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	<title>Milan Ziwich, Sandra Deyerler, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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	<title>Milan Ziwich, Sandra Deyerler, Autor bei presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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		<title>Endlich nicht mehr Wochenende&#8230;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Milan Ziwich]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 02 Feb 2016 16:38:16 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>… und endlich wieder Drogen nehmen Wenn man mit dem Begriff „Drogen“ konfrontiert wird, denkt man meistens an den Bahnhof Zoo. Doch als Droge wird eine bewusstseins- und wahrnehmungsverändernde Substanz bezeichnet. Und ist somit nicht der übliche Student auf solche...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 style="text-align: justify;"><strong>… und endlich wieder Drogen nehmen</strong></h2>
<figure id="attachment_8433" aria-describedby="caption-attachment-8433" style="width: 1200px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/02/Studentendrogen-bild_1200.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-8433 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2016/02/Studentendrogen-bild_1200.jpg" alt="Studentendrogen bild_1200" width="1200" height="559" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/02/Studentendrogen-bild_1200.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/02/Studentendrogen-bild_1200-400x186.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2016/02/Studentendrogen-bild_1200-1024x477.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8433" class="wp-caption-text">Text: Milan Ziwich, Illustration: Sandra Deyerler</figcaption></figure>
<p style="text-align: justify;"><em><strong>Wenn man mit dem Begriff „Drogen“ konfrontiert wird, denkt man meistens an den Bahnhof Zoo. Doch als Droge wird eine bewusstseins- und wahrnehmungsverändernde Substanz bezeichnet. Und ist somit nicht der übliche Student auf solche Mittelchen angewiesen, um den Stoff seines erwählten Studienfachs in den Kopf zu bekommen?</strong></em></p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich lässt sich zwischen Aufputschmitteln und Drogen unterscheiden. Aber die Tour de France hat uns gezeigt, dass beide Bezeichnungen eine Gradwanderung mit der Illegalität betreiben. Betrachten wir also einfach Substanzen als „Drogen“, die uns einen Effekt versprechen, der unser Körper ohne diese nicht erreichen könnte. Somit sieht sich eine Droge auch als ein Hilfsmittel zum Lernen &#8211; doch was gibt es denn da alles?</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Kaffee – Der Allbekannte</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Kaffee genießt einen Ruf als Wachmacher. Und was ist besser zu gebrauchen als ein kleiner Weckruf, um nach mehreren Stunden in der Bib nicht fast auf dem eigenen Buch einzuschlafen? Die meisten Studenten, die ich fragte was sie als Lernunterstützung benützen, nannten das schwarze Getränk. Die aufputschende Wirkung dieser Flüssigkeit ist nicht zu bestreiten, doch leider hat die braune Bohne mehrere Nachteile: Sie trägt den gewünschten Effekt nur für eine kurze Weile, gibt den Zähnen eine gewisse Tönung und spricht, neben dem stetigen Drang Wasser zu lassen, auch eine benachbarte Öffnung an, innerkörperliche Substanzen auszuscheiden. Aber da gibt es ja noch den Hippie-Verwandten des Kaffees:</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Tee &#8211;  Wie zwei Männermannschaften am Tau: einfach ziehen lassen</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Wer Buddha werden will, muss drei Tage und drei Nächte unter einem Baum meditieren. Der erste Buddha schnitt wohl, um die Klarheit der Meditation beizubehalten, seine Augenlider ab und warf sie auf den Boden. Genau dort entstand die erste Teepflanze.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Geschichte, die auch Studenten zugutekommt. Wer ist denn nicht  vor einer Prüfung gefühlt drei Tage wach? Um das Lernverhalten aufrecht zu erhalten, gilt es, im vollen Wachzustand zu sein. Als meinem Mitbewohner und mir in der Prüfungsphase der Wasserkocher entrissen wurde, sind wir folglich einen kleinen Tod gestorben.</p>
<p style="text-align: justify;">Tee hat den Effekt von Kaffee, aber ohne dessen dreckige Komponente. Es bringt schleichend die Klarheit in den Kopf. Im Gegensatz zur Wachheitsohrfeige, die einem die schwarze Bohne verpassen kann. Doch wer Tee generell zu alternativ und ungesüßt findet, hat noch eine andere flüssige Möglichkeit:</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Energy Drinks – Verleihen Flügel?</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Als Antifan von Energydrinks kann ich nur sagen &#8211; sie stinken. Bestialisch. Wenn in der Vorlesung drei Reihen hinter mir eine Red-Bull Dose aufgemacht wird, bemerke ich das umgehend durch den olfaktorischen Sinn. Sie machen vielleicht wach, aber ähneln Kaffee: riechen besser als sie schmecken. Und wenn sie schon so riechen will man doch nie einen in die Hand bekommen. Scheinen aber ein guter Wachmacher zu sein und sollten somit nicht unerwähnt bleiben. Wer sich etwas experimenteller betätigen will, kann sich aber auch versuchen an:</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Snuse – Was zur Hölle?</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Eigentlich ist es nur Nikotin. Doch da ich nicht näher auf diese kleinen Beutelchen die man sich unter die Lippe steckt eingehen will, reden wir von Nikotin, das über Rauch eingenommen wird.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine Zigarette bringt die perfekte Pause in den Lernstress ein. Ein Raucher ist draußen, beschäftigt sich mit etwas anderem als seinem Studienfach und hat die Möglichkeit, ohne Lernumgebung über seinen Stoff nachzudenken. Scheinbar macht dabei jeder Zug wacher und fitter. Doch leider wirkt der tatsächliche Effekt einer Zigarette äußerst kurz. Nikotin hat die böse Eigenschaft, den Körper nach mehr schreien zu lassen. Und so übertreibt es der Raucher auch schnell, diesen „Trip“ aufrecht zu erhalten, ohne im Endeffekt überhaupt etwas zu spüren. Für jeden Nichtraucher und Nikotinunabhängigen gibt es da noch eine andere Möglichkeit:</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Koffeintabletten – Kaffee ohne Schwarze Kiste</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Die Koffeintablette ist eine unscheinbare Pille, die viel Wachheit und Konzentration beschert. Sie ist völlig legal, billig zu erwerben, im <span style="text-decoration: line-through;">Genuss</span> schnellen Notfallkonsum unkomplizierter als Kaffee. Allerdings sollte sie nicht wie dieser so sorglos nebenbei geschluckt werden. Über zwei Tabletten am Tag und Herzrasen, Angst sowie Unkonzentriertheit kommen nicht mehr allein vom Lernstress…</p>
