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	<title>Partei Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>Augsburg bekommt eine Oberbürgermeisterin</title>
		<link>https://presstige.org/2020/03/augsburg-bekommt-eine-oberbuergermeisterin/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Koristka]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Mar 2020 12:15:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Nach 2035 Jahren Stadtgeschichte bekommt Augsburg erstmals ein weibliches Oberhaupt. Die bisherige Wirtschafts- und Finanzreferentin Eva Weber (CSU) gewann die Stichwahl gegen ihren Stadtratskollegen und Ordnungsreferenten Dirk Wurm (SPD).</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/03/augsburg-bekommt-eine-oberbuergermeisterin/">Augsburg bekommt eine Oberbürgermeisterin</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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<p><strong>Zur Stichwahl um den Chefsessel im Augsburger Rathaus.</strong></p>



<p>Nach 2035 Jahren Stadtgeschichte bekommt Augsburg erstmals ein weibliches Oberhaupt. Die bisherige Wirtschafts- und Finanzreferentin Eva Weber (CSU) gewann die Stichwahl gegen ihren Stadtratskollegen und Ordnungsreferenten Dirk Wurm (SPD).</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img fetchpriority="high" decoding="async" width="1024" height="516" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Themenwoche-WW-1024x516.jpg" alt="" class="wp-image-14154" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Themenwoche-WW-1024x516.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Themenwoche-WW-300x151.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Themenwoche-WW-768x387.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Themenwoche-WW-1536x774.jpg 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Themenwoche-WW-2048x1032.jpg 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption>© Thomas Koristka</figcaption></figure>



<p><strong>Eine Wahl unter besonderen Umständen</strong></p>



<p>Das Augsburger Rathaus: Ein Ort, wo an Wahlabenden normalerweise reges Treiben herrscht, wo sich Wahlgewinner in den Armen liegen, wo Unterlegene getröstet werden &#8211; doch an diesem Abend war alles anders: Der Ort, an dem das Herz der kommunalen Demokratie schlägt, gleicht bedingt durch die aktuellen Ereignisse einer Geisterkulisse. Lediglich die wichtigsten politischen Protagonisten sowie einige Pressevertreter waren vor Ort im Oberen Fletz.</p>



<p>Die Wahl fand aufgrund der Auswirkungen durch die Corona-Pandemie als reine Briefwahl statt, was sich positiv auf die Wahlbeteiligung auswirkte: Diese lag bei 48,2 Prozent, vor zwei Wochen waren es noch 45,3 Prozent. Der Großteil der Wähler schenkte Eva Weber das Vertrauen: Die 42-jährige Tochter des ehemaligen bayerischen Staatssekretärs Alfons Zeller setzte sich mit 62,3 Prozent deutlich durch und zeigte sich auf der darauffolgenden Pressekonferenz vom Ergebnis überwältigt. Im ersten Wahlgang hatte sie noch 43,1 Prozent erreicht. Ihr sozialdemokratischer Kontrahent Wurm wirkte angesichts seiner 37,7 Prozent recht zufrieden und sprach von einem respektablen Ergebnis.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Das Ergebnis der <a href="https://twitter.com/hashtag/Stichwahl?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Stichwahl</a> steht fest: Die neue <a href="https://twitter.com/hashtag/Oberb%C3%BCrgermeisterin?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Oberbürgermeisterin</a> von <a href="https://twitter.com/hashtag/Augsburg?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Augsburg</a> heißt Eva Weber (CSU), gewählt mit 62,3 Prozent. Für Dirk Wurm (SPD) stimmten 37,7 Prozent. Wahlbeteiligung: 48,2 % (über 103.000 Stimmen). <a href="https://twitter.com/hashtag/Kommunalwahl2020?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Kommunalwahl2020</a> Alle Infos auf <a href="https://t.co/KUDj2Ec68K">https://t.co/KUDj2Ec68K</a></p>&mdash; Stadt Augsburg (@stadtaugsburg) <a href="https://twitter.com/stadtaugsburg/status/1244335430453071885?ref_src=twsrc%5Etfw">March 29, 2020</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
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<p><strong>Altes Bild im neuen Stadtrat?</strong></p>



<p>Während Parteien wie die Linke oder Pro Augsburg Wahlempfehlungen aussprachen, hielten sich die Grünen zurück &#8211; womöglich, um sich alle Optionen für Koalitionsgespräche offenzuhalten. Im neuen Augsburger Stadtrat, der im Mai seine Arbeit aufnehmen soll, werden 14 Parteien und Gruppierungen vertreten sein &#8211; so viele wie noch nie. Eva Weber kündigte am Wahlabend an, zuerst mit den bei der Stadtratswahl zweitplatzierten Grünen reden zu wollen, danach mit der SPD. OB-Kandidat Dirk Wurm machte klar, dass die Sozialdemokraten für Gespräche zur Verfügung stünden. Gut möglich, dass das bisherige breite Bündnis aus CSU, SPD und Grünen unter etwas veränderten Kräfteverhältnissen auch die nächste Stadtregierung bilden wird.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="768" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/CSU-OB-1-768x1024.jpeg" alt="" class="wp-image-14143" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/CSU-OB-1-768x1024.jpeg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/CSU-OB-1-225x300.jpeg 225w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/CSU-OB-1-scaled.jpeg 1920w" sizes="(max-width: 768px) 100vw, 768px" /><figcaption>© Thomas Koristka</figcaption></figure>



<p><strong>Krisenmanagement ist jetzt gefragt</strong></p>



<p>Für die designierte Oberbürgermeisterin geht es in den kommenden Wochen vor allem darum, die Auswirkungen der Corona-Pandemie als Mitglied des Krisenstabs zu managen &#8211; gerade in wirtschaftlicher Hinsicht. Auch Dirk Wurm ist als Ordnungsreferent aktuell voll gefordert, ebenso wie der scheidende OB Kurt Gribl. Dieser hat in seinen letzten Wochen im Augsburger Rathaus noch alle Hände voll zu tun, bevor er die Amtskette an seine Nachfolgerin übergeben darf. Die neue Legislaturperiode beginnt am 1. Mai. Auch wenn bald eine neue Stadtregierung gebildet werden muss, hat dieses Thema derzeit verständlicherweise nicht die höchste Priorität.</p>



<p></p>
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		<title>Eine ungewöhnliche Wahl geht in die Verlängerung</title>
		<link>https://presstige.org/2020/03/eine-ungewoehnliche-wahl-geht-in-die-verlaengerung/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Thomas Koristka]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Mar 2020 15:50:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Eine erste Analyse des vergangenen Wahltags in Augsburg. Der erste Gewinner stand an diesem denkwürdigen Wahltag schon recht früh fest: unsere Demokratie.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/03/eine-ungewoehnliche-wahl-geht-in-die-verlaengerung/">Eine ungewöhnliche Wahl geht in die Verlängerung</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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<p><strong>Eine erste Analyse des vergangenen Wahltags in Augsburg.</strong></p>



<p>Der erste Gewinner stand an diesem denkwürdigen Wahltag schon recht früh fest: unsere Demokratie. Allen Unkenrufen zum Trotz haben sich viele Augsburgerinnen und Augsburger auch in Zeiten von Corona ihr Recht aufs Wählen nicht nehmen lassen und machten sich an einem wunderschönen Frühjahrssonntag an die Wahlurne auf. Entgegen vieler Erwartungen stieg die Wahlbeteiligung überraschenderweise sogar von 41,2 auf 45,3 Prozent. Sprunghaft gestiegen ist auch der Anteil der Briefwähler, der wohl bei etwa 22 Prozent liegt.</p>



<p><strong>Infektionsschutz im Wahllokal</strong></p>



<p>Seitens der Stadt und der betreffenden Behörden wurden einige Vorsorgemaßnahmen getroffen, um &#8220;<em>alle Wähler und Wahlhelfer bestmöglich vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen.</em>&#8221; So durfte man z.B. gerne einen eigenen Stift mit in die Wahlkabine nehmen, um indirekte Kontakte zu reduzieren. Zudem wurden Desinfektionsmittel bereitgestellt und großzügige Abstandsregeln befolgt. Wahllokale, die ursprünglich in Altenheimen untergebracht waren, wurden kurzfristig verlegt.</p>



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overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/B9t7vfGKW4u/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">A post shared by Stadt Augsburg (@stadtaugsburg)</a></p></div></blockquote><script async src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script>
</div></figure>



<p><strong>Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Platz</strong></p>



<p>Klare Gewinnerin der OB-Wahl ist Eva Weber. Die CSU-Kandidatin, die den scheidenden OB Kurt Gribl beerben möchte, schaffte es zwar nicht direkt im ersten Wahlgang wie Gribl 2014, holte aber dennoch ein sehr respektables Ergebnis von 43,1 Prozent und darf sich gute Chancen für die Stichwahl am 29. März ausrechnen. Bis im Laufe des Wahlabends ihre Kontrahentin oder ihr Kontrahent um die Stichwahl feststand, musste sich Weber eine Weile gedulden. Der bisherige SPD-Ordnungsreferent Dirk Wurm und die grüne Fraktionsvorsitzende Martina Wild lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen um den zweiten Platz, das Wurm am Ende mit 18,8 zu 18,5 Prozent denkbar knapp für sich entschied.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img decoding="async" width="1024" height="867" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Oberbürgermeisterwahl-2020-1024x867.png" alt="" class="wp-image-14059" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Oberbürgermeisterwahl-2020-1024x867.png 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Oberbürgermeisterwahl-2020-300x254.png 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Oberbürgermeisterwahl-2020-768x650.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Oberbürgermeisterwahl-2020-1536x1300.png 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Oberbürgermeisterwahl-2020-2048x1733.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>Vorläufiges Ergebnis der Oberbürgermeisterwahl 2020</strong><br>Daten: <a href="https://www.augsburg.de/fileadmin/user_upload/verwaltungswegweiser/buergeramt/wahlen/kommunalwahlen/2020/ob/index.html">Stadt Augsburg</a><br>© Thomas Koristka</figcaption></figure>



<p>Im Vergleich zur Stadtratswahl, bei der die SPD nach aktuellem Stand <em>(noch nicht komplett ausgezählt)</em> rund zehn Prozentpunkte abgeschlagen hinter den Grünen auf Platz drei liegt, konnte sich Dirk Wurm in seinem Wahlkampf offenbar gut profilieren. Der Einzug in die Stichwahl kann, trotz abermaliger Stimmenverluste seiner Partei, durchaus als Achtungserfolg gewertet werden. Nun kommt es in zwei Wochen zur Entscheidung zwischen der bisherigen Wirtschafts- und Finanzreferentin Weber und dem bisherigen Ordnungsreferenten Wurm. </p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Das vorläufige Endergebnis der heutigen OB-Wahl in <a href="https://twitter.com/hashtag/augsburg?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#augsburg</a> steht nun fest: Eva Weber (CSU)  geht mit 43,1 Prozent und Dirk Wurm (SPD) mit 18,8 Prozent in 14 Tagen in die <a href="https://twitter.com/hashtag/Stichwahl?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#Stichwahl</a> der <a href="https://twitter.com/hashtag/kommunalwahl2020?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#kommunalwahl2020</a>. Martina Wild (Grüne) 18,5 %. Die <a href="https://twitter.com/hashtag/wahlbeteiligung?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#wahlbeteiligung</a> liegt bei 45,3 Prozent.</p>&mdash; Stadt Augsburg (@stadtaugsburg) <a href="https://twitter.com/stadtaugsburg/status/1239283237417037824?ref_src=twsrc%5Etfw">March 15, 2020</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
</div></figure>



<p><strong>Stichwahl als reine Briefwahl</strong></p>



<p>Neben Augsburg kommt es auch in den meisten anderen bayerischen Großstädten zu Stichwahlen, darunter in München und Nürnberg. Wie Ministerpräsident Markus Söder bekannt gab, soll es am 29. März keine Wahllokale geben. Wegen der Gefahr durch das Coronavirus werde die Wahl als reine Briefwahl abgehalten, um die Risiken zu verringern.</p>



<p>Durch die massiven Einschränkungen des öffentlichen Lebens werden es laut Eva Weber &#8220;<em>keine zwei Stichwahlwochen werden, wie man sie aus den letzten Wahlen in Erinnerung hat.</em>&#8221; Einige politische Veranstaltungen wie u.a. auf dem abgesagten Gögginger Frühlingsfest können nicht stattfinden, ebenso wenig wie Haustürbesuche und Infostände. Man darf gespannt sein, wie sich die Wähler der übrigen Parteien unter diesen besonderen Umständen auf die beiden verbliebenen Bewerber um den OB-Posten verteilen werden.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/03/eine-ungewoehnliche-wahl-geht-in-die-verlaengerung/">Eine ungewöhnliche Wahl geht in die Verlängerung</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>So viele Bewerber wie noch nie: Ein Blick auf die Opposition in Augsburg</title>
		<link>https://presstige.org/2020/03/sonstige-parteien-und-vereinigungen/</link>
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		<dc:creator><![CDATA[Larissa Ischwang]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 14 Mar 2020 08:23:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Wir wollen euch einen Überblick über die Inhalte der unterschiedlichen Parteiprogramme geben.&#160;Dazu stellen wir euch alle Parteien vor, die für die Wahl zum*r Oberbürgermeister*in oder für den Stadtrat gelistet sind. Das sind die Antworten auf unsere Fragen über die Eckpfeiler...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/03/sonstige-parteien-und-vereinigungen/">So viele Bewerber wie noch nie: Ein Blick auf die Opposition in Augsburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[
<p>Wir wollen euch einen Überblick über die Inhalte der unterschiedlichen Parteiprogramme geben.&nbsp;Dazu stellen wir euch alle Parteien vor, die für die Wahl zum*r Oberbürgermeister*in oder für den Stadtrat gelistet sind.</p>



