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	<title>Polen Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>Augsburg im Lockdown kennenlernen – Auslandssemester während Corona</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Nägele]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 13 Jun 2021 07:59:52 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Den kulturellen Horizont erweitern, Fremdsprachkenntnisse verbessern, neue Leute aus den verschiedensten Ecken der Welt kennenlernen, ein fremdes Land erkunden und natürlich Hauspartys, Kneipentouren und Clubbesuche bis es wieder hell ist – dies sind oft die Erwartungen, mit denen Studierende in ihr Erasmus- bzw. Auslandssemester starten. Doch die Realität sah zumindest bis vor Kurzem noch anders aus. Wie empfinden Austauschstudierende ihren Aufenthalt und ihr Studium an der Universität und Hochschule während der Pandemie?</p>
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									<p style="text-align: justify;">Den kulturellen Horizont erweitern, Fremdsprachkenntnisse verbessern, neue Leute aus den verschiedensten Ecken der Welt kennenlernen, ein fremdes Land erkunden und natürlich Hauspartys, Kneipentouren und Clubbesuche bis es wieder hell ist – dies sind oft die Erwartungen, mit denen Studierende in ihr Erasmus- bzw. Auslandssemester starten. Doch die Realität sah zumindest bis vor Kurzem noch anders aus: <b> </b>Anstatt sich die Nächte um die Ohren zu schlagen, galt Ausgangssperre, internationale Freundschaften mussten mit Mindestabstand geschlossen werden und weder das Land noch die Augsburger Kneipenlandschaft konnten erkundet werden. Und auch wenn in den letzten Wochen Lockerungen eingetreten sind, so ist die Pandemie doch noch immer präsent und der Alltag nicht so wie gewohnt.  <span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Doch trotz Einschränkungen und Hürden wagten sich während der Pandemie und des Lockdowns Austauschstudierende aus verschiedenen Ländern nach Augsburg, um hier an der Universität oder Hochschule ein Auslandssemester zu absolvieren.</span></p><p style="text-align: justify;">Unter normalen Bedingungen kommen jedes Jahr zu Semesterbeginn zwischen 100 und 150 motivierte Studierende aus aller Welt an der Augsburger Uni an, die sich dazu entschieden haben, mindestens ein Semester hier zu studieren. Dieses Semester sind es circa 20. Die bürokratische Betreuung übernimmt dabei das Akademische Auslandsamt, für den sozialen Support ist das Erasmus Student Network – kurz ESN – zuständig. Die europaweite Studierendenorganisation betreut Austauschstudierende während ihres Auslandsaufenthalts und hilft den Studierenden so dabei, im Zielland Fuß zu fassen und sich zu Hause zu fühlen. Die Programmpunkte reichen dabei von wöchentlichen Stammtischen, über Feiern in der Party-Tram bis hin zu Ausflügen in ganz Bayern.</p><p style="text-align: justify;"><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Seit knapp anderthalb Jahren sieht der Alltag jedoch anders aus. Um den momentanen Umständen gerecht zu werden, musste das ESN-Team kreativ werden und entwickelte daher neue Konzepte, um die Studierenden aus dem Ausland zu empfangen. Die Welcome-Week bspw. fand so hauptsächlich online statt. Die einzigen Ausnahmen waren eine Campus- und eine City-Tour, welche jedoch als one-on-one-Event stattfanden. Mit einem Betreuungsschlüssel von 1 ESNler : 1 Erasmi wurden den Austauschstudierenden so die wichtigsten Orte in Augsburg gezeigt. Auch ein wichtiger Teil der Augsburger Kultur, nämlich die Bierkultur, wurde den Austauschstudierenden durch ESN nahegebracht. So konnten diese an einer online Bierverkostung teilnehmen und dabei in den Genuss lokaler Biere kommen. Für das laufende Semester habe man nun den wöchentlichen Stammtisch über