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	<title>Kai Weeber, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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	<title>Kai Weeber, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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		<title>Denken wir queer!</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Weeber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 22 Jul 2019 10:00:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[interview]]></category>
		<category><![CDATA[Pride]]></category>
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<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="576" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Titelbild-Queerreferat-1-1024x576.jpeg" alt="" class="wp-image-11604" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Titelbild-Queerreferat-1-1024x576.jpeg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Titelbild-Queerreferat-1-400x225.jpeg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Titelbild-Queerreferat-1-768x432.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Titelbild-Queerreferat-1-300x170.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Titelbild-Queerreferat-1.jpeg 1600w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Bild: Bao Han Pham </figcaption></figure></div>


<p><em>Die Zeit der Prideweeks ist in vollem Gange; am 13. und 14. Juli fand beispielsweise das große CSD-Straßenfest in München statt. Doch auch an unserer Universität bekommt die queere Community Aufschwung: am 10. Juni wurde der neue Vorstand des Queerreferats, Paul Kunstmann, vom studentischen Konvent bestätigt. Wir von Presstige haben mit Paul Kunstmann und Paul Hennig, einem freien Mitarbeiter des Queerreferats, gesprochen – über mehr Gleichberechtigung an der Uni, Aufklärung an Schulen und Pride in der Öffentlichkeit.</em></p>
<p><em>Presstige:</em> Das Queerreferat war ja für längere Zeit sehr inaktiv, in den letzten Monaten habt ihr es wieder ins Leben gerufen. Wie seid ihr denn auf die Idee gekommen, das selbst wiederzubeleben?</p>
<p><em>Paul Kunstmann: </em>Ich habe schon in der Schule nach dem Queerreferat an der Uni gesucht, weil ich mir dachte, dass es da irgendetwas geben muss. Neben einem Artikel von euch über das damalige Referat habe ich auf deren Homepage gesehen, dass quasi gar nichts stattfindet, es aber einen Verantwortlichen gibt. Also habe ich mir als Ziel gesetzt, diese zuständige Person ausfindig zu machen. Bei einer Campusführung der Jura-Einführungstage wurden wir auch zum AStA geführt und dort stand in Persona der amtierende Queerreferent. Anschließend bin ich zur Grünen Hochschulgruppe gegangen, habe mir seine Nummer geben lassen und mit ihm abgesprochen, dass ich gerne mithelfen kann. Paul kam dann auch noch dazu, weil im AStA immer fleißig Designer gesucht werden. Irgendwann haben wir dann den Posten übernommen, weil der alte Vorstand die Universität verlassen hat.</p>
<p><em>Presstige: </em>Und wie bist du dazu gekommen?</p>
<p><em>Paul Hennig</em>: Wir kannten uns schon vorher.</p>
<p><em>Paul Kunstmann</em>: Er ist mein freier Mitarbeiter.</p>
<p><em>Paul Hennig (grinst)</em>:&nbsp; Wir sind gleichberechtigt, obwohl ich nur freier Mitarbeiter bin. Ich kann einfach nicht Queerreferent sein, weil ich an der Hochschule studiere.</p>
<p><em>Presstige:</em> Vielen ist vielleicht gar nicht so klar, welche Aufgaben ihr als Queereferat übernehmt. Was macht ihr denn so?</p>
<p><em>Paul Kunstmann: </em>Wir haben Treffen und Veranstaltungen, zum Teil laden wir auch Referenten ein. Ansonsten bieten wir die Möglichkeit, sich gegenseitig kennenzulernen, über persönliche Fragen und zu reden, aber auch bei Spiele- oder Kochabenden Spaß zu haben, wie zum Beispiel auch bei Queerbeet.</p>
<p><em>Presstige: Welche Aktionen plant ihr denn noch für unsere Studierenden?</em></p>
<p><em>Paul Kunstmann:</em> Dazu gibt es bisher hauptsächlich Pläne. Wir sind übrigens offen für alle, es dürfen also nicht nur Studenten teilnehmen, sondern auch zum Beispiel Schüler oder Berufstätige. Jeder ist willkommen.</p>
<p><em>Paul Hennig:</em> Genau, da machen wir keine Unterschiede. Wir haben vor, ein Camp zu organisieren, auf dem sich queere Leute kennenlernen können. Außerdem haben wir bereits eine Notrufnummer eingerichtet, an die sich Leute wenden können, egal ob zu familiären, schulischen oder anderen Problemen, die mit queeren Identitäten zu tun haben.</p>
<p><em>Paul Kunstmann:</em> Auf lange Sicht wollen wir auch eine größere Gleichberechtigung und Akzeptanz an der Uni erreichen, zum Beispiel auch die Einrichtung von Unisex-Toiletten. Die sind unserer Ansicht nach ziemlich leicht umzusetzen, entgegen der häufigen Meinung. Anstatt der Schilder für Männer- und Frauentoiletten hängt man einfach Schilder mit den Bezeichnungen „Sitztoilette“ sowie &#8220;Steh- und Sitztoilette&#8221; auf.</p>
<p><em>Presstige: </em>Welche Maßnahmen ergreift ihr denn, um diese langfristigen Ziele zu verwirklichen?</p>
<p><em>Paul Hennig:</em> Was die externe Kommunikation betrifft, sind wir mit vielen anderen Verbänden wie Queerbeet, dem CSD Augsburg oder diversity München verbunden.</p>
<p><em>Paul Kunstmann: </em>In Zukunft wollen wir auch mit den queeren Christen hier in Augsburg zusammenarbeiten. Über diese Netzwerke wollen wir uns einfach eine Stellung aufbauen, mit der man dann auch etwas erreichen kann.</p>