<h3 style="text-align: justify;"><strong>Drogen – Wozu?</strong></h3>
<p style="text-align: justify;">Bei meiner Recherche auf dem Campus, wer welche Wachmacher nutzt um fit zu bleiben, begegnete ich einer sehr weisen Psychologiestudentin. Sie erzählte mir, dass Sport sehr gut sei, um die Aufnahmefähigkeit des Gehirns zu steigern. Generell ist aber eine angenehme Lernumgebung und eine geregelte Zeit zum Lernen der Weg zum Erfolg. Ja, geregelte Zeit zum Lernen – beim nächsten Mal dann…</p>
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		<title>Aussterbendes Medium Album</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Milan Ziwich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 02 Dec 2015 18:10:08 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[freiraum]]></category>
		<category><![CDATA[albentipps]]></category>
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		<category><![CDATA[blauwalherz]]></category>
		<category><![CDATA[Fabian Römer]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Fabian Römer – Kalenderblätter Als Fabian Römer vor fast vier Jahren noch unter seinen Initialen das letzte Album herausbrachte, ließ sich nicht erahnen, dass dies sein fulminanter Abschied vom klassischen Rap war. Zwar galten die Texte des außergewöhnlichen Musikers schon...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Fabian Römer – Kalenderblätter<br />
</strong></h2>
<figure id="attachment_8305" aria-describedby="caption-attachment-8305" style="width: 580px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/musiktipp.png"><img decoding="async" class="wp-image-8305 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/musiktipp.png" alt="musiktipp" width="580" height="270" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/musiktipp.png 580w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/09/musiktipp-400x186.png 400w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /></a><figcaption id="caption-attachment-8305" class="wp-caption-text">Text: Milan Ziwich &#8211; Illustration: Alexandra Kiefer</figcaption></figure>
<p><strong>Als Fabian Römer vor fast vier Jahren noch unter seinen Initialen das letzte Album herausbrachte, ließ sich nicht erahnen, dass dies sein fulminanter Abschied vom klassischen Rap war. Zwar galten die Texte des außergewöhnlichen Musikers schon immer als eigen und öfters nicht Genrekonform, aber mit der neuen Platte entfernt er sich vollends davon &#8211; und erfindet es doch irgendwie neu.<br />
</strong></p>
<p>Es sind nur viereinhalb Minuten Musik nötig um zu erkennen, dass dieser Mensch sehr jung angefangen haben muss. Es perlt eine Geschichte aus den Lautsprechern, die ohne Ecken, ohne Kanten heruntergereimt wird. Fast erinnert „Zimmer ohne Zeit“ schon an eine Ballade, bis man bemerkt, dass jeder Vers auf denselben Reim endet. Hier sind 13 Jahre Erfahrung dieses 25 Jährigen Interpreten zu hören.</p>
<div class="jetpack-video-wrapper"><iframe title="Fabian Römer - Zimmer ohne Zeit (Lyric Video)" width="640" height="360" src="https://www.youtube.com/embed/xPF9Q3QTBgQ?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></div>
<p>Vom reinen Inhalt ist Fabian Römer der Alte geblieben. Die Texte sind sehr persönlich und handeln von den Problemen einer Person, mit der sich der Hörer in mindestens einem Lied identifizieren kann. Keine Ghetto-Allüren oder Beschreibungen über die eigene Gottähnlichkeit wie sonst von modernen Reimkünstlern gewohnt. Er rappt über alte Liebschaften, denen er wieder begegnet, Freundschaften, die durch die verschiedenen Lebenswege langsam auseinandergehen, die Zukunft vor der man keine Angst haben sollte und der Magie der Nachtluft.</p>
<p>Da auch technisch der 16 Jährige F.R. schon auf dem höchsten Standard war, gibt es hier keine größeren Überraschungen. Was auffallend neu ist, sind die erzeugten Bilder.</p>
<h3><strong>Eine Art Singer-Songwriter-Rap<br />
</strong></h3>
<p>In Zeilen wie:</p>
<p>„Und wie soll ich bloß daran denken, nie wieder an dich zu denken?</p>
<p>Doch die Stille trägt deine Stimme“</p>
<p>ist zu merken, dass der Reimakrobat in den letzten Jahren viele Texte für andere schrieb. Darunter auch Musiker, die nicht aus dem Hip-Hop-Milieu kommen und für die gemalte Sprachbilder wichtiger sind als gute Vergleiche oder ausgefeilte Doppelreime und /-deutigkeiten. Tauchen solche doch wieder auf</p>
<p>(„Und wenn wir uns schon nicht aus dem Staub machen können,</p>
<p>dann können wir doch schauen was wir aus dem Staub machen können“), dann steht das Storytelling im Vordergrund.</p>
<p>Die instrumentale Komponente, die man schon fast nicht mehr als „Beats“ bezeichnen kann, ist deutlich in den Vordergrund gerückt. Sie entstand in Zusammenarbeit mit dem Rapper und wurde nicht als fertiges Paket geliefert und erst danach mit Text ausgestattet. Diese Arbeitsweise unterstützt die Entwicklung vom reinen Hiphop-Artisten hin zu einer Liedschreibeart die mehr dem Singer-Songwriting entspringt. Gesang ist nicht mehr nur für den Refrain gut sondern dient als Stilmittel und verschmilzt mit dem Sprechgesang.</p>
<p><img decoding="async" class="alignnone" src="http://www.fabianroemer.com/img/fabianroemer_kalenderblaetter_album_cover.jpg" alt="" width="686" height="686" /></p>
<h3><strong>Eine willkommene Alternative zur Supermarktmusik</strong></h3>
