Ein Blick in den hohen Norden

Im Gegensatz zu Bayern will Mecklenburg-Vorpommern keine
Studiengebühren einführen: "Die SPD-PDS Koalition hat keine rechtlichen
Vorraussetzungen dafür, und der Koalitionsvertrag verbietet es," so der
Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Professor Hans-Robert
Metelmann, gegenüber Presstige. Der ehemalige Rektor der Uni Greifswald
hofft vielmehr, dass der Aufbau eines Alumni-Systems erfolgreich sein
könnte: "Dann reden wir nicht über Studiengebühren, sondern über
Mitgliedsbeiträge, die auch 100 € sein können, dann aber lebenslang."Von Johann-Jakob Wulff

Im Gegensatz zu Bayern will Mecklenburg-Vorpommern keine
Studiengebühren einführen: "Die SPD-PDS Koalition hat keine rechtlichen
Vorraussetzungen dafür, und der Koalitionsvertrag verbietet es," so der
Minister für Bildung, Wissenschaft und Kultur, Professor Hans-Robert
Metelmann, gegenüber Presstige. Der ehemalige Rektor der Uni Greifswald
hofft vielmehr, dass der Aufbau eines Alumni-Systems erfolgreich sein
könnte: "Dann reden wir nicht über Studiengebühren, sondern über
Mitgliedsbeiträge, die auch 100 € sein können, dann aber lebenslang."
Die momentane Diskussion gehe an der Realität vorbei: "500 € sind nur
ein Tropfen auf den heißen Stein." Würden andere Länder Studiengebühren
einführen, hofft Metelmann auf positive Effekte für
Mecklenburg-Vorpommern. Es entstehe eine "Pick the Winner"- Mentalität,
in der die eigenen Hochschulen von den Besten die Besten alleine
aussuchen dürften: "Wenn dann bei uns zusätzlich 200 Studenten aus
Bayern vor der Tür stehen, ist das doch wunderbar. Dann studiert man
hier nicht, weil man keine Studiengebühren bezahlen will, sondern weil
man die interne Aufnahmeprüfung geschafft hat." Mecklenburg-Vorpommern
hat insgesamt fünf Universitäten und Fachhochschulen und befindet sich,
ähnlich wie Bayern, in einer schwierigen Haushaltssituation. Der
Minister ringt seit Monaten mit den Rektoren der Universitäten und
AStA-Vertretern um ein gemeinsames Konzept.

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