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	<title>Franziska Deller, Sandra Deyerler, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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	<title>Franziska Deller, Sandra Deyerler, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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		<title>Enttäuschte Erwartungen und zerplatzte Träume</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Deller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2015 16:36:22 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#28]]></category>
		<category><![CDATA[studienabbrecher]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Das Phänomen Studienabbrecher – Ein Erfahrungsbericht Allein schon das Wort klingt unangenehm.Wie fast alle Nomen, die auf „-echer“ enden: Studienabbrecher, Verbrecher, Messerstecher. (Eine Ausnahme wäre vielleicht noch „Sprecher“, aber wenn man ehrlich ist: nicht schön.) Woran das liegt, woher es kommt – keine Ahnung....</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/06/phaenomen-studienabbrecher/">Enttäuschte Erwartungen und zerplatzte Träume</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Das Phänomen Studienabbrecher – Ein Erfahrungsbericht</h2>
<figure id="attachment_7555" aria-describedby="caption-attachment-7555" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Studienabbrecher_1200.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-7555 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Studienabbrecher_1200.jpg" alt="DCIM106GOPRO" width="1200" height="480" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Studienabbrecher_1200.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Studienabbrecher_1200-400x160.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Studienabbrecher_1200-1024x410.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7555" class="wp-caption-text">Text: Franziska Deller – Illustration &amp; Layout: Sandra Deyerler</figcaption></figure>
<p><strong>Allein schon das Wort klingt unangenehm.Wie fast alle Nomen, die auf „-echer“ enden: Studienabbrecher, Verbrecher, Messerstecher. (Eine Ausnahme wäre vielleicht noch „Sprecher“, aber wenn man ehrlich ist: nicht schön.) Woran das liegt, woher es kommt – keine Ahnung. Vielleicht wüsste ich mehr darüber, hätte ich mein Germanistikstudium nicht abgebrochen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Nach meinem Abitur war ich mir sicher, dass das genau das Richtige für mich ist. Ich hatte mich informiert, verschiedene Interessenstests gemacht, alle meine Möglichkeiten durchdacht. Ich glaubte, dieses Studium würde mich wirklich erfüllen. Dann stellte sich heraus, dass mich die Kurse, die ich im ersten Semester besuchen musste, nicht im Geringsten interessierten. Ich lernte Dinge, die ich schon wusste. Es kam mir sinnlos vor, wie Zeitverschwendung, und das machte mir zu schaffen. Deshalb ließ ich immer mehr ausfallen, schob Referate und Arbeiten immer weiter vor mir her, es ging mir nicht gut. Nach zwei Monaten beschloss ich, es sein zu lassen.</p>
<h3>Aus dem Studium geschlichen</h3>
<p style="text-align: justify;">„Das Studium abbrechen“ klingt wie eine aktive, laute Tätigkeit, ein Paukenschlag. Tatsächlich ist es eher passiv: Man tut ja eigentlich nichts, man unterlässt etwas, man geht einfach nicht mehr in die Uni. Es ist schleichend, nach ein paar Wochen melden sich die Dozenten, nach und nach gesteht man es den Eltern und Freunden. „Ich habe mich aus meinem Studium geschlichen“ würde es besser treffen. Auch, weil es eine unangenehme Angelegenheit ist. Obwohl es eine Befreiung für mich war, die Kurse nicht mehr besuchen zu müssen, fühlte es sich gleichzeitig wie ein Scheitern an. Im Oktober hatte ich meine Entscheidung für das Studium lauthals verkündet und gegen Kritik („Kind, das ist doch nichts Gescheites“) verteidigt. Im Januar musste ich zugeben, dass ich mich doch geirrt hatte.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie viele andere Studenten in Deutschland die gleichen Erfahrungen machen wie ich, lässt sich nicht genau sagen. Für exakte Zahlen müsste man den genauen Studienverlauf jedes einzelnen Studenten erfassen, was allein schon aus datenschutzrechtlichen Gründen nicht möglich ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Um die Zahl der Studienabbrecher grob einschätzen zu können, berechnen Experten den sogenannten „Studentenschwund“. Das heißt, die Zahl der Studienanfänger eines Jahrgangs wird mit der Zahl der erfolgreichen Abschlüsse nach sechs bis acht Semestern Studienzeit verglichen. Unter diese Schwundquote fallen dann aber auch Studenten, die einfach nur die Uni gewechselt haben. Ich lerne bei der Recherche, dass Studiengangwechsler gar keine Studienabbrecher im engeren Sinn sind, weil sie im Hochschulsystem bleiben. Sie werden je nachdem von der Quote erfasst, ob sie auch die Hochschule gewechselt haben und zu welchem Zeitpunkt sie ihren ersten Studiengang verlassen. Die Quote gibt also nur eine grobe Richtung an.</p>
<h3>2000 verschwundene Studenten</h3>
<p style="text-align: justify;">An der Universität Augsburg haben sich im Zeitraum zwischen dem Sommersemester (SoSe) 2008 bis zum SoSe 2011 9.438 Studienanfänger eingeschrieben, im entsprechenden Prüfungszeitraum SoSe 2011 bis SoSe 2014 haben 7.465 ihr Bachelorstudium abgeschlossen. Es sind also fast 2000 Studenten verschwunden, knappe 21 Prozent. Welche Studiengänge am stärksten vom Schwund betroffen sind, kann man mir von Seiten der Universität nicht sagen.</p>