<p>Fabian Römer hat ein super Kopfhöreralbum geschaffen. Also Musik, die dazu anregt die lässig um den Nacken hängenden dicken Kopfhörer (oder wahlweise vor der Brust baumelnden Ohrstöpsel) nicht zum Zwecke des bloßen Zeitvertreibs bei langatmigen Busfahrten aufzusetzen und seinen Gedanken nachzugehen. Sie dient auch nicht als ständiges Hintergrundgeräusch für andere Aktivitäten, sondern dazu, sich ihr nachts aktiv zu widmen und zu hören, was dieser Interpret zu welcher Untermalung zu sagen hat. Das ganze Werk lässt sich fast als bündiges Buch beschreiben, entlang eines Roten Fadens aus einer neblig-dunstigen Grundatmosphäre vom Leben einer Person erzählt. Dabei findet der Hörer hier und da immer mal wieder ein kleines Stück von sich selbst, was diese Lieder erst so spannend macht.</p>
<p>Natürlich vermisst man etwas diesen technisch versierten F.R., der gerne einmal lustige oder raptypisch eher anstößige Tracks raushaut. Auch Liedern wie „Blauwalherz“ hätte ein bisschen weniger Pathos gut getan, was aber nur ein kleiner Makel ist, den man dem nun mal Erwachsengewordenen gerne verzeihen kann. Und im Endeffekt ist es doch ein Rap-Album, was der Künstler in einem Interview mit Nachdruck betonte. Es zeigt nur, dass der Deutschrap mittlerweile eine vielschichtige Angelegenheit und durchaus Kunst ist.</p>
<p>Das ganze Album via <a href="https://play.spotify.com/user/presstige_mag/playlist/5UmgHPfrkPLNfo3eLnpotB" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Spotify.</a></p>
<p>&nbsp;</p>
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		<title>„Morgen höre ich mit dem Rauchen auf&#8230;“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Milan Ziwich]]></dc:creator>
		<pubDate>Sun, 05 Jul 2015 17:14:54 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[weitblick]]></category>
		<category><![CDATA[gesundheit]]></category>
		<category><![CDATA[gewohnheit]]></category>
		<category><![CDATA[kommentar]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#28]]></category>
		<category><![CDATA[rauchen]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>… aber warum? Die Stimme eines ganz normalen Rauchers, die versucht das Engelchen und Teufelchen auf seinen Schultern zu übertönen. Ja. Sicher. Jeder Satz der mit „Morgen höre ich auf&#8230;“ und „Morgen fange ich an&#8230;“ beginnt, sollte nicht für bare Münze genommen werden, selbst...</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2>… aber warum?</h2>
<figure id="attachment_7621" aria-describedby="caption-attachment-7621" style="width: 800px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Rauchen_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-7621 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Rauchen_1200px.jpg" alt="Rauchen_1200px" width="800" height="1200" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Rauchen_1200px.jpg 800w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Rauchen_1200px-267x400.jpg 267w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/Rauchen_1200px-683x1024.jpg 683w" sizes="(max-width: 800px) 100vw, 800px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7621" class="wp-caption-text">Text: Milan Ziwich – Illustration &amp; Layout: Antonia Antonova</figcaption></figure>
<p><strong>Die Stimme eines ganz normalen Rauchers, die versucht das Engelchen und Teufelchen auf seinen Schultern zu übertönen.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Ja. Sicher. Jeder Satz der mit „Morgen höre ich auf&#8230;“ und „Morgen fange ich an&#8230;“ beginnt, sollte nicht für bare Münze genommen werden, selbst wenn man ihn zu sich selbst sagt. Denn zum richtigen Aufhören und Anfangen gehört auch ein gewisses Durchhaltevermögen in dieser Entscheidung. Und dieses ist meist, wenn man mal in die Vergangenheit schaut und sich erinnert, anfangen und aufhören wollte, nicht belastbar genug. Das „Morgen“ bezieht sich dann wohl eher auf die Intention, es irgendwann einmal zu tun und hat keinerlei Bezug zur derzeitigen Realität. Also streichen wir es. Es geht ums Rauchen aufhören. Die erste Frage, die dabei durchaus gestellt werden muss, ist:</p>
<h3>Warum sollte ich damit aufhören?</h3>
<p style="text-align: justify;">Natürlich wären da zunächst Krebs, Raucherbeine, faulende Zähne und alle anderen fancy Krankheiten, die auf ausländischen Zigarettenschachteln so abgebildet sind, zu nennen. Zwar sind das alles schreckliche und ziemlich unangenehme Dinge, aber da diese in der fernen Zukunft liegen und unsere Zukunftsklausel ja eben gestrichen wurde, muss die Frage mehr in die Gegenwart versetzt werden.</p>
<h3>Warum jetzt aufhören?</h3>
<p style="text-align: justify;">Man spart eine Menge Geld, wird nicht mehr, wie gerade hier in Bayern, vor die Tür verbannt und wird nicht von den Mitbewohnern verteufelt, wenn man den Nikotingenuss aus Faulheit und mangelnder Kälteresistenz in der Wohnung praktiziert. Fairerweise sollte man aber auch die Gegenfrage stellen:</p>
<h3>Wieso nicht einfach weiterhin rauchen?</h3>
<p style="text-align: justify;">Es ist ein guter Fluchtgrund aus dem Club, man lernt damit Leute kennen und es ist eines der entspannendsten Dinge überhaupt. Für mich, als Zigarettendreher, ist das Drehen dieser Wölkchenmaschinen außerdem eine wundervolle haptische Erfahrung. Der Griff in den krausen Tabak, den man, die Haut leicht kratzend, in das Zigarettenpapierchen legt, um beim Zudrehen die Fingerkuppen von der zart-feinrauhen Oberfläche des Papierchens massieren zu lassen. Herrlich! Und das Rauchen erst! Der Orgasmus dieser Fingerfickerei.</p>
<p style="text-align: justify;">Natürlich darf man sich da nicht blenden lassen. Die meisten Glücksgefühle kommen vom Nikotinrausch. Aber ist diese kleine Dosis Glück nicht auch etwas Gutes? Warum also darauf verzichten? Und meistens hilft der Griff zur Zigarette auch einfach nur, um beschäftigt zu sein. Haltestellenwartezeiten kamen mir mit einer Kippe bisher immer kürzer vor, als wenn ich gerade nicht rauchte oder meinen Tabak zuhause vergessen hatte. Liebe Raucher, ist doch so.</p>
<h3>Rauchen ist cool?</h3>
<p style="text-align: justify;">Rauchen bedient außerdem das immer wiederkehrende Motto von Carpe Diem, heutzutage YOLO. Mit dem Nikotingenuss opfert man für jugendliche Freuden ein gesundes und längeres Leben im Alter und scheißt somit auf die eigene Zukunft. Und drauf scheißen, ist ziemlich cool. Ja, leider muss ich zugeben, dass ich Rauchen verdammt cool finde. Man fühlt sich noch cooler, wenn man nach einer durchfeierten Nacht mit aufgesetzter Sonnenbrille durch die vom Sonnenlicht frisch geweckten Straßen läuft und dabei einen Glimmstengel im Mundwinkel hat. Oh yeah! Die Welt ist mein Spielplatz!</p>
