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	<title>ukraine Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>Wie fühlt sich ein Krieg an?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Lindig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Mar 2022 08:14:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Der Krieg in der Ukraine dauert an. Wie nehmen die Menschen in Russland die Situation wahr? Insbesondere die Zivilbevölkerung, ist von starken Sanktionen und deren Auswirkungen betroffen. Aufgrund der wenigen Informationen, die aus Russland zu uns nach Deutschland bzw. Europa gelangen, wissen wir nur wenig über den Alltag der russischen Bevölkerung. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2022/03/wie-fuehlt-sich-ein-krieg-an/">Wie fühlt sich ein Krieg an?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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									<p>Seit über einem Monat herrscht Krieg in der Ukraine.</p>
<p>Täglich erreichen uns in Deutschland Nachrichten über zerstörte Gebäude, Geflüchtete und verstorbene Menschen. Die Schreckensmeldungen reißen einfach nicht ab, sondern ein Loch in die Herzen derer, die sich um ihre Familien, Freunde, Bekannte und das eigene Zuhause sorgen. Besonders die ukrainischen Bürgerinnen und Bürger leiden.</p>
<p>Andererseits ist auch Russland, insbesondere die russische Zivilbevölkerung, von starken Sanktionen und deren Auswirkungen betroffen. Aufgrund der wenigen Informationen, die aus Russland zu uns nach Deutschland bzw. Europa gelangen, wissen wir nur wenig über den Alltag der russischen Bevölkerung. Meist können wir nur erahnen was vor sich geht. Wie erleben die Menschen die aktuelle Lage? Darüber berichtet die Augsburger Studentin Alexandra im heutigen Interview.</p>								</div>
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									<p>Dieser Artikel ist Teil unserer Cross-Media Reihe. Wer noch mehr über die aktuelle Situation in der Ukraine erfahren möchte, kann sich bei KanalC informieren. Dort wird der Krieg aus ukrainischer Sicht beleuchtet.</p>								</div>
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									<p><strong>Ich freue mich sehr, dass du heute Zeit für das Interview gefunden hast. Zum Einstieg wäre es wirklich schön, wenn du etwas über dich erzählen könntest.</strong></p>
<p>Hallo, ich heiße Alexandra. Ich bin 21 Jahre alt, studiere in Augsburg Medien und Kommunikationswissenschaft und stamme ursprünglich aus Moskau. In meiner Freizeit bin ich bei Presstige tätig, fotografiere, singe und zeichne gerne. Ich lebe jetzt seit fast vier Jahren hier in Augsburg. Meine erste Station in Deutschland war Heidelberg. Dort absolvierte ich mein Studienkolleg, damit mein Abitur anerkannt wurde. Danach kam ich nach Augsburg, weil mir die Stadt sehr gut gefiel.</p>
<p><strong>Wie geht es dir momentan?</strong></p>
<p>Eigentlich ist es ganz „okay“. Zurzeit bin ich jedoch extrem mit dem Studium und der Arbeit überfordert. Natürlich überfordert mich aber auch die Situation in der Ukraine.</p>
<p><strong>Wie hast du ganz persönlich diesen Moment erlebt, als du erfuhrst, dass Krieg herrscht?</strong></p>
<p>Zuallererst verstand ich gar nicht was passierte. Für mich war es ein großer Schock. Drei, vier Minuten habe ich überhaupt nicht gesprochen, aber nach einiger Zeit, ungefähr 5 Minuten, fing ich an zu weinen und habe extrem Panik bekommen. Ich habe sehr viele Freunde in der Ukraine, um die ich Angst habe. Ich habe alle kontaktiert, die ich kannte. Auch sie konnten nicht verstehen, was gerade passierte. Ich war so erschüttert, dass ich mehrere Tage Kopfschmerzen bekam und mich wie in einem Paralleluniversum fühlte. Ich konnte einfach nicht glauben, was passiert war. Einige Tage schlief ich deswegen sehr wenig. Mir ging es sehr schlecht und teilweise geht es mir immer noch schlecht, weil ich mich schuldig fühle.</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #00ccff;"><em>Es geht darum, dass ich Russin bin und Scham gegenüber meinem Land empfinde, weil ich den Krieg nicht unterstütze. </em></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #00ccff;"><em>&#8211; Alexandra </em></span></p>
