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	<title>stadt Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>Kein Prosit der Gemütlichkeit – Volksfeststimmung in Zeiten von Corona</title>
		<link>https://presstige.org/2020/10/kein-prosit-der-gemuetlichkeit/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Koristka]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 15 Oct 2020 08:00:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Viele Branchen wurden durch die Corona-Pandemie hart getroffen. Monatelange Einnahmeausfälle machen besonders den Schaustellerbetrieben zu schaffen, einige bangen sogar um ihre wirtschaftliche Existenz. In Augsburg hat man deshalb neue Wege eingeschlagen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/10/kein-prosit-der-gemuetlichkeit/">Kein Prosit der Gemütlichkeit – Volksfeststimmung in Zeiten von Corona</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img fetchpriority="high" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_4123-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-15675" width="768" height="576" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_4123-1-1024x768.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_4123-1-300x225.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_4123-1-768x576.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_4123-1-1536x1152.jpg 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_4123-1-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Ein vertrautes Bild aus besseren Zeiten: Schwabens größtes Volksfest, der Augsburger Plärrer – damals noch mit Bierzelten und in voller Größe.<br>© Thomas Koristka</figcaption></figure></div>



<p class="has-normal-font-size"><strong>Viele Branchen wurden durch die Corona-Pandemie hart getroffen. Monatelange Einnahmeausfälle machen besonders den Schaustellerbetrieben zu schaffen, einige bangen sogar um ihre wirtschaftliche Existenz. In Augsburg hat man deshalb neue Wege eingeschlagen: Auf mehreren zentralen Plätzen bietet die Stadt den Gewerbetreibenden derzeit die Möglichkeit, ihre Stände zu präsentieren. Was bleibt, ist die Hoffnung auf Schadensbegrenzung – und auf bessere Perspektiven.</strong></p>



<p>„Neue Fahrt, neue Runde, neue Reise! Jetzt wieder einsteigen, zusteigen, Platz nehmen, bitte!“, hallt es mit einem dröhnenden, langegezogenen Echo durch die Lautsprecher eines Fahrgeschäfts. Auf den letzten Drücker setzen sich noch zwei Jugendliche in eine Gondel und drücken rasch ihre Sicherheitsbügel herunter. Nun kann die Fahrt im sogenannten „Flipper“ losgehen. Die Musik wird lauter, einige schrille Soundeffekte ertönen, die Gondeln setzen sich langsam in Bewegung.</p>



<p>Vom nicht weit entfernten Süßwarenstand duftet es indes herrlich nach Zuckerwatte und<strong>&nbsp;</strong>gebrannten Mandeln. Jugendliche, Familien und Senioren schlendern an diesem strahlend schönen Spätsommertag über den Kleinen Exerzierplatz, einige in toller traditioneller Tracht. Spielbuden und Fahrgeschäfte laden zum Vergnügen ein, während die zahlreichen kulinarischen Schmankerl diverser Imbissstände den Appetit anregen.</p>



<p>Alles wie immer zur Plärrerzeit, könnte man fast meinen. Doch in diesem Jahr ist so einiges anders. Richard Krolzig kann davon ein Lied singen: „Also wir betreiben hier ja eine Achterbahn. Und eine Achterbahn ist eigentlich symbolisch für all das, was wir durchgemacht haben in der letzten Zeit: Es ist eine Achterbahnfahrt der Gefühle gewesen.“ Der gebürtige Bad Hersfelder ist Projektmanager und arbeitet für eine Hamburger Schaustellerfirma. Er kümmert sich um den Betrieb der bekannten Achterbahn „Wilde Maus“ und sitzt gerade in seinem Kassenhäuschen. Immer wieder kommt zwischendurch neue Kundschaft vorbei, vor allem Kinder und Jugendliche, denn es ist Freitagmittag, kurz nach Unterrichtsschluss.</p>



<p></p>



<p><strong>„Wie im Horrorfilm“</strong></p>



<p>Doch dass ein Festbetrieb überhaupt möglich ist, ist derzeit alles andere als selbstverständlich. Für Schaustellerunternehmen war das letzte halbe Jahr eine harte Zeit, denn infolge des Corona-Lockdowns Mitte März brachen plötzlich alle Umsätze weg. „Die letzte Einnahme, die wir erzielt haben, ist vor Weihnachten letztes Jahr gewesen“, so Krolzig. Die reihenweisen Absagen fest eingeplanter Volksfeste und Kirchweihen, darunter auch das Oktoberfest, welches erstmals seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs nicht stattfinden kann, waren ein schwerer Schlag für die Branche. „Manchmal kommt man sich vor wie im Horrorfilm, wo man morgens denkt, man müsste wach werden und das müsste doch jetzt irgendwie vorbei sein, was leider nicht der Fall ist“, resümiert der Kirmes-Kenner.</p>



<p>Die „Wilde Maus“ sollte ursprünglich im März für zwei Wochenenden auf dem Schriesheimer Mathaisemarkt gastieren. Das erste davon lief noch ganz regulär, jedoch hatte man schon die Befürchtung, „dass da was kommen könnte.“ Zum zweiten Wochenende sollte es gar nicht mehr kommen, denn zu diesem Zeitpunkt musste bereits abgebaut werden. Eine Hiobsbotschaft für alle Betriebe: keine freudigen Fahrgäste mehr, kein buntes Treiben auf dem Festplatz – keine wirkliche Perspektive. „All diese Dinge waren abrupt gestoppt. Da war natürlich erstmal Schock, Rätselraten, großes Fragezeichen“, erzählt Richard Krolzig mit betroffener Stimme. „Wie geht das weiter? Was kommt?“, fragten sich auch viele verunsicherte Kolleginnen und Kollegen. Doch vorerst ging gar nichts mehr. Eine ganze Branche wurde vom einen auf den anderen Tag praktisch stillgelegt.</p>



<p></p>



<p><strong>Verbände sprechen von einem Berufsverbot</strong></p>



<p>Durch das erlassene Verbot von Großveranstaltungen gab es monatelang keine Möglichkeit, Festplätze mit Fahr- und Spielgeschäften sowie Süßwarenständen zu bespielen. Schaustellerverbände sprachen gar von einem Berufsverbot. Viele Unternehmerinnen und Unternehmer mussten infolgedessen an ihre finanziellen Reserven, die unter anderem für die Winterpausen oder die Altersvorsorge gedacht waren. Zudem sahen sich manche dazu gezwungen, Teile des Betriebsvermögens aufzulösen. Die meisten der rund 5.300 Betriebe sind Kleinst- und kleine Unternehmen, größtenteils seit Generationen in Familienhand geführt. So auch der Betreiber der „Wilden Maus“, die Max Eberhard &amp; Sohn GmbH. Das Hamburger Familienunternehmen, gegründet 1899 und bereits in fünfter Generation, hatte die bekannte Achterbahn erst im vergangenen Jahr von ihrem langjährigen Vorbesitzer übernommen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Manuel_Weidt_Photographer_-05-1024x683.jpg" alt="" class="wp-image-15676" width="768" height="512" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Manuel_Weidt_Photographer_-05-1024x683.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Manuel_Weidt_Photographer_-05-300x200.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Manuel_Weidt_Photographer_-05-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Manuel_Weidt_Photographer_-05-1536x1024.jpg 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Manuel_Weidt_Photographer_-05-2048x1365.jpg 2048w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Mithilfe bundesweiter Kundgebungen wie Anfang September in Berlin möchte die Veranstaltungsbranche ein Notsignal an die Politik senden. Auch der Deutsche Schaustellerbund beteiligte sich an der Großdemonstration des Bündnisses #AlarmstufeRot.<br>© #AlarmstufeRot, Fotograf: Manuel Weidt</figcaption></figure></div>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="299" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Infokasten-1-1024x299.png" alt="" class="wp-image-15697" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Infokasten-1-1024x299.png 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Infokasten-1-300x88.png 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Infokasten-1-768x224.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Infokasten-1-1536x448.png 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Infokasten-1-2048x598.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p></p>



<p>Richard Krolzig hat durchaus Verständnis dafür, dass die aktuelle Situation auch für die Entscheidungstragenden absolutes Neuland ist und eine schwierige Herausforderung darstellt. Gleichzeitig macht er aber keinen Hehl daraus, dass er sich mehr Unterstützung gewünscht hätte: „Wir haben uns dieses Jahr wirklich gefühlt wie die heiße Kartoffel, die man eben so fallen lässt“, bilanziert er und wirft großen Teilen der Politik Gesprächsverweigerung vor. Nur wenige Volksvertreterinnen und -vertreter hätten aktiv den Austausch gesucht, um über die Sorgen und Nöte der Branche zu reden. Schließlich nutzten gerade Parteien seit jeher fleißig die lokalen Volksfeste und insbesondere deren Bierzelte, um sich in Wahlkampfzeiten zu profilieren und auf Stimmenjagd zu gehen.</p>



<p></p>



<p><strong>Das Volksfest als Sündenbock?</strong></p>



<p>Empört haben ihn und seine Kolleginnen und Kollegen aber vor allem die mantraartigen Aussagen mancher Regierenden, die mit Begriffen wie „Starkbierfeste“ oder „Schützenfeste“ ein Bild zeichnen, das so nicht der Realität entspricht. Denn Jahrmärkte, Kirmessen und Volksfeste bestehen bei weitem nicht nur aus dem Konsum alkoholischer Getränke, auch wenn dieser natürlich ein Faktor sei, „der nicht wegzureden ist“, wie Krolzig betont. „Wir haben uns schon sehr einseitig abgestempelt gefühlt.“</p>



<p>Besonders fassungslos machte ihn zudem ein vorwurfsvoller Wortlaut eines süddeutschen Ministerpräsidenten, welcher im Juni behauptete, dass man wisse, dass Großveranstaltungen wie Volksfeste der Ursprung der Pandemie seien. Diese äußerst gewagte These weist der Fachmann jedoch entschieden zurück: „Mir war nicht bewusst, dass auf deutschen Volksfesten halbtote Fledermaus aus Wuhan der Verkaufsschlager gewesen sein soll. Das ist abstrus, das geht gar nicht.“</p>



