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	<title>student_sein Archive | presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</title>
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	<description>Das Magazin für Studierende der Universität und Hochschule Augsburg.</description>
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		<title>Welcome to the jungle – Überleben im Verwaltungstrakt</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Kai Weeber]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 26 Nov 2018 11:07:06 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[allgemein]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist 8 Uhr morgens. Für manche vielleicht ein normaler Arbeitsbeginn – für Studenten einfach nur wahnsinnig früh. Ich gehe die Treppen hinauf zur Universitätsverwaltung. Es ist ein erstes Vorstoßen in das Dschungelgebiet, welches ich heute erkunden werde. Es geht...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2018/11/welcome-to-the-jungle-ueberleben-im-verwaltungstrakt/">Welcome to the jungle – Überleben im Verwaltungstrakt</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<figure id="attachment_10125" aria-describedby="caption-attachment-10125" style="width: 400px" class="wp-caption aligncenter"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="wp-image-10125 size-medium" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/11/jungle-406780_1920-400x300.jpg" alt="" width="400" height="300" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/11/jungle-406780_1920-400x300.jpg 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/11/jungle-406780_1920-768x576.jpg 768w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/11/jungle-406780_1920-1024x768.jpg 1024w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2018/11/jungle-406780_1920.jpg 1920w" sizes="(max-width: 400px) 100vw, 400px" /><figcaption id="caption-attachment-10125" class="wp-caption-text">Text: Kai Weeber, Foto: (c) Pexels</figcaption></figure>
<p>Es ist 8 Uhr morgens. Für manche vielleicht ein normaler Arbeitsbeginn – für Studenten einfach nur wahnsinnig früh. Ich gehe die Treppen hinauf zur Universitätsverwaltung. Es ist ein erstes Vorstoßen in das Dschungelgebiet, welches ich heute erkunden werde. Es geht darum, den besten Platz und Termin für den Glühweinverkauf der Fachschaften im Advent zu ergattern. Das ist es wert, sich in aller Frühe auf den Weg zu machen.<em><br />
„Guten Tag, ich brauche von Ihnen eine Unterschrift für diesen Raumantrag.“<br />
</em><em>„Die kann ich Ihnen nicht geben, dafür müssen Sie zum AStA.“<br />
</em><em>„Aber der AStA hat gestern eine Rundmail geschrieben, dass wir zuerst hierherkommen müssen.“<br />
</em><em>„Das steht auf diesem Rundschreiben aber anders.“</em></p>
<p>Wenn sich zwei streiten, dann freut sich nicht der Dritte – es freut sich gar keiner. Besonders nicht kleine Mitglieder aus unbekannten Fachschaften, die von Raumanträgen überhaupt keine Ahnung haben. Die Landkarte, welche mir den Weg durch den Busch weisen soll, ist nichts mehr als ein nutzloses Stück Papier.<br />
Jetzt heißt es warten vor dem AStA-Büro. Zwei andere Mitglieder aus einer anderen Fachschaft sind auch schon anwesend. Ein Dritter telefoniert angeregt mit dem Vorstand des AStA.<br />
<em>„Das offizielle Rundschreiben war Müll. Das Chaos ist perfekt.“</em></p>
<p>Ein Mitglied des AStA erscheint und schließt die Tür zum Büro auf. Man wird eine Liste anfertigen, auf der alle Termin- und Raumwünsche eingetragen werden. Zum Glück gibt es noch keine Kollisionen, die Notlösung könnte funktionieren. Aus einstigen Konkurrenten formiert sich eine Gruppe mutiger Tropenkämpfer. Gemeinsam macht sich der Expeditionstrupp (vier Personen) in den Dschungel der Universitätsverwaltung auf.<br />
<em>„Wir wissen nicht, wie es laufen soll. Bitte verlassen Sie das Büro und warten Sie auf dem Flur.“</em></p>
<p>Erwartungsvoll schlägt das Expeditionsteam ein Lager auf. Zwar droht keine Gefahr, von einem wilden Tier entdeckt und gefressen zu werden, doch entscheiden die Geschehnisse jenseits der Türe darüber, welchen Pfad wir einschlagen werden – und wie lang dieser sein wird. Die Gruppe bangt. Mittlerweile hat sich unsere Expedition um zwei Studenten erweitert.<br />
<em>„Fachschaft MuK?“<br />
</em><span style="font-size: 1em;">Ich betrete das Büro.<br />
</span><em>„Sie müssen nun noch den Antrag vom AStA stempeln lassen und eine Adresse angeben, an die die Nutzungsvereinbarung geschickt wird. Und schreiben Sie bitte noch dazu, was ‚MuK‘ überhaupt bedeuten soll.“</em></p>
<p>Zurück in vertrauten Gefilden lasse ich den Antrag abstempeln. Fehlt noch die Adresse. Doch welche Adresse eigentlich? Vier Kontaktversuche zu meinen Vorgesetzten, welche mich auf diese Expedition geschickt haben, enden erfolglos.<br />
<em>„Wir gehen schonmal hoch. Bis später dann!“</em></p>
<p>Meine Kompagnons ziehen ohne mich weiter. Am liebsten würde ich hinterherrennen und rufen: „Wartet auf mich! Lasst mich nicht alleine zurück!“ Doch die momentane Mission geht vor. Nach 10 Minuten erlöst mich eine Ehemalige des Fachschaftsvorstandes. Adresse drauf und zurück in den Busch.<br />
<em>„Jetzt brauchen Sie aber noch eine Unterschrift von der Technik.“</em><br />
<em>„Aber wieso? Die Technik muss doch nur über Starkstromanschlüsse Bescheid wissen.“</em><br />
<em>„Von Starkstrom steht hier nichts auf diesem Formular.“</em></p>
<figure id="attachment_10141" aria-describedby="caption-attachment-10141" style="width: 400px" class="wp-caption aligncenter"><img decoding="async" class="wp-image-10141 size-medium" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2018/11/suspension-bridge-959853_960_720-400x267.jpg" alt="" width="400" height="267"><figcaption id="caption-attachment-10141" class="wp-caption-text">(c) Pixabay</figcaption></figure>
<p>Immer tiefer wage ich mich in das Labyrinth vor. Ein Stockwerk tiefer höre ich aus dem Verborgenen eine lautere Stimme:<br />
<em>„Was wollen Sie noch von mir?! Ich habe überall angerufen, ich kann Ihnen nichts sagen!“<br />
</em>Ich spähe um die Ecke und entdecke den Rest des Expeditionstrupps. Nunmehr wieder zu sechst, hoffen wir auf den Weg zur Lichtung.<br />
<em>„Gehen Sie bitte zur Leittechnik und fragen Sie dort nach!“</em></p>
<p>Die Leittechnik liegt einsam und verlassen. Der Pfad, der uns versprochen wurde, wird nun von finsteren Ranken versperrt. Mittlerweile hat sich ein eindeutiger Expeditionsleiter herausgebildet. Mit entschlossener Miene spricht er:<br />
<em>„Wir gehen zu der Person, die für das gesamte Chaos verantwortlich ist.“</em></p>
