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	<title>karriere Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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	<title>karriere Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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		<title>Side-Hustle : Dropshipping</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Elena Kovacevic]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 23 May 2023 12:17:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freiraum]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ist es den Hype wirklich wert? Jeder Studierende kennt die Situation: Man sucht auf einem Jobbörsenportal&#160; wie StepStone, Indeed und Co. vergeblich nach einer Möglichkeit,&#160; mit wenig Aufwand möglichst viel Geld zu verdienen. Doch auf die aufgelisteten Jobs wie Nachhilfelehrer:in,...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Ist es den Hype wirklich wert?</h2>
<p style="font-weight: 400;">Jeder Studierende kennt die Situation: Man sucht auf einem Jobbörsenportal&nbsp; wie StepStone, Indeed und Co. vergeblich nach einer Möglichkeit,&nbsp; mit wenig Aufwand möglichst viel Geld zu verdienen. Doch auf die aufgelisteten Jobs wie Nachhilfelehrer:in, Servicekraft in der Gastronomie oder Verkäufer:in hat man&nbsp; meist keine Lust. Späte Schichten, nervige Kollegen und oft wird nur der Mindestlohn bezahlt.&nbsp;</p>
<p style="font-weight: 400;">Warum also nicht einfach selbständig machen?&nbsp;Und da kommt die Lösung &#8211; von manchen Influencern in den sozialen Medien sogar als &#8220;Erlösung&#8221; bezeichnet &#8211; namens Dropshipping.</p>
<figure>
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<h2>Was ist Dropshipping?</h2>
<p style="font-weight: 400;">Ganz einfach gesagt: Es ist eine Methode, um ein E-Commerce-Geschäft ohne Inventar aufzubauen. &nbsp;Hier die einzelnen Schritte erklärt:</p>
<ol style="font-weight: 400;">
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1">Man sucht nach einem bereits existierenden Produkt, das so schon auf dem Markt erhältlich ist.</li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1">Ein Onlineshop wird eingerichtet, oft mithilfe von Anbietern wie Shopify.</li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1">Das Produkt wird beworben und zu einem höheren Preis angeboten.</li>
<li style="font-weight: 400;" aria-level="1">Sobald ein Kunde das Produkt über deinen Shop kauft, bestellst du es beim ursprünglichen Verkäufer und lässt es direkt an den Kunden versenden.</li>
</ol>
<h2>Vorteile</h2>
<p style="font-weight: 400;">Doch ist das wirklich so einfach, wie es scheint? Presstige hat sich den Hype Dropshipping genauer angeschaut.&nbsp;</p>
<p style="font-weight: 400;">Warum Dropshipping so beliebt ist? Abgesehen davon, dass man sein eigener Chef ist und die Arbeit bequem von zuhause erledigen kann, benötigt man kein Inventar. Das bedeutet, man muss sich nicht um die Lagerung und Logistik der Produkte kümmern. Dadurch entstehen weniger Kosten. Auch die Startkosten sind relativ niedrig, da nur für die Produkte bezahlt wird, die tatsächlich verkauft werden.</p>
<h2>Nachteile</h2>
<p style="font-weight: 400;">Allerdings gibt es auch einige Nachteile beim Dropshipping. Einer der größten ist, dass man als Verkäufer:in wenig Kontrolle über den Versandprozess und die Qualität der Produkte hat. Beim Dropshipping verlässt man sich auf seine Lieferanten, um die Waren pünktlich und in einwandfreiem Zustand zu liefern. Wenn der&nbsp; Lieferant jedoch einen Fehler macht, kann dies zu unzufriedenen Kund:innen und negativen Bewertungen führen.</p>