<p>Das sind die
Antworten auf unsere Fragen über die Eckpfeiler der Partei, die Themen ÖPNV und
Wohnungsmarkt und die Sicht auf ein „Augsburg der Zukunft“.</p>



<p>Die Parteien CSU, Bündnis 90/Die Grünen und die SPD wurden bereits die letzten Tage ausführlicher in unserer Themenwoche vorgestellt. Die Artikel findet ihr hier: <a href="http://presstige.org/2020/03/www-im-duell-um-den-ob-posten-im-gespraech-mit-dirk-wurm-spd/">SPD</a>, <a href="http://presstige.org/2020/03/www-im-duell-um-den-ob-posten-im-gespraech-mit-martina-wild-gruene/">Die Grünen</a>, <a href="http://presstige.org/2020/03/www-im-duell-um-den-ob-posten-im-gespraech-mit-eva-weber-csu/">CSU</a>.</p>



<p class="has-background has-very-light-gray-background-color"></p>



<figure class="wp-block-image"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="470" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Freie-Wähler-1024x470.png" alt="" class="wp-image-13992" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Freie-Wähler-1024x470.png 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Freie-Wähler-300x138.png 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Freie-Wähler-768x352.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Freie-Wähler.png 1417w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>©</strong> Freie Wähler Augsburg</figcaption></figure>



<h3 class="has-very-dark-gray-color has-text-color wp-block-heading">FREIE WÄHLER/FREIE WÄHLER Augsburg</h3>



<h6 class="wp-block-heading">FREIE WÄHLER Bayern/FREIE WÄHLER Augsburg e.V.</h6>



<p><strong>Kurz zusammengefasst:
Was sind die wichtigsten Eckpfeiler Ihres Wahlprogramms?</strong></p>



<p>Die Schulsanierung ist eines der wichtigsten Projekte
der nächsten Jahre. Denn nur mit gut ausgebildeten jungen Menschen können wir die
großen Themen in den Griff bekommen: Klimaschutz, Wohnen, neue
Verkehrskonzepte, stabile Wirtschaft. […] Wir [kämpfen] für einen kostenlosen
ÖPNV an Samstagen. […] Jeder, der sein Auto auf einen Park-and-Ride-Parkplatz
abstellt, [sollte] kostenlos in die Stadt fahren dürfen.</p>



<p><strong>Was wollen Sie
unternehmen, um das Leben für Studenten in Augsburg zu verbessern? Gerade im
Hinblick auf den Wohnungsmarkt und den ÖPNV.</strong></p>



<p>Wir brauchen dringend bezahlbaren Wohnraum – und […]
sehen dies als Aufgabe aller an. Der Stadt, den Kirchen […], Firmen und
Investoren. Wir fordern eine Sozial-Quote von 35% und setzen uns ein, dass die
WBG ausschließlich (!) sozialverträglichen Wohnraum errichtet.</p>



<p>Der ÖPNV ist zu teuer. […] Studenten […] sollten pro
Semester nicht mehr als 80€ für den ÖPNV bezahlen.</p>



<p><strong>Wie sieht für
Sie ein <em>Augsburg der Zukunft</em> aus?</strong></p>



<p>Augsburg wird eine der ersten klimaneutralen
Großstädte in Deutschland sein [&#8230;]. Wir sind [&#8230;] eine touristische
Attraktion und [sind] die familien-, studenten- und seniorenfreundlichste
Kommune in ganz Bayern. Die Voraussetzungen dafür haben wir allemal, jetzt geht
es darum, [&#8230;] eine Vision für Augsburg zu entwickeln. Dafür bedarf es weniger
Ideologie, sondern mehr gesunden Menschenverstand. [&#8230;]</p>



<p><strong>Beschreiben
Sie Ihre Partei/Bürgervereinigung/Ihren Verein mit drei schlagkräftigen Worten.</strong></p>



<p>Ideologiefrei. Anpacker. Aufsteiger.</p>



<p class="has-background has-very-light-gray-background-color"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="960" height="361" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/49619805_2230621610483060_9157365824103645184_o-1.png" alt="" class="wp-image-13999" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/49619805_2230621610483060_9157365824103645184_o-1.png 960w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/49619805_2230621610483060_9157365824103645184_o-1-300x113.png 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/49619805_2230621610483060_9157365824103645184_o-1-768x289.png 768w" sizes="(max-width: 960px) 100vw, 960px" /><figcaption><strong>©</strong> AfD KV Augsburg-Stadt</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">AfD</h3>



<h6 class="wp-block-heading">Alternative für Deutschland</h6>



<p><strong>Kurz zusammengefasst:
Was sind die wichtigsten Eckpfeiler Ihres Wahlprogramms?</strong></p>



<p>Unsere Eckpfeiler sind
der Erhalt unserer Betriebe (Senkung der Gewerbesteuer um 25%), Schutz des
Individualverkehrs (Autofahrer nicht weiter drangsalieren!), günstigen Wohnraum
schaffen (sozialer Wohnungsbau und Reaktivierung der Betriebswohnungen) und die
Stadt sicherer machen (erhöhte Präsenz Uniformierter an lokalen Brennpunkten).</p>



<p><strong>Was wollen Sie
unternehmen, um das Leben für Studenten in Augsburg zu verbessern? Gerade im
Hinblick auf den Wohnungsmarkt und den ÖPNV.</strong></p>



<p>Wir setzen auf
sozialen Wohnungsbau und einer Reaktivierung von Betriebswohnungen. Unser
Anliegen ist es vor allem Bürger mit niedrigem Einkommen – ganz gleich ob
Student, Azubi oder einfacher Arbeiter – die Möglichkeit auf eine bezahlbare
Wohnung zu bieten. Wir stellen uns gegen jede weitere Drangsalierung von
Autofahrern, sind aber offen für eine ÖPNV-Reform.</p>



<p><strong>Wie sieht für Sie ein <em>Augsburg
der Zukunft</em> aus?</strong></p>



<p>Es mag eine
langweilige Vision sein, aber dennoch ist sie eine erstrebenswerte: Das
Augsburg der Zukunft sieht für uns sicher, wohlhabend und friedlich aus.</p>



<p><strong>Beschreiben
Sie Ihre Partei/Bürgervereinigung/Ihren Verein mit drei schlagkräftigen Worten.</strong></p>



<p>Mutig, freiheitlich,
patriotisch.</p>



<p class="has-background has-very-light-gray-background-color"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="458" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/FDP-AUX_CMG-1024x458.png" alt="" class="wp-image-14000" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/FDP-AUX_CMG-1024x458.png 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/FDP-AUX_CMG-300x134.png 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/FDP-AUX_CMG-768x343.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/FDP-AUX_CMG-1536x687.png 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/FDP-AUX_CMG.png 1671w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>©</strong> FDP Augsburg</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">FDP</h3>



<h6 class="wp-block-heading">Freie Demokratische Partei</h6>



<p><strong>Kurz
zusammengefasst: Was sind die wichtigsten Eckpfeiler Ihres Wahlprogramms?</strong></p>



<p>Unsere Schwerpunkte sind
Mobilität, Wohnen, Bildung und solide Finanzen.</p>



<p><strong>Was
wollen Sie unternehmen, um das Leben für Studenten in Augsburg zu verbessern?
Gerade im Hinblick auf den Wohnungsmarkt und den ÖPNV.</strong></p>



<p>[…] Wir wollen Hürden für neuen
Wohnraum beseitigen, damit Eigentümer Häuser aufstocken und ausbauen können und
Neubauprojekte schneller genehmigt werden. Der Gesamtverkehrsplan gehört
dringend aktualisiert […]. Dabei wollen wir Radfahren und den ÖPNV zu einer
echten Alternative machen, ohne das Autofahren zu verteufeln. Das seit 2016 vorliegende
Realisierungskonzept zur Fahrradstadt, das die schwarz-rot-grüne
Rathauskoalition bisher ignoriert hat, wollen wir endlich umsetzen. Deswegen
unterstützen wir auch den Radentscheid.</p>



<p><strong>Wie
sieht für Sie ein <em>Augsburg der Zukunft</em>
aus?</strong><strong></strong></p>



<p>Augsburg wird eine Stadt sein, in
der es für alle Menschen und alle Geldbeutel genügend Wohnraum und gute
Arbeitsplätze gibt. Die Stadt wird ihre Finanzen in Ordnung gebracht haben und
kann es sich leisten, Straßen, Schulen und Sportanlagen in Schuss zu halten.
Wir werden attraktive, gut an den ÖPNV angebundene Stadtviertel haben […]. Sie
verfügen über eine ausgewogene Mischung aus Wohnen, Gewerbe und
Einkaufsmöglichkeiten und sind mit Grünflächen, Sport-, Bildungs- und
Kultureinrichtungen ausgestattet.</p>



<p><strong>Beschreiben
Sie Ihre Partei/Bürgervereinigung/Ihren Verein mit drei schlagkräftigen Worten.</strong></p>



<p>Optimismus, Chancengerechtigkeit, Selbstbestimmung</p>



<p class="has-background has-very-light-gray-background-color"></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/pro_augsburg_logo_sticky_retina.png" alt="" class="wp-image-14001" width="593" height="271"/><figcaption><strong>©</strong> Pro Augsburg</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">PRO AUGSBURG</h3>



<h6 class="wp-block-heading">PRO AUGSBURG e.V.</h6>



<p><strong>Kurz zusammengefasst:
Was sind die wichtigsten Eckpfeiler Ihres Wahlprogramms?</strong></p>



<p>Wenn
die Wirtschaft floriert, geht es auch den Bürgern gut. Ein Kernthema von PRO
AUGSBURG ist deshalb das Unternehmertum. Da für Unternehmer die Gewerbesteuer
ein ausschlaggebender Faktor ist, sollte der Hebesatz dringend gesenkt werden.
Für mehr Bürgerfreundlichkeit setzen wir uns für eine Digitalisierung der
Verwaltung ein, damit Behördengänge auch online erledigt werden können.</p>



<p><strong>Was wollen Sie
unternehmen, um das Leben für Studenten in Augsburg zu verbessern? Gerade im
Hinblick auf den Wohnungsmarkt und den ÖPNV.</strong></p>



<p>Wichtig ist zuallererst,
dass genügend Wohnraum verfügbar ist. Denn Knappheit sorgt bei steigender
Nachfrage automatisch für höhere Preise. Die Maxime bei Verkehr ist, bei der
Planung und Umgestaltung von Verkehrsräumen alle Verkehrsteilnehmer
einzubeziehen. Beim ÖPNV setzen wir uns für einen weiteren Ausbau und ein
echtes 365-EUR-Ticket ein.</p>



<p><strong>Wie sieht für Sie ein <em>Augsburg
der Zukunft</em> aus?</strong></p>



<p>Augsburg der Zukunft
stelle ich mir als lebenswerte Stadt vor. Das ist sie dann, wenn sich die
Menschen überall wohlfühlen. Eine kontinuierliche Förderung kultureller
Angebote für alle Zielgruppen und gut erreichbare Kultureinrichtungen erhöhen
ebenfalls die Lebensqualität. Gepflegte Grünanlagen sowie attraktive
Aufenthaltsflächen, auch im urbanen Raum, tragen ebenso zu einem Wohlfühlklima
bei.</p>



<p><strong>Beschreiben
Sie Ihre Partei/Bürgervereinigung/Ihren Verein mit drei schlagkräftigen Worten.</strong></p>



<p>Bürger machen Politik</p>



<p class="has-background has-very-light-gray-background-color"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="600" height="220" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Kreisverband_Augsburg_logo_bg_eca78eda5f.png" alt="" class="wp-image-14002" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Kreisverband_Augsburg_logo_bg_eca78eda5f.png 600w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Kreisverband_Augsburg_logo_bg_eca78eda5f-300x110.png 300w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /><figcaption> <strong>©</strong> Die LINKE Bayern &#8211; Augsburg</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">DIE LINKE</h3>



<h6 class="wp-block-heading">DIE LINKE</h6>



<p><strong>Kurz
zusammengefasst: Was sind die wichtigsten Eckpfeiler Ihres Wahlprogramms?</strong></p>



<p>Wir verbinden alle politischen
Bereiche mit der sozialen Frage. Wir streiten für ein soziales Augsburg, damit
sich die Menschen das Leben in unserer schönen Stadt auch noch leisten können.
Linke Kommunalpolitik heißt, für die sozialen Interessen aller Menschen, für
nachhaltige Entwicklung und demokratische Teilhabe einzutreten!</p>