<p>Doch abseits der kommunikativen Kontroversen gibt es&nbsp;auch erfreuliche Entwicklungen: So erhielten im Frühjahr viele Gewerbetreibende die ersten Corona-Soforthilfen dank eines unkomplizierten Online-Antrags bereits innerhalb einer Woche. Zudem haben Schaustellerverbände und die Kommunalpolitik mittlerweile Wege gefunden, um trotz der Untersagung von Großveranstaltungen wieder Festplätze bespielen zu lassen – wenn auch nur im kleinen Rahmen. Durch die Ausrichtung geplanter Volksfeste wie dem Herbstplärrer als eingeschränkter Vergnügungspark konnte das Verbot umgangen werden. In Zusammenarbeit mit der Stadt Augsburg wurden Auflagen festlegt und ein Hygienekonzept erstellt, sodass doch noch ein Vergnügen für Jung und Alt und damit auch ein Stück Normalität auf dem Kleinen Exerzierplatz ermöglicht werden konnte.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_7064-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-15677" width="768" height="576" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_7064-1-1024x768.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_7064-1-300x225.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_7064-1-768x576.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_7064-1-1536x1152.jpg 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_7064-1-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Der Plärrer-Vergnügungspark: keine Bierzelte, weniger Publikum und ein reduziertes Angebot an Attraktionen – dafür mehr Abstand, breitere Wege und eine familiärere Atmosphäre.<br>© Thomas Koristka</figcaption></figure></div>



<p>Auch wenn die Besucherinnen und Besucher heuer auf die bayerische Bierzelttradition verzichten müssen, finden sich immer noch einige weitere bekannte Stände und Fahrgeschäfte auf dem Plärrergelände wieder: vom klassischen Autoscooter und dem gemütlichen Kettenkarussell über die rasante Leopardenspur bis hin zur extremen XXL-Riesenschaukel. Zudem ist mit den zahlreichen Imbiss-, Süßwaren- und Ausschankbuden auch für das kulinarische Wohl gesorgt.</p>



<p></p>



<p><strong>Übergangsphase oder „neue Normalität“?</strong></p>



<p>Allen Einschränkungen zum Trotz: Hat man einmal die Einlasskontrolle passiert, fühlt es sich fast so an wie früher. Baby-Flug, Geisterbahn und Break Dance hier – Zuckerwatte, Steckerlfisch und Riesenbosna da. Kinder rennen euphorisch an die Fahrschäfte, während einem die Schreie mancher Fahrgäste der Riesenschaukel aus knapp 50 Metern Höhe entgegenschallen. Ein vertrautes Gefühl, das diesmal eben von Abstand, Bodenmarkierungen, Maske und Registrierungsformularen begleitet wird. Wer ein Freund des Rummels ist oder sich einfach mal vom Corona-Alltag ablenken möchte, der nimmt diese einfachen Vorschriften gerne in Kauf. Gerade Familien, die in diesem Jahr nicht verreisen konnten oder wollten, soll das Konzept des Plärrer-Vergnügungsparks ansprechen.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="337" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Infokasten-2-1024x337.png" alt="" class="wp-image-15695" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Infokasten-2-1024x337.png 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Infokasten-2-300x99.png 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Infokasten-2-768x253.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Infokasten-2-1536x506.png 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/Infokasten-2-2048x675.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /></figure>



<p></p>



<p>Doch ist das diese „neue Normalität“, von der aktuell so viele reden? Richard Krolzig möchte davon eigentlich nichts hören, denn er ist kein Fan dieses Begriffs: „Ich hätte gerne lieber die alte Normalität wieder, sodass das hier nur eine Übergangsphase ist.“ Man sei aber froh, dass man überhaupt was tun könne, so der Haupttenor im Umfeld. Unter diesen Umständen stelle es eine große Erleichterung dar, dass es Alternativkonzepte wie hier in Augsburg gibt, sowohl aus wirtschaftlicher Sicht als auch für die Schaustellerseele. Auch wenn die Umsätze&nbsp;nicht ganz so wie in normalen Zeiten ausfallen, befinde man sich „in einer Phase des kleinen Lichtblicks“, so der Projektmanager. Denn man habe bewiesen, dass Veranstaltungen dieser Art ebenfalls funktionieren können, und das sei ein wichtiges Zeichen.</p>



<p></p>



<p><strong>Das Publikum als „größter Verbündeter“</strong></p>



<p>Die Freude bei ihm und seinem Team war riesig, als es endlich wieder losging – trotz des verregneten ersten Wochenendes. „Es war so schön. Diese Mixtur, die Lichter, die Musik, die Geräusche, die Menschen – man hat sich einfach über alles gefreut“, verrät Richard Krolzig mit strahlenden Augen. „Das, was wir machen, ist ja nicht nur Beruf und Broterwerb. Es ist Berufung, es ist Leidenschaft, es ist Lebensaufgabe.“</p>



<p>Als äußerst angenehm empfindet er den „sehr familiären Charakter“ des Ersatz-Plärrers, denn durch die Begrenzung der maximalen Personenzahl auf knapp 1.500 und das nicht mehr vorhandene Übermaß an Alkohol seien die Abläufe „geschmeidiger“ geworden: Es gebe weniger Ärger mit Betrunkenen, zudem kämen ihm die Besucherinnen und Besucher obgleich der schwierigen gesamtgesellschaftlichen Situation entspannter als sonst vor. Darüber hinaus bekomme man relativ viel Trinkgeld – eigentlich eher unüblich. Doch viele Menschen schätzten das Angebot gerade jetzt umso mehr und haben Mitgefühl angesichts der nach wie vor bedrohlichen Lage, in der sich die Schaustellerbranche als Ganzes befindet. „Dies zeigt auch, dass unser größter Verbündeter das Publikum ist“, berichtet Krolzig glücklich.</p>



<p></p>



<p><strong>Ein Augsburger Leuchtturmprojekt</strong></p>



<p>Insgesamt lobt er das Konzept der Plärrer-Vergnügungsparks und dessen Organisation durch den Schwäbischen Schaustellerverband, der deutschlandweit einen sehr guten Ruf genießt. Woanders wäre eine Veranstaltung in dieser Form vielleicht gar nicht möglich geworden, munkeln manche. Zahlreiche Kolleginnen und Kollegen aus allen Teilen der Republik haben sich bereits erkundigt, wie das Pilotprojekt in Augsburg läuft und warum es so gut funktioniert. Auch die Kommunalpolitik wertet das kurzfristig auf die Beine gestellte Konzept als Erfolg: Die Schutz- und Hygienekonzepte hätten sich laut Oberbürgermeisterin Eva Weber bewährt. Infolgedessen verlängerte die Stadt den Ersatz-Plärrer bereits zum zweiten Mal, die anderen Aktionen des „Sommers in der Stadt“ dürfen ebenfalls bis Anfang Oktober weitergehen.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_7053-1-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-15692" width="768" height="576" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_7053-1-1024x768.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_7053-1-300x225.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_7053-1-768x576.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_7053-1-1536x1152.jpg 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_7053-1-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Volksfesttreiben auf dem Rathausplatz<br>© Thomas Koristka</figcaption></figure></div>



<p>Gerade als Richard Krolzig über den wiedererlangten Spaß an der Arbeit und den wiederaufgeladenen mentalen Akku spricht, treten die nächsten Fahrgäste vor das Kassenhäuschen der „Wilden Maus“. Wiederholungstäter, denn die beiden Jungs kommen unmittelbar von der vorherigen Runde und möchten die rasante Achterbahn gleich ein weiteres Mal genießen. „Richtig geil das Ding!“, ruft der hintere der beiden lautstark, während sein Kollege die neuen Tickets kauft. Unverzüglich rennen sie nach dem Erhalt der Fahrscheine auf den Eingang der Bahn zu, um in den nächsten Wagen zu steigen.</p>



<p>Genau das sind solche Momente, für die Krolzig und viele andere aus der Branche tagtäglich leidenschaftlich ihre Arbeit verrichten. „Die sind gefahren, kommen raus, kommen wieder, war geil, war super, war toll. Schön, die haben Spaß, und darum geht es. Und das überträgt sich auch auf uns“, erzählt der sympathische Projektmanager, der sich kaum einen anderen Job vorstellen könnte.&nbsp;„Es gibt viele Berufe, da erarbeitet man Konzepte, die landen im Papierkorb und man weiß am Ende gar nicht, ob es jemandem gefallen hat oder nicht.“&nbsp;Im direkten Umgang mit den Menschen spüre er dies jedoch sofort. „Es ist eine Abstimmung mit den Füßen: Die Leute wollen, oder sie wollen nicht – und das Ergebnis ist immer eindeutig“, berichtet er stolz.</p>



<p></p>



<p><strong>Mit Zuversicht wieder in die Spur kommen</strong></p>



<p>Solches Feedback in Zeiten wie diesen lässt ihn etwas hoffnungsvoller in die Zukunft blicken. Der Anfang ist gemacht, auch wenn noch einige Unsicherheitsfaktoren zu bewältigen seien, insbesondere beim Thema Weihnachtsmärkte. Doch der Bad Hersfelder ist überzeugt, dass diese Herausforderung ebenfalls gelingen könne, wenn man sich an bewährten Konzepten wie dem Plärrer-Vergnügungspark orientiert: „Dann kann so ein leuchtendes Beispiel wie Augsburg vielleicht auch ein bisschen was bei anderen Städten bewirken.“</p>