<blockquote style="text-align:center" class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p> <strong>&#8220;So eine gewisse Normalität sollte den Jugendlichen einfach vermittelt werden.&#8221;</strong></p></blockquote>


<p><em>Presstige:</em> Als das alte Queerreferat noch aktiver war, gab es auch ein Schulprojekt. Wie sieht es denn damit aus?</p>
<p><em>Paul Hennig: </em>Das Schulprojekt soll es in Zukunft auch wieder geben. An vielen anderen Orten gibt es sowas auch schon und für uns wäre es natürlich schön, an unserer alten Schule, dem Holbein-Gymnasium, mit Aufklärung aktiv zu werden und Präsenz zu zeigen.</p>
<p><em>Presstige:</em> Geht ihr dann in Klassen und gebt Workshops?</p>
<p><em>Paul Hennig:</em> Wir wollen den Leuten eine Erfahrung bieten – Workshops klingt immer etwas kindisch –, bei der einem nähergebracht wird, was es heißt, diskriminiert zu werden, und auch eigene Erlebnisse mit ihnen teilen.</p>
<p><em>Presstige:</em> Solche Projekte sind auf jeden Fall dafür eine gute Sache. Es gibt aber mittlerweile ja auch vermehrt Forderungen, queere Themen stärker in den bayerischen Lehrplan mitaufzunehmen, auch ganz konkret in einzelne Fächer. Was haltet ihr davon?</p>
<p><em>Paul Kunstmann</em>: Soweit ich weiß, besitzt Bayern als einziges Bundesland noch keinen Aktionsplan „Regenbogen“ oder dergleichen. So einen Plan halten wir für notwendig, auch wenn es mit der aktuellen Politik in Bayern wahrscheinlich eher wenig Chancen darauf gibt. Es ist aber wichtig, um Akzeptanz zu schaffen, Vorurteile abzubauen und Betroffenen zu helfen.</p>
<p><em>Paul Hennig: </em>Wobei queere Inhalte schon in bestimmten Fächern miteingebaut sind, allerdings eher als optionale Themen. Bei mir am Gymnasium gab es tatsächlich mehrmals solche Einheiten, allerdings lag das wahrscheinlich hauptsächlich am Engagement der Außenstehenden.</p>
<p><em>Presstige: </em>Fändet ihr es dann zum Beispiel auch wichtig, dass im Biologieunterricht nicht nur über heterosexuellen Geschlechtsverkehr und Verhütung gesprochen wird, sondern auch über gleichgeschlechtliche Beziehungen?</p>
<p><em>Paul Kunstmann</em>: Bei mir wurde jedes Jahr Sexualaufklärung wiederholt und in einem Jahr haben Leute von Pro Familia auch über gleichgeschlechtliche Paare gesprochen.</p>
<p><em>Paul Hennig</em>: Dem muss ich leider widersprechen, ich hatte diese jährlichen Aufklärungsthemen nicht im Unterricht und auch kein Angebot von Pro Familia miterlebt. Ja, man sollte über Verhütung reden, nein, man sollte nicht darüber reden, wie Sex funktioniert, das finden die Leute schon selbst heraus. Viel wichtiger ist es, Druck abzubauen bezüglich Einstellungen wie „Bis zu diesem Alter muss man sein erstes Mal gehabt haben“ oder „Ein Outing hätte katastrophale Folgen“. So eine gewisse Normalität sollte den Jugendlichen einfach vermittelt werden.</p>
<p><em>Paul Kunstmann</em>: Ich finde es schon sinnvoll, dass Jugendliche im Unterricht auch verstehen, wie Sex funktioniert. Wichtig wäre es aber auch, gezielt übertriebene Geschlechterrollen abzubauen. Dazu hätten wir beispielsweise auch hier an der Uni die Idee, als Queerreferat nächsten Sommer ein Drag-Event zu veranstalten.</p>


<figure class="wp-block-image"><img decoding="async" width="1024" height="682" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Zwischenbild-funktioniert-1024x682.jpeg" alt="" class="wp-image-11606" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Zwischenbild-funktioniert-1024x682.jpeg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Zwischenbild-funktioniert-400x267.jpeg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Zwischenbild-funktioniert-768x512.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/07/Zwischenbild-funktioniert.jpeg 1880w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>Bild: <a rel="noreferrer" ss1563645533="1" href="https://www.pexels.com/@mccutcheon" class="broken_link">Sharon McCutcheon</a>, pexels.com</figcaption></figure>