<p><strong>Was
wollen Sie unternehmen, um das Leben für Studenten in Augsburg zu verbessern?
Gerade im Hinblick auf den Wohnungsmarkt und den ÖPNV.</strong></p>



<p>Bei den Mietsteigerungen liegt
Augsburg bundesweit mit an der Spitze. Luxus-Apartments für einige wenige
Studierende können nicht das Ziel sein. Es braucht Wohnraum für alle! […] Wir
sagen: Diese Stadt gehört allen. Daher fordern wir kostenlosen öffentlichen
Nahverkehr für alle und eine bessere Anbindung der Stadtteile an Bus und Tram.
Damit z.B. auch endlich alle mit den Öffis zur Uni und Arbeit kommen.</p>



<p><strong>Wie
sieht für Sie ein <em>Augsburg der Zukunft</em>
aus?</strong></p>



<p>Aktuell ist Augsburg die ärmste Stadt
Bayerns. Es regiert eine „ganz große Koalition“ aus CSU, SPD und GRÜNEN. Diese
Regierung ist nicht in der Lage, die Probleme unserer Stadt zu lösen. Unser
Ziel ist, dass Augsburg von der ärmsten Stadt zur sozialsten und ökologischsten
Stadt wird.</p>



<p><strong>Beschreiben
Sie Ihre Partei/Bürgervereinigung/Ihren Verein mit drei schlagkräftigen Worten.</strong></p>



<p>Sozial. Ökologisch. Gerecht</p>



<p class="has-background has-very-light-gray-background-color"></p>



<figure class="wp-block-image size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/1200px-ÖDP-Logo.svg-1024x616.png" alt="" class="wp-image-14003" width="592" height="355" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/1200px-ÖDP-Logo.svg-1024x616.png 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/1200px-ÖDP-Logo.svg-300x181.png 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/1200px-ÖDP-Logo.svg-768x462.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/1200px-ÖDP-Logo.svg.png 1200w" sizes="(max-width: 592px) 100vw, 592px" /><figcaption><strong>©</strong> ödp</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">ÖDP</h3>



<h6 class="wp-block-heading">Ökologisch-Demokratische Partei</h6>



<p><strong>Kurz zusammengefasst:
Was sind die wichtigsten Eckpfeiler Ihres Wahlprogramms?</strong></p>



<p>Wir müssen Alles unternehmen, um den
Klimawandel zu stoppen. D.h. wir brauchen auch auf der kommunalen Ebene die
Energiewende, die Verkehrswende und die Baumoffensive, also auch im gesamten
Stadtgebiet. Dabei muss die Stadt mit gutem Beispiel vorangehen und sämtliche
Liegenschaften überarbeiten. Wir unterstützen deshalb auch das Rad Begehren.</p>



<p><strong>Was wollen Sie
unternehmen, um das Leben für Studenten in Augsburg zu verbessern? Gerade im
Hinblick auf den Wohnungsmarkt und den ÖPNV.</strong></p>



<p>Die Stadt Augsburg muss Geld in die Hand
nehmen um über die städtische Wohnbaugesellschaft studierendengeeignete
Wohnungen zu bauen. Dasselbe gilt für den öffentlichen Nahverkehr: Das
bestehende Semester-Ticket endet an der 20er Zonengrenze. Diejenigen
Studierenden, die den günstigeren Wohnraum im Landkreis nutzen, sind damit
wieder auf reguläre teurere Tickets angewiesen<strong><em>. </em></strong><em></em></p>



<p><strong>Wie sieht für Sie ein <em>Augsburg
der Zukunft</em> aus?</strong></p>



<p>Wir sehen Bäume in den Steinwüsten der
Innenstadt, da wo jetzt KFZ-Parkplätze liegen. Wir wollen Rad- und Fußwege
sowie den öffentlichen Nahverkehr im Vorrang vor dem motorisierten
Individualverkehr. Das Tarifgefüge und die Taktung beim ÖPNV ist so attraktiv,
dass die Augsbürger ihre Autos freiwillig abschaffen.</p>



<p><strong>Beschreiben
Sie Ihre Partei/Bürgervereinigung/Ihren Verein mit drei schlagkräftigen Worten.</strong></p>



<p>gemeinwohlorientiert,
ökologisch, konsequent</p>



<p class="has-background has-very-light-gray-background-color"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="222" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/politwg_dib_logo-1024x222.jpg" alt="" class="wp-image-14004" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/politwg_dib_logo-1024x222.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/politwg_dib_logo-300x65.jpg 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/politwg_dib_logo-768x167.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/politwg_dib_logo-1536x334.jpg 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/politwg_dib_logo.jpg 1795w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>©</strong> Polit-WG*DiB</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Polit-WG/DiB</h3>



<h6 class="wp-block-heading">Polit-WG e.V./DEMOKRATIE IN BEWEGUNG</h6>



<p><strong>Kurz
zusammengefasst: Was sind die wichtigsten Eckpfeiler Ihres Wahlprogramms?</strong></p>



<p>Wir setzen uns im Stadtrat weiterhin dafür ein, dass
die Lokalpolitik aus den Hinterzimmern geholt wird. Lösungen sollen im Stadtrat
über Parteigrenzen hinweg gefunden werden. Wir stehen für Mobilitätsteilhabe
unabhängig vom Einkommen, sozialverträglichen Klimaschutz und solidarische
Werte ohne Ausgrenzung.</p>



<p><strong>Was
wollen Sie unternehmen, um das Leben für Studenten in Augsburg zu verbessern?
Gerade im Hinblick auf den Wohnungsmarkt und den ÖPNV.</strong></p>



<p>Es bedarf einer sozialen Grundstücks- und
Bodenpolitik, statt Investoren das Feld zu überlassen. Förderung von
gemeinschaftlichem Wohnen durch Konzeptvergabe bei Grundstücken statt
Höchstgebotvergabe; Wohnbaugenossenschaften und die städtische WBG stärker
unterstützen.<strong> </strong>Das
Satzungsvorkaufsrecht der Kommunen konsequenter anwenden. Klimaschonende
Mobilität (ÖPNV, Fahrrad und Fußgänger) braucht Vorrang, bessere Taktung und
Schnellbuslinien im ÖPNV.<strong></strong></p>



<p><strong>Wie
sieht für Sie ein <em>Augsburg der Zukunft</em>
aus?</strong></p>



<ul class="wp-block-list"><li>Miet- und Meeresspiegel senken!</li><li>Update statt Nummern ziehen – mehr Verwaltungsanträge digital ermöglichen!</li><li>Parkbank und Spielplatz statt Parkplatz und Spielbank!</li><li>Schuhsohlen statt Breitreifen – Fußgängerstadt 2030!</li><li>Kommunale Knete für freie Kunst, Kultur und Klamauk!</li><li>Rassismus, Sexismus und Diskriminierung sind Scheiße!</li></ul>



<p><strong>Beschreiben
Sie Ihre Partei/Bürgervereinigung/Ihren Verein mit drei schlagkräftigen Worten.</strong></p>



<p>Ideenreich, progressiv und sachorientiert</p>



<p class="has-background has-very-light-gray-background-color"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="696" height="96" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Logo-Icon-Schriftzug.png" alt="" class="wp-image-14005" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Logo-Icon-Schriftzug.png 696w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Logo-Icon-Schriftzug-300x41.png 300w" sizes="(max-width: 696px) 100vw, 696px" /><figcaption><strong>©</strong> Augsburg in Bürgerhand</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Augsburg in Bürgerhand</h3>



<h6 class="wp-block-heading">Augsburg in Bürgerhand e.V.</h6>



<p><strong>Kurz zusammengefasst: Was sind die wichtigsten
Eckpfeiler Ihres Wahlprogramms?</strong></p>



<p>Wir wollen die Stadt und deren Entwicklung in die
Hände der Bürger legen, die Tradition und die vielfältigen Ressourcen […] stärken, die
Spannungen zwischen Bevölkerungsgruppen abbauen, die Geheimniskrämerei in
Politik und Verwaltung beenden […], die stärkere Beteiligung der Bevölkerung an
kommunalen Entscheidungsprozessen durchsetzen, die Mittelverschwendung reduzieren, eine Politik auch
für ärmere, weniger gut vertretene Bürger durchsetzbar machen. […]</p>



<p><strong>Was wollen Sie unternehmen, um das Leben für Studenten
in Augsburg zu verbessern? Gerade im Hinblick auf den Wohnungsmarkt und den
ÖPNV.</strong></p>



<p>[…] Wir haben aktuell ein Bürgerbegehren gestartet mit dem
Ziel, bezahlbaren Wohnraum zu verwirklichen und die Wohnbevölkerung gegen
Immobilienspekulation und Gentrifizierung zu schützen. […] Kommunales Bauland
soll nur im Erbbaurecht vergeben werden. Mit Konzeptvorgabe können dann soziale
Wohnprojekte auf den Weg gebracht werden. […] Im ÖPNV streben wir
Kostenfreiheit als Teil der Verkehrswende an. Als erster Schritt soll ein 365,-
Euro Jahresticket eingeführt und die Zeittickets auf den ganzen Tag
ausgedehnt werden. Für Semestertickets fordern wir die Ausweitung des Gültigkeitsbereichs
auf den gesamten AVV.</p>



<p><strong>Wie sieht für Sie ein <em>Augsburg der Zukunft</em> aus?</strong></p>



<p>[…] Die Innenstadt ist autofrei, hat
durchgängige Grünzüge, der Radwegausbau verdient die Bezeichnung &#8220;Fahrradstadt&#8221; und
der öffentliche Nahverkehr ist kostenlos. […] Wasser und Energie, […] haben wir vor Privatisierungen bewahrt und die
Stadtwerke rekommunalisiert. […] Doch das sind nur einige Aspekte des zukünftigen
Augsburgs. Es hat sich ein Geist entwickelt, gemeinsam eine solidarische Stadt
zu verwirklichen.</p>



<p><strong>Beschreiben
Sie Ihre Partei/Bürgervereinigung/Ihren Verein mit drei schlagkräftigen Worten.</strong></p>



<p>Wir sind keine Partei sondern ein Verein, in dem sich
viele Aktive aus Bürgerinitiativen und basisbewegten Projekten engagieren. Ihre
Visionen und Erfahrungen fließen in unsere Bewegung ein.</p>



<p class="has-background has-very-light-gray-background-color"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="283" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/genaux-logo-1024x283.png" alt="" class="wp-image-14011" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/genaux-logo-1024x283.png 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/genaux-logo-300x83.png 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/genaux-logo-768x213.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/genaux-logo.png 1055w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>© </strong> Generation AUX</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Generation AUX</h3>



<h6 class="wp-block-heading">Generation AUX e.V.</h6>



<p><strong>Kurz
zusammengefasst:&nbsp; Was sind die wichtigsten Eckpfeiler Ihres Wahlprogramms?</strong></p>



<p>Wir arbeiten nicht mit
einem klassischen Wahlprogramm, sondern mit konkreten Projekten, inklusive
Zeitschiene und Umsetzungsschritte. Uns ist es wichtig, nicht nur Forderungen
und Wünsche zu formulieren, sondern konkret zu sagen, was aus unserer Sicht funktioniert
und was nicht. Der Rahmen dieser Projekte ist unsere AugsburgVision 2026 mit
den Schwerpunkten Kultur, Mobilität, Innenstadt und Wohnen </p>



<p><strong>Was wollen Sie unternehmen, um das Leben für Studenten
in Augsburg zu verbessern? Gerade im Hinblick auf den Wohnungsmarkt und den
ÖPNV.</strong></p>



<p>Beim Thema „Wohnen“ haben wir mit den Stelzendörfer
ein ganz konkretes Projekt entwickelt. Dabei möchten wir über städtischen
Parkplätzen wie der Sportanlage Süd oder dem Spickelbad, also in unmittelbarer
nähe zu Uni und Hochschule in Stelzenbaukonstruktion 200 Wohnungen -gerade auch
für Studenten- schaffen. In die Planung sollen Hochschule und Uni einbezogen
werden. Beim ÖPNV setzen wir vor allem auf die bessere Erreichbarkeit des
Ziels, auch Nachts. Beispielsweise durch den Einsatz des ShareTaxi Augsburg.</p>



<p><strong>Wie sieht für Sie ein <em>Augsburg
der Zukunft</em> aus?</strong></p>



<p>Das Augsburg der
Zukunft ist eine weltoffene, digitalisierte und innovative Stadt, die es sich
traut neue Dinge zu beginnen und gesellschaftlichen oder urbanen
Herausforderungen mit innovativen und mutigen Ansätzen zu lösen. &nbsp;Start
Up’s und social entrepreneurs sollen in diese Entwicklungen federführend mit
eingebunden werden.</p>



<p><strong>Beschreiben Sie Ihre Partei/Bürgervereinigung/Ihren Verein</strong> <strong> mit drei schlagkräftigen Worten.</strong></p>