<p>Wir steuern unweigerlich auf die Mitte des Urwaldes zu. Mittlerweile umfasst unsere Expedition 8 unverdrossene Forscher, welche nur noch ein Ziel vor Augen haben: den Antrag für einen Glühweinverkauf loszuwerden. Wir verlangen Einlass zum Häuptling, doch die Sekretärin verwehrt uns unsere Hoffnungen.<br />
<em>„Sie können jetzt nicht mit ihm reden, er ist in einer Besprechung.“<br />
</em><em style="font-size: 1em;">„Dann sagen Sie uns doch bitte, was wir tun sollen.“<br />
</em><em>„Dafür sind wir hier nicht zuständig. Gehen Sie zur Leittechnik.“<br />
</em><em>„Dort ist niemand.“<br />
</em><em>„Das ist nicht unsere Aufgabe, dann können wir nicht helfen.“<br />
</em><em>…<br />
</em><em>„Gut, dann gehen wir jetzt zum Kanzler.“</em></p>
<p>Wir sind im Herzen des Dschungels angelangt. Tiefer geht es nicht – werden wir ihn überhaupt jemals wieder verlassen? Und falls ja, lebendig?<br />
<em>„Guten Tag, könnten wir mit dem Kanzler sprechen? Es geht um einen Glühweinverkauf.“<br />
</em>Verdutzt starrt die Sekretärin unseren achtköpfigen Trupp an.<br />
<em>„Warten Sie, ich kläre die Sache. Könnten Sie bitte kurz draußen warten?“</em></p>
<p>Eine Viertelstunde später verlassen wir den Dschungel, am Ende unserer Kräfte, aber um je einen Raumantrag erleichtert. Inzwischen ist es kurz nach zehn. Zurück in der Zivilisation, lasse ich mich auf einer Bank nieder und überlege, ob eine Raumanmeldung für einen Glühweinverkauf nicht auch in zehn Minuten hätte erledigt sein können. Doch eine Sache ist sicher: Diese Expedition in den Urwald der Universitätsverwaltung werde ich so schnell nicht vergessen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2018/11/welcome-to-the-jungle-ueberleben-im-verwaltungstrakt/">Welcome to the jungle – Überleben im Verwaltungstrakt</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Student im Urlaub sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Naunheimer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 25 Mar 2014 19:21:59 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
		<category><![CDATA[ferien]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[reise]]></category>
		<category><![CDATA[student_sein]]></category>
		<category><![CDATA[urlaub]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>In den Semesterferien bedeutet Student sein vor allem eines: untertauchen. Sobald die letzte Vorlesung langsam verblasst, die letzte Klausur ihren bitteren Nachgeschmack verliert und die letzte helle Sonne hinter den Köpfen der Studenten untergeht, verschwinden alle. Letztes Bier. Letzte Party....</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/03/student-sein-ferien-urlaub/">Student im Urlaub sein</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>In den Semesterferien bedeutet Student sein vor allem eines: untertauchen. Sobald die letzte Vorlesung langsam verblasst, die letzte Klausur ihren bitteren Nachgeschmack verliert und die letzte helle Sonne hinter den Köpfen der Studenten untergeht, verschwinden alle. Letztes Bier. Letzte Party. Dreckige Wäsche in den Koffer. Zu. Weg.</strong></p>
<figure id="attachment_2549" aria-describedby="caption-attachment-2549" style="width: 1201px" class="wp-caption aligncenter"><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/03/Student-sein_24.3._Semesterferien_1200px.png"><img decoding="async" class="size-full wp-image-2549" alt="Text: Rebecca Naunheimer, Illustration: Marina Schröppel" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/03/Student-sein_24.3._Semesterferien_1200px.png" width="1201" height="641" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/03/Student-sein_24.3._Semesterferien_1200px.png 1201w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/03/Student-sein_24.3._Semesterferien_1200px-400x213.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/03/Student-sein_24.3._Semesterferien_1200px-1024x546.png 1024w" sizes="(max-width: 1201px) 100vw, 1201px" /></a><figcaption id="caption-attachment-2549" class="wp-caption-text">Text: Rebecca Naunheimer, Illustration: Marina Schröppel</figcaption></figure>
<p align="JUSTIFY">Aber wohin? Typischerweise wählt der Augsburger Student aus drei Reiseangeboten.</p>
<h3 align="JUSTIFY">All-Inclusive bei Mutti</h3>
<p align="JUSTIFY">Oftmals geht’s nach Aiterhofen oder Buttelstedt oder Castrop-Rauxel oder – auf jeden Fall endlich mal raus aus der bayerischen Kleinstadt. In den All-Inclusive-Urlaub. Also zurück zu Mutti. Dabei erholen sich nicht nur Magen und Unselbstständigkeit, sondern auch fast vergessene Freundschaften, die während des Semesters an Stress, Distanz und den so unglaublich coolen neuen Freunden litten.</p>
<h3 align="JUSTIFY">Selbstversorgerurlaub im Arbeitsdschungel</h3>
<p align="JUSTIFY">Die Abenteuerlustigen unter den Augsburger Studenten verabschieden sich meist in den Selbstversorger-Urlaub &#8211; auch außerhalb der Saison wochenweise oder für das Wochenende zu buchen. Dort gilt es Eigeninitiative zu zeigen, um das Überleben zu sichern. Will heißen: Praktikum in München. Diese Angebote sind jedoch meist schnell vergriffen und müssen lange im Voraus gebucht werden. Einfacher haben’s die Augsburger Studenten da mit dem Pauschalangebot der Uni Augsburg.</p>
<h3 align="JUSTIFY">Pauschalreise der Uni Augsburg</h3>
<p align="JUSTIFY">Ja, man muss es sagen: Einige der Studenten sind nur geistig untergetaucht, ihr Körper bleibt zuweilen an Ort und Stelle. Doch wer soll es ihnen verdenken, denn Reiseangebot Nummer drei ist durchgestylt wie Harald Glööckler. Den ganzen Tag Fun, Fun, Fun &#8211; alles im Preis der Immatrikulation inbegriffen. Die Pauschalreise kann zu jedem Semester bequem dazu gebucht werden und wird von einer Bearbeitungsfrist sanft gelenkt. Den Tag verbringt der Urlauber in einer schön gelegenen Lehmhütte im Augsburger Universitätsviertel. Mit Blick auf den Ententeich und das architektonisch bemerkenswerte Gebäude D können Studenten hier in rustikalem Ambiente entspannen. Zum Schlemmen geht’s in die unweit gelegene Mensa mit Super-Ferien-Super-Burger-Sonder-Angebot. Und wie es sich für ein echtes Pauschalangebot gehört, folgen zauberhafte identisch gestaltete Tage und Wochen, die ihr brilliantes Ende im Beginn der Lehrveranstaltungen finden.</p>
<p align="JUSTIFY">Was die restlichen Stadtflüchtigen angeht, die sind vielleicht irgendwo in Mauritius, also nicht weiter erwähnenswert. Entscheidend ist aber doch, dass in den Ferien, die zum Feiern da sind, alle fort fahren. Zugegeben, ich befinde mich auch gerade im All-Inclusive-Urlaub in Castrop-Rauxel, aber warum eigentlich? Warum nicht die Freizeit in den Semesterferien auch mal in Augsburg nutzen? Und hey, das Super-Ferien-Super-Burger-Sonder-Angebot in der Mensa ist echt gut. In diesem Sinne: Zurück nach Augsburg und ran an die Buletten!</p>