<p><em>Presstige:</em> Beim Abbau solcher Stereotype sollen ja auch Christopher‑Street‑Days einen Beitrag leisten. Am 13. Juli seid ihr zum CSD nach München gefahren, wie war es denn?</p>
<p><em>Paul Hennig</em>: Es war echt toll, trotz des Regens ein wunderschöner Tag. Wir waren auch positiv überrascht, dass einige Leute sich der Fahrt angeschlossen haben, trotz unserer erst kürzlichen Neueröffnung. Einige unserer Gruppe waren sich auch nicht sicher, ob sie im Straßenzug mitlaufen wollen oder lieber am Rand zuschauen sollen, aber letztendlich haben sie sich dann doch mitreißen lassen von der positiven Stimmung. Die Leute sind ultrafreundlich – wenn man mal Luftküsse herumwirft, fangen auch selbst die grimmigsten Leute an zu grinsen. Wobei ich auch Schwule kenne, die den CSD anzweifeln, ob wir uns damit als Community nicht wieder zu unnormal darstellen würden. Letzten Endes geht es aber auch einfach darum, zu zeigen, dass wir keine kleine Minderheit von 2 bis 3 Prozent sind, sondern einen wesentlichen Teil der Gesellschaft ausmachen.</p>
<p><em>Presstige: </em>Was denkst du dann, sind die CSDs zu ausgelassen, sollten sie politischer sein?</p>
<p><em>Paul Kunstmann</em>: Im Endeffekt sind die CSDs politische Agenda, man zeigt Präsenz. Dieses Denken, dass CSDs unnötig oder schlecht wären, setzt ja voraus, dass in unserer Gesellschaft schon jeder so sein kann, wie man möchte, aber man muss sich zum Beispiel immer noch outen oder sein Leben nach bestimmten Geschlechterrollen leben.</p>
<p><em>Paul Hennig</em>: Ich finde es auch wichtig, dass CSDs stattfinden, allerdings finde ich den Namen etwas unpassend, da die heutigen Aktionen nicht mehr wirklich viel mit dem Ursprung zu tun haben. Was mir aber bei meinem ersten CSD in München aufgefallen ist, war, dass die Paraden sehr kommerzialisiert und teilweise zweckentfremdet werden. Da fahren Unternehmen und Parteien mit riesigen Wägen auf und wir als Untergruppe von diversity München gurken mit einem kleinen Traktor hinterher. Da hat man schon das Gefühl, dass viele Politiker und Unternehmen den Pride auch für ihre eigenen Zwecke nutzen, ohne sich um die eigentlichen Themen wirklich zu kümmern. Wenn hunderttausende von Euro in so einen Wagen gesteckt werden, um damit für sich Werbung zu machen, und die ehrenamtlichen Vereine in den Hintergrund rücken, finde ich auch ehrlich gesagt ziemlich erbärmlich.</p>
<p><em>Paul Kunstmann</em>: Ich finde es auch ziemlich fragwürdig, Politiker von der CSU einzuladen, die vor zwei Jahren noch gegen die Ehe für Alle gestimmt haben und plötzlich bei so einer Veranstaltung auftauchen, ohne auf queere Politik näher einzugehen. Hauptsache anwesend sein und den Leuten zustimmen, um sich nicht in fragwürdige Fahrwasser zu begeben.</p>


<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>&#8220;Dieses Denken, dass CSDs unnötig oder schlecht wären, setzt ja voraus, dass in unserer Gesellschaft schon jeder so sein kann, wie man möchte.&#8221;</p></blockquote>


<p><em>Presstige:</em> Es gibt also sowohl Gruppen, die Akzeptanz und Gleichberechtigung vorantreiben, als auch solche, die diese ausbremsen. Wie seht ihr die zukünftige Entwicklung Deutschlands für die queere Gemeinschaft?</p>
<p><em>Paul Kunstmann</em>: Die Akzeptanz ist ja in den letzten Jahrzehnten ziemlich deutlich gestiegen, trotz aktueller Gegenströmungen in der Politik. Ich bin auch zuversichtlich, dass es in Bayern irgendwann einen queeren Aktionsplan für die schulische Ausbildung geben wird. Momentan wird ja auch schon das Transsexuellengesetz überarbeitet.</p>
<p><em>Paul Hennig: </em>Für Deutschland sehe ich es sehr optimistisch, für andere Länder sehr schwierig. In vielen Ländern geht es eher in die andere Richtung. Wir erleben auch oft, dass queere Menschen aus anderen Ländern, gerade in Osteuropa, nach Deutschland oder andere westliche Länder kommen, weil sie in ihrer Heimat sehr starke Ablehnung erfahren. Da gehört nicht nur Russland dazu, sondern auch zum Beispiel die baltischen Länder, die ja in anderen Bereichen als sehr liberal gelten. Es gibt also noch einiges zu tun.</p>
<p><em>Die nächsten Treffen des neubelebten Queereferats finden wieder nach den Semesterferien statt. Wer Interesse hat, kann auf der Homepage up to date bleiben: </em><a href="http://www.queerreferat-augsburg.de" data-ss1563720832="1"><em>www.queerreferat-augsburg.de</em></a></p>
<p><em>Den Presstige-Artikel, auf welchen Paul damals gestoßen ist, könnt ihr hier nachlesen: <a href="http://presstige.org/2010/10/schwul-oder-was/" data-ss1563645533="1" data-ss1563720832="1">http://presstige.org/2010/10/schwul-oder-was/</a></em></p><p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/07/denken-wir-queer/">Denken wir queer!</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Division durch 0</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Weeber]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 04 Apr 2019 10:00:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[ausdruck]]></category>
		<category><![CDATA[gedicht]]></category>
		<category><![CDATA[liebe]]></category>
		<category><![CDATA[Trennung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wir haben durch 2 geteilt Das Geld und die Liebe Das Geld wurde knapper Aber wir waren glücklich Denn Liebe durch einhalb verdoppelt sich. Wir haben auch durch 3 geteilt Du und ich haben abgerundet Ich war glücklich damit aber...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/04/division-durch-0/">Division durch 0</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>
















