/IMG_20191208_184546.png 1080w" sizes="(max-width: 344px) 100vw, 344px" /><figcaption>© Fabienne Dorsch</figcaption></figure></div>



<p>Zugegeben, das
Ganze hört sich geheimnisvoll an, fast wie aus einem Märchen und
aus vergangener Zeit. Die Rede ist
aber von etwas so Ordinären, etwas, was heute schon kleine Kinder in
der Grundschule mühsam erlernen. Wer es hier nicht regelmäßig
trainiert, wird gefördert, zur Verbesserung ermutigt, angehalten
nicht aufzugeben. Schlägt das Erlernen der Fähigkeit in diesen
ersten Jahren fehl, wird es schwierig diese Defizite später wieder
auszugleichen. Hier bewährt sich das alte Sprichwort: „Des einen
Freud ist des anderen Leid“. Auf keine andere menschliche Fähigkeit
passt dieses Sprichwort so gut wie auf diese. Sie ist uns
allen wohl bekannt und du wendest sie auch gerade an: Die Rede ist
vom Lesen.</p>



<p>Die Meinungen zum
Lesen könnten unterschiedlicher nicht sein. Dem einen schießt
sofort „langweilig“ in den Kopf, dem anderen ist es zu
altmodisch, zu langwierig. Wofür gibt es sonst Fernsehen, YouTube
und Co? Diese Positionen sind nur zu verständlich. Wer Jahr um Jahr
von Eltern und Lehrern zum Lesen genötigt wird, verliert irgendwann
die Lust daran . Vor allem alte Texte von Schiller, Goethe oder noch
schlimmer Sophokles kommen den leidgeplagten Schülern da in den
Sinn. 
</p>



<p>Und dann gibt es
noch andere Leute, Leute wie mich. Diese Leute schätzen einen guten
Krimi sehr. Oder einen guten historischen Roman. Oder alles andere
mit Buchstaben was auf Papier gedruckt worden ist (wobei ich hier für
mich die Werke von Sophokles ausklammere).</p>



<p>Für
diese Leute spreche ich, wenn ich sage: Lesen kann eine Sucht sein.
Ähnlich wie Schokolade, Rauchen oder Netflix. Diese Beispiele wirken
freilich wie wild aus der Luft gegriffen, aber wenn wir uns das Lesen
näher anschauen, können wir eindeutig Parallelen zu anderen
Tätigkeiten finden. 
</p>



<p>Nehmen
wir Netflix. Wer kennt es nicht? Samstagmittag, Samstagabend,
Samstagnacht – ach es kann auch unter der Woche sein:
Binge-Watching ist angesagt. Wir alle waren sicherlich schon einmal
so von einer Serie gepackt, dass wir immer weiter schauen wollten.
Nur noch eine Folge – nur noch bis zum Staffelende – die größten
Lügen, die sich Netflixnutzer selbst erzählen. Aber die Story der
Protagonisten in unseren Serien packt uns einfach, wir wollen wissen,
wie es weitergeht. Wird Jasons Mörder geschnappt? Darf Sabrina ihre
Freunde nie wiedersehen? Und was soll diese On-Off-Beziehung zwischen
Penny und Lennard?</p>



<p>Was
viele nicht wissen: Lesen kann genau den selben Effekt auf euch
haben. Wenn ein Roman wirklich gut geschrieben ist, kann er dich
schon nach den ersten Seiten packen. Manche Bücher müssen erst
Spannung aufbauen, andere verlieren an Spannung, finden sie wieder
und überraschen dich mit einem Ende, das du niemals erwartet
hättest. Ganz genau wie eine Serie.</p>



<p>Natürlich
ist es nicht ganz dasselbe. Zum Lesen musst du deine Fantasie
gebrauchen. Kein stumpfes Binge-Watching, bei dem du die bewegten
Bilder einfach willig auf deinen Kopf einprasseln lässt. Du musst
dir vorstellen, wie der Protagonist deines Romans aussieht. Deiner
Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Groß, klein, dick, dünn, mit
oder ohne Buckel. All das bleibt ganz dir überlassen. Natürlich
vorausgesetzt der Autor überlässt dir genug Interpretations- und
Vorstellungsraum, allerdings beschreiben die wenigsten Verfasser ihre
Charaktere innerlich und äußerlich bis ins kleinste Detail.</p>



<p>Ein
weiterer Vorteil: Du hast viel mehr von deinem Buch. Dieser Punkt ist
so offensichtlich, dass er angesprochen werden muss. Deine
Serienepisode ist begrenzt, meist auf 20, 30 oder 45 Minuten. Dein
Buch allerdings passt sich ganz dir an. Du kannst schnell lesen, du
kannst langsam lesen, du kannst nochmal zurückblättern und
nachschauen, was dir gerade entfallen ist. Und wenn du nicht aufpasst
sind eine, zwei oder sogar noch mehr Stunden schneller vorbei, als du
schauen kannst. Auch hier taucht wieder die große Lüge auf: Ich
lese nur noch die paar Seiten, nur noch bis zum Kapitelende! Wie geht
es weiter mit Matthew Shardlake? Wer war der Mörder vom kleinen
Ralph? Ist Elisabeth wirklich geistesgestört oder spielt sie allen
nur etwas vor? Fragen über Fragen.</p>



<p class="has-text-align-left">Nebenbei
kannst du auch noch deine Grammatik verbessern, deinen Wortschatz
ausbauen und hast damit auch im Studium nur Vorteile. Eine meiner
eindrücklichsten Erfahrungen: ich sitze in der 13. Klasse FOS im
Deutschunterricht. Wir lesen einen uralten Text. Darin das Wort
Kleinod. Der Lehrer fragt, was das bedeutet. Ich schaue mich um,
keiner meldet sich. Ich hebe die Hand und beantworte die Frage. Du
wirst dich jetzt fragen, warum ich dir diese Geschichte erzähle,
will ich nur angeben wie schlau ich bin? Aber jetzt kommt der
Plottwist. Ich kenne diesen Begriff nicht, weil ich hobbymäßig
Gedichte aus dem Mittelalter lese und alle Texte von Goethe und
Schiller auswendig kann. Ich kenne das Wort aus einem Comic, welches
ich früher regelmäßig gelesen habe. Was ich damit sagen möchte
ist folgendes: 
</p>



<p>Es
ist egal was du liest. Es ist egal wo du liest und es ist egal wie
oft du liest. Die Hauptsache ist, dass du liest. Und wer weiß,
vielleicht profitierst du einmal von Donald Duck und einer Ausgabe
des Lustigen Taschenbuchs, weil du in deiner Klausur das Wort
„Kleinod“ kennst.</p>
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