<p>Außerdem hat man beim Dropshipping nur einen geringeren Gewinn pro verkauftem&nbsp; Produkt. Man muss in der Regel höhere Einzelhandelspreise als die der Konkurrenten verlangen, um die Gewinnspanne zu erhöhen. Das kann dazu führen, dass man weniger wettbewerbsfähig ist. Zudem&nbsp; dauert es in der Regel eine Weile, bis man mit Dropshipping signifikante Gewinne erzielt, und es erfordert viel Arbeit und Geduld.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Werbungskosten können hoch sein, und man benötigt Marketing-Know-how, um eine erfolgreiche Werbekampagne zu starten. Außerdem muss steuerrechtlich alles beachtet werden und falls man ins Ausland liefert, sind die jeweiligen Gesetze und Regelungen einzuhalten.&nbsp;Es gibt viele Faktoren zu beachten, und man muss sicherstellen, dass man ein Produkt anbietet, das in der Nachfrage ist und wettbewerbsfähige Preise hat, um erfolgreich zu sein.&nbsp;</p>
<p style="font-weight: 400;">Dropshipping ist zwar eine verlockende Möglichkeit für Studierende zusätzliches Einkommen zu verdienen, aber davon wird man nicht schnell reich.&nbsp; Auch, wenn es die&nbsp; sozialen Medien suggerieren.&nbsp; Man muss viel Zeit und Arbeit investieren, um erfolgreich zu sein, weshalb man sich lieber gut überlegen sollte, ob man es wirklich der perfekte Nebenjob für einen ist.</p>
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		<title>Nicht nur die Big Four – Interview mit der studentischen Unternehmensberatung JMS aus Augsburg</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lea Schubert]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 17 Jun 2020 07:45:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[stadtnah]]></category>
		<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
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		<category><![CDATA[Beratung]]></category>
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		<category><![CDATA[karriere]]></category>
		<category><![CDATA[Praxis]]></category>
		<category><![CDATA[sozial]]></category>
		<category><![CDATA[Studierende]]></category>
		<category><![CDATA[uni augsburg]]></category>
		<category><![CDATA[Unternehmensberatung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>JMS bietet Unternehmen eine kostengünstigere Beratungsalternative und gleichzeitig seinen Mitgliedern wichtige Praxiserfahrung für die spätere Arbeitswelt.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/06/nicht-nur-die-big-four-interview-mit-der-studentischen-unternehmensberatung-jms-aus-augsburg/">Nicht nur die Big Four – Interview mit der studentischen Unternehmensberatung JMS aus Augsburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p class="has-drop-cap">Unternehmensberatung –&nbsp;der Begriff wird oft mit 80-Stunden-Wochen, übersteigertem Ehrgeiz&nbsp;und großen Konzernen assoziiert. Dieses Klischee&nbsp;muss aber&nbsp;nicht zutreffen, denn&nbsp;es sehen weiterhin viele junge Menschen ihre zukünftige Karriere in einer Beratung. Neben&nbsp;Ernst &amp; Young, PwC&nbsp;und Co. gibt es kleinere Beratungen, sogar an der Uni Augsburg. Die studentische Unternehmensberatung JMS wurde in Augsburg 1990 gegründet.&nbsp;Ursprünglich wurde das Konzept universitärer, unkonventioneller&nbsp;Unternehmensberatungen&nbsp;1967 in Frankreich initiiert.&nbsp;JMS bietet&nbsp;Unternehmen eine&nbsp;kostengünstigere&nbsp;Beratungsalternative und gleichzeitig seinen Mitgliedern wichtige Praxiserfahrung für die spätere Arbeitswelt. Des Weiteren unterstützt die studentische Beratung soziale Einrichtungen. <strong>Paul&nbsp;Schynoll</strong>,&nbsp;1. Vorsitzender und Vorstand für Öffentlichkeitsarbeit, gibt uns einen Einblick in die Beratungsarbeit,&nbsp;karikative&nbsp;Projekte und die Auswirkungen der Corona-Krise.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Beitragsbild_JMS-1024x576.jpg" alt="" class="wp-image-14769" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Beitragsbild_JMS-1024x576.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Beitragsbild_JMS-300x169.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Beitragsbild_JMS-768x432.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Beitragsbild_JMS-1536x864.jpg 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/06/Beitragsbild_JMS-2048x1152.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>©JMS</figcaption></figure>