<p>Jung, Innovativ, Mutig</p>



<p class="has-background has-very-light-gray-background-color"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="1024" height="364" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Die-Partei-Augsburg-Logo-1024x364.png" alt="" class="wp-image-14006" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Die-Partei-Augsburg-Logo-1024x364.png 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Die-Partei-Augsburg-Logo-300x107.png 300w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Die-Partei-Augsburg-Logo-768x273.png 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Die-Partei-Augsburg-Logo-1536x546.png 1536w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Die-Partei-Augsburg-Logo-2048x728.png 2048w" sizes="(max-width: 1024px) 100vw, 1024px" /><figcaption><strong>©</strong> Die PARTEI Augsburg</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">Die PARTEI</h3>



<h6 class="wp-block-heading">Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Elite</h6>



<p><strong>Kurz zusammengefasst: Was sind die
wichtigsten Eckpfeiler Ihres Wahlprogramms?</strong></p>



<p>Wir wollen die Stadt Augsburg für jedermann interessanter und schöner machen, weswegen unser Wahlprogramm nicht nur junge Leute, sondern auch Letztwähler ansprechen soll in dem wir z.B. Ampelschaltungen in der Grünphase verlängern wollen. […] Der Verkehr ist auf Autos ausgelegt und keiner denkt an […] andere Möglichkeiten des Transportes […] (Hooverboards, Bier-bike und Heißluftballon). […]  </p>



<p><strong>Was wollen Sie unternehmen, um das
Leben für Studenten in Augsburg zu verbessern? Gerade im Hinblick auf den
Wohnungsmarkt und den ÖPNV.</strong></p>



<p>Hier haben wir denkbar einfache sowie pragmatische Ansätze: Wir
erweitern die Fuggerei auf das ganze Stadtgebiet und können somit die maximale
Jahresmiete auf einen Rheinischen Gulden (0,88 Cent) beschränken. […] In Bezug
auf den ÖPNV fordern u.a. die SPD ein 365 Euroticket. Wir bieten auch hier
billigste Politik für Schwaben und fordern das 364 Euroticket. […]</p>



<p><strong>Wie sieht für Sie ein <em>Augsburg
der Zukunft</em> aus?</strong></p>



<p>Royal natürlich, nicht umsonst schicken wir eine
Oberbürgermeisterin mit dem Namen McQueen in das Rennen. […] Da das Ziel
Fahrradstadt2020 um Längen verfehlt worden ist gehen wir bereits einen Schritt
weiter und fordern die E-Scooter-City 2021. Zudem wollen wir die Stadt
freundlicher machen und überlegen bereits jetzt eine Extra-Grantel-Steuer für
besonders muhagglige MitbürgerX einzuführen. […]</p>



<p><strong>Beschreiben
Sie Ihre Partei/Bürgervereinigung/Ihren Verein mit drei </strong><em>(ich mach hier mal
drei-vier draus) </em><strong>schlagkräftigen
Worten.</strong></p>



<p>Sie ist sehr gut!</p>



<p class="has-background has-very-light-gray-background-color"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="707" height="236" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/v-partei-schrift-logo.png" alt="" class="wp-image-14007" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/v-partei-schrift-logo.png 707w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/v-partei-schrift-logo-300x100.png 300w" sizes="(max-width: 707px) 100vw, 707px" /><figcaption><strong>©</strong> V-Partei</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading"><strong>V-Partei³</strong></h3>



<h6 class="wp-block-heading"> V-Partei³ &#8211; Partei für Veränderung, Vegetarier und Veganer </h6>



<p><strong>Kurz zusammengefasst:
Was sind die wichtigsten Eckpfeiler Ihres Wahlprogramms?</strong></p>



<p>Mit der Klimaoffensive
wollen wir spürbare Veränderungen erzielen. Das beginnt beispielhaft beim
kostenlosen ÖPNV, für den die Stadtwerke als Eigenbetrieb zurückgeholt werden
[…] müssen. Das geht über pflanzlich-vollwertige und damit CO2-reduzierte
Biolebensmittel in öffentlichen Einrichtungen und endet beim Ausstieg der
Stadtwerke aus Kohlestrom, bei der Realisierung der Fahrradstadt oder bei der
Einführung eines Nachhaltigkeitslabels.</p>



<p><strong>Was wollen Sie
unternehmen, um das Leben für Studenten in Augsburg zu verbessern? Gerade im
Hinblick auf den Wohnungsmarkt und den ÖPNV.</strong></p>



<p>Der kostenlose ÖPNV
kommt natürlich auch den Student*innen zugute. Hinsichtlich Wohnen ist uns die
Problematik auf dem freien Wohnungsmarkt bekannt. […] Unter Umständen kann hier
ein Ersatzbau helfen, der, ohne viel Fläche zu versiegeln, in die Höhe geht.
Bestehende Grünflächen wollen wir aus Umweltschutzgründen nicht weiter
versiegeln, es geht uns auch um die Aufenthaltsqualität […].</p>



<p><strong>Wie sieht für Sie ein <em>Augsburg
der Zukunft</em> aus?</strong></p>



<p>Wir sehen es sehr
kritisch, wenn andere Parteien auf &#8220;bauen, bauen, bauen&#8221; […] setzen.
[…] Von einem Verkehrsinfarkt sind wir nicht weit entfernt, was die
Aufenthaltsqualität […] reduziert. Auch die Versorgung mit dem bisher guten
Trinkwasser wollen wir mit mehr Menschen nicht gefährden. Durch dringende
Veränderungen in der Politik hat Augsburg die Chance, sich zur Umweltstadt Nr.1
zu entwickeln.</p>



<p><strong>Beschreiben
Sie Ihre Partei/Bürgervereinigung/Ihren Verein mit drei schlagkräftigen Worten.</strong></p>



<p>Veränderung,
Verantwortung, Vernunft.</p>



<p class="has-background has-very-light-gray-background-color"></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="270" height="270" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/WSA-Logo-neu.jpg" alt="" class="wp-image-14009" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/WSA-Logo-neu.jpg 270w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/WSA-Logo-neu-150x150.jpg 150w" sizes="(max-width: 270px) 100vw, 270px" /><figcaption><strong>©</strong> Augsburg &#8211; WSA</figcaption></figure>



<h3 class="wp-block-heading">WSA</h3>



<h6 class="wp-block-heading">WSA e.V.</h6>



<p><strong>Kurz zusammengefasst: Was sind die
wichtigsten Eckpfeiler Ihres Wahlprogramms?</strong></p>



<p>Unsere TOP 5-Themen: Mehr Bürgerbeteiligung und echte Transparenz,
preiswerte Mieten, solide Finanzpolitik, Gesamtverkehrskonzept, mehr
Sicherheit.</p>



<p><strong>Was wollen Sie unternehmen, um das
Leben für Studenten in Augsburg zu verbessern? Gerade im Hinblick auf den
Wohnungsmarkt und den ÖPNV.</strong></p>



<p>[…] Neben der Abschaffung des Mietspiegels sowie Senkung der
Grundsteuer auf das Durchschnittsniveau vergleichbarer Städte kann die Lösung
nur lauten: Bauen, bauen, bauen &#8230; Das Angebot muss der Nachfrage angepasst
werden – dazu gehört [die] Unterstützung von bauwilligen Investoren sowie eine
verstärkte Nachverdichtung bestehenden Wohnraums. […] Wir fordern seit 2016 ein
365-Euro-Ticket als ersten Schritt von vielen, die in einem kostenlosen ÖPNV
münden sollen. Es gilt, die […] kostenfreie City-Zone immer weiter auszudehnen.
Als Umweltstadt sollten wir uns beim Freistaat […] als Pilotstadt für einen
komplett freien ÖPNV einsetzen.</p>



<p><strong>Wie sieht für Sie ein <em>Augsburg der Zukunft</em> aus?</strong></p>



<p>Bunt, vielfältig und innovativ. Es muss für Unternehmen attraktiv
bleiben. Dafür braucht es gute Rahmenbedingungen sowie Nachwuchsfachkräfte.
Daher müssen die Investitionen in Schulen ungemindert weitergehen. Darüber
hinaus wird die Digitalisierung unserer Bildungseinrichtungen eine große &#8211; auch
finanzielle &#8211; Herausforderung sein. Schließlich werden wir weiter daran arbeiten
müssen, für alle Kinder und Jugendliche eine bestmögliche Chancengleichheit in
unserem Bildungssystem zu schaffen. […]</p>



<p><strong>Beschreiben
Sie Ihre Partei/Bürgervereinigung/Ihren Verein mit drei schlagkräftigen Worten.</strong></p>



<p>Bürgernah, Kompetenz und Vielfalt.</p>



<p class="has-background has-very-light-gray-background-color"></p>



<p class="has-small-font-size">Wir geben keine Gewähr auf die Richtigkeit der Antworten. Die Parteien und Vereinigungen sind für die Inhalte selbst verantwortlich. Die Reihenfolge der Bewerber entspricht dem offiziellen Stimmzettel.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/03/sonstige-parteien-und-vereinigungen/">So viele Bewerber wie noch nie: Ein Blick auf die Opposition in Augsburg</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>WWW im Duell um den OB-Posten: Im Gespräch mit Eva Weber (CSU)</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Lara Reile]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Mar 2020 08:02:32 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>An einem stürmischen Vormittag auf dem Rathausplatz empfangen uns Richard Goerlich, bisher Pressesprecher der Stadt Augsburg und nun Wahlkampfmanager, und die Frau, die das freiwerdende Amt des Oberbürgermeisters gerne übernehmen möchte: Eva Weber, aktuell Wirtschafts- und Finanzreferentin sowie zweite Bürgermeisterin.</p>
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<p>An einem stürmischen Vormittag auf dem Rathausplatz empfangen uns Richard Goerlich, bisher Pressesprecher der Stadt Augsburg und nun Wahlkampfmanager, und die Frau, die das freiwerdende Amt des Oberbürgermeisters gerne übernehmen möchte: Eva Weber, aktuell Wirtschafts- und Finanzreferentin sowie zweite Bürgermeisterin, geht für die CSU ins Rennen und möchte die letzte große Hochburg der Christsozialen verteidigen. Nach einer freundlichen Begrüßung geht es rund 250 Meter die Maximilianstraße in Richtung Süden entlang. In einem ehemaligen Bastelgeschäft wurde Anfang Februar das &#8220;Camp Eva&#8221; eröffnet, die offizielle Wahlkampfzentrale des &#8220;Team Eva&#8221;.</p>



<p><strong>Frau Weber, Sie haben die Chance, in die Fußstapfen von Kurt Gribl zu treten, der in seinen beiden Amtszeiten zweifelsohne vieles in Augsburg bewegt hat. In Ihrem Wahlprogramm sprechen Sie von einer Dynamik, dem sogenannten „Augsburg-Spirit“ – was beinhaltet dieser und wie möchten Sie ihn weiterführen?</strong></p>



<p>Weber: Den Spirit <em>spüren</em> wir glaube ich vor allem alle. Ich habe 1996 hier angefangen zu studieren und die Stadt von damals ist mit der Stadt heute nicht zu vergleichen. Das, was in den letzten Jahren geschafft worden ist, wie zum Beispiel der Innovationspark, der Ausbau von Uni und Hochschule, das Uniklinikum und das Staatstheater, sind alles Bausteine, die Großstadt und urbanes Leben ausmachen und die einfach ein Gefühl in der Stadt hinterlassen – das ist der „Augsburg-Spirit“.</p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/DSC_0383-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-14448" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/DSC_0383-683x1024.jpg 683w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/DSC_0383-200x300.jpg 200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/DSC_0383-768x1151.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/DSC_0383-1025x1536.jpg 1025w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/DSC_0383-1367x2048.jpg 1367w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/05/DSC_0383-scaled.jpg 1708w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption>© Balthasar Zehetmair</figcaption></figure>



<p><strong>Nun möchten wir gerne etwas spezifischer auf einzelne Themenbereiche eingehen. Beginnen wir mit dem Thema Wohnen. Wie wollen Sie einen Kompromiss aus mehr Bauen (Stichwort Wohnraumoffensive) und mehr Umweltschutz (Flächenfraß) finden?</strong></p>



<p>Weber: Augsburg hat schon in den vergangenen Jahren Innenentwicklung vor Außenentwicklung gestellt. Wir hatten ja das große Glück, mit den Konversionsflächen viel machen zu können. Und bei der grundsätzlichen Aussage, dass natürlich erstmal im Innenraum oder da, wo schon gebaut ist, nachverdichtet werden muss, bevor außen irgendwelche zusätzlichen Flächen dazukommen, dabei bleibt es auch. Ausnahme ist unser neues Gebiet Haunstetten-Südwest, das kürzlich vorgestellt worden ist. Der Rahmenplan hierfür sieht 50 Prozent Grünflächen vor. Es ist ja nicht so, dass da 200 Hektar eng an eng zugebaut werden, sondern 50 Prozent sind Wasserläufe, Parks und Ähnliches mehr. Und so glaube ich, kann qualitativ hochwertiges Wohnen auch entstehen. Aber qualitativ hochwertig heißt nicht preislich hochwertig. Wir haben jetzt schon Grundstücke für unsere Wohnungsbaugesellschaft in dem Gebiet gesichert und wir werden dort auch versuchen, mit Konzeptvorgaben soziale Aspekte des Wohnens unterzubringen. Zum Beispiel auch, indem wir Grundstücksflächen für Genossenschaften anbieten. Und studentisches Wohnen wird auch ein Thema sein.</p>