<p><strong>Ist deine Familie noch in Russland? Wenn ja, wie gestaltet sich der Kontakt zu ihnen?</strong></p>
<p>Ich bin vor vier Jahren nach Deutschland wegen des Studiums gekommen. Meine Familie ist in Moskau geblieben. Der Kontakt läuft immer über soziale Netzwerke. Sie nutzen kein Facebook oder Instagram, aber wir kommunizieren über Telegram und WhatsApp. Die Grenzen sind zwar nicht geschlossen, aber die Flüge nach Russland gestrichen. Deshalb ist es sehr schwer meine Familie persönlich zu treffen. Vor ein paar Tagen bin ich nach Russland gefahren. Es war mir möglich bis nach Estland zu fliegen und dann mit mehreren Umstiegen in Busse und Züge nach Moskau weiterzureisen, weil ich meine Familie sehen wollte und wichtige Dokumente abholen musste. Die Reise war für mich einfach nur anstrengend.</p>
<p><strong>Wie wird der Krieg innerhalb deiner Familie empfunden?</strong></p>
<p>Natürlich können meine Eltern auch nicht fassen, dass der Krieg stattfindet. Sie verstehen, dass sie nicht am Krieg schuld sind, aber sie fühlen sich sehr schuldig, weil sie Russen sind. Das zieht sie extrem runter und sie leiden psychisch sehr. Sie wollen einfach nur, dass der Krieg vorbei ist und es Frieden gibt. Sie haben den Krieg nicht gewollt.</p>
<p><strong>In den Nachrichten wird darüber berichtet, dass viele Konzerne und Geschäfte in Russland schließen oder von Sanktionen betroffen sind. Wie gestaltete sich aktuell das alltägliche Leben in Russland. Was bekommst du davon mit?</strong></p>
<p>Viele Konzerne schließen, aber das ist nicht wirklich ein Problem. Es ist kein Vergleich zu der Situation in der Ukraine. Die Menschen erleben dort schreckliche Dinge. Natürlich ist aber auch das Alltagsleben in Russland eingeschränkt. Zum Beispiel werden Menschen spontan von Regierungsleuten oder der Polizei kontrolliert, müssen ihre Handys mit allen Inhalten zeigen. Soziale Netzwerke wie Instagram oder Facebook sind gesperrt. Für die Menschen ist es nicht möglich zu demonstrieren. Wenn man zum Beispiel als einzelne Person mit einem Plakat gegen den Krieg auf die Straße geht, kann man sofort ins Gefängnis kommen oder den Job verlieren. Alles ist sehr teuer und die Menschen können sich ohne Beruf das Essen nicht leisten. Wovon sollen sie sich ernähren? Auch die freien Medien wie Zeitungen, Magazine oder Fernsehkanäle sind gesperrt.</p>
<p><strong>Spürt deine Familie die Auswirkungen der Sanktionen?</strong></p>
<p>Meine Familie spürt die Auswirkungen in finanzieller Hinsicht. Der Wert des Rubels ist gesunken, aber die Gehälter bleiben gleich oder werden sogar niedriger. Meine Mutter bekommt ihr Gehalt momentan nicht ausgezahlt. Deshalb unterstütze ich meine Familie finanziell und arbeite viel. Das schlimmste ist aber, dass meine Oma und mein Opa sich keine Medikamente leisten können oder es die Medikamente wegen der Sanktionen einfach nicht gibt. Es wird nichts aus Deutschland oder Europa geliefert. Der Lebensmittelmangel macht sich bemerkbar, denn viele Grundnahrungsmittel wie Zucker, Salz und Reis verschwinden aus den Supermärkten.</p>
<p><strong>Wie gehen deiner Meinung nach die Menschen in Russland mit der Situation um?</strong></p>