<p style="text-align: justify;">Deutschlandweiten Studien nach ist die Quote der Studienabbrecher bei den Sprach- und Kulturwissenschaften besonders hoch, am niedrigsten ist sie bei Medizin und Lehramt. Fragt man die Betroffenen nach Gründen, nennen sie meist enttäuschte Erwartungen an das Studium und damit einhergehende mangelnde Identifikation. Aber auch finanzieller Druck und fachliche Überforderung spielen eine Rolle.</p>
<p style="text-align: justify;">Die hohe Zahl der Studienabbrecher in Deutschland wird immer häufiger in den Medien thematisiert. Das ist verständlich – während ich planlos durch die Gegend studiere, koste ich den Staat Geld und arbeite nicht als Fachkraft, die ja so dringend gebraucht wird. Begriffe wie „Effizienz“, „Leistung“ und „Qualität“ fallen da. Deswegen liegt es auch im Interesse der Hochschulen, die Anzahl der Studienabbrecher so gering wie möglich zu halten. Beratung und Aufklärung sollen verhindern, dass die Studenten falsche Erwartungen an Studieninhalte und Berufsmöglichkeiten haben.</p>
<h3>Alles auf Anfang</h3>
<p style="text-align: justify;">Mit meinem abgebrochenen Germanistikstudium passe ich also ganz gut ins Schema. Nach diesem Fehlschlag stürzte ich mich so schnell wie möglich in ein neues Studium. Ich schrieb mich für Europäische Kulturgeschichte ein. Natürlich machte ich mir Gedanken und versuchte, diesmal die richtige Wahl zu treffen – man kann schon mal ein Studium abbrechen, aber das zweite muss dann sitzen. Wenn ich ehrlich bin, wollte ich auch einfach so schnell wie möglich wieder „aufgeräumt“ sein: ein einigermaßen geordneter Tagesablauf, sozialer Anschluss, Kindergeld, Versicherung.</p>
<p style="text-align: justify;">Blicke ich jetzt zurück, kann ich all meine Entscheidungen immer noch nachvollziehen. Ich bereue nicht, dass ich keine Germanistin geworden bin, aber auch nicht, dass ich es versucht habe. Es war ein Umweg, der mich trotz allem geprägt und weiter gebracht hat.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Tipp:</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Für Studenten, die mit ihrer Studienwahl unzufrieden sind, ist die erste Anlaufstelle der jeweilige Studienfachbetreuer. Bei Fragen zum Hochschul- oder Fachwechsel hilft die <a href="http://www.uni-augsburg.de/einrichtungen/studienberatung/">Zentrale Studienberatung </a>weiter. Wer das Studieren ganz sein lassen möchte, kann sich außerdem von <a href="http://www.uni-augsburg.de/einrichtungen/studienberatung/studiumberuf/tab/" class="broken_link">Experten der Agentur für Arbeit </a>(beraten lassen (nur während der Vorlesungszeit: dienstags von 9:00 von 12:00 Uhr und donnerstags von 9:00 bis 15:00 Uhr, Raum 154, Gebäude M2).</p>
</blockquote>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/ab28.jpg" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 28: Körper </strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 28 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2015/07/ausgabe-28-koerper/">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige28/">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/koerper/">Der Schwerpunkt Körper</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
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		<title>Das hat unser Hochschulsport zu bieten!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Deller]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 12 Jul 2014 16:59:07 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[augsburg]]></category>
		<category><![CDATA[hochschulsport]]></category>
		<category><![CDATA[review]]></category>
		<category><![CDATA[sportwoche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Reviews aus der presstige-Redaktion Die Anmeldung ist jedes Mal ein Kampf: Adrenalin steigt in den Kopf, das Herz pocht schneller und die Hände zittern beim Abtippen der Kontodaten. Aber der Stress lohnt sich. Meist. Der Hochschulsport bietet eine Vielzahl toller...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/07/hochschulsport-reviews-augsburg/">Das hat unser Hochschulsport zu bieten!</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Reviews aus der presstige-Redaktion</h2>
<p><strong>Die Anmeldung ist jedes Mal ein Kampf: Adrenalin steigt in den Kopf, das Herz pocht schneller und die Hände zittern beim Abtippen der Kontodaten. Aber der Stress lohnt sich. Meist. Der Hochschulsport bietet eine Vielzahl toller Kurse, die oftmals jedes Semester angeboten werden. Damit ihr den Anmeldestress aber nur für &#8220;Premium-Angebote&#8221; auf euch nehmt, haben unsere Redakteure ihre Erfahrungen in einem kurzen Review zusammengefasst.</strong></p>
<figure id="attachment_4454" aria-describedby="caption-attachment-4454" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/Sport-Ede-Beitragsbild-Hochschulsport_1200px.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-4454 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/Sport-Ede-Beitragsbild-Hochschulsport_1200px.jpg" alt="Illustration: Isabell Beck" width="1200" height="872" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/Sport-Ede-Beitragsbild-Hochschulsport_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/Sport-Ede-Beitragsbild-Hochschulsport_1200px-400x290.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/Sport-Ede-Beitragsbild-Hochschulsport_1200px-1024x744.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-4454" class="wp-caption-text">Illustration: <a href="http://presstige.org/author/isabell-beck/">Isabell Beck</a></figcaption></figure>
<h3><a href="http://presstige.org/author/franziska-deller/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Franziska Deller</a>: <a href="http://anmeldung.sport.uni-augsburg.de/angebote/aktueller_zeitraum/_Yoga.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Yoga</a></h3>