<p><strong>Da würden wir gleich mal einhaken: Gerade die Suche nach bezahlbarem Wohnraum ist für Studenten ein großes Thema. Welche konkreten Maßnahmen möchten Sie ergreifen, damit sich auch Studenten in Zukunft noch Wohnen in Augsburg leisten können?</strong></p>



<p>Weber: Naja, beim Wohnen geht es ja auch darum, dass wir natürlich auch ein Angebot brauchen, damit man überhaupt eine Wohnung findet. Momentan ist das Angebot knapp, weswegen die Preise nach oben gegangen sind zusätzlich zu dem, dass die Baupreise an sich, also die Erstellungskosten, auch relativ hoch sind und dementsprechend sich die Mietpreise ableiten. Insofern wird sich natürlich, wenn auch mehr gebaut wird, auch eine Entspannung für die Studierenden ergeben. Wir haben jetzt bereits Baugenehmigungen für ungefähr 3.000 Wohneinheiten in petto, das sind statistisch rund 7.000 Personen, die dort dann wohnen können. Daran sieht man schon, dass in den letzten Jahren dieser Stau aufgelöst worden ist. Ein Bebauungsplan braucht einfach mal ein bisschen, bis er vom Stadtrat auch wirklich beschlossen wird, da auch entsprechend lange Planungsschritte dabei sind.</p>



<p>Aber wir haben zum Beispiel im Wahlprogramm ein Projekt drin, das heißt „Wohnen für Hilfe“ und das gibt es bereits in München. Hier unterstützt man insbesondere älteren Damen und Herren, die alleine und teilweise auch in großen Wohneinheiten wohnen und manchmal etwas Hilfe im Alltag brauchen, wie zum Beispiel beim Einkaufen, beim Rasenmähen, beim Baumzuschneiden, beim Hausgangputz oder Ähnlichem. Studierende ziehen dann dort ein – kostengünstig oder umsonst – und im Gegenzug geben sie Hilfestellungen, indem dem älteren Eigentümer oder Mieter dann geholfen wird, das Leben zu bewerkstelligen.</p>



<p><strong>Und wie konkret sehen in Augsburg die Pläne dafür schon aus?</strong></p>



<p>Weber: Wir sind im Wahlkampf (lacht). Im Wahlkampf muss man erstmal auch Ideen entwickeln. Aber meine Kontakte zur Universität, zur Hochschule oder auch zum Studentenwerk sind gut. Ich glaube, dass man dadurch, dass man sich kennt und einen engen Draht hat, relativ schnell ein gemeinsames Projekt auf den Weg bringen kann.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>„Mobilität ist eine Daueraufgabe, die nie abgeschlossen sein wird.&#8221;</strong></p></blockquote>



<p><strong>Kommen wir zum Thema Mobilität. Das Ziel „Fahrradstadt 2020“ wurde bekanntlich verfehlt. Woran lag das und wie soll das in Zukunft verbessert werden?</strong></p>



<p>Weber: Dass die Radfahrerinnen und Radfahrer sich mehr wünschen, kann ich total verstehen. Und dass mit einem Radbegehren nochmal versucht wird, Druck zu machen auf die Politik, kann ich auch verstehen, da sie sich einfach mehr erhofft hatten. Ich finde trotzdem, man muss sich genauer anschauen, wie diese Zahlen (Anteil des Radverkehrs 19,4 % statt 25 %; Anm. d. Red.) zustande kommen. Die 19,4 % sind ja aufgesplittet in verschiedene Kilometerdistanzen. Im niedrigen Bereich haben wir einen Radverkehrsanteil von rund 28 %. Und das sind ja die normalen Distanzen, die man mit dem Fahrrad fährt. Diejenigen, die bis an die 10 Kilometer einfach jeden Tag mit dem Fahrrad fahren, die müssen noch mehr werden. Dadurch entsteht der Mittelwert von 19,4 %.</p>



<p>Mobilität ist eine Daueraufgabe, die nie abgeschlossen sein wird. Das Thema Fahrradfahren wird nie abgeschlossen sein, ebenso wie die Weiterentwicklung des ÖPNV. Ich glaube, dass sich die Mobilität in den nächsten Jahren ganz wesentlich verändern wird. Zudem glaube ich, dass wir umswitchen werden hin zu Plattformökonomien wie zum Beispiel Carsharing, das jetzt gerade schon bei den Stadtwerken erfolgreich gemacht wird oder auch deren Mobil-Flat, mit der man für 79 Euro im Monat wirklich alles fahren kann, was man braucht. Die Tendenz vom eigenen Auto weg wird meiner Meinung nach in den nächsten Jahren automatisch erfolgen, gerade wenn ich mir anschaue, wie Kinder von Freunden nicht mehr automatisch ihren Führerschein machen, um ihn auch am 18. Geburtstag abholen zu können. Bei mir war das damals noch anders: Mein erster Gang in der Früh meines 18. Geburtstag war, dass ich mir meinen Führerschein abgeholt habe – das ist wirklich anders geworden.</p>



<p>Das Thema Mobilität wird uns sehr beschäftigen, auch zum Beispiel die ganze Diskussion zum Thema ÖPNV-Preise. Wir müssen es halt nur irgendwie finanzieren. Und gerade ÖPNV ist wahnsinnig teuer: Für jeden Euro, den der Fahrgast zahlt, zahlt die öffentliche Hand einen weiteren Euro obendrauf. Das würde kein Unternehmer machen, weil er sagt „Da bin ich pleite“ – das ist reinste öffentliche Daseinsvorsorge.</p>



<p><strong>Einige Mitbewerber haben konkrete Forderungen in ihrem Wahlprogramm, wie zum Beispiel eine autofreie Maxstraße oder eine Verkehrsberuhigung der Karlstraße. Wie sieht Ihr Mobilitätskonzept für die Innenstadt aus?</strong></p>



<p>Weber: Auch wir haben einen Punkt in unserem Wahlprogramm zum Thema Maximilianstraße, wo wir die Autos mehr raushaben und eine höhere Aufenthaltsqualität umsetzen wollen. Zudem haben wir einen Rückbau der Karlstraße mit im Programm, soweit es eben auch geht. Man muss wissen, dass da 25.000 Fahrzeuge am Tag durchfahren. Ich glaube nicht, dass sich die Anwohner in den Wohnvierteln ringsum freuen würden, wenn dort auf einmal der Verkehr durchgeht. Da muss man einfach auch schauen, wie man das macht. Oder wir haben zum Beispiel auch die Karolinenstraße drin, damit dort weniger Durchgangsverkehr und mehr Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum ist.</p>



<p>Wenn man gerade über eine autofreie Innenstadt diskutiert, muss man dabei auch ehrlich sein. Keiner findet es schön, wenn Autos im öffentlichen Raum stehen, und man kann sich da tausend andere Sachen vorstellen. Aber gerade in der Maximilianstraße gibt es auch Anwohner, die Zufahrtsberechtigungen zu Tiefgaragen und Ähnlichem haben. Da kann man nicht sagen „Das darfst du nicht mehr“ nach dem Motto „Ist uns wurscht, gibt’s halt jetzt nicht mehr.“ Deshalb muss man schon ehrlich sein in der Diskussion, wie man das dann eben auch umsetzen will.</p>



<p><strong>Noch etwas konkreter zum Thema ÖPNV: Wie stehen Sie zur aktuell diskutierten möglichen Ausweitung des Geltungsbereichs im Semesterticket?</strong></p>



<p>Weber: Das Semesterticket ist eine Solidarfinanzierung von allen. Jeder Studierende, egal ob er das ÖPNV-Ticket nutzt oder nicht, zahlt ja mit. Das ist im Endeffekt genau das gleiche System wie beim FCA oder wenn man ins Theater geht und da zwei Stunden vorher und nachher mit dem ÖPNV fahren darf. Dadurch ergibt sich eine Finanzierung des gesamten Systems und ich weiß, dass im AVV – auch da habe ich schon Gespräche geführt – gerade diskutiert wird, was denn passieren würde, wenn man auf die Zone 30 ausdehnt, um die es ja zurzeit vor allem geht. Und da muss man halt einfach wissen: Es wäre eine Solidarfinanzierung, mit der es für alle Studierenden teurer werden würde. Deshalb ist momentan die Frage, wie man es machen will. Ich glaube, dass sich manche Dinge auch auflösen werden, wenn im Herbst das 365 Euro-Ticket für Schüler und Studierende eingeführt werden soll. Das ist zwar für diejenigen, die im Innenbereich wohnen, nicht attraktiver, weil sie mit dem Semesterticket günstiger unterwegs sind. Aber für diejenigen, die ein bisschen weiter draußen wohnen, wird es glaube ich die Lösung sein, wie man damit umgehen kann.</p>



<figure class="wp-block-embed-twitter wp-block-embed is-type-rich is-provider-twitter"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="twitter-tweet" data-width="550" data-dnt="true"><p lang="de" dir="ltr">Stadt der Chancen. So haben wir unser Wahlprogramm getauft. Neugierig? <a href="https://t.co/aQELPAGlqh">https://t.co/aQELPAGlqh</a><a href="https://twitter.com/hashtag/stadtderchancen?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#stadtderchancen</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/teameva?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#teameva</a> <a href="https://twitter.com/hashtag/csusammen?src=hash&amp;ref_src=twsrc%5Etfw">#csusammen</a> <a href="https://t.co/QObEqkpCdG">pic.twitter.com/QObEqkpCdG</a></p>&mdash; Eva Weber (@Eva_K_Weber) <a href="https://twitter.com/Eva_K_Weber/status/1216452665649049601?ref_src=twsrc%5Etfw">January 12, 2020</a></blockquote><script async src="https://platform.twitter.com/widgets.js" charset="utf-8"></script>
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<p><strong>Ein weiteres wichtiges Thema ist die Umwelt. Auf einigen Ihrer Wahlplakate liest man den Begriff „Blue City“. Sie möchten Augsburg zur klimafreundlichsten Großstadt Bayerns machen. Wie kann dies gelingen?</strong></p>



<p>Weber: Das sind verschiedene Säulen. Blue City ist ein wissenschaftlicher Begriff. Das ist nichts, was wir erfunden haben, sondern das umfasst eben, dass man nicht vom ideologischen Grün spricht, also ideologischem Klimaschutz nach dem Motto Verzicht, sondern es geht eben auch darum, dass man Technologien und Innovationen fördert. Eins der Beispiele, wo man es vielleicht am greifbarsten verstehen kann: In den 80er Jahren war Waldsterben und damals hat die Autoindustrie einen Katalysator erfunden, um eben diese schädlichen Stoffe nicht mehr hinten aus dem Auto rauskommen zu lassen.</p>



<p>Ich glaube, dass wir Klimaschutz nicht nur für Augsburg sehen können, wir können es nicht nur für Bayern sehen, sondern man muss es global sehen. Wir müssen versuchen, durch entsprechende Innovationen die CO2-Emissionen vom Wirtschaftswachstum abzukoppeln. Wir haben Schwellenländer, wir haben Staaten in Afrika, die einfach mehr wollen. Die sehen im Internet, wie es den Leuten in Europa geht. Die wollen Wohlstand haben und wenn man denen sagt, das wäre zwar ganz nett, wenn es euch ganz gut gehen würde, aber wir können euch da nicht unterstützten, weil, wir müssen aufs Klima achten. Ich glaube, das wird da niemand verstehen und deswegen glaube ich, dass die einzige Möglichkeit ist, wirklich Anreize zu setzen für eben innovative Klimaschutztechnologie und entsprechende Innovationen.</p>



<p>In Augsburg sind wir da schon gut unterwegs, wenn man sich zum Beispiel die MAN anguckt. Die war früher dafür bekannt, dass sie Diesel-Schiffsmotoren gegossen hat. Das machen sie auch nach wie vor. Sie haben sich aber vor zwei Jahren umbenannt in „Energy Solutions“, weil sie dekarbonisierte, zukunftsfähige Energieversorgungssysteme anbieten. Sie wollen eben genau diesen Switch mitgestalten, wie man künftig ohne entsprechende CO2 Belastungen Energieversorgung leisten kann. Oder schauen Sie ins Technologiezentrum an der Universität. Da sind ein Haufen Unternehmen, die sich auch genau mit der Frage beschäftigen: Wie können wir weniger Ressourcen verbrauchen? Wie können wir damit unser Klima schützen? Das ist sozusagen die eine Säule, die umgesetzt werden muss.</p>



<p>Das Zweite ist, dass wir natürlich unsere Bürgerinnen und Bürger dazu auch animieren wollen, mitzumachen beim Klimaschutz. Das fängt bei kleinen Sachen an, dass man eben auch überlegt, wo kaufe ich ein oder auch wirklich zu sagen, hey, wir müssen den ÖPNV auch so attraktiv machen, dass man eben auch gerne mit Straßenbahn und Bus unterwegs ist und dafür auch einfach mal das Auto stehen lässt. Das Thema Lastenfahrrad-Förderung haben wir im letzten Jahr ja schon umgesetzt. Also da gibt es schon auch einige Möglichkeiten und Stellschrauben, wo wir eben die Augsburgerinnen und Augsburger wirklich auch gut motivieren können, selber einen Beitrag zu leisten. Und aus der Summe dieser kleinen Puzzlesteinchen wird ein großer Puzzlestein für Augsburg.</p>