<p>Natürlich dürfe, trotz aller Freude über den betrieblichen Neubeginn, auch der wirtschaftliche Rahmen nicht außer Acht gelassen werden, betont er. „Wir sind ja nicht nur wegen Luft und Liebe hier, es muss sich am Ende des Tages auch rechnen. Aber natürlich muss die Richtung klar sein: Es muss irgendwann auch wieder zu dem hingehen können, was man hatte.“ Krolzig rechnet zwar für nächstes Jahr ebenfalls nicht mit einer normalen Saison, dennoch zeigt er sich aufgrund der bisherigen positiven Erfahrungen mit den Alternativkonzepten optimistisch.</p>



<p>Eine Rückkehr zur Normalität scheint aufgrund wieder steigender Infektionszahlen und eines weiterhin fehlenden Impfstoffs derzeit tatsächlich noch in weiter Ferne. An Festplätze ohne Festzelte wird man sich somit vorläufig gewöhnen müssen. Auf das gewohnte bunte Treiben wird man noch eine Weile verzichten müssen. Aber die Eindrücke vor Ort haben deutlich gemacht, wie sehr den Beschäftigten eines ganz besonderen Berufszweigs ihre Arbeit, ihre Berufung und ihr Lebenswerk am Herzen liegt – speziell in schwierigen Zeiten.</p>



<p>Und wenn Corona auch etwas Positives bewirkt hat, dann vor allem den Zusammenhalt einer Branche, die gemeinsam an einem Strang zieht. Die Freude über jeden einzelnen Fahrgast, der mit einem Lächeln im Gesicht ein Ticket kaufen möchte. Und die Demut, dass dies alles nicht selbstverständlich ist, wie einem die vergangenen Monate deutlich vor Augen geführt haben.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_6980-1024x768.jpg" alt="" class="wp-image-15674" width="768" height="576" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_6980-1024x768.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_6980-300x225.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_6980-768x576.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_6980-1536x1152.jpg 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/10/IMG_6980-2048x1536.jpg 2048w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>Richard Krolzig merkt man die Freude an der Arbeit sichtlich an. Nach einer „Achterbahnfahrt der Gefühle“ infolge des Corona-Lockdowns sieht der Bad Hersfelder optimistisch in die Zukunft.<br>© Thomas Koristka</figcaption></figure></div>



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		<title>Augsburg bekommt eine Oberbürgermeisterin</title>
		<link>https://presstige.org/2020/03/augsburg-bekommt-eine-oberbuergermeisterin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Koristka]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2020 12:15:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach 2035 Jahren Stadtgeschichte bekommt Augsburg erstmals ein weibliches Oberhaupt. Die bisherige Wirtschafts- und Finanzreferentin Eva Weber (CSU) gewann die Stichwahl gegen ihren Stadtratskollegen und Ordnungsreferenten Dirk Wurm (SPD).</p>
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<p><strong>Zur Stichwahl um den Chefsessel im Augsburger Rathaus.</strong></p>



<p>Nach 2035 Jahren Stadtgeschichte bekommt Augsburg erstmals ein weibliches Oberhaupt. Die bisherige Wirtschafts- und Finanzreferentin Eva Weber (CSU) gewann die Stichwahl gegen ihren Stadtratskollegen und Ordnungsreferenten Dirk Wurm (SPD).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="516" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Themenwoche-WW-1024x516.jpg" alt="" class="wp-image-14154" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Themenwoche-WW-1024x516.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Themenwoche-WW-300x151.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Themenwoche-WW-768x387.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Themenwoche-WW-1536x774.jpg 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Themenwoche-WW-2048x1032.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>© Thomas Koristka</figcaption></figure>



<p><strong>Eine Wahl unter besonderen Umständen</strong></p>



<p>Das Augsburger Rathaus: Ein Ort, wo an Wahlabenden normalerweise reges Treiben herrscht, wo sich Wahlgewinner in den Armen liegen, wo Unterlegene getröstet werden &#8211; doch an diesem Abend war alles anders: Der Ort, an dem das Herz der kommunalen Demokratie schlägt, gleicht bedingt durch die aktuellen Ereignisse einer Geisterkulisse. Lediglich die wichtigsten politischen Protagonisten sowie einige Pressevertreter waren vor Ort im Oberen Fletz.</p>



<p>Die Wahl fand aufgrund der Auswirkungen durch die Corona-Pandemie als reine Briefwahl statt, was sich positiv auf die Wahlbeteiligung auswirkte: Diese lag bei 48,2 Prozent, vor zwei Wochen waren es noch 45,3 Prozent. Der Großteil der Wähler schenkte Eva Weber das Vertrauen: Die 42-jährige Tochter des ehemaligen bayerischen Staatssekretärs Alfons Zeller setzte sich mit 62,3 Prozent deutlich durch und zeigte sich auf der darauffolgenden Pressekonferenz vom Ergebnis überwältigt. Im ersten Wahlgang hatte sie noch 43,1 Prozent erreicht. Ihr sozialdemokratischer Kontrahent Wurm wirkte angesichts seiner 37,7 Prozent recht zufrieden und sprach von einem respektablen Ergebnis.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Das Ergebnis der <a href="https://twitter.com/hashtag/Stichwahl?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Stichwahl</a> steht fest: Die neue <a href="https://twitter.com/hashtag/Oberb%C3%BCrgermeisterin?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Oberbürgermeisterin</a> von <a href="https://twitter.com/hashtag/Augsburg?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Augsburg</a> heißt Eva Weber (CSU), gewählt mit 62,3 Prozent. Für Dirk Wurm (SPD) stimmten 37,7 Prozent. Wahlbeteiligung: 48,2 % (über 103.000 Stimmen). <a href="https://twitter.com/hashtag/Kommunalwahl2020?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Kommunalwahl2020</a> Alle Infos auf <a href="https://t.co/KUDj2Ec68K">https://t.co/KUDj2Ec68K</a></p>&mdash; Stadt Augsburg (@stadtaugsburg) <a href="https://twitter.com/stadtaugsburg/status/1244335430453071885?ref_src=twsrc%5Etfw">March 29, 2020</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
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<p><strong>Altes Bild im neuen Stadtrat?</strong></p>



<p>Während Parteien wie die Linke oder Pro Augsburg Wahlempfehlungen aussprachen, hielten sich die Grünen zurück &#8211; womöglich, um sich alle Optionen für Koalitionsgespräche offenzuhalten. Im neuen Augsburger Stadtrat, der im Mai seine Arbeit aufnehmen soll, werden 14 Parteien und Gruppierungen vertreten sein &#8211; so viele wie noch nie. Eva Weber kündigte am Wahlabend an, zuerst mit den bei der Stadtratswahl zweitplatzierten Grünen reden zu wollen, danach mit der SPD. OB-Kandidat Dirk Wurm machte klar, dass die Sozialdemokraten für Gespräche zur Verfügung stünden. Gut möglich, dass das bisherige breite Bündnis aus CSU, SPD und Grünen unter etwas veränderten Kräfteverhältnissen auch die nächste Stadtregierung bilden wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/CSU-OB-1-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-14143" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/CSU-OB-1-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/CSU-OB-1-225x300.jpeg 225w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/CSU-OB-1-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>© Thomas Koristka</figcaption></figure>



<p><strong>Krisenmanagement ist jetzt gefragt</strong></p>



<p>Für die designierte Oberbürgermeisterin geht es in den kommenden Wochen vor allem darum, die Auswirkungen der Corona-Pandemie als Mitglied des Krisenstabs zu managen &#8211; gerade in wirtschaftlicher Hinsicht. Auch Dirk Wurm ist als Ordnungsreferent aktuell voll gefordert, ebenso wie der scheidende OB Kurt Gribl. Dieser hat in seinen letzten Wochen im Augsburger Rathaus noch alle Hände voll zu tun, bevor er die Amtskette an seine Nachfolgerin übergeben darf. Die neue Legislaturperiode beginnt am 1. Mai. Auch wenn bald eine neue Stadtregierung gebildet werden muss, hat dieses Thema derzeit verständlicherweise nicht die höchste Priorität.</p>



<p></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/03/augsburg-bekommt-eine-oberbuergermeisterin/">Augsburg bekommt eine Oberbürgermeisterin</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Eine ungewöhnliche Wahl geht in die Verlängerung</title>
		<link>https://presstige.org/2020/03/eine-ungewoehnliche-wahl-geht-in-die-verlaengerung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Koristka]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2020 15:50:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine erste Analyse des vergangenen Wahltags in Augsburg. Der erste Gewinner stand an diesem denkwürdigen Wahltag schon recht früh fest: unsere Demokratie.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/03/eine-ungewoehnliche-wahl-geht-in-die-verlaengerung/">Eine ungewöhnliche Wahl geht in die Verlängerung</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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<p><strong>Eine erste Analyse des vergangenen Wahltags in Augsburg.</strong></p>



<p>Der erste Gewinner stand an diesem denkwürdigen Wahltag schon recht früh fest: unsere Demokratie. Allen Unkenrufen zum Trotz haben sich viele Augsburgerinnen und Augsburger auch in Zeiten von Corona ihr Recht aufs Wählen nicht nehmen lassen und machten sich an einem wunderschönen Frühjahrssonntag an die Wahlurne auf. Entgegen vieler Erwartungen stieg die Wahlbeteiligung überraschenderweise sogar von 41,2 auf 45,3 Prozent. Sprunghaft gestiegen ist auch der Anteil der Briefwähler, der wohl bei etwa 22 Prozent liegt.</p>



<p><strong>Infektionsschutz im Wahllokal</strong></p>



<p>Seitens der Stadt und der betreffenden Behörden wurden einige Vorsorgemaßnahmen getroffen, um &#8220;<em>alle Wähler und Wahlhelfer bestmöglich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.</em>&#8221; So durfte man z.B. gerne einen eigenen Stift mit in die Wahlkabine nehmen, um indirekte Kontakte zu reduzieren. Zudem wurden Desinfektionsmittel bereitgestellt und großzügige Abstandsregeln befolgt. Wahllokale, die ursprünglich in Altenheimen untergebracht waren, wurden kurzfristig verlegt.</p>



