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	<title>Julia Krauss, Michael Müller, Isabell Beck, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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	<title>Julia Krauss, Michael Müller, Isabell Beck, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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		<title>Faszination Hautstich &#8211; Die Tätowierung als globales Phänomen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Krauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jul 2015 15:44:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Teil 2: Von Protest, Stilfragen und Jugendsünden Nachdem wir uns bereits mit den dunkleren Kapiteln in der Geschichte der Tätowierung auseinandergesetzt haben, geht es im zweiten Teil unseres Überblicks um die Freiheit. Hier erfahrt ihr, wie sich der Hautstich von...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;">Teil 2: Von Protest, Stilfragen und Jugendsünden</h2>
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<div class="textLayer" style="text-align: justify;">
<figure id="attachment_7936" aria-describedby="caption-attachment-7936" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Xni7Hz2yB9tBfFl6EKiKSVau2NhU8FvfGH861ue_lGw.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="size-large wp-image-7936" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Xni7Hz2yB9tBfFl6EKiKSVau2NhU8FvfGH861ue_lGw-1024x649.jpg" alt="Julia Krauss &amp; Michael Müller – Illustration: Isabell Beck" width="600" height="380" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Xni7Hz2yB9tBfFl6EKiKSVau2NhU8FvfGH861ue_lGw.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Xni7Hz2yB9tBfFl6EKiKSVau2NhU8FvfGH861ue_lGw-400x254.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7936" class="wp-caption-text">Text: Julia Krauss &amp; Michael Müller – Illustration: Isabell Beck</figcaption></figure>
<p><strong>Nachdem wir uns bereits mit den <a title="Faszination Hautsicht – Die Tätowierung als globales Phänomen" href="http://presstige.org/2015/07/taetowierung-als-globales-phaenomen-teil1/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">dunkleren Kapiteln in der Geschichte</a> der Tätowierung auseinandergesetzt haben, geht es im zweiten Teil unseres Überblicks um die Freiheit. Hier erfahrt ihr, wie sich der Hautstich von der Protestkultur zu dem vielfältigen </strong><strong>Massenphänomen aufgeschwungen hat, das wir aus unserem Alltag kennen.</strong></p>
<div data-canvas-width="124.89859361435295">
<hr />
</div>
<div data-canvas-width="97.92478657171768"></div>
<div data-canvas-width="179.71854790298826">Die 1960er Jahre schlugen nach dem dritten Reich ein wie eine Bombe! Ausgehend von den USA kam eine Jugendprotestbewegung auf, die neben LSD, sphärischer Musik und Woodstock auch das Tattoo wieder in Mode brachte. So entstand bei Hippies und Punks gleichermaßen eine Protestkultur, die von einer bewussten und kritischen Haltung gegen die „spießige“ bürgerliche Welt der Eltern und Großeltern geprägt war. Die Tätowierung wurde so zum Massenphänomen und zum Ausdruck eines Verbundenheitsgefühls.</div>
<div data-canvas-width="97.45066475908237">Die radikalen Punks im Großbritannien der 70er Jahre machten den Hautstich zum Teil ihrer Rebellion. Mit szenetypischen Motiven zeigten sie Flagge gegen die schlechte wirtschaftliche und politische Lage des Landes: grinsende Totenschädel mit gekreuzten Knochen, Ratten, Spinnen und Spinnennetzte, Pin-Ups mit Irokesen-Frisur oder Namen und Logos von bekannten Bands dienten als konstante Ausdrucksform des nicht gesellschaftsfähigen Individuums. Dieses schlechte Image von Rauheit und Verwegenheit wurde später maßgeblich durch den Ruf von Rockern und Bikern verbreitet, als sich in den späten Siebzigern Hardrock- und Heavy-Metal-Strömungen der Tätowierkunst anschlossen. Andererseits wurde der Hautstich über die ausgestrahlten Musikvideos auch endgültig in der westlichen Welt gesellschaftsfähig gemacht.</div>
<h3 data-canvas-width="97.45066475908237"></h3>
<h3 data-canvas-width="97.45066475908237">Die Stichart verändert sich</h3>
</div>
<div class="textLayer" data-canvas-width="724.9465022727534">
<div style="text-align: justify;" data-canvas-width="544.3053314436002">Die ersten Hautstiche der Steinzeit waren eher ungewollt. Um die Blutgerinnung zu beschleunigen oder durch die Reizung der Haut für mehr Narbengewebe zu sorgen, wurde Pflanzensaft in eine Wunde gerieben. Das konnte eine Verfärbung der Narbe nach sich ziehen, was schlussendlich doch gewollt genutzt wurde. So entstanden als erste Tätowierungen Linien und später durch die individuelle Abschottung der Kulturen verschiedene Tätowiertechniken und Motive.</div>
<div style="text-align: justify;" data-canvas-width="229.84875576691772">Zum großen Wandel und endgültigen Triumphzug der Tätowierungstechnik kam es erst 1891. Samuel O ́Reilley wandelte den von Thomas Edison erfundenen Elektrostift (ebenso Erfinder der Glühbirne und des Grammophons) in eine elektronische Tätowiermaschiene um. Der größte Vorteil gegenüber den alten Stichtechniken war, dass man nun viel schneller, hygienischer und vor allem präziser tätowieren konnte. Heute gibt es für Tattoomotive eine Vielfalt verschiedener. Unter „Old Port/School“ fallen zum Beispiel Seemotive mit eigenständiger Bedeutung.</div>
<div style="text-align: justify;" data-canvas-width="333.4109455632">So steht die Schildkröte als Symbol für die Überquerung des Äquators. Der „Neue Tribalismus“ steht für kraftvolle schwarze Linien und nicht-figurative Designs, unter anderem basierend auf der visuellen Sprache der Polynesiern. Der illustrative Stil des Westens ist dagegen auf technische und stilistische Perfektion ausgerichtet. Zudem gibt es die Stilart „New School“ der etliche Unterstile unterfallen, wie Lettering, Grafitti, Celtic, Kanji/Oriental, Fantasy/Feen und Engel, Biomechanik, Cartoons &amp; Pinups, Porträts und Religion/Mythologie.</div>
<h3 style="text-align: justify;" data-canvas-width="333.4109455632"></h3>
<h3 style="text-align: justify;" data-canvas-width="333.4109455632">Der Hautstich wird zum Massenphänomen</h3>
