Presstige präsentiert: Unterhaltung à la Lockdown

Medientipps 13.02.2021
Musik: Louis Armstrong - Original Jazz
Justin Lautenbach - Redaktion, Marketing
Justin
Redaktion & Marketing

Eine Trompete setzt ein, Posaune, Klarinette und Kornett hinterher. Was sich anhört wie der Einstieg eines klassischen Opernstücks, könnte trotz den gleichen Instrumenten ein unterschiedlicheres Genre nicht sein: Die Rede ist von Jazz.

Einer der bekanntesten Jazzmusiker ist Louis Armstrong. Er hat den Jazz nachhaltig geprägt, weshalb seine Lieder dem „Original Jazz“ zugerechnet werden . Mit seinen Bands den „Hot Five“ und „Hot Seven“ nahm er zahlreiche Musikstücke auf. Armstrong spielte Trompete und sang. Viele seiner Stücke gelten heute als Meilensteine der Jazzgeschichte. Er prägte fast alle nachkommenden Jazztrompeter und erhielt 1960 einen Stern auf dem Walk of Fame in Hollywood.

(© New York Sunday News, Wikimedia)

Neben Instrumentalstücken hat Armstrong auch viele Stücke als Sänger begleitet. Sein Portfolio reicht von ruhigen Liebesliedern über schnelle Gospels bis hin zu klassischen Blues. Mit seinen Songs nimmt er dich mit zurück in die US-amerikanische Musikszene der 1950er und 1960er Jahre.

Die Lieder von Louis Armstrong können auf Spotify oder YouTube gestreamt werden. Besonders zu empfehlen ist die Playlist „Ella And Louis – Full Album“. Wenn du nach einer anstrengenden Lerneinheit Pause brauchst und deinen Kopf abschalten willst, ist diese Playlist genau das richtige. Danach kannst du entspannt wieder durchstarten.

Podcast: Geschichten aus der Geschichte
Anne Eberhard - Chefredaktion, Marketing
Anne
Chefredaktion

Wusstet ihr, dass der Eifelturm im Jahr 1925 an einen Pariser Schrotthändler verkauft wurde? Oder dass der Körper Joseph Haydns, des berühmten Komponisten, 150 Jahre lang ohne seinen eigenen Kopf im Grab lag? Und habt ihr schon mal von Wojtek gehört, dem wohl ungewöhnlichsten Soldaten des zweiten Weltkrieges? Obwohl Wojtek nämlich als Soldat von seinen Kameraden wertgeschätzt wurde, war er in jeder Hinsicht anders als sie: Er war ein Bär.

Diese und viele andere Geschichten erzählen die Historiker Daniel Meßner und Richard Hemmer jede Woche in ihrem Podcast „Geschichten aus der Geschichte“. Das besondere daran ist, dass sich die beiden die Geschichten gegenseitig erzählen – wie die Zuhörer*innen, kennt auch einer der Historiker die Geschichte noch nicht. Das macht die Erzählungen besonders lebendig. Und die Begeisterung für außergewöhnliche Ereignisse, vom alten Ägypten bis in die demilitarisierte Zone zwischen Nord- und Südkorea im Jahr 1976, steckt einfach an.

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(© Anne Eberhard)

Richard und Daniel erzählen ihre Geschichten schon seit 5 Jahren und haben schon mehr als 280 Folgen aufgenommen. In Österreich schafft es der Podcast auf Platz 12 der beliebtesten Spotify-Podcasts und beweist damit, dass Geschichten aus der Geschichte alle begeistern können.

Den Podcast könnt ihr kostenlos auf der Website www.geschichte.fm, bei Spotify, Apple Podcast oder ähnlichen Diensten hören. Einige meiner Lieblingsfolgen (und meine Tipps für Einsteiger*innen) sind die Folgen 215, 217 und 245.

Buch (Thriller): Der Kastanienmann
Nina Stahlberger - Redaktion, Social Media
Nina
Redaktion & Social Media

608 Seiten voller Brutalität, Spannung und mörderischer Genialität? Für manche mag das vielleicht erschreckend klingen, für mich als passionierte Thriller-Leserin ist der Kastanienmann ein Geschenk des Himmels – Suchtpotential garantiert!