Wir haben durch 2 geteilt<br>
Das Geld und die Liebe<br>
Das Geld wurde knapper<br>
Aber wir waren glücklich<br>
Denn Liebe durch einhalb verdoppelt sich.<br><br>
Wir haben auch durch 3 geteilt<br>
Du und ich haben abgerundet<br>
Ich war glücklich damit aber<br>
Warst du es auch?<br>
Warst du es vorher auch?<br><br>
Hättest du wenigstens durch 1 geteilt<br>
Du bekommst alles, ich bekomm nichts<br>
Ich wäre glücklich damit gewesen<br>
Ein klarer Schnitt<br>
Wir bleiben Freunde<br><br>
Doch du hast durch 0 geteilt<br>
Du glaubtest an ein Ergebnis<br>
Du hast nicht nachgedacht<br>
Jetzt ist alles hinüber<br>
Und wir sind tot.



</p>



<ul class="wp-block-gallery columns-1 is-cropped wp-block-gallery-1 is-layout-flex wp-block-gallery-is-layout-flex"><li class="blocks-gallery-item"><figure><img decoding="async" width="683" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/03/blossom-dead-dry-36449-683x1024.jpg" alt="" data-id="10939" data-link="http://presstige.org/?attachment_id=10939" class="wp-image-10939" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/03/blossom-dead-dry-36449-683x1024.jpg 683w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/03/blossom-dead-dry-36449-267x400.jpg 267w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/03/blossom-dead-dry-36449-768x1152.jpg 768w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption> <br>© pexels.com </figcaption></figure></li></ul>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2019/04/division-durch-0/">Division durch 0</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Ach du Schreck! &#8211; Geschenke auf den letzten Drücker</title>
		<link>https://presstige.org/2018/12/geschenke-auf-den-letzten-druecker/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Weeber]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 19 Dec 2018 09:41:26 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[geschenke]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Noch knapp eine Woche bis Heiligabend. Die Landschaft ist weiß bepudert, die Häuser und Wohnungen glitzern von Lichterketten und die Geschenke liegen gut verpackt im Vorrat, damit sie niemand sieht. Oder aber sie sieht niemand, weil keine da sind. Schuldgefühl...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2018/12/geschenke-auf-den-letzten-druecker/">Ach du Schreck! &#8211; Geschenke auf den letzten Drücker</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Noch knapp eine Woche bis Heiligabend. Die Landschaft ist weiß bepudert, die Häuser und Wohnungen glitzern von Lichterketten und die Geschenke liegen gut verpackt im Vorrat, damit sie niemand sieht. Oder aber sie sieht niemand, weil keine da sind. Schuldgefühl und Panik kriechen mit jeder Stunde und jedem Tag weiter nach oben, bis sie schließlich im Kopf angelangt sind; zumindest bei denjenigen, die noch nicht einmal einen Plan haben, welchen Verwandten und welchen Freunden sie welches Geschenk geben wollen. Die Uhr tickt…</p>


<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="560" height="315" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/12/Presstige-Weihnachtspecial-2.png" alt="" class="wp-image-10409" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/12/Presstige-Weihnachtspecial-2.png 560w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/12/Presstige-Weihnachtspecial-2-400x225.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/12/Presstige-Weihnachtspecial-2-300x170.png 300w" sizes="(max-width: 560px) 100vw, 560px" /><figcaption>Text: Kai Weeber &#8211; Bild: Pixabay &#8211; Illustration: Julia Brandl</figcaption></figure>



<h4 class="wp-block-heading">„Kein Problem! Ich besorge einfach Gutscheine!“</h4>


<p>Gratulation für diesen äußerst innovativen Vorschlag. Laut einer <a href="https://www.fom.de/forschung/institute/ifes/forschungsprojekte.html#!acc=fom-weihnachtsbefragung-2018" rel="noreferrer" ss1545165755="1" ss1545213825="1" class="broken_link">Befragung der FOM Hochschule</a> 2018 verschenken 51 Prozent der Deutschen an Weihnachten gerne Gutscheine. Natürlich sind auch andere Güter wie Drogerieartikel oder Bücher recht beliebt, nichtsdestotrotz bleibt der Gutschein das triviale Geschenk schlechthin. Zugegeben, wenn man wenig Zeit und wenig Kreativität besitzt, ist das eine gute Lösung. Die beschenkte Person nimmt einem selbst die Wahl eines passenden Geschenks ab und erspart einem zugleich den Kampf auf Leben und Tod in den Kaufhäusern kurz vor Weihnachten. Die Krönung all dessen ist vermutlich der Amazon-Gutschein. Wer seine Nächsten so schlecht kennt, dass man nicht einmal weiß, ob sich jemand für Bücher, Kino oder Musik interessiert, der greift ganz bequem auf das unendliche Sortiment des Internet-Monopolisten zurück. Für alle, die sich nun persönlich angegriffen fühlen: Auch ich habe schon Gutscheine verschenkt. Gerade bei Verwandten, die scheinbar weder Hobbies noch Interessen haben, bleiben häufig nicht viele Alternativen. Nichtsdestotrotz kann es dazu verleiten, sich wenig Gedanken darum zu machen, dass das Geschenk auch wirklich persönlich ist und zeigt, dass man den anderen kennt und wertschätzt.</p>