<div style="text-align: justify;" data-canvas-width="184.91820648882359">Heutzutage ist das Tragen eines Tattoos Mainstream geworden. Viele lassen sich aus einem persönlichen Gefallen am Motiv tätowieren, ohne seine ursprüngliche Bedeutung genau zu kennen. So kann es die Identität des Trägers unterstreichen, kann aber genauso ohne tiefere Bedeutung bleiben und lediglich für das ästhetische Empfinden des Trägers stehen. Es ist chic, Tattoos zu tragen, die in den vergangenen Jahren zur Modeerscheinung, fast schon zum Must-have geworden sind. Das solche Schönheit vergänglich ist, zeigen sogenannte „Tattoo-Jugendsünden“.</div>
<div style="text-align: justify;" data-canvas-width="79.006753626">Vielen älteren Trägern werden Steißbeintattoos, oder der einst stolze Adler, der zu einem hässlichen faltigen Vogel geschrumpft ist, unangenehm peinlich. Folglich verwundert die hohe Nachfrage nach Tattoo-Weglaserungen oder Cover-Ups kaum. Deshalb sollte sich jeder „Glatte“ vor dem ersten Nadelstich seines Wunschmotives sicher sein und es besser mehrfach hinterfragen. Reichen vielleicht schon Trikot und Fanschal oder geht die Liebe zum FCA wirklich unter die Haut? Zuletzt sollte aber jeder nach seinem eigenen Schönheitsempfinden urteilen, denn seien wir einmal ehrlich: Manche Tattoos sind große Meisterwerke, formvollendet und wirklich schön anzuschauen! Kompliment also an die Träger und vor allem an die Künstler, die dahinter stehen!</div>
</div>
</div>
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		<title>Faszination Hautsicht &#8211; Die Tätowierung als globales Phänomen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Krauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jul 2015 14:29:48 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Teil 1: Von Ausgrenzung, Zusammenhalt und Südseeträumen Die Tätowierung hat einen langen Weg hinter sich. Nicht nur in der Tattooszene war es ein gutes Stück von „Old Port“ bis zur „New School“, sondern vor allem auch in der gesellschaftlichen Akzeptanz....</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;">Teil 1: Von Ausgrenzung, Zusammenhalt und Südseeträumen</h2>
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<div class="textLayer" data-canvas-width="724.9465022727534">
<figure id="attachment_7937" aria-describedby="caption-attachment-7937" style="width: 600px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/GhUSwKBQyMwLv0dhSLyzokXYUmj5iKbhHa1LqpzCZJM.jpg"><img decoding="async" class="size-large wp-image-7937" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/GhUSwKBQyMwLv0dhSLyzokXYUmj5iKbhHa1LqpzCZJM-1024x613.jpg" alt="Text: Julia Krauss &amp; Michael Müller – Illustration: Isabell Beck" width="600" height="359" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/GhUSwKBQyMwLv0dhSLyzokXYUmj5iKbhHa1LqpzCZJM.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/GhUSwKBQyMwLv0dhSLyzokXYUmj5iKbhHa1LqpzCZJM-400x239.jpg 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7937" class="wp-caption-text">Text: Julia Krauss &amp; Michael Müller – Illustration: Isabell Beck</figcaption></figure>
</div>
<div class="textLayer" data-canvas-width="724.9465022727534">
<p><strong>Die Tätowierung hat einen langen Weg hinter sich. Nicht nur in der Tattooszene war es ein gutes Stück von „Old Port“ bis zur „New School“, sondern vor allem auch in der gesellschaftlichen Akzeptanz. Unsere Redakteure haben hierzu einen kleinen Überblick zusammengestellt.</strong></p>
<hr />
<p>Die Geschichte des Tattoos reicht bis in die Steinzeit. Egal ob Ästhetik, Identität, Identifikation, religiöse Verbundenheit, Mode oder eine politische Gesinnung – seit jeher lassen sich Menschen tätowieren. Die 59 genauestens platzierten Kreuz- und Linientätowierungen in der Haut der ca. 5300 Jahre alten Gletschermumie Ötzi hatten vermutlich medizinische Gründe. Der Hautstich wurde jedoch genauso zur Grenzziehung zwischen sozialen Schichten oder Glaubensvorstellungen eingesetzt, wie die schmerzhafte psychosoziale Brandmarkung Krimineller oder unerwünschter Personen zeigt.</p>
<h3 data-canvas-width="407.21626567877644">Das Tattoo als Brandmarkung</h3>
<div data-canvas-width="181.6173846780001">Die Römer und Griechen zeichneten um 100 v. Chr. gezielt Soldaten, Sklaven, Kriminelle und die in ihren Augen ketzerischen Christen. Ihre Tätowierung brandmarkte sie als böse, ungerecht, minderwertig und ungläubig. Unter den frühen Christen wandelten sich die gewaltsam aufgedrückten „Out-Group-Stigmata“ so allerdings schnell zu gruppenstärkenden und sogar freiwillig erworbenen „In-Group-Erkennungszeichen“. Bereits hier zeigt sich der ambivalente Charakter der Tätowierung, den sie bis heute nicht verloren hat. Einerseits diffarmierende Brandmarkung, andererseits positives Gruppenzeichen.</div>
<div data-canvas-width="235.9973394957177">Besonders grausam wurden Menschen bei ihrer Ankunft in den Konzentrationslagern des dritten Reichs gebrandmarkt. Die Zahl auf dem linken Unterarm sollte nicht auf der Haut halt machen, sondern bis ins Hirn wirken. Vom Körper in die Seele sollte sie das Individuum zu einer Nummer unter vielen reduzieren. Von einem Menschen zum Nichts. Auf andere Weise wirken diese Zahlen bis in die Gegenwart fort. Viele junge Erwachsene veranlasst das Gedenken an den Holocaust dazu, sich diese KZ-Matrikelnummer ihrer Vorfahren ebenfalls tätowieren zu lassen. So zeigen sie, dass die geliebten Großeltern weit mehr als eine Nummer waren. Damit wird eine Brandmarkung zum Versuch, das Vergangene aufzuarbeiten und die Geschichte des jüdischen Volkes und der eigenen Familie weiterzutragen.</div>
<h3 data-canvas-width="235.9973394957177"></h3>
<h3 data-canvas-width="235.9973394957177">Tätowierungen als Importschlager aus der Südsee<strong><br />
</strong></h3>
</div>
</div>
<div style="text-align: justify;" data-canvas-width="422.31456999712935">Im 18. Jahrhundert wandelte sich das Tattoo zum Symbol für den Traum vom Leben auf einer Südseeinsel. Matrosen brachten wilde Abenteuergeschichten und den Begriff tattow von ihren Reisen mit nach Europa. Dieser ist eine Abwandlung des polynesischen tatau, einer Kulturtechnik, bei der die Tahitianer ihre Tätowierung erhalten. Auf diesem Wege wurde die „bodymodification“ in Europa weitläufig wiederbelebt. In der Folge entwickelte sie ihre eigene Dynamik in der Körperkunst und löste geradezu eine Tätowierungswut aus.</div>