<p><strong>Presstige:</strong>&nbsp;Ihr seid eine studentische Unternehmensberatung hier in Augsburg. Was macht JMS genau?&nbsp;</p>



<p><strong>Paul</strong>:&nbsp;JMS Augsburg&nbsp;berät Unternehmen in der Region.&nbsp;Das kann man sich wie konventionelle Unternehmensberatung vorstellen: Beratung im Prozessmanagement, Prozessmodellierung, strategische Beratung oder auch Search Engine Marketing für die Online-Präsenz von Unternehmen kleiner&nbsp;bis mittlerer Größe. Nebenher bilden wir Studierende der Uni Augsburg durch Schulungen in den Bereichen, in denen wir Unternehmen auch beraten, weiter. Zusammengefasst liegt also der Fokus auf drei Bereichen: Analysen und Umfragen, Digitalisierung und Prozessmanagement.&nbsp;</p>



<p><strong>Presstige:</strong>&nbsp;Klischeehaft&nbsp;stellt man sich so eine Beratung nur mit&nbsp;BWL-Studierenden&nbsp;vor. Ist das denn auch der Fall?&nbsp;</p>



<p><strong>Paul</strong>:&nbsp;Ein großer Teil bei uns sind BWLer,&nbsp;ungefähr&nbsp;50 Prozent sogar. Insgesamt sind bei uns aber über 15 verschiedene Studiengänge vertreten. Tatsächlich sind die Sozialwissenschaften relativ weit vorne, was man am Anfang gar nicht vermutet. Wir haben BWLer, Sozialwissenschaftler, Wirtschaftsinformatiker, Informatiker. Eigentlich gibt es keinen Studiengang, der per se nicht vertreten ist. Diese bunte Mischung macht unter anderem auch die Attraktivität&nbsp;von&nbsp;JMS aus.&nbsp;</p>



<p><strong>Presstige:</strong>&nbsp;Die studentischen Berater*innen werden von euch sechs Monate,&nbsp;in drei Kompetenz-Centern ausgebildet.&nbsp;Wie sieht diese Ausbildung aus und gibt es spezifische Aufnahmebedingungen?&nbsp;</p>



<p><strong>Paul:</strong>&nbsp;Ja. Jeder sogenannte Junior&nbsp;führt ein Junior-Projekt&nbsp;aus einem der verschiedenen Bereiche durch: Da der Qualitätsstandard gehalten werden soll, kann nicht jeder Junior&nbsp;an einem bezahlten&nbsp;Projekt mit einem Unternehmen arbeiten. Deshalb gibt es interne Projekte zur&nbsp;Weiterbildung, beispielsweise Website-Optimierung oder Prozessmodellierung. Außerdem machen wir&nbsp;soziale&nbsp;Projekte, die ebenfalls für Juniors möglich sind, da der Haftungsausschluss bei unbezahlten Projekten greift.&nbsp;Insgesamt muss das Junior-Projekt mindestens fünf&nbsp;Beratertage, sprich 40 Stunden insgesamt, beinhalten. Des Weiteren sollte ein Junior einen Katalog aus acht&nbsp;Pflichtschulungen besuchen, zum Beispiel&nbsp;Internes wie&nbsp;die&nbsp;Vereinsorganisation oder auf&nbsp;Soft&nbsp;Skill&nbsp;Gerichtetes wie Präsentationstechniken, um richtig vor dem Kunden auftreten zu können.&nbsp;</p>



<p><strong>Presstige</strong>:&nbsp;Ihr unterstützt&nbsp;in Form eines&nbsp;<em>Probono-Projekts</em>&nbsp;(gemeinnützige, unentgeltliche Beratung) soziale und regionale Einrichtungen. Wie werden diese Einrichtungen ausgewählt&nbsp;beziehungsweise&nbsp;wie wählen sie euch aus?&nbsp;&nbsp;</p>