Der dänische Schriftsteller und Drehbuchautor Søren Sveistrup hat sich schon viele blutige Geschichten für bekannte Drehbücher (wie beispielsweise „Kommissarin Lund“) aus den Fingern gesogen. An Brutalität mangelt es aber auch seinem Debütthriller keinesfalls: Der Kastanienmann handelt von einem Psychopathen, der junge Mütter in Kopenhagen schonungslos ermordet und verstümmelt. An jedem Tatort hinterlässt der Killer eine unheimliche Botschaft. So auch beim Mord an seiner Mutter, an deren

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(© Nina Stahlberger)

Leiche die einzige Spur ein gebasteltes Männchen aus Kastanien zu sein scheint. Das Besondere daran sind die Fingerabdrücke auf dem Kastanienmännchen. Während die Kommissar*innen noch fieberhaft nach einem Motiv des Täters suchen, werden bereits weitere Mütter ermordet und verstümmelt. Auch bei diesen Leichen finden sich kleine Kastanienmännchen.

Was die Kastanienfiguren an den jeweiligen Tatorten mit den Morden zu tun haben und zu wem die Fingerabdrücke gehören, müsst ihr nun aber selbst herausfinden. Eines sei gewiss: Die Antworten auf diese Fragen bleiben lange Zeit ungeklärt – für die Ermittler beginnt ein echter Wettlauf gegen die Zeit. Selten war ich so gespannt darauf zu erfahren, wer der Täter ist. Geahnt habe ich die ganze Zeit jedoch nicht das Geringste, weshalb die Überraschung am Ende groß war.

Es gibt ab und zu Bücher bei denen ich nach der Hälfte schon weiß, dass ich traurig bin, wenn ich es zu Ende gelesen habe – der Kastanienmann gehört da definitiv dazu. Selten hat mich ein Buch so gefesselt und mir schlaflose Lesenächte bereitet. Wenn ihr jetzt Lust bekommen habt mehr über die Kastanienmänner zu erfahren, könnt ihr den Thriller in jeder Buchhandlung kaufen –  und sollte er mal nicht auf Lager sein, bestellt ihn euer Lieblingsbuchladen bestimmt gerne für euch!

Serie: Lupin
Isabelle Mader - Redaktion
Isabelle
Redaktion

Eine ganze Reihe an Romanen, Kurzgeschichten und Theaterstücken hat der französische Autor Maurice Leblanc dem Gentleman-Gauner Arsène Lupin gewidmet. Aber auch über die Grenzen Frankreichs hinaus ist der fiktive Meisterdieb bekannt und beliebt: Neben Hollywoodverfilmungen und einer Manga-Serie erzählen sogar SWR-Hörspiele von seinen raffinierten Raubzügen. Seit dem 8. Januar 2021 ist die Kultfigur nun ebenfalls in der Serie Lupin auf der Streaming-Plattform Netflix vertreten.

Man tausche Frack, Zylinder und Monokel gegen teure Sneaker, einen schwarzen Trenchcoat und eine kultige Schiebermütze – et voilà, der Arsène Lupin des 21. Jahrhunderts ist geboren. Anders als die Hauptfigur aus Leblancs Werken heißt der Protagonist auch nicht Lupin, sondern Assane Diop (gespielt von Omar Sy aus Ziemlich beste Freunde). In jungen Jahren bekam dieser von seinem Vater eine Ausgabe der Abenteuer des Arsène Lupin geschenkt. Unter dem Vorbild des Romanhelden schlägt auch Assane eine

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(© Isabelle Mader)

Karriere als gerissener Langfinger ein, der seinen Opfern und der Polizei immer einen Schritt voraus ist. In den fünf Episoden geht es in erster Linie um Diops größten Coup, mit welchem er seinen Vater rächen will. Dieser ist vor 25 Jahren zu Unrecht für ein Verbrechen beschuldigt worden und schließlich im Gefängnis gestorben.

Das neue Netflix-Original besticht vor allem durch den charmanten Omar Sy in der Hauptrolle sowie durch eine gute Portion Humor. Ähnlich wie bei Haus des Geldes sympathisiert man auch bei Lupin mit dem Gesetzesbrecher und nicht mit den ermittelnden Kommissaren. Alles in allem hat die Serie definitiv Suchtpotential und durch gleich zwei Cliffhanger am Ende der letzten Folge fiebert man als Zuschauer*in sehnsüchtig dem Release neuer Episoden entgegen.