<p align="JUSTIFY"><strong>Welche Ferientipps habt ihr für alle Daheimgebliebenen?</strong></p>
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		<title>Daheim Student sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Naunheimer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 18 Feb 2014 08:00:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[studentenbude]]></category>
		<category><![CDATA[student_sein]]></category>
		<category><![CDATA[wg]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wirklich, echt, knallhart und ohne Beschönigung Student sein: Das geht nicht im Nachtclub, das geht nicht in der Bibliothek und bestimmt auch nicht in der Tram. Das geht allein in der Sicherheit der eigenen vier Wände. Heute ziehe ich den...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/02/daheim-student-sein/">Daheim Student sein</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Wirklich, echt, knallhart und ohne Beschönigung Student sein: Das geht nicht im <a href="http://presstige.org/2013/12/kolumne-student-sein/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Nachtclub</a>, das geht nicht in der <a href="//presstige.org/2014/01/student-sein-bibliothek/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Bibliothek</a><ins cite="mailto:Rebecca" datetime="2014-02-17T20:27"></ins> und bestimmt auch nicht in der <a href="http://presstige.org/2013/12/student-sein-der-tramwahn/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Tram</a>. Das geht allein in der Sicherheit der eigenen vier Wände. Heute ziehe ich den Augsburger Studenten also die Hose runter und werfe einen Blick auf die zuweilen raue und haarige nackte Wahrheit: die Studentenwohnung. Eine Besichtigung.</b></p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/02/Komlumne_Studentenbude_18.2._1200px.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2277" alt="Komlumne_Studentenbude_18.2._1200px" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/02/Komlumne_Studentenbude_18.2._1200px.png" width="1200" height="600" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/02/Komlumne_Studentenbude_18.2._1200px.png 1200w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/02/Komlumne_Studentenbude_18.2._1200px-400x200.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/02/Komlumne_Studentenbude_18.2._1200px-1024x512.png 1024w" sizes="(max-width: 1200px) 100vw, 1200px" /></a></p>
<h5 style="text-align: center;"><strong>Text: <a href="http://presstige.org/author/rebecca-naunheimer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rebecca Naunheimer</a>, Illustration: <a href="http://presstige.org/author/marina-schroeppel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marina Schröppel </a></strong></h5>
<h3><strong>Das Bad oder: das Luxus-Spa</strong></h3>
<p>Im Bad einer Augsburger Studentenbude befindet sich häufig eine stilvoll gehaltene Dusch-Badewannen-Kombination oder richtiger: eine luxuriöse Dusche mit viel Beinfreiheit. Besonderer Eyecatcher ist nebst dekorativ drapierten Haaren oftmals der Duschvorhang im angesagten Camouflage-Look in weiß und gelb. Damit dieser Traum von Bad jederzeit zugänglich ist, sollte das Schloss &#8211; zumindest von WG-Bädern – nicht funktionieren.</p>
<h3><strong>Klassisch schick in der Küche</strong></h3>
<p>Kommen wir aber zur Küche. Eine Studentenküche zeichnet sich &#8211; bei aller Variation an Nudelgerichten, die dort zuweilen gezaubert werden &#8211; meist durch traditionelle dekorative Elemente aus. Feinsäuberlich als Blickfang aufgestellt, hat jeder gute Augsburger Student ein paar Reste Alkohol von der letzten Party im Hause. Diese Anmut bauchiger und schlanker Glasdeko-Elemente wird häufig noch durch nicht wenige leere Pfandflaschen ergänzt &#8211; gerne auch aus den Automaten in der Uni.</p>
<p>Das sonstige Mobiliar ist oft klassisch schick. Also: Tische und Küchenstühle, die Oma noch übrig hatte. Aus ihrer Jugend! Der Geschirrbestand in der Studentenküche kennt meist nur zwei Extremzustände: Entweder ist er sehr niedrig, weil alles dreckig ist, oder er ist sehr hoch, sodass man eine Woche ohne Spülen auskommen kann. Die Mülleimer dagegen kennen nur einen Pegelstand: zu voll. Besonders der Papiermüll ist oftmals zugleich Zeuge von Faulheit und Genialität. Denn weitere fünf Pizzakartons in einen bereits überfüllten Mülleimer zu stopfen, das ist höhere Physik. Oder Architektur. Oder Tetris. Je nachdem.</p>
<h3><strong>Stilvolle Dekoration</strong></h3>
<p>Wohnzimmer sind im Leben eines Studenten eher ein rares Gut. Ebenso lebendige Pflanzen, die gibt’s unversehrt nämlich nur in minimaler Stückzahl. Aber wer braucht schon klassische Deko-Elemente, wenn man etwas viel Originelleres haben kann: In nahezu jeder Studentenwohnung gibt es diesen einen Gegenstand, der Besucher beunruhigt und voller Fragen zurücklässt. Da habe ich schon einiges gehört und gesehen. In einer WG-Toilette wurde ich einmal Zeuge des ausgeklügelten Kommunikationstools „Kackbook“, andere Wohnungen glänzen durch Dildo-Sammlungen oder Fotomontagen des Papstes beim Surfen. In der WG einer Kommilitonin hängt ein Werbeschild für „GoPro“-Kameras. Warum? Das scheint sie selbst nicht so recht zu wissen. In einer wieder anderen WG hängen an der Wand Wurst- und Fleischbilder &#8211; feinsäuberlich aus Fleischerei-Fachmagazinen ausgeschnitten.</p>
<p>Doch das Schlüsselelement einer Augsburger Studentenwohnung ist ein anderes: das Poster der Maha Bar! Es überzeugt meist mit gestreifter Eleganz und ziert so beinahe jede Wohnung – manchmal sogar im Rudel. Viele Augsburger Studenten greifen aber auch zu Flyern, die im weißen Lamm ausliegen. Ein paar ausreichend „gephotoshopte“ Flyer mit vielen Dreiecken, Spiegelungen und abstrahierten Tieren machen so zuverlässig aus jeder Wohnung eine coole Studentenbude.</p>
<p>Und warum sehen viele Augsburger Studentenwohnungen aus wie sie aussehen? Ich denke, sie ähneln ganz einfach ihren Besitzern, wie ein Hund dem Herrchen. So beherbergt jede Wohnung irgendwie Erinnerungen an die aufregenden, zuweilen chaotischen und fragwürdigen Zeiten des Studentenlebens.</p>
<p><strong><em>Ihr lebt in einer WG und die sieht viel cooler aus, wie unsere Kolumnistin es hier beschreibt? Dann meldet euch bei uns, werdet Teil unserer Reihe „Augsburg –deine WGs“ und zeigt, dass eure Wohngemeinschaft die tollste ist! </em></strong></p>
<p><em>Alle Folgen der Kolumne “Student sein” von Rebecca Naunheimer kann man <a href="http://presstige.org/tag/student_sein/">hier nachlesen</a>.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/02/daheim-student-sein/">Daheim Student sein</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Ersti sein: Ein Eierlauf von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Naunheimer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 29 Jan 2014 17:43:03 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