<p><strong>Paul:</strong>&nbsp;Die letzten drei Jahre haben wir eine sehr breite Akquise-Phase gestartet: Zunächst haben wir&nbsp;nach regionalen Sozialangeboten in Augsburg recherchiert&nbsp;und im Anschluss Kriterien festgelegt, welche Organisationen in Frage kommen. Dieser Kriterienkatalog beinhaltet beispielsweise die Hilfsbedürftigkeit.&nbsp;Große Organisationen wie das Bayerische Rote Kreuz machen sich zwar gut in der Vermarktung, allerdings ist es deutlich charmanter eine kleinere Organisation zu unterstützen, die auf die Hilfe angewiesen ist.&nbsp;Nach einem ersten E-Mail-Kontakt&nbsp;fanden drei Erstgespräche statt, wo wir uns mit den&nbsp;Vereinen über die Projektidee&nbsp;unterhalten und&nbsp;abgewägt&nbsp;haben, ob diese&nbsp;in unserem Kompetenzbereich liegen. Nach diesem doch recht langen Auswahlprozess sind wir schließlich zum Deutschen Kinderschutzbund Kreisverband Augsburg e.V. gekommen. Übrigens: Dieses Jahr wird es sogar ein zweites&nbsp;Probono-Projekt geben, da es sich in der momentanen Situation anbietet und wir schon auf bestehende Kontakte zurückgreifen konnten.&nbsp;</p>



<p><strong>Presstige:</strong>&nbsp;Und wie wird dieses unbezahlte&nbsp;Probono-Projekt finanziert?&nbsp;</p>



<p><strong>Paul:</strong>&nbsp;Das ist generell die Beratungsleistung, sprich die geistige Arbeit,&nbsp;die uns&nbsp;lediglich Zeit kostet. Die Finanzierung ist quasi&nbsp;die mediale Präsenz. Wir sprechen also Medienpartner an und sind für die Öffentlichkeitsarbeit des Projekts verantwortlich: Das ist PR sowohl für uns aber vor allem auch für den Kinderschutzbund. Wichtig ist uns&nbsp;besonders&nbsp;der soziale Gedanke, um der Region etwas zurückgeben zu können. Wir&nbsp;selbst&nbsp;als Verein finanzieren uns über andere Projekte mit Augsburger Unternehmen.&nbsp;&nbsp;</p>



<p><strong>Presstige:</strong>&nbsp;&nbsp;Wie sieht die Arbeit des Deutschen Kinderschutzbund e.V. denn aus?&nbsp;</p>



<p><strong>Paul:&nbsp;</strong>Der Verein ist eine Dachorganisation für eine Vielzahl an Projekten, wie&nbsp;beispielsweise&nbsp;Stadtteilmütter-Gruppen in verschiedenen Sprachen, die an Familien, die noch nicht den Anschluss in Deutschland gefunden haben, vermittelt werden. Insgesamt sind acht Projekte unter diesem Träger,&nbsp;wie die Betreuung für Kleinkinder oder&nbsp;ein Spielmobil, mit dem&nbsp;der Verein&nbsp;durch Augsburg&nbsp;fährt&nbsp;und&nbsp;Kindern&nbsp;in sozial benachteiligten Vierteln&nbsp;die Möglichkeit bietet,&nbsp;Spielzeug auszuprobieren.&nbsp;Im Fokus der Vereinsarbeit&nbsp;stehen&nbsp;die Ausbildung von Tagesmüttern sowie&nbsp;deren Vermittlung an berufstätige Eltern.&nbsp;</p>



<p><strong>Presstige:</strong>&nbsp;Du hast bereits über die Projekt- und Öffentlichkeitsarbeit&nbsp;für den Kinderschutzbund&nbsp;gesprochen. Natürlich ist jetzt aber die Frage, wie sich die&nbsp;Beratung&nbsp;durch die Corona-Krise verändert hat?&nbsp;</p>