<p>Vielen geht es psychisch sehr schlecht. Die meisten haben Freunde, Verwandte oder Bekannte in der Ukraine und sorgen sich Tag und Nacht. Die Menschen trauen sich nicht etwas gegen den Krieg zu sagen, weil sie Angst davor haben im Gefängnis zu landen oder ihren Job zu verlieren. Die die gegen den Krieg sind, sind Menschen aus der Mittelschicht oder Intellektuelle. Die Sanktionen beeinflussen überwiegend das einfache russische Volk und nicht die Menschen die es treffen sollte, wie Regierungsmitglieder oder Oligarchen.</p>
<p><strong>Wie ist das Leben in Deutschland gerade für dich? </strong></p>
<p>Es ist sehr anstrengend und schwierig, weil sich meine Familie nicht finanzieren kann. Ich lese kaum Nachrichten, damit ich mich nicht noch schlechter fühle. Aber leider sind die Gedanken nicht vermeidbar vor allem, weil ich jeden Tag Menschen aus der Ukraine in der Straßenbahn oder in der Stadt sehe.</p>
<p><strong>Sprichst du mit Freunden in Deutschland über den Krieg? </strong></p>
<p>Ja, wir sprechen darüber und versuchen uns gegenseitig zu unterstützen. Ich habe sowohl deutsche Freunde als auch Freunde aus anderen Nationen. Meine Freunde sind intelligent und möchten den Kontakt zu mir nicht abbrechen, weil ich aus Russland komme. Manchmal ist es jedoch im Alltag sehr schwierig, da wir auf der Straße komisch angesehen werden, wenn wir Russisch sprechen. Viele wissen glaube ich nicht, dass auch viele Leute die aus der Ukraine stammen, Russisch sprechen.</p>
<p><strong>Was wünschst du dir von der deutschen bzw. russischen Regierung? </strong></p>
<p>Von der russischen Regierung wünsche ich mir, dass der Krieg beendet wird und wir in einer Demokratie leben können. Die russischen Menschen verstehen, dass die Demokratie auch für Russland sehr gut wäre. Deshalb leiden wir sehr. Außerdem wünsche ich mir, dass sich die russische Regierung aus den Angelegenheiten anderer Länder heraushält.</p>
<p>Von der deutschen Regierung wünsche ich mir, dass es keine Sanktionen gegen die breite russische Bevölkerung gibt oder gegen Personen aus Russland die hier leben.</p>
<p>Viele verstehen nicht, dass die russischen Menschen nicht einfach demonstrieren gehen können. Viele Gesetzte sind sehr repressiv und deshalb trauen sich die Leute nicht zu aufzustehen. Wer nie in Russland gelebt hat, wird das nie verstehen können. Es wird nur aus der demokratischen, westlichen Sicht auf die russischen Menschen geschaut. Ich würde mir wünschen, dass auch unsere Sicht auf die Dinge gehört werden würde.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt;"><em><span style="color: #00ccff;">Ich träume davon, dass der Krieg zu Ende ist und es Frieden gibt. </span></em></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt;"><em><span style="color: #00ccff;">&#8211; Alexandra</span></em></span></p>
</blockquote>
<p><strong>Vielen Dank für deine Offenheit! </strong></p>								</div>
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		<title>Auf den Spuren der “Augsburg ist bunt!”-Schilder</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Riesinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Mar 2022 09:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Bei einem Spaziergang durch die Augsburger Innenstadt fällt uns an einem Buchladen ein Schild mit der Aufschrift "Augsburg ist bunt!" auf. Es passt wunderbar zu unserer Artikelreihe, weshalb wir wissen wollten, was dahinter steckt. So beginnt eine Recherche, mit deren Ausgang wir nicht gerechnet haben.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2022/03/auf-den-spuren-der-augsburg-ist-bunt-schilder/">Auf den Spuren der “Augsburg ist bunt!”-Schilder</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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									<p><em>Mit unserer Arikelreihe &#8220;Augsburg ist bunt&#8221; möchten wir Vereine, Orte und Initiativen in Augsburg vorstellen, die sich für Vielfalt und Diversität einsetzen.</em></p>								</div>