		<category><![CDATA[ersti]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[student_sein]]></category>
		<category><![CDATA[uni]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Eine typische Abart des studentischen Verhaltens hat bisher leider nur geringe Beachtung gefunden: Das „Ersti-Sein“. Nun neigt sich das Semester dem Ende zu und es wird Zeit für ein Resümee der vergangenen Wochen. Zeit also, um sich einmal Gedanken zu...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/01/ersti-sein-ein-eierlauf-von-fettnaepfchen-zu-fettnaepfchen/">Ersti sein: Ein Eierlauf von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Eine typische Abart des studentischen Verhaltens hat bisher leider nur geringe Beachtung gefunden: Das „Ersti-Sein“. Nun neigt sich das Semester dem Ende zu und es wird Zeit für ein Resümee der vergangenen Wochen. Zeit also, um sich einmal Gedanken zu machen: Wie sollte sich ein Augsburger Student im ersten Semester verhalten? Alles dazu und was ein Probe-Abo der F.A.Z. damit zu tun hat, erfahrt ihr heute in unserer Kolumne „Student sein“.</strong></p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Kolumne_29.1._Unilympicse_1200px.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-2110" alt="Kolumne_29.1._Unilympicse_1200px" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Kolumne_29.1._Unilympicse_1200px.png" width="1201" height="641" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Kolumne_29.1._Unilympicse_1200px.png 1201w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Kolumne_29.1._Unilympicse_1200px-400x213.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Kolumne_29.1._Unilympicse_1200px-1024x546.png 1024w" sizes="(max-width: 1201px) 100vw, 1201px" /></a></p>
<h5 style="text-align: center;"><strong>Text: Rebecca Naunheimer, Illustration: Marina Schröppel </strong></h5>
<p>Wir alle haben einmal klein angefangen. Genauer gesagt: als Ersti. Und ich möchte fast meinen, diese Zeit ist die wohl prägendste in unserer Studienlaufbahn – jedenfalls was das Student-Sein im größeren Kontext angeht. Wie ein Kind in der Früherziehung macht ein Augsburger Ersti zuweilen einige prägende und wahrlich auch traumatische Erfahrungen. Es macht sich ein Verhalten bemerkbar, das im Fachjargon wohl unter dem Begriff „Trial and Error“ zu fassen ist und einem sportlichen Wettkampf gleicht, der einem Eierlauf in Anmut und Ausführung in nichts nachsteht. Von der „AH“, der Alten Herren-Riege im Sportverein „Universität“, werden die Neuzugänge dabei wissend belächelt oder dissend belacht.</p>
<h3><strong>Erstis im sportlichen Wettkampf</strong></h3>
<p>Der Wettkampf wird in vier Disziplinen ausgetragen, die jeweils mit einer Bestnote zu absolvieren sind: Campus, Mensa, Bibliothek und Nachtleben. Der erste Wettkampf-Schauplatz ist der Augsburger Campus, genauer der Korridor zwischen den Gebäuden A, C, L und M. Zu beachten ist dabei, den verschiedenen Verlockungen am Rande des Weges NICHT zu widerstehen. Ein jeder Ersti der Augsburger Schule sollte mindestens ein Probe-Abo der F.A.Z. oder der Süddeutschen Zeitung besessen haben. Denke ich an mein erstes Semester zurück, so habe ich diese Aufgabe wohl erfolgreich gemeistert: Ich verkaufte meine Seele an den Höchstbietenden, den Mann der F.A.Z. mit dem Leibnitz „Pick-up“. Die volle Punktzahl in dieser Disziplin erreicht jedoch nur, wer sein Abo kostenpflichtig mindestens einen Monat weiterführt.</p>
<h3><strong>Disziplin zwei: Die Mensa</strong></h3>
<p>Der zweite Programmpunkt im Wettkampf um den Titel „Ersti der Uni Augsburg“ ist das Essen in der Mensa. Hierbei sollte der Sportler vor allem eines zeigen: Überforderung. Dass das immens anmutende Angebot eigentlich nur trügt, sollte erst zum zweiten Semester realisiert werden. Extra Punkte gibt es in dieser Disziplin für: wiederholte Versuche mit Bargeld zu bezahlen und das ungeduldige Warten darauf, dass die Mitarbeiter der Mensa den eigenen Salat auf die Waage stellen.</p>
<h3><strong>Disziplin drei: Die Bibliothek</strong></h3>
<p>Das „Mensieren“ erfolgreich absolviert, sollte der erste Gang in die <a title="Universitätsbibliothek" href="http://presstige.org/2014/01/student-sein-bibliothek/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Universitätsbibliothek</a> getätigt werden. Hierbei gilt es unbedingt darauf zu achten, möglichst viel Krach zu schlagen. Wie mir erfolgreiche Absolventen dieser Disziplin unlängst berichteten, eignen sich dazu insbesondere das eigenverantwortliche Ausleihen von Präsenzbestand, schamfreies Reden zwischen den Regalen, lautes Hantieren mit metallischen Stifteboxen und das Mitführen von Mänteln oder Laptoptaschen. Wer dagegen zwei Euro für den Spint im Eingangsbereich mit sich zu führt, gilt als disqualifiziert.</p>
<h3><strong>Disziplin vier: Das Nachtleben</strong></h3>
<p>Hat der Ersti bisher alle Disziplinen gut absolviert, sollte er sich dem Augsburger Nachtleben widmen. Dabei ist es unerlässlich, die Partyplanung vom Freikarten-Angebot auf dem Campus abhängig zu machen. Im Yum Club oder im Touch Club sollte jeder gute Augsburger Student aus diesem Grund schon einmal gewesen sein. Sonderpunkte gibt es in dieser Disziplin für das restlose Aufbrauchen aller Gutscheine, den Verlust der Jacke an der Garderobe, eine positiv ausfallende Bilanz des Abends und das Wiederkehren am Folgewochenende. Keine Wertung!</p>
<p>Und warum nun muss ein Erstsemester diesen Wettkampf bestreiten? Mit einem Wort: Sozialisation. Damit der Uni-Alltag geregelt vonstattengehen kann, muss der Ersti Grenzerfahrungen machen. Wie gesagt: Trial and Error. Den Eierlauf von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen hat der Ersti dann gemeistert, wenn die letzten Zeitungsabos storniert, die letzten Salate gewogen, die letzten Gespräche in der Bib geführt und die letzte Freikarte für den Yum Club aufgebraucht sind. Und nur dann kann der Ersti in die altkluge Gesetztheit der höheren Semester übergehen. Wie diese zu beschreiben ist, möchte ich gerne anhand eines Beispiels verdeutlichen: Feueralarm in der Mensa. Die Sirene dröhnt. Keine Regung.</p>
<p><strong>Und was denkt ihr? Was macht einen Ersti zu einem Ersti?</strong></p>