<p><strong>Paul:</strong>&nbsp;Beim JMS war auf Projektbasis ein Fernsehbeitrag geplant, was jetzt natürlich sehr schwierig ist. Das Projekt ist beendet, wir haben noch kein gemeinsames Bild zur Vermarktung, sondern momentan nur die Geschichte. Da wir uns in Präsenz nicht treffen können, ist das wirklich sehr schade. Ein Fernsehbeitrag muss natürlich&nbsp;gedreht werden, was einfach&nbsp;nicht möglich ist. Das heißt also, dass die Situation auch die Öffentlichkeitsarbeit sehr eingeschränkt hat.&nbsp;</p>



<p><strong>Presstige:</strong>&nbsp;Was ist das zweite&nbsp;Probono-Projekt dieses Jahr?&nbsp;</p>



<p><strong>Paul:</strong>&nbsp;Da kann ich&nbsp;gar nicht so viel spoilern! Vermutlich fängt das Projekt in den kommenden zwei bis drei Wochen an. Wir haben uns allerdings&nbsp;noch nicht entschieden, mit welcher&nbsp;Organisation wir arbeiten möchten. Wir gehen aber nochmal ein paar Kontakte in der Region an.&nbsp;</p>



<p><strong>Presstige:</strong>&nbsp;Abschließend: Wie blickt ihr als studentische Unternehmensberatung&nbsp;in der aktuellen Situation in die Zukunft?&nbsp;</p>