<p><strong>Also steht Blue City als Abgrenzung zur Green City, weil Technologie und Fortschritt miteinbezogen werden?</strong></p>



<p>Weber: Ja.</p>



<p><strong>Sie haben ja bekanntlich auch in Augsburg studiert. Wie ist Ihre persönliche Beziehung zur Uni Augsburg und wie blicken Sie auf Ihre Zeit dort zurück?</strong></p>



<p>Weber: Naja, also wenn man da mal studiert hat, dann hat man natürlich eine persönliche Beziehung. Ich habe ja noch in der Eichleitnerstraße studiert. Im Vorlesungsraum über der alten Mensa war meine erste Vorlesung im ersten Semester. Ich habe Jura studiert und wir wurden damals willkommen geheißen mit dem wunderbaren Satz „50 Prozent von Ihnen werden das vierte Semester nicht sehen und von den restlichen 50 Prozent, die da sein werden, werden 35 Prozent durchs erste Examen fallen.“ Da dachte ich mir so „Ja vielen Dank auch.“ Da ist man schon mal so richtig motiviert ins erste Semester gestartet.</p>



<p>Für mich war die Zeit an der Uni Augsburg die schönste Zeit in meinem Leben. Einfach auch deswegen, weil es für mich das erste Mal war, dass ich von zuhause weg war, und das erste Mal, wo ich alleine gewohnt habe. Aus der Zeit kommen meine engsten, besten, tiefsten Freundschaften. Alleine deswegen habe ich da eine enge Beziehung. Und wenn ich jetzt an der Uni unterwegs bin, finde ich es einfach toll, dass es eine Campus-Uni ist, die so ein ganz eigenes Flair hat. Ich finde, es ist wunderschön geworden, gerade mit der juristischen und der wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät – das hat schon was.</p>



<p><strong>Inwiefern ist Augsburg für Sie eine Studentenstadt?</strong></p>



<p>Weber: Ich glaube, da haben wir noch ein bisschen Luft nach oben. Gerade durch den Campus – was ja für jemanden, der studiert, super ist, weil einfach alles an einem Platz ist – merkt man das studentische Leben in der Innenstadt relativ selten. Meine Schwester wohnt in Heidelberg, da sind sämtliche Institute etc. auf die gesamte Stadt verteilt. Das heißt, man hat auch überall immer Studierende vor der Nase, die die Räume und Gebäude wechseln – da ist es mehr greifbar. Ich finde, in Augsburg hat sich schon auch was getan. Es ist nicht so, dass man die fast 27.000, die an der Hochschule und an der Uni studieren, nicht merkt. Aber ich glaube, dass man für die Verankerung von Uni und Hochschule in die Stadt einfach noch mehr tun kann, angefangen mit der „Langen Nacht der Wissenschaft“ vor zwei Jahren oder der Ringvorlesung „Reden wir über Digitalisierung“ im letzten Jahr. Das waren alles so Themen, wo wir versucht haben, den Bürgerinnen und Bürgern ins Bewusstsein zu bringen, dass es eine Uni und eine Hochschule gibt, die echt einen coolen Job machen.</p>



<p><strong>Haben Sie noch weitere konkrete Maßnahmen, wie das Uni-Leben noch weiter in der Innenstadt verankert werden soll?</strong></p>



<p>Weber: Diese Veranstaltungen gemeinsam mit den beiden Hochschulen sollen verstetigt werden, das ist ganz wichtig. Ich glaube aber, dass man noch mehr machen kann. Eine meiner Ideen ist, dass es in der Stadtverwaltung auch jemanden geben muss, der sich ganz konkret um Hochschule und Universität kümmert. Das ist bisher immer so ein bisschen hin- und hergeswitcht: Wenn es um Bausachen ging, ist es im Baureferat gelandet, Bildungsfragen sind im Bildungsreferat gelandet, Fragen zum Thema Fachkräfte sind bei mir im Wirtschaftsreferat gelandet. Und ich finde, das tut nicht gut, weil Hochschule und Universität einfach ein Ansprechpartner fehlen, wo man hingehen und sagen kann, wir haben ein Thema – in welche Richtung auch immer. Ich glaube, dass wenn es eine Person gibt, die in der Stadt eine Verantwortung dafür hat, sich um Uni und Hochschule zu kümmern, dann wird auch eine andere Dynamik entfaltet in dem, was man tun kann und was zum Beispiel zum Thema Studentenleben noch mehr gemacht werden kann.</p>



<p><strong>Sie möchten im Zuge Ihrer Stadtteilpolitik mehr Aufenthaltsqualität im Univiertel schaffen. Wie sieht Ihre Vision dafür aus?</strong></p>



<p>Weber: Stichwort Europaplatz: Da geht es zum Beispiel um Begrünung. Da geht es auch um Bänke und darum, dass jetzt endlich wirklich mal der Autoverkehr nicht mehr drüberfährt. Es ist ja eigentlich gesperrt, aber es hält sich irgendwie keiner dran. Über diesen Europaplatz bin ich, ich weiß gar nicht wie viele tausend Mal schon in meinem Leben, gelaufen, weil ich auf der anderen Seite im Studentenwohnheim gewohnt habe. Und dieser Europaplatz ist halt einfach ein Riesenplatz, wo eigentlich nichts passiert – und das muss sich ändern.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>&#8220;Es gab Freunde, die gesagt haben, das hätten sie schon immer gewusst. Die waren irgendwie schlauer als ich.&#8221;</strong></p></blockquote>



<p><strong>Sie könnten bald die erste OberbürgermeisterIN werden, was heutzutage noch immer nicht wirklich alltäglich ist. Wie waren die Reaktionen in Ihrem Umfeld?</strong></p>



<p>Weber: (überlegt) Also die haben eigentlich nichts damit zu tun gehabt, dass ich eine Frau bin. Es gab Freunde, die gesagt haben, das hätten sie schon immer gewusst. Die waren irgendwie schlauer als ich (lacht). Andere waren sehr überrascht. Die Überraschung war aber vor allem deswegen da, weil der Oberbürgermeister gesagt hat, dass er nicht mehr antritt und das für viele nicht absehbar war. Aber ansonsten waren es eigentlich wirklich sehr positive Reaktionen. Ich bekomme auch jetzt sehr positive Reaktionen, wobei ich da auch weiß, dass ich in einer Blase bin. Da wird mir niemand ins Gesicht sagen, dass er mich doof findet oder so – das funktioniert auf anderen Wegen, da bin ich auch realistisch genug.</p>



<p><strong>Sie und Ihre Partei haben es beim Plakatieren in der Stadt eher gemächlich angehen lassen. Ist weniger bei Ihnen mehr, angesichts deutlich weniger Plakate als einige Mitbewerber?</strong></p>



<p>Weber: Ich weiß nicht wie es Ihnen geht: Wenn ich durch die Stadt fahre und mir die ganzen Plakate anschaue, dann habe ich permanent ein Fremdschämgefühl, weil ich es einfach abartig finde, wie zugepflastert alles ist und ehrlich gesagt finde ich, dass die Plakate wichtig sind, um einfach auch der Bevölkerung zu zeigen, dass eine Wahl ansteht. Ob man so plakatieren muss, wie es jetzt bei der Kommunalwahl passiert, weiß ich nicht. Also klar, wir haben 15 Listen, jeder will sich irgendwie natürlich zu Wort melden und Plakate sind im Verhältnis immer noch eine gängige Geschichte.</p>



<p>Wir haben uns sehr bewusst dafür entschieden, damit nicht in der ersten Minute nach der Plakatierungsverordnung rauszugehen, sondern wirklich auch zu sagen, dass die Plakate lang genug stehen. Und ich glaube, dass viele Bürgerinnen und Bürger auch nicht über ein Plakat eine Wahlentscheidung treffen werden, sondern viele wählen das, was sie schon immer gewählt haben und andere werden sich halt auch über andere Medien darüber informieren, wo sie denn ihr Kreuz machen sollen. Also Plakate sind glaube ich ein Hingucker, keine Frage. Deswegen sehen unsere Plakate auch anders aus als alle anderen Plakate. Auch da haben wir versucht, uns ein bisschen abzugrenzen, weil man es ansonsten gar nicht gecheckt hätte. Also stellen Sie sich mal vor, wir hätten auch noch irgendwelche Plakate, wo irgendwelche Fotos drauf sind von Kandidaten mit vielen Menschen und so weiter – das wäre glaube ich nicht gut.</p>



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overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/B8IzaLPo2Yr/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">A post shared by Eva Weber (@eva.k.weber)</a></p></div></blockquote><script async src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script>
</div><figcaption>Eva Weber mit dem scheidenden OB Kurt Gribl, dem Augsburger Bundestagsabgeordneten Volker Ullrich und Ministerpräsident Markus Söder in der neu eröffneten Wahlkampfzentrale<br><br></figcaption></figure>



<p><strong>Mal ein Blick in die Zukunft: Wenn alles nach Ihrem Plan läuft, wo steht Augsburg am Ende Ihrer Amtszeit 2026?</strong></p>



<p>Weber: Am Ende meiner Amtszeit wird Augsburg einer der großen Player sein beim Thema Wandel in unserer Wirtschaftswelt, Digitalisierung und Transformation, wo wir es aber auch geschafft haben, diesen Wandel eben nicht nur im Wirtschaftsleben, sondern auch in der Gesellschaft mitangeschoben zu haben. Das, was uns in den nächsten Jahren passieren wird, ist die größte Veränderung seit der Industriellen Revolution. Es steht nicht irgendwie vor der Tür, sondern da sind wir ja eigentlich schon drin. Und diese Veränderung wird nicht nur die Unternehmen, unseren Job oder Ähnliches betreffen, sondern wird uns in allen Bereichen der Gesellschaft betreffen.</p>



<p>Ich glaube, dass wir es schaffen müssen, die Augsburgerinnen und Augsburger wirklich mitzunehmen und eine Stadt der Chancen zu sein – so wie es bei uns im Wahlprogramm steht. Bildung steht da ganz, ganz weit oben und ich weiß, dass wir Bildung anders definieren müssen. Wir können nicht nur über Schulen und Schulsanierungen reden, sondern Bildung muss niederschwellig und ganzheitlich sein und das ganze Leben lang funktionieren. Dass das eine Daueraufgabe ist, muss in der Stadtgesellschaft implementiert werden. Wenn wir das bis 2026 so in ersten Schritten geschafft haben, dann sind wir meiner Meinung nach gut.</p>



<p><strong>Einige Studenten stecken ja gerade noch in der Klausurenphase und empfinden vieles als stressig. Wie stressig ist Ihr Alltag eigentlich gerade?</strong></p>



<p>Weber: Sehr (lacht). Mein Tag fängt in der Früh um halb sieben an und meistens sind beim Aufstehen schon die ersten WhatsApp-Nachrichten da. Danach geht es weiter mit Zeitunglesen und mich informieren, was gerade los ist. Die Termine gehen oft bis nachts um weiß der Geier was. Meine Tage haben momentan 15, 16, 17 Stunden – das ist gerade relativ viel.</p>



<p><strong>Vielen Dank für dieses informative Gespräch!</strong></p>



<figure class="wp-block-image size-large"><img loading="lazy" decoding="async" width="683" height="1024" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/DSC_0380-683x1024.jpg" alt="" class="wp-image-13949" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/DSC_0380-683x1024.jpg 683w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/DSC_0380-200x300.jpg 200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/DSC_0380-scaled.jpg 1708w" sizes="(max-width: 683px) 100vw, 683px" /><figcaption>Unsere Redakteure Lara Reile und Thomas Koristka beim Gespräch mit Eva Weber in der Wahlkampfzentrale &#8220;Camp Eva&#8221; in der Maximilianstraße<br>© Balthasar Zehetmair</figcaption></figure>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/03/www-im-duell-um-den-ob-posten-im-gespraech-mit-eva-weber-csu/">WWW im Duell um den OB-Posten: Im Gespräch mit Eva Weber (CSU)</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>WWW im Duell um den OB-Posten: Im Gespräch mit Dirk Wurm (SPD)</title>
		<link>https://presstige.org/2020/03/www-im-duell-um-den-ob-posten-im-gespraech-mit-dirk-wurm-spd/</link>
					<comments>https://presstige.org/2020/03/www-im-duell-um-den-ob-posten-im-gespraech-mit-dirk-wurm-spd/#respond</comments>
		
		<dc:creator><![CDATA[Justin Lautenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Mar 2020 08:02:00 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>An einem verschneiten Samstagmorgen treffen wir uns mit dem Mann, der der nächste sozialdemokratische Oberbürgermeister der Stadt Augsburg werden möchte. Mit uns redet er über Umwelt, den ÖPNV, aber auch über die LGBTQ+-Community und warum er trotz Wahlkampf nicht gestresst ist.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/03/www-im-duell-um-den-ob-posten-im-gespraech-mit-dirk-wurm-spd/">WWW im Duell um den OB-Posten: Im Gespräch mit Dirk Wurm (SPD)</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[
<p>An einem verschneiten Samstagmorgen treffen wir uns mit dem Mann, der der nächste sozialdemokratische Oberbürgermeister der Stadt Augsburg werden möchte. Mit uns redet er über Umwelt, den ÖPNV, aber auch über die LGBTQ+-Community und warum er trotz Wahlkampf nicht gestresst ist.</p>