<p style="text-align: justify;">Rauchen ist cool, bis man in der Klinik am Beatmungsgerät hängt.</p>
<p style="text-align: justify;">Rauchen ist cool, bis man vor lauter zugestopften Adern keinen ordentlichen Blutfluss mehr hat und deswegen auf viel schönere Sachen verzichten muss.</p>
<p style="text-align: justify;">Und Rauchen ist cool, bis einem die Zähne ausfaulen und kein Mensch mehr mit einem reden will. So sitzt man dann als Raucher da, hat all diese schrecklichen Bilder im Kopf und klemmt sich mit einem „Morgen höre ich mit dem Rauchen auf&#8230;“ den nächsten Filter zwischen die Lippen.</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="30%" />
<col width="70%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/ab28.jpg" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 28: Körper </strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 28 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2015/07/ausgabe-28-koerper/">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige28/">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/koerper/">Der Schwerpunkt Körper</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/07/morgen-rauchen-aufhoeren/">„Morgen höre ich mit dem Rauchen auf&#8230;“</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>„I&#8217;ll be back&#8230;“</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Milan Ziwich]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 15 Jun 2015 13:24:52 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[body-modification]]></category>
		<category><![CDATA[körper]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#28]]></category>
		<category><![CDATA[zukunft]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie weit wir noch vom Terminator entfernt sind Wie sieht unser Körper in der Zukunft aus? Diese Frage setzt uns meist Bilder aus diversen Science-Fiction-Filme in den Kopf, in denen kein Unterschied zwischen organischen und technischen „Bauteilen“ eines Menschen gemacht wird. Welche Möglichkeiten...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/06/koerper-zukunft/">„I&#8217;ll be back&#8230;“</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2>Wie weit wir noch vom Terminator entfernt sind</h2>
<figure id="attachment_7543" aria-describedby="caption-attachment-7543" style="width: 848px" class="wp-caption alignnone"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Cyberborg_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="size-full wp-image-7543" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Cyberborg_1200px.jpg" alt="Text: Milan Ziwich – Illustration: Isabell Beck – Layout: Lisa Luthardt" width="848" height="1200" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Cyberborg_1200px.jpg 848w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Cyberborg_1200px-283x400.jpg 283w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Cyberborg_1200px-724x1024.jpg 724w" sizes="(max-width: 848px) 100vw, 848px" /></a><figcaption id="caption-attachment-7543" class="wp-caption-text">Text: Milan Ziwich – Illustration: Isabell Beck – Layout: Lisa Luthardt</figcaption></figure>
<p><strong>Wie sieht unser Körper in der Zukunft aus? Diese Frage setzt uns meist Bilder aus diversen Science-Fiction-Filme in den Kopf, in denen kein Unterschied zwischen organischen und technischen „Bauteilen“ eines Menschen gemacht wird. Welche Möglichkeiten wir schon haben und wie die Kultur darauf reagiert, kann uns einen kleinen Einblick geben, wie unsere Folgegenerationen vielleicht aussehen werden.</strong></p>
<p style="text-align: justify;">Jeder kennt dieses T-Shirt: Zu sehen ist das klassische Bild schwarzer Schemen unserer Vorfahren, die, nach Zeitabschnitt geordnet, immer aufrechter gehen. Sie enden jedoch nicht im stehenden Homo sapiens, sondern bekommen wieder einen krummen Rücken und sitzen am Ende, eingefallen wie am Anfang, vor dem Computer. Eine Darstellung also, die zeigen soll, dass der menschliche Körper sich wieder zurückentwickelt.</p>
<p style="text-align: justify;">Von der reinen, biologischen Entwicklung ist – die nähere Vergangenheit betrachtet – tatsächlich eine Veränderung an unseren Körpern erkennbar. Ihr komplexes organisches System stellt sich auf alle Faktoren der Umwelt ein, zu denen heutzutage eben der Computer und billiges, ungesundes Essen gehören. So beklagten sich in Deutschland im Jahr 2007 ganze 21 Prozent der Werktätigen über computerbedingte Schmerzen in Hand und Unterarm. In Spanien hat sich außerdem die Anzahl der fettleibigen Menschen von 1990 bis 2009 verdoppelt. Da rückt die Dystopie aus dem Disneyfilm „Wall-E“, worin sich alle Menschen nur noch faul und dick auf ihren Schwebestühlen mit einem Computer unterhalten, erschreckend nahe. Die inflationär ansteigende Anzahl diverser Lieferdienste und Home-Entertainment-Systeme sind dabei keine Hilfe, diese Entwicklung aufzuhalten.</p>
<h3>Ein Puzzle von Mensch</h3>
<p style="text-align: justify;">Selbst wenn wir gemerkt haben, dass wir zukünftig nicht nur in unseren Sesseln sitzen und uns die Pfunde stehen lassen wollen, ist mit dem stetigen Fortschritt medizinischer Eingriffe keinerlei Anstrengung nötig, um auszusehen, wie man es sich wünscht. Ja, es ermöglicht sogar Menschen, die unzufrieden mit dem allgemeinen Erscheinungsbild sind sich durch Körpermodifikationen von der langweiligen Allgemeinheit abzuheben.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie zum Beispiel Jasmine Tridevil, die sich aus dem Film „Total Recall“ die Dreibusigkeit abgeschaut hat. Sie ließ sich operativ eine dritte Brust zwischen die beiden schon vorhandenen setzen. Dass schon solche Dinge aus Science-Fiction-Filmen Realität geworden sind, zeigt, dass die operative Ummodellierung zwar nicht die Normalität aber eine gewisse Alltäglichkeit erreichen wird.</p>
<h3>Farben hören ohne LSD</h3>