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									<p><strong>Bei einem Spaziergang durch die Augsburger Innenstadt fällt uns an einem Buchladen ein Schild mit der Aufschrift &#8220;Augsburg ist bunt!&#8221; auf. Es passt wunderbar zu unserer Artikelreihe, weshalb wir wissen wollten, was dahinter steckt. So beginnt eine Recherche, mit deren Ausgang wir nicht gerechnet haben.</strong></p>								</div>
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									<p>Wenn man etwas nicht weiß, dann recherchiert man zunächst im Internet. So startet auch unsere Suche nach Antworten zu den Hintergründen der Schilder. Die Suchmaschine zeigt Bilder von verschiedenen Demonstrationen, bei der die Teilnehmenden die &#8220;Augsburg ist bunt!&#8221;-Schilder halten. So kamen die Plakate beispielsweise 2018 bei einer <a href="https://www.stuttgarter-zeitung.de/inhalt.afd-parteitag-in-augsburg-gegner-und-behoerden-bereiten-sich-auf-bundesparteitag-vor.0d461286-6dbb-42c7-b6b4-87d684706bff.html" target="_blank" rel="noopener" class="broken_link">Demonstration</a> gegen den AfD-Parteitag in Augsburg zum Einsatz. Dabei stellt sich uns die Frage, wie ein Plakat, das auf Demonstrationen verwendet wird, in einen Augsburger Buchladen kommt. Um dieser Frage auf den Grund zu gehen, statten wir dem Taschenbuchladen im Färbergäßchen einen Besuch ab.</p><p>Dort sprechen wir mit dem Ladenbesitzer Meinolf Krüger und fragen ihn, was es mit dem “Augsburg ist bunt!”-Schild an seinem Schaufenster auf sich habe. Meinolf Krüger erklärt, dass das Schild in seinem Laden hinge, als Zeichen für die kulturelle Vielfalt in Augsburg. Im weiteren Gesprächsverlauf liefert Krüger uns den entscheidenden Hinweis, wer für die Plakate verantwortlich ist: Das Bündnis für Menschenwürde.</p>								</div>
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							<div class="elementor-testimonial-content">“Das 'Augsburg ist bunt!-Schild' hängt in meinem Buchladen, als Zeichen für die kulturelle Vielfalt in Augsburg”</div>
			
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					<h3 class="elementor-heading-title elementor-size-default">Das Bündnis für Menschenwürde</h3>				</div>
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									<p>Das Bündnis für Menschenwürde Augsburg &#8211; Schwaben e.V. ist ein Verein, der sich für ein buntes Augsburg einsetzt. Das Bündnis hat es sich  zur Aufgabe gemacht, gegen Rechtextremismus vorzugehen und ein friedliches Zusammenleben aller Menschen zu fördern. Unter anderem versucht der Verein dies mit den “Augsburg ist bunt!”-Schildern. Doch was steckt genau hinter den Plakaten? Antworten liefert uns der Vorstand des Bündnisses, Matthias Lorentzen.</p><p>“Ich habe die Plakate damals 2015 entworfen”, berichtet Lorentzen. Eine wichtige Rolle spielte dabei für ihn die Regionalität. “Ich wollte ein Schild Made in Augsburg gestalten. Deshalb entschieden wir uns für eine Augsburger Druckerei, die sich durch einen ökologischen Druck auszeichnet.” Der Anlass für die Schilder, hängt mit der Augsburger Stadtgeschichte zusammen. Jährlich wird Ende Februar den verheerenden Bombenangriffen auf Augsburg gedacht.</p>								</div>