Zoom (als Pendant zum wöchentlichen Stammtisch in unterschiedlichen Augsburger Lokalitäten) und weitere one-on-one-events geplant, so Fabian, der Vorsitzende von ESN Augsburg. Man hoffe jedoch auch sehr darauf, dass es bald wieder einen breiteren Rahmen an Möglichkeiten gibt und Events wieder in Kleingruppen stattfinden können. So war es bspw. im letzten Sommer der Fall: Mithilfe eines Hygienekonzepts, welches mit der Stadt Augsburg abgesprochen war, konnten die Studierenden so zwar kein Bar- jedoch immerhin ein Park-hopping mit Picknick erleben. Auch wenn mit Hilfe von Video-Calls zwar einige Veranstaltungen online abgehalten werden können und die Möglichkeit zum Kennenlernen und Austausch besteht, so ist dies einfach nicht dasselbe. „Es klappt halt schon alles irgendwie, man muss nur durchhalten“, resümiert Fabian das mittlerweile dritte Corona-Semester.       </span></p><p style="text-align: justify;"><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Doch nicht nur die Auslandsstudierenden, welche an der Uni studieren, erleben ihr Auslandssemester unter besonderen und erschwerten Voraussetzungen, gleiches gilt natürlich auch für die Studierende, die an der Hochschule angekommen sind.  Und auch das SWOP-Team (Student Welcome and Orientation Project), welches den Studierenden der Hochschule bei der Orientierung und dem Einleben in Augsburg hilft, erarbeitete neue Konzepte und Events, welche an die Beschränkungen angepasst sind.</span><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">  </span></p><p style="text-align: justify;"><span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Doch wie empfinden Austauschstudierende selbst ihren Aufenthalt und ihr Studium an der Universität und Hochschule? Wie fasst es sich in einer fremden Stadt Fuß, während dort der Lockdown herrscht? Und welche Erwartungen werden in solchen Zeiten an ein Auslandssemester gestellt? Diese Fragen und noch mehr habe ich drei Erasmusstudentinnen gestellt, die seit ca. zwei bzw. drei Monaten in Augsburg sind.</span></p>								</div>
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					<h5 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Maria &amp; Anastasia aus Griechenland</h5>				</div>
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									<p><span style="text-align: justify; color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">„Wir werden jetzt schon sehr traurig, wenn wir daran denken, dass wir im September Augsburg verlassen müssen“, erzählen die beiden Griechinnen Anastasia und Maria, die normalerweise an der Universität in Athen Accounting und Finance studieren, wehmütig. Sie haben bereits Anfang letzten Jahres begonnen, den Auslandsaufenthalt zu planen, wobei jedoch ursprünglich das Wintersemester 20</span><span style="text-align: justify; color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">20/21 als Zeitraum feststand. Da beide jedoch im kommenden Semester ihren Bachelor abschließen wollen, stand eine erneute Verschiebung des geplanten Auslandssemesters nicht im Raum und so wagten die beiden sich gemeinsam nach Deutschland. </span><span lang="EN-GB" style="text-align: justify; color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">„In these times when everything is crazy, at least do something different”, fasst&nbsp;Maria ihre Entscheidung zusammen. </span><span style="text-align: justify; color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );">Und obwohl die beiden berichten, dass es in Griechenland nicht nur dauerhaft 30 Grad warm ist sondern die Corona-Lockerung auch deutlich früher für Erleichterungen sorgten, sind sie sehr zufrieden mit ihrer Entscheidung.&nbsp;</span></p>
<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">
</p>								</div>