<p style="text-align: justify;">Doch viel interessanter als medizinische Modifikationen sind technische. Der US-Amerikaner Hugh Herr, ein begeisterter Kletterer, verlor mit 17 Jahren beiden Beine, die in einem Schneesturm erfroren sind. Doch er ließ sich nicht unterkriegen und entwickelte Prothesen, die er, nach einem abgeschlossenen Biophysikstudium, technisch ausbaute und optimierte. Diese machen ihn 2,40 Meter groß und zu einem viel besseren Kletterer als seine Mitstreiter. Schon jetzt spricht er von einer zunehmenden Verschmelzung des Menschen mit der Maschine. Die Roboterhand, die Luke Skywalker mit seinem schwer atmenden Vater teilt, ist also nicht mehr so weit entfernt. Technikfans versprechen vollmundig, dass körperliche Behinderungen bald der Vergangenheit angehören werden. Es gibt bereits Mikrochips für die Ohren, die Taube wieder hören lassen. Speziell geschliffene Kunststofflinsen heilen den grauen Star und verbessern die Sehleistung auf 180 Prozent. Der britische farbenblinde Künstler Neil Harbisson besitzt ein Gerät, das Farben wahrnimmt und diese in Töne umwandelt, welche via Knochenschall von ihm gehört werden. Dadurch hat er sogar die Fähigkeit Infrarot und Ultraviolett zu „sehen“.</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Ratten_1200px.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-7544" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Ratten_1200px.jpg" alt="Ratten_1200px" width="1200" height="344" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Ratten_1200px.jpg 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Ratten_1200px-400x115.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2015/06/Ratten_1200px-1024x294.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<p style="text-align: justify;">Doch die Körper-Maschinen Verschmelzung hört nicht bei Prothesen auf. Sogenannte „Body-Hacker“ implantieren sich zum Beispiel Magnete in die Fingerkuppen, um magnetische Felder zu spüren. Auf einer einschlägigen Seite wird man mit einem „Who do you want to be today?“ begrüßt und erfährt, dass es schon LED-Implantate für den Arm gibt mit denen man Nachrichten von seinem Handy durch seine Haut projezieren kann. Die Biophysik ist der reale Zarathustra: Sie steigt vom Berg und erzählt uns vom Übermenschen. Wenn diese Modifikationen ausgebaut und bei der breiten Menschheit angekommen sind, werden unsere Enkel uns vielleicht nicht mehr mit Piercings und Tattoos, sondern elektrischen Gliedmaßen schocken.</p>
<h3>Die Körperlosigkeit</h3>
<p style="text-align: justify;">Vieles lässt vermuten, dass der Körper in der Zukunft eine weniger wichtige Rolle spielen wird. Wie in Mr. Nobody könnten wir unsterblich sein, immer jung und Körperlichkeiten obsolet. Schon jetzt gibt es ja Menschen, die mit der Entscheidung, ihr Leben vor dem Bildschirm zu verbringen, ihrem Körper entschwinden. Ihre menschliche Hülle ist abgelegt worden und ihre Seele in eine digitale Figur umgezogen.</p>
<p style="text-align: justify;">Muskeln werden überflüssig, Hirnmasse wird übertrumpft, Äußerlichkeiten eine Entscheidungssache. Es wird ein Schritt von der Wichtigkeit und Einzigartigkeit des Körpers zurückgetreten.</p>
<p style="text-align: justify;">Und so ist die These des anfänglich erwähnten T-Shirts hinfällig geworden. Wir sind nämlich nicht mehr am Evolieren. Wir sind selbstverschuldete Kreationisten geworden.</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
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<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2015/07/ab28.jpg" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 28: Körper </strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 28 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2015/07/ausgabe-28-koerper/">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige28/">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/koerper/">Der Schwerpunkt Körper</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
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</table>
</blockquote>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2015/06/koerper-zukunft/">„I&#8217;ll be back&#8230;“</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Sex mit dem Prof?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Milan Ziwich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 21 May 2014 15:30:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[macht]]></category>
		<category><![CDATA[presstige#26]]></category>
		<category><![CDATA[werbung]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Die Geschichte einer wilden Nacht Und zack! Ich habe eure Aufmerksamkeit. Eine Aufmerksamkeit, für die Unternehmen Milliarden hinblättern würden. Warum diese so viel wert ist und mit welchen Mitteln diese angeregt wird – außer dem Dauerbrenner „Sex sells“, erfahrt ihr...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/05/macht-werbung/">Sex mit dem Prof?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Die Geschichte einer wilden Nacht</strong></h2>
<p style="text-align: left;"><strong>Und zack! Ich habe eure Aufmerksamkeit. Eine Aufmerksamkeit, für die Unternehmen Milliarden hinblättern würden. Warum diese so viel wert ist und mit welchen Mitteln diese angeregt wird – außer dem Dauerbrenner „Sex sells“, erfahrt ihr hier.</strong></p>
<figure id="attachment_2928" aria-describedby="caption-attachment-2928" style="width: 580px" class="wp-caption alignleft"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Macht_der_Werbung_Vorschau+Illu.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2928 size-full" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Macht_der_Werbung_Vorschau+Illu.png" alt="Macht_der_Werbung_Vorschau+Illu" width="580" height="270" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Macht_der_Werbung_Vorschau+Illu.png 580w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Macht_der_Werbung_Vorschau+Illu-400x186.png 400w" sizes="(max-width: 580px) 100vw, 580px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2928" class="wp-caption-text">Text: Milan Ziwich – Illustration: Natalia Sander</figcaption></figure>
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<p><em>„So Glorious. Victorious. We take what we want we born warriors.“</em> Dass ich mir zum 15. Geburtstag Nike-Schuhe gewünscht habe, war wahrscheinlich kein Zufall. Natürlich gehört ein Paar Nike Airs in jeden gut geführten Hip-Hop-Kleiderschrank, doch im Nachhinein betrachtet, war ich wahrscheinlich einfach nur beeindruckt. Beeindruckt von einem Werbespot, den ich kurz zuvor gesehen hatte. Coole Basketballer, die in Zeitlupe coole Moves auf coole Juelz Santana-Musik machen. Cool! Die nächsten Sneakers sind von Nike.</p>