<p>Die Yogakurse gehören zu den am härtesten umkämpften Kursen im Hochschulsport-Angebot. Man muss schnell sein und einen schnellen Computer besitzen, um hier reinzukommen. Wonach sich alle sehnen, ist das glatte Gegenteil: Entschleunigung, Entspannung, zu sich selbst Kommen, sich aus dem stressigen Alltag zurückziehen. Die tatsächliche Wirkung hängt, wie ich herausgefunden habe, stark vom Umfeld und vor allem vom Yogalehrer ab. Ich habe da beim Hochschulsport unterschiedliche Erfahrungen gemacht: Bei meinem ersten Versuch war der Lehrer ein älterer Herr, optisch den Achtzigern entsprungen, der uns Yoga weniger körperlich, sondern mehr seelisch näherbringen wollte. Deswegen bestand der Kurs aus mentalen Übungen zur Bewältigung von Gefühlen, die er uns auch auf Folien zu vermitteln versuchte. Nicht mein Fall &#8211; ich persönlich mache Yoga, weil ich für eine gewisse Zeit nicht so viel mit meinen Gefühlen und Gedanken zu tun haben will. Ganz anders mein zweiter Versuch: Eine richtig coole Lehrerin, nicht einmal so esoterisch angehaucht, wie es “Yogamenschen” sonst öfter mal sind, sondern einfach ganz entspannt. Sie machte Übungen vor, wir machten Übungen nach. Keine großen Gedankenleistungen, einfach runterkommen und entspannen. Meine Lieblingshaltung: die Haltung der Verinnerlichung &#8211; auf den Knien, den Oberkörper mit gestreckten Armen auf der Matte abgelegt, den Kopf auch. Könnte ich ewig machen. Mein Lieblingsgefühl: die träge Entspannung in der Ruhephase ganz am Schluss. Auch, wenn man irgendwann wieder daraus erwachen muss, einfach unbezahlbar. Das ist Yoga für mich.</p>
<h3><a href="http://presstige.org/author/rebekka-raum/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rebekka Raum</a>: Beach<a href="http://anmeldung.sport.uni-augsburg.de/angebote/aktueller_zeitraum/_Volleyball.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">volleyball</a></h3>
<p>Du willst die Sonne genießen, dabei aber nicht auf der faulen Haut liegen? Aufgrund dieses Leitgedankens entschied ich mich im Sommersemester für einen Beachvolleyball-Kurs. Das anfängliche Joggen durch den trägen Sand brachte mich jedes Mal sofort zum Hecheln und Schwitzen. Ebenso raubten mir die anschließenden Stretching- und Kraftübungen unter der sengenden Sonne einiges an Flüssigkeit. Weiter ging es mit dem altbekannten „Baggern“ und „Pritschen“, doch auch neue Techniken mit seltsamen Namen, wie „Tomahawk“ oder „Poken“, lernte ich kennen. Im letzten Teil des eineinhalbstündigen Trainings wurde Team gegen Team, in der Regel zwei gegen zwei, gespielt. Beachvolleyball ist ein Mannschaftssport und somit im Vergleich zu einigen anderen Sportkursen weniger anonym. Ich kannte die Namen meiner Mitspieler und das Abklatschen nach jedem Punkt ließ mich das berühmt-berüchtigte Gemeinschaftsgefühl spüren. Sieg oder Niederlage waren zweitrangig, was angesichts der unzähligen verpatzten Aufschläge, Annahmen und Zuspiele auch ganz gut war. Das einzige Manko des Beachvolleyball-Spiels ist die Wetterabhängigkeit. Unter blauem Himmel spielt es sich nämlich wesentlich angenehmer als bei strömenden Regen, der den Sand klebrig und schwer macht.Im Wintersemester kann dieses Risiko umgangen werden, indem auf den “Beach” verzichtet wird und Volleyball sechs gegen sechs in der Halle gespielt wird. Mit Sicherheit ein vergleichbarer Spaß zum sandigen Toben im Sommer.</p>
<h3><a href="http://presstige.org/author/petra-maier/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Petra Maier</a>: <a href="http://anmeldung.sport.uni-augsburg.de/angebote/aktueller_zeitraum/_Kick_Box-Fitness.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="broken_link">Kick Box-Fitness </a></h3>
<p>„Noch zehn Wiederholungen!“, meint Rainer, unser super durchtrainierter Trainer mit einem hämischen Grinsen auf dem Gesicht. Die Übungen – eine Mischung aus dem Standard-Sportgramm à la Liegestütze, Sit-ups und Co. sowie Kick Box-Tritten und –schlägen – führt er mit einer solchen Leichtigkeit aus, dass er sie vermutlich im Schlaf machen könnte. Ungeduldig und mit schmerzverzerrten Gesichtern warten wir auf das erlösende Wort – am Ende jeder Übung kommt das obligatorische „locker“ von Rainer. Nach einer Dreiviertelstunde Warm-up verfluche ich mich und überlege, wieso ich mich für den Kurs angemeldet habe. Dass die Bein-Arm-Koordination noch nie so meine Stärke war, macht die Sache nicht einfacher: Wir lernen eine Menge Schläge und Tritte, die wir abwechselnd erst mit links, dann mit rechts – oder war’s doch andersrum? – ausführen. Ich muss teilweise stehen bleiben, weil ich mal wieder aus dem Konzept gekommen bin. Meinen Mitsportlern geht es teilweise ähnlich. Begleitet wird das Ganze von Songs aus den Charts wie „Good Feeling“ von Flo Rida oder „My Feelings For You“ von Avicii – diese Lieder werde ich wohl auf ewig mit körperlicher Ertüchtigung in Erinnerung behalten. Obwohl diese Lieder sonst nicht zu meinem normalen Musikrepertoire gehören, motivieren die schnellen Beats – denn: sie lenken von der Anstrengung ab. Am Ende der anderthalb Stunden fühle ich mich so lebendig wie nie – und würde am liebsten gleich weitermachen. Berauscht von den Endorphinen gehe ich heim und freue mich auf die nächste, anstrengende Stunde mit hoffentlich vielen Pausen – und „locker“.</p>
<h3><a href="http://presstige.org/author/christian-endt/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Christian Endt</a>: Parkour</h3>