<p><strong>Wie
wollen Sie einen Kompromiss aus Bauen und Umweltschutz finden?</strong></p>



<p>Das
Thema Wohnen und Stadtentwicklung sollte bei allen ganz oben stehen,
da es eine der dringenden sozialen Fragen ist. Wir müssen
gewährleisten, dass bezahlbarer Wohnraum entsteht. Das wird nur mit
Nachverdichtung gehen. Das heißt wir müssen gegebenenfalls ein
Stück weit höher bauen, als wir das bisher getan haben. Wenn nach
verdichtet wird, dann braucht es auch klare Regeln für qualifizierte
Grüngestaltung. Es müssen also nutzbare Grünräume und
Freizeiträume entstehen, um sich zu begegnen, sich auch zu bewegen
und zu erholen.</p>



<p><strong>Ist
es dann nicht auch ein sinnvoller Ansatz das Wohnen auf dem Land
attraktiver zu machen?</strong></p>



<p>Das ist ja immer stark mit dem Thema Arbeit verbunden. Die Arbeitswelt und was man beruflich tun möchte, hat sich in den letzten Jahrzehnten stark geändert. Meistens gibt es Jobangebote im boomenden Dienstleistungssektor eher in den Städten. Wir werden aber auch an einen Punkt kommen, wenn nur noch wenig Raum zum Wohnen in der Stadt übrig ist, dass man gut und gerne im Augsburger Umland wohnen bleiben kann. Das allerdings bedingt dann eine gute und bezahlbare Mobilität, also einen ÖPNV, der uns kostengünstig und umweltschonend in die Innenstädte bringt.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>&#8220;Wir brauchen [&#8230;] ein 365 Euro Ticket&#8221;</strong></p></blockquote>



<p><strong>Wie
sehen denn Ihre Pläne für den öffentlichen Nahverkehr aus?</strong></p>



<p>Das Ziel
muss sein, einen Schienentakt ins Umland herzustellen, am besten im
15 Minuten Takt. Dafür braucht es den Ausbau der Bahnkörper. Wir
müssen in den kommenden Jahren in die Planung und Umsetzung gehen.
Zum zweiten muss der Nahverkehr bezahlbar sein. Hier ist meine
Forderung: wir brauchen ein gutes Tarifsystem und ein 365 Euro Ticket
mittelfristig für alle. Im ersten Schritt für Auszubildende und
Senioren und dann auch für Studenten. Das wird aber nur mit
Unterstützung des Freistaats Bayern gehen. Ich halte das für
notwendig, ansonsten kann die Verkehrswende nicht gelingen.</p>



<p>Wir
haben leider das Problem, dass ein Medienbruch stattfindet, zwischen
Stadt und Umland innerhalb des AVV´s. Diese Kommunikation muss mit
Hilfe der Digitalisierung vereinheitlicht und damit verbessert
werden.</p>



<p><strong>Viele
Studenten wohnen im Umland. Wie stehen Sie zu einer Ausweitung des
Geltungsbereichs des Semestertickets?</strong></p>



<p>Das muss
man sich im Detail dann anschauen und dann braucht man auch eine
Finanzierungsmöglichkeit, die einen Eigenanteil, aber auch
staatliche Unterstützung erforderlich machen wird. So weit sind wir
momentan noch nicht. Zuerst müssen wir schauen, welche relevanten
Nutzergruppen es gibt, dazu gehören Studenten und Studentinnen. Und
dann schauen wir, wie wir es mit der Zoneneinteilung machen.</p>



<p><strong>Das
Ziel &#8220;Fahrradstadt 2020&#8221; wurde verfehlt. Woran lag dies aus
Ihrer Sicht und wie soll das Ziel in Zukunft erreicht werden?</strong></p>



<p>Wir
haben Schwachstellen und Problemstellen, die in der Stadt Augsburg
vorhanden sind, die wir in den letzten Jahren nicht zielgerichtet
gelöst haben. Das sind insbesondere die Kreuzungsbeziehungen in der
Stadt. Am Königsplatz gibt es beispielsweise viele Kreuzungen, an
denen abmarkierte Fahrradspuren auf der Autospur, also im Nichts für
Fahrradfahrer enden, weil der Straßenraum zwar breiter wird, aber
neben der &#8220;Geradeausspur&#8221; eine &#8220;Abbiegespur&#8221; für
Autos hinzu kommt. Das wird nur funktionieren, wenn Fahrradfahrer
sich vor den Autos aufstellen können und dann 60 Sekunden früher
eine Grünphase bekommen und sich in Bewegung setzen können. Dann
kommen die Autos im zweiten Schritt. Wenn man das in den nächsten
Jahren im Rahmen einen Modellprojektes versucht, wird man glaube ich
positive Erkenntnisse bekommen. Eine der großen Schwachstellen kann
man so beheben.</p>



<figure class="wp-block-embed-instagram wp-block-embed is-type-rich is-provider-instagram"><div class="wp-block-embed__wrapper">
<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/B8yQCnmotfY/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:640px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/B8yQCnmotfY/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; 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overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/B8yQCnmotfY/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">A post shared by Dirk Wurm (@dirk_wurm)</a></p></div></blockquote><script async src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script>
</div><figcaption><em>Wahlplakat von OB-Kandidat Dirk Wurm</em></figcaption></figure>



<p><strong>Wie
ist Ihre Meinung zu E-Scootern?</strong></p>



<p>E-Scooter
sind ein Add-On, meistens für Jüngere. Häufig wird der E-Scooter
als Ersatz fürs Laufen genutzt. Von daher sage ich: Es ist ganz
nett, aber dass die Roller eine Mobilitätsfunktion einnehmen, um
Personen von zu Hause zu einem Umsteigepunkt des Nahverkehrs bringen,
ist in der Regel nicht der Fall. Ich meine, da stehen keine
E-Scooter.</p>



<p>Manchmal
werden sie in den Stadtteilen ungeschickt abgestellt, so dass sie ein
Ärgernis für Fußgänger sind.</p>



<p><strong>Weg
von der Mobilität hinzu umwelttechnischen Themen:</strong></p>



<p><strong>Plastikkonsum-
und Plastikmülleindämmung, was für Pläne gibt es?</strong></p>



<p>Zusammen
mit der SPD Augsburg habe ich in unserem 20-Punkteprogramm dargelegt,
dass wir eine &#8220;Zero-Waste-City&#8221; werden müssen. Das
bedeutet, wir brauchen einen Masterplan, wie wir ressourcenschonendes
Arbeiten und Leben in der Stadt Augsburg hinbekommen können. Das
geht nur mit den Augsburger Bürgerinnen und Bürgern. Natürlich
auch mit gesetzlichen Rahmenbedinungen, die der Bund uns liefern
muss. Es ist momentan beispielsweise nicht möglich Einwegbehältnisse
in der Gastronomie zu verbieten, da gibt es keine Rechtsgrundlage.
Ich bin aber überzeugt, wenn eine Mehrheit der Bürgerinnen und
Bürger sagt: &#8220;Wir möchten einen signifikanten Beitrag zur
Müllvermeidung beisteuern&#8221;, dann kriegen wir das hin.</p>



<p><strong>Wie
soll dieses Umdenken bei den Bürgerinnen und Bürgern erreicht
werden?</strong></p>



<p>Da wird
man auf die Industrie und auf die Gesetzgebung des Bundes angewiesen
sein. Aber auch auf dem Stadtmarkt werden mittlerweile eigentlich nur
noch Stoffbeutel angeboten oder die Leute haben ihre eigenen Taschen
dabei. Wir sind auf einem guten Weg. Wenn man weiterhin
sensibilisiert, auch mit einer Öffentlichkeitskampagne, mit einer
Mitnahme der Bevölkerung, dann kriegt man glaube ich auch viele
Leute zum Mitmachen.</p>



<p>Kommunalpolitik
in diesem Jahrzehnt braucht ein aktives Miteinander der Bürgerinnen
und Bürger, der Stadträtinnen und Stadträten und der städtischen
Verwaltung. Das werden wir nur hinbekommen, indem wir in einen
regelmäßigen Austausch kommen. Zum Beispiel auf
Stadtteilkonferenzen, wo ein Thema diskutiert wird, Lösungsvorschläge
erarbeitet werden, die Stadtverwaltung wieder mit gewissen
Vorentwürfen komm, worüber abgestimmt wird und das dann umgesetzt
wird. Das wird zu einer schnelleren Umsetzung von politischen Ideen
in die Praxis sorgen und zu einer besseren Legitimation der Politik
insgesamt.</p>



<div class="wp-block-image"><figure class="aligncenter size-large is-resized"><img loading="lazy" decoding="async" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Dirk-Wrum-793x1024.jpg" alt="" class="wp-image-13824" width="340" height="438" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Dirk-Wrum-793x1024.jpg 793w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Dirk-Wrum-232x300.jpg 232w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Dirk-Wrum-768x992.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Dirk-Wrum-1189x1536.jpg 1189w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Dirk-Wrum-1586x2048.jpg 1586w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2020/03/Dirk-Wrum-scaled.jpg 1982w" sizes="(max-width: 340px) 100vw, 340px" /><figcaption>Dirk Wurm ©Justin Lautenbach</figcaption></figure></div>



<p><strong>Stichwort
Urban Gardening, wie stehen Sie dazu?</strong></p>



<p>Sehr
aufgeschlossen. Urban Gardening ist eine gute Möglichkeit, um
zusammen mit den Augsburgerinnen und Augsburgern den öffentlichen
Raum so zu attraktivieren, dass es lebenswerter wird und gleichzeitig
passiert damit eine Sensibilisierung gegenüber natürlichen
Produktionswegen und Produkten. Das weiß jeder aus seinem eigenen
Garten, soweit er einen hat. Da wird man zum Salatfetischisten und
Schneckenhasser, man ist ja auch stolz auf das, was man angepflanzt
hat. Das hilft uns ganz viel über Produktionswege in der
Lebensmittelherstellung nachzudenken. Es entsteht auch ein
Verantworungsbewusstein gegenüber der eigenen Stadt und der Gegend,
in der ich wohne.</p>



<p><strong>Kommen
wir zum Thema &#8220;Innere Sicherheit&#8221;, wie sind da Ihre Pläne?</strong></p>



<p>So wie
ich das in den letzten sechs Jahren als Ordnungsreferent der Stadt
Augsburg gemacht habe. Law and Order bedeutet nicht &#8220;Augen zu
und hau drauf&#8221;, sondern genau das Gegenteil. Law and Order
bedeutet: Mit Präsenz dafür sorgen, dass bestehende Regeln
eingehalten werden. Auf der anderen Seite braucht es Angebote zur
Sensibilisierung. Es gibt Bürgerinnen und Bürger, die verstehen die
Regeln nicht auf Anhieb, die sind ihnen vielleicht auch nicht
bekannt. Egal ob das jetzt junge Erwachsene sind oder Menschen, die
neu in der Stadt sind. Die muss man dafür sensibilisieren. So habe
ich zum Beispiel Nachtmanager in Augsburg eingeführt. Die machen
nichts anderes als mit Anwohnern und Nutzern des öffentlichen Raums,
in einen Dialog zu treten und dafür zu sensibilisieren, dass
Rücksichtnahme ganz wichtig ist. Das funktioniert ganz wunderbar.
Eine höhere Politikerpräsenz ist durch die Stadt Augsburg nicht
darstellbar, das ist Sache des Staates. Ich schreibe den Freistaat
Bayern immer wieder an, mit der Bitte mehr Beamte in Augsburg zum
Einsatz zu bringen. Wir haben in Vergleich zu München und Nürnberg
unterdurchschnittlich wenig Polizeibeamte hier in Augsburg. Ich hoffe
und baue darauf, dass das in Zukunft besser werden wird.</p>



<p>Um
öffentliche Ordnung und Sicherheit herzustellen, braucht es
Präventionsangebote. Was wir beispielsweise ins Leben gerufen haben
haben, ist das Projekt „Nachbarschaftspaziergänge“. Wir haben
die Leute animiert am Abend zusammen spazieren zu gehen. Klingt
banal, funktioniert aber wirklich gut. Erstens lernen sich die Leute
kennen und sie lernen ihren Stadtteil kennen. Und damit wird aus
einer gefühlten Unsicherheit, eine gefühlte Sicherheit. Und darum
gehts. Augsburg ist objektiv die zweit sicherste Großstadt in
Deutschland, aber subjektiv wird das anders wahr genommen. Und diese
Leute muss man mit speziellen Angeboten abholen.</p>



<p><strong>Bildung
hängt heutzutage immer noch stark von zum Beispiel der Herkunft ab,
wie wollen Sie das konkret ändern?</strong></p>