<p><strong>Paul:</strong>&nbsp;Ja, mit dieser Frage beschäftigen wir uns momentan sehr viel. Denn die Projektlage ist momentan extrem schwierig. Die Unternehmen sehen zu, dass sie ihre eigenen Leute wieder in Vollzeit zurück ins Unternehmen bekommen. Unabhängig von der studentischen Beratung sind auch konventionelle Unternehmensberatungen die&nbsp;Ersten, die leider abgesetzt werden. Aus diesem Grund initiieren wir&nbsp;zum Beispiel&nbsp;nochmal ein soziales Projekt, da&nbsp;wir so unserer Leidenschaft nachgehen können und das zu einem Punkt, wo wir zwar keinen monetären Anteil, aber eben den sozialen Gedanken verwirklichen können. Außerdem bleibt die Weiterbildung von neuen Mitgliedern wichtig sowie&nbsp;die mediale Präsenz.&nbsp;Auch&nbsp;auf Netzwerkveranstaltungen&nbsp;möchten wir&nbsp;gehen, um zu sagen: Wir sind da, wir können mit der Krise umgehen und weiter Projekte durchführen. Wenn in zwei, drei Monaten die Situation&nbsp;hoffentlich anders aussieht, möchten wir auf diese Weise wieder in eine gute Projektlage kommen.&nbsp;<em>Das ist also unser Fokus für die nächsten Monate.&nbsp;</em></p>
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		<title>Xing – Big Data oder ernsthafter Berufsvermittler?</title>
		<link>https://presstige.org/2014/01/xing-big-data-oder-ernsthafter-berufsvermittler/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Natalia Sander]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 17 Jan 2014 17:11:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
		<category><![CDATA[Job]]></category>
		<category><![CDATA[karriere]]></category>
		<category><![CDATA[soziale_netzwerke]]></category>
		<category><![CDATA[xing]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Ein Selbstversuch Text: Katharina Pfadenhauer, Illustrationen: Natalia Sanderson Schon klar, die Arbeitswelt wird immer bunter, verzweigter und individueller. Dem sollte man gerecht werden. So betont es zumindest Xing-Vorstandschef Thomas Vollmoeller regelmäßig. Man tut gut daran, die eigenen Präferenzen, Referenzen und...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Ein Selbstversuch</h2>
<p><img decoding="async" class="wp-image-1889" style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;" alt="Illu_Xing" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu_Xing.png" width="1200" height="600" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu_Xing.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu_Xing-400x200.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu_Xing-1024x512.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></p>
<h5 style="text-align: center;"><strong>Text: Katharina Pfadenhauer, Illustrationen: Natalia Sanderson</strong></h5>
<p>Schon klar, die Arbeitswelt wird immer bunter, verzweigter und individueller. Dem sollte man gerecht werden. So betont es zumindest <a title="Xing" href="https://www.xing.com" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Xing</a>-Vorstandschef Thomas Vollmoeller regelmäßig. Man tut gut daran, die eigenen Präferenzen, Referenzen und sein Können in den Vordergrund zu rücken. Auf sich aufmerksam zu machen, in dieser riesigen Flut von Durchstartern, Berufsanfängern, Konkurrenten und Bewerbern. Ich kenne dieses Prinzip &#8211; oder sollte ich, die ich mich mit bestem Wissen und Gewissen zur Generation Praktikum zähle, vielleicht eher sagen: Ich kenne unser Dilemma?!Damit meine ich unseren Frust, immer mehr und gleichzeitig neben dem Studium leisten zu müssen, um die Karriereleiter mühselig, Sprosse um Sprosse, empor zu klimmen. Wir, das ist eine Schwemme junger Leute mit guter Ausbildung, Berufserfahrung durch zum Teil unbezahlte Praktika und Zusatzreferenzen, die nach Jobs suchen und dabei versuchen, sich gegenseitig zu übertrumpfen.</p>
<p>Aber muss es so weit gehen, dass dieses „sich beruflich in Szene setzen“ virtuell stattfindet, für jeden sichtbar? Und wenn ja &#8211; klappt das überhaupt? Nach dem Motto irgendwann wird man entdeckt und bekommt den Job aller Jobs angeboten, nachdem sich Personaler prospektartig im Internet durch unsere Profile geklickt haben. Ich habe meine Zweifel und bisher auch nicht besonders viel davon gehalten. Dennoch starte ich den Selbsttest, vielleicht wird er mich überraschen.</p>
<p>Xing als soziales Netzwerk ist immerhin international, also in 16 Sprachen verfügbar, darunter Chinesisch, Japanisch und Polnisch. Es sollte also beruflich nicht an einer weltweiten Vernetzung und Internationalität scheitern. Und ob mehr als 14 Millionen Mitglieder so falsch liegen können? Schließlich richtet sich das 2003 gegründete Xing im Gegensatz zu anderen virtuellen Communitys explizit an Menschen, die berufliche Kontakte pflegen wollen &#8211; und bietet damit einen Mehrwert für jeden. Oder nicht?</p>