<p>“Être fort pour être utile”, dieses Motto hat Mike gleich beim ersten Treffen ausgegeben. Darum geht es bei der Sportart, die in Pariser Vororten enstand: Stark sein, um nützlich zu sein. Der Pathos solcher Sätze wirkt am Anfang etwas befremdlich. In der Parkour-Szene dienen sie der Abgrenzung zu Sportlern, denen es um Artistik und Show geht. Das Ziel von Parkour ist es, sich möglichst effektiv von A nach B zu bewegen. Dazu gehört das Überwinden von Mauern, Gräben und Zäunen, mit möglichst eleganten Bewegungen. Parkour erfordert Balance, Kraft, Ausdauer und vor allem Durchhaltevermögen. Zum Aufwärmprogramm unseres Trainings gehörten schon mal Liegestütze im Schnee, möglichst ohne Handschuhe. Mike brachte uns im Kurs oft an unsere Grenzen. Und half uns, sie immer weiter zu verschieben. Am Schluss sprangen wir mit zwei Sätzen auf vier Meter hohe Mauern. Wir waren stark. Und spätestens, wenn Batman das nächste Mal einen Robin sucht, werden wir auch nützlich sein.</p>
<h3><a href="http://presstige.org/author/alexandra-kiefer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Alexandra Kiefer</a>: <a href="http://anmeldung.sport.uni-augsburg.de/angebote/aktueller_zeitraum/_Badminton.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Badminton</a> (Anfängerkurs)</h3>
<p>Badminton – ein Sport, der weit oben auf der Kalorienverbrennerliste steht. Wenn man ihn intensiv ausübt. Also ein gelungener Aufschlag, dann eine gute Koordination beim Sehen des Balls, Treffen und Zurückspielen. Das gelingt am besten durch schnelle Beinbewegungen &#8211; vor und zurück, nach links und nach rechts. So sah das Spiel auch aus. Bei anderen Spielerpärchen. Bei mir und meiner Freundin ging es etwas ruhiger zu, was wohl auf mangelnde Erfahrung und eventuell auch auf das fehlende sportliche Talent zurückzuführen ist. Aber wir hatten trotzdem viel Spaß und ein wöchentliches Wiedersehen montagabends bei unserem Kurs im Hochschulsportzentrum. Zu Beginn jedes Termins hieß es erst einmal: im Kreis laufen und danach dehnen, was bei mir leider Erinnerungen an den Sportunterricht in der Schule weckte. Doch im Gegensatz zu damals war es hier nicht so schlimm, wenn meine Aufschläge immer wieder schrecklich danebengingen. Unsere Kursleiterin Dr. Pushpa Sharma, die den Anfängerkurs scheinbar jedes Semester anbietet, bemühte sich, mir zu zeigen, woran es hackt. Während des ersten Teils der anderthalb Stunden Badminton drehte sie ihre Runden, beobachte die Eins-gegen-Eins-Spiele und versuchte für jeden individuell Verbesserungsvorschläge vorzubringen. Später ging es dann an den Turnierkampf: Zwei gegen Zwei, die Gewinner rückten ein Feld nach vorne, die Verlierer eines nach hinten. Ich brauche wohl nicht zu sagen, wohin wir wanderten. Aber: wir wurden von Mal zu Mal besser und Spaß hatten wir allemal.</p>
<blockquote><p>Die Semesterferien stehen an und wir verabschieden uns in den Urlaub: Höchste Zeit also, einmal über sportliche Ertüchtigung nachzudenken. Die presstige-Redaktion macht sich fit für den Sommer mit Beiträgen rund um den Schwerpunkt Sport. Macht mit und schaut euch alle gesammelten Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/sportwoche/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> an.</p></blockquote>
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		<title>Selbstversuch: Halbmarathon</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Deller]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2014 13:19:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[halbmarathon]]></category>
		<category><![CDATA[marathon]]></category>
		<category><![CDATA[selbstversuch]]></category>
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		<category><![CDATA[sportwoche]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Laufen gegen mich selbst Joggen, um den Kopf frei zu bekommen, sich in der Bewegung vergessen, einfach laufen – das kenne ich nur aus Erzählungen. Für mich ist Joggen ein ständiger Kampf, bei dem permanent Fragen durch meinen Kopf ziehen:...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/07/selbstversuch-halbmarathon/">Selbstversuch: Halbmarathon</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>Laufen gegen mich selbst</h2>
<p><strong>Joggen, um den Kopf frei zu bekommen, sich in der Bewegung vergessen, einfach laufen – das kenne ich nur aus Erzählungen. Für mich ist Joggen ein ständiger Kampf, bei dem permanent Fragen durch meinen Kopf ziehen: „Warum tue ich das hier?“ Und vor allem: „Wann kann ich endlich aufhören?“ Ich bin dafür einfach nicht veranlagt, glaube ich. Trotzdem habe ich mich für einen Halbmarathon angemeldet.<br />
</strong></p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/halbmarathon-münchen-juli-2014-017.png"><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-4370" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/halbmarathon-münchen-juli-2014-017.png" alt="halbmarathon münchen juli 2014 017" width="1200" height="900" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/halbmarathon-münchen-juli-2014-017.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/halbmarathon-münchen-juli-2014-017-400x300.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/07/halbmarathon-münchen-juli-2014-017-1024x768.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<p>Es gibt zwei Arten von Reaktionen, die man erwarten kann, wenn man seine Teilnahme an einem Halbmarathon bekannt gibt: grenzenlose Bewunderung oder etwas à la „naja, das würd ich auch noch ohne Training schaffen.“ Das entspricht dem Wesen des Halbmarathons. Es ist nicht der ganze Marathon, man geht nicht wirklich an die Grenzen, sondern läuft nur 21,1 Kilometer, vielleicht das Doppelte von dem, was andere zweimal die Woche laufen. Trotzdem ist es für mich eine große Sache. Ich habe letztes Jahr schon an einen Halbmarathon in der Nähe von London teilgenommen. Es war nett, viele ältere englische Herren, die dann unerwartet schnell losgerannt sind, ich hinterher. Letztes Jahr lief die Vorbereitung nicht optimal, trotzdem habe ich es geschafft, irgendwie, auch wenn ich, wie ich jetzt aufrichtiger weise gestehen muss, zwischendurch ein bisschen gegangen bin. Aber ich habe überlebt, kein Kollaps, es kam kein Sauerstoffzelt zum Einsatz, das war so vorher auch nicht unbedingt abzusehen.</p>