<h4 class="wp-block-heading">„Na schön, wenn Kaufen anscheinend so unpersönlich ist, dann stelle ich selbst etwas her!“ </h4>


<p>Schon besser. Jetzt kommt es darauf an, wo die eigenen Fähigkeiten liegen. Wer handwerklich geschickt ist, bastelt ein paar schöne Staubfänger, wer gut backen kann, zaubert ein paar leckere Plätzchen, die nach Weihnachten genauso liegen bleiben wie der Rest des Schokoladenweihnachtsmannes. Scherz beiseite, es gibt natürlich auch viele nützliche Geschenkideen, denen man seine ganz persönliche Note mitgeben kann. Wer auf pinterest nach „DIY Weihnachtsgeschenke“ sucht, wird schier erschlagen von der Flut an Ideen, die sich über einem ergießt. Auch zwei meiner Kolleginnen haben sich in dieser Adventszeit an Rezepten für Plätzchen und Punsch probiert, den Artikel darüber könnt ihr <a href="http://presstige.org/2018/12/zwei-rezepte-die-dir-die-weihnachtszeit-versuessen/" data-ss1545165755="1" data-ss1545203786="1">hier</a> lesen. Ob sich hingegen viele darüber freuen, wenn man Ihnen eine Kerze schenkt, die rundherum mit Zimtstangen beklebt ist, sei dahingestellt. Um gute Ideen für Geschenke zu finden, die auch noch zur Tante oder zum besten Freund passen, braucht man wiederum eines – Zeit.</p>


<h4 class="wp-block-heading">„Nichts ist recht.“</h4>


<p>Darüber kann man tatsächlich nachdenken, und zwar im doppelten Sinne. Der <a href="https://einzelhandel.de/?option=com_content&amp;view=article&amp;id=1886" rel="noreferrer" ss1545165755="1" ss1545213825="1" class="broken_link">Handelsverband Deutschland</a> prognostiziert für das Weihnachtsgeschäft 2018 einen Gesamtumsatz von über 100 Milliarden Euro; eine Person gibt im Weihnachtsgeschäft 2018 voraussichtlich 472 Euro im Durchschnitt aus. Dieser Durchschnitt bezieht sich natürlich auf die Gesamtbevölkerung, dementsprechend liegen Schüler und Studenten bei Weitem unter dem Durchschnitt. Trotzdem kann man sich angesichts dieses unvorstellbaren Geldwerts fragen, wo genau der Zweck darin liegt, so viel auszugeben. So liegt der Schritt nahe, von „Nichts ist recht“ zu „Nichts schenken ist recht“ zu kommen. Doch dafür ist es jetzt vermutlich zu spät; der Vorschlag, sich dieses Jahr an Weihnachten nichts zu schenken, klingt zwei Tage vor Weihnachten eher nach einer Ausrede als nach einer Vereinbarung. Einziger Ausweg: sich mit schwarzem Antikapitalismus-Pulli unter den Baum setzen und sagen: „Ich unterstütze dieses System nicht! Kein Geld den Monopolkapitalisten!“ Wobei, wenn man mit diesen 100 Milliarden Euro gemeinnützige Zwecke unterstützen würde, wäre das wahrscheinlich ein größerer Gewinn als eine weitere Charge an Amazon-Gutscheinen. Die Idee ist tatsächlich interessant: Statt einem Geschenkgutschein verschenkt man einen Gutschein für eine Spende an die SOS-Kinderdörfer oder die Igelhilfe. Es gibt Leute, denen ich es zutrauen würde, dass sie sich darüber freuen – und dann gibt es auch wieder welche, denen ich das nicht zutrauen würde. Aber ausgefallen ist diese Geschenkidee allemal.</p>


