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	<title>russland Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>Wie fühlt sich ein Krieg an?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Laura Lindig]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Mar 2022 08:14:23 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der Krieg in der Ukraine dauert an. Wie nehmen die Menschen in Russland die Situation wahr? Insbesondere die Zivilbevölkerung, ist von starken Sanktionen und deren Auswirkungen betroffen. Aufgrund der wenigen Informationen, die aus Russland zu uns nach Deutschland bzw. Europa gelangen, wissen wir nur wenig über den Alltag der russischen Bevölkerung. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2022/03/wie-fuehlt-sich-ein-krieg-an/">Wie fühlt sich ein Krieg an?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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									<p>Seit über einem Monat herrscht Krieg in der Ukraine.</p>
<p>Täglich erreichen uns in Deutschland Nachrichten über zerstörte Gebäude, Geflüchtete und verstorbene Menschen. Die Schreckensmeldungen reißen einfach nicht ab, sondern ein Loch in die Herzen derer, die sich um ihre Familien, Freunde, Bekannte und das eigene Zuhause sorgen. Besonders die ukrainischen Bürgerinnen und Bürger leiden.</p>
<p>Andererseits ist auch Russland, insbesondere die russische Zivilbevölkerung, von starken Sanktionen und deren Auswirkungen betroffen. Aufgrund der wenigen Informationen, die aus Russland zu uns nach Deutschland bzw. Europa gelangen, wissen wir nur wenig über den Alltag der russischen Bevölkerung. Meist können wir nur erahnen was vor sich geht. Wie erleben die Menschen die aktuelle Lage? Darüber berichtet die Augsburger Studentin Alexandra im heutigen Interview.</p>								</div>
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									<p>Dieser Artikel ist Teil unserer Cross-Media Reihe. Wer noch mehr über die aktuelle Situation in der Ukraine erfahren möchte, kann sich bei KanalC informieren. Dort wird der Krieg aus ukrainischer Sicht beleuchtet.</p>								</div>
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									<p><strong>Ich freue mich sehr, dass du heute Zeit für das Interview gefunden hast. Zum Einstieg wäre es wirklich schön, wenn du etwas über dich erzählen könntest.</strong></p>
<p>Hallo, ich heiße Alexandra. Ich bin 21 Jahre alt, studiere in Augsburg Medien und Kommunikationswissenschaft und stamme ursprünglich aus Moskau. In meiner Freizeit bin ich bei Presstige tätig, fotografiere, singe und zeichne gerne. Ich lebe jetzt seit fast vier Jahren hier in Augsburg. Meine erste Station in Deutschland war Heidelberg. Dort absolvierte ich mein Studienkolleg, damit mein Abitur anerkannt wurde. Danach kam ich nach Augsburg, weil mir die Stadt sehr gut gefiel.</p>
<p><strong>Wie geht es dir momentan?</strong></p>
<p>Eigentlich ist es ganz „okay“. Zurzeit bin ich jedoch extrem mit dem Studium und der Arbeit überfordert. Natürlich überfordert mich aber auch die Situation in der Ukraine.</p>
<p><strong>Wie hast du ganz persönlich diesen Moment erlebt, als du erfuhrst, dass Krieg herrscht?</strong></p>
<p>Zuallererst verstand ich gar nicht was passierte. Für mich war es ein großer Schock. Drei, vier Minuten habe ich überhaupt nicht gesprochen, aber nach einiger Zeit, ungefähr 5 Minuten, fing ich an zu weinen und habe extrem Panik bekommen. Ich habe sehr viele Freunde in der Ukraine, um die ich Angst habe. Ich habe alle kontaktiert, die ich kannte. Auch sie konnten nicht verstehen, was gerade passierte. Ich war so erschüttert, dass ich mehrere Tage Kopfschmerzen bekam und mich wie in einem Paralleluniversum fühlte. Ich konnte einfach nicht glauben, was passiert war. Einige Tage schlief ich deswegen sehr wenig. Mir ging es sehr schlecht und teilweise geht es mir immer noch schlecht, weil ich mich schuldig fühle.</p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #00ccff;"><em>Es geht darum, dass ich Russin bin und Scham gegenüber meinem Land empfinde, weil ich den Krieg nicht unterstütze. </em></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="color: #00ccff;"><em>&#8211; Alexandra </em></span></p>
<p><strong>Ist deine Familie noch in Russland? Wenn ja, wie gestaltet sich der Kontakt zu ihnen?</strong></p>
<p>Ich bin vor vier Jahren nach Deutschland wegen des Studiums gekommen. Meine Familie ist in Moskau geblieben. Der Kontakt läuft immer über soziale Netzwerke. Sie nutzen kein Facebook oder Instagram, aber wir kommunizieren über Telegram und WhatsApp. Die Grenzen sind zwar nicht geschlossen, aber die Flüge nach Russland gestrichen. Deshalb ist es sehr schwer meine Familie persönlich zu treffen. Vor ein paar Tagen bin ich nach Russland gefahren. Es war mir möglich bis nach Estland zu fliegen und dann mit mehreren Umstiegen in Busse und Züge nach Moskau weiterzureisen, weil ich meine Familie sehen wollte und wichtige Dokumente abholen musste. Die Reise war für mich einfach nur anstrengend.</p>
<p><strong>Wie wird der Krieg innerhalb deiner Familie empfunden?</strong></p>
<p>Natürlich können meine Eltern auch nicht fassen, dass der Krieg stattfindet. Sie verstehen, dass sie nicht am Krieg schuld sind, aber sie fühlen sich sehr schuldig, weil sie Russen sind. Das zieht sie extrem runter und sie leiden psychisch sehr. Sie wollen einfach nur, dass der Krieg vorbei ist und es Frieden gibt. Sie haben den Krieg nicht gewollt.</p>
<p><strong>In den Nachrichten wird darüber berichtet, dass viele Konzerne und Geschäfte in Russland schließen oder von Sanktionen betroffen sind. Wie gestaltete sich aktuell das alltägliche Leben in Russland. Was bekommst du davon mit?</strong></p>
<p>Viele Konzerne schließen, aber das ist nicht wirklich ein Problem. Es ist kein Vergleich zu der Situation in der Ukraine. Die Menschen erleben dort schreckliche Dinge. Natürlich ist aber auch das Alltagsleben in Russland eingeschränkt. Zum Beispiel werden Menschen spontan von Regierungsleuten oder der Polizei kontrolliert, müssen ihre Handys mit allen Inhalten zeigen. Soziale Netzwerke wie Instagram oder Facebook sind gesperrt. Für die Menschen ist es nicht möglich zu demonstrieren. Wenn man zum Beispiel als einzelne Person mit einem Plakat gegen den Krieg auf die Straße geht, kann man sofort ins Gefängnis kommen oder den Job verlieren. Alles ist sehr teuer und die Menschen können sich ohne Beruf das Essen nicht leisten. Wovon sollen sie sich ernähren? Auch die freien Medien wie Zeitungen, Magazine oder Fernsehkanäle sind gesperrt.</p>
<p><strong>Spürt deine Familie die Auswirkungen der Sanktionen?</strong></p>
<p>Meine Familie spürt die Auswirkungen in finanzieller Hinsicht. Der Wert des Rubels ist gesunken, aber die Gehälter bleiben gleich oder werden sogar niedriger. Meine Mutter bekommt ihr Gehalt momentan nicht ausgezahlt. Deshalb unterstütze ich meine Familie finanziell und arbeite viel. Das schlimmste ist aber, dass meine Oma und mein Opa sich keine Medikamente leisten können oder es die Medikamente wegen der Sanktionen einfach nicht gibt. Es wird nichts aus Deutschland oder Europa geliefert. Der Lebensmittelmangel macht sich bemerkbar, denn viele Grundnahrungsmittel wie Zucker, Salz und Reis verschwinden aus den Supermärkten.</p>