<p>Ich habe schon viele sagen hören, sie würden sich niemals von Werbung beeinflussen lassen und wie bescheuert es doch wäre, ein Produkt im Fernsehen zu sehen und deswegen gleich in den Laden zu rennen, um das angepriesene Objekt zu kaufen. Doch das ist letztendlich auch nicht das Ziel von Werbung. Werbung versucht nicht ein Produkt zu verkaufen, sie verkauft einen Lebensstil. Die Schuhe, die ich mir wünschte, kamen nicht einmal im Werbespot vor, aber die Aufmachung reizte mich. Ich wollte auch urban sein, und für nur 100 Euro war das selbst in meinem Kaff möglich.</p>
<h3><strong>Voll auf Coke</strong></h3>
<p>Wenn man sich im Internet über die Macht der Werbung schlau machen will, stößt man bei allen Artikeln irgendwann auf Coca-Cola. Kein Unternehmen setzt so auf Werbemittel wie der Softdrinkhersteller aus Atlanta. Und das mit Erfolg. Coca-Cola gilt heute als das beliebteste Erfrischungsgetränk der Welt. Und das, obwohl in Tests keine großen Geschmacksunterschiede zwischen dem Original und Cola anderer Marken festgestellt wurden.</p>
<blockquote>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
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<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/05/Cover_300px.png" alt="" /></td>
<td><strong>Ausgabe 26: Macht</strong>Dieser Artikel erschien zuerst in Ausgabe 26 unseres gedruckten Magazins.</p>
<ul>
<li><a href="http://presstige.org/2014/05/ausgabe-26-macht">Die digitale Version durchblättern</a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/presstige26">Alle Artikel der Ausgabe </a></li>
<li><a href="http://presstige.org/tag/macht">Der Schwerpunkt Macht</a></li>
</ul>
</td>
</tr>
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</table>
</blockquote>
<p>Wie kommt es also, dass Coca-Cola so beliebt ist? Dass dieses Unternehmen im Jahre 2011 einen Gewinn von 8,6 Milliarden Euro verbuchen konnte? Um diese Fragen zu beantworten, muss man dem nur die Werbeausgaben entgegenstellen: 4,2 Milliarden Euro. Es werden also 4,2 Milliarden Euro nur dafür ausgegeben, die Leute zu überzeugen, dass dieses Produkt das beste auf dem Markt ist. Doch geht es in der Werbung wirklich nur um das Produkt? Wenn man sich die Coke-Werbespots ansieht, fällt etwas gleich ins Auge: Es geht ums Glücklich sein. Ein Hundertjähriger besucht ein Neugeborenes, Chöre singen von der guten Welt, ein rotbäckiger, freundlicher Weihnachtsmann bringt die Menschen zusammen. Und wieder: Die Werbung verkauft nicht das Produkt, sondern das Lebensgefühl. Das geht so weit, dass alleine durch den Schriftzug ein anderer, besserer Geschmack suggeriert wird, was in einem Experiment des WDR-Markenchecks bewiesen wurde.</p>
<p>Durch Werbung alleine konnte Coca-Cola sogar den Kundenkreis für zuckerfreie Cola erweitern. Die schon existente Coke-Light-Reihe ist ein Produkt, das auf einen weiblichen Kundenkreis abzielt. Die Einführung der Coke-Zero, mit entsprechender Werbekampagne, öffnet die zuckerfreie Cola dem männlichen Kundenkreis. Man muss sich nur die jeweiligen Werbespots anschauen: Während Coke-Light von einer Frauenstimme beworben wird, und verrückte Mädels zeigt, wirbt eine Männerstimme für Coke-Zero und der Spot zeigt, nun ja, „Schlagsahne oder Schokosoße“. Jeder hat ihn schon einmal gesehen.</p>
<h3><strong>Der Duft des Geldes</strong></h3>
<p>Werbung hat dadurch eine gewisse Machtstellung. Durch Bilder und Musik, die Gefühle in uns wecken, wird versucht, etwas zu verkaufen, was an sich keinerlei Einfluss auf unsere Gefühle hat. Die Wenigsten könnten wahrscheinlich von sich behaupten, dass sie nach dem Trinken einer Cola bedeutend glücklicher sind als zuvor.</p>
<p>Doch bei den audiovisuellen Reizen bleibt es nicht. Im Klamottenladen Abercrombie &amp; Fitch wird alle zwanzig Minuten ein Duft ausgesprüht, der die Käufer dazu anregt, länger im Laden zu bleiben. Durch Gerüche wird versucht, eine Assoziation hervorzurufen, die den Kunden in eine bekannte und somit angenehme Atmosphäre bringt. Und das mit Erfolg. Der Umsatz von Läden mit Beduftung steigt bis zu 15 Prozent. Es ist wieder ein Spiel mit den Gefühlen. So wird unsere Kaufentscheidung peu à peu von den Herstellern abgenommen. Und das bedeutet Macht. Wie groß diese Macht schon ist, zeigt sich beim Versuch eben dieser zu entkommen. Jeder erwachsene Mensch ist heutzutage circa 3000 Werbeangeboten pro Tag ausgesetzt. Diese Zahl ist durchaus realistisch, wenn man einmal aktiv wahrnimmt, wo alles beworben wird.</p>
<p>Fast schon angsteinflößend wird es, wenn man die Werbeindustrie dahinter beobachtet: 2012 wurden auf der Welt 449 Milliarden Euro für Werbung ausgegeben. Würde pro Jahr ein Zehntel davon in die Hungerhilfe fließen, könnte der Welthunger fast vollständig besiegt werden. Es steckt also jede Menge Geld dahinter. Geld, das dafür fließt, dass mit den Gefühlen von Menschen gespielt wird und diese das Produkt kaufen.</p>
<p>Doch ist es schlimm, positive Gefühle in uns zu wecken? Für einen guten Lacher ist jeder zu haben, und Werbung ist auch zu einer Art Unterhaltung geworden, wenn man sich die Klickzahlen entsprechender Videos auf YouTube ansieht. Es ist also schwierig, von Manipulation zu reden, wenn es tatsächlich knapp 60 Millionen Menschen gibt, die sich freiwillig Werbung anschauen. Und wenn man schon länger auf den neuen Fernseher gespart hat, ist man doch froh über jede Werbeanzeige, die Fernseher preist.</p>
<p>Werbung verspricht also nicht nur das Blaue vom Himmel. Die Nike-Schuhe, die ich mir einst wünschte, trage ich immer noch. Weder an Qualität, noch an Status (sie SIND einfach cool) haben sie verloren. Man sollte nur etwas vorsichtiger sein und genauer hinschauen, ob sich vielleicht nicht doch ein Werbegag dahinter befindet. Seitdem Ende letzten Jahres in den Schlagzeilen stand, dass Deutschlands Bierkonsum sinkt, kursiert der seltsame Brauch der „Nominierung“ in sozialen Netzwerken, bei welchem Bier getrunken wird. Ein Zufall? Kann sein.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/05/macht-werbung/">Sex mit dem Prof?</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Browsing Bad</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Milan Ziwich]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 22 Jan 2014 13:37:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Schwerpunkt]]></category>