<div style="text-align: justify;" data-canvas-width="422.31456999712935"></div>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td style="text-align: justify;"><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/ab28.jpg" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 28: Körper </strong>Dieser Artikel erscheint exklusiv als Onlinebeitrag zur Ausgabe 28 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2015/07/ausgabe-28-koerper/">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige28/">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/koerper/">Der Schwerpunkt Körper</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
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		<title>Augsburg is(s)t vegan</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Krauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2015 17:09:17 +0000</pubDate>
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		<category><![CDATA[presstige#28]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Willkommen im Café dreizehn Was essen eigentlich Veganer? Meist antworten sie  auf diese Frage ironisch: „Gras und Steine.“ Wie superlecker die vegane Küche tatsächlich ist, zeigt das Café dreizehn tagtäglich mit ausgefallenen Gerichten im gemütlichen Ambiente. Das Kunst- und Kulturprogramm ist eine weitere Ergänzung...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/07/augsburg-isst-vegan/">Augsburg is(s)t vegan</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;">Willkommen im Café dreizehn</h2>
<figure id="attachment_7509" aria-describedby="caption-attachment-7509" style="width: 580px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Cafe13_580px.jpg"><img decoding="async" class="wp-image-7509 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Cafe13_580px.jpg" alt="Text: Julia Krauss – Fotos &amp; Layout: Palina Dautfest &amp; privat " width="580" height="270" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Cafe13_580px.jpg 580w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Cafe13_580px-400x186.jpg 400w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7509" class="wp-caption-text">Text: Julia Krauss – Fotos &amp; Layout: Palina Dautfest &amp; privat</figcaption></figure>
<p><strong>Was essen eigentlich Veganer? Meist antworten sie  auf diese Frage ironisch: „Gras und Steine.“ Wie superlecker die vegane Küche tatsächlich ist, zeigt das Café dreizehn tagtäglich mit ausgefallenen Gerichten im gemütlichen Ambiente. Das Kunst- und Kulturprogramm ist eine weitere Ergänzung zur Einzigartigkeit der Location.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Welch eine Rarität sind doch vegane Restaurants oder Cafés in den meisten Städten, obwohl das Thema Ernährung und insbesondere die pflanzliche in aller Munde ist. Genau das dachten sich auch die beiden Inhaberinnen des Café dreizehn und eröffneten im Mai 2014 das erste vegane Café in Augsburg. Die ehemaligen Augsburger Studentinnen und langjährigen Veganerinnen Tini (28) und Steffi (27) grübelten lange über den Namen ihrer Location. Schließlich kamen sie auf die Idee, dem Ganzen eine persönliche Note zu verleihen, indem sie es nach ihrem gemeinsamen Geburtstag, einem Dreizehnten, benannten.</p>
<h3>Die etwas andere Art</h3>
<p style="text-align: justify;">Speisekarten gibt es nicht, doch gerade das macht den Charme der Mahlzeiten aus. Das Mittagsmenü besteht meist aus einer bunten Mischung von zwei bis drei Komponenten mit einem Salat als Beilage, so wie auch am Tag des Interviews: Ein buntes Curry mit Kohl, Linsen, Erbsen und gebackener Aubergine sowie ein Tomaten- Paprika Salat mit Sonnenblumenkernen. Es wird immer nach mehreren Rezepten gekocht und alles durch eigene Inspiration verfeinert.</p>
<p style="text-align: justify;">Doch die beiden achten nicht nur darauf, dass ihre Produkte vegan sind. Tini erklärt: „Wir kaufen in der Regel nur regionale und saisonale Bio-Produkte. Allerdings machen wir auch Ausnahmen, denn auf ein Stück Schoko- Bananen-Kuchen freut sich bei uns jeder Gast.“ Ökologisch mitgedacht wird ebenfalls: Jede Mahlzeit kann mitgenommen werden, wenn man ein eigenes Behältnis mitbringt. Inzwischen hat das Café einige Stammgäste, aber es kommen auch immer wieder Neugierige vorbei. Vom wöchentlichen Stillcafé bis zum monatlichen Burger- Abend gibt es ein breites Angebot. Wer morgens zum gelegentlich angebotenen Brunch im dreizehn vorbeischaut, darf sich an einem vielfältigen Buffet bedienen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auch für kulturelle Abwechslung ist gesorgt: Oft finden Konzerte und Filmabende statt, die das Café zu einem Treffpunkt der jungen Augsburger Kunst- und Kulturszene machen. An den Wänden können die Gäste alle zwei Monate eine neue Kunstausstellung bewundern. Alle wichtigen Termine zu besonderen Aktionen gibt das Team auf der Facebook-Seite des Cafés bekannt, genauso wie die jeweilige Tageskarte.</p>
<blockquote>
<p style="text-align: justify;"><strong>Kontakt: Café dreizehn</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Bleigässchen 2, 86150 Augsburg<br />
Telefon: 0821 54377923<br />
Öffnungszeiten: Mo-Do: 10:00-18:00 Uhr, Fr: 10:00-23:00 Uhr, Sa:10:00-16:00 Uhr</p>
</blockquote>
<h2 style="text-align: justify;">Kleine Kostproben</h2>
<p><strong>LINSEN-AUBERGINEN-MOUSSAKA (4-6 Personen)</strong></p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/LinsenAuberginen_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7514" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/LinsenAuberginen_1200px.jpg" alt="LinsenAuberginen_1200px" width="1200" height="559" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/LinsenAuberginen_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/LinsenAuberginen_1200px-400x186.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/LinsenAuberginen_1200px-1024x477.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<p>3 Auberginen in ca. 1 cm dicke Scheiben schneiden und für mindestens 15 min in Salzwasser legen. Auf beiden Seiten mit Öl bestreichen, salzen und pfeffern und im Ofen bei 180°C backen, bis sie schön weich sind.</p>