<p><strong>Wie gehen deiner Meinung nach die Menschen in Russland mit der Situation um?</strong></p>
<p>Vielen geht es psychisch sehr schlecht. Die meisten haben Freunde, Verwandte oder Bekannte in der Ukraine und sorgen sich Tag und Nacht. Die Menschen trauen sich nicht etwas gegen den Krieg zu sagen, weil sie Angst davor haben im Gefängnis zu landen oder ihren Job zu verlieren. Die die gegen den Krieg sind, sind Menschen aus der Mittelschicht oder Intellektuelle. Die Sanktionen beeinflussen überwiegend das einfache russische Volk und nicht die Menschen die es treffen sollte, wie Regierungsmitglieder oder Oligarchen.</p>
<p><strong>Wie ist das Leben in Deutschland gerade für dich? </strong></p>
<p>Es ist sehr anstrengend und schwierig, weil sich meine Familie nicht finanzieren kann. Ich lese kaum Nachrichten, damit ich mich nicht noch schlechter fühle. Aber leider sind die Gedanken nicht vermeidbar vor allem, weil ich jeden Tag Menschen aus der Ukraine in der Straßenbahn oder in der Stadt sehe.</p>
<p><strong>Sprichst du mit Freunden in Deutschland über den Krieg? </strong></p>
<p>Ja, wir sprechen darüber und versuchen uns gegenseitig zu unterstützen. Ich habe sowohl deutsche Freunde als auch Freunde aus anderen Nationen. Meine Freunde sind intelligent und möchten den Kontakt zu mir nicht abbrechen, weil ich aus Russland komme. Manchmal ist es jedoch im Alltag sehr schwierig, da wir auf der Straße komisch angesehen werden, wenn wir Russisch sprechen. Viele wissen glaube ich nicht, dass auch viele Leute die aus der Ukraine stammen, Russisch sprechen.</p>
<p><strong>Was wünschst du dir von der deutschen bzw. russischen Regierung? </strong></p>
<p>Von der russischen Regierung wünsche ich mir, dass der Krieg beendet wird und wir in einer Demokratie leben können. Die russischen Menschen verstehen, dass die Demokratie auch für Russland sehr gut wäre. Deshalb leiden wir sehr. Außerdem wünsche ich mir, dass sich die russische Regierung aus den Angelegenheiten anderer Länder heraushält.</p>
<p>Von der deutschen Regierung wünsche ich mir, dass es keine Sanktionen gegen die breite russische Bevölkerung gibt oder gegen Personen aus Russland die hier leben.</p>
<p>Viele verstehen nicht, dass die russischen Menschen nicht einfach demonstrieren gehen können. Viele Gesetzte sind sehr repressiv und deshalb trauen sich die Leute nicht zu aufzustehen. Wer nie in Russland gelebt hat, wird das nie verstehen können. Es wird nur aus der demokratischen, westlichen Sicht auf die russischen Menschen geschaut. Ich würde mir wünschen, dass auch unsere Sicht auf die Dinge gehört werden würde.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt;"><em><span style="color: #00ccff;">Ich träume davon, dass der Krieg zu Ende ist und es Frieden gibt. </span></em></span></p>
<p style="text-align: center;"><span style="font-size: 12pt;"><em><span style="color: #00ccff;">&#8211; Alexandra</span></em></span></p>
</blockquote>
<p><strong>Vielen Dank für deine Offenheit! </strong></p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2022/03/wie-fuehlt-sich-ein-krieg-an/">Wie fühlt sich ein Krieg an?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Augsburg zeigt Solidarität mit der Ukraine</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Rudnew]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 24 Feb 2022 22:24:42 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Dem Aufruf des Ukrainischen Vereins Augsburg folgten heute einige Hundert Menschen. Bei der Kundgebung drückten Augsburger:innen ihre Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung aus.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2022/02/augsburg-zeigt-solidaritaet-mit-der-ukraine/">Augsburg zeigt Solidarität mit der Ukraine</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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									<p><strong>Der Angriff Russlands auf die Ukraine sorgte in ganz Europa für Schrecken. In vielen Ländern sind Menschen auf die Straße gegangen, um Solidarität mit der Ukraine zu zeigen und um für den Frieden zu demonstrieren. Auch in Augsburg.</strong></p>								</div>
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									<p>Am Donnerstagnachmittag versammelten sich einige hundert Menschen auf dem Rathausplatz, um Solidarität mit der ukrainischen Bevölkerung zu zeigen. Aus dem Grau der Wintermäntel strahlten die gelb-blauen Fahnen der Ukraine. Viele trugen die Flaggen in der Hand oder um die Schultern gelegt. Auch Oberbürgermeisterin Eva Weber bekam eine als Geschenk des Ukrainischen Vereins Augsburgs, dem Organisator der Kundgebung. Die Oberbürgermeisterin sei gekommen, um sich mit den ukrainischen Bürger:innen in Augsburg und der ukrainischen Bevölkerung vor Ort solidarisch zu zeigen. In ihrer Ansprache versicherte sie, dass Menschen, die vor dem Krieg fliehen, in Augsburg willkommen seien und dass sich die Stadt unter ihrer Leitung darauf vorbereite, die Versorgung gewährleisten zu können. Die Oberbürgermeisterin sei nicht allein, mit ihr sind auch Stadträt:innen gekommen, die vorzeitig ihre Sitzung beendeten, um dabei sein zu können.  </p><p>Die Kundgebung bestand aus vielen Redebeiträgen, neben Eva Weber sprachen unter anderem Matthias Lorentzen, Vorstand des Bündnisses für Menschenwürde, und Didem Laçın Karabulut, Vorsitzende des Integrationsbeirates in Augsburg. Die Redner:innen verurteilten den Krieg scharf und benannten den russischen Präsidenten Wladimir Putin als Aggressor. Jetzt müssen sich alle klar ihm entgegen an die Seite der Ukraine stellen.</p>								</div>
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									<p>Neben politischen Vertreter:innen kamen auch Betroffene zu Wort, die von ihren Sorgen um die eigenen Familien und Freund:innen berichteten. Eine junge Frau erzählte von ihrer Ohnmacht, die sie angesichts der Lage empfinde, davon, wie ihre drei Monate alte Nichte sich mit ihrer Familie in einem Bunker verstecken muss, während sie hier im sicheren Augsburg sei. Auch Brian, ein Teilnehmer der Kundgebung, erzählte uns im Gespräch, dass er sich große Sorgen mache, denn seine Schwiegereltern seien in Kyjiw und wären heute von Explosionen aufgewacht. „Ich hoffe, dass die Sanktionen Wirkung zeigen und der Krieg gestoppt wird“, sagte er uns.</p><p>Trotz Kirchenglocken und lautem Wind herrschte Stille bei der Kundgebung, man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so fokussiert lauschten die Demonstrierenden den Sprecher:innen. Im Kreis versammelt, entstand eine Stimmung voller Würde, die die verschiedenen Gefühle von Trauer, Wut und Stolz vereinte. Zweimal wurde die ukrainische Nationalhymne angestimmt, einmal ein Gebet. Der kraftvolle Gesang schuf ein Moment des Zusammenhalts und der Solidarität.</p>								</div>