<h3>Phase eins: Anmeldeeuphorie<strong><br />
</strong></h3>
<p>Dieses Mal wird alles anders, dachte ich, als ich mich im März zusammen mit meinen Geschwistern und meinem Freund für den <a href="https://mein.sportscheck.com/sport/laufsport/events/stadtlauf_muenchen">SportScheck Lauf in München</a> angemeldet habe. Da war ich noch in Norwegen im Auslandssemester und dachte: „So fit wie jetzt werde ich nie wieder. Das wird ein Spaziergang.“ Man muss nämlich wissen: Sport gehört für den Norweger zur nationalen Identität, das macht einfach jeder. In meiner Vorstellung färbte allein schon dieser Umstand auf mich ab, machte mich zu einem neuen, sportlichen Menschen mit eisernem Durchhaltevermögen.</p>
<p>Ich nenne diese Phase die „Anmeldeeuphorie“. Ein optimistischer Zustand, voll Vertrauen in die eigene Stärke. Anlass der Euphorie war ein erstes, positives Lauferlebnis: 50 Minuten auf dem Laufband im Fitnessstudio, was mir so leicht fiel wie noch nie.</p>
<h3>Phase zwei: Der Trainingsplan<strong><br />
</strong></h3>
<p>Für mich war von Anfang an klar: Ich brauche einen Plan, der mir sagt, an welchem Tag ich wie viel laufen soll. Im Internet findet man eine Vielzahl solcher Trainingspläne. Die meisten schlagen ein, zwei kurze Läufe, teilweise mit Steigerungsintervallen, und ein, zwei lange Läufe pro Woche vor. Je nach angestrebter Laufzeit, von 1:15h bis zu 2:30 h, fallen sie härter oder entspannter aus. Ich entschied mich für einen kostenlosen <a href="http://www.sport.med.tum.de/media.php?mediaid=30" class="broken_link">Trainingsplan der TU München</a> (für die Initiative Lauf10/Lauf 21). Hier kann man je nach Bodymassindex und Trainingsstand einen Plan auswählen. Ich nehme optimistisch „bereits 10 km durchgelaufen“ . Es geht dabei nicht um die Zeit, sondern in erster Linie ums Durchhalten. Also genau richtig für mich.</p>
<h3>Phase drei: Ernüchterung<strong><br />
</strong></h3>
<p>Diese Phase tritt in der Regel nach der Anmeldung ein, wenn klar ist, dass es kein Zurück mehr gibt. Bei mir kam dieser Punkt bei meinem ersten richtigen Lauf im Freien: Es. Ging. So. Schwer. Die üblichen Probleme: schwere Beine, das Gefühl, nicht richtig Luft zu kriegen und der absolute Unwille, weiter zu laufen. Zusätzlicher Stressfaktor: Mein Freund, der geborene Läufer, der immer einen Tick vor mir herläuft, ganz locker. Für mich ein absoluter Trennungsgrund.</p>
<p>Aber ich reiße mich zusammen, bis zum Lauf sind es noch drei Monate, genug Zeit, um das in den Griff zu kriegen. Die Runde um den Sognsvann, ein See in der Nähe meines Wohnheims, wird zu meiner Stammstrecke. Den Kilometer steil bergauf dorthin fahre ich mit dem Bus, fühlt sich irgendwie falsch an, aber was soll‘s. Mein Lieblingslauftag ist Dienstag: kurzer Dauerlauf, am Anfang nur 30 Minuten. Geht. Der schlimmste Tag ist der Mittwoch: Steigerungsintervalle. Ich gehe die schnellen Phasen viel zu schnell an, kann sie dann natürlich nicht durchhalten. Meistens endet der Mittwochslauf mit Frustration, mit hängendem Kopf trotte ich den Berg hinunter. Freitag: welliges Gelände. Erste Erfolgserlebnisse stellen sich ein, vielleicht werde ich ja doch irgendwann eine richtige Läuferin. Sonntags kommt der lange Lauf, am Anfang 65 Minuten, zum Schluss sollen es 100 Minuten werden. Auch das klappt einigermaßen, die ersten 45 Minuten sind reine Überwindung, aber danach laufe ich einfach, fast so wie ich mir das immer erträumt hatte.</p>
<h3>Phase vier: Scheitern<strong><br />
</strong></h3>
<p>Die ersten drei Wochen geht also alles ganz gut, es fällt mir zwar schwer, mich an den Trainingsplan zu halten, nach dem gewöhnlichen hin und her Überlegen kann ich mich aber doch überwinden. Bis dann in der vierten Woche auf einmal gar nichts mehr geht. Es ist, als hätte das Training bis jetzt rein gar keine Wirkung. Dazu kommt die Prüfungszeit, die es mir noch schwerer macht, das Training in meinen Tagesablauf zu integrieren. Schwerstes Trainingshindernis aber: zu viele, zu exzessive Erasmus-Partys. Wer die Nächte durchfeiert, läuft am nächsten Tag einfach nicht so locker. Ich versuche durchzuhalten, nehme mir vor, auf Hochprozentiges zu verzichten, starte immer wieder neue Laufversuche. Meistens marschiere ich aber erfolglos und demotiviert zurück zum Wohnheim. Irgendwann stehe ich vor der Wahl: Beim Laufen so richtig durchstarten oder die letzten Wochen meines Auslandssemesters genießen. Erasmus gewinnt.</p>
<h3>Phase fünf: Der Lauf<strong><br />
</strong></h3>
<p>29. Juni, sechs Uhr früh: Ich bin unterwegs nach München. Schon um acht Uhr startet der Halbmarathon am Marienplatz. Den Beutel mit dem Laufshirt und dem Zeitmessungschip habe ich schon, ich weiß nur noch nicht, ob ich überhaupt starte. Zurück in Deutschland habe ich mir prompt eine hartnäckige Erkältung eingefangen. Ich war seit Wochen nicht mehr laufen und fühle mich wirklich krank. Gesund wäre es nicht, jetzt zu starten. Noch schlimmer: Die Angst, anzutreten und dann nicht durchzuhalten. Ich entscheide mich dagegen.</p>
