How to become a Jedi

Wie der Kindheitstraum zur Wahrheit wird

Einmal als junger Padawan unter Yodas Fuchtel die Macht kontrollieren – seit den 70er Jahren ein unerfüllter Traum für viele Fans und Filmbegeisterte. Bis jetzt. Denn es gibt Hoffnung: Jediismus. Ob nun Religion oder Philosophie – weltweit besitzt die Bewegung bereits tausende Anhänger. Schon neugierig? Damit ihr auch nicht von der dunklen Seite der Macht verführt werdet, hat sich presstige mal bei Jedipedia für euch schlau gemacht.

Wer sich nun schon das Laserschwert massiert hat, wird aber enttäuscht: Laut offiziellen Angaben gibt es im Jediismus derzeit keine Laserschwerter. Die Waffe des Jedi ist sein Verstand. Und das hat weniger mit Telekinese zu tun, als mit Gehirnjogging am Nintendo. Entgegen der Erwartung gibt es im Jediismus also nur wenige Parallelen zur Star Wars Saga. Eines ist beiden jedoch gemeinsam: die Macht.

Die Macht

Die Jediisten verstehen die Macht als allumfassende Energie. Die Macht ist der Grund allen Seins. Sie stiftet außerdem Harmonie und Frieden. Eigentlich ist es auch ganz simpel: Gott schlüpft in ein super hippes Science-Fiction-Gewand vom Label „George Lucas“. Die einen sind eben Messdiener, die anderen Jedi. Und seien wir mal ehrlich, wer würde da nicht den Jedi bevorzugen? Aber Vorsicht: Um in die Spuren eines Luke Skywalkers zu treten, muss sich ein angehender Jedi sowohl geistigen als auch körperlichen Herausforderungen stellen.

Die geistige Ertüchtigung

Hier gilt es, die Philosophie der Jedi zu verinnerlichen und ein persönliches Gleichgewicht zu erreichen. Meditation, Selbstreflexion und der Umgang mit der Macht sind nur einige der Fähigkeiten, welche ein Padawan durch intensives Training erproben muss. Irdische Dinge wie Schönheit oder Besitz sind für einen Jedi von keinerlei Bedeutung – auch der geliebte Star-Wars-Schlafanzug macht da keine Ausnahme.

Die körperliche Ertüchtigung

Pumpen im Fitness-Studio, joggen im Wald? Niemals, bei dieser Art von Körperstählung handelt es sich bloß um lächerliche Herausforderungen des Alltags. Im Jediismus zählen das Erlernen der Kampfkunst, Überlebenstraining in der Natur und Selbstverteidigung.

Aber Vorsicht: einmal Jedi, immer Jedi. Das heißt im Klartext: Lernen, Selbstprüfung und Fleiß im Akkord. Wem das Musik in den Ohren ist, dem steht der Ausbildung zum Jedi nichts mehr im Wege. Möge die Macht mit dir sein!

 

Die Entstehung des Jediismus

 

Die Wurzeln des Jediismus gehen bis in die Mitte der 80er Jahre zurück. Zu dieser Zeit suchten Gläubige nach einer Bezeichnung für ihre neue Religion. Diese umfasste sowohl Inhalte des Christentums, des Buddhismus und weiterer asiatischer Philosophien, wie auch den Glauben an eine karmische Energie. In den Star Wars Filmen sahen sie ihre Werte vereint und nannten sich fortan “Jedi”. Im Jahr 2001 erhielten kurz vor der anstehenden Volkszählung ca. 1000 Neuseeländer eine E-Mail eines unbekannten Absenders. In dieser wurden sie aufgefordert, soweit sie keiner anderen Glaubensrichtung angehörten, das Wort “Jedi” als ihre Religion in der Zählung anzugeben. Diesem Aufruf folgten mehr als 70.000 Menschen und es kam zur Einführung des Jediismus als Religion in Neuseeland. Damit ist der Jediismus eine ernsthafte und anerkannte Religion.

 

Wer bildet mich aus?

In der deutschen Galaxis gibt es zwei große Jedi-Orden: den Order of Hope () und den Orden der Jedi.

 

Der Jedi-Kodex des deutschen Ordens „Order of Hope“

Gefühle gibt es nicht – Frieden gibt es

Unwissenheit gibt es nicht – Wissen gibt es

Leidenschaft gibt es nicht – Gelassenheit gibt es

Es gibt kein Chaos – Harmonie gibt es

Tod gibt es nicht – die Macht gibt es

 

 

Autoren des Artikels

Rebecca Naunheimer

War Chefredakteurin vom Sommer 2014 bis zum Februar 2015 Chefredakteurin. Beschäftigt sich am liebsten mit Themen rund um Leben, Lifestyle und Mode junger Erwachsener.