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									<p>Die Teilnehmerin Daniela Tanzer-Gronde (rechts im Bild) brachte die Fassungslosigkeit und den Unmut auf den Punkt: „Das, was gerade passiert, ist inakzeptabel.“</p>								</div>
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		<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2022/02/augsburg-zeigt-solidaritaet-mit-der-ukraine/">Augsburg zeigt Solidarität mit der Ukraine</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>„Was auch immer passiert, wir werden unsere Arbeit fortführen“ &#8211; Die wichtigste Menschenrechtsorganisation Russlands Memorial soll aufgelöst werden</title>
		<link>https://presstige.org/2021/11/was-auch-immer-passiert-wir-werden-unsere-arbeit-fortfuehren-die-wichtigste-menschenrechtsorganisation-russlands-memorial-soll-aufgeloest-werden/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Alexandra Rudnew]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 25 Nov 2021 09:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Die 1988 in Russland gegründete NGO Memorial soll von Behörden aufgelöst werden. Die internationale Menschenrechtsorganisation gilt seit 2016 als "ausländischer Agent". Nun droht ihr die vollständige Auflösung. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2021/11/was-auch-immer-passiert-wir-werden-unsere-arbeit-fortfuehren-die-wichtigste-menschenrechtsorganisation-russlands-memorial-soll-aufgeloest-werden/">„Was auch immer passiert, wir werden unsere Arbeit fortführen“ &#8211; Die wichtigste Menschenrechtsorganisation Russlands Memorial soll aufgelöst werden</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[		<div data-elementor-type="wp-post" data-elementor-id="22160" class="elementor elementor-22160">
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									<p>Die 1988 in Russland gegründete NGO Memorial soll von Behörden aufgelöst werden. Die internationale Menschenrechtsorganisation, die aus einer Bürgerrechtsbewegung heraus in Russland entstanden ist, gilt seit 2016 als &#8220;ausländischer Agent&#8221;. Nun droht ihr die vollständige Auflösung.</p>								</div>
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									<p>Die Organisation, die auch in Deutschland einen Ableger besitzt, wird international für ihre Arbeit geschätzt. Große Beachtung findet die historische Aufarbeitung der zu Zeiten der Sowjetunion, im Besonderen der Gewaltherrschaft des Stalinismus begangenen Verbrechen. So errichtete sie Denkmäler für die Opfer des Regimes, baute eigene Archive und Wissenschaftszentren auf und organisiert regelmäßig Erinnerungs- und Bildungsveranstaltungen. Neben der akribischen historischen Arbeit und der sozialen Hilfe für die überlebenden Opfer des Regimes liegt ein weiterer Fokus auf der aktuellen Menschenrechtssituation in Russland. Die Mitglieder setzen sich gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus ein, dokumentieren staatliche Repressionen und unterstützen Opfer dieser. Ihre Arbeit ist keineswegs ungefährlich, 2009 wurde die Memorial-Aktivistin und Journalistin Natalya Estemirova ermordet. Memorial sieht den tschetschenischen Machthaber Ramsan Kadyrov und dessen Staatsmacht in der Verantwortung. Abschließend aufgeklärt wurde ihr Mord jedoch nie. Estemirova half in ihrer Tätigkeit, Familien in der russischen autonomen Republik Tschetschenien ihre verschollenen Angehörigen zu finden und berichtete über Entführungen und Folter im Land. Auch von staatlicher Repression ist Memorial selbst nicht zum ersten Mal betroffen. Neben den vielen Auflagen als „ausländische Agenten“ wurden bereits einzelne Mitglieder unter fadenscheinigen Vorwürfen verhaftet. Wie Oyub Titiev, in dessen Auto 2018 angeblich Drogen gefunden worden waren. Nach Bekanntwerden der zwielichtigen Verfahrensweise der Behörden folgte eine große Welle der Solidarität aus der Öffentlichkeit; Titiev wurde auf Bewährung freigelassen.</p>								</div>
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									<p>Seit 2012 existiert das Gesetz, das den Behörden ermöglicht, gesellschaftliche Organisationen als ausländische Agenten einzustufen. Seither wurde es mehrmals ausgeweitet: auf Medien und sogar Privatpersonen. Wer sich politisch betätigt und finanzielle Unterstützung aus dem Ausland erhält, muss sich auf die vom Justizministerium geführte Liste setzen lassen und sich als „ausländischer Agent&#8221; öffentlich kennzeichnen. Das geht mit einer großen Stigmatisierung in der Gesellschaft einher, Medien verlieren Werbeeinnahmen, Organisationen Spendengelder und Unterstützer:innen.<br /><br /></p>								</div>
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									<p>Heute tagt das Oberste Gericht, das über eine mögliche Auflösung der Organisation verhandelt. Ein Ausgang im Sinne Memorials ist jedoch nicht zu erwarten, trotz großer internationaler Solidarität. Memorial selbst schreibt auf ihrer Website dazu: „Wie auch immer das Gericht entscheidet, ‚Memorial‘ &#8211; das ist mehr als eine juristische Person. Das sind alle, die sich an den sowjetischen staatlichen Terror erinnern, die gegen die heutigen Repressalien protestieren und bereit sind, gemeinsam für das Leben und die Freiheit eines jeden Menschen zu kämpfen. Was auch immer passiert, wir werden unsere Arbeit fortführen.“</p><div id="accel-snackbar" style="left: 50%; transform: translate(-50%, 0px); bottom: 50px;"> </div>								</div>
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		<title>Unterschiede im Studium zwischen Deutschland und Russland</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Aleksandra Shuliarenko]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 May 2021 08:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In jedem Land ist das Studium anders. Natürlich gibt es Aspekte, die in vielen Ländern ähnlich sind. Jedoch ziehen manche russische Jugendliche nach Deutschland mit dem Ziel eine bessere Ausbildung zu bekommen. In Russland an einer guten Universität aufgenommen zu...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2021/05/unterschiede-im-studium-zwischen-deutschland-und-russland/">Unterschiede im Studium zwischen Deutschland und Russland</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="955" height="1024" src="https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/05/dollar-gill-Kyoshy7BJIQ-unsplash-1-955x1024.jpg" alt="" class="wp-image-19356" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/05/dollar-gill-Kyoshy7BJIQ-unsplash-1-955x1024.jpg 955w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/05/dollar-gill-Kyoshy7BJIQ-unsplash-1-280x300.jpg 280w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/05/dollar-gill-Kyoshy7BJIQ-unsplash-1-768x824.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/05/dollar-gill-Kyoshy7BJIQ-unsplash-1-1432x1536.jpg 1432w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/05/dollar-gill-Kyoshy7BJIQ-unsplash-1-1909x2048.jpg 1909w" sizes="(max-width: 955px) 100vw, 955px" /><figcaption>© Dollar Gill via Unsplash</figcaption></figure>