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									<p>Am 25. und 26. Februar 1944 wurde Augsburg, besonders die historische Altstadt, bombardiert. Berühmte Denkmäler wie das Rathaus, der Perlachturm oder die Fuggerei wurden schwer getroffen, mit tragischen Folgen für die Bevölkerung. Es kamen vermehrt Zwangsarbeiter:innen und KZ-Häftlinge ums Leben, da ihnen der Eintritt in Luftschutzbunkern verwehrt wurde. Die Zerstörung vieler Wohnungen führte zu einer Fluchtwelle aus Augsburg.</p>								</div>
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									<p>Rechte Gruppierungen instrumentalisierten den Gedenktag für ihre Zwecke. Dagegen wollte das Bündnis für Menschenwürde etwas unternehmen. Bei einer Gegendemonstration kamen die “Augsburg ist bunt!”-Schilder erstmals zum Einsatz. Mit vollem Erfolg. Seitdem sind die Plakate auf verschiedenen Demonstrationen und Kundgebungen im Einsatz und werden regelmäßig nachgedruckt, denn die Aktualität von Vielfältigkeit und Diversität hat über die Jahre zugenommen. Das zeigt sich auch in der gegenwärtigen Hilfsbereitschaft der Menschen für die ukrainischen Kriegsflüchtlinge. Auch in Augsburg zeigt sich diese Solidarität: Auf dem Rathausplatz hängt ein großes Plakat mit der Aufschrift “Friedensstadt Augsburg”, mit den Farben der ukrainischen Flagge im linken oberen Eck. Und was entdeckt der/die aufmerksame Betrachter:in: Den Aufdruck Bündnis für Menschenwürde links unten. In Zusammenarbeit mit der Stadt organisierte das Bündnis die Anbringung des Plakates. Das Plakat stößt auf Resonanz. Besonders für Menschen mit ukrainischem Hintergrund und geflüchteten Menschen aus der Ukraine ist das Plakat ein wichtiges Symbol, berichtet Lorentzen. </p>								</div>
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							<div class="elementor-testimonial-content">“Friedensstadt Augsburg soll kein leerer Begriff sein und nur dazu dienen einen Feiertag mehr zu haben, sondern das soll und wird hier auch gelebt.”</div>
			
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									<p>Auch die “Augsburg ist bunt!”-Schilder sind kein leerer Slogan. Dahinter verbirgt sich eine tiefere Bedeutung, nämlich mehr Toleranz und Weltoffenheit zu schaffen. “Der Spruch “Augsburg ist bunt!” ist eine plakative Darstellung, eine Kurzform, die man auf einem Schild hochhalten kann”, erklärt Lorentzen. Die Wichtigkeit und die Bedeutung dieser Schilder ist uns durch unsere Recherche bewusst geworden. Wir hätten nicht gedacht, dass die Spur des “Augsburg ist bunt!”-Schildes am kleinen Taschenbuchladen uns zu dem großen “Friedensstadt Augsburg”-Plakat am Rathausplatz führen wird. </p>								</div>
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												<a class="elementor-toggle-title" tabindex="0">So könnt ihr geflüchteten Menschen aus der Ukraine unterstützen</a>
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					<div id="elementor-tab-content-2071" class="elementor-tab-content elementor-clearfix" data-tab="1" role="region" aria-labelledby="elementor-tab-title-2071"><p>Auf der <a href="https://www.augsburg.de/ukraine/helfen-spenden" target="_blank" rel="noopener">Internetseite der Stadt</a> findet ihr zahlreiche Unterstützungsmöglichkeiten.</p></div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2022/03/auf-den-spuren-der-augsburg-ist-bunt-schilder/">Auf den Spuren der “Augsburg ist bunt!”-Schilder</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Augsburg zeigt Solidarität mit der Ukraine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Rudnew]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2022 22:24:42 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Dem Aufruf des Ukrainischen Vereins Augsburg folgten heute einige Hundert Menschen. Bei der Kundgebung drückten Augsburger:innen ihre Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung aus.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2022/02/augsburg-zeigt-solidaritaet-mit-der-ukraine/">Augsburg zeigt Solidarität mit der Ukraine</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="22858" class="elementor elementor-22858">