<p><em>Alle Folgen der Kolumne “Student sein” von Rebecca Naunheimer kann man <a href="http://presstige.org/tag/student_sein/">hier nachlesen</a>.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/01/ersti-sein-ein-eierlauf-von-fettnaepfchen-zu-fettnaepfchen/">Ersti sein: Ein Eierlauf von Fettnäpfchen zu Fettnäpfchen</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Student sein: Rätselhafte Ereignisse in der Bib</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Naunheimer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 14 Jan 2014 10:14:46 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
		<category><![CDATA[bib]]></category>
		<category><![CDATA[bibliothek]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[student_sein]]></category>
		<category><![CDATA[universität]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Was geschieht eigentlich im Inneren der Universitätsbibliothek Augsburg? Studenten lesen, Studenten schreiben und die Mutigen reden sogar. Langweilig! Aber das ist ja auch nur die offizielle Version. Die grauen Betonmauern der Bibliothek beherbergen noch ganz andere Szenarien. Was unsere Kolumnistin...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/01/student-sein-bibliothek/">Student sein: Rätselhafte Ereignisse in der Bib</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Was geschieht eigentlich im Inneren der Universitätsbibliothek Augsburg? Studenten lesen, Studenten schreiben und die Mutigen reden sogar. Langweilig! Aber das ist ja auch nur die offizielle Version. Die grauen Betonmauern der Bibliothek beherbergen noch ganz andere Szenarien. Was unsere Kolumnistin so alles beobachten konnte und welche Rolle der „Mercedes C 305 Kombi&#8221; dabei spielt, erfahrt ihr in der heutigen Ausgabe von „Student sein“.<br />
</strong></p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Kolumne_14.1._Uni-Bibliothek_1200px1.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1873" alt="Kolumne_14.1._Uni Bibliothek_1200px" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Kolumne_14.1._Uni-Bibliothek_1200px1.png" width="600" height="320" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Kolumne_14.1._Uni-Bibliothek_1200px1.png 600w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/Kolumne_14.1._Uni-Bibliothek_1200px1-400x213.png 400w" sizes="(max-width: 600px) 100vw, 600px" /></a></p>
<h5 style="text-align: center;">Text: Rebecca Naunheimer, Illustration: Marina Schröppel</h5>
<p>Er holte zu einem kräftigen Schubser aus. Nur schwer konnte sein Gegenüber den Stoß ausbalancieren und taumelte gegen das braune Regal hinter sich. Es wackelte ein bisschen. Dem Getroffenen gelang es aber, sich unversehens davon zu lösen und er schubste zurück. Diesmal knallte es richtig. Die Beherrschung der beiden schwebte durch den Raum wie eine Seifenblase. Jeden Moment konnte sie zerplatzen.</p>
<p>Wo sich diese Szene zutrug? In der Universitätsbibliothek Augsburg, wo sonst?. Zugegeben, so dramatisch war es vielleicht nicht, aber eine Fast-Schlägerei, erzählt mir eine Zeugin. Es gibt in der Bib eben nicht nur jene „Normalos“, die dem Tagesgeschäft mit Texten und Schriften nachgehen. Nein, inmitten der studentischen Normalität gibt es sie: die „Andersartigen“. Der Betonkoloss auf dem Gipfel des Augsburger Campus ist zuweilen Schauplatz kurioser Begebenheiten, Gestalten und Eigenleistungen (Hausarbeiten, Referate und Abschlussarbeiten ausgenommen). Es lohnt sich daher die Studie der Literatur einmal für die mitunter spannende Studie der Bibliotheksbesucher zu unterbrechen. Nachfolgend möchte ich einige rätselhafte Beobachtungen exemplifizieren.*</p>
<blockquote><p><strong>Kolumne: Student sein</strong></p>
<table style="background-color: transparent;">
<colgroup>
<col width="20%" />
<col width="80%" /> </colgroup>
<tbody>
<tr>
<td><img decoding="async" style="width: 100%; heigth: auto;" alt="" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2014/01/kolumne.png" /></td>
<td>Student sein. Student sein? Was bedeutet das eigentlich? Ein guter Freund von mir – Hollywood heißt er – hat mir einmal erzählt, ein Student würde sich typischerweise folgendermaßen verhalten: Feiern bis zum Exzess, Leben in kommunenartigen WGs und so oft wie möglich nackt sein. Doch gilt das auch für Augsburger Exemplare? Welche verhaltensbezogenen Feinheiten machen die Augsburger Studenten aus? <a href="http://presstige.org/author/rebecca-naunheimer/">Rebecca Naunheimer</a> schreibt diese Kolumne meistens dienstags und immer im Wechsel mit &#8220;<a href="http://presstige.org/tag/generation_der_helden/">Generation der Helden</a>&#8221; von <a href="http://presstige.org/author/christian-endt/">Christian Endt</a>. Beide Kolumnen werden von <a href="http://presstige.org/author/marina-schroeppel/">Marina Schröppel</a> illustriert.<br />
<a href="http://presstige.org/tag/student_sein/">Alle Folgen von &#8220;Student sein&#8221; zum Nachlesen</a></td>
</tr>
</tbody>
</table>
</blockquote>
<p>Der „Schnaufer“ ist berühmt und berüchtigt. In seinem Lebensraum, der Bib, kann er beinahe täglich beobachtet werden. Was er dort macht? Schnaufen. Einfach nur schnaufen. Schnaufen um des Schnaufens Willen &#8211; die Luft in der Bib ist ja auch etwas ganz Besonderes. So vermag er jede noch so andächtige Stille der Konzentration zu durchschnaufen. Da hilft nur noch eines: Flüchten! Allerdings gibt es da ein winziges Problem. Spione berichteten mir zuletzt, der „Schnaufer“ zocke an den Bibliothekscomputern häufig Mobiliar auf eBay. Es ist nicht auszuschließen, dass er sich dort häuslich einrichten wird. Und Grauen über Grauen: Wenn er so schnauft, wie schnarcht er dann?</p>
<p>Aber eigentlich hat er doch recht, der „Schnaufer“: Schlafen in der Bib scheint nicht ungemütlich zu sein. Ein intellektuell anmutendes Buch als Alibi locker in die Hand und Augen zu! So beobachtete man unlängst am Vorabend des Weihnachtsfestes einen männlichen Bibliotheksbesucher vor dem Computer. Schnarchend.</p>
<p>Die zweckentfremdete Nutzung der Bibliothekscomputer scheint dabei kein Einzelfall zu sein. „Kurios ist auch der Opa, der jeden Abend am PC Schach spielt und sich Skulpturen auf eBay ansieht“, erzählt mir ein Freund. Oder der Herr, der um Erläuterung der Funktionsweise von Tastatur und Google bittet, nur um kurz darauf im Netz den „Mercedes C 305 Kombi&#8221; aufzurufen. Und da gab es auch mal diesen jungen Mann, der sich mehrere Stunden gebannt Wrestling-Videos ansah. Am Ende möchte ich fast fragen: Wer nutzt den Computer denn eigentlich zur Literaturrecherche?</p>
<p>Bleiben wir doch gleich beim Stichwort „Computer“. Ich möchte kurz jene Beobachtung erläutern, die einen Freund von mir bis heute zu verstören vermochte: Ein dreister Diebstahl, der sich in unserer lieben Bib ereignete. Ein Typ spazierte mit einem Laptop aus der Bibliothek hinaus. Erst einmal nichts Ungewöhnliches. Verstörend wurde es allerdings dann, als ein aufgelöstes Mädchen die Szenerie betrat und nach ihrem Laptop fragte. Ich möchte das zum besseren Verständnis gerne nochmals paraphrasieren: Unter den Augen anwesender Zeugen entwendete jemand völlig seelenruhig einen Laptop und spazierte damit durch die Tore der Bibliothek in die Außenwelt.</p>