<p>In jedem Land ist das Studium anders. Natürlich gibt es Aspekte, die in vielen Ländern ähnlich sind. Jedoch ziehen manche russische Jugendliche nach Deutschland mit dem Ziel eine bessere Ausbildung zu bekommen.</p>



<p>In Russland an einer guten Universität aufgenommen zu werden ist nicht so einfach. Die besten Universitäten befinden sich in Moskau und Sankt Petersburg. Weshalb es viele Jugendliche in diese Städte zieht. Bei der Aufnahme an einer Universität zählen die Noten aus der Schule nicht, sondern die Ergebnisse der einheitlichen staatlichen Prüfung. Diese Prüfung schreibt man nach dem Abschluss der 11. Klasse. Dabei werden von den Schüler*innen die Fächer gewählt, die sie für ihren gewünschten und angestrebten Studiengang benötigen. Diese Prüfungen sind extrem schwer und diese auf 100 Punkte zu bestehen ist in wenigen Fällen möglich. Um für den jeweiligen Studiengang an der Universität aufgenommen zu werden, braucht man eine bestimmte Zahl von diesen zusammenaddierten Punkten, die sich oft aus drei Fächern ergeben, welche Teil der einheitlichen staatlichen Prüfung sind. In jeder Universität ist diese Anzahl je nach dem Studiengang unterschiedlich (auch gilt: Je höher der Status einer Universität ist, desto höher sind die Ansprüche und desto mehr Punkte braucht man). Je nach der Anzahl dieser Punkte soll man für das Studium unterschiedlich viel zahlen (beispielsweise, je weniger Punkte man erreicht hat, desto größer ist die Summe, die für das Studium bezahlt werden soll). So sieht es bei den meisten Studierenden in Russland aus: circa 70-80 Prozent der Jugendlichen bezahlen ihr Studium (die Summen dabei sind recht groß: bis 6000 Euro pro Jahr).</p>