<p>1 große Zwiebel, 2 Zehen Knoblauch und 1 Paprikaschote würfeln, in 2 EL Olivenöl weich braten und mit 150ml Rotwein ablöschen.</p>
<p>180 g rote Linsen, 400 g gehackte Tomaten, 1 TL Thymian, Rosmarin und Oregano (alle getrocknet), 2 Prisen Zimt, Salz &amp; Pfeffer dazugeben und 40 Minuten köcheln lassen.</p>
<p>3 EL Margarine (Alsan) und 2 EL Mehl in einem weiteren Topf schmelzen und verrühren.</p>
<p>250ml Sojasahne sowie 250ml Sojamilch einrühren, mit Salz, Pfeffer und Muskat kräftig abschmecken.</p>
<p>Nun noch einmal die Linsensauce abschmecken, in eine Auflaufform füllen, mit den Auberginenscheiben bedecken und zum Schluss mit eben zubereiteter Sauce übergießen.</p>
<p>Alles bei 180°C Heißluft für 30 Minuten backen und heiß servieren.</p>
<p><strong>KOKOSKUCHEN</strong></p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Kokoskuchen_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7512" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Kokoskuchen_1200px.jpg" alt="Kokoskuchen_1200px" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Kokoskuchen_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Kokoskuchen_1200px-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Kokoskuchen_1200px-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<p>450 g Mehl<br />
2 ½ Teelöffel Backpulver<br />
225 g Zucker<br />
9 Esslöffel (oder 70 g) Kokosraspeln<br />
1 Packung Vanillezucker<br />
1 Dose Kokosmilch (zimmerwarm)</p>
<p>Zuerst alle trockenen Zutaten in eine große Schüssel geben und anschließend die Kokosmilch darüber gießen. Dies dann solange mit einem Rührgerät vermischen, bis ein homogener Teig entsteht. Den Teig in eine Kuchenform geben und bei 180°C 40 – 45 Minuten backen.</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/ab28.jpg" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 28: Körper </strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 28 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2015/07/ausgabe-28-koerper/">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige28/">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/koerper/">Der Schwerpunkt Körper</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/07/augsburg-isst-vegan/">Augsburg is(s)t vegan</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Woran merkst du, dass du langsam alt wirst?</title>
		<link>https://presstige.org/2015/07/redaktionsumfrage-alter/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Krauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2015 17:08:04 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[alter]]></category>
		<category><![CDATA[presstige #28]]></category>
		<category><![CDATA[redaktionsumfrage]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wissenschaftlich betrachtet erreicht der menschliche Körper seine größte Leistungsfähigkeit ungefähr mit 20 –&#160;danach geht es bergab: Wir fangen an zu schrumpfen, unsere Augen werden schlechter, die Haut faltiger, die Organe&#160;schwächer. Auch, wenn sich unsere Redaktion größtenteils noch fit und vital...</p>
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]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7495" aria-describedby="caption-attachment-7495" style="width: 2000px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Taschenuhr2_2000px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7495 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Taschenuhr2_2000px.jpg" alt="Taschenuhr2_2000px" width="2000" height="931" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Taschenuhr2_2000px.jpg 2000w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Taschenuhr2_2000px-400x186.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Taschenuhr2_2000px-1024x477.jpg 1024w" sizes="(max-width: 2000px) 100vw, 2000px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7495" class="wp-caption-text">Foto &amp; Layout: Paul von Platen</figcaption></figure>
<p><strong>Wissenschaftlich betrachtet erreicht der menschliche Körper seine größte Leistungsfähigkeit ungefähr mit 20 –&nbsp;danach geht es bergab: Wir fangen an zu schrumpfen, unsere Augen werden schlechter, die Haut faltiger, die Organe&nbsp;schwächer. Auch, wenn sich unsere Redaktion größtenteils noch fit und vital fühlt, gehören wir doch nicht mehr zu&nbsp;den ganz jungen Hüpfern. Wie sich das anfühlt, zeigen wir euch hier.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Gut, körperliche Gebrechen sind es noch nicht, die mich plagen. Auch die grauen Haare&nbsp;halten sich zurück – zum Glück, mit gerade einmal Anfang 20. Vielmehr sind es viele&nbsp;Gedanken, die einem so im Kopf umhergehen und zeigen, dass es zahlenmäßig bergauf&nbsp;geht. Tiefgründige Diskussionen mit Gläsern voller tiefrotem Wein, das kannte ich&nbsp;früher nicht! Da gab es vor allem ein großes Ziel: Endlich Schule fertig, frei sein! (<em>Joscha Steybe</em>)</p>
<p style="text-align: justify;">Ich fühle mich alt, wenn ich morgens nach einer langen Nachtschicht für eine Hausarbeit, Lernen für&nbsp;eine Klausur oder einer Partynacht vor dem Spiegel stehe und feststelle, dass ich müder als zur Teenagerzeit&nbsp;aussehe und bin. Wie von einem fremden Planeten komme ich mir vor, wenn ich mich mit&nbsp;jüngeren Generationen in der Verwandschaft und Bekanntschaft unterhalte und diese beispielsweise&nbsp;Begriffe wie „Die Gummibärenbande“, „Räuber und Gendarm“ und „Center Shock“ nicht kennen. (<em>Julia Krauss</em>)</p>
<p style="text-align: justify;">So richtig alt fühle ich mich, wenn wirklich alte Leute anfangen mich zu siezen, anstatt mich&nbsp;wie früher immer blöd von der Seite anzuquatschen. Ganz alt fühl ich mich auch, wenn ich anstatt&nbsp;um vier Uhr morgens heimzukommen, schon um sechs Uhr morgens aufstehe und es dabei&nbsp;auch noch kaum geschafft habe vor- oder nachzuglühen. Ach ja, genauso furchtbar ist es,&nbsp;wenn die „Disney-Stars“ im TV oder Kino mittlerweile in echt jünger sind als ich selbst. (<em>Florian Giancaterino</em>)</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%">