<p>Glücklich bin ich nicht mit dieser Entscheidung. Die Stimmung am Start ist trotz strömenden Regens ansteckend, ich wäre sehr gerne einer von den Tausenden von Läufern. Aus der Sicht des Zuschauers ist das Ganze aber auch recht unterhaltsam: Während vorne die Ersten schon starten, stehen hinten immer noch Massen bei den Toiletten an. Felix Neureuther erzählt irgendwas über Fußball, die Läufer interessiert das recht wenig, sie wollen zu ihrem Startblock kommen, unmöglich, zu viele Menschen überall. Nach einer guten Stunde kommen die ersten wieder zurück von ihrer Runde durch den Englischen Garten. Der Sieger läuft die 21,1 km in unfassbaren 70 Minuten. Am schlimmsten sehen die Läufer mit 1:30 Stunden aus, total mitgenommen, viele ganz bleich. Danach kommen immer mehr Teilnehmer angelaufen, alle schlammverspritzt, manche überglücklich, manche ganz lässig, manche komplett am Ende, manche setzen noch zum Zielsprint an. Die Erkenntnis des Tages: Orange steht nicht vielen Leuten.</p>
<p>Daheim in Augsburg setze ich mich an den Laptop und suche nach dem nächsten Halbmarathon, an dem ich teilnehmen kann, vielleicht Friedberg im September. Denn ich weiß, eines Tages werde ich joggen, um den Kopf frei zu kriegen, um abzuschalten, mich in der Bewegung vergessen, einfach laufen. Ich muss es weiter versuchen.</p>
<blockquote><p>Die Semesterferien stehen an und wir verabschieden uns in den Urlaub: Höchste Zeit also, einmal über sportliche Ertüchtigung nachzudenken. Die presstige-Redaktion macht sich fit für den Sommer mit Beiträgen rund um den Schwerpunkt Sport. Macht mit und schaut euch alle gesammelten Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/sportwoche/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">hier</a> an.</p></blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/07/selbstversuch-halbmarathon/">Selbstversuch: Halbmarathon</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Macht &#8211; Test</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Deller]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Jun 2014 16:06:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[macht test]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#26]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie viel Macht hast du? Machtlos Du bist machtlos – du hast keine oder kaum Macht. Du bist einfach zu sozial, ein Mensch, der im Zweifelsfall auch mal die Arbeit anderer auf sich nimmt, um einem Konflikt aus dem Weg...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;" align="JUSTIFY">Wie viel <strong>Macht</strong> hast du?</h2>
<figure id="attachment_3861" aria-describedby="caption-attachment-3861" style="width: 1201px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Machttest_DER-TEST_1200px_final.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-3861" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Machttest_DER-TEST_1200px_final.png" alt="Text: Franziska Deller - Illustration: Marina Schröppel" width="1201" height="1222" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Machttest_DER-TEST_1200px_final.png 1201w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Machttest_DER-TEST_1200px_final-393x400.png 393w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Machttest_DER-TEST_1200px_final-1006x1024.png 1006w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Machttest_DER-TEST_1200px_final-32x32.png 32w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Machttest_DER-TEST_1200px_final-64x64.png 64w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/06/Machttest_DER-TEST_1200px_final-80x80.png 80w" sizes="(max-width: 1201px) 100vw, 1201px" /></a><figcaption id="caption-attachment-3861" class="wp-caption-text">Text: Franziska Deller &#8211; Illustration: Marina Schröppel</figcaption></figure>
<h3 style="text-align: justify;" align="JUSTIFY">Machtlos</h3>
<p style="text-align: justify;" align="CENTER">Du bist machtlos – du hast keine oder kaum Macht. Du bist einfach zu sozial, ein Mensch, der im Zweifelsfall auch mal die Arbeit anderer auf sich nimmt, um einem Konflikt aus dem Weg zu gehen. Die Entscheidungen treffen die anderen, du bist mit allem einverstanden. Das macht dich zu einem angenehmen Zeitgenossen, der allerdings nur selten das bekommt, was er eigentlich will.</p>
<h3 style="text-align: justify;" align="JUSTIFY">Machtpotenzial</h3>
<p style="text-align: justify;" align="CENTER">Du hast Machtpotential – wenn du etwas wirklich haben willst, dann kriegst du es auch. Du verfügst über einige Mittel, die dir helfen, deinen Kopf durchzusetzen. Zur richtigen Macht fehlen dir aber entweder die Rücksichtslosigkeit, das Geld oder schlichtweg die Intelligenz. Aber eigentlich fährst du ganz gut damit.</p>
<h3 style="text-align: justify;" align="JUSTIFY">Macht</h3>
<p style="text-align: justify;" align="JUSTIFY">Du hast die Macht – du bist der Chef, der Präsident, der Kanzler, der Diktator – derjenige, der bestimmt, wo’s langgeht. Du hast die Mischung aus Einfluss, Charisma und Autorität, die einem Menschen Macht verleiht. Macht macht sexy, Macht macht Spaß, verschafft dir große Freiheiten und Chancen. Aber Macht macht auch einsam und beeinträchtigt nachweislich das Sozialverhalten. Mag dir egal sein, wenn du gerade auf deiner Luxusjacht den Lauf der Welt bestimmst…</p>
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		<title>&#8220;So ein kleiner Kindheitstraum&#8221;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Franziska Deller]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Apr 2014 17:12:40 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[fairtrade]]></category>