<p>Im Allgemeinen ist es schwerer in Deutschland zu studieren. Laut den Berichten meiner Freunde, die in Moskau studieren, ist es zwar üblich, dass es an russischen Universitäten eine Menge an Stoff gibt, jedoch ist es meist relativ einfach, diesen zu verstehen und zu lernen. Was mir aufgefallen ist, ist, dass es an den deutschen Universitäten im Vergleich zu den russischen oftmals wirklich kompliziert ist, bei einer Klausur eine gute Note zu bekommen oder gar zu bestehen: Man muss sehr viel lernen und sich mehrere Kleinigkeiten merken. Auswendig zu lernen hilft hier nicht. Zudem schreiben in Russland mehrere Studenten bei den Klausuren ab, obwohl es dort natürlich eigentlich verboten ist.</p>



<p>Man braucht in Russland in einigen Fächer und Seminaren überhaupt keine Klausuren oder Hausarbeiten zu schreiben, sondern man bekommt Noten automatisch, beispielsweise einfach für den Besuch eines Seminars/Faches. Die Prüfung nach Plagiaten in einer Arbeit verläuft an den russischen Universitäten nicht so streng wie in Deutschland. Laut der Geschichten meiner Freunde übernehmen viele Studierende verschiedene Aspekten aus den Hausarbeiten voneinander, in einigen Fällen sogar ohne diese zu paraphrasieren. Außerdem kann man in Russland schon geschriebene Hausarbeiten kaufen, beziehungsweise jemanden für das Schreiben zahlen. Sowas üben sogar manche meiner Freunde dort aus.&nbsp;</p>



<p>In Deutschland kann man in jedem Alter mit dem Studium anfangen. In Russland ist es im Prinzip auch so. Dennoch gibt es immer eine gewisse Anforderung, dass man schon mit 18 (also nach dem Absolvieren der Schule) an der Universität studieren soll. Sonst wird man komisch angesehen. Dabei wissen viele russische Studenten und Studentinnen nicht, ob sie das richtige Studienfach gewählt haben (was eigentlich ganz normal ist). Sie wählen oft das, was ihnen ihre Freunde oder Eltern empfehlen (oder weil die Prüfungsergebnisse nur für ein bestimmtes Fach reichen). Deswegen arbeiten viele nach dem Studium in einem ganz anderen Bereich und brauchen in wenigen Fällen das Diplom der Universität. Das Diplom kann man in Russland auch kaufen. </p>



<p>Es gibt Universitäten, an denen man wirklich viel tun muss, um gute Noten zu bekommen und das Studium erfolgreich zu absolvieren. Ein weiterer Unterschied ist, dass es an den russischen Universitäten &#8220;unnötige&#8221; Fächer gibt. Um zu verdeutlichen, was ich damit meine, dient ein Beispiel eines Freundes von mir. Er studiert Ingenieurwesen und muss dabei Vorlesungen in Philosophie besuchen, was sehr seltsam ist. Sowas ist natürlich nicht immer der Fall, es mag aber solche Fälle geben.</p>



<p>Je nach dem Studiengang und Universität dauert das Studium unterschiedlich lang in Russland. Doch die ungefähre Mindestdauer beträgt 4 Jahre, also 8 Semester. In Russland ist das Spektrum an Studienfächern und Studiengängen nicht so breit wie in Deutschland. </p>