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<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/B9t7vfGKW4u/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:640px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/B9t7vfGKW4u/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; 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<p><strong>Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Platz</strong></p>



<p>Klare Gewinnerin der OB-Wahl ist Eva Weber. Die CSU-Kandidatin, die den scheidenden OB Kurt Gribl beerben möchte, schaffte es zwar nicht direkt im ersten Wahlgang wie Gribl 2014, holte aber dennoch ein sehr respektables Ergebnis von 43,1 Prozent und darf sich gute Chancen für die Stichwahl am 29. März ausrechnen. Bis im Laufe des Wahlabends ihre Kontrahentin oder ihr Kontrahent um die Stichwahl feststand, musste sich Weber eine Weile gedulden. Der bisherige SPD-Ordnungsreferent Dirk Wurm und die grüne Fraktionsvorsitzende Martina Wild lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Platz, das Wurm am Ende mit 18,8 zu 18,5 Prozent denkbar knapp für sich entschied.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="867" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Oberbürgermeisterwahl-2020-1024x867.png" alt="" class="wp-image-14059" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Oberbürgermeisterwahl-2020-1024x867.png 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Oberbürgermeisterwahl-2020-300x254.png 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Oberbürgermeisterwahl-2020-768x650.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Oberbürgermeisterwahl-2020-1536x1300.png 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Oberbürgermeisterwahl-2020-2048x1733.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>Vorläufiges Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl 2020</strong><br>Daten: <a href="https://www.augsburg.de/fileadmin/user_upload/verwaltungswegweiser/buergeramt/wahlen/kommunalwahlen/2020/ob/index.html">Stadt Augsburg</a><br>© Thomas Koristka</figcaption></figure>



<p>Im Vergleich zur Stadtratswahl, bei der die SPD nach aktuellem Stand <em>(noch nicht komplett ausgezählt)</em> rund zehn Prozentpunkte abgeschlagen hinter den Grünen auf Platz drei liegt, konnte sich Dirk Wurm in seinem Wahlkampf offenbar gut profilieren. Der Einzug in die Stichwahl kann, trotz abermaliger Stimmenverluste seiner Partei, durchaus als Achtungserfolg gewertet werden. Nun kommt es in zwei Wochen zur Entscheidung zwischen der bisherigen Wirtschafts- und Finanzreferentin Weber und dem bisherigen Ordnungsreferenten Wurm. </p>



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<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Das vorläufige Endergebnis der heutigen OB-Wahl in <a href="https://twitter.com/hashtag/augsburg?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#augsburg</a> steht nun fest: Eva Weber (CSU)  geht mit 43,1 Prozent und Dirk Wurm (SPD) mit 18,8 Prozent in 14 Tagen in die <a href="https://twitter.com/hashtag/Stichwahl?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Stichwahl</a> der <a href="https://twitter.com/hashtag/kommunalwahl2020?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#kommunalwahl2020</a>. Martina Wild (Grüne) 18,5 %. Die <a href="https://twitter.com/hashtag/wahlbeteiligung?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#wahlbeteiligung</a> liegt bei 45,3 Prozent.</p>&mdash; Stadt Augsburg (@stadtaugsburg) <a href="https://twitter.com/stadtaugsburg/status/1239283237417037824?ref_src=twsrc%5Etfw">March 15, 2020</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
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<p><strong>Stichwahl als reine Briefwahl</strong></p>



<p>Neben Augsburg kommt es auch in den meisten anderen bayerischen Großstädten zu Stichwahlen, darunter in München und Nürnberg. Wie Ministerpräsident Markus Söder bekannt gab, soll es am 29. März keine Wahllokale geben. Wegen der Gefahr durch das Coronavirus werde die Wahl als reine Briefwahl abgehalten, um die Risiken zu verringern.</p>



<p>Durch die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden es laut Eva Weber &#8220;<em>keine zwei Stichwahlwochen werden, wie man sie aus den letzten Wahlen in Erinnerung hat.</em>&#8221; Einige politische Veranstaltungen wie u.a. auf dem abgesagten Gögginger Frühlingsfest können nicht stattfinden, ebenso wenig wie Haustürbesuche und Infostände. Man darf gespannt sein, wie sich die Wähler der übrigen Parteien unter diesen besonderen Umständen auf die beiden verbliebenen Bewerber um den OB-Posten verteilen werden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/03/eine-ungewoehnliche-wahl-geht-in-die-verlaengerung/">Eine ungewöhnliche Wahl geht in die Verlängerung</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>WWW im Duell um den OB-Posten: Im Gespräch mit Dirk Wurm (SPD)</title>
		<link>https://presstige.org/2020/03/www-im-duell-um-den-ob-posten-im-gespraech-mit-dirk-wurm-spd/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Justin Lautenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2020 08:02:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>An einem verschneiten Samstagmorgen treffen wir uns mit dem Mann, der der nächste sozialdemokratische Oberbürgermeister der Stadt Augsburg werden möchte. Mit uns redet er über Umwelt, den ÖPNV, aber auch über die LGBTQ+-Community und warum er trotz Wahlkampf nicht gestresst ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/03/www-im-duell-um-den-ob-posten-im-gespraech-mit-dirk-wurm-spd/">WWW im Duell um den OB-Posten: Im Gespräch mit Dirk Wurm (SPD)</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>An einem verschneiten Samstagmorgen treffen wir uns mit dem Mann, der der nächste sozialdemokratische Oberbürgermeister der Stadt Augsburg werden möchte. Mit uns redet er über Umwelt, den ÖPNV, aber auch über die LGBTQ+-Community und warum er trotz Wahlkampf nicht gestresst ist.</p>



<p><strong>Wie
wollen Sie einen Kompromiss aus Bauen und Umweltschutz finden?</strong></p>



<p>Das
Thema Wohnen und Stadtentwicklung sollte bei allen ganz oben stehen,
da es eine der dringenden sozialen Fragen ist. Wir müssen
gewährleisten, dass bezahlbarer Wohnraum entsteht. Das wird nur mit
Nachverdichtung gehen. Das heißt wir müssen gegebenenfalls ein
Stück weit höher bauen, als wir das bisher getan haben. Wenn nach
verdichtet wird, dann braucht es auch klare Regeln für qualifizierte
Grüngestaltung. Es müssen also nutzbare Grünräume und
Freizeiträume entstehen, um sich zu begegnen, sich auch zu bewegen
und zu erholen.</p>



<p><strong>Ist
es dann nicht auch ein sinnvoller Ansatz das Wohnen auf dem Land
attraktiver zu machen?</strong></p>



<p>Das ist ja immer stark mit dem Thema Arbeit verbunden. Die Arbeitswelt und was man beruflich tun möchte, hat sich in den letzten Jahrzehnten stark geändert. Meistens gibt es Jobangebote im boomenden Dienstleistungssektor eher in den Städten. Wir werden aber auch an einen Punkt kommen, wenn nur noch wenig Raum zum Wohnen in der Stadt übrig ist, dass man gut und gerne im Augsburger Umland wohnen bleiben kann. Das allerdings bedingt dann eine gute und bezahlbare Mobilität, also einen ÖPNV, der uns kostengünstig und umweltschonend in die Innenstädte bringt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>&#8220;Wir brauchen [&#8230;] ein 365 Euro Ticket&#8221;</strong></p></blockquote>



<p><strong>Wie
sehen denn Ihre Pläne für den öffentlichen Nahverkehr aus?</strong></p>



<p>Das Ziel
muss sein, einen Schienentakt ins Umland herzustellen, am besten im
15 Minuten Takt. Dafür braucht es den Ausbau der Bahnkörper. Wir
müssen in den kommenden Jahren in die Planung und Umsetzung gehen.
Zum zweiten muss der Nahverkehr bezahlbar sein. Hier ist meine
Forderung: wir brauchen ein gutes Tarifsystem und ein 365 Euro Ticket
mittelfristig für alle. Im ersten Schritt für Auszubildende und
Senioren und dann auch für Studenten. Das wird aber nur mit
Unterstützung des Freistaats Bayern gehen. Ich halte das für
notwendig, ansonsten kann die Verkehrswende nicht gelingen.</p>



<p>Wir
haben leider das Problem, dass ein Medienbruch stattfindet, zwischen
Stadt und Umland innerhalb des AVV´s. Diese Kommunikation muss mit
Hilfe der Digitalisierung vereinheitlicht und damit verbessert
werden.</p>



<p><strong>Viele
Studenten wohnen im Umland. Wie stehen Sie zu einer Ausweitung des
Geltungsbereichs des Semestertickets?</strong></p>



<p>Das muss
man sich im Detail dann anschauen und dann braucht man auch eine
Finanzierungsmöglichkeit, die einen Eigenanteil, aber auch
staatliche Unterstützung erforderlich machen wird. So weit sind wir
momentan noch nicht. Zuerst müssen wir schauen, welche relevanten
Nutzergruppen es gibt, dazu gehören Studenten und Studentinnen. Und
dann schauen wir, wie wir es mit der Zoneneinteilung machen.</p>



<p><strong>Das
Ziel &#8220;Fahrradstadt 2020&#8221; wurde verfehlt. Woran lag dies aus
Ihrer Sicht und wie soll das Ziel in Zukunft erreicht werden?</strong></p>