		<category><![CDATA[mode]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fabian Frei verkauft mit seinem Label &#8220;degree&#8221; seine eigenen Designs auf fair und ökologisch hergestellten Klamotten. Die Firma führt der Augsburger parallel zum Studium Augsburger Coolness: Seine Shirts mit dem Slogan „Wenn Bayern ein Meer hätte“ oder dem „König von...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/04/degree-clothing/">&#8220;So ein kleiner Kindheitstraum&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Fabian Frei verkauft mit seinem Label &#8220;degree&#8221; seine eigenen Designs auf fair und ökologisch hergestellten Klamotten. Die Firma führt der Augsburger parallel zum Studium</strong></p>
<p>Augsburger Coolness: Seine Shirts mit dem Slogan „Wenn Bayern ein Meer hätte“ oder dem „König von Augsburg“ verknüpfen Lifestyle, Heimatliebe und Modebewusstsein im wahrsten Sinne des Wortes. Fabian Frei bringt <a href="http://www.dgr-clothing.de/" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="broken_link">mit seinem Label degree</a> eine ökologisch und fair produzierte Alternative zu anonymen Megalabels in die Stadt. Eigentlich studiert der 25-Jährige Umwelt- und Verfahrenstechnik an der Hochschule; einen Großteil seiner Zeit, Energie und Begeisterung steckt er allerdings in seine Firma. Mit Erfolg: Innerhalb des letzten Jahres ist degree zu einer beachtlichen Größe in der Augsburger Modewelt aufgestiegen und erreicht Schritt für Schritt einen immer höheren Bekanntheitsgrad.</p>
<p><em><strong>presstige: Degree steht nach eigener Aussage für „eco fair endless“. Wie kann man sich das genau vorstellen: Wo kommen die Stoffe her, wer näht deine Klamotten, wie läuft das ab?</strong></em></p>
<p><em><strong></strong></em><strong>Fabian Frei:</strong> Ich kaufe über einen Zwischenhändler schon fertige, einfarbige Shirts und die werden dann von einer Firma in Berlin mit meinen Designs bedruckt.Genäht wird überwiegend in der Türkei, der Rest kommt aus Portugal und Indonesien. Dabei wird darauf geachtet, dass die Leute, die das nähen, genug verdienen, um angenehm davon leben zu können. Daneben geht es auch um eine umweltbewusste Produktion, das heißt, die Fasern stammen aus ökologischem Anbau, es werden keine schädlichen Chemikalien verwendet. Aber auch ich hier in Augsburg versuche natürlich diese Philosophie umzusetzen, beispielsweise indem ich für den Versand recycelte Kartons verwende.</p>
<figure id="attachment_2580" aria-describedby="caption-attachment-2580" style="width: 266px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/04/presstige-3.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-2580" alt="Fabian Frei" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/04/presstige-3-266x400.png" width="266" height="400" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/04/presstige-3-266x400.png 266w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/04/presstige-3-682x1024.png 682w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/04/presstige-3.png 1200w" sizes="(max-width: 266px) 100vw, 266px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2580" class="wp-caption-text">Fabian Frei</figcaption></figure>
<p><em><strong>Ist das nicht ziemlich umständlich mit dem Umweg über den Zwischenhändler?</strong></em></p>
<p>Ich würde da natürlich schon lieber an den Hersteller ran, aber momentan ist es so noch einfacher, weil der Händler das fair wear- und das GOTS-Siegel hat. Diese offiziellen Zertifikate sind die strengsten, die es gibt – sogar strenger als Fair Trade, weil sich das nur auf das Startprodukt – zum Beispiel nur die Baumwolle – bezieht, aber nicht auf die Weiterverarbeitung. Die ist allerdings sehr schwer zu kontrollieren, im Prinzip müsste man dann mit der Klamotte mit reisen. Deswegen bietet auch kaum einer mehr als das an. Wir wollen noch weiter gehen, daran arbeite ich gerade: Ich hab jetzt eine Schneiderin in Augsburg, die beispielsweise die Taschen und Labels für die Sweatshirts und Hooder drauf näht.</p>
<p><em><strong><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Und du bist allein und denkst dir das Ganze aus oder gibt es da ein Team?</span></strong></em></p>
<p>Das Grobe ist meistens von mir, weil es auch schwierig ist jemanden zu finden, der ähnliche Träume, ähnliche Vorstellungen hat und dann noch bereit ist, Geld und vor allem jede Menge Zeit und Arbeit zu investieren. Wenn mal einer von meinen Kumpels eine gute Idee hat, dann wird das natürlich mit eingebracht. Und auch sonst helfen sie mir, wenn sie können: Mein Mitbewohner ist zum Beispiel auch Model.</p>
<p><em><strong>Aber sag mal, wie geht das ganz allein, eine Firma? Du studierst schon noch nebenher, oder?</strong></em></p>
<p>Ist bitter manchmal, aber es geht. Komischerweise funktioniert’s.</p>
<p><em><strong><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Wie sieht das konkret aus, wie kriegst du das alles auf die Reihe?</span></strong></em></p>
<p><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Ich arbeite eigentlich den ganzen Tag an der Sache. Ich steh einfach früher auf als früher und dann geht’s los. Ich versuche, immer wieder neue Innovationen reinzubringen, es geht ja nicht nur ums Design, sondern zum Beispiel auch: Was mach ich mit dem Karton, den man da bekommt? Da haben wir eine geniale Idee: Der neue Karton wird zu einem T-Shirt-Faltgerät umgebaut. Oder ich lese auch viele Bücher für </span><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">degree</span><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">, vor allem in Sachen Marketing: Wie kann ich Facebook und Twitter nutzen? Und ich muss mir natürlich auch ein bisschen BWL-Wissen anlesen. Ich hab mir für </span><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">degree </span><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">schon viel mehr ausgeliehen als für mein Studium…</span></p>