<p>Außerdem werden Studenten an russischen Universitäten mehr oder weniger wie in der Schule behandelt: so werden beispielsweise Hausaufgaben gegeben, die man unbedingt machen soll. Zusätzlich bekommen sie einen Vorlesungsplan und auch Einleitungen, wie man was macht. In Deutschland wird alles eher den Studierenden überlassen, also es spielt hier die Selbststeuerung und eigene Motivation eine große Rolle. </p>



<p>Noch ein interessanter Aspekt, der eine Erwähnung verdient ist, dass das Praktikum in Deutschland selbst ausgesucht werden soll, und wenn dich eine Firma nicht nimmt, dann hast du Pech und sollst dich weiter bemühen und weiter nach einer Praktikumsstelle suchen. In Russland wird dir dein Praktikum sozusagen von der Universität angeboten und es verläuft anders als in Deutschland (insofern, dass man einfach eine (!) bestimmte Aufgabe bekommt, diese erledigt und danach darüber einen Bericht schreibt; so ist es natürlich nicht an allen Universitäten Russlands, jedoch an den meisten). </p>



<p>Zum Abschluss ist es wichtig, dass das oben Geschriebene nicht ausschließlich für alle Universitäten in Russland gilt. In Moskau gibt es viele Universitäten bei denen das Ausbildungssystem dem europäischen sehr ähnlich ist. Das Ziel meines Artikels war, einen Vergleich des Studiums in Deutschland und Russland zu schaffen, was hoffentlich gelungen ist!</p>
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		<title>Die Verhaftung von Nawalny</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Aleksandra Shuliarenko]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 13 Mar 2021 09:00:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
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		<category><![CDATA[demonstration]]></category>
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		<category><![CDATA[politik]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Seit mehreren Jahren ist der Präsidentenpalast in Russland von Wladimir Putin besetzt. Manche Jugendliche, so wie ich, haben das ganze Leben unter seiner Regierung verbracht. Das Thema der Verhaftung Nawalnys fand ich besonders wichtig, weil Augsburg eine der am meisten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2021/03/die-verhaftung-von-nawalny/">Die Verhaftung von Nawalny</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1012" height="449" src="https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/03/Nawalny.png" alt="" class="wp-image-18559" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/03/Nawalny.png 1012w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/03/Nawalny-300x133.png 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/03/Nawalny-768x341.png 768w" sizes="(max-width: 1012px) 100vw, 1012px" /></figure>



<p>Seit mehreren Jahren ist der Präsidentenpalast in Russland von Wladimir Putin besetzt. Manche Jugendliche, so wie ich, haben das ganze Leben unter seiner Regierung verbracht. Das Thema der Verhaftung Nawalnys fand ich besonders wichtig, weil Augsburg eine der am meisten von Russen bewohnten Städte Deutschlands ist. Außerdem sind vor ein paar Wochen mehrere russische Studierende in München auf Demonstrationen zur Unterstützung Nawalnys gegangen.</p>



<p>Laut der russischen Verfassung ist Russland ein demokratischer Staat und Freiheit und Menschenrechte sind am wertvollsten und sollen jedem gewährleistet werden.</p>



<p>In den russischen Medien (zumindest im Internet) darf sich jeder zu jedem beliebigen Thema äußern. Nur bleiben gewisse Aussagen zuletzt nicht ohne Konsequenzen für die jeweilige Person. </p>



<p>Alexej Nawalny ist eine Person, die in der letzten Zeit sowohl in den russischen, als auch in den deutschen Medien immer präsenter wurde. Dabei stellt sich die Frage, wer er ist, was er macht und warum er so bekannt geworden ist. Nawalny ist ein Kämpfer gegen die Korruption in der russischen Regierung. Er kritisiert die Regierung und hat dabei keine Angst, seine Meinung direkt zu äußern, erfährt dadurch aber großen Schaden am eigenen Leib.&nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="800" height="587" src="https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/03/800.jpeg" alt="" class="wp-image-18552" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/03/800.jpeg 800w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/03/800-300x220.jpeg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/03/800-768x564.jpeg 768w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /><figcaption><em>Foto von Pavel Golovkin</em></figcaption></figure>



<p>Alexej Nawalny hat 2000 seine Karriere in der demokratischen Partei «Yabloko» (auf Deutsch «Apfel») angefangen, und war sieben Jahre in der Partei. 2011 hat er sich zum ersten Mal gegen die russische Nationalpartei von Putin «Geeintes Russland» gewendet. Im Jahr 2017 hat Alexej Menschen zu Demonstrationen aufgerufen, die zum Ziel hatten, Korruption in der Regierung zu bekämpfen. Ein großer Teil der Bevölkerung hat daran teilgenommen, aber mehrere Personen wurden vom russischen Bewachungsdienst angegriffen und verhaftet. Außerdem hat Nawalny ein Jahr später (2018) seine Kandidatur bei der nationalen Präsidentenwahl angeboten, hat aber gegen Vladimir Putin verloren. </p>



<p>Im August 2020 begab sich Alexej auf einen Flug von Sibirien nach Moskau. Während des Fluges hat sich sein Gesundheitszustand unerwartet sehr verschlechtert. Ungefähr einen Monat lang lag Nawalny im künstlichen Koma und wurde im September 2020 herausgeholt. Alexej wurde zuerst von den Ärzten in Omsk behandelt, und nach einiger Zeit nach Berlin zur weiteren Behandlung in das Klinikum Charité überführt. Deutsche Ärzte haben festgestellt, dass Nawalny nicht ohne Grund erkrankte, sondern dass er vergiftet wurde. Nach dem Erwachen aus dem Koma ging es Nawalny mit der Zeit besser und er führte eine Untersuchung durch, um die für seine Vergiftung verantwortliche Person zu finden. Alexej hat darüber sogar ein Video auf TikTok gepostet:</p>