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									<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Die beiden Freundinnen merken jedoch auch an, dass sie einen großen Vorteil davon haben, nicht nur gemeinsam nach Augsburg gekommen zu sein, sondern auch gemeinsam in einer Wohnung zu wohnen. So habe es seit ihrer Ankunft keine Zeit gegeben, in der sie sich einsam gefühlt haben. Auch durch die online-Einführungsveranstaltungen von ESN konnten sie mit anderen Austauschstudierenden Nummern austauschen, sich zu einem Kaffee to go in der Stadt verabreden und so eine kleine internationale Freundesgruppe finden. Und auch wenn sie berichten, dass sie ihre Zeit auch während des Lockdowns in Augsburg sehr genießen konnten, so freuen die beiden sich trotzdem sehr, endlich auch Augsburgs Gastronomieszene erleben und hoffentlich auch&nbsp;weitere Teile Europas bereisen zu können.</p>								</div>
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									<p class="MsoNormal" style="text-align: justify;">Auch Milena, welche ursprünglich aus Polen kommt, jedoch normalerweise in London studiert, berichtet von einem erfolgreichen Ablauf ihres bisherigen Auslandssemesters. Sie studiert an der Hochschule interaktive Medien und ist seit circa drei Monaten in Augsburg. Ausschlaggebend dafür, dass sie sich für Augsburg entschieden hat, war und ist ihr großes Interesse an der deutschen Kultur – große Zweifel wegen Corona und den damit verbundenen Einschränkungen habe sie nicht gehabt. Sie sei vielmehr mit niedrigen Erwartungen in die neue Stadt gekommen und sah das Semester als Möglichkeit &#8211; mehr oder weniger alleine – eine neue Stadt zu erkunden.</p>								</div>
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									<p>Da auch ihr übliches Studierendenleben in London stark eingeschränkt ist, sah sie auch keine Vorteile darin, in London zu bleiben:  &#8220;You don’t lose anything because nothing is working as usual”.  Auch ihre Anfangszeit war durch das SWOP-Team der Hochschule  gut organisiert und es gab einige Online-Veranstaltungen, um die ersten Kontakte zu knüpfen. Besonders jedoch durch ihre Kurse an der Hochschule und ihr Wohnheim konnte sie einige Leute kennenlernen. &#8220;Because every international student is in the same situation right now, they are more eager than ever to meet new people&#8221;, berichtet Melina. Und auch wenn sie es genossen hat, Augsburg durch ausgiebige Spaziergänge kennenzulernen, so war natürlich auch die Freude groß, dass nun viele Lockerungen eingetreten sind und so endlich auch ein anderer und belebterer Teil Augsburgs entdeckt und genossen werden kann. </p>								</div>
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									<p>Auch wenn alle drei Austauschstudierenden, mit denen ich gesprochen habe, auch während des Lockdowns eine sehr gute Zeit in Augsburg hatten, so war doch die Erleichterung groß, als Lockerungen eingetreten sind und es wird mit Vorfreude auf die restlichen Monate ihres Austauschsemesters geschaut.<span style="color: var( --e-global-color-text ); font-family: var( --e-global-typography-text-font-family ), Sans-serif; font-style: var( --e-global-typography-text-font-style ); font-weight: var( --e-global-typography-text-font-weight );"> </span></p><p><b>Lieben Dank an Fabian, Anastasia, Maria und Milena für die Zeit und die Beantwortung der Fragen!</b></p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2021/06/augsburg-im-lockdown-kennenlernen-auslandssemester-waehrend-corona/">Augsburg im Lockdown kennenlernen – Auslandssemester während Corona</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Corona und die Demokratie &#8211; Wie Fidesz und PiS die Demokratie aushebeln</title>