<h4 class="wp-block-heading">„Was soll ich jetzt nun machen?!“</h4>


<p>Ruhe bewahren. Schreibe alle Freunde und Verwandte auf einen Zettel, denen du etwas schenken möchtest. Sammle zu jeder Person Stichworte, wofür sie sich interessiert und was sie in ihrer Freizeit macht. Dann lege den Zettel zur Seite und beschäftige dich den restlichen Nachmittag mit etwas völlig Anderem. Die besten Ideen kommen, wenn man nicht nach ihnen sucht – das ist kein kitschiger Kalenderspruch, sondern nennt sich „Inkubation“ und ist tatsächlich eine gute Vorgehensweise, um Einfälle zu bekommen. Und wenn dir wirklich nichts mehr einfällt, was du deinem Onkel oder deiner Oma schenken willst, dann schenke Zeit. Wann hast du zuletzt mit Ihnen einen ganzen Nachmittag verbracht? Zeit ist knapp und ein Geschenk, das zeigen kann, wie viel dir jemand wert ist. Am besten in Form eines Zeitgutscheins.</p><p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2018/12/geschenke-auf-den-letzten-druecker/">Ach du Schreck! &#8211; Geschenke auf den letzten Drücker</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Welcome to the jungle – Überleben im Verwaltungstrakt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Weeber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Nov 2018 11:07:06 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
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		<category><![CDATA[kommentar]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist 8 Uhr morgens. Für manche vielleicht ein normaler Arbeitsbeginn – für Studenten einfach nur wahnsinnig früh. Ich gehe die Treppen hinauf zur Universitätsverwaltung. Es ist ein erstes Vorstoßen in das Dschungelgebiet, welches ich heute erkunden werde. Es geht...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2018/11/welcome-to-the-jungle-ueberleben-im-verwaltungstrakt/">Welcome to the jungle – Überleben im Verwaltungstrakt</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_10125" aria-describedby="caption-attachment-10125" style="width: 400px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10125 size-medium" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/11/jungle-406780_1920-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/11/jungle-406780_1920-400x300.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/11/jungle-406780_1920-768x576.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/11/jungle-406780_1920-1024x768.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/11/jungle-406780_1920.jpg 1920w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-10125" class="wp-caption-text">Text: Kai Weeber, Foto: (c) Pexels</figcaption></figure></p>
<p>Es ist 8 Uhr morgens. Für manche vielleicht ein normaler Arbeitsbeginn – für Studenten einfach nur wahnsinnig früh. Ich gehe die Treppen hinauf zur Universitätsverwaltung. Es ist ein erstes Vorstoßen in das Dschungelgebiet, welches ich heute erkunden werde. Es geht darum, den besten Platz und Termin für den Glühweinverkauf der Fachschaften im Advent zu ergattern. Das ist es wert, sich in aller Frühe auf den Weg zu machen.<em><br />
„Guten Tag, ich brauche von Ihnen eine Unterschrift für diesen Raumantrag.“<br />
</em><em>„Die kann ich Ihnen nicht geben, dafür müssen Sie zum AStA.“<br />
</em><em>„Aber der AStA hat gestern eine Rundmail geschrieben, dass wir zuerst hierherkommen müssen.“<br />
</em><em>„Das steht auf diesem Rundschreiben aber anders.“</em></p>
<p>Wenn sich zwei streiten, dann freut sich nicht der Dritte – es freut sich gar keiner. Besonders nicht kleine Mitglieder aus unbekannten Fachschaften, die von Raumanträgen überhaupt keine Ahnung haben. Die Landkarte, welche mir den Weg durch den Busch weisen soll, ist nichts mehr als ein nutzloses Stück Papier.<br />
Jetzt heißt es warten vor dem AStA-Büro. Zwei andere Mitglieder aus einer anderen Fachschaft sind auch schon anwesend. Ein Dritter telefoniert angeregt mit dem Vorstand des AStA.<br />
<em>„Das offizielle Rundschreiben war Müll. Das Chaos ist perfekt.“</em></p>
<p>Ein Mitglied des AStA erscheint und schließt die Tür zum Büro auf. Man wird eine Liste anfertigen, auf der alle Termin- und Raumwünsche eingetragen werden. Zum Glück gibt es noch keine Kollisionen, die Notlösung könnte funktionieren. Aus einstigen Konkurrenten formiert sich eine Gruppe mutiger Tropenkämpfer. Gemeinsam macht sich der Expeditionstrupp (vier Personen) in den Dschungel der Universitätsverwaltung auf.<br />
<em>„Wir wissen nicht, wie es laufen soll. Bitte verlassen Sie das Büro und warten Sie auf dem Flur.“</em></p>
<p>Erwartungsvoll schlägt das Expeditionsteam ein Lager auf. Zwar droht keine Gefahr, von einem wilden Tier entdeckt und gefressen zu werden, doch entscheiden die Geschehnisse jenseits der Türe darüber, welchen Pfad wir einschlagen werden – und wie lang dieser sein wird. Die Gruppe bangt. Mittlerweile hat sich unsere Expedition um zwei Studenten erweitert.<br />
<em>„Fachschaft MuK?“<br />
</em><span style="font-size: 1em;">Ich betrete das Büro.<br />
</span><em>„Sie müssen nun noch den Antrag vom AStA stempeln lassen und eine Adresse angeben, an die die Nutzungsvereinbarung geschickt wird. Und schreiben Sie bitte noch dazu, was ‚MuK‘ überhaupt bedeuten soll.“</em></p>
<p>Zurück in vertrauten Gefilden lasse ich den Antrag abstempeln. Fehlt noch die Adresse. Doch welche Adresse eigentlich? Vier Kontaktversuche zu meinen Vorgesetzten, welche mich auf diese Expedition geschickt haben, enden erfolglos.<br />
<em>„Wir gehen schonmal hoch. Bis später dann!“</em></p>