<p><a href="https://vm.tiktok.com/ZMeMePQwu/">https://vm.tiktok.com/ZMeMePQwu/</a></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="557" height="1024" src="https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/03/WhatsApp-Image-2021-03-04-at-17.12.15.jpeg" alt="" class="wp-image-18551" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/03/WhatsApp-Image-2021-03-04-at-17.12.15.jpeg 557w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/03/WhatsApp-Image-2021-03-04-at-17.12.15-163x300.jpeg 163w" sizes="(max-width: 557px) 100vw, 557px" /></figure>



<p>In einem Interview mit dem Magazin «Spiegel» sieht Nawalny die Verantwortung für seinen Giftanschlag beim Präsidenten Russlands:</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p>«Ich behaupte, dass hinter der Tat Putin steht, und andere Versionen des Tathergangs habe ich nicht»</p><cite>Spiegel, Alexej Nawalny</cite></blockquote>



<p>Außerdem hat sich Nawalny bei den Ärzten der Charité öffentlich für die Hilfe bedankt und hat sogar einen persönlichen Besuch von Angela Merkel bekommen.</p>



<p>Aufgrund der Vergiftung von Nawalny hat die EU Sanktionen gegen Russland eingeführt, woraufhin Russland mit Gegenmaßnahmen (Einreiseverbote gegen Deutsche) reagierte.</p>



<p>Am 17. Januar 2021 kehrte Nawalny zurück nach Moskau. Das verlief aber nicht unproblematisch: Er wurde von der Strafvollzugsbehörde Russlands festgenommen. Am Flughafen Sheremetjevo waren auch seine Frau, die als Einzige durchgelassen wurde, und mehrere Anhänger von Nawalny, die ihn sehen wollten: Viele von ihnen wurden festgenommen. Nawalny musste 30 Tage in Haft bleiben.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="679" height="378" src="https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/03/RAUPERS.png" alt="" class="wp-image-18553" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/03/RAUPERS.png 679w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/03/RAUPERS-300x167.png 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2021/03/RAUPERS-450x250.png 450w" sizes="(max-width: 679px) 100vw, 679px" /><figcaption><em>Foto von RAUPERS</em></figcaption></figure>



<p>Nach der Verhaftung von Alexej Nawalny folgten Proteste von Bürgern im Zentrum von Moskau, die sich gegen die russische Regierung richteten und deren Ziel die Entlassung von Nawalny war. Die Anhänger von Nawalny skandierten «Putin ist ein Lügner». Die Demonstrationen waren brutal: Bürger wurden gewaltvoll behandelt und mehrere wurden festgenommen. Manche Bürger, die an den Protesten teilgenommen haben, bekamen sogar eine Strafe und einen häuslichen Besuch vom russischen Bewachungsdienst.&nbsp;</p>



<p>Aktuell befindet sich Nawalny in Untersuchungshaft in Kolchugino, ungefähr 170 km von Moskau entfernt. Alexej bleibt auf den sozialen Medien mehr oder weniger aktiv.</p>



<p>Wie es sich weiter entwickelt, lässt sich noch nicht genau sagen. Es bleibt nur zu hoffen, dass die vergangenen Proteste zum Positiven beitragen, und dass Alexej Nawalny befreit wird.</p>



<p>Quellen:</p>



<p><a href="http://www.constitution.ru/10003000/10003000-3.htm">http://www.constitution.ru/10003000/10003000-3.htm</a></p>



<p><a href="https://ru.wikipedia.org/wiki/Навальный,_Алексей_Анатольевич">https://ru.wikipedia.org/wiki/Навальный,_Алексей_Анатольевич</a></p>



<p><a href="https://www.tagesschau.de/thema/nawalny/index.html?page_number=1" class="broken_link">https://www.tagesschau.de/thema/nawalny/index.html?page_number=1</a></p>