<col width="70%"> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/ab28.jpg" alt=""></td>
<td><strong>Ausgabe 28: Körper </strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 28 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
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<li><a href="http://presstige.org/tag/koerper/">Der Schwerpunkt Körper</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
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		<title>Bandporträt: Pinewood Soul</title>
		<link>https://presstige.org/2015/07/bandportraet-pinewood-soul/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Krauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2015 17:06:15 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[stadtnah]]></category>
		<category><![CDATA[bandporträt]]></category>
		<category><![CDATA[folk]]></category>
		<category><![CDATA[pinewood soul]]></category>
		<category><![CDATA[presstige #28]]></category>
		<category><![CDATA[retro]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wer in Augsburg jungen Sound mit durchdachten Texten sucht, ist bei Pinewood Soul genau richtig. Ihre aktuelle EP Woodpecker’s Cry vermischt gekonnt Einflüsse aus Rock, Blues Soul und Folk. Mit diesem Sound bringt das Quartett seit etwas mehr als einem Jahr Abwechslung in die Augsburger...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_7485" aria-describedby="caption-attachment-7485" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Bandporträt_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7485 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Bandporträt_1200px.jpg" alt="Bandporträt_1200px" width="1200" height="800" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Bandporträt_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Bandporträt_1200px-400x267.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Bandporträt_1200px-1024x683.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7485" class="wp-caption-text">Text: Julia Krauss – Fotos: Pinwood Soul – Layout: Alexandra Kiefer</figcaption></figure>
<p><strong>Wer in Augsburg jungen Sound mit durchdachten Texten sucht, ist bei Pinewood Soul genau richtig. Ihre aktuelle EP Woodpecker’s Cry vermischt gekonnt Einflüsse aus Rock, Blues Soul und Folk. Mit diesem Sound bringt das Quartett seit etwas mehr als einem Jahr Abwechslung in die Augsburger Musikszene.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Das Duo Jonehans (23) und Julo (27) gründete im April 2014 Pinewood Soul, schrieb gemeinsam an ersten Songs und hatte einige Auftritte. Dazu kam der angehende Elektriker Simon, der Jonehans bereits seit Jahren kannte und schon zuvor mit ihm in einer Band gespielt hatte. Bei einem Besuch auf dem Woodstook Festival in Dornstadt machten die drei Talente gemeinsam zum ersten Mal Musik und fanden im Herbst im Bassisten und ausgebildeten Musiklehrer Carlo (28) die perfekte Ergänzung zu ihrer Band. Mit der Veröffentlichung ihrer ersten EP „Woodpecker´s Cry“ im Februar dieses Jahres starteten die Musiker dann richtig durch.</p>
<h3>Die Kreativität als Wurzel des musikalischen Schaffens</h3>
<p style="text-align: justify;">Dass die Jungs allemal kreativ sind, zeigt schon der Bandname: Pinewood Soul (dt. „Kiefernwaldseele“). Der Kunst- und Kulturgeschichtsstudent Julo meint dazu, dass die Kiefer im Gegensatz zu der Palme auch in unseren Breitengraden wächst und die heimische Naturverbundenheit der Band deutlich hervorbringt. Der Name entstand dann als Kombination mit den leichten Soul Einflüssen in ihrem Sound.</p>
<p style="text-align: justify;">Hermann Hesses Kurzgeschichte „Die Stadt“ spielt ebenfalls eine große Rolle bei der Namensgebung der Band sowie der ersten veröffentlichten EP („Ruf des Spechts“). So heißt es am Ende der Geschichte: „Über einem der gestürzten Paläste […] stand eine junge Kiefer, die war vor einem Jahr noch der vorderste Bote des heranwachsenden Waldes gewesen. […] &#8211; Es geht vorwärts!“- rief der Specht, der am Stamme hämmerte, und sah den wachsenden Wald und den herrlichen, grünenden Fortschritt auf Erden zufrieden an.“</p>
<p style="text-align: justify;">Inspiriert von der Literatur, aber vor allem von ihren musikalischen Vorbildern, den Beatles, Bob Dylan und Bands aus dem Rock, Soul und Folk der 60/70er Jahre, entstehen die ersten Riffs und Melodien für ihre eigenen Songs. Die Themen der Liedtexte ergeben sich nicht nur aus alltäglichen Dingen, die im Einzelnen oder gemeinsam erlebt werden, sondern auch aus bewegenden Momenten, Träumereien und der Fantasie. Melodie und Songtext, meistens von Jonehans und Julo komponiert, finden schließlich in den Proben zueinander und anschließend wird gemeinsam als Band an ihnen gefeilt.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich haben die Jungs neben „Woodpecker´s Cry“ auch andere Songs im Repertoire, die demnächst professionell für das erste Album aufgenommen und veröffentlicht werden.</p>
<blockquote><p><strong>Bandname:</strong> Pinewood Soul</p>
<p><strong>Wer genau:</strong> Jonehans (Vocals, Guitar, Harmonica, …), Julo (Vocals, Guitar), Simon (Vocals, Percussion, …), Carlo (E-Bass)</p>
<p><strong>Größter Erfolg:</strong> Veröffentlichung der EP &#8220;Woodpecker´s Cry&#8221;</p>
<p><strong>Musikrichtung:</strong> Folksound in Verbindung mit klassischem Bluesrock, Psychedelic-Vibes und mehrstimmigen Gesang</p>
<p><strong>Famous Songs:</strong> Woodpecker´s Cry</p>
<p><strong>Wunsch für Augsburg:</strong> Wachsen der Musikszene mit Bands und deren Live-Musik</p></blockquote>
<h3>Von der Probe auf die Bühne</h3>