<p>Wir
haben Schwachstellen und Problemstellen, die in der Stadt Augsburg
vorhanden sind, die wir in den letzten Jahren nicht zielgerichtet
gelöst haben. Das sind insbesondere die Kreuzungsbeziehungen in der
Stadt. Am Königsplatz gibt es beispielsweise viele Kreuzungen, an
denen abmarkierte Fahrradspuren auf der Autospur, also im Nichts für
Fahrradfahrer enden, weil der Straßenraum zwar breiter wird, aber
neben der &#8220;Geradeausspur&#8221; eine &#8220;Abbiegespur&#8221; für
Autos hinzu kommt. Das wird nur funktionieren, wenn Fahrradfahrer
sich vor den Autos aufstellen können und dann 60 Sekunden früher
eine Grünphase bekommen und sich in Bewegung setzen können. Dann
kommen die Autos im zweiten Schritt. Wenn man das in den nächsten
Jahren im Rahmen einen Modellprojektes versucht, wird man glaube ich
positive Erkenntnisse bekommen. Eine der großen Schwachstellen kann
man so beheben.</p>



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<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/B8yQCnmotfY/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:640px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/B8yQCnmotfY/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; 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overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/B8yQCnmotfY/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">A post shared by Dirk Wurm (@dirk_wurm)</a></p></div></blockquote><script async src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script>
</div><figcaption><em>Wahlplakat von OB-Kandidat Dirk Wurm</em></figcaption></figure>



<p><strong>Wie
ist Ihre Meinung zu E-Scootern?</strong></p>



<p>E-Scooter
sind ein Add-On, meistens für Jüngere. Häufig wird der E-Scooter
als Ersatz fürs Laufen genutzt. Von daher sage ich: Es ist ganz
nett, aber dass die Roller eine Mobilitätsfunktion einnehmen, um
Personen von zu Hause zu einem Umsteigepunkt des Nahverkehrs bringen,
ist in der Regel nicht der Fall. Ich meine, da stehen keine
E-Scooter.</p>



<p>Manchmal
werden sie in den Stadtteilen ungeschickt abgestellt, so dass sie ein
Ärgernis für Fußgänger sind.</p>



<p><strong>Weg
von der Mobilität hinzu umwelttechnischen Themen:</strong></p>



<p><strong>Plastikkonsum-
und Plastikmülleindämmung, was für Pläne gibt es?</strong></p>



<p>Zusammen
mit der SPD Augsburg habe ich in unserem 20-Punkteprogramm dargelegt,
dass wir eine &#8220;Zero-Waste-City&#8221; werden müssen. Das
bedeutet, wir brauchen einen Masterplan, wie wir ressourcenschonendes
Arbeiten und Leben in der Stadt Augsburg hinbekommen können. Das
geht nur mit den Augsburger Bürgerinnen und Bürgern. Natürlich
auch mit gesetzlichen Rahmenbedinungen, die der Bund uns liefern
muss. Es ist momentan beispielsweise nicht möglich Einwegbehältnisse
in der Gastronomie zu verbieten, da gibt es keine Rechtsgrundlage.
Ich bin aber überzeugt, wenn eine Mehrheit der Bürgerinnen und
Bürger sagt: &#8220;Wir möchten einen signifikanten Beitrag zur
Müllvermeidung beisteuern&#8221;, dann kriegen wir das hin.</p>



<p><strong>Wie
soll dieses Umdenken bei den Bürgerinnen und Bürgern erreicht
werden?</strong></p>



<p>Da wird
man auf die Industrie und auf die Gesetzgebung des Bundes angewiesen
sein. Aber auch auf dem Stadtmarkt werden mittlerweile eigentlich nur
noch Stoffbeutel angeboten oder die Leute haben ihre eigenen Taschen
dabei. Wir sind auf einem guten Weg. Wenn man weiterhin
sensibilisiert, auch mit einer Öffentlichkeitskampagne, mit einer
Mitnahme der Bevölkerung, dann kriegt man glaube ich auch viele
Leute zum Mitmachen.</p>



<p>Kommunalpolitik
in diesem Jahrzehnt braucht ein aktives Miteinander der Bürgerinnen
und Bürger, der Stadträtinnen und Stadträten und der städtischen
Verwaltung. Das werden wir nur hinbekommen, indem wir in einen
regelmäßigen Austausch kommen. Zum Beispiel auf
Stadtteilkonferenzen, wo ein Thema diskutiert wird, Lösungsvorschläge
erarbeitet werden, die Stadtverwaltung wieder mit gewissen
Vorentwürfen komm, worüber abgestimmt wird und das dann umgesetzt
wird. Das wird zu einer schnelleren Umsetzung von politischen Ideen
in die Praxis sorgen und zu einer besseren Legitimation der Politik
insgesamt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Dirk-Wrum-793x1024.jpg" alt="" class="wp-image-13824" width="340" height="438" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Dirk-Wrum-793x1024.jpg 793w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Dirk-Wrum-232x300.jpg 232w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Dirk-Wrum-768x992.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Dirk-Wrum-1189x1536.jpg 1189w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Dirk-Wrum-1586x2048.jpg 1586w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Dirk-Wrum-scaled.jpg 1982w" sizes="(max-width: 340px) 100vw, 340px" /><figcaption>Dirk Wurm ©Justin Lautenbach</figcaption></figure></div>



<p><strong>Stichwort
Urban Gardening, wie stehen Sie dazu?</strong></p>



<p>Sehr
aufgeschlossen. Urban Gardening ist eine gute Möglichkeit, um
zusammen mit den Augsburgerinnen und Augsburgern den öffentlichen
Raum so zu attraktivieren, dass es lebenswerter wird und gleichzeitig
passiert damit eine Sensibilisierung gegenüber natürlichen
Produktionswegen und Produkten. Das weiß jeder aus seinem eigenen
Garten, soweit er einen hat. Da wird man zum Salatfetischisten und
Schneckenhasser, man ist ja auch stolz auf das, was man angepflanzt
hat. Das hilft uns ganz viel über Produktionswege in der
Lebensmittelherstellung nachzudenken. Es entsteht auch ein
Verantworungsbewusstein gegenüber der eigenen Stadt und der Gegend,
in der ich wohne.</p>



<p><strong>Kommen
wir zum Thema &#8220;Innere Sicherheit&#8221;, wie sind da Ihre Pläne?</strong></p>



<p>So wie
ich das in den letzten sechs Jahren als Ordnungsreferent der Stadt
Augsburg gemacht habe. Law and Order bedeutet nicht &#8220;Augen zu
und hau drauf&#8221;, sondern genau das Gegenteil. Law and Order
bedeutet: Mit Präsenz dafür sorgen, dass bestehende Regeln
eingehalten werden. Auf der anderen Seite braucht es Angebote zur
Sensibilisierung. Es gibt Bürgerinnen und Bürger, die verstehen die
Regeln nicht auf Anhieb, die sind ihnen vielleicht auch nicht
bekannt. Egal ob das jetzt junge Erwachsene sind oder Menschen, die
neu in der Stadt sind. Die muss man dafür sensibilisieren. So habe
ich zum Beispiel Nachtmanager in Augsburg eingeführt. Die machen
nichts anderes als mit Anwohnern und Nutzern des öffentlichen Raums,
in einen Dialog zu treten und dafür zu sensibilisieren, dass
Rücksichtnahme ganz wichtig ist. Das funktioniert ganz wunderbar.
Eine höhere Politikerpräsenz ist durch die Stadt Augsburg nicht
darstellbar, das ist Sache des Staates. Ich schreibe den Freistaat
Bayern immer wieder an, mit der Bitte mehr Beamte in Augsburg zum
Einsatz zu bringen. Wir haben in Vergleich zu München und Nürnberg
unterdurchschnittlich wenig Polizeibeamte hier in Augsburg. Ich hoffe
und baue darauf, dass das in Zukunft besser werden wird.</p>



<p>Um
öffentliche Ordnung und Sicherheit herzustellen, braucht es
Präventionsangebote. Was wir beispielsweise ins Leben gerufen haben
haben, ist das Projekt „Nachbarschaftspaziergänge“. Wir haben
die Leute animiert am Abend zusammen spazieren zu gehen. Klingt
banal, funktioniert aber wirklich gut. Erstens lernen sich die Leute
kennen und sie lernen ihren Stadtteil kennen. Und damit wird aus
einer gefühlten Unsicherheit, eine gefühlte Sicherheit. Und darum
gehts. Augsburg ist objektiv die zweit sicherste Großstadt in
Deutschland, aber subjektiv wird das anders wahr genommen. Und diese
Leute muss man mit speziellen Angeboten abholen.</p>



<p><strong>Bildung
hängt heutzutage immer noch stark von zum Beispiel der Herkunft ab,
wie wollen Sie das konkret ändern?</strong></p>



<p>Dafür
muss man schon sehr früh anfangen, bei der frühkindlichen Bildung.
Die Herkunft und das soziale Milieu entscheidet nach wievor viel zu
stark über den schulischen und beruflichen Werdegang, den man nehmen
wird. Das hat natürlich auch etwas damit zu tun, inwieweit Eltern
willens und in der Lage sind, an der Bildung und Erziehung ihrer
eigenen Kinder mitzuwirken. Das ist extrem wichtig. Eltern sind ein
entscheidender Faktor. Also muss man ihnen Angebote machen, die sie
gerne annehmen, weil sie nicht das Gefühl haben, sie werden
bevormundet. Das muss schon im frühen Kindesalter mit guten
Angeboten an Krippeplätzen und pädagogischen Konzepten angegangen
werden. Spätestens in der Schule brauchen wir in der Stadt Augsburg,
offene Bildungshäuser mit einer modernen Pädagogik. Keine
geschlossenen Schulgebäude, wo wir uns darüber unterhalten, dass
alles nur eine Sache des Brandschutzes wäre. Das ist vollkommener
Blödsinn. Das Ziel muss heißen: offene Bildungshäuser, moderne
Pädagogik, entsprechende Raumschnitte, die dann auch andere Angebote
in diesen Bildungshäusern vorhalten: Betreuungsangebote,
Freizeitangebote und auch Erwachsenenbildung. Nur wenn wir das
hinbekommen, dann werden nicht nur mehr auf das Gymnasium gehen,
sondern auch mehr die Hochschulreife erringen und damit die
Eintrittskarte für die Universität erlangen. Parallel dazu braucht
es auch eine Stärkung der Augsburger Hochschule. Die Hochschule hat
noch stärker diese Aufstiegschance in sich, wie es die Universität
hat. Dort ist es so, dass auch Jugendliche aus &#8220;Arbeiterfamilien&#8221;
den Weg finden zum akademischen Bildungsgrad finden. Dafür brauchen
wir mehr Studienplätze.</p>