<h3><b>Profil anlegen: Showlaufen der Karrieristen</b></h3>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu2_Xing.png"><img decoding="async" class="wp-image-1891" alt="Illu2_Xing" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu2_Xing.png" width="1200" height="450" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu2_Xing.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu2_Xing-400x150.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu2_Xing-1024x384.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<p>Die ersten Schritte sind schnell gemacht. E-Mail-Adresse und Passwort eingeben, anmelden und los geht’s &#8211; mein eigenes Profil anlegen. Anfangs macht es tatsächlich Spaß am eigenen Lebenslauf herumzufeilen, ihn aufzuhübschen. Fein säuberlich liste ich mein bisheriges berufliches und ausbildungstechnisches Leben auf: Praktika, Arbeitserfahrung, Studienabschluss &#8211; um am Ende auf einen konsistenten, schönen und bunten Werdegang zu blicken. &#8230;weil Xing ihn als gelben Strahl mit verschieden großen Kreisen, die meine Berufserfahrungen monatsgenau symbolisieren, präsentiert. Sieht toll aus, denke ich mir, und so übersichtlich. Das ist ein bisschen wie „Einkaufsladen spielen“ für Erwachsene: Seine eigenen Produkte in die Auslage stellen und warten bis einer von den Großen zulangt.</p>
<p>Aber schon beim zweiten Hinschauen und einigen Stalking-Besuchen später kommt die Ernüchterung: So sehr hebt sich mein Profil wirklich nicht von der „Konkurrenz“ ab, eher 0-8-15. Aber es gibt ja noch Felder wie „eigene Interessen“, „ich biete“ oder „ich suche“, in die man kreative Dinge schreiben kann &#8211; naja, morgen vielleicht.</p>
<h3><b>Sammelbecken polierter Profile und konzerndienlicher Daten</b></h3>
<p>Ich klicke zurück auf meine Startseite, um zu sehen, ob sich irgendwas getan hat. Hat mich jemand angeklickt oder hat mir gar irgendein Lokalchef einer Tageszeitung geschrieben? Nein, gähnende Leere. Aber dafür spicht Xing jetzt höchstpersönlich zu mir: „Ihr Profil wurde nicht aufgerufen &#8211; mit einem aktuellen und vollständigen Profil machen Sie auf sich aufmerksam.“</p>
<blockquote><p><strong>Schwerpunkt: Internet</strong></p>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="37%" />
<col width="63%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" alt="" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Themenwoche-Bild_Kasten.png" /></td>
<td>Auch wenn wir es mit der NSA und anderen Datensammlern teilen müssen: Das Internet bleibt unser Zuhause. Wir essen und schlafen vorläufig noch analog, aber sonst findet unser Leben zunehmend im Netz statt. Darum widmet die presstige-Redaktion dem Internet einen Schwerpunkt. Alle bisher erschienenen Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/internet/">sind hier gesammelt</a>.</td>
</tr>
</tbody>
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</blockquote>
<p>Herzlichen Dank! Ich bekomme das Gefühl, regelrecht zur Selbstdarstellung gezwungen zu werden und schaue noch einmal über mein Profil. Unter einem eigenen Reiter könnte ich sogar noch Bilder und Texte zur Selbstbeschreibung einfügen oder Bewerbungsunterlagen, Auszeichnungen, Qualifikationen und Referenzen wie Studienprojekte als PDF-Datei hochladen. Mache ich aber nicht. Ist mir zu persönlich oder gar nicht existent.</p>
<p>Aber ich kümmere mich um meine Kontaktliste, nachdem mich Xing auch diesbezüglich unmissverständlich auffordert: „Verknüpfe dich mit Leuten.“ Die ersten Kontakte, die mir Xing vorschlägt kenne ich allerdings nicht oder will sie nicht kennen. So ganz klappt‘s mit der absoluten Überwachung und Durchschaubarkeit noch nicht.</p>
<p>Schon am zweiten Tag kommt in mir die Skepsis wieder hoch: Jegliche Ecken und Kanten werden in so einem Profil ja glatt poliert. Man erscheint so, wie man erscheinen möchte. Ist es das wert, diese ganze Selbstdarstellerei? Nur damit Google, diverse Online-Versandhändler und potenzielle Arbeitgeber mein Profil kennen. Mich besser und schneller einschätzen können und &#8211; wie es im Volksmund heißt &#8211; zum gläsernen Menschen machen, indem sie beispielsweise meine Daten zur Bewertung der Bonität als möglicher Kreditkunde nutzen? Denn Hand aufs Herz: All diese Profile mit ihren Angaben über Werdegang, Lebensgewohnheiten und Hobbies sind in Wahrheit doch hochexplosive Datensammlungen. Ein großer Datenhafen &#8211; das Korsett „Big Data“, in das man eingeschnürt wird.</p>
<h3><b>Vernetzung und nützliche Infos mit wenigen Mausklicks</b></h3>
