„Zwei Frauen. Eine Mundharmonika und Amore“ – Ein Interview mit Paula Carolina

Am 09.07 erschien die zweite Single „Erika“ der Musikerin Paula Carolina. Doch wer steckt hinter diesem Künstlernamen und wovon handelt ihre neue Single?

„Wenn Autos stehen bleiben müssen, könnt’s passieren, dass Frauen Frauen küssen müssen.“ – „Erika“, die neue Single von Paula Carolina

Paula Carolina © Kilian Seiler

Die 21-jährige Paula Carolina ist nicht nur erfolgreiche Musikerin, sondern auch Studentin in Augsburg. „Ich bin damals vor 2 ½ Jahren für die Liebe nach Augsburg gekommen. Die ist dann irgendwann verpufft und Augsburg ist geblieben“, sagt sie. So studiert sie hier nun Mittelschullehramt Englisch und Musik/Sozialkunde. Doch ihr Fokus liegt eindeutig auf der Musik. „Das Studium mache ich auf den Zugfahrten von einem Ort zum nächsten oder in Recording Pausen oder auch oft an Sonntagen“, gibt sie zu. Trotzdem wünscht sie sich für die Zukunft, ihr Studium abzuschließen.

„Ich bin damals vor 2 ½ Jahren für die Liebe nach Augsburg gekommen. Die ist dann irgendwann verpufft und Augsburg ist geblieben.“ – Paula Carolina

In ihrem ersten Semester, als Corona begann, fragte sie sich immer öfter, was sie glücklich macht. Die Antwort auf diese Frage war eindeutig: die Musik. Dies kam allerdings auch nicht sehr überraschend. Da sie in einer musikalischen Familie aufgewachsen ist, habe sie schon immer Musik gemacht, erzählt die Künstlerin. Ihr erstes Klavier, welches den Namen Olaf trägt, steht auch heute immer noch in ihrem 30 qm großen Studierendenzimmer.

„Ich habe damals meinen ersten Song für die Liebe geschrieben und wollte jemanden beeindrucken. Das hat dann auch gut funktioniert“, sagt sie. Nach diesem Erfolgserlebnis folgten viele weitere Songs. Dies war der Zeitpunkt, an dem sie gemerkt habe, dass ihr das Spaß macht, erzählt sie weiter. „So eine Leidenschaft hatte ich noch nie“, schwärmt Paula Carolina. Nachdem sie endlich ihre Berufung gefunden hatte, ging alles relativ leicht und fließend. „Und dann stand ich plötzlich zwischen 30 wundervollen Musikern und Musikerinnen“, erinnert sie sich an ihren Pop-Kurs. Trotzdem muss sie viel für ihren Erfolg arbeiten. Ständig ist sie unterwegs und muss immer erreichbar sein.  „Aber ich liebe es. Dadurch, dass ich gefunden habe, was ich wirklich machen will, fällt es mir auch unfassbar leicht, das durchzuziehen.“

Wie der Künstlername Paula Carolina zustande kam und welche Geschichte dahinter steckt, könnt ihr am 19.07 in Chrissis Beitrag bei KanalC hören. Also nicht verpassen!

Erika © Sarah Jansky

„Zwei Frauen. Eine Mundharmonika und Amore“ – Paula Carolina

„In dem Song geht es um einen langen Abend, um ziemlich viel Billig-Wein von Edeka und zum Schluss wird es dann heiß im Februar.“ Viel mehr will Paula Carolina aber nicht verraten, da der Song viel mit Bildern spielt. „Man kann sich am Ende des Songs ziemlich gut vorstellen, wer Erika ist und wie Erika so aussieht“, verspricht die Sängerin.

Besonders wird der Song, wenn man hinter das Offensichtliche blickt. Das Thema „Weiblichkeit“ wurde auf allen möglichen Ebenen umgesetzt. So war es Paula Carolina wichtig, dass der Song in A-Moll geschrieben ist. Auch endet im Text von „Erika“ vieles auf „a“. Zudem war sowohl die Designerin der Covers, als auch die Zeichnerin der Animationen im Musikvideo weiblich.  „Ich finde es total schön, dass wir es weiblich gehalten haben.“

Ihre Songs macht die Künstlerin primär immer für sich selbst, um Situationen besser verarbeiten zu können. „Bei Erika war es so, dass der Song von einem Abend letzten Sommers erzählt. Das wollte ich verarbeiten und deswegen habe ich diese Single geschrieben“, sagt Paula Carolina. Das Thema Sexualität habe sie schon lange begleitet und sie sei immer noch auf der Suche nach Antworten auf viele offene Fragen, gibt sie preis. „Wie oft in meinem Leben, habe ich das Bedürfnis gehabt, darüber zu schreiben. Ich habe erst einmal angefangen mit Wörtern und das wurde dann zu einem Song.“

Wenn ihr mehr zum Entstehungsprozess von „Erika“ wissen wollt, dann hört am 19.07 unbedingt bei KanalC rein!

Schon bei ihrem ersten Song „Du und das schwarze Loch“ hat die Künstlerin sehr starke Bilder gezeichnet, die nicht unkommentiert blieben. Während die einen genau das an Paula Carolinas Musik lieben, fühlen sich andere dadurch angegriffen. „Und das ist im Leben ja immer so, sobald man aus der Reihe fällt“, erzählt sie. Es sei für sie völlig in Ordnung, wenn man anderer Meinung ist, gibt die Sängerin zu. Da ihre Texte aus ihrem Innersten kommen und sie sich dadurch ihren Hörer:innen offenbart, steht sie auch zu ihren Songs. Der lange Weg bis zur Veröffentlichung hilft Paula Carolina auch bei diesem Prozess.

„Mein Traum wäre es, dass ich meine Hörer:innen berühre und sie sich dann noch länger Gedanken machen.“ – Paula Carolina

Auch hofft die Musikerin ihre Berufung zum Job machen zu können. Dieses „ich sitze morgens am Klavier und schreibe Texte, ich treff meine Freunde und wir nehmen im Studio meine Musik auf“ gefällt ihr dabei besonders gut. „Ich kriege unglaublich viel Liebe zurück und ich kann auch unfassbar viel Liebe in dieses Projekt reinstecken“, schwärmt die Sängerin. Auch die Mischung zwischen Schauspielerin in den Musikvideos und Künstlerin, genießt sie sehr. Besonders wenn ein Projekt, so wie nun „Erika“, beendet ist, gibt es Paula Carolina viel Motivation. „Ich hoffe, dass es etwas bewirkt. Dass man einen Job hat, der etwas verändert und ein oder zwei Personen hilft und sie bewegt. Das finde ich daran unfassbar schön.“

„Ich habe das erste Mal gefunden, was ich wirklich machen will. Seitdem ist mein Leben bunter geworden.“ – Paula Carolina

Wenn ihr mehr von der bunten Welt Paula Carolinas erfahren wollt, dann folgt ihr in den Sozialen Netzwerken!

Presstige und KanalC bedanken sich recht herzlich bei Paula Carolina für das interessante Interview!

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