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overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/B7qtb3hoPmC/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">A post shared by Dirk Wurm (@dirk_wurm)</a></p></div></blockquote><script async src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script>
</div><figcaption>Wahlplakat von Dirk Wurm</figcaption></figure>



<p><strong>Gibt
es konkrete Pläne für das Universitätsviertel, die Universität
und die Hochschule? Wollen sie das Studentenleben mehr in die
Innenstadt holen?</strong></p>



<p>Vor 20
Jahren war das studentische Leben in Augsburg viel, viel weniger, als
es heute der Fall ist. Da hat sich schon etwas getan. Wenn wir
unseren Fokus auch in der Kommunalpolitik darauf legen, dass wir eine
offene, vielfältige Stadt sind, die im öffentlichen Raum auch mal
etwas zulässt, was wir davor noch nicht zugelassen haben. Zum
Beispiel eine freie Theaterszene haben wir noch nie gehabt. Auch in
Vierteln, in denen viele junge Leute leben, die das wahrnehmen und
sagen, das ist ja super, bei mir vor der Haustüre passiert ja auch
was und ich kann anderen Augsburgern und Augsburgerinnen begegnen.
Das sind Mittel und Wege, um eine lebendige und vitale Großstadt
miteinander zu bauen. Und da braucht es junge Leute dafür. Ihr habt
die Ideen und die Power so etwas umzusetzen.</p>



<p><strong>Was
ist Ihre Meinung zu einer Kommunalregierung mit &#8220;direkten
Demokratie&#8221;-Zügen?</strong></p>



<p>Unter
direkter Demokratie verstehe ich das, was ich vorhin schon genannt
habe mit den Stadtteilkonferenzen. Das ist für mich eine Form der
direkten Demokratie in der Kommunalpolitik. Wenn ich erkenne, dass
ich Bürgerinnen und Bürger anders ansprechen und mitnehmen muss,
was früher über Massenorganisationen funktioniert hat, wie Vereine
oder politische Parteien, funktioniert heute so nicht mehr, weil der
Mensch in diesen Organisationen nicht mehr präsent ist. Also muss
ich ihn dort abholen, wo er ist. Das ist in seinem Wohngebiet, und
zwar mit den Dingen, die ihn interessieren.</p>



<p><strong>Mit
dem Format &#8220;Wurm will´s wissen&#8221; sind Sie durch die
Stadtviertel gezogen und haben Fragen an die Bürger und Bürgerinne
gestellt: Was ist Ihnen dabei besonders im Gedächtnis geblieben?</strong></p>



<p>Inhaltlich
ist das Thema Verkehr ein sehr bestimmendes, quer durch alle
Stadtteile. Nur mit einer Kombination aus Anwohnerparken und
Kurzzeitparken kriegen wir stückweise eine Verbesserung zustande,
das hat sich jetzt auch durch das Format &#8220;Wurm will´s wissen&#8221;
bestätigt. Auch Verkehrsberuhigung, Nahverkehr und Klimaschutz
bewegt die Menschen stark.</p>



<p>Bei
allen Terminen ist bei mir hängen geblieben: Das konstruktive
Mitmachen derjenigen, die da waren. Das waren zwischen 50 und 100
Leute. Wir haben konstruktiv miteinander diskutiert. Das war kein
Auskotzen, nach dem Motto: &#8220;Ich sag jetzt mal dem Wurm, was ich
alles schlecht finde&#8221;. Jeder konnte mit seinem Smartphone mit
einer App mitmachen und auf vorformulierte Fragen antworten, was wir
dann anonym gesammelt haben, damit wir einen Überblick haben, dass
jeder zu Wort kommt. Und dann kommen konstruktive Vorschläge. Ich
glaube dieses Format war eine Vorstufe für die Stadtteilkonferenzen,
wie ich sie mir als Oberbürgermeister vorstelle.</p>



<p><strong>Die
SPD steckt zur Zeit in der Krise: Inwiefern denken Sie, dass Ihre
SPD-Mitgliedschaft einen (negativen) Einfluss auf die Wahlergebnisse
hat?</strong></p>



<p>Natürlich
wäre es mir lieber, wenn die Partei, die mich nominiert hat, bei 25
oder 30% stehen würde. Ist halt nicht so, gell? Man kann sich nicht
immer alles raus suchen im Leben. Deswegen hat man trotzdem seine
Meinung, seine Überzeugung und auch eine klare Haltung. Ich bin
Sozialdemokrat, ich bin Kommunalpolitiker mit Leib und Seele. Das
heißt ich arbeite lösungsorientiert und über Parteigrenzen hinweg.
Ich glaube auch, dass bei einer Kommunalwahl die Parteizugehörigkeit
eine wesentlich geringere Rolle spielt als bei landes- oder
bundesweiten Wahlen. Das gilt sowohl für die OB-Kandidaten, als auch
für die Stadtratskandidatinnen und -kandidaten.</p>



<p>Nichtsdestotrotz
braucht sich die SPD überhaupt nicht zu verstecken. Wenn ich jetzt
im Gespräch mal nachfrage: Was ist denn das Problem mit der SPD,
dann wird es schon ziemlich diffus. Und wenn man den Menschen dann
sagt, dass die SPD in der Großen Koalition sowohl für die
Grundrente,  ein gutes Kita-Gesetz als auch beim Berufswiedereinstieg
Vorteile für die Bevölkerung erkämpft hat, dann stellt sich das
Bild schon differenzierter dar. Es ist wohl en vogue die SPD als die
alte, tattrige Tante darzustellen, der man keine zukunftsfähige
Politik mehr zutraut. Das ist vollkommener Blödsinn. Es sollen erst
mal die anderen Parteien das leisten, was die SPD in den letzten
Jahre geleistet hat, für unser Land und auch hier in der Stadt
Augsburg. Die Flüchtlingswelle, ich sehe sie nicht als
&#8220;Flüchtlingskrise&#8221;, dass das gut gemanagt wurde, hatte
auch viel mit der SPD zu tun.</p>



<p>Wer von
sich selber nicht überzeugt ist, der kann auch andere nicht
überzeugen. Dieses ganze Gerede: &#8220;Die SPD möchte aus der
Regierungsverantwortung aussteigen&#8221;. Das halte ich für
vollkommenen Blödsinn. Darüber entscheiden alle vier Jahre die
Wählerinnen und Wähler. Aber zu denken, dass man unser Land und die
Lebensverhältnisse verbessern kann, indem man nicht regiert, das ist
vollkommer Blödsinn. Es gilt noch immer der alte Spruch von Willy
Brandt: &#8220;Zuerst kommt das Land und dann die Partei&#8221; und ich
sehe das so. Es wäre schön, wenn das in anderen Parteien auch so
gesehen wird, sage ich mal mit Blick auf Gelb und Grün.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>&#8220;Als Oberbürgermeister repräsentiert man die städtische Bevölkerung in seiner ganzen Breite und Tiefe&#8221; </strong></p></blockquote>



<p><strong>Sie
wollen weiterhin die LGBTQ+-Community unterstützen. Wie soll das
konkret aussehen?</strong></p>



<p>Ich
glaube das ist eine Frage der Haltung. Als Oberbürgermeister
repräsentiert man die städtische Bevölkerung in seiner ganzen
Breite und Tiefe. Das muss man ein Stück weit vorleben, promoten,
auch erzählen: Das ist kein Unterscheidungsmerkmal. Ich glaube das
ist ganz wichtig, dass die Sichtweite gegenüber verschiedenen
sexuellen Orientierungen tolerant und offen ist. Daraus können sich
durchaus, wenn man das gesamtgesellschaftlich auf die Bundesrepublik
betrachtet, gesetzliche Regelungen und Entwicklungen ergeben, die
Lesben, Schwulen, Transgendern helfen können. Das sehe ich als
Aufgabe des Oberbürgermeisters an.</p>



<p><strong>Studenten
stecken gerade in der Klausurenphase und haben viel Stress. Wie
gestresst sind Sie?</strong></p>



<p>Gar nicht. Gestresst bist du dann, wenn du etwas tust, was dich überfordert. Ansonsten hat man viel zu tun. Momentan habe ich viel um die Ohren, ich bin Ordnungs- und Sportreferent der Stadt Augsburg und gleichzeitig OB-Kandidat. Das ist viel, deshalb habe ich aktuell eine 6-Tage-Woche. Die hatte ich nicht immer. Aber es ist ganz selten, dass ich wirklich gestresst bin, weil mich was nervt. Wenn ich dann zuhause bin, bin ich aber auch ganz froh.</p>



<p><strong>Wie
sehen Sie Ihre Chancen auf die Stichwahl?</strong></p>



<p>Mein
Ziel lautet, in die Stichwahl zu kommen. Ich glaube das ist ein
durchaus realistisches Ziel, weil die Bürgerinnen und Bürger
erkennen, wofür der Kandidat Wurm steht, was er will. Das
unterscheidet mich glaube ich auch von vielen Mitbewerbern und
Mitbewerberinnen, die da im &#8220;Ungefähren&#8221; bleiben. Ich habe
gleich gesagt: Wahlkampf dient auch der Zuspitzung. Die
Augsburgerinnen und Augsburger sollen am 15. März eine bewusste
Wahlentscheidung für jemanden treffen. Das versuche ich
herüberzubringen. Das Team der SPD Augsburg ist ein wirklich gutes
Team mit jungen, engagierten und kompetenten Kräften, natürlich
auch mit erfahrenen. Auch das wird positiv wahrgenommen und ich hoffe
sehr, dass sich das dann auch mit entsprechenden Stadtratssitzen
auszahlen wird.</p>