<p>Zum Schluss noch einige rätselhafte Ereignisse aus dem Zeitungslesesaal der Zentralbibliothek, deren genaue Ausführung keinen Platz mehr finden konnte: Ob der Konsum von Schokolade mit Messer und Gabel in nahezu voller Skimontur oder der Konsum von ordinären Videos mit Gelächter und dafür ohne Scham – im Lesesaal tat sich in der Vergangenheit schon manch ein menschlicher Abgrund auf. Doch wie konnte es so weit kommen? Was ist da bloß los in der Bib?</p>
<p>Diese Frage vermag ich heute (noch) nicht zu beantworten. Dennoch möchte ich mutig vorpreschen und folgende These aufstellen: Das Giftgasgemisch aus Prüfungsangst, Schweiß, schlechtem Atem, verbrannten Gehirnzellen und alten Büchern, das zuweilen in der Bib aufkommt, wirkt bewusstseinsverändernd und genmanipulierend. Doch sorgen müssen wir uns wohl erst, wenn die Diebstähle zunehmen oder jemand einen Zyklopen oder einen Minotaurus sichtet. Hinweise bitte an mich.</p>
<p><strong>Habt ihr auch manchmal das Gefühl, in der Bib geschehen sonderbare Dinge? Erzählt mir euer kuriosestes Bib-Erlebnis!</strong></p>
<p>*Alle Ausführungen entsprechen realen (oder jedenfalls zum jeweiligen Zeitpunkt real geglaubten) Beobachtungen und Handlungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2014/01/student-sein-bibliothek/">Student sein: Rätselhafte Ereignisse in der Bib</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Student sein: Geiz bei der Campus Card</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Naunheimer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 31 Dec 2013 07:04:29 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
		<category><![CDATA[campus_card]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[student_sein]]></category>
		<category><![CDATA[uni]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Es ist eine denkbar einfache Rechnung: Viermal fünf Euro sind gleich zwanzig Euro. Aber nicht, wenn es um unsere Campus Card geht. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr heute in unserer Kolumne „Student sein“. Text: Rebecca Naunheimer, Grafik:...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2013/12/student-sein-campus-card/">Student sein: Geiz bei der Campus Card</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><b>Es ist eine denkbar einfache Rechnung: Viermal fünf Euro sind gleich zwanzig Euro. Aber nicht, wenn es um unsere Campus Card geht. Was es damit auf sich hat, erfahrt ihr heute in unserer Kolumne „Student sein“.<br />
</b></p>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2013/12/Student-sein_31.12._Campuscard_1200px.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1686" alt="Student sein_31.12._Campuscard_1200px" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2013/12/Student-sein_31.12._Campuscard_1200px.png" width="1201" height="356" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2013/12/Student-sein_31.12._Campuscard_1200px.png 1201w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2013/12/Student-sein_31.12._Campuscard_1200px-400x118.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2013/12/Student-sein_31.12._Campuscard_1200px-1024x303.png 1024w" sizes="(max-width: 1201px) 100vw, 1201px" /></a></p>
<h5 style="text-align: center;">Text: Rebecca Naunheimer, Grafik: Marina Schröppel</h5>
<h3><b>Darum geizen wir am Campus-Card-Aufwerter<br />
</b></h3>
<p>Mit einer schwungvollen Bewegung platziere ich meine Campus Card auf dem Kartenleser. Als sie auf dem kleinen grauen Gerät aufprallt, macht sie ein klatschendes Geräusch. „Ihr Geld reicht nicht“, sagt die Mitarbeiterin des Studentenwerks mit nüchterner Stimme, „Sie müssen sich entscheiden, für beides reicht’s nicht.“ Schon wieder hat irgendwer mein gesamtes Geld weggefuttert. Oder hätte ich meine Campus Card einfach mal mit mehr als fünf Euro aufladen sollen? „Ich bin gleich wieder da“, sage ich also und fische aufgeregt einen Fünfer aus meinem Geldbeutel.</p>
<p>Die Campus Card frisst unser Geld wie ein gieriges Tier. Die Aufwertungsautomaten an der Uni Augsburg scheinen Hauptschauplatz für das ganz kleine Geld zu sein, für die ganz kleinen Scheine. Tag ein Tag aus versuchen wir verzweifelt das Maul der Campus Card mit Fünfeuroscheinen zu stopfen – besonders Mutige wagen sich auch einmal an den Zehner. Und dafür nehmen wir den hochfrequentierten Gang zum Aufwerter gerne in Kauf, wie mir auch unlängst eine Freundin versicherte. Und wieso macht sie das? „Ich schätze, das ist wie mit den 99-Cent-Preisen, ich habe einfach das Gefühl, weniger auszugeben“, erklärte sie mir und zuckte dabei mit den Schultern.</p>
<p>Macht das Sinn? In Mathe war ich zwar nie besonders gut, aber viermal fünf Euro sind genauso viel wie einmal zwanzig Euro. Es ist nicht billiger, wenn wir unsere gefräßige Campus Card mit kleinen Häppchen statt einem großen Braten füttern. Wieso tun wir uns das also an, die Blamage an der Kasse, die ständigen Wege zum Aufwerter? Was ist der Reiz vom Geiz?</p>
<p>Sind die allgemeinen Lebenserhaltungskosten der Augsburger Studenten schuld? Der Döner kostet fast fünf Euro, im Club wird man schon mit dem Eintritt gefühlte 100 Euro los und der Alkohol wird ja auch nicht billiger. Ergo: Wir haben allen Grund knauserig zu sein. Aber da ist immer noch diese Sache mit der Mathematik. Zwanzig Euro bleiben zwanzig Euro, egal in welchen Schritten wir sie ausgeben.</p>
<p>Nicht egal ist es dagegen, in welcher Form wir das Geld ausgeben. Eines ist doch sicher: Bargeld ist ein rares Gut im Leben eines Studenten. Denn ist es in der Tasche, fehlt es auf dem wohlbehüteten Konto. Und wenn das Geld erst einmal in der Hand liegt, ist es schneller weg, wie man „Ich schmeiß ne Runde“ sagen kann. Dann ist da auch noch das Problem mit dem Aufwand. Wollte man sich Bargeld besorgen, müsste man Richtung Bank aufbrechen und dann auch noch die Tasche aufmachen… ihr wisst schon. Und sowieso kann man ja mit Karte bezahlen.</p>
<p>Können die Aufwertungsautomaten an der Uni ja auch längst. Also zwei jedenfalls. An machen Tagen. Kurz gesagt: Dann doch lieber in bar. Steht man also mit mühevoll und widerwillig besorgten zwanzig Euro vor dem Aufwerter, will man den kurzfristigen Reichtum doch nicht sofort wieder an die Campus Card verlieren. Die frisst sowieso viel zu viel! Oder Moment, sind wir das? Niemals. Also zahlen wir es ihr wieder ein: fünf Euro und keinen Cent mehr!</p>