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									<p><strong>Der Angriff Russlands auf die Ukraine sorgte in ganz Europa für Schrecken. In vielen Ländern sind Menschen auf die Straße gegangen, um Solidarität mit der Ukraine zu zeigen und um für den Frieden zu demonstrieren. Auch in Augsburg.</strong></p>								</div>
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									<p>Am Donnerstagnachmittag versammelten sich einige hundert Menschen auf dem Rathausplatz, um Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung zu zeigen. Aus dem Grau der Wintermäntel strahlten die gelb-blauen Fahnen der Ukraine. Viele trugen die Flaggen in der Hand oder um die Schultern gelegt. Auch Oberbürgermeisterin Eva Weber bekam eine als Geschenk des Ukrainischen Vereins Augsburgs, dem Organisator der Kundgebung. Die Oberbürgermeisterin sei gekommen, um sich mit den ukrainischen Bürger:innen in Augsburg und der ukrainischen Bevölkerung vor Ort solidarisch zu zeigen. In ihrer Ansprache versicherte sie, dass Menschen, die vor dem Krieg fliehen, in Augsburg willkommen seien und dass sich die Stadt unter ihrer Leitung darauf vorbereite, die Versorgung gewährleisten zu können. Die Oberbürgermeisterin sei nicht allein, mit ihr sind auch Stadträt:innen gekommen, die vorzeitig ihre Sitzung beendeten, um dabei sein zu können.  </p><p>Die Kundgebung bestand aus vielen Redebeiträgen, neben Eva Weber sprachen unter anderem Matthias Lorentzen, Vorstand des Bündnisses für Menschenwürde, und Didem Laçın Karabulut, Vorsitzende des Integrationsbeirates in Augsburg. Die Redner:innen verurteilten den Krieg scharf und benannten den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Aggressor. Jetzt müssen sich alle klar ihm entgegen an die Seite der Ukraine stellen.</p>								</div>
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									<p>Neben politischen Vertreter:innen kamen auch Betroffene zu Wort, die von ihren Sorgen um die eigenen Familien und Freund:innen berichteten. Eine junge Frau erzählte von ihrer Ohnmacht, die sie angesichts der Lage empfinde, davon, wie ihre drei Monate alte Nichte sich mit ihrer Familie in einem Bunker verstecken muss, während sie hier im sicheren Augsburg sei. Auch Brian, ein Teilnehmer der Kundgebung, erzählte uns im Gespräch, dass er sich große Sorgen mache, denn seine Schwiegereltern seien in Kyjiw und wären heute von Explosionen aufgewacht. „Ich hoffe, dass die Sanktionen Wirkung zeigen und der Krieg gestoppt wird“, sagte er uns.</p><p>Trotz Kirchenglocken und lautem Wind herrschte Stille bei der Kundgebung, man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so fokussiert lauschten die Demonstrierenden den Sprecher:innen. Im Kreis versammelt, entstand eine Stimmung voller Würde, die die verschiedenen Gefühle von Trauer, Wut und Stolz vereinte. Zweimal wurde die ukrainische Nationalhymne angestimmt, einmal ein Gebet. Der kraftvolle Gesang schuf ein Moment des Zusammenhalts und der Solidarität.</p>								</div>
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									<p>Die Teilnehmerin Daniela Tanzer-Gronde (rechts im Bild) brachte die Fassungslosigkeit und den Unmut auf den Punkt: „Das, was gerade passiert, ist inakzeptabel.“</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2022/02/augsburg-zeigt-solidaritaet-mit-der-ukraine/">Augsburg zeigt Solidarität mit der Ukraine</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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