<p>Meine Kompagnons ziehen ohne mich weiter. Am liebsten würde ich hinterherrennen und rufen: „Wartet auf mich! Lasst mich nicht alleine zurück!“ Doch die momentane Mission geht vor. Nach 10 Minuten erlöst mich eine Ehemalige des Fachschaftsvorstandes. Adresse drauf und zurück in den Busch.<br />
<em>„Jetzt brauchen Sie aber noch eine Unterschrift von der Technik.“</em><br />
<em>„Aber wieso? Die Technik muss doch nur über Starkstromanschlüsse Bescheid wissen.“</em><br />
<em>„Von Starkstrom steht hier nichts auf diesem Formular.“</em></p>
<p><figure id="attachment_10141" aria-describedby="caption-attachment-10141" style="width: 400px" class="wp-caption aligncenter"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-10141 size-medium" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/11/suspension-bridge-959853_960_720-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267"><figcaption id="caption-attachment-10141" class="wp-caption-text">(c) Pixabay</figcaption></figure></p>
<p>Immer tiefer wage ich mich in das Labyrinth vor. Ein Stockwerk tiefer höre ich aus dem Verborgenen eine lautere Stimme:<br />
<em>„Was wollen Sie noch von mir?! Ich habe überall angerufen, ich kann Ihnen nichts sagen!“<br />
</em>Ich spähe um die Ecke und entdecke den Rest des Expeditionstrupps. Nunmehr wieder zu sechst, hoffen wir auf den Weg zur Lichtung.<br />
<em>„Gehen Sie bitte zur Leittechnik und fragen Sie dort nach!“</em></p>
<p>Die Leittechnik liegt einsam und verlassen. Der Pfad, der uns versprochen wurde, wird nun von finsteren Ranken versperrt. Mittlerweile hat sich ein eindeutiger Expeditionsleiter herausgebildet. Mit entschlossener Miene spricht er:<br />
<em>„Wir gehen zu der Person, die für das gesamte Chaos verantwortlich ist.“</em></p>
<p>Wir steuern unweigerlich auf die Mitte des Urwaldes zu. Mittlerweile umfasst unsere Expedition 8 unverdrossene Forscher, welche nur noch ein Ziel vor Augen haben: den Antrag für einen Glühweinverkauf loszuwerden. Wir verlangen Einlass zum Häuptling, doch die Sekretärin verwehrt uns unsere Hoffnungen.<br />
<em>„Sie können jetzt nicht mit ihm reden, er ist in einer Besprechung.“<br />
</em><em style="font-size: 1em;">„Dann sagen Sie uns doch bitte, was wir tun sollen.“<br />
</em><em>„Dafür sind wir hier nicht zuständig. Gehen Sie zur Leittechnik.“<br />
</em><em>„Dort ist niemand.“<br />
</em><em>„Das ist nicht unsere Aufgabe, dann können wir nicht helfen.“<br />
</em><em>…<br />
</em><em>„Gut, dann gehen wir jetzt zum Kanzler.“</em></p>
<p>Wir sind im Herzen des Dschungels angelangt. Tiefer geht es nicht – werden wir ihn überhaupt jemals wieder verlassen? Und falls ja, lebendig?<br />
<em>„Guten Tag, könnten wir mit dem Kanzler sprechen? Es geht um einen Glühweinverkauf.“<br />
</em>Verdutzt starrt die Sekretärin unseren achtköpfigen Trupp an.<br />
<em>„Warten Sie, ich kläre die Sache. Könnten Sie bitte kurz draußen warten?“</em></p>
<p>Eine Viertelstunde später verlassen wir den Dschungel, am Ende unserer Kräfte, aber um je einen Raumantrag erleichtert. Inzwischen ist es kurz nach zehn. Zurück in der Zivilisation, lasse ich mich auf einer Bank nieder und überlege, ob eine Raumanmeldung für einen Glühweinverkauf nicht auch in zehn Minuten hätte erledigt sein können. Doch eine Sache ist sicher: Diese Expedition in den Urwald der Universitätsverwaltung werde ich so schnell nicht vergessen.</p>
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		<title>Aber wohin nur? &#8211; Vier Städteziele in Bayern, die einen Tagesausflug wert sind</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Weeber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Sep 2018 08:30:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[ausflug]]></category>
		<category><![CDATA[stadt]]></category>
		<category><![CDATA[städte]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>München, Nürnberg, Regensburg – diese großen Städte Bayerns dürften den Meisten ein Begriff sein. Doch die Semesterferien dauern noch an, da wäre doch eigentlich genug Zeit, vielleicht ein paar neue Orte kennenzulernen. In der Tat hält auch so manche etwas...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_9881" aria-describedby="caption-attachment-9881" style="width: 400px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9881 size-medium" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/augsburg-3080437_960_720-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/augsburg-3080437_960_720-400x225.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/augsburg-3080437_960_720-768x432.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/augsburg-3080437_960_720-300x170.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/augsburg-3080437_960_720.jpg 960w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-9881" class="wp-caption-text">Text: Kai Weeber</figcaption></figure></p>
<p><span style="font-weight: 400;">München, Nürnberg, Regensburg – diese großen Städte Bayerns dürften den Meisten ein Begriff sein. Doch die Semesterferien dauern noch an, da wäre doch eigentlich genug Zeit, vielleicht ein paar neue Orte kennenzulernen. In der Tat hält auch so manche etwas kleinere Stadt die ein oder andere Sehenswürdigkeit parat. Dafür habe ich mich auf die Suche gemacht:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">1.Bamberg</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-9883" style="font-size: 1em;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bamberg-3392588_960_720-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bamberg-3392588_960_720-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bamberg-3392588_960_720-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bamberg-3392588_960_720.jpg 960w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Seit 