		<category><![CDATA[deepnet]]></category>
		<category><![CDATA[internet]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie das Deepnet Methkochen lehrt Im Jahr 2008 berichtete die New York Times über die Eintrillionste Webadesse, welche mit der Suchmaschine Google verlinkt wurde. Das ist sicherlich längst überholt &#8211; jedoch ist Fakt, dass diese Zahl nur einen Bruchteil der...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/01/deepnet-tor-onionland/">Browsing Bad</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<h2 lang="de-DE" align="JUSTIFY">Wie das Deepnet Methkochen lehrt</h2>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY"><strong>Im Jahr 2008 berichtete die New York Times über die Eintrillionste Webadesse, welche mit der Suchmaschine Google verlinkt wurde. Das ist sicherlich längst überholt &#8211; jedoch ist Fakt, dass diese Zahl nur einen Bruchteil der Datenmenge des gesamten Webs darstellt. Wo befindet sich also der große Rest? Und was ist dort möglich?</strong></p>
<h5 lang="de-DE" style="text-align: center;" align="JUSTIFY"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Themenwoche_Deepnet_1200px.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2008" alt="Themenwoche_Deepnet_1200px" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Themenwoche_Deepnet_1200px.png" width="1201" height="596" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Themenwoche_Deepnet_1200px.png 1201w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Themenwoche_Deepnet_1200px-400x198.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Themenwoche_Deepnet_1200px-1024x508.png 1024w" sizes="(max-width: 1201px) 100vw, 1201px" /></a>Text: Nadja Hanselmann und Milan Ziwich, Illustration: Marina Schröppel</h5>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Jenseits des gecrawlten Webs, also dem Teil der duch geläufige Suchmaschinen wie Yahoo, Bing und Co durchsucht wird, befindet sich das Deep Net.</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Dieser Teil des WWWs, auch hidden web genannt, birgt Finanzinformationen, Einkaufskataloge oder Bibliotheksdatenbanken, welche nur durch Anfragen oder spezielle Passwörter aus Datenbanken generiert werden. Oftmals sind die Nutzer nicht zurückverfolgbar &#8211; also idealer Nährboden für alle Aktivitäten, die im Dunkel bleiben sollen: So wird das Deepnet für den Handel mit Drogen, Waffen oder Kinderpornographie genutzt &#8211; nur um ein paar Beispiele zu nennen. Der Fantasie sind dort keine Grenzen gesetzt.</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Doch wie funktioniert das Ganze?</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Das übliche Netz stellt immer eine direkte Verbindung mit dem Server der jeweiligen Internetseite her. Beim Deepnet wird allerdings, um einen Rückschluss auf den ursprünglichen User zu verhindern, eine Brücke über mehrere Server geschlagen. Der Autor Clemens Setz <a href="http://www.zeit.de/2013/28/internet-deep-net-tor-onionland/komplettansicht" target="_blank" rel="noopener noreferrer">erklärt das in der <em>Zeit</em> so</a>: „Mann betritt das Internet so, als würde man einen Fluss überqueren, indem man über die Rücken verschiedener Krokodile springt. Innerhalb kurzer Zeit ändert sich die Reihe der Krokodilrücken, und der Datenstrom zwischen dir und der angewählten Seite nimmt einen neuen Riesenumweg.“</p>
<blockquote><p><strong>Schwerpunkt: Internet</strong></p>
<table style="background-color: transparent;" width="100%">
<colgroup>
<col width="37%" />
<col width="63%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" alt="" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Themenwoche-Bild_Kasten.png" /></td>
<td>Auch wenn wir es mit der NSA und anderen Datensammlern teilen müssen: Das Internet bleibt unser Zuhause. Wir essen und schlafen vorläufig noch analog, aber sonst findet unser Leben zunehmend im Netz statt. Darum widmet die presstige-Redaktion dem Internet einen Schwerpunkt. Alle bisher erschienenen Beiträge <a href="http://presstige.org/tag/internet/">sind hier gesammelt</a>.</td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Die Datenmengen, welche übertragen werden wenn eine Website abgerufen wird, sind durch eben diesen Umweg deutlich langsamer als im clear Web.</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY"><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Sehr vereinfacht muss man sich vorstellen, dass das Deepnet über andersartige Browser funktioniert, welche </span><em><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">private services</span></em><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;"> oder </span><em><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">hidden services</span></em><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;"> anbieten. Es wird auf Internetseiten meist illegale Ware angeboten</span><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">. Man sucht also, und die Ergebnisse werden dann </span><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">aufgelistet wie bei einer uns bekannten Suchmaschine. Die </span><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">clients</span><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;"> finden dort Listen von Links für Geldwäsche-Services, Killerdiensten oder gestohlenen Diamanten. Ganz offen wird das alles angeboten.</span></p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Selbst die Bezahlung erfolgt völlig spurenlos <a href="https://www.bitcoin.de/de/faq/was-sind-bitcoins/9.html" target="_blank" rel="noopener noreferrer" class="broken_link">durch sogenannte Bitcoins</a><!-- Auch hierzu bitte einen Link mit weiteren Informationen -->. Die Währung wurde ursprünglich konzipiert, um Sicherheit bei internationalen Geschäften zu gewährleisten. Diese Geldeinheiten werden innerhalb eines von Nutzern aufgebauten Netzwerkes verschoben und können problemlos an jeder Online-Börse in reale Währungen umgetauscht werden. <em>Buisnessinsider</em> veröffentlichte im Dezember 2013 <a href="http://www.businessinsider.com/category/bitcoin?page=2" target="_blank" rel="noopener noreferrer">eine Statistik</a><!-- Link! -->, nach welcher die Hälfte aller Bitcoins im Deepnet von 927 Personen gehalten werden. Durch die Begrenzung dieser Bitcoins sind sie ähnlich zu verstehen wie Aktien. Diverse Staaten versuchen derzeit zusätzlich, sie zu versteuern.</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Hitmn.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Hitmn" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Hitmn.jpg" width="1280" height="1024" /></a></p>