		<link>https://presstige.org/2020/04/corona-und-die-demokratie-wie-fidesz-und-pis-die-demokratie-aushebeln/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Justin Lautenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 04 Apr 2020 06:50:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[augsburg]]></category>
		<category><![CDATA[Duda]]></category>
		<category><![CDATA[Europaparlament]]></category>
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		<category><![CDATA[Katarina Barley]]></category>
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		<category><![CDATA[Sondervollmacht]]></category>
		<category><![CDATA[Ungarn]]></category>
		<category><![CDATA[Virus]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Während die Welt daran arbeitet, das Coronovirus einzudämmen, setzten Ungarn und Polen fragwürdige Notstandsverordnungen durch. Droht der EU ein Feldzug gegen die Demokratie?</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/04/corona-und-die-demokratie-wie-fidesz-und-pis-die-demokratie-aushebeln/">Corona und die Demokratie &#8211; Wie Fidesz und PiS die Demokratie aushebeln</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="512" height="341" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/04/AP20083494856907.jpg" alt="" class="wp-image-14174" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/04/AP20083494856907.jpg 512w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/04/AP20083494856907-300x200.jpg 300w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption>Ungarns Ministerpräsident Viktor Orbán<br />© Tamas Kovacs, Associated Press</figcaption></figure>
<p class="has-drop-cap">Die Europäische Union ist eine Wertegemeinschaft freiheitlich-demokratischer Staaten. <strong>Freiheit, Gleichheit, Rechtsstaatlichkeit</strong>. Das sind die elementare Werte dieses losen Staatenbundes.<a href="#sdfootnote1sym"><sup>1</sup></a> Logischerweise versteht sich damit auch jeder EU-Mitgliedsstaat als freiheitlich-demokratische Nation, die die Rechte ihrer Bürger achtet und respektiert. Menschenrechte und Bürgerrechte werden so gut wie es geht verteidigt und gefestigt. Leider ist es eine utopische Vorstellung, dass sich jedes EU-Mitglied so verhält  &#8211; die Realität sieht anders aus. Gute Beispiele liefern zur Zeit Ungarn und Polen. Deren Regierungen nutzen die Coronakrise, um ihre sowieso seit Jahren bestehenden Bemühungen, die Demokratie zu unterwandern, noch einmal zu intensivieren.<a href="#sdfootnote2sym"><sup>2</sup></a></p>
<p>Der ungarische Ministerpräsident <strong>Orbán </strong>nutzt die aktuelle Krisensituation aus, um das Parlament zu entmachten. Das perfide dabei: Das ungarische Parlament spricht dem Regierungschef selbst die umfassenden Sondervollmachten zu.<a href="#sdfootnote3sym"><sup>3</sup></a> Orbán regiert nun auf unbestimmte Zeit per Dekreten, das Parlament kommt nicht mehr zusammen, um Gesetze zu besprechen und die Regierung zu kontrollieren. Möglich ist das durch eine Mehrheit, die die nationalkonservative, regierende <em>Fidesz</em>-Partei im Parlament hat. Neben den Sondervollmachten für den ungarischen Regierungschef werden bis auf weiteres sämtliche Wahlen und Referenden ausgesetzt. Verbreiter von Fakenews und Verstöße gegen die Quarantäneregelungen werden mit harten Strafen konfrontiert.  </p>
<p>Unabhängige<br />
Medien, deren Arbeit durch das Mediengesetz von 2010 erschwert wird,<a href="#sdfootnote4sym"><sup>4</sup></a><br />
befürchten nun Haftstrafen und noch stärkere Einschränkungen ihrer<br />
journalistischen Arbeit. Zusätzlich untersützen Exekutive und<br />
Judikative den Kurs der ungarischen Regierung.<a href="#sdfootnote5sym"><sup>5</sup></a><br />
Statt ordentlicher Gerichtsverfahren kann das Parlament in<br />
zivilrechtlichen Streitigkeiten entscheiden. So funktioniert<br />
Gewaltenteilung und eine lebhafte Demokratie eindeutig nicht.