<p><strong>Vielen
Dank für das interessante Gespräch!</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/03/www-im-duell-um-den-ob-posten-im-gespraech-mit-dirk-wurm-spd/">WWW im Duell um den OB-Posten: Im Gespräch mit Dirk Wurm (SPD)</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Augsburg-Guide für Erstsemester</title>
		<link>https://presstige.org/2019/10/augsburg-guide-fuer-erstsemester/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Balthasar Zehetmair]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 22 Oct 2019 08:00:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[stadtnah]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Guten Tag und herzlich Willkommen in Augsburg, nun habt ihr euch für Augsburg entschieden, den großen kleinen Bruder Münchens, die Heimatstadt Bertold Brechts, Jakob Fuggers oder auch Andreas Bouranis. Ihr werdet diese Stadt lieben lernen und schon bald herausfinden, dass...</p>
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<p>Guten Tag
und herzlich Willkommen in Augsburg, </p>



<p>nun habt ihr euch für Augsburg entschieden, den großen kleinen Bruder Münchens, die Heimatstadt Bertold Brechts, Jakob Fuggers oder auch Andreas Bouranis. Ihr werdet diese Stadt lieben lernen und schon bald herausfinden, dass der Zug nach München nicht das Schönste an Augsburg ist. Für den perfekten Start in euren neuen Lebensabschnitt, damit ihr euch in dieser gemütlichen, kleinen (aber nicht zu klein – gerade richtig) Stadt schnell zurechtfindet und die Unsicherheit schwindet, möchte ich euch in diesem Artikel auf eine Reise durch Augsburg mitnehmen. </p>



<p>Bevor es losgeht aber noch ein paar wichtige Anmerkungen zur Verständigung in Augsburg. Wenn ihr euch zum Beispiel mit Freunden am Königsplatz – dem zentralen Knotenpunkt, dem Herz der Stadt – treffen wollt heißt es nicht: „Treffen wir uns um 19 Uhr am Königsplatz?“ sondern: „Kö, 19 Uhr?“. Außerdem spricht man in Augsburg ein feinwürziges Schwäbisch und kein holziges Bayerisch. Allerdings heißt das jetzt nicht, wenn ihr an jedes zweite Wort ein leichtes „-sch“ hängt, dass ihr sofort waschechte Schwaben seid. Sowohl das Schwäbisch als auch der präzise, schlaue Umgang mit Geld bürgern sich mit der Zeit langsam ein. So ist neben „Augschburg“ auch die Abkürzung „aux“ geläufig, welche sich geradezu perfekt dafür eignet, den Freunden in der Whats-App Gruppe schnell mitzuteilen, dass man wieder „back in town“ ist. </p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/10/Balthasar-Bild-1-768x1186.jpg" alt="" class="wp-image-12045" width="384" height="593" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/10/Balthasar-Bild-1-768x1186.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/10/Balthasar-Bild-1-259x400.jpg 259w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/10/Balthasar-Bild-1-663x1024.jpg 663w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/10/Balthasar-Bild-1.jpg 1960w" sizes="(max-width: 384px) 100vw, 384px" /><figcaption><strong>©</strong> Balthasar Zehetmair</figcaption></figure>



<p> Der erste Kaffee oder Tee ist getrunken, der Magen grummelt und so wandert der Blick in den Kühlschrank. Das Fach im WG-Kühlschrank ist leer, das Handy wird gezückt und zwei Sekunden später zeigt der Assistant die Route zum nächsten Supermarkt an. Doch Stopp (!), es gibt schöne Alternativen zu Aldi, REWE und Co., wo das Einkaufen zum Erlebnis wird. Der <em>Stadtmarkt</em> (Fuggerstraße 12a) lädt zum Verweilen ein und von den Verkäufern wird man beim Kauf von regionalen Gemüse und Obst, schnell in interessante Gespräche verwickelt. Gleich um die Ecke am Ende der Annastraße wird euch der Geruch von warmen Brot ins <em>CUMPANUM</em> (Annastraße 1) locken und dazu verleiten, dort ein handgeschlagenes Brot mitzunehmen. Auf der anderen Straßenseite empfängt euch dann der Bio-Supermarkt <em>BASIC</em> (Ludwigstraße 2), ein Paradies für die Veganer/Vegetarier. Des Weiteren verstecken sich in den kleinen, gemütlichen Gassen der Unterstadt auch noch zahlreiche – sehr spezielle – Lebensmittelgeschäfte, welche entdeckt werden möchten.  </p>



<p>Der Einkauf ist eingeräumt, der Hunger gestillt, das Überleben für die nächsten Tage gesichert. Optimale Grundlagen, um die Stadt zu erkunden. In der Annastraße könnt ihr nun euren Shopping-Hunger stillen. Wer keine Lust mehr auf die Kaufhäuser, die Hektik, sowie die typischen Läden der großen Marken in der Neustadt hat, der steigt am Moritzplatz hinab in die Unterstadt. In den kleinen Gassen durchschlängelt von malerischen Kanälen – auch Klein-Venedig genannt – regieren die Ruhe und Gemütlichkeit. Runterkommen, durchatmen, durch die Gassen schlendern und in den Geschäften stöbern. So zum Beispiel im kleinen Laden von <em>Degree-Clothing </em>(Mittlerer Lech 18) die Kleiderständer mit fair produzierte Kleidung durchschauen, im <em>Kolonial Feinkost&amp;Buch </em>(Mittlerer Lech 2) in Kochbüchern schmökern, im <em>Weltladen </em>(Weiße Gasse 3) stöbern oder sich im <em>Augsburger Teehaus</em> (Mittlerer Lech 20) für die kalte Jahreszeit ausrüsten. &nbsp;</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/10/Balthasar-Bild-2-768x1580.jpg" alt="" class="wp-image-12046" width="384" height="790" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/10/Balthasar-Bild-2-768x1580.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/10/Balthasar-Bild-2-194x400.jpg 194w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/10/Balthasar-Bild-2-498x1024.jpg 498w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/10/Balthasar-Bild-2.jpg 1765w" sizes="(max-width: 384px) 100vw, 384px" /><figcaption><strong>©</strong> Balthasar Zehetmair</figcaption></figure>



<p>Nach einem Döner beim <em>Pamukkale</em> (Hunoldsgraben 28) – dem, so heißt es, besten Döner der Stadt – oder einer Bratwurst von der <em>Bosna </em>(direkt gegenüber, Judenberg 13), zwei Augsburger Institutionen, geht es weiter zur <em>Fuggerei</em> (Jakoberstraße 26). Nach der ältesten Sozialsiedlung der Welt steht das <em>Domviertel </em>auf dem Plan. Auf dem Weg dorthin können die Literaturinteressierten – für die Germanistik-Studenten ist es Pflicht, versteht sich – auch noch beim <em>Brechthaus</em> (Auf dem Rain 7) vorbeischauen. Genauer mit dem <em>Domviertel</em> beschäftigt hat sich meine Kollegin Marina, ihren Artikel findet ihr hier: <a href="http://presstige.org/2019/09/zeig-mir-dein-stadtviertel-domviertel/">http://presstige.org/2019/09/zeig-mir-dein-stadtviertel-domviertel/</a>. Die Füße sind müde und mit einem Buch bewaffnet stellt der <em>Hofgarten</em> (Fronhof 8) nun die optimale Erholungsmöglichkeit dar. Aber auch der <em>Rathausplatz </em>lädt gerade dazu ein, bei einem (oder mehreren) Bier mit den Freunden an langen Sommerabenden über Gott und die Welt zu philosophieren. &nbsp;</p>



<p>Ein weiteres interessantes Viertel stellt das <em>Bismarckviertel</em> dar. Allerdings ist dieses mit seinen breiten Straßen und seinen großen, mächtigen Häusern aus dem 19.Jahrhundert am besten mit dem Rad zu erkunden. (Wenn das Rad nicht fährt, dann bringt es am besten zum <em>Willi Singer</em> in die Bäckergasse 34a, der richtet es fix und hat faire Preise). Mehr zum Bismarckviertel findet ihr hier: <a href="http://presstige.org/2019/06/zeig-mir-dein-stadtviertel-bismarckviertel/">http://presstige.org/2019/06/zeig-mir-dein-stadtviertel-bismarckviertel/</a> im Artikel von Lea. Wenn ihr dann immer dem Hochhaus – dem einzigen in Augsburg und auch Maiskolben genannt – am Horizont folgt, könnt ihr im <em>Wittelsbacher Park </em>unter mächtigen Baumkronen auf den Wiesen ausharren. Die Ruhe herrscht auch am Ufer der <em>Wertach</em>. Ein bisschen lauter fließt das Wasser des Lechs dann am <em>Hochablass </em>hinab<em>. </em>Der angrenzende <em>Siebentischwald</em> ist das Naherholungsgebiet der Augsburger und hält einige ruhige Plätzchen bereit. Dort kann man der Hektik der Stadt schnell entfliehen und mit der Natur verschmelzen. Nach einer Bib-Session könnt ihr dort eine Halbe im <em>Parkhäusl </em>(Professor-Steinbacher-Straße 10a) hinunterzischen oder auf einer der Bänke am versteckten <em>Stempflsee</em> die Kämpfe der Enten beobachten, bevor es dann mit dem Rad in 10 Minuten wieder zurück zur Uni geht. Außerdem bietet der <em>Siebentischwald</em> auch viele schöne Joggingstrecken. </p>