<p style="text-align: justify;">Mit dem Eintritt in die Schule haben alle Bandmitglieder angefangen, mindestens ein Musikinstrument zu lernen. So ist das Spektrum an musikalischen Möglichkeiten live auf der Bühne abwechslungsreich und vielseitig. Ein typischer Männerabend im Proberaum fängt mit einem Bierchen an und die darauffolgende Musiksession ist immer spontan, witzig, locker und harmonisch.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich wird disziplinierter geprobt, wenn wieder ein Auftritt vor der Türe steht – und die Ergebnisse können sich sehen lassen. Zum Beispiel bleibt eine Feier bei Bad Tölz im Gedächtnis, bei der die Band für eine Hochzeitsfeier gebucht war und vor einem traumhaften Bergepanorama performen konnte. „Bombastisch und unvergesslich war vor allem die Release Party der ersten Band EP ‚Woodpecker´s Cry‘ in der Soho Stage, bei der über 100 Personen teilnahmen ordentlich feierten“, erzählt Kunstlehramtstudent Jonehans.</p>
<p style="text-align: justify;">Neben dem Studium, der Arbeit und der Ausbildung sind die Musiker zurzeit oft auf der Bühne zu sehen und bekommen stetig neue Auftrittstermine. Brandaktuell sind natürlich ihre Gigs auf dem Kompass und Modular Festival! Weitere Termine stehen auf der offiziellen Pinewood Soul Facebook Page. Es kommt also so einiges ins Rollen im Moment – stay tuned und hört euch Pinewood Soul unbedingt mal live an!</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/ab28.jpg" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 28: Körper </strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 28 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
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</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
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		<title>Einwürfe</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Julia Krauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 03 Feb 2015 12:00:44 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[British Pounds]]></category>
		<category><![CDATA[einwürfe]]></category>
		<category><![CDATA[Fürst Fugger Privatbank]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>
		<category><![CDATA[google]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Manipuliert Google unsere Wahrnehmung? Google ist die wohl bekannteste Suchmaschine weltweit. Mit einem geschätzten Marktanteil von 91 Prozent (NetMarketShare) bei der Suchmaschinennutzung in Deutschland und insgesamt über 1,15 Milliarden registrierten Google+ Usern weltweit stellt das Unternehmen die größte Plattform zum...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/02/einwuerfe/">Einwürfe</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_6621" aria-describedby="caption-attachment-6621" style="width: 1200px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/02/Einwürfe-01.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-6621" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/02/Einwürfe-01.png" alt="Text: Julia Hollmann, Rebecca Naunheimer &amp; Julia Krauss -  Illustration: Marina Schröppel " width="1200" height="600" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/02/Einwürfe-01.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/02/Einwürfe-01-400x200.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/02/Einwürfe-01-1024x512.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-6621" class="wp-caption-text">Text: Julia Hollmann, Rebecca Naunheimer &amp; Julia Krauss &#8211; Illustration: Marina<br />Schröppel</figcaption></figure>
<h3>Manipuliert Google unsere Wahrnehmung?</h3>
<p>Google ist die wohl bekannteste Suchmaschine weltweit. Mit einem geschätzten Marktanteil von 91 Prozent (NetMarketShare) bei der Suchmaschinennutzung in Deutschland und insgesamt über 1,15 Milliarden registrierten Google+ Usern weltweit stellt das Unternehmen die größte Plattform zum Austausch und zur Recherche von Informationen dar. Dabei wissen viele nicht, dass Google, ebenso wie Facebook, Unmengen von persönlichen Daten speichert. Daraus werden Nutzerprofile erstellt, welche unter anderem zu Werbezwecken wiederverwendet werden. So werden nach jedem Zugriff auf einen Google-Dienst IP-Adresse, benutzter Webbrowser, Betriebssystem, Suchbegriff und verwendete Sprache abgespeichert. Ebenso auch Standort, Datum und Uhrzeit des Zugriffs. Doch Google geht noch weiter: Jedem Nutzerprofil wird eine maßgeschneiderte Suchanfragenseite ausgegeben. So kann es passieren, dass man – einmal nach einem Luxusurlaub gegoogelt –nur noch Anzeigen zu Luxusreisen erhält. Schuld daran sind die ausgeklügelten Suchalgorithmen, die Google entwickelt hat. Das Unternehmen deklariert dies offen als Vorteil: „Wir nutzen diese Informationen außerdem, um Ihnen maßgeschneiderte Inhalte anzubieten – beispielsweise, um Ihnen relevantere Suchergebnisse und Werbung zur Verfügung zu stellen“. Allerdings vergisst man hierbei schnell: Durch die Ausgabe personenbezogener, vorselektierter Informationen wird die Wahrnehmung des Endverbrauchers manipuliert, da er keine allgemeinen Informationen mehr erhalten kann. Dies bedeutet, dass jeder Google-Nutzer weitestgehend andere Suchergebnisse erhält.</p>
<h3>Die Fürst Fugger Privatbank</h3>
<p>In der Augsburger Maximilianstraße sind wir alle schon einmal an ihr vorbeigelaufen, haben die zugeklebten Fenster bemerkt und uns gefragt: Was zur …? Die Rede ist von der „Fürst Fugger Privat Bank“ &#8211; dem Mythos, der Legende, der Bank, die keiner kennt und von der es nur eine Filiale zu geben scheint. Was steckt dahinter? Mit der ursprünglichen Fugger-Bank hat das heutige Kreditinstitut nichts mehr zu tun. Es entstand durch die Übernahme des Bankhauses „Friedl &amp; Dumler GmbH“ durch S.D. Carl Friedrich Fugger-Babenhausen im Jahr 1954. Auch heute noch gehört ein Teil der Bank einem Mitglied der Fugger-Familie, nämlich S.D. Hubertus Fürst FuggerBabenhausen. Seine Bank umfasst, entgegen des ersten Eindrucks, neben dem Hauptsitz in der Augsburger Maximilianstraße auch Filialen in Köln, Mannheim, München, Nürnberg und Stuttgart. Weniger überraschend ist dagegen, was hinter den abgeklebten Fenstern passiert: Der Schwerpunkt der Bank liegt in der privaten Vermögensverwaltung bzw. -beratung. Darüber hinaus erhielt die „Fürst Fugger Privatbank“ bereits mehrere Auszeichnungen (etwa von FOCUS-MONEY) für eine „hervorragende Vermögensverwaltung“ in der „Königsklasse des Bankgewerbes&#8221;. Wer genau dort seine königlichen Vermögenswerte anlegt, können wir natürlich nicht beantworten. Wie es aber in der Bewertung von FOCUS-MONEY heißt, sei die „Fürst Fugger Privatbank“ geeignet für „anspruchsvolle Kunden“.</p>