1993 zählt das fränkische Rom mit seiner historischen Altstadt zum Weltkulturerbe. Beim Schlendern durch die Gassen zwischen den vielen mittelalterlichen Fachwerkhäusern wird man früher oder später unweigerlich auf den Bamberger Dom stoßen, dessen vier Türme über weite Teile der Innenstadt zu sehen sind. Gleich daneben findet man die Neue Residenz, den barocken Sitz der früheren Fürstbischöfe mit zahlreichen Barockgemälden sowie dem eindrucksvollen Kaisersaal. Daneben gibt es auch auf kultureller Seite etwas zu entdecken: die Villa Concordia ist eine Einrichtung, in der internationale Künstler für bis zu ein Jahr an verschiedenen Projekten arbeiten. Deshalb finden hier unterschiedliche Ausstellungen, Lesungen und Konzerte von renommierten Stipendiaten statt. Abends kann man schließlich gemütlich in einer der Kneipen den Tag ausklingen lassen oder aber im Club noch einmal aufdrehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">2.Passau</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-9884" style="font-size: 1em;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/old-town-1055090_960_720-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/old-town-1055090_960_720-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/old-town-1055090_960_720-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/old-town-1055090_960_720.jpg 960w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Geteilt wird die Stadt nahe der österreichischen Grenze von gleich drei Flüssen, nämlich dem Inn, der Donau und der Ilz. Diese fließen alle in Passau zusammen. Wer also gerne Schiff fährt, kann hier die Stadt bei einer Rundfahrt aus verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen oder aber einen Abstecher nach Österreich wagen. Zu Wasser oder auch zu Fuß bei einem Spaziergang entlang der Promenade umrundet man den Dom St. Stefan, der ebenfalls einen Besuch wert ist. Über der Stadt zwischen Donau und Ilz thront zudem die Veste Oberhaus, eine Festungsanlage aus dem 13. Jahrhundert. Kunstfreunde können auf dem Weg dorthin außerdem noch das Museum Moderner Kunst am Donauufer besuchen. Und alle, die zwischen Augsburger Plärrer und Münchner Oktoberfest noch Lust auf Volksfest haben, können es sich noch im Bierzelt auf dem Passauer Herbstdult gut gehen lassen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">3.Rothenburg</span><span style="font-size: 1em;">ob der Tauber</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-9885" style="font-size: 1em;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/rothenburg-of-the-deaf-1622693_960_720-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/rothenburg-of-the-deaf-1622693_960_720-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/rothenburg-of-the-deaf-1622693_960_720-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/rothenburg-of-the-deaf-1622693_960_720.jpg 960w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Teil der romantischen Straße wird Rothenburg von Touristen aus der ganzen Welt besucht, obwohl die Stadt selbst nur ca. 11.000 Einwohner besitzt. Wer einen authentischen Einblick in eine mittelalterliche Kleinstadt gewinnen will, kann mit einem Ausflug hierhin nichts falschmachen. Die alte Stadtmauer um den Stadtkern ist vollständig erhalten und sogar zu großen Teilen begehbar. Nach einem Rundgang bietet sich noch die Möglichkeit, etwas über die deutsche Justizgeschichte im mittelalterlichen Kriminalmuseum zu lernen. Dort kann man unter anderem auch schaurige Exponate zu Folter und Hexenverfolgung begutachten. Für alle Freunde des Weihnachtsfests gibt es zudem noch das Deutsche Weihnachtsmuseum, in dem man sich schon jetzt zwischen Krippen, Lichtern und Weihnachtsmännern in feierliche Stimmung versetzen lassen kann.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">4.Bad Reichenhall</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-9882" style="font-size: 1em;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bad-reichenhall-320314_960_720-400x341.jpg" alt="" width="400" height="341" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bad-reichenhall-320314_960_720-400x341.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bad-reichenhall-320314_960_720-768x655.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bad-reichenhall-320314_960_720.jpg 844w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wen es in die Berge zieht, sollte vielleicht einen Blick auf die Kreisstadt im Berchtesgadener Land werfen. Vor allem ist Bad Reichenhall bekannt für seine Salzgewinnung. Dementsprechend kann man dort die Alte Saline besichtigen, welche mittlerweile nicht mehr in Betrieb ist, dafür aber zu einem Museum umfunktioniert wurde. Im Anschluss bietet sich für alle Wanderlustigen eine der Touren auf oder beim Predigtstuhl an, zum Beispiel der Rundweg über den Dötzenkopf. Alternativ kann man den Predigtstuhl natürlich auch per Seilbahn bezwingen. Nach einer Runde durch die Fußgängerzone kann man den Tag bei einem Spaziergang durch den Königlichen Kurgarten entspannt ausklingen lassen. In der königlichen Konzertrotunde erklingt dort jeden Abend Musik von unterschiedlichen Ensembles.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vielleicht hat ja eines der Ausflugsziele euer Interesse geweckt. Viel Spaß weiterhin in den Semesterferien!</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2018/09/aber-wohin-nur-vier-staedteziele-in-bayern-die-einen-tagesausflug-wert-sind/">Aber wohin nur? &#8211; Vier Städteziele in Bayern, die einen Tagesausflug wert sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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