<p><strong>Was denkt ihr, wird sich dieses Verhalten ändern, sobald nur endlich die Kopierfunktion der Campus Card nutzbar ist? Werden wir es dann übers Herz bringen, die Campus Card mit größeren Scheinen zu füttern?</strong></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2013/12/student-sein-campus-card/">Student sein: Geiz bei der Campus Card</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Student sein: Der Tramwahn</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Naunheimer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 17 Dec 2013 08:53:58 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[student_sein]]></category>
		<category><![CDATA[tram]]></category>
		<category><![CDATA[trends]]></category>
		<category><![CDATA[uni]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Student sein. Student sein? Was bedeutet das eigentlich? Ein guter Freund von mir – Hollywood heißt er – hat mir einmal erzählt, ein Student würde sich typischerweise folgendermaßen verhalten: Feiern bis zum Exzess, Leben in kommunenartigen WGs und so oft...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2013/12/student-sein-der-tramwahn/">Student sein: Der Tramwahn</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Student sein. Student sein? Was bedeutet das eigentlich? Ein guter Freund von mir – Hollywood heißt er – hat mir einmal erzählt, ein Student würde sich typischerweise folgendermaßen verhalten: Feiern bis zum Exzess, Leben in kommunenartigen WGs und so oft wie möglich nackt sein. Doch gilt das auch für Augsburger Exemplare? Welche verhaltensbezogenen Feinheiten machen die Augsburger Studenten aus?<br />
</strong></p>
<h3><strong>Dieses Mal: Warum legen wir so oft einen Sprint zur Trambahn hin?</strong></h3>
<h3><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2013/12/Tram-Wahn_Kolumne_1200px.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-1591" alt="Tram Wahn_Kolumne_1200px" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2013/12/Tram-Wahn_Kolumne_1200px.png" width="1201" height="305" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2013/12/Tram-Wahn_Kolumne_1200px.png 1201w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2013/12/Tram-Wahn_Kolumne_1200px-400x101.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2013/12/Tram-Wahn_Kolumne_1200px-1024x260.png 1024w" sizes="(max-width: 1201px) 100vw, 1201px" /></a></h3>
<h5 style="text-align: center;">Text: <a title="Rebecca Naunheimer" href="http://presstige.org/author/rebecca-naunheimer/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Rebecca Naunheimer</a>, Illustration: <a title="Marina Schröppel" href="http://presstige.org/author/marina-schroeppel/" target="_blank" rel="noopener noreferrer">Marina Schröppel</a></h5>
<p><span style="font-family: Georgia, Palatino, 'Palatino Linotype', 'Book Antiqua', serif; font-size: 1em; line-height: 1.5em;">Ein Berliner Professor sagte einmal zu mir: „Weißt du, was mir in Augsburg als Erstes aufgefallen ist?“ Ich: „Dass die sogenannten Kopierer eigentlich nur Mülltonnen in niedlichen Kostümchen sind?“ Er darauf: „Dass die Leute rennen wie gestört, wenn sie eine Straßenbahn sehen.“ Dass ich vor unserem Gespräch einen neuen Sprintrekord aufgestellt und eine Tram der Linie 2 gerade so erwischt hatte, verschwieg ich ihm lieber.</span></p>
<p>Es ist nicht zu leugnen, dass eine anrollende Trambahn den Tramwahn in uns weckt. Wenn der Boden bebt, der Korridor zwischen den Gebäuden A,C, L und M den Schall hektischer Schritte bündelt, ein Mädchen vor dem Eingang zum Sprachlabor schrill kreischt, dann ist es wieder soweit: Die 3 kommt. Aus jeder Gasse strömen Studenten – ihre Laptoptaschen mehr oder weniger behutsam unter die Achseln geklemmt. Ich bin sicher, dass es da auch mal einen Studenten gab, der auf dem Olymp mit dem Fernglas Ausschau nach der Tram hielt und lossprintete. Kein Scheiß. Ganz sicher.</p>
<p>Okay, wir alle tun es. Will ja keiner auf die nächste Tram warten. Aber gerade das scheint Nicht-Augsburger zu verwundern. Wieso sprinten wir um unser Leben, wenn sich die 3 wieder klammheimlich heranpirscht?</p>
<p>Zuerst einmal gilt es natürlich anzumerken: Berlin ist ja sowieso maximal cool. Und mit einer Großstadt können wir uns nicht vergleichen. Während es in Berlin vielfältige öffentliche Verkehrsmittel gibt, müssen wir uns auf die gute alte Straßenbahn oder den Bus verlassen. Und die reizen die Grenzen ihrer Verlässlichkeit wirklich gerne aus.</p>
<p>Ja, ich denke, es ist insbesondere die Unberechenbarkeit der Augsburger Straßenbahn, die uns zu sportlichen Höchstleistungen antreibt. Mal muss man nur drei Minuten warten, mal fünf, mal sieben. Kennt überhaupt noch jemand den offiziellen Rhythmus? Oder: Gibt es überhaupt einen offiziellen Rhythmus? Vielleicht bald wieder. Vorgestern hat ja nun der neue Kö seine Tore geöffnet. Könnte das den Tramwahn ein für alle Male heilen? Eher unwahrscheinlich.</p>
<p>Ist es nicht so, dass wir als vielbeschäftigte Studenten nur wenig Zeit haben, uns sportlich zu engagieren? Da kommt der Sprint zur Tram doch gar nicht so ungelegen. Mal wieder die Gelenke schmieren, die Lungen auslasten und die Muskeln stählen.</p>
<p>Und dann ist da ja auch das mit der Lässigkeit. Dazu möchte ich kurz eine Verortung der Rennstrecke anführen. Start: Der Sprint beginnt meist zögerlich &#8211; abhängig vom derzeitigen Trainingszustand &#8211; irgendwo Richtung Zentralbib. Mittelstrecke: Der Mittelteil zeichnet sich meist durch gleichmäßige, lange, sportlich-anmutende Schritte aus. Die Geschwindigkeit ist auf dem Höhepunkt. Der Weg führt vorbei an zwei zentralen Schauplätzen studentischer Präsenz: Cafete und Mensa. Ziel: Die Tram wird meist mit hektischen, schweren Schritten erreicht. Der Atem geht keuchend. Die Frisur – falls es je eine gab – ist maximal scheiße und die Poren spucken Schweiß. Was genau ist daran jetzt lässig? Hallo? Die Mittelstrecke! Mit größtmöglicher Geschwindigkeit vorbei an Mensa und Cafete – wenn man da mal nicht gespotted wird!</p>
<p>Mit der Lässigkeit ist es allerdings spätestens dann vorbei, wenn der Trambahnfahrer mal wieder beschließt, besonders lustig zu sein und absichtlich vor der Nase eines Athleten wegzuziehen. Schade eigentlich. Das nächste Mal also einfach ein bisschen schneller. In diesem Sinne: Immer dranbleiben mit dem Training!</p>
<p><strong><em>Wie ist das bei euch? Seid ihr auch klassische Trambahn-Sprinter?</em></strong></p>
<p><em>Alle Folgen der Kolumne &#8220;Student sein&#8221; von Rebecca Naunheimer kann man <a href="http://presstige.org/tag/student_sein/">hier nachlesen</a>.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2013/12/student-sein-der-tramwahn/">Student sein: Der Tramwahn</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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		<title>Kolumne &#8211; Student sein</title>