<h3><a style="font-family: Georgia, Palatino, 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', serif; font-size: 1em; line-height: 1.5em;" href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu3.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1892" alt="Illu3" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu3.png" width="1200" height="450" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu3.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu3-400x150.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu3-1024x384.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></h3>
<p>Dennoch: Ich will nicht nur voreingenommen und trotzig sein, sondern dem Ganzen etwas Positives abgewinnen &#8211; deshalb habe ich mich schließlich angemeldet. Und das gelingt mir nach einiger Zeit sogar. Ich bin jetzt seit circa einem Monat bei Xing registriert und stelle fest, dass man eine gute Übersicht über aktuelle Jobs oder Projekte bekommt, die dank Filter und Branchenzugehörigkeit sehr übersichtlich sortiert sind und die man in der Internetwüste so vermutlich nicht oder nicht so schnell gefunden hätte. Doch wer bei Xing, wie bei allen anderen sozialen Netzwerken auch, durchblicken will, braucht Zeit.</p>
<p>Da ich die über Weihnachten hatte, habe ich mir auch verschiedene Gruppen angeschaut.  Selbst wenn ich denen nicht gleich beitreten bin, sondern sie nur durchstöbert habe, konnte ich die Gruppen durch die Funktion „Merken“ jedes Mal gleich wiederfinden. Mir ist aufgefallen, dass dort durchaus kompetente Diskussionsbeiträge zu bestimmten Themen in Umlauf sind und man Neues erfährt. Beispielsweise Infos über Unternehmen inklusive deren Mitarbeiter oder Tipps zur Vermarktung von Büchern, wen es interessiert. Für mich ein weiterer Pluspunkt.</p>
<p>Auch bezüglich Networking erscheint mir Xing mehr zu sein als nur eine Fundgrube für Headhunter. Denn Xing bedeutet unkompliziertes Vernetzen. Man findet Leute, die man einmal in einem Praktikum kennengelernt hat (und die vielleicht mal wieder nützlich sein könnten oder bei denen es zumindest nett ist, mit ihnen virtuell und auf einer nicht ganz so persönlichen Ebene, wie es Facebook ist, in Kontakt zu stehen). Diverse Erfahrungsberichte über absolvierte Praktika später weiß ich, wo ich mich auf keinen Fall bewerben möchte.</p>
<p>Sogar als ich mir die Mühe mache und mir die vermeintlich nervigen Xing-E-Mails anschaue, war der anfängliche Argwohn etwas verflogen: Zwar sind die nichts anderes als Newsletter, jedoch gespickt mit brauchbaren, branchenspezifischen Neuigkeiten und einer Übersicht nationaler und internationaler Pressebeiträge, sodass es doch interessant ist, einmal drüber zu lesen.</p>
<h3><b>Mein Fazit: Interpersonelle Kommunikation sticht virtuelle</b></h3>
<h3><b></b><a style="font-family: Georgia, Palatino, 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', serif; font-size: 1em; line-height: 1.5em;" href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu4.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1895" alt="Illu4" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu4.png" width="1200" height="450" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu4.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu4-400x150.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Illu4-1024x384.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></h3>
<p>Zwar bin ich nach gut eineinhalb Monaten außer von Bekannten von niemandem sonst angeschrieben worden, allerdings ist das vielleicht der Branche geschuldet. Headhunter grasen sicherlich den Wirtschaftssektor eher ab, als den Pool freischaffender Journalisten bzw. Studenten. Auch wenn Xing mir regelmäßig Jobvorschläge via E-Mail zukommen lässt, war bisher leider nichts Brauchbares für mich dabei.</p>
<p>Xing ist ein netter Zeitvertreib, bei dem man das Gefühl bekommt, etwas Produktives für seine Karriere zu tun und einem möglichen Job etwas näher zu kommen. Es bietet gute Anreize, kann gewiss manche Entscheidung erleichtern und eine Fährte zum nächsten Job darstellen.</p>
<p>Für ein effizientes karrieretechnisches Vorankommen erscheint es mir allerdings nur mäßig sinnvoll, da berufliche Kontakte nach wie vor persönlich geknüpft werden. Letztlich sind, neben den Referenzen, immer noch Körpersprache und individueller Habitus, also das <i>Kennenlernen</i> als solches, beim Kontaktknüpfen und Bewerben entscheidend. Und die Stellen, die begehrt sind, werden auch in Zukunft begehrt und rar bleiben! Daran wird mit relativer Sicherheit auch das Web 2.0 nichts ändern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/01/xing-big-data-oder-ernsthafter-berufsvermittler/">Xing – Big Data oder ernsthafter Berufsvermittler?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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