<p>Es
dämmert, der Magen schreit nach Nahrung. Nun wird entweder gemeinsam in der WG
gekocht oder es geht wieder in die Innenstadt, wo ihr alles bekommt wonach euch
gerade gelüstet. Mehrfach ausgezeichnet für ihr konsequentes veganes Konzept hält
das Restaurant <em>Mom´s Table</em>
(Maximilianstraße 77) gesunde und leckere Currys, Bowls und Smoothies bereit.
Wenn ihr nicht ohne Fleisch auskommen könnt und auf deftige bayrische/schwäbische
Küche mit süffigen Bier dazu steht, seid ihr beim <em>Riegele</em> (Frölichstraße 26) genau richtig. Feine indische sowie
vietnamesische Küche werden beim <em>Sangam </em>(Hunoldsgraben
34) sowie bei <em>Saigon Village </em>(Auf dem
Kreuz 19) aufgetischt. Bei <em>Beißer Burger </em>(Dominikanergasse
13) gibt es die besten Burger der Stadt, was man allein daran erkennen kann,
dass die Fenster am Abend auf Grund des großen Andrangs öfters beschlagen sind.
Deshalb hier unbedingt reservieren! Wenn ihr keine Lust aufs Kochen oder
Rausgehen habt, dann bestellt doch einfach bei <em>Boxbote. </em>Die Boxboten liefern dir alles per Rad, sind immer
pünktlich und können dir mit einer schnellen Bierlieferung die Hausparty
retten. </p>



<p>Es
ist kurz nach acht, die ersten Clubs öffnen aber erst um 23 Uhr. Die Zeit bis
dahin könnt ihr nun entweder mit einem Film im <em>Thalia Filmtheater</em> (Obstmarkt 5) oder im <em>Liliom</em> (Unterer Graben 1) überbrücken. Am Königsplatz könnte ihr im
<em>Pool City</em> Billard oder Darts spielen
oder im <em>City-Bowling</em> kegeln. 

Ich hoffe ich konnte euch einen ersten guten Überblick
über Augsburg geben und nun liegt es an euch die Stadt weiter zu erkunden, sie
hält noch einiges mehr bereit. Viel Spaß beim Entdecken!



</p>



<figure class="wp-block-image is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2019/10/Balthasar-Bild-4-1024x498.jpg" alt="" class="wp-image-12044" width="512" height="249" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/10/Balthasar-Bild-4-1024x498.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/10/Balthasar-Bild-4-400x194.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2019/10/Balthasar-Bild-4-768x373.jpg 768w" sizes="(max-width: 512px) 100vw, 512px" /><figcaption><strong>©</strong> Balthasar Zehetmair</figcaption></figure>
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		<title>Aber wohin nur? &#8211; Vier Städteziele in Bayern, die einen Tagesausflug wert sind</title>
		<link>https://presstige.org/2018/09/aber-wohin-nur-vier-staedteziele-in-bayern-die-einen-tagesausflug-wert-sind/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Kai Weeber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 10 Sep 2018 08:30:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
		<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[ausflug]]></category>
		<category><![CDATA[stadt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>München, Nürnberg, Regensburg – diese großen Städte Bayerns dürften den Meisten ein Begriff sein. Doch die Semesterferien dauern noch an, da wäre doch eigentlich genug Zeit, vielleicht ein paar neue Orte kennenzulernen. In der Tat hält auch so manche etwas...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2018/09/aber-wohin-nur-vier-staedteziele-in-bayern-die-einen-tagesausflug-wert-sind/">Aber wohin nur? &#8211; Vier Städteziele in Bayern, die einen Tagesausflug wert sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><figure id="attachment_9881" aria-describedby="caption-attachment-9881" style="width: 400px" class="wp-caption alignnone"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-9881 size-medium" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/augsburg-3080437_960_720-400x225.jpg" alt="" width="400" height="225" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/augsburg-3080437_960_720-400x225.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/augsburg-3080437_960_720-768x432.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/augsburg-3080437_960_720-300x170.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/augsburg-3080437_960_720.jpg 960w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-9881" class="wp-caption-text">Text: Kai Weeber</figcaption></figure></p>
<p><span style="font-weight: 400;">München, Nürnberg, Regensburg – diese großen Städte Bayerns dürften den Meisten ein Begriff sein. Doch die Semesterferien dauern noch an, da wäre doch eigentlich genug Zeit, vielleicht ein paar neue Orte kennenzulernen. In der Tat hält auch so manche etwas kleinere Stadt die ein oder andere Sehenswürdigkeit parat. Dafür habe ich mich auf die Suche gemacht:</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">1.Bamberg</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-9883" style="font-size: 1em;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bamberg-3392588_960_720-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bamberg-3392588_960_720-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bamberg-3392588_960_720-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bamberg-3392588_960_720.jpg 960w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Seit 1993 zählt das fränkische Rom mit seiner historischen Altstadt zum Weltkulturerbe. Beim Schlendern durch die Gassen zwischen den vielen mittelalterlichen Fachwerkhäusern wird man früher oder später unweigerlich auf den Bamberger Dom stoßen, dessen vier Türme über weite Teile der Innenstadt zu sehen sind. Gleich daneben findet man die Neue Residenz, den barocken Sitz der früheren Fürstbischöfe mit zahlreichen Barockgemälden sowie dem eindrucksvollen Kaisersaal. Daneben gibt es auch auf kultureller Seite etwas zu entdecken: die Villa Concordia ist eine Einrichtung, in der internationale Künstler für bis zu ein Jahr an verschiedenen Projekten arbeiten. Deshalb finden hier unterschiedliche Ausstellungen, Lesungen und Konzerte von renommierten Stipendiaten statt. Abends kann man schließlich gemütlich in einer der Kneipen den Tag ausklingen lassen oder aber im Club noch einmal aufdrehen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">2.Passau</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-9884" style="font-size: 1em;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/old-town-1055090_960_720-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/old-town-1055090_960_720-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/old-town-1055090_960_720-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/old-town-1055090_960_720.jpg 960w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Geteilt wird die Stadt nahe der österreichischen Grenze von gleich drei Flüssen, nämlich dem Inn, der Donau und der Ilz. Diese fließen alle in Passau zusammen. Wer also gerne Schiff fährt, kann hier die Stadt bei einer Rundfahrt aus verschiedenen Blickwinkeln kennenlernen oder aber einen Abstecher nach Österreich wagen. Zu Wasser oder auch zu Fuß bei einem Spaziergang entlang der Promenade umrundet man den Dom St. Stefan, der ebenfalls einen Besuch wert ist. Über der Stadt zwischen Donau und Ilz thront zudem die Veste Oberhaus, eine Festungsanlage aus dem 13. Jahrhundert. Kunstfreunde können auf dem Weg dorthin außerdem noch das Museum Moderner Kunst am Donauufer besuchen. Und alle, die zwischen Augsburger Plärrer und Münchner Oktoberfest noch Lust auf Volksfest haben, können es sich noch im Bierzelt auf dem Passauer Herbstdult gut gehen lassen.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">3.Rothenburg</span><span style="font-size: 1em;">ob der Tauber</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-9885" style="font-size: 1em;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/rothenburg-of-the-deaf-1622693_960_720-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/rothenburg-of-the-deaf-1622693_960_720-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/rothenburg-of-the-deaf-1622693_960_720-768x512.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/rothenburg-of-the-deaf-1622693_960_720.jpg 960w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Als Teil der romantischen Straße wird Rothenburg von Touristen aus der ganzen Welt besucht, obwohl die Stadt selbst nur ca. 11.000 Einwohner besitzt. Wer einen authentischen Einblick in eine mittelalterliche Kleinstadt gewinnen will, kann mit einem Ausflug hierhin nichts falschmachen. Die alte Stadtmauer um den Stadtkern ist vollständig erhalten und sogar zu großen Teilen begehbar. Nach einem Rundgang bietet sich noch die Möglichkeit, etwas über die deutsche Justizgeschichte im mittelalterlichen Kriminalmuseum zu lernen. Dort kann man unter anderem auch schaurige Exponate zu Folter und Hexenverfolgung begutachten. Für alle Freunde des Weihnachtsfests gibt es zudem noch das Deutsche Weihnachtsmuseum, in dem man sich schon jetzt zwischen Krippen, Lichtern und Weihnachtsmännern in feierliche Stimmung versetzen lassen kann.</span></p>
<p><span style="font-weight: 400;">4.Bad Reichenhall</span></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-medium wp-image-9882" style="font-size: 1em;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bad-reichenhall-320314_960_720-400x341.jpg" alt="" width="400" height="341" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bad-reichenhall-320314_960_720-400x341.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bad-reichenhall-320314_960_720-768x655.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/09/bad-reichenhall-320314_960_720.jpg 844w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></p>
<p><span style="font-weight: 400;">Wen es in die Berge zieht, sollte vielleicht einen Blick auf die Kreisstadt im Berchtesgadener Land werfen. Vor allem ist Bad Reichenhall bekannt für seine Salzgewinnung. Dementsprechend kann man dort die Alte Saline besichtigen, welche mittlerweile nicht mehr in Betrieb ist, dafür aber zu einem Museum umfunktioniert wurde. Im Anschluss bietet sich für alle Wanderlustigen eine der Touren auf oder beim Predigtstuhl an, zum Beispiel der Rundweg über den Dötzenkopf. Alternativ kann man den Predigtstuhl natürlich auch per Seilbahn bezwingen. Nach einer Runde durch die Fußgängerzone kann man den Tag bei einem Spaziergang durch den Königlichen Kurgarten entspannt ausklingen lassen. In der königlichen Konzertrotunde erklingt dort jeden Abend Musik von unterschiedlichen Ensembles.</span></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><span style="font-weight: 400;">Vielleicht hat ja eines der Ausflugsziele euer Interesse geweckt. Viel Spaß weiterhin in den Semesterferien!</span></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2018/09/aber-wohin-nur-vier-staedteziele-in-bayern-die-einen-tagesausflug-wert-sind/">Aber wohin nur? &#8211; Vier Städteziele in Bayern, die einen Tagesausflug wert sind</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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