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		<dc:creator><![CDATA[Rebecca Naunheimer]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 04 Dec 2013 16:57:39 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[wegweiser]]></category>
		<category><![CDATA[feiern]]></category>
		<category><![CDATA[kolumne]]></category>
		<category><![CDATA[party]]></category>
		<category><![CDATA[student_sein]]></category>
		<category><![CDATA[studieren]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Student sein. Student sein? Was bedeutet das eigentlich? Ein guter Freund von mir – Hollywood heißt er &#8211; hat mir einmal erzählt, ein Student würde sich typischerweise folgendermaßen verhalten: Feiern bis zum Exzess, Leben in kommunenartigen WGs und so oft...</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2013/12/kolumne-student-sein/">Kolumne &#8211; Student sein</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Student sein. Student sein? Was bedeutet das eigentlich? Ein guter Freund von mir – Hollywood heißt er &#8211; hat mir einmal erzählt, ein Student würde sich typischerweise folgendermaßen verhalten: Feiern bis zum Exzess, Leben in kommunenartigen WGs und so oft wie möglich nackt sein. Doch gilt das auch für Augsburger Exemplare? Welche verhaltensbezogenen Feinheiten machen die Augsburger Studenten aus?</strong></p>
<h3><strong>Dieses Mal: Warum gehen wir oft unter der Woche statt am Wochenende feiern?</strong></h3>
<p><a href="http://presstige.org/wp-content/uploads/2013/12/Studentenleben_Kolumne_1200px.png"><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-682 aligncenter" alt="Studentenleben_Kolumne_1200px" src="http://presstige.org/wp-content/uploads/2013/12/Studentenleben_Kolumne_1200px.png" width="1201" height="519" srcset="https://presstige.org/wp-content/uploads/2013/12/Studentenleben_Kolumne_1200px.png 1201w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2013/12/Studentenleben_Kolumne_1200px-400x172.png 400w, https://presstige.org/wp-content/uploads/2013/12/Studentenleben_Kolumne_1200px-1024x442.png 1024w" sizes="(max-width: 1201px) 100vw, 1201px" /></a></p>
<h5 style="text-align: center;"><strong></strong>Text: Rebecca Naunheimer, Illustration: Marina Schröppel</h5>
<h3><strong>Eine Verschiebung des Party-Zeit-Kontinuums</strong></h3>
<p>Donnerstag. Es ist 7:00 Uhr. Mein Wecker klingelt. Und zwar anders als sonst. Heute ist er lauter, greller, schriller. Wie eine schwere Bärentatze prallt meine Hand auf den Nachtisch und sucht nach dem Ursprung des Geräusches. Doch mein Wecker ist derselbe, wie immer. Dasselbe Meeresrauschen, das mich jeden Morgen sanft in den Tag spült. Was sich verändert hat, das bin ich. Stimmt ja, ich war feiern. Bis … naja … bis eben halt, also so vor zehn Minuten. „Komm noch kurz mit in die Maha Bar“, haben sie gesagt. „Uni morgen geht schon“, haben sie gesagt. Jetzt muss ich zum Seminar, aber das Einzige, das schon geht, ist mein Wecker.</p>
<p>Es ist nicht das erste Mal, dass ich an einem Wochentag in Augsburgs Clubszene herumgegeistert bin und es am nächsten Morgen bitter bereut habe. Nein, ich kann irgendwie nicht anders. Nahezu jede offizielle Party und beinahe jeder private Umtrunk findet an einem Wochentag statt. Besonders bevorzugt: Donnerstag. Dabei war noch zu Schulzeiten das Wochenende Epizentrum jedweder markerschütternden Partyaktivität. Freitags morgens im Matheunterricht plante ich sorgfältig das Outfit und die Getränkeauswahl. Mittags – so gegen drei – begann ich dann langsam mit dem Styling. Samstags: Party. Und sonntags warf ich heimlich den Ballast der nächtlichen Ereignisse im elterlichen Badezimmer ab. Kurz gesagt: Drei feste Tage bildeten den Mittelpunkt meiner gesamten Partyaktivitäten. Freitag – Samstag – Sonntag.</p>
<p>Warum also verliert dieses verlässliche Gespann der Sorglosigkeit seine Bedeutung mit Studiumsbeginn? Haben wir mehr Freizeit als noch zu Schulzeiten? Eher unwahrscheinlich. Was damals die Klassenarbeit war, ist heute die Hausarbeit oder das Referat. Was damals der Unterricht war, ist heute die Vorlesung oder das Seminar. Klar beginnen nur wenige dieser Verpflichtungen vor 10 Uhr. Doch nach einer ausgelassenen Nacht scheint mir auch das etwas früh. Und was ist überhaupt mit den BWL- oder Jura-Studenten, die – Gerüchten zufolge – jeden Morgen pünktlich um 08:15 Uhr beginnen?</p>
<p>Mir dünkt, unkonventionellere Lösungsansätze sollten bedacht werden. Geht es möglicherweise um eine lebenserhaltende Maßnahme? Man stelle sich einen Freitagvormittag vor. Sigma Park. Massenabfertigung in der BWL-Vorlesung. Du willst einfach nur noch schlafen. Aber wie? Da labert einer die ganze Zeit. Irgendwas mit Wirtschaft oder so. Ein bisschen Schlafüberhang aus der letzten Nacht kann da sicher nur hilfreich sein.</p>
<p>Sicher spielt auch der biologische Ursprung des Studenten eine wichtige Rolle. Wie die meisten Lebewesen entstammt er einer im Fachjargon als „Mutti“ bezeichneten Lebensform. Und wenn Mutti mit Gerichten lockt, die kein gewisser Herr Iglo zusammengestellt hat, kann wohl keiner widerstehen. Dass sich eine ganze Partycrowd am Wochenende mit Völlerei statt mit schweren Dubstep-Rhythmen beschäftigt, ist daher nicht unwahrscheinlich. Die Kompensation dieser Dysbalance also, könnte ein Grund für die Partyaktivitäten unter der Woche sein.</p>
<p>Ich tendiere allerdings zu einem eher imagezentrierten Ansatz. Der Student muss sich ja irgendwie vom Schüler – einem gemeinhin als weniger lässig bekannten Wesen – abgrenzen. Sich nur am Wochenende unter das feiernde Volk zu mischen, könnte unter Umständen den Anschein des Schülerseins erwecken. Und fragt der Abendabschnittspartner beim Luftholen zwischen zwei Küssen: „Wer ist denn eigentlich deine Klassenlehrerin?“, kann man sowieso einpacken.</p>
<p>Alles blöder Quatsch? Okay, dann gibt es nur EINEN plausiblen Grund für die Verschiebung des Party-Zeit-Kontinuums: Einfach, weil wir es können!</p>
<p><strong>Wie ist das bei euch? Geht ihr auch lieber unter der Woche statt am Wochenende in Augsburg feiern? Warum? Und was ist überhaupt aus der ehrlichen, alten Vorfreude auf das Wochenende geworden?</strong></p>
<p><em>Alle Folgen der Kolumne &#8220;Student sein&#8221; von Rebecca Naunheimer kann man <a href="http://presstige.org/tag/student_sein/">hier nachlesen</a>.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://presstige.org/2013/12/kolumne-student-sein/">Kolumne &#8211; Student sein</a> erschien zuerst auf <a href="https://presstige.org">presstige – Das Augsburger Hochschulmagazin</a>.</p>
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