<p><a href="https://lenta.ru/news/2021/03/03/nav/">https://lenta.ru/news/2021/03/03/nav/</a></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2021/03/die-verhaftung-von-nawalny/">Die Verhaftung von Nawalny</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Schockgefrostet und tiefgekühlt: Der kälteste Ort der Welt</title>
		<link>https://presstige.org/2016/03/kaeltester-ort-der-welt/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Vanessa Plentinger]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Mar 2016 17:37:33 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[kaeltester ort]]></category>
		<category><![CDATA[klima]]></category>
		<category><![CDATA[oimjakon]]></category>
		<category><![CDATA[russland]]></category>
		<category><![CDATA[winter]]></category>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_8527" aria-describedby="caption-attachment-8527" style="width: 580px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-8527" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/03/Illu-kältester-ort-der-welt-01.png" alt="Text: Vanessa Plentinger - Illustration: Lara Neidhardt" width="580" height="270" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/03/Illu-kältester-ort-der-welt-01.png 580w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/03/Illu-kältester-ort-der-welt-01-400x186.png 400w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /><figcaption id="caption-attachment-8527" class="wp-caption-text">Text: Vanessa Plentinger &#8211; Illustration: Lara Neidhardt</figcaption></figure></p>
<p><strong>Jetzt hat uns Väterchen Frost doch noch einen eindrucksvollen, wenn auch kurzen Besuch abgestattet und Augsburg für die einen in ein Winter-Wonderland, für die anderen in eine Schneehölle verwandelt. So schön die verschneite Landschaft auch aussehen mag, gibt es vor allem von uns Mädchen, alias Frostbeulen, viel Klagen, sobald die Temperaturen unter 10° Celsius in Richtung Gefrierpunkt fallen: „Es ist einfach viel zu kalt!“ Ich zähle mich selbst zu diesen chronischen Jammerlappen und bin ein bekennender Sommerliebhaber. Seit ich aber von dem kleinen Dorf Oimjakon gehört habe, hat sich meine Meinung etwas geändert.</strong></p>
<h3>Oimjakon-Die Tiefkühltruhe der Welt</h3>
<p><a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Oimjakon">Oimjakon</a>, was ironischerweise „heiße Quelle“ bedeutet, befindet sich im östlichsten Osten Russlands und gilt als kältester, bewohnter Ort der Welt. Die niedrigste dort gemessene Temperatur betrug im Jahr 1933 -67,8° Celsius, wobei es Berechnungen zufolge davor bereits einmal unglaubliche -71,2° Celsius gegeben haben soll. Der Grund für diese Kälte sind die den Ort umschließenden Bergketten, die die kalte Luft am Ausströmen hindern. Von einem Wärmeeinbruch wird dort gesprochen, wenn die Temperatur über -45° Celsius steigt, „Kältefrei“ gibt es in der Schule erst ab -55° Celsius. Diese unglaublichen Temperaturen rufen einige physikalische Phänomene hervor, wie zum Beispiel, dass warmes, in die Luft geworfenes Wasser als Schneewolke wieder herabfällt, oder, dass Wäsche, die zum Trocknen aufgehängt wird, innerhalb weniger Minuten gefriert und so mit Leichtigkeit zerrissen werden kann.  Die extremen Temperaturbedingungen fordern einige Vorkehrungen, um überhaupt überleben zu können: So ist es ein ungeschriebenes Gesetz, mindestens fünf Lagen Klamotten zu tragen, da es sonst sofort zu ernsten Erfrierungen kommen kann.- also der „Zwiebellook“ in Perfektion. Das wird dadurch noch deutlicher, dass die Nasenflügel binnen kurzer Zeit von innen zufrieren und das Atmen schmerzhaft und immer schwerer wird. Außerdem müssen Automotoren den ganzen Winter über laufen, da sonst das Benzin einfrieren würde.</p>
<p>In dem Ort gibt es weder fließend Wasser, noch sonstige flüssige Getränke. Um Trinkwasser zu haben, schneiden die Bewohner Eisblöcke aus dem Fluss und tauen diese auf. Auch Milch und andere Getränke werden in Blöcken verkauft und scheibenweise aufgetaut. Die Bewohner des kältesten Pols der Welt ernähren sich von Fisch Rentier-, und Pferdefleisch. Der auf mehrere Meter tief gefrorene Permafrostboden macht es unmöglich irgendetwas anzubauen. Die einzige Industrie ist eine Milchfabrik, die allerdings im Winter geschlossen ist, da es selbst den Kühen zu kalt wird, um Milch zu geben und sie ein Fell um das Euter tragen müssen, damit es nicht einfriert.<br />
Ein weiteres Paradoxon an Oimjakon ist, dass es im kurzen Sommer auch Temperaturen über +30°Celsius geben kann und der Boden zu Schlamm wird. Daher bestehen die meisten Häuser aus Holz oder stehen auf Stelzen, da Gebäude aus Beton ansonsten einsinken oder rutschen würden.</p>
<h3>Mein Fazit</h3>
<p>Dass wir uns hierzulande über „tropische“ Temperaturen aufregen können, ist tatsächlich ein Luxusproblem. Ich kann unser „raues“ Klima jetzt weitaus mehr schätzen und würde für kein Geld der Welt dieses Dorf besuchen wollen. So viel zum Thema Ice-Bucket-Challenge, die Bewohner von Oimjakon würden uns wahrscheinlich auslachen. Wenn Ihr das tiefgekühlte Örtchen ganz ohne Frieren live sehen wollt, dann haben wir hier noch ein eindrucksvolles <a href="http://www.prosieben.de/tv/galileo/videos/extrem-kaeltester-ort-der-welt-clip">Video</a> für euch.</p>
<p>Links:</p>
<p><a href="http://www.stern.de/politik/ausland/2-russland-minus-51176-605955.html">http://www.stern.de/politik/ausland/2-russland-minus-51176-605955.html</a></p>
<p><a href="https://www.planet-wissen.de/laender_leute/russland/sibirien/reise_oimjakon.jsp">https://www.planet-wissen.de/laender_leute/russland/sibirien/reise_oimjakon.jsp</a></p>
<p><a href="http://www.bild.de/news/ausland/kaeltewelle/kaeltester-ort-russland-28218342.bild.html">http://www.bild.de/news/ausland/kaeltewelle/kaeltester-ort-russland-28218342.bild.html</a></p>
<p><a href="http://de.rbth.com/reisen/2013/08/21/oimjakon_der_gefrorene_jungbrunnen_25553.html" class="broken_link">http://de.rbth.com/reisen/2013/08/21/oimjakon_der_gefrorene_jungbrunnen_25553.html</a></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2016/03/kaeltester-ort-der-welt/">Schockgefrostet und tiefgekühlt: Der kälteste Ort der Welt</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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