<blockquote>
<p dir="ltr"><strong>Schwerpunkt: Geld</strong></p>
<table style="background-color: transparent;">
<colgroup>
<col width="20%" />
<col width="80%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Themenwoche_Geld.png" alt="" /></td>
<td>Das Studentenleben dreht sich häufiger darum, als uns manchmal lieb ist: Geld. Ganz egal, ob wir es brauchen, um es in Bier zu investieren, den Kühlschrank zu füllen oder es für unsere kleinen Träume zurückzulegen. Darum widmet die presstige-Redaktion dem Geld einen Schwerpunkt. Alle bisher erschienenen Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/geld/">sind hier gesammelt</a>.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<h3>Können Pounds verfallen?</h3>
<p>Im Jahre 2007 hatte ich die großartige Möglichkeit, an einem 10- tägigen Schüleraustausch nach Stockport bei Manchester in Großbritannien teilzunehmen. Zurück von der Insel kam ich mit 65 Pounds in der Tasche und dachte mir: die behalte ich für meine nächste Englandreise. Die Jahre vergingen und so war es schließlich soweit, dass ich zur Weihnachtszeit das Geld in Geschenke für meine Lieben zu Hause investieren wollte. Nachdem mich die „Volksbank“ zum Geldwechseln an die „Reise Bank“ am Augsburger Hauptbahnhof schickte, wurde ich am Schalter darauf hingewiesen, dass meine Pounds veraltet waren. Natürlich könne man diese noch zum aktuellen Wechselkurs eintauschen, jedoch mit einem Abschlag von 35 Prozent. Die Alternative: Ich wechsle sie bei einer Bank in London ohne Wertverlust&#8230; Können Pounds verfallen? Nicht wirklich, aber je nach Wechselort kann sich der Geldwert offensichtlich ändern.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/02/einwuerfe/">Einwürfe</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<item>
		<title>„Dass Sozialarbeiter am Rande der Altersarmut leben, ist so gut wie sicher!“</title>
		<link>https://presstige.org/2015/01/soziale-berufe-entlohnung/</link>
					<comments>https://presstige.org/2015/01/soziale-berufe-entlohnung/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Julia Krauss]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 30 Jan 2015 16:15:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[entlohnung]]></category>
		<category><![CDATA[erzieher]]></category>
		<category><![CDATA[geld]]></category>
		<category><![CDATA[sozialarbeiter]]></category>
		<category><![CDATA[soziale berufe]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Zwei Stellungnahmen zur Entlohnung in sozialen Berufen Sie sind diejenigen in unserer Gesellschaft, die sich um Kinder, Alte und Menschen in Not kümmern und am Ende trotzdem häufig leer ausgehen. Dabei fördern die Aussicht auf wenig Wertschätzung, niedrige Bezahlung und...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/soziale-berufe-entlohnung/">„Dass Sozialarbeiter am Rande der Altersarmut leben, ist so gut wie sicher!“</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Zwei Stellungnahmen zur Entlohnung in sozialen Berufen</h2>
<p style="text-align: left;"><strong>Sie sind diejenigen in unserer Gesellschaft, die sich um Kinder, Alte und Menschen in Not kümmern und am Ende trotzdem häufig leer ausgehen. Dabei fördern die Aussicht auf wenig Wertschätzung, niedrige Bezahlung und eine geringe Rente nicht gerade die Attraktivität sozialer Berufe, insbesondere in der jüngeren Generation. Im Folgenden nehmen eine angehende Erzieherin sowie ein langjähriger Sozialarbeiter Stellung zum Thema: Sie erzählen über ihre Liebe zum Beruf und welche Rolle, Geld dabei spielt. Als Erfahrener in dieser Branche gibt Hans Krauss außerdem hilfreiche Tipps, um finanzi</strong><strong>ell bestehen zu können.</strong></p>
<hr />
<h3> Katharina Zitzelsberger (20), angehende Erzieherin</h3>
<p style="text-align: left;">Einstiegsgehalt einer Erzieherin: ca. 1400 € netto (abhängig von der Einrichtung)</p>
<figure id="attachment_6471" aria-describedby="caption-attachment-6471" style="width: 400px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/KatharinaZ_1200px1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-medium wp-image-6471" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/KatharinaZ_1200px1-400x400.jpg" alt="Text &amp; Foto: Palina Dautfest" width="400" height="400" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/KatharinaZ_1200px1-400x400.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/KatharinaZ_1200px1-150x150.jpg 150w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/KatharinaZ_1200px1-1024x1024.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/KatharinaZ_1200px1-32x32.jpg 32w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/KatharinaZ_1200px1-64x64.jpg 64w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/KatharinaZ_1200px1-96x96.jpg 96w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/KatharinaZ_1200px1-128x128.jpg 128w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/KatharinaZ_1200px1-80x80.jpg 80w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/KatharinaZ_1200px1.jpg 1200w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /></a><figcaption id="caption-attachment-6471" class="wp-caption-text">Text &amp; Foto: Palina Dautfest</figcaption></figure>
<p style="text-align: left;"><em>„Ich wollte schon immer einen aktiven Beruf ausüben, der jeden Tag aufs Neue eine Herausforderung mit sich bringt. Deshalb habe ich mich dazu entschieden, Erzieherin zu werden und absolviere aktuell mein viertes und damit vorletztes Ausbildungsjahr. Insbesondere die Verantwortung, die ich gegenüber Heranwachsenden trage, sowie der hohe Praxisanteil gefallen mir sehr. Beispielsweise arbeiten wir in den ersten zwei Ausbildungsjahren in jeweils zwei verschiedenen Einrichtungen und gehen einmal die Woche zur Schule. Die fünfjährige Ausbildungszeit ist speziell in diesem Beruf sinnvo</em><em>ll und w</em><em>ichtig, aber andrerseits natürlich auch sehr langwierig. Außerde</em><em>m verdienen wir in den ersten zwei </em><em>Jah</em><em>ren vergleichsweise wenig. Häufig nur zwisch</em><em>en 200-400 € netto, obwohl wir genauso Vollzeit arbeiten. Im letzten Jahr verdient man bereits 80 % des Gehalts einer ausgebildeten Erzieherin. </em><em>Viel Luft nach oben ist später demna</em><em>ch nicht mehr. Tatsächlich wird einem als Erzieher/in nicht viel Wertschätzung entgegengebracht. Eltern wünschen sich die allerbeste Bildung und Betreuung für ihr Kind, würdigen einen aber dennoch so wenig.<br />