<h3 lang="de-DE" align="JUSTIFY"><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Das Onionland</span></h3>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY"> „The Onion Router“ oder kurz „Tor“ ist der übliche Browser mit dem auf das Deepnet zugegriffen wird, welcher ganz einfach und kostenlos im clear Net heruntergeladen werden kann. Im Grunde genommen ist Tor auch mit anderen Browsern (Firefox, Opera) zu vergleichen, er dient als Oberfläche um einzelne Seiten aufzurufen. Der Unterschied ist nur die Vorhergehensweise des Verbindungsaufbaus, wir erinnern uns an die Krokodilrücken. Also ist die eigentliche Idee hinter „The Onion Router“ ein Netzwerk welches vollkommen anonym genutzt werden kann. Für den Inhalt selbst sind nur die jeweiligen Internetseitenbetreiber zuständig.</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY"><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Eine dieser Websites, welche im Deepnet groß war, ist <em>Silk Road</em>. Die Seidenstraße ist an sich eine Verkaufsplattform &#8211; nur, dass durch die Anonymität illegale Ware angeboten werden kann, und deswegen auch wird. Man stelle sich Amazon vor auf dem man die neuesten Cannabissorten suchen, und nach Gramm kaufen kann.</span></p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Im Fall von Silk Road konnte die Justiz aber Einhalt gewähren. Der Betreiber wurde vom FBI geschnappt, und die Seite gesperrt, weil er unüberlegterweise im clear Net fragte, wie er seine Website sicherer machen kann.</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY"><span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Doch nicht nur der Handel mit illegalen Waren ist Inhalt des Deepnet. Auch die Pornografie und die uneingeschränkte Wissensvergabe gewinnt durch die Anonymität des Tor-Netzwerks.</span></p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Mein-kamfp.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" alt="Mein kamfp" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Mein-kamfp.jpg" width="1280" height="1024" /></a></p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">So werden gleich auf dem „hidden Wiki“, also ein Wikipedia des Deepnets, Links angeboten, die einen Schaudern lassen. So hat die Abteilung „Adult“ neben kommerziellen und nichtkommerziellen Pornoseiten auch die Unterabteilungen „Under Age“ und „Animal Related“.</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Auf der Seite noreason findet man neben durchaus nützlichen Texten zu Wissenschaften auch Waffenpläne und Meth-Rezepte.</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Dieser uneingeschränkte Wissensaustausch dient auch Whistleblowern ihr Wissen zu verbreiten, welchen im hidden Wiki eine extra Rubrik gewidmet ist.</p>
<h3 lang="de-DE" align="JUSTIFY">Anonymität ist, was die User daraus machen</h3>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">So stellen wir uns also die Frage, warum diese hemmungslosen unkontrollierten Datenströme, auch Tor Relays genannt, in der scheinbar so durchsichtigen virtuellen Welt möglich sind. Warum ist es möglich, dass Menschen in Deep Net Foren nach &#8220;Dolls&#8221;, also Kindern mit abgeschnitten Gliedmaßen aus Drittländern, fragen und sich über die Kosten oder Problematiken des Versands austauschen OHNE dabei direkt hinter Schloss und Riegel zu wandern?</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Theoretisch wäre eine Überwachung eines jeden Knotenpunktes möglich &#8211; jedoch denken wir nur einmal an die riesigen benötigten Datenmengen und den Fluss mit den Krokodilrücken. Morgen kann der Weg zum Ziel schon ganz anders aussehen, die Anbieter wechseln, verschwinden und tauchen auf wie die Krokodile. So ist diese Überwachung praktisch jetzt noch undenkbar, u<span style="font-size: 1em; line-height: 1.5em;">nd vielleicht ist diese Überwachung auch unnötig.</span></p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/nochmehr-dorgen.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="alignnone size-full wp-image-2006" alt="nochmehr dorgen" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/nochmehr-dorgen.jpg" width="1280" height="1024" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/nochmehr-dorgen.jpg 1280w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/nochmehr-dorgen-400x320.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/nochmehr-dorgen-1024x819.jpg 1024w" sizes="(max-width: 1280px) 100vw, 1280px" /></a></p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Die Kriminalität dieses Netzwerkes besteht nicht dadurch, dass Anonymität gewährleistet ist, sondern was die Nutzer aus der Anonymität machen. Gerade zu Zeiten, in denen Smartphones immer wissen an welchem Platz wir uns befinden, in denen wir selbst Online-Communities unüberlegt unser Leben preisgeben, und jeder unserer Schritte im Internet zurückverfolgbar ist, ist der Wunsch unerkannt zu bleiben nur verständlich. Die Kriminalität entstand, weil auf dieser Plattform nach Kriminalität gesucht wurde. Dies würde sich ändern, wenn die Nutzer andere Interessen verfolgen würden – Angebot folgt auf Nachfrage.</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Die größte Anzahl der ungefährlichen Interessenten an einem anonymen Netz fällt aber dadurch weg, dass das Online-Streaming von Filmen und Serien durch die langsame Verbindung unmöglich ist.</p>
<p lang="de-DE" align="JUSTIFY">Zwar handelt es sich dadurch auch um eine Art Kriminalität. Doch man könnte sich doch vorstellen, dass selbst der letzte arme, ausgebeutete Hollywoodschauspieler in Beverly Hills gefallen daran finden könnte, dass sich lieber Menschen für umsonst ihr Gesicht ansehen wollen, als Drogen kaufen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/01/deepnet-tor-onionland/">Browsing Bad</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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