<p><em><strong><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Kaufst du selber noch bei H&amp;M ein?</span></strong></em></p>
<p><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Bei H&amp;M habe ich noch nie eingekauft – nicht aus Überzeugung, sondern weil mir dort nichts passt. </span><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">(lacht)</span></p>
<p><em><strong><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Du bist eher der Skatertyp, oder?</span></strong></em></p>
<p><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Ja, ich war früher immer im </span><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Titus</span><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">, deswegen war das auch so ein kleiner Kindheitstraum, dort mal mein eigenes Label zu sehen. Und dann hat das einfach so funktioniert: Ich bin mit meinen ersten Sachen da hingekommen und die haben gleich was genommen! Ich war damals noch überhaupt nicht bekannt. Das war vor 25 Wochen.</span></p>
<p><em><strong><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Also ungefähr vor einem halben Jahr. Und das war dann der Startschuss?</span></strong></em></p>
<p><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Ja, lokal ist das wahnsinnig schnell gegangen, vor allem durch das „König von Augsburg“-Shirt. Das war auch gut. Ich hab den Mann einfach mal gefragt: „Hey wie sieht‘s denn aus?“ Und er so: „Ja, mach.“</span></p>
<blockquote><p><strong>Der König von Augsburg</strong></p>
<p>Jeder hat ihn schon mal gesehen, keiner kennt ihn: Ein kleiner Mann mit Vollbart, der an verschiedensten Plätzen in Augsburg einfach nur dasteht und schaut. Was das eigentlich soll? Keine Ahnung. Als „König von Augsburg“ hat er inzwischen sogar eine <a href="https://www.facebook.com/KoenigvAugsburg" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Fanseite auf Facebook</a> mit über 16.000 Likes.</p></blockquote>
<p><em><strong><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Du hast überhaupt einen ziemlich starken Regionalbezug. Findest du Augsburg ist eine gute Stadt für solche Projekte? Ist Augsburg cool?</span></strong></em></p>
<p><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Ja auf jeden Fall ist Augsburg cool! Und es hat wahnsinniges Potenzial nach oben. Man muss einfach nur genauer hinschauen als in anderen Städten. Ich glaube es ist generell schwierig, aus so einem „normalen“, halbwegs sicheren Lebensentwurf rauszugehen. Wenn ich nächstes Jahr mit dem Studium fertig bin, muss ich mich auch entscheiden: Entweder degree läuft so gut, dass ich davon leben kann, oder das war‘s. Weil ich einfach den Anspruch an mich selbst habe, etwas zu erreichen.</span></p>
<p><em><strong><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Aber wenn‘s dir hier jetzt zu schwierig wird in Augsburg, packst du dann deine Sachen und gehst nach Berlin?</span></strong></em></p>
<p>Nee. Interessanter fände ich es, Berlin nach Augsburg zu holen. In Berlin ist auch mittlerweile zu viel los, glaub ich. Wenn ich jetzt in Berlin wäre, würden sich nicht so viele Leute für degree interessieren.</p>
<p><em><strong><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Auf deiner Website schreibst du, dass Dir das Konzept für </span><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">degree </span><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">beim Surfen in Neuseeland eingefallen ist. Aber es gibt ja immer noch einen Unterschied zwischen der Idee und der Ausführung. Was war da für dich der Auslöser?</span></strong></em></p>
<p><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Zuerst lief das so nebenher, war eher ein zeitaufwändiges Hobby. Wir haben immer wieder ein bisschen gedruckt und ein bisschen verkauft, aber eigentlich nur an Freunde. Aber irgendwann kam der Punkt, an dem man sich entscheiden muss: Entweder man lässt es oder man macht’s richtig. Da hab ich mich für das ganze Programm entschieden, neues Design, neues Logo, neue Website, hab mich in den Webshop gestürzt. Irgendwann hab ich mein Geld genommen und alles investiert. Als Student kann da nicht viel passieren. Wenn man schon in einem Land wie Deutschland lebt, wo man schon diese verflucht große Sicherheit hat, die einem auch manchmal auf den Keks geht. Das ist eine große Chance hier, und deswegen sollte man das auch nutzen, finde ich.</span></p>
<blockquote><p><strong style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;"><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">GOTS und fair wear</span></strong></p>
<p>Der Global Organic Textile Standard zeichnet nach strengen Kriterien Textilien aus ökologisch erzeugten Fasern aus, die unter umweltverträglichen und sozialen Herstellungsbedingungen produziert werden. Die fair wear foundation setzt sich in erster Linie für gerechte Arbeitsbedingungen in der Textilbranche ein. Mehr Infos unter <a href="http://www.global-standard.org/de/">www.global-standard.org/de</a> und <a href="http://www.fairwear.org/">www.fairwear.org</a></p></blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/04/degree-clothing/">&#8220;So ein kleiner Kindheitstraum&#8221;</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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