</em></p>
<blockquote>
<p dir="ltr"><strong>Schwerpunkt: Geld</strong></p>
<table style="background-color: transparent;">
<colgroup>
<col width="20%" />
<col width="80%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/Themenwoche_Geld.png" alt="" /></td>
<td>Das Studentenleben dreht sich häufiger darum, als uns manchmal lieb ist: Geld. Ganz egal, ob wir es brauchen, um es in Bier zu investieren, den Kühlschrank zu füllen oder es für unsere kleinen Träume zurückzulegen. Darum widmet die presstige-Redaktion dem Geld einen Schwerpunkt. Alle bisher erschienenen Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/geld/">sind hier gesammelt</a>.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p style="text-align: left;"><em> Natürlich gibt es auch in diesem Beruf immer wieder Menschen, die nicht mit vollem Herzen dabei sind. Man merkt bereits während der Ausbildung, wem etwas an seiner Arbeit liegt und wem nicht. Auch fällt auf, dass die Bezahlung für viele Interessierte abschreckend wirkt. Wenn wir auf Berufsmessen unsere Arbeit vorstellen, fragen die meisten gar nicht mehr nach, sondern gehe</em><em>n bereits davon aus. „Da verdient man aber nicht viel, gell“, heißt es dann </em><em>immer. Aus diesem Grund entscheiden sich viele dann doch für einen anderen Job. Meine Bezahlung reicht momentan völlig aus, da ich noch zu Hause wohne und von meinen Eltern unterstützt werde.<br />
Wenn ich an die Zukunft denke, mache ich mir ganz klar Gedanken um meine finanzielle Lage. Mir ist bewusst, dass ich meine Ausgaben im Blick behalten muss – viel mehr noch als in anderen Berufen! − und keinen verschwenderischen Lebensstil an den Tag legen darf. Einige rieten mir aufgrund der schlechten Bezahlung davon ab, Erzieherin zu werden, aber in meinen Augen kommt es nicht nur auf die Bezahlung an. Eine Arbeit, die zwar viel Geld einbringt, mir aber ansonsten keine Freude bereitet, würde mich nicht glücklich machen.&#8221;</em></p>
<hr />
<h3> Hans Krauss (50), erfahrener Diplompädagoge</h3>
<p>Monatseinkommen: bei einer 75% Stelle: 1871,64 € netto</p>
<figure id="attachment_6467" aria-describedby="caption-attachment-6467" style="width: 267px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/HansK_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-6467 size-medium" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/HansK_1200px-267x400.jpg" alt="" width="267" height="400" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/HansK_1200px-267x400.jpg 267w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/HansK_1200px-684x1024.jpg 684w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/01/HansK_1200px.jpg 801w" sizes="(max-width: 267px) 100vw, 267px" /></a><figcaption id="caption-attachment-6467" class="wp-caption-text">Text: Julia Krauss &#8211; Foto: privat</figcaption></figure>
<p style="text-align: left;"><em>„Ich habe soziale Arbeit sowie Erziehungswissenschaften studiert und besitze eine Zusatzqualifikation als Jungenarbeiter. Bei der gleichen Qualifikation verdienen Menschen in anderen Arbeitsbereichen oder der Industrie mindestens das Doppelte. Dass die Entlohnung im erzieherischen Bereich hierzulande so miserabel ist, hat meiner Meinung nach mit der Wertschätzung des Menschen an sich zu tun. Gibt es denn einen edleren Beruf, als Menschenkinder zu bilden un</em><em>d zu erziehen? Wohl kaum. Die Politiker hierzulande träumen von bestens qualifizierten Sc</em><em>hulab</em><em>gängern und Auszubildenden. Eine bessere Entlohnung, um diesen Beruf auch für engagierte, junge Mensc</em><em>h</em><em>en attraktiver zu machen, gibt es dennoch nicht. Kein Wunder, dass gerade in den vergangenen Jahren manche Mädchen, die sehr unsicher in der Berufswahl sind, „halt“ Erzieherinnen werden. Das ist die bessere Alternative im Vergleich zu einer Friseuse bzw. einer Bäckerei- fachangestellten. Beobachtet man diese dann beim Ausüben ihres Berufes, dann trielen einige vor sich hin, dass es einem Vollblutpädagogen davor geradezu graust. Hut ab allerdings vor den jungen Leuten, die den Beruf aus innerster Überzeugung ausgesucht haben und ihn dementsprechend ausüben! </em></p>
<p style="text-align: left;"><em>Die Entscheidung, Sozialarbeit zu studieren, kam daher, dass die Zukunftsperspektiven für evangelische Theologen Ende der 80er in der &#8220;alten&#8221; Bundesrepublik schlecht </em><em>waren. Sozialarbeit aber ist so e</em><em>twas wie &#8220;angewandte, praktische Theologie&#8221; und galt damals noch als absolut krisenfest, was heute natürlich schon lange nicht mehr der Fall ist. In den Nullerjahren gab es ein Überangebot an arbeitssuchenden Kollegen. Dann kam die Idee auf, Sozialarbeit projektabhängig zu bezahlen mit der Folge, dass eine finanziell lineare Zukunftsplanung vielfach nicht mehr möglich ist. Angesichts dieser Tatsache gilt e</em><em>s, clever zu agieren und beispielsweise im Ausland nach wesentlich lukrativeren Stellen Ausschau zu halten! Bezüglich des Rentenalters sollte sich jeder Sozialarbeiter rechtzeitig Gedanken machen und bereits früh privat vorsorgen. Dass Sozialarbeiter ansonsten am Rande der Altersarmut leben, ist so gut wie sicher. Aufgrund der inakzeptablen Entlohnung habe ich es mir außerdem auf die Fahne geschrieben, allen jungen Menschen eine vor allem finanziell bessere Alternative aufzuzeigen, so beispielsweise den Beruf des Lehrers zu wählen. Drei junge Menschen sind meinem Ratschlag bisher gefolgt und damit sehr glücklich!&#8221;</em></p>
<hr />
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/01/soziale-berufe-entlohnung/">„Dass Sozialarbeiter am Rande der Altersarmut leben, ist so gut wie sicher!“</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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