</p>
<p>Journalisten werden gleichgeschalten. Oppositionelle werden durch die Sondervollmachten ihrer legitimen Abgeordnetenrollen beraubt. Gerichte und Polizei stehen auf der Seite der Regierung. Die regierungstreuen Parlamentarier unterstützen die <em>Fidesz</em>-Partei ohne Bedenken. Wie die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Katarina <strong>Barley </strong>auf Anfragen unserer Redaktion erklärt, verurteilt sie das Vorgehen in Ungarn und die Untätigkeit der europäischen Kommission aufs schärfste:</p>
<blockquote class="wp-block-quote is-style-default is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow">
<p> &#8220;Victor <strong>Orbán </strong>führt einen Feldzug gegen die Demokratie in Ungarn. [&#8230;] Die EU Kommission muss hier einschreiten [&#8230;] und gegen das ungarische Gesetz aufgrund von Verletzung der EU Verträge klagen. Der EuGH könnte mit einer einstweiligen Anordnung rasch handeln. Aber die Kommission verhält sich viel zu passiv, vom Rat ganz zu schweigen. [&#8230;] Dass die Kommission dagegen im Moment nichts tut, finde ich wirklich schlimm.&#8221; </p>
<p><cite><strong>Katarina Barley</strong> <a href="http://presstige.org/wp-admin/post.php?post=14166&amp;action=edit#sdfootnote6anc">6</a> </cite></p></blockquote>
<p>Ähnlich sieht es auch in Polen aus. Die konservative Regierungspartei <em>PiS</em> verabschiedete mitten in der Nacht Notstandsverordnungen und brachte ohne Ankündigung eine Änderung des Wahlgesetzes ein – um zwei Uhr morgens. Da auch hier die Opposition mit einer eindeutiger Minderheit im Parlament vertreten ist, wurden die Gesetzesänderungen um 04:20 Uhr beschlossen. Dabei brachen die regierungstreuen Abgeordneten Regeln des nationalen Parlaments und die Verfassung. Die neuen Wahlgesetze sehen vor, dass ältere polnische Bürger und diejenigen, die sich in Quarantäne befinden, per Briefwahl abstimmen dürfen. An sich eine gute Sache, allerdings wird den im Ausland lebenden polnischen Bürgern und Jüngeren nicht gestattet, auf diese Weise abzustimmen. Das kommt der <em>PiS</em> entgegen, da vor allem diese Personengruppen der Partei kritisch gegenüber stehen. Ältere Staatsangehörige hingegen wählen zu einem großen Teil die aktuelle Regierungspartei.<a href="#sdfootnote7sym"><sup>7</sup></a> Außerdem soll die Präsidentschaftswahl im Mai trotz Corona-Krise und Ausgangsbeschränkungen stattfinden. Der Grund ist schnell gefunden: der derzeitige Amtsinhaber Andrzej <strong>Duda</strong>, der Mitglied der <em>PiS</em> ist, etabliert sich als sorgendes Staatsoberhaupt, was sich positiv in aktuellen Umfragen niederschlägt. Andere Kandidaten hingegen haben auf Grund der Ausgangsbeschränkungen Schwierigkeiten, überhaupt einen Wahlkampf zu führen. Dies schätzen nicht nur Staatsrechtler als Verstoß gegen die Verfassung ein, auch oppositionelle Politiker äußern sich kritisch und rufen zum Boykott der Wahl auf.<a href="#sdfootnote8sym"><sup>8</sup></a> Die Präsidentschaftswahlen scheinen also verfassungswidrig, was von einem unabhängigen Gericht geprüft werden müsste. Aber ob Wahlen gültig sind oder nicht – das entscheiden in Polen von der Regierung ausgewählte Richterinnen und Richter.<a href="#sdfootnote9sym"><sup>9</sup></a></p>
<p>Dieses<br />
Vorgehen der polnischen Regierung tritt jedoch nicht erst jetzt auf.<br />
Schon seit längerer Zeit untergrabe die Regierungspartei die<br />
Unabhängigkeit der Justiz, so Vizepräsidentin Barley. Schon im<br />
Dezember 2019 wurden zwei Gremien erschaffen, die die Judikative<br />
kontrollieren sollen und unter anderem über Suspendierungen und<br />
Entlassungen entscheiden. Diese Organe unterstehen dabei der<br />
polnischen Regierung. Das oberste polnische Gericht erklärte diese<br />
Gremien für verfassungswidrig. Die Antwort folgte prompt: Diese<br />
Einschätzung stelle möglicherweise eine Straftat dar und könne für<br />
die Richter im Zweifelsfall mit bis zu drei Jahren Gefängnis<br />
geahndet werden.</p>
<p>Außerdem<br />
sollen Juristen im Staatsdienst angeben, in welchen Gruppen sie sich<br />
engagieren, der polnische Regierungschef greift nach der Kontrolle<br />
über seine Richter und Staatsanwälte. Kritische Worte aus dem In-<br />