<p>Dafür
muss man schon sehr früh anfangen, bei der frühkindlichen Bildung.
Die Herkunft und das soziale Milieu entscheidet nach wievor viel zu
stark über den schulischen und beruflichen Werdegang, den man nehmen
wird. Das hat natürlich auch etwas damit zu tun, inwieweit Eltern
willens und in der Lage sind, an der Bildung und Erziehung ihrer
eigenen Kinder mitzuwirken. Das ist extrem wichtig. Eltern sind ein
entscheidender Faktor. Also muss man ihnen Angebote machen, die sie
gerne annehmen, weil sie nicht das Gefühl haben, sie werden
bevormundet. Das muss schon im frühen Kindesalter mit guten
Angeboten an Krippeplätzen und pädagogischen Konzepten angegangen
werden. Spätestens in der Schule brauchen wir in der Stadt Augsburg,
offene Bildungshäuser mit einer modernen Pädagogik. Keine
geschlossenen Schulgebäude, wo wir uns darüber unterhalten, dass
alles nur eine Sache des Brandschutzes wäre. Das ist vollkommener
Blödsinn. Das Ziel muss heißen: offene Bildungshäuser, moderne
Pädagogik, entsprechende Raumschnitte, die dann auch andere Angebote
in diesen Bildungshäusern vorhalten: Betreuungsangebote,
Freizeitangebote und auch Erwachsenenbildung. Nur wenn wir das
hinbekommen, dann werden nicht nur mehr auf das Gymnasium gehen,
sondern auch mehr die Hochschulreife erringen und damit die
Eintrittskarte für die Universität erlangen. Parallel dazu braucht
es auch eine Stärkung der Augsburger Hochschule. Die Hochschule hat
noch stärker diese Aufstiegschance in sich, wie es die Universität
hat. Dort ist es so, dass auch Jugendliche aus &#8220;Arbeiterfamilien&#8221;
den Weg finden zum akademischen Bildungsgrad finden. Dafür brauchen
wir mehr Studienplätze.</p>



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<blockquote class="instagram-media" data-instgrm-captioned data-instgrm-permalink="https://www.instagram.com/p/B7qtb3hoPmC/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" data-instgrm-version="14" style=" background:#FFF; border:0; border-radius:3px; box-shadow:0 0 1px 0 rgba(0,0,0,0.5),0 1px 10px 0 rgba(0,0,0,0.15); margin: 1px; max-width:640px; min-width:326px; padding:0; width:99.375%; width:-webkit-calc(100% - 2px); width:calc(100% - 2px);"><div style="padding:16px;"> <a href="https://www.instagram.com/p/B7qtb3hoPmC/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" background:#FFFFFF; line-height:0; padding:0 0; text-align:center; text-decoration:none; width:100%;" target="_blank"> <div style=" display: flex; flex-direction: row; align-items: center;"> <div style="background-color: #F4F4F4; border-radius: 50%; flex-grow: 0; height: 40px; margin-right: 14px; width: 40px;"></div> <div style="display: flex; flex-direction: column; flex-grow: 1; justify-content: center;"> <div style=" background-color: #F4F4F4; 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overflow:hidden; padding:8px 0 7px; text-align:center; text-overflow:ellipsis; white-space:nowrap;"><a href="https://www.instagram.com/p/B7qtb3hoPmC/?utm_source=ig_embed&amp;utm_campaign=loading" style=" color:#c9c8cd; font-family:Arial,sans-serif; font-size:14px; font-style:normal; font-weight:normal; line-height:17px; text-decoration:none;" target="_blank">A post shared by Dirk Wurm (@dirk_wurm)</a></p></div></blockquote><script async src="//platform.instagram.com/en_US/embeds.js"></script>
</div><figcaption>Wahlplakat von Dirk Wurm</figcaption></figure>



<p><strong>Gibt
es konkrete Pläne für das Universitätsviertel, die Universität
und die Hochschule? Wollen sie das Studentenleben mehr in die
Innenstadt holen?</strong></p>



<p>Vor 20
Jahren war das studentische Leben in Augsburg viel, viel weniger, als
es heute der Fall ist. Da hat sich schon etwas getan. Wenn wir
unseren Fokus auch in der Kommunalpolitik darauf legen, dass wir eine
offene, vielfältige Stadt sind, die im öffentlichen Raum auch mal
etwas zulässt, was wir davor noch nicht zugelassen haben. Zum
Beispiel eine freie Theaterszene haben wir noch nie gehabt. Auch in
Vierteln, in denen viele junge Leute leben, die das wahrnehmen und
sagen, das ist ja super, bei mir vor der Haustüre passiert ja auch
was und ich kann anderen Augsburgern und Augsburgerinnen begegnen.
Das sind Mittel und Wege, um eine lebendige und vitale Großstadt
miteinander zu bauen. Und da braucht es junge Leute dafür. Ihr habt
die Ideen und die Power so etwas umzusetzen.</p>



<p><strong>Was
ist Ihre Meinung zu einer Kommunalregierung mit &#8220;direkten
Demokratie&#8221;-Zügen?</strong></p>



<p>Unter
direkter Demokratie verstehe ich das, was ich vorhin schon genannt
habe mit den Stadtteilkonferenzen. Das ist für mich eine Form der
direkten Demokratie in der Kommunalpolitik. Wenn ich erkenne, dass
ich Bürgerinnen und Bürger anders ansprechen und mitnehmen muss,
was früher über Massenorganisationen funktioniert hat, wie Vereine
oder politische Parteien, funktioniert heute so nicht mehr, weil der
Mensch in diesen Organisationen nicht mehr präsent ist. Also muss
ich ihn dort abholen, wo er ist. Das ist in seinem Wohngebiet, und
zwar mit den Dingen, die ihn interessieren.</p>



<p><strong>Mit
dem Format &#8220;Wurm will´s wissen&#8221; sind Sie durch die
Stadtviertel gezogen und haben Fragen an die Bürger und Bürgerinne
gestellt: Was ist Ihnen dabei besonders im Gedächtnis geblieben?</strong></p>



<p>Inhaltlich
ist das Thema Verkehr ein sehr bestimmendes, quer durch alle
Stadtteile. Nur mit einer Kombination aus Anwohnerparken und
Kurzzeitparken kriegen wir stückweise eine Verbesserung zustande,
das hat sich jetzt auch durch das Format &#8220;Wurm will´s wissen&#8221;
bestätigt. Auch Verkehrsberuhigung, Nahverkehr und Klimaschutz
bewegt die Menschen stark.</p>



<p>Bei
allen Terminen ist bei mir hängen geblieben: Das konstruktive
Mitmachen derjenigen, die da waren. Das waren zwischen 50 und 100
Leute. Wir haben konstruktiv miteinander diskutiert. Das war kein
Auskotzen, nach dem Motto: &#8220;Ich sag jetzt mal dem Wurm, was ich
alles schlecht finde&#8221;. Jeder konnte mit seinem Smartphone mit
einer App mitmachen und auf vorformulierte Fragen antworten, was wir
dann anonym gesammelt haben, damit wir einen Überblick haben, dass
jeder zu Wort kommt. Und dann kommen konstruktive Vorschläge. Ich
glaube dieses Format war eine Vorstufe für die Stadtteilkonferenzen,
wie ich sie mir als Oberbürgermeister vorstelle.</p>



<p><strong>Die
SPD steckt zur Zeit in der Krise: Inwiefern denken Sie, dass Ihre
SPD-Mitgliedschaft einen (negativen) Einfluss auf die Wahlergebnisse
hat?</strong></p>



<p>Natürlich
wäre es mir lieber, wenn die Partei, die mich nominiert hat, bei 25
oder 30% stehen würde. Ist halt nicht so, gell? Man kann sich nicht
immer alles raus suchen im Leben. Deswegen hat man trotzdem seine
Meinung, seine Überzeugung und auch eine klare Haltung. Ich bin
Sozialdemokrat, ich bin Kommunalpolitiker mit Leib und Seele. Das
heißt ich arbeite lösungsorientiert und über Parteigrenzen hinweg.
Ich glaube auch, dass bei einer Kommunalwahl die Parteizugehörigkeit
eine wesentlich geringere Rolle spielt als bei landes- oder
bundesweiten Wahlen. Das gilt sowohl für die OB-Kandidaten, als auch
für die Stadtratskandidatinnen und -kandidaten.</p>



<p>Nichtsdestotrotz
braucht sich die SPD überhaupt nicht zu verstecken. Wenn ich jetzt
im Gespräch mal nachfrage: Was ist denn das Problem mit der SPD,
dann wird es schon ziemlich diffus. Und wenn man den Menschen dann
sagt, dass die SPD in der Großen Koalition sowohl für die
Grundrente,  ein gutes Kita-Gesetz als auch beim Berufswiedereinstieg
Vorteile für die Bevölkerung erkämpft hat, dann stellt sich das
Bild schon differenzierter dar. Es ist wohl en vogue die SPD als die
alte, tattrige Tante darzustellen, der man keine zukunftsfähige
Politik mehr zutraut. Das ist vollkommener Blödsinn. Es sollen erst
mal die anderen Parteien das leisten, was die SPD in den letzten
Jahre geleistet hat, für unser Land und auch hier in der Stadt
Augsburg. Die Flüchtlingswelle, ich sehe sie nicht als
&#8220;Flüchtlingskrise&#8221;, dass das gut gemanagt wurde, hatte
auch viel mit der SPD zu tun.</p>



<p>Wer von
sich selber nicht überzeugt ist, der kann auch andere nicht
überzeugen. Dieses ganze Gerede: &#8220;Die SPD möchte aus der
Regierungsverantwortung aussteigen&#8221;. Das halte ich für
vollkommenen Blödsinn. Darüber entscheiden alle vier Jahre die
Wählerinnen und Wähler. Aber zu denken, dass man unser Land und die
Lebensverhältnisse verbessern kann, indem man nicht regiert, das ist
vollkommer Blödsinn. Es gilt noch immer der alte Spruch von Willy
Brandt: &#8220;Zuerst kommt das Land und dann die Partei&#8221; und ich
sehe das so. Es wäre schön, wenn das in anderen Parteien auch so
gesehen wird, sage ich mal mit Blick auf Gelb und Grün.</p>



<blockquote class="wp-block-quote is-style-large is-layout-flow wp-block-quote-is-layout-flow"><p><strong>&#8220;Als Oberbürgermeister repräsentiert man die städtische Bevölkerung in seiner ganzen Breite und Tiefe&#8221; </strong></p></blockquote>



<p><strong>Sie
wollen weiterhin die LGBTQ+-Community unterstützen. Wie soll das
konkret aussehen?</strong></p>



<p>Ich
glaube das ist eine Frage der Haltung. Als Oberbürgermeister
repräsentiert man die städtische Bevölkerung in seiner ganzen
Breite und Tiefe. Das muss man ein Stück weit vorleben, promoten,
auch erzählen: Das ist kein Unterscheidungsmerkmal. Ich glaube das
ist ganz wichtig, dass die Sichtweite gegenüber verschiedenen
sexuellen Orientierungen tolerant und offen ist. Daraus können sich
durchaus, wenn man das gesamtgesellschaftlich auf die Bundesrepublik
betrachtet, gesetzliche Regelungen und Entwicklungen ergeben, die
Lesben, Schwulen, Transgendern helfen können. Das sehe ich als
Aufgabe des Oberbürgermeisters an.</p>



<p><strong>Studenten
stecken gerade in der Klausurenphase und haben viel Stress. Wie
gestresst sind Sie?</strong></p>



<p>Gar nicht. Gestresst bist du dann, wenn du etwas tust, was dich überfordert. Ansonsten hat man viel zu tun. Momentan habe ich viel um die Ohren, ich bin Ordnungs- und Sportreferent der Stadt Augsburg und gleichzeitig OB-Kandidat. Das ist viel, deshalb habe ich aktuell eine 6-Tage-Woche. Die hatte ich nicht immer. Aber es ist ganz selten, dass ich wirklich gestresst bin, weil mich was nervt. Wenn ich dann zuhause bin, bin ich aber auch ganz froh.</p>



<p><strong>Wie
sehen Sie Ihre Chancen auf die Stichwahl?</strong></p>



<p>Mein
Ziel lautet, in die Stichwahl zu kommen. Ich glaube das ist ein
durchaus realistisches Ziel, weil die Bürgerinnen und Bürger
erkennen, wofür der Kandidat Wurm steht, was er will. Das
unterscheidet mich glaube ich auch von vielen Mitbewerbern und
Mitbewerberinnen, die da im &#8220;Ungefähren&#8221; bleiben. Ich habe
gleich gesagt: Wahlkampf dient auch der Zuspitzung. Die
Augsburgerinnen und Augsburger sollen am 15. März eine bewusste
Wahlentscheidung für jemanden treffen. Das versuche ich
herüberzubringen. Das Team der SPD Augsburg ist ein wirklich gutes
Team mit jungen, engagierten und kompetenten Kräften, natürlich
auch mit erfahrenen. Auch das wird positiv wahrgenommen und ich hoffe
sehr, dass sich das dann auch mit entsprechenden Stadtratssitzen
auszahlen wird.</p>



<p><strong>Vielen
Dank für das interessante Gespräch!</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2020/03/www-im-duell-um-den-ob-posten-im-gespraech-mit-dirk-wurm-spd/">WWW im Duell um den OB-Posten: Im Gespräch mit Dirk Wurm (SPD)</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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