und Ausland erreichen das Land. Der Kommentar einer ehemaligen<br />
polnischen Richterin: Sie fühle sich zurück versetzt in<br />
kommunistische Zeiten.<a href="#sdfootnote10sym"><sup>10</sup></a></p>
<p>Zurück ins ungarische Parlament. Abgeordnete der regierenden <em>Fidesz</em>-Partei halten ihr Plädoyer für die Notstandsgesetze. Die Sondervollmachten für Orbán werden von den ungarischen Repräsentanten gebilligt. &#8220;Und so geht die Freiheit zugrunde &#8211; mit donnerndem Applaus&#8221;.</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a href="#sdfootnote1anc">1</a>https://www.auswaertiges-amt.de/blob/209960/1f0628e78ec9fcc369861c63ab52ee6c/vertrag-von-lissabon-data.pdf</p>
<p><a href="#sdfootnote2anc">2</a>https://www.schwaebische.de/ueberregional/politik_artikel,-polen-und-ungarn-machen-noch-einen-schritt-weg-von-der-demokratie-_arid,11206655.html</p>
<p><a href="#sdfootnote3anc">3</a>https://www.tagesschau.de/ausland/corona-ungarn-eu-101.html</p>
<p><a href="#sdfootnote4anc">4</a>https://www.spiegel.de/politik/ausland/ungarn-was-aus-dem-mediengesetz-von-victor-orban-wurde-a-996340.html</p>
<p><a href="#sdfootnote5anc">5</a>https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/ungarn-30-jahre-demokratie-richter-von-gestern-justiz-kommunismus-rechtsstaat/2/</p>
<p><a href="#sdfootnote6anc">6</a>Antwortschreiben<br />
	auf Anfrage der Redaktion v. 01.04.2020</p>
<p><a href="#sdfootnote7anc">7</a>https://www.sueddeutsche.de/politik/polen-verfassung-praesidentschaftswahl-1.4861159</p>
<p><a href="#sdfootnote8anc">8</a>https://www.zeit.de/politik/ausland/2020-03/praesidentschaftswahl-polen-pis-coronavirus-pandemie</p>
<p><a href="#sdfootnote9anc">9</a>https://www.sueddeutsche.de/politik/polen-verfassung-praesidentschaftswahl-1.4861159;<br />
	https://www.dw.com/de/streit-in-polen-über-wahlen-trotz-corona/a-52959400</p>
<p><a href="#sdfootnote10anc">10</a>https://www.sueddeutsche.de/politik/polen-richter-regierung-bestrafen-1.4725795</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/04/corona-und-die-demokratie-wie-fidesz-und-pis-die-demokratie-aushebeln/">Corona und die Demokratie &#8211; Wie Fidesz und PiS die Demokratie aushebeln</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Mein Suppen-Sommer in Polen</title>
		<link>https://presstige.org/2019/09/mein-suppen-sommer-in-polen/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Hannah Völker]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 08 Sep 2019 08:38:19 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[Nachbarland]]></category>
		<category><![CDATA[Polen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Lange, weiße Sandstrände, klares, sauberes Wasser, gesäumt von dichten Kiefernwäldern… Wer bei dieser Beschreibung nicht sofort an Polen denken muss, ist nicht alleine. Auch ich wusste nicht viel über unser Nachbarland, als meine Freundin mir vorschlug, gemeinsam im Sommer nach...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/09/mein-suppen-sommer-in-polen/">Mein Suppen-Sommer in Polen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>Lange, weiße Sandstrände, klares, sauberes Wasser, gesäumt von dichten Kiefernwäldern… Wer bei dieser Beschreibung nicht sofort an Polen denken muss, ist nicht alleine. Auch ich wusste nicht viel über unser Nachbarland, als meine Freundin mir vorschlug, gemeinsam im Sommer nach Polen zu reisen. Zuerst war ich verwundert- warum Polen? Dann war ich jedoch neugierig und interessiert &#8211; was hat dieses unscheinbar wirkende Land zu bieten? Darauf kann ich jetzt, nach unserer 10-tägigen Reise, antworten: eine ganze Menge. Dass Polen zum Beispiel einen direkten Zugang zur Ostsee hat, an dem man wunderbar schwimmen kann, war mir gar nicht so bewusst. Kilometerlange, weiße Sandstrände mit tollen Windsurf-Möglichkeiten prägen dabei den Norden des Landes.  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="490" height="870" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-1.jpg" alt="" class="wp-image-11825" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-1.jpg 490w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-1-225x400.jpg 225w" sizes="(max-width: 490px) 100vw, 490px" /><figcaption>© Hannah Völker</figcaption></figure></div>



<p>Vor allem zur Hauptsaison trifft man dort zu 99 Prozent Einheimische selbst an, die dort ihren Sommerurlaub verbringen. Neben der Ostseeküste waren wir auch bei den Masurischen Seenplatten. Dort kann man wunderbar Boot- oder Kanufahren und auch die Städtchen dort sind sehr nett. Zwar ist zur Hauptsaison dort alles relativ voll, dadurch hat man aber die Möglichkeit, die Polen selbst und ihre Kulturen besser kennenzulernen. Neben der Natur haben auch die Städte einiges zu bieten. Danzig zum Beispiel kann man wunderbar an ein- bis zwei&nbsp; Tagen erkunden. Hübsche Gässchen und Häuser prägen das Stadtbild und vor allem zur Zeit des Dominikanermarktes (27. Juli bis 28. August) gibt es an verschiedenen Ständen einiges zu probieren und kaufen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="745" height="559" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-2.jpg" alt="" class="wp-image-11826" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-2.jpg 745w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-2-400x300.jpg 400w" sizes="(max-width: 745px) 100vw, 745px" /><figcaption>© Hannah Völker</figcaption></figure></div>



<p>Vor allem jedoch Warschau war für mich ein Highlight der Reise. Die Stadt ist sehr gepflegt und aufgeräumt und es gibt dort so viel zu entdecken. Von einer wunderschönen Altstadt, über den Kulturpalast bis hin zu den modernen Hochhäusern ist sehr viel Abwechslung geboten. Empfehlenswert ist außerdem, den Lazienki Park und die Universitätsbibliothek zu besichtigen. Denn diese hat einen unglaublich tollen Dachgarten (da kann sich Augsburg noch was abschauen!).  </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="704" height="939" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-3.jpg" alt="" class="wp-image-11827" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-3.jpg 704w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-3-300x400.jpg 300w" sizes="(max-width: 704px) 100vw, 704px" /><figcaption>© Hannah Völker</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="684" height="913" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-4.jpg" alt="" class="wp-image-11828" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-4.jpg 684w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-4-300x400.jpg 300w" sizes="(max-width: 684px) 100vw, 684px" /><figcaption>© Hannah Völker</figcaption></figure></div>



<p>Neben dem was wir erlebt und gesehen haben, waren wir aber
auch sehr begeistert von dem Essen. „Pierogi“ zum Beispiel, gefüllte
Teigtaschen, die es mit den unterschiedlichsten Füllungen gibt, haben wir fast
jeden Tag gegessen. Außerdem wird viel mit roter Beete gekocht und es gibt himmlisch
schmeckende Suppen. Zusätzlich sind die Preise, im Vergleich zu Deutschland, sehr
niedrig, wodurch das Essengehen gleich viel mehr Spaß macht. Ich glaube ich
habe noch nie so viele Suppen in einem Sommer gegessen. </p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="579" height="772" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-5.jpg" alt="" class="wp-image-11829" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-5.jpg 579w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-5-300x400.jpg 300w" sizes="(max-width: 579px) 100vw, 579px" /><figcaption>© Hannah Völker</figcaption></figure></div>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" width="678" height="709" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-6.jpg" alt="" class="wp-image-11830" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-6.jpg 678w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/09/Hannah-Bild-6-383x400.jpg 383w" sizes="(max-width: 678px) 100vw, 678px" /><figcaption>© Hannah Völker</figcaption></figure></div>



<p>Zusammenfassend ist mein Fazit zu Polen, dass unser unscheinbar
wirkender Nachbar einiges zu bieten hat und wer gerne günstig und unkompliziert
reisen möchte, sollte sich dieses Land definitiv auf seine Bucketlist
schreiben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/09/mein-suppen-sommer-in-polen/">Mein